Die Grafik zeigt den Anteil der Personen, die derzeit bereit sind, an einer Demonstration gegen die einschränkenden Maßnahmen teilzunehmen (rot). Diese Bereitschaft bleibt konstant niedrig. Zusammenhangsanalysen zeigen, dass diese Personen die ergriffenen Maßnahmen übertrieben finden und erhöhte Reaktanz berichten. Zudem fällt ihr Vertrauen in das RKI und die Bundesregierung geringer aus. Außerdem sind sie eher davon überzeugt, Corona sei eine Lüge oder menschengemacht (vorherige Wellen).

Im Folgenden wird der Zusammenhang zwischen der Bereitschaft, an Anti-Corona-Demonstrationen teilzunehmen und Wissen, Maßnahmen durchführen, institutionelles Vertrauen, Reaktanz sowie Risikowahrnehmung in der aktuellen Erhebung exploriert (zum aktuellen Erhebungszeitpunkt).

Interpretation der Korrelationskoeffizienten: In der folgenden Übersicht zeigen höhere Werte einen stärkeren Zusammenhang an, Werte nahe Null zeigen, dass es keinen Zusammenhang gibt, um 0.1 einen kleinen Zusammenhang. Werte um 0.3 zeigen einen mittleren Zusammenhang, ab 0.5 spricht man von einem starken Zusammenhang. Ein negatives Vorzeichen bedeutet, dass hohe Werte der einen Variable mit niedrigen Werten der anderen Variable einhergehen. Fettdruck zeigt statistisch bedeutsame Zusammenhänge an.

Bereitschaft, an Demonstrationen gegen die Maßnahmen teilzunehmen und …

Bereitschaft zur Teilnahme an Demonstrationen in Abhängigkeit von der Einstellung zu Lockerungen

Unter den Personen, die die Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung ablehnen, liegt der Anteil derer, die an einer Demonstration teilnehmen würden, meist bei etwa einem Drittel.

Hinweis: Aufgrund eines Codierungsfehlers wurde in der Welle vom 18.09.20 berichtet, dass es zu einem Anstieg der Demonstrationsbereitschaft unter den Maßnahmen-Ablehnern auf 71% kam. Dies war leider falsch. Hier dargestellt sind nun die korrigierten Werte. Wir entschuldigen uns für diesen Fehler.