1 Bereitschaft zur Selbstquarantäne in den kommenden 4 Wochen

Zwei Drittel der Befragten sind bereit, sich bei Erkältungs-Symptomen in Quarantäne zu begeben. Besonders hoch ist die Bereitschaft bei Personen mit hohem Vertrauen in Institutionen (z.B. RKI), bei hoher Risikowahrnehmung und Sorge sowie bei Frauen. In Großstädten ist die Bereitschaft geringer als in Kleinstädten. Wer hier eine höhere Bereitschaft zeigt, informiert sich auch häufiger über das Coronavirus.

2 Bereitschaft auf Verzicht auf aushäusige Aktivitäten in den kommenden 4 Wochen

Über 80% der Befragten sind bereit, auf nicht notwendige aushäusige Aktivitäten zu verzichten (NAhverkehr, geschlossene Räume, Freizeitaktivitäten). Besonders hoch ist die Bereitschaft bei Personen mit hohem Vertrauen in Institutionen (z.B. RKI), bei hoher Risikowahrnehmung und Sorge sowie bei Frauen und Älteren. In Groß- und Mittelstädten ist die Bereitschaft geringer als in Kleinstädten. Wer hier eine höhere Bereitschaft zeigt, informiert sich auch häufiger über das Coronavirus. Personen, die sich der Situation hilflos ausgesetzt fühlen, sind weniger bereit, auf aushäusige Aktivitäten zu verzichten.

3 Bereitschaft, Kontakt mit Freunden und Familie in den kommenden 4 Wochen einzuschränken

Die Kontakte der eigenen Kinder einzuschränken ist von allen neuen Verhaltensweisen am wenigsten akzeptiert. Auch die Einschränkung auf Treffen mit nur einem immer gleichen anderen Haushalt wird nur von ca. drei Vierteln der Befragten befürwortet. Über 80% sind bereit, auf Feiern zu verzichten oder Risikopersonen durch besondere Vorkehrungen zu schützen. Die Bereitschaft ist besonders hoch bei Personen, die höhere Risiken wahrnehmen, Institutionen vertrauen, mehr Informationen suchen, weiblich oder älter sind. In Groß- und Mittelstädten ist die Bereitschaft geringer als in Kleinstädten. Personen, die sich der Situation hilflos ausgesetzt fühlen, sind weniger bereit, auf Kontakte zu verzichten.

Die Bereitschaft, die Kontakte der eigenen Kinder einzuschränken, ist von allen neuen Verhaltensweisen, die die Bundesregierung empfiehlt, insgesamt am niedrigsten ausgeprägt. Die Bereitschaft, die Kontakte der eigenen Kinder einzuschränken, steigt mit Vertrauen in Institutionen und einer höheren Risikowahrnehmung. Frauen sind eher bereit als Männer. Die Bereitschaft ist geringer, je besser gebildet die Befragten waren.

4 Vergleich zwischen Akzeptanz der Selbstquarantäne, außerhäusliche Aktivitäten und Kontaktreduktion

Bereitschaft zur Selbstquarantäne ist geringer als die Bereitschaft zur Kontaktreduktion oder der Vermeidung außerhäuslicher Aktivitäten (statistisch signifikant).

Am ehesten sind die Befragten bereit, auf außerhäusliche Aktivitäten zu verzichten (private Feiern, Treffen mit maximal einem anderen Haushalt, Besuch älterer Menschen nur symptomfrei und wenn eine Woche kein Risikokontakt aufgetreten ist).

5 Diskutierte Regelungen im Schulbereich

Infektionswahrscheinlichkeit
Besorgnis
r p r p
Private Treffen der Kinder nur noch mit einem festen Freund oder einer festen Freundin 0.15 0.008 0.32 <.001
Ausbau der Beförderung (z.B. im Schulbus), sodass Mindestabstand von 1.5m möglich ist 0.21 <.001 0.29 <.001
Im Falle von Quarantäne - Distanzlernen ermöglichen 0.16 0.006 0.2 <.001
Lehrer/innen und Schüler/innen: auf dem Schulgelände und im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen 0.19 0.001 0.28 <.001
Klassen in größeren Räumlichkeiten unterrichten 0.19 0.001 0.25 <.001
Klassen in zwei Gruppen aufteilen und getrennt unterrichten 0.14 0.015 0.24 <.001