Veranstaltungen

19. bis 21. Februar 2020, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Tagung: Das Frontend als „Flaschenhals“? Mediävistische Ressourcen im World Wide Web und ihre Nutzungspotentiale für eine Digitale Prosopographie

Organisatoren: M.A. Clemens Beck, Historisches Institut Jena, PD Dr. Robert Gramsch-Stehfest, Historisches Institut Jena, Dr. Christian Knüpfer, Institut für Informatik Jena, Dr. Christian Oertel, Historisches Seminar Erfurt

Die Digitalisierung stellt die heutigen Geisteswissenschaften in vielfältiger Hinsicht vor neuartige Herausforderungen. Als Medienwandel eröffnet sie völlig neue Möglichkeiten, das Wissen über Menschen, menschliche Gesellschaften und ihre Kultur effektiv und allgemein verfügbar zu machen und den wissenschaftlichen Austausch zu intensivieren. Als Methodenwandel ändert sie die Praxis wissenschaftlichen Arbeitens selbst, indem sie den Methodenkanon der Geisteswissenschaften um eine informatisch-mathematische Komponente erweitert, was große Innovationspotentiale verheißt. Dieser Transformationsprozess erfordert aktive Anpassungs- und Lernprozesse der Forscher, Bereitschaft zu interdisziplinär-kooperativem Arbeiten und nicht zuletzt eine aufmerksame Rezeption, Diskussion und Steuerung der sich vollziehenden Veränderungen in den geisteswissenschaftlichen Disziplinen.

Damit verbunden ist die Notwendigkeit, Diskussionsforen zu schaffen, in denen die mit der digitalen Transformation verbundenen Fragen diskutiert werden. Als ein solches Angebot versteht sich die geplante Tagung: Sie soll „Anbieter“ und „Nutzer“ fachspezifischer digitaler Ressourcen zusammenbringen, damit diese ihre Angebote und Bedürfnisse optimal aufeinander abstimmen und gemeinsam über innovative Weiterentwicklungen bestehender Ressourcen und Workflows nachdenken können.

In der ersten Sektion sollen Online-Quellenrepositorien, die eine Grundlage für eine mediävistische Digitale Prosopographie darstellen, vorgestellt werden. Neben einer Vorstellung ihrer Inhalte ist insbesondere die Frage nach Schnittstellen und Exportmöglichkeiten der Daten zu stellen sowie nach Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit Nutzern, etwa hinsichtlich des Nutzungsverhaltens und der Möglichkeit des Feedbacks.

Die zweite Sektion nimmt sich der Nutzerperspektive an, indem laufende mediävistisch-prosopographische Forschungsprojekte vorgestellt werden, welche in größerem Umfang auf digital verfügbarem Material aufbauen. Der Fokus richtet sich auf die Darstellung des eigenen Forschungsinteresses, des Workflows mit seinen analogen wie digitalen Komponenten sowie der praktischen Erfahrungen im Umgang mit den genannten (und anderen) digitalen Ressourcen.

Die dritte Sektion thematisiert die Weiterentwicklung der Online-Repositorien bzw. die Vertiefung ihrer Kooperation sowie das sich ändernde Verhältnis zwischen Anbietern und Nutzern digitaler Angebote. So sollen etwa am Beispiel mediävistischer Wikipedia-Angebote die Potentiale der Citizen Science diskutiert und der kollaborative Arbeitsprozess von Institutionen, Experten und interessierten Laien analysiert werden.

Geplant ist weiterhin eine Round-Table-Diskussion, die sich mit wissenschaftssoziologischen, -politischen und -kulturellen Aspekten des digitalen Transformationsprozesses in der Geschichtswissenschaft befassen soll; ein Abendvortrag über Erkenntnispotentiale digital gestützter mediävistischer Forschung (am Beispiel der Historischen Netzwerkanalyse) rundet die Tagung ab.

Das Programm kann hier heruntergeladen werden.

Anmeldung: E-Mail an Christian Knüpfer (bis 31.01.2020)

Förderer:
Fritz Thyssen Stiftung
Michael-Stifel-Centre Jena
Nachwuchsförderung der Universität Erfurt
Netzwerk für digitale Geisteswissenschaften und Citizen Science Erfurt

 

18. November 2019, Gotha

Workshop: Wissenschaft | Digital | Kommunizieren. Von den Grundlagen zur Praxis digitaler Wissenschaftskommunikation (#dhwisskomm19)

Veranstalter:  Dr. Hendrikje Carius (Forschungsbibliothek Gotha) zusammen mit dem Netzwerk für digitale Geisteswissenschaften und Citizen Science der Universität Erfurt und dem Sammlungs- und Forschungsverbund Gotha

Geisteswissenschaften und sammlungshaltende Institutionen wie Bibliotheken, Archive und Museen sind im Zuge des digitalen Wandels gehalten, ihren Wissenstransfer in Wissenschaft und Gesellschaft systematisch in den digitalen Raum zu erweitern. Die digitalen Möglichkeiten im Bereich der Wissenschaftskommunikation eröffnen Chancen für eine breitere Sichtbarkeit von Forschung und Sammlungen in der Öffentlichkeit, für die Gewinnung neuer Feedbackkanäle oder auch für den Aufbau neuer Netzwerke und Kooperationen. Allerdings sind damit auch Herausforderungen für die beteiligten Akteure etwa bei der strategischen Ausgestaltung des neuen, dynamischen Aufgabenfeldes, dem eigenen wissenschaftlichen wie institutionellen Selbstverständnis und nicht zuletzt der zur Verfügung stehenden Ressourcen verbunden. Vor diesem Hintergrund führt der praxisorientierte Workshop in die Grundlagen digitaler Wissenschaftskommunikation ein und gibt einen Einblick in diskutierte Standards, Methoden, Mechanismen und Formate. Neben einführenden Vorträgen, Impulsen aus einzelnen Institutionen sowie Kurzpräsentationen aktueller Projekte gibt es im Rahmen eines Worldcafés die Möglichkeit, in einen Austausch mit Expertinnen und Experten aus dem Bereich digitaler Wissenschaftskommunikation zu treten.

Programm

20./21. Juni 2019, Erfurt
Workshop DH-Tools II – Forschungsdaten, ihre Verwaltung und Visualisierung mit den Tools Nodegoat und Segrada

Organisation: Dr. Christian Oertel

Im zweiten Workshop der Erfurter DH-Reihe werden zwei Tools vorgestellt, die zur Verwaltung der Forschungsdaten in Einzel- wie auch in kooperativen Projekten genutzt werden können. Mit beiden Tools ist es möglich, Daten nicht nur zu speichern, sondern bereits während der Erhebung miteinander zu verknüpfen und beide zeichnen sich durch eine unkomplizierte Handhabung aus (keine Kommando- oder Abfragesprache muss erlernt werden). Es werden – ebenfalls von beiden Tools – unterschiedlich komplexe Werkzeuge zur Visualisierung dieser Daten in der Form von Netzwerken angeboten.

 

Programm

11./12. Oktober 2018, Erfurt
Workshop DH-Tools I – Digitale Transkription und Bearbeitung von Texten
Seminarraum, Internationales Begegnungszentrum (IBZ)

Organisation: Dr. Christian Oertel, Workshopleiter: Patrick Pfeil M.A. und Oliver Bräckel M.A. (Leipzig), Dr. Tobias Hodel (Zürich)

Programm

9. bis 10. November 2018, Gotha
Exponat – Raum – Interaktion. Perspektiven für das Kuratieren digitaler Ausstellungen
Tagungs-Workshop in der Forschungsbibliothek Gotha I Schloss Friedenstein Gotha, Spiegelsaal

Veranstalter: Dr. Hendrikje Carius (Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt), Prof. Dr. Guido Fackler (Professur für Museologie der Universität Würzburg), zusammen mit der Forschungsgruppe der Universität Erfurt „Netzwerk für digitale Geisteswissenschaften und Citizen Science“

Virtuelle Ausstellungen haben sich im Zuge des digitalen Wandels in Bibliotheken, Archiven und Museen als Mittel zur Präsentation und Vermittlung von Themen, digitalisierten Exponaten/Dokumenten und Sammlungen fest etabliert. Gleichwohl befindet sich das Medium „Digitale/Virtuelle Ausstellung“ noch in einer Pionierphase zwischen Experiment und Standardisierung. Dies betrifft nicht nur definitorische Aspekte, sondern ebenso den technologisch gestützten Umgang mit den Parametern Exponat, Raum und Interaktion wie das Selbstverständnis der verschiedenen Akteure beim digitalen Kuratieren von Ausstellungen. Die von Dr. Hendrikje Carius (Gotha) und Prof. Dr. Guido Fackler (Würzburg) organisierte und zusammen mit dem Netzwerk für digitale Geisteswissenschaften und Citizen Science veranstaltete Tagung leuchtet diese Spannungsfelder in einer Kombination aus Tagung und Workshop multiperspektivisch, interdisziplinär und spartenübergreifend aus.

Programm

9. August 2018, Gotha
Fachtag Digital Humanities in Thüringen zum Thema:
„Daten vernetzen, Ressourcen verknüpfen. Neue Herausforderungen für den digitalen Wandel (nicht nur) in Thüringen“

Veranstalter: Forschungsgruppe Netzwerk für digitale Geisteswissenschaften und Citizen Science der Universität Erfurt in Kooperation mit dem Forschungsverbund Marbach-Weimar-Wolfenbüttel und dem DHnet Jena
Ort: Gotha, Schloss Friedenstein, Spiegelsaal

Der diesjährige Fachtag Digital Humanities in Thüringen zum Thema „Daten vernetzen, Ressourcen verknüpfen. Neue Herausforderungen für den digitalen Wandel (nicht nur) in Thüringen“ wird am 9. August 2018 in Gotha vom Netzwerk für digitale Geisteswissenschaften und Citizen Science der Universität Erfurt in Kooperation mit dem Forschungsverbund Marbach-Weimar-Wolfenbüttel und dem DHnet Jena veranstaltet. Der von Dr. Hendrikje Carius und PD Dr. Julia Schmidt-Funke organisierte Fachtag dient dem Austausch zum Thema Datenvernetzung und Nachnutzbarkeit sowie der Abstimmung regionaler Entwicklungen.

Programm Fachtag Digital Humanities am 9. August 2018  I Tagungsbericht DH-Fachtag

8. August 2018
Auftakttreffen des Netzwerkes für digitale Geisteswissenschaften und Citizen Science

Am 8. August 2018 findet das Auftakttreffen des Netzwerks für digitale Geisteswissenschaften und Citizen Science statt, die seit Anfang des Jahres als Forschungsgruppe der Universität Erfurt von Prof. Dr. Christiane Kuller, Dipl.-Inf. René Smolarski, M.A. und Dr. Hendrikje Carius geleitet wird. Neben Vorstellung und Diskussion konzeptioneller Ansätze aktueller Projekte wie Factgrid, dem virtuellen Forschungsraum MWW  sowie dem Editions- und Kulturportal Thüringen wird über zukünftige Arbeitsschwerpunkte und Projektvorhaben beraten.

Programm der Mitgliederversammlung am 8. August 2018