Idee und Konzeption des Forums

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Briefmarken sind Gegenstände der Alltagsästhetik, die planvoll eingesetzt werden können und bisweilen auch gezielt Verwendung finden um Einfluss auf die kulturelle, politische oder ökonomische (Selbst)Wahrnehmung eines Landes zu nehmen. Mag auch, wie Gottfried Gabriel betont, die Einschätzung Aby Warburgs übertrieben sein, wonach, selbst wenn alle Dokumente verloren gingen, es genüge ein vollständiges Markenalbum zu haben, um die „Total-Reconstruktion der Weltkultur im technischen Zeitalter“ (Warburg zit. nach Raulff 2003) zu leisten, so gilt doch: Postwertzeichen sind ein Ausweis der geführten Debatten, ein Spiegel der propagierten Selbstwahrnehmungen und vor allem auch ein Teil der eigenen Geschichtsschreibung sowie Traditionswahrung und -erfindung (Hobsbawm/Ranger 1983). Trotzdem die kleine Gebührenquittung in eben diesem Sinne durchaus auf wirkmächtige Kronzeugen wie Aby Warburg oder Walter Benjamin zurückgreifen kann, steht eine umfassende Betrachtung und Kritik der Briefmarke als historische Quelle noch aus. Das Forum Gezähnte Geschichte  unternimmt den Versuch, diese Lücke zu schließen.

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3 Antworten

  1. Wulf Upper sagt:

    Ich leite an der PH-Karlsruhe seit Jahren ein Geschichtsseminar über das 20. Jahrhundert, dargestellt mit Briefmarken und Briefen. Ich wäre sehr an einer Mitschrift der Tagung interessiert. Wäre das machbar, aus Gesundheitsgründen bin ich momentan leider nicht sehr mobil.
    Viele Grüße
    Upper

  2. Dr. Carl-Christian Dressel sagt:

    Wo und wann ist die begleitende Ausstellung?

  3. Servus, falls es – und das hoffe ich – eine Publikation zu Ihrer Tagung gibt, dann wäre ich sehr daran interessiert.

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