1783-07-16 Magistratsversammlung Weimar

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Ablauf

  • Vorschlag durch Bode in Weimar eine MK zu eröffnen. Alle Anwesenden stimmen zu. Herzog Carl August (Aeschylus) und die Ordensoberen haben den Plan bereits gebilligt
  • Die Versammlungen sollen bis auf weiteres in einem Zimmer Schardts stattfinden
  • Ein monatlicher Beitrag soll erhoben werden
  • Schardt soll bis auf weiteres das Amt des Quästors übernehmen
  • Die weiteren Ämter sollen in der nächsten Versammlung besetzt werden
  • Erste Vorschläge neuer Anwärter: Der Pagen-Informator Kastner, der Professor Musäus und der Rat Ludecus
  • Brenckenhoff (Welfo) soll aufgrund seiner Kontakte zu zwielichtigen Gestalten drei Fragen beantworten: 1. Warum interessieren sich so viele Freimaurer für Magie, Thaumaturgie und Alchimie? 2. Werden diese Wissenschaften jemals zum Besten der Menschheit beitragen? 3. Zu welchem guten Zweck genau können okkulte Wissenschaften dienen? 4. Wenn 3. negativ: Wie kann man die okk. Wissenschaften bekämpfen?

Vorgetragene Beiträge

  • Keine.

Transkript

Actum

Heropolis d[en] 16ten Thirmeh
1153

Versammleten sich nach benahmte
Brüder:


    Appolonius
    Philostratus
    Aemilius und
    Flavianus

um über einige nöthige Dinge brüderl[ich]
zu berathschlagen, worauf sodann

Br[uder] Aemilius

vortrug:

Propositio I.ma.

Ob es nicht vor nöthig erachtet werde
auf Mittel und Wege zu dencken,
wie fördersamts hiesigen Orts eine
Minerval-Kirche zu etabliren
stehe, oder ob die B[rüder] der Meinung
wären, daß diesem Etablissement
unübersteigliche Hinderniße im Wege
stünden?

Brud[er] Appolonius:
Er finde keine Hinderniße, welche
der Errichtung einer Minerval-Kirche|<2>
hiesigen Orts engegen stünden, h[alte]
es vielmehr vor nothwendig, weil
man sich sich ansonsten nicht im Stande
befinden würde, die dem erl[auchten] O[rden]
zugesagte Thäthigkeit in Ausübung
zu bringen, und zwar um so mehr
da wir desfallß von der Genehmigung
Serenissimi Regentis versichert
wären.

Br[uder] Phiostratus:

Da er von der Güte der Sache über-
zeugt wäre; so fände er kein Be-
dencken, dem Vorschlag des Bruders
Aemilius um so mehr beyzutreten
als wir die Mittel darzu in Händen
hätten.

Br[uder] Flavianus:

trat den votis beyder BBr[üder] bey,
und äußerte dabey nur dieses:
wenn uns die Errichtung einer
dergleichen Minerval-Kirche von
den erl[auchten] O[rdens]-Obern nachgelaßen
seyn würde.|<3>

Br[uder] Aemilius:
ertheilte die Versicherung, daß
dergleichen Errichtung von den
erl[auchten] O[rdens]-Obern bewilliget sey.

Proposit]io] II.da.

Da es fürs erste nicht möglich sey,
einen Local- oder Versammlungs-
Ort festzusetzen; so wolle er
die Hie[sigen] Br[üder] ersuchen, obe die
nicht due Gewogenheit haben wollten, einen
Ort ad interim vorzuschlagen,
wo man sich versammlen könne
da ohnehin die Gesellschaft noch
nicht starck sey.

Br[uder] Appolonius:

gab hierauf zu erkennen, wie er
auf den Fall, wenn keine andere
und beßere Gelegenheit in Vorschlag
gebracht werden sollte, seine
Zimmer offeriret haben wollte.

Sämmtliche übrige drey Brüder:
acceptirten diese Offerte mit vielem
brüderl[ichem] Danck.|<4>

Propositio III.tia.

Da doch einige kleine Utensilia nöthig
wären, so wolle er anfragen, ob nicht
die BBr[üder] des R[egenten]-Grades einzuladen
seyn möchten, sich der Verfaßung
des O[rdens] gemäß, zu einem monat[lichen]
Beytrage zu erklähren, wovon
iedoch der Br[uder] Flavianus vor die
Zeit zu dispensiren seyn möchte.

Br[uder] Appolonius:

Er fände solches höchstnöthig, und
offerire sich vorerst, da die
Ausgaben zu Anfang dringender
und größer seyn dürften, zu 1.
R[eichs]th[a]l[er] monatlichen Beytrag.

Br[uder] Aemilius und
Br[uder] Philostratus

traten dieser Erklährung so wohl
in tanto als quanto bey, nur
erinnerte

der Br[uder] Aemilius:

Da dieses eine freywillige Beysteuer
wäre, so könne dieses als keine|<5>
Regel für die BBr[üder] des hiesigen
Sprengels von gleichen Rechten und
Pflichten angesehen werden. Er müße
aber noch ergebenst in Vorschlag bringen:
ob nicht räthlich erachtet würde, da
itzt aus der natürlichsten Ursache
nicht der geringste Fond vorhanden
wäre, die BBr[üder] belieben wollten,
die aller nothwendigsten Kosten
zur Voreinrichtung, in solcher Maaße
pro rata vorzuschießen, daß ihnen
solches auf ihr bewilligstes Quantum
abgerechnet würde.

Die BBr[üder] Appolonius und
Philostratus

waren hierüber gleicher Meinung mit
dem Br[uder] Aemilius.

Propos[itio] IV.ta.

Ob nicht der B[uder] Appolonius das
Amt eines Quaestoris ad interim
und biß zu Bestimmung näherer
Einrichtung zu übernehmen belieben
wolle? Wozu sich gedachter

Br[uder] Appolonius|<6>

willig finden ließ.
[...]

Anmerkungen