1784-02-11 Helmolt (Chrysostomus): Brief an Bode (Aemilius)

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Inhalt

Transcript

Syrakuß am 11.ten Bahman. 1153 Jezdergerd.

Aemilio optimo s. p. Chrysostomus.

Ich kann es meinem Herzen, welches Sie, bester
der Brüder, recht treulich liebt, nicht länger
versagen, mich mit Ihnen, nach einigem mir sehr
lang scheinenden Stillschweigen, schriftlich zu
unterhalten, und mich nach ihrem Befinden
brüderlichst theilmehmend, zu erkundigen.
Ich läugne es nicht, verehrungswürdiger Bruder,
daß ich ihrer Gesundheit wegen ein wenig be-
kümmert bin. Gott gebe, daß Sie sich voll-
kommen wohl befinden, und uns balde, recht
balde besuchen mögen. Ihrer Anherkunft sehe
ich mit unseren guten Brüdern, sehnsuchtsvoll
entgegen; und die seegensvolle Einrichtung un-
serer M[inerval] K[irche] wartet nur allein auf Sie, guter
Vater und Führer. Mir ist so wohl der inneren
Fürtreflichkeit der besten Sache selbst, als meines
einzigen Sohnes wegen, unendlich viel daran |<2>
gelegen, daß die Einweihung der Syrakuß M[inerval] K[irche]
balde von sich gehe. Unser neuer Bruder Henr[icus]
Steffanus
wünscht ebenfalls sehnlichst ihre
persönliche Bekantschaft zu machen. Ich hoffe
daß Sie in ihm den Mann finden sollen, wie[?]
Sie ihn nur zur Beförderung der guten Sache ver-
langen können. Die Gattin des Br[uder] Cleobul
hat ihn mit einer jungen Tochter beschenkt. Sie
befindet sich bey ihren Umständen so wohl, wie
möglich; und da Sie schon seit 8. Tagen in W~~-
~~h~[?] liegt, wird uns dieser Umstand nicht
die geringste Hünderniß im Weg legen,
unsere Versammlung in seinem Hause zu
halten. Ich bin zeitlebens mit der
wärmsten und herzlichsten Liebe und Verehr[ung]
Ihr
treuster Mitverbundener
Chrysostomus.

Anmerkungen