1784-06-22 Erstes bayerisches Edikt

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Illuminaten162.jpg

Kommentar

Das in im Kontext der Illuminatenforschung als "Erstes bayerisches Edikt" gehandhabte Dokument sprach ein generelles Verbot gegen Geheimgesellschaften aus, ohne erst einmal größere Wirkung zu haben.

Transkript

Höchst-landes-herrliche Verordnung

Gleichwie alle ohne öffentlicher Authorität und landesherrlicher Bestätigung errichtete Communitäten, Gesellschaften und Verbrüderungen, als eine an sich schon verdächtige, und gefährliche Sache, ganz unzulässig, und in allen Rechten verbothen sind, so wollen auch Se. kurfürstl. Durchl. solche überhaupt, wie sie immer Namen haben, und in ihrer innerlichen Verfassung bestellt seyn mögen, in dero Landen nirgend gedulden, und befehlen hiermit ernstlich, dass man sich all dergleichen heimlichen Verbind- und Versammlungen um so gewisser entäussere, als nicht nur das Publikum darüber schüchtern und aufmerksam wird, sondern auch Höchstdieselbe sowohl in Gnaden als anderen Sachen sorgfältigen Bedacht darauf nehmen werden, welches zu jedermanns Abmahn- und Warnung hiemit offentlich kuntgemacht wird.

München d. 22. Juny 1784. Ex commissione serenis. Dni. Dni. Ducis, et Electoris speciali.

Konrad Ruprecht, L. S. kurfürstl. Obern Landes-Regierungssekretär.