1784-07-25 Helmolt (Chrysostomus): QL

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Commentary

Transkript der Vorschrift

Q. L.
Da Endes Unterschriebener, auf 7 Wochen vom 26.-Tir,
biß zum 16. Schariver des jetzlaufenden O[rdens] Jahres 1154,
nach Cannawurf einem nahe bey Sachsen~~~[?] gelegen Orte im Chursächsischen Thüringen zu gehen, sein landwirstchaft-
lichen Angelegenheiten wegen derselben ~~~~[?] zu besorgen, gnädigst Uhrlaub erhalten
hat; und doch auch, obschon abwesend von Syrakus, unsern
verehrungswürdigsten O[beren] wie[?] nach seinen schwachen Kräften
würksam nützlich zu seyn, und seine die Ausbreitung daßelber mit pflicht-
mäßiger Vorsicht, nach Möglichkeit zu befördern, hertzlich
wünschet; so nimmt er sich hierdurch die Freyheit, bey seinen
Erlauchten Obern brüderlichst und schuldigst anzufragen,
ob es ihm erlaubt seyn würde, ~~ im Fall er würdige und
dem O[rden] nützliche Subjecta an in dortigen Gegenden antreffen sollte, dieselben
nach vorherhergegangener vorschriftmäßiger Prüfung, allen-
falls zu dem Minverval Grade vorzubereiten, ihnen sich von
Ihnen Revers-[?] und Tabellen geben zu laßen, Ihnen die
Statuten allgemeinen Statuten N. I. 1. vorzulesen, und
als denn, wenn sie bewährt gefunden worden, nach hiervon
abgestatteten schuldigsten Berichte, sich von den Erlauchten
Obern die Acten des Minerval Grades selbst, ~~ ehrerbietigst
auszubitten, um ihnen den Minerval-Grad, welcher von der Hand das
non plus ultra seyn würde, mittheilen zu können. Can-
nawurf hat einen vorzüglich guten Prediger, nahmens
Meyer, ein gelahrter und würdiger Schüler des
seeligen Ernesti; Er ist ein Mann von biederm Charakter,
fürtreflichen Herzen, liebt der Ordnung und Hauslichkeit,
und sich dadurch so wohl in seinen Seelsorgers- als
Familien Verhältnißen, glüklich und zufrieden macht.
Dieser scheint mir besonders der Mitgliedschaft
unsers Erlauchten O[rdens] nicht unwürdig zu seyn. N~~~t
die
Solten sich mit der Zeit mehrere gute Menschen in
dasiger Gegend finden, auf welche der Erl[auchte] O[rden] Rüksicht nehmen
könnte, so würde ein 2. Stunden von Cannawurf gelegenes
Schwarzburgisches Rudolfstädtisch Landstädtgen, nahmens Frankenhausen,
welches seine eigene Canzleyn hat sehr volkreich ist, und deßen Einwohner sehr fleißig
sind, und ~~~ starkes Saltzhandel und andere Gewerbe treiben, ein ~ sich vorzüglich
geschikken zur Errichtung einer Miveral Kirche, sich schikkender[?]
Ort seyn. Sollten meine Erlauchten Obern diese mein[e]
Rathschläge zur Ausbreitung des O[rdens], einiger Aufmerksamkeit
richten[?] werth schätzen, so bitte mir darüber des nechst[?]
einige nähere und genauere Instruktion Verhaltungs
Vorschriften brüderlich-ergebenst aus.
Chrysostomus.

Transcript

Q. L.
Da Endes Unterschriebener vom 26. Tir biß zum 16. Scha-
river des jetzlaufenden O[rdens] Jahres 1154 nach Cannawurf einem
im Chursächsischen Thüringen nahe bey Sachsenburg gelegenen
Dorfe zu gehen, gnädigst Uhrlaub erhalten, hat; und doch auch,
obschon abwesend von Syrakuß, unserm Erl[auchten] O[bern], nach seinen
schwachen Kräften würksam nützlich zu seyn, und die Ausbrei-
tung deßelben mit pflichtmäßiger Vorsicht, möglichst zu
befördern hertzlich wünscht: so nimmt er sich hierdurch die Frey-
heitt, bey seinen verehrungswürdigen Erl[auchten] Obern brüderlichst
und schuldigst anzufragen; ob es ihm erlaubt seyn würde,
im Fall er würdige und dem O[rden] nützliche Subjecte in dorti-
gen Gegenden antreffen sollte, dieselben nach vorherher-
gegangener vorschriftsmäßiger Prüfung, allenfalls zu
dem MinvervalGrade vorzubereiten, sich von Ihnen Reverse[?]
und Tabellen ausstellen zu laßen, ihnen die allgemeinen
O[rdens] Statuten N: I. 1. vorzulesen, und alsdenn, wenn sie be-
währt gefunden worden, nach hiervon abgestatteten schuldi-
gen Berichte, sich von den Erl[auchten] Obern die Acten des Minerv[al]
Grades selbst, auszubitten, um ihnen diesen Grad, welcher
von der Hand das non plus ultra seyn würde, mittheilen
zu können? Cannawurf hat einen vorzüglich guten
Prediger, nahmens Meyer. Dieser ist ein gelehrter und würdi-
ger Schüler des seeligen Ernesti; ein Mann von biedern
Charakter, fürtreflichen Herzen, von Ordnung und Hausl[ichkeit]
wodurch er sich so wohl in seinen Seelsorgers als Familien
Verhältnißen ungemein glüklich macht. und scheint m[ir]
besonders der Mitgliedschaft unsers Erl[auchten] O[rdens] nicht unwü[rdig]
zu seyn. Sollten sich mit der Zeit mehrere gute Mensche[n]
in dasiger Gegend finden auf welche der O[rden] Rüksicht n[eh-]
men könnte, so würde ein 2. Stunden von Cannawurf [ge-]
legenes Schwarzburg-Rudolstädtisches Landstädtchen, nah[e]
Frankenhausen, welches seine eigne Canzley hat, sehr volk[reich]
ist, deßen Einwohner sehr fleißig sind, und einen beträ[cht-]
lichen Saltzhandel und andre Gewerbe treiben, ein sich
vorzüglich zur Errichtung einer Miver[al] K[irche], schikkender[?] O[rt]
seyn. Von meinen Erlauchten Obern, wenn Sie diese
meine Vorschläge zur Ausbreitung des O[rdens], einiger Auf[-]
merksamkeit werth halten wollten, bitte mir darüber
nähere und genauere VerhaltungsVorschriften, brü[der-]
lich ergebenst aus. Syrakuß den 25. Tir 1154 Jezdeg
Chrysostomus.

Anmerkungen