1785-11? Inhaltliche Zusammenfassung eines QLs von Bohn (Spanheim)

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  • Aktenbestand: Schwedenkiste Band 12, Dokument SK12-a251
  • Standort: GStA PK, Freimaurer, 5.2. G 39 JL. Ernst zum Kompaß, Gotha, Nr. 110. Schwedenkiste. Quibus Licet T-Z und Reprochen
  • Autor: Unbekannt
  • Titel: Inhaltliche Zusammenfassung eines Quibus Licet von Bohn (Spanheim)
  • Ordensdatum: Aban 1155?
  • Datum: November 1785?
  • Antwort auf: SK12-
  • Erschließung: Christian Wirkner

Kommentar

Zusammenfassung und Transkript

  • Bohn beziehe sich auf die Frage Basilius', wie er, als evangelischer Prediger und Lehrer, den Unterricht für evangelische Prinzen am Hof eines Reichsfürsten einrichten würde. Bohn habe die Frage umgestellt: Wie sollen Prinzen und anderer Großen Kinder nach dem gegenwärtigen Bedürfniß des Zeitalters, in der Religion unterrichtet werden? Bohn hielte es für besser, wenn die Frage gelautet hätte: Wie sollen Kinder der Fürsten und anderer Großen zur Menscheit erzogen werden? Da er aber eine andere Aufgabe erhalten habe, würde er diese bearbeiten - er sei nicht unfehlbar und auch nicht der Papst. Gleichwohl sei die Frage wichtig. So wie sie lautet, hat sie einen allgemeinen nützlichen Sinn, der jeden edeln Mann intereßieren muß [...]. Weiter zur Erziehung der Prinzen: Ich ging also nicht darauf um, ob ich aus meinen Evangelischen Printzen entweder Catholiken oder Naturalisten machen sollte? denn das würde ich nicht thun, wenn mir auch eine förmliche Instruktion darüber ertheilst würde. Meine Printzen sollen und werden mit mit meinem willigsten Zuthun evangelisch bleiben; nur ist es auch zugleich mein sehnlichster Wunsch, daß sie es in dem wahren Sinne des Wortes und nach dem Sinne des Worts wie es der große Luther genommen hat, seyn möchten, nemlich fähig sich der natürlichen Ewigkeit ihres Geistes zu bedienen [...]. Nur wer sich des eigenen Verstandes bediene, sei gegen Aberglauben gewappnet und entdecke nützliche Wahrheiten. Man müsse die Prinzen also dazu anleiten, dass sie die Wahrheit von sich aus erkennen wollen.