1786-11 Bode (Basilius): Reproche an Schenk (Robertus Stephanus)

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Kommentar

  • Auffallend harsche Kritik an Schenk.

Zusammenfassung und Transkript

Ihr q.L. vom Schariver, mein lbr. Bruder, hat ein etwas streitbares Ansehen. Hätten Wir beyde ein gewisses bürgerliches Verhältniß so setzte ich mit allem fug, für streitbar, einander Wort. Weiter: In meinem brüderlichen Schreiben vom Mordad scheint Ihnen das Sowol für heute, aufgefallen zu seyn. Ich wünschte wohl, daß Sie die gante Schluß#ode, wovon diese Worte der Anfang waren, beherzigt hätten! Schenk hätte auch beherzigen sollen, dass Basilius die Korrespondenz mit ihm [Schenk] nicht führe, weil er [Basilius] davon profitiere. Hätten Sie dieß alles beherzigt: so hätten Sie den etwas unsanften Ausdruck ,,mir sind Sachen aufgebürdet,, vermuthlich gemäsigt [...]. Schenk solle ihm ein Beispiel nennen, wo ich Ihnen etwas aufgebürdet habe. Auch solle Schenk seine Empfindlichkeit in den Griff bekommen; ein Charakterzug, der Basilius schon früher unangenehm aufgefallen ist. Sollten Ihnen indessen meine freymüthigen Aeusserungen, weobey ich, wie ich nochmals mit aller Wolheit wiederhole, nicht die allergeringsten Nebenabsichten habe, nach holen kann, lästig werden, so können Sie sich ihrer leicht entledigen. Sie dürfen nur zeigen, daß Sie nicht darauf achten, und ich bin als dann nicht länger für Sie.