1786-12 Bode (Basilius): Reproche an Lauhn (e Fabiis)

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Kommentar

Zusammenfassung und Transkript

für Ihr Q.L. vom Meher danke ich Ihnen im Namen der Obern des Ordens! Jemehr wir uns an die Menschen aller Stände hinan dringen, um ihre Gesinnungen, ihre Ideengänge, ihre unbefangenen Urtheile über ihr eigenes und anderer Angenehmes und Unangenehmes zu erfahren, um so mehr vergrössern Wir den Schatz unsrer allgemeinen Menschenkenntniß davon dann allemal wenn wir uns nicht mit der schaalen Oberfläche begnügen, Toleranz mit den Meynungen Andrer, und Zufriedenheit mit unsrer eignen Schule ##, die natürliche Folge ist. Fürsten sind übrigens, mein libster Br. Meister, nach ihrer natürlichen Grundlage zwar nicht besser, aber auch nicht schlechter wie Wir. Der nach, und nach den unendlichen Schwierigkeiten, die ihnen die eigennützigen Schmeichler in den Weg legen, über ihr eignes und andrer Menschen Interesse klar zu sehen, sollten Wir sie beurtheilen. Dann würden Wir ihnen weit weniger Unordnungen, die unter ihren Namen entstehen, zur Last legen; aber auch freylich nicht gleich mit einstimmen, wenn eigennützige oder kurzsichtige Idioten schreyen, unser Fürst ist ein göttlicher Mann. Weiter: Wollten Sie, mein Bruder, als Rechtsgelehrter, die Ungerechtigkeit, die nach Ihrer Ueberzeugung, bey Uebergabe der P# Stücke an ## und dergl. begangen wird, in ein helles deutliches Licht setzen, solchen Aufsatz uns zur Bekanntmachung in eine unpartheische periodische Schrift anvertrauen, so thäten Sie uns, und der guten Sache, einen Dienst. Denn Sie wissen, daß man sich an manche Verbesserung ganz leise hinan schleichen muß, und nichts alles mit der Schärfe des Schwerdtes ausrichten kann.