1787-01-02 ‒ 1793-06-12 Bode (Aemilius): Tagebuch

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Johann Joachim Christoph Bode


  • Dokument Leithandschrift:
  • Standort: Nachlass von Georg Burckhard Kloss in der Bibliothek des Groot-Oostens der Nederlande, Den Haag, Ms von Kloß entziffert 12. bis 18. Juli 1985 (Het afschrift is door Br. Kloss vervaardigd naar het eigenhandig Hs. van Bode)
  • Titel: "Tagebuch, anfangend am 2 Januar 1787 bis 6 December 1788, fortgesetzt vom 28 März 1793 bis 12 Juni 1793"
  • Autor: Johann Joachim Christoph Bode (Aemilius)
  • Datierung: 1787-01-02 bis 1788-12-06 und 1793-03-28 bis 1793-06-12
  • Querbezüge:
  • Erschließung: Hermann Schüttler
  • JPG:


Kommentar

Das Tagebuch weist eine Lücke zwischen dem Dezember 1788 und dem März 1793 auf. Sie deckt sich nicht mit der Lücke, die Bodes Journal seiner Frankreichreise mit seinen Eintragungen vom Mai bis zum August 1787 füllt. Dieses liegt von Hermann Schüttler veröffentlicht vor unter dem Titel Journal von einer Reise von Weimar nach Frankreich. Im Jahr 1787 (München, 1994).

Transkript

Vorspann

Bode (J.J.C.), Tagebuch, anfangend am 2 Januar 1787 bis 6 December 1788, fortgesetzt vom 28 März 1793 bis 12 Juni 1793

Het afschrift is door Br. Kloss vervaardigd naar het eigenhandig Hs. van Bode.

Nachlass von Georg Burckhard Kloss in der Bibliothek des Groot-Oostens der Nederlande, Den Haag

Ms von Kloß entziffert 12. bis 18. Juli 1985


18 October 1844.

Abschrift vom Original selbst

Tagebuch

Meine Lectüre.

Januar 1787

2. Einsamkeit von Zimmermann[1]

Th. I p 137. Urtheil über Gessner[2] und Lavater[3]. Geßner heilte wirklich Krankheiten durch Wirkung auf die <ÿÿÿÿ> die Lavater gespannt hatte. - Wie kann Lavater das aufnehmen

3. Waren Goddaun[4] und Mereau bey mir.

p. 163. Wie es alle Besuche sind, die man berühmten Männern macht - und [[Johann Georg ZimmermannZimm[ermann]]] ganz demüthig aus Erfahrung weiß!!!

p. 164. Zimmermann macht den Stolz wieder durch die Vergleichung mit den Teufeln, die wider die Einsamkeit geschrieben haben würden, wieder gut, - aber weder Er, noch die T.l. verlieren dabey Nichts. Soviel ist wohl gewiß daß der Hochmuthsteufel sich allenthalben einzuschleichen weiß.

p 174. Ich. Ich. Ich.

p 195 braucht der Leibarzt von dem Chirurg Obereit nicht zu lernen. Welche eitle Affectation! Sieht denn der Mann gar nicht, wie übel ihn so etwas kleidet.

p 198. Rangstreit. Ein gewöhnlicher Streit unter Dummköpfen. Vid. p 195 Leibarzt und Chirurg!!!

p 216 Armer Obereit.

p 243. Lavater! da hast du auch Eins!

p 259. In dieser Schilderung der Schicksale Hieronymus, stekt, wie es o wohl scheinen möchte, eine Parallele mit dem großen satyrischen Redner Z. und die <Marcella> könnte wohl mit Fr. v. D[alberg] verglichen werden.

p 265 Zigeuner Heiliger!

p 269 wenn man auf seine Briefe nicht antwortete. Kindische Anspielung auf Obereit und Tade! O des Eitlen!

p 272. Nicht der geringste Widerspruch. Z-s Bild!

p 310. Armer Obereit!!!

p 345 Z. entdeckt den Grund seiner Galle gegen O.

p 51. Tom II. Schilderung des enthusiastischen und schwärmerischen <Freymaurers>

p. 59 Der Franzose. Eine Deduction.

" 114 Obereit und Herr Ego.

" 122 Indianische Erleuchtete. Illuminaten.

" 136 J. Böhm. gut!

" 141. Plato sagt: partes genitales sind der Sitz des Begehrens. Mlle Albers[5] in Bremen NB

" 147 Liebe saugt u.s.w. Mlle Albers. Mystisch werden. Magnetischer Somnambulismus.

4 Januar Sanders unpartheyische Sammlung zur Historie der Rosenkreuzer[6] Buch I S. 40-43 Vom burgundischen Orden vom goldnen Flies, mochte wohl einer andern Ursache warum die Rosenkreuzer so sehr darauf anspielen. Nach ihren gewöhnlichen Wortspielereyen könnte freylich schon das Wort Gold dazu Anlaß gegeben haben, aber, es wäre der Mühe werth die ersten Zwecke jenes königlichen Ordens genau zu kennen. Seine Statuten deuten vermuthlich auf Erhaltung und Fortpflanzung der Religion. NB die Verwandlung der Metalle dürfte nur in England erst geglaubt werden, so würde sich der heftige Widerspruch gegen die Transsubstantiation auch gelegt haben. Und das war der Hauptzweck der R.+. Die weissen und rothen Rosen weisen gar sichtlich auf den Streit der engländischen Erbfolge unter den Linien der Tudor und Lancaster.

p 64-68. Mich deucht dieß: rei in integrum restituitum, tunc ecclesiae facies renovabitur, et regna mundi subjicientur sceptro Christi, sey so ziemlich deutlich für den päbstlichen Vicarium Christi.

p. 70. Astra heissen auch in der Mönchssprache die höchsten Vorsteher der römischen Kirche.

p. 73. Das 100 Jahre geheimhalten der Gesellschaft, ist charackteristisch, An den Jesuiten, und war es bey den neuen Tempelherrn. Von der Geschichte der Jesuiten durfte erst nach Verlauf von 100 Jahren etwas gedruckt werden. Die Großmeister der Tempelherrn blieben 100 Jahre hinter der Masque der Kriegsnamen verborgen, wie die <ÿÿÿ> ausweist. Wie wäre es nun, wann unter Christian R. Ignatius Loyola und unter Caspar <Lairez>, der erste als Tempelherr, und der zweyte als Jesuit unter jener Hülle gemeint wäre. Wenn ich Zeit habe, werde ich die Zeit berechnen.

p 77 Durch das Licht der Natur, das diese allerheiligsten Brüder geniessen, wird der Zugang gewiesen zu dem unzugänglichen Lichte der <Garden.> Richtig und deutlich genug! Durch dieses alchymistische Gespiele, wollte man die Protestanten wieder zu der allein seligmachenden Kirche zurückführen.

p. 90. Der große Bauer und der kleine Bauer. Ich kenne die Bücher nicht, möchte aber wohl wetten, daß hie Bauer Edificator heissen solle, so wie hier Arche, die Arche Noae, welche diese Bauer zur Rettung der Menschheit aus der allgemeinen Sündfluth der Schismatiker heissen soll, in arce (sol) könnte auch wohl Sonnenburg heissen. Und das wäre höchst merkwürdig, weil der Sitz der neuen Tempelherrn ebenfalls Sonnenburg hieß.

p 102. Die chymische Hochzeit ist vielleicht eine andere Parabel von dem: nöthigt sie hereinzukommen.

p 103 Die ersten Gesetze sind überhaupt mönchisch, das Vierte aber besonders jesuitisch.

p 104. Aus der fama ist das Zweite Gesetz sehr merkwürdig und deutet sichtbar auf die jesuitischen Missionarien hin, so wie das 6 te auf Jesuiten insbesondere.

p 113. Gerade weil <ÿÿÿ> die Rosenkreuzerfame für eine mit verblümten Worten abgefaßte Nachricht von dem St. d. W. ausgiebt, kann man annehmen, daß er das Verblümte bemerklich machen wollte.

p. 121. Mit Geistern Umgang treiben. - Der Geisterumgang war damals schon in den Ländern, wohin die Körper der Societät nicht kommen durften eben das, was er jetzt ist, Hieroglyphe.


Jan. 5.

p. 124. Ich hoffe Herr Semler soll noch von selbst darauf fallen, weil es in seinem Wege liegt, was man sagen will, reine Philosophie, reine Magie, reine Arzneyen u.s.w. besonders wenn es diesen Sinn Erreurs et Verite lesen sollte, oder es wollte N.S. Was soll das Christliche Orden, wenn es nicht auf Jesus Orden zielen soll? Und was kann Jesus Orden anders seyn als Jesuiten?

p. 127. Das quaerite primum regnum Dei, ist doch wohl deutlich genug gesagt: Narren seyd Ihr, wenn Ihr bey uns Goldmachen lernen wollt! Wir haben Euch viel wichtigeres zu lehren. Wer kann nun noch erst fragen: was ist das Wichtigere? Ordinis minoris - wieder so deutlich!!!

p 136. Convent zu Wilhelmsbad! O Semler, wie weit bist du vom Ziele!!!

p 138 Profession thun. Ist das nicht deutlich? Weiset das nicht ganz deutlich auf Mönchthum? Wenn Starks Memoire an Friedrich Wilhelm II. erst der Welt bekannt wird, dann wird dieser Ausdruck gegen Starks Absicht, deutlicher werden.

p 139. Nro. 10. Wenn das nicht deutlich jesuitisch ist, dem kann man kaum den Verstand öffnen.

p 140. Das Buchstabiren des Namens des Ordens ist ein vortrefflicher Hinweis auf das Buchstabiren des J. u B. der Freymaurer.


Nachdem ich diese Semlerische Schrift zu Ende gelesen, glaube ich, das das ganze Wesen leicht zu entziffern sey; wenn man nur daran denkt, daß im Anfange des 17t Jahrhunderts den Jesuiten bey harter Pein verboten war, in Britannien zu kommen, wo sie doch ihre Missionsanstalten nicht aufgeben wollten. Arbeiten heißt Messe lesen, Conversation heißt Unterrichten in der Religion, practisiren versteht sich von selbst.

den 6 Januar geendigt.

6. Zimmermann Einsamkeit Dritter Band.

p. 154. Alles ist rosenroth für Glückliche, und schwarz für den Betrübten. Unrecht haben beyde.

p 159 Zeile 4.

" 161. Johann Samuel Fest über die Vortheile der Leiden und Widerwärtigkeiten des menschlichen Lebens. Gutes Buch.

p 169 Zeile. 11

p 192. Zeile 1 u.s.w.

" 196 Selbstbeobachtung ist so selten u.s.w.


9. Reicharts Schreiben an den Grafen von Mirabeau. Eine sonderbar zudringliche Compilation! Ein neuer <res papa natamus.>

10. Briefe geschriben und im Rheinischen Antiquarion geblättert.

11. Communicirt mit der Frau Gräfin von Bernst(orf) und der Frau Geh. Räthin Schmidt. - Mit Herdern ausserordentlich zufrieden. Briefe geschrieben in Ordenssachen. Hofrath Voigt eine Stunde bey mir. Derselbe schickte mit nachher 100 Austern. Bin heute ziemlich mit mir zufrieden.

14. Lavaters Rechenschaft an seine Freunde 2t Theil als Brief an Meiners. Ein seltsames Werk!! O Eitelkeit, wohin bringst du nicht, auch übrigens gute Menschen. RÿRÿZÿZ bisher gearbeitet.

15. Die braunschweigische Gespenster Geschichte des verstorbenen Dorren, Höfern und Ardern erschien; wenn man ihnen glauben könnte.

16. Geburtstag. Voght, Ludecus, beyde Hufeland, Reinhold zu Tische. Nachmittags Spiel. Abends mit Voigt, Reinhold und Hufeland (Oldendorp) bey Tische allerley Abrede genommen.

17. Nicht gar wohl. Gelesen. Anecdoten über Friedrich den 2t Cathch penny Piece Hefte von Syracus in Ordnung gebracht.

18. Gicht an der Hand. Den Rose'schen Bücher catalogum durchlaufen. A.ÿL. Zeitung Nachmittags nachgedacht über den Volkslehrer in Aquinum. a Entschuldigung der bisherigen Verfasser b Absicht der jetzigen c Definition ad captum von, 1 Wahrheit. 2 Wahrscheinlichkeit 3 Vermuthung 4 Unwahrheit 5 Lügen Abends Spiel NB. Sachen aus Hirzels Kleinjoch

19 Correspondenz und Hirzels Kleinjoch

20 Brief an Schwarz über Sophiens Manuskript

21 Fortsetzung. R[eprochen] für Aquinum

22 Correspondenz und Clubb. Bis dahin ruhig und zufrieden.

23 Medicinirt. Ungemeine Leichtigkeit zur Musik gespürt. Ordenssachen gemacht NB Die so gute und fast völlig richtige Beschreibung der Mystik befindet sich in Zimmermann Buch von der Einsamkeit Tom 4 p. 342 Die Recension in der A.ÿJ.ÿL.t Zeitung von Th. Jones ist mir lieb, aber - Gott wie könnte so etwas stolz machen, wenn man weiß, was und wie man es gemacht hat, und wer es lobt? und wie er lobt und worinnen er, vielleicht ohne daran zu denken, lobt!!! Zimmermann sagt in seinem 4.t Bande gewiß ohne zu ahnen warum izt Fr. M. aufnehmen soll.

Siehe wegen dieses Zeichens 66.n Band der Allg. deutschen Bibl. S. 293

Siehe ebendaselbst S. 575.

Les <ÿÿÿ> de bourse ont toujours deux ou trois noms de guerre; dit Voltaire Tom 33 p 77

vom 24.n dieses bis zum Ersten

verte folium

Februar 1787

Vom 24 Januar bis zum ersten Februar meine Zeit zwischen Erfurth und Gotha reisend zugebracht, da ich denn fast nichts gelesen habe. Beobachtungen zwar verschiedenem gemacht: Aber, ich mag solche, da sie andere betrift hier nicht niederschreiben. Die <ÿÿÿ> aller mochte heissen: Die Menschheit ist uniform. Die Menschen aber nuanciren durch alle Leidenschaften von Schwarz bis Weiß.

3. Roman, von Waldheim aus den Papieren des braunen Mannes. Ein sehr gut geschriebenes Buch. Von und für Deutschland 9 u 10 Stück Merkur vom Januar.

4. Sailer über Nicolai's Beschuldigung seiner und Lavaters. Behendigkeit genug ist darin. Es wäre sonderbar, wenn Nicolai sich selbst betrogen hätte, oder so ganz betrogen worden wäre! <ÿÿÿ> von Niederrissen, in Buttstädt. Der an ihn, wegen 200 Rthle geschrieben hat, heißt Registrator Scharf.v. Lincker. Volksmärchen. Ein sehr mittelmäßiges Buch. (Meine deutschen Fr. Mr. Regeln sind drin der Länge nach abgedruckt. Das war denn der Vierte Nachdruck. 2ÿh Bogen, die ich gearbeitet, auf Kosten des Ordens drucken lassen (ich aber aus meinem Beutel bezahlen müssen) die unaufgebunden in Braunschweig bis dieses Jahr gelegen haben. Ich also um Arbeit und Kosten gebracht bin. An der Antwort an die Philalaethen gearbeitet.

19 u 20 nach Erfurtz die Loge einzurichten.

24 Krank, bis den 14 März die redlichen Augenblicke genutzt um an der Antwort an die Philalethen zu arbeiten.

März 1787

12 März Antwort an die Philalethen geendigt.

13.14.15. RÿRÿZÿZ für Syracus und Piecinum auf Adar & Din

16 Posttag. und Beschreibung von Leipzig gelesen Mit zuviel Golde geschrieben.

17 RÿR. ZÿZ. für Butus An J[ohann] Oldendorp mit den 2 ersten Heften.

18 Ist ganz mit Visiten vergäudet worden.

19 Correspondenz III. Theil Journal von <ÿÿÿ> städt flach!!

20 Correspondenz

21

24 Trencks Leben. Die ersten beiden Bände. Ein Mann voll Energie, Eitelkeit und Unbedachtsamkeit. Er spricht fast zuviel von Patriotismus, wovon aber in der That keine Probe vorkommt. Zeugnisse von der Lust, eine Rolle zu spielen, sind mehr da! Seine dem Leser so oft angerühmte Menschenkenntnis, geht nicht viel weiter, als bis auf die Einsicht, von der Zauberkraft des Geldes, wodurch die Menschenkinder so oft zu Schurken werden. Sollte Trenks Rolle vorbey seyn? -

bis den 27.n Revision des vierten Bandes von Tom Jones.

26 März.

Heute sprach ich mit dem Prinzen Christian von Darmstadt und übergab ihm meinen Essay sur l'origine de la Ma‡onnerie mit 11 Beilagen, die er sich erboten hat an den Convent zu befördern. Er sagte mir unter andern, er habe sich gewundert meine Vermuthung über Beaumarchais zu lesen, und fragte mich, wie ich darauf verfallen. Ich antwortete der Wahrheit gemäß, durch Combination der Umstände. "Es ist sonderbar, sagte er; Ich will Ihnen wohl im Vertrauen sagen, ohne aber ein Gehimniß daraus zu machen, (nur müssen Sie mich nicht als Quelle nennen) daß Beaumarchais meinem Cousin George, vor ein, oder ein Paar Jahren die Proposition gemacht hat, an einem Orte unweit Frankfurt (der Ort war ihm entfallen) ein gewisses Finanz-Project zu etabliren, womit ein anderes, unter der Hülle des T.H.O. verbunden seyn, und welches übrigens, anfänglich mit allgemeiner Toleranz für alle Religionsverwandte, betrieben werden sollte." Ein wichtiger Hinweis daß die Vermuthung von Beaumarchais, und sein Zusammenhang mir den J.ÿJ. und mit a Ceraso gegründet ist.

27 Den St. Nicaise abermals gelesen. Der Fuchs!

28 Aus der Loge Purita zum Ersten male gelesen. Wer ist der Bruder? Wie kommt er zu meinem Briefe von dem Prior von <Gersdorff>? Es ist ein sehr absichtlich aber nicht unbefangenes Wahrheits liebendes Werk!!

29 Fielding (Jonathan Wild) Tom 4. p 421 We decline great pursuits not from contempt, but despair.

<ÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿ>

30 Vierter Band von Tom Jones fertig.

30 fünften Band angefangen.

April 1787

9.n am Th. Jones corrigirt. Da ich damit zu Ende gekommen bin. Dazwischen habe ich gelesen. 1. Ueber den Endzweck des Socrates. Eine nicht viel sagende Ironie. 2. Verschiedene Journale. 3. Meiners Grundriß der Geschichte der Menschheit. 4. Lavaters Geist. Bitter! 5 Ueber den Gang der Maurerei, Zweite Auflage. Dumm Zeug! 6. Buch über Verbesserungen des Armenwesens! schön! 7. Der Mensch. Schade daß der Styl nicht besser ist!

bis 25n in Ordenssachen gearbeitet und damit daß ich ein wenig in meiner versäumten Correspondenz aufgeräumt habe.

25 kam der Br. Herr von dem Busche hier an, und es ist beschlossen, daß ich mit ihm nach Paris gehen soll.

bis den 29 Arrangements zur Reise. Ich werde hier aufzeichnen was ich an Schriften und andern Sachen mitnehme. ((das Verzeichnis fehlt, und das Manuskript fährt sogleich fort))[7]

August 1787

Diese Reise hat gedauert bis zum 27. August. Auf derselben habe ich ein besonderes Tagebuch geführt. ((ist noch aufzufinden[8])) Gekostet hat sie mich bis dahin = ((fehlt))[9] Noch für Dinge die dahin gehören als Koffer, Fracht-- ((fehlt))[10] Für 14 <ÿÿÿ> Wein an Savalet-- ((fehlt))[11]

bis Ende August <ÿÿÿ> wieder in Gang gesetzt mit der A.G.L. Zeitung.

September 1787

2. Briefe geschrieben, auch den dritten.

3. Semler an B.ÿv.ÿHirschen über hermetische Arzneien. Ich kann nicht begreifen, was Semler mit dieser Broschüre will, wenn's nicht ist, zu zeigen, daß auch Er Alchymische Schriften gelesen hat.

4. Den zweiten Theil der Originalschriften der Illumination[12] in Bayern und kurze Rechtfertigung meiner Absichten von A. Weishaupt gelesen. Was in dem Ersten über mich vorkommt, steht 213 und ist bis auf Kniggens Ausserungen von mir: ich lasse mir gerne von Fürsten schmeicheln, - fast wörtlich wahr. Der dritte Brief pag 14 von Spartacus ist sehr bös! Nicht sowohl das Kinderzeugen, in seiner damaligen Lage, als der Vorsatz des Kindermords. Der letzte läßt sich nicht entschuldigen, geschweige denn rechtfertigen. Höchstens wegen seines gewaltigen Ehrgeizes, für sich selbst und die Person <mildestens> entschuldigen. Diesen Umstand in Weishaupts Lebensgeschichte wußte ich 1783 nicht, sonst möchte ich vielleicht damals nicht so gut, wie Jetzt, die Sache von der Person unterschieden haben. Er hätte mich vielleicht, und wahrscheinlich, bestimmt, mit dem ganzen Systeme mich nicht weiter zu befassen, worin ich dennoch von der Zeit her, nicht ohne Nutzen gearbeitet habe. - Es erhellt hieraus aufs stärkste, daß ein Mensch, der auf die Verbesserung der Menschen wirken will, für die Unbescholtenheit seines Charakters aufs äusserste zu sorgen verpflichtet ist. Diese Pflicht erfüllet er aber immer am sichersten durch Seyn. - Weihaupt mag jetzt gebessert seyn wie er will, ich mag keine Gemeinschaft ferner mit ihm haben.

4 Item Originalschriften

NB. in diese Zeit fällt das Ausschreiben Philos zu einem Convent, und es ist aus dem Umstande des Abtreibens um so deutlicher, als ohne dieß nicht zu ersehen, warum Spartacus diesen Convent perhorrescirte. Indessen sind meine Gründe noch immer wahr. pag 20. NB pag 21. steht eine hochmüthige Bitte, auf eine (vom) Schreiber demüthige Art vorgetragen.

4. pag 82. Etwas Aufschluß über Marc Aurels IdeenGang und warum er sich so leicht und gierig an Lavater andrängen mußte.

pag 84. Was dem guten Spart. die stricte Observanz gethan haben möchte? Er kannte sie ja nur durch Hörensagen!

pag 89. Wie nimmt sich dieses Aendern des Priestergrades mit der Ausserung des Spar gegen mich, daß man die Grade verfälscht habe. Man sieht hier daß spart sich auch erlaubt hat, zu lügen.

p 99. Kniggens Brief ist ein Gemisch von Wahr- und Unwahrheiten.

p 101 Er will die stricte Observanz untergraben haben! der arme Mensch! mit seinem Unterpreten!

p. 111 Die Puncte womit hier Philo droht haben eine sonderbare Aehnlichkeit mit dem was seit 1784 geschehen ist. Was er S. 116 verspricht, dazu mochte er sich die Hoffnung vorspiegeln, aber sie gründete sich eigentlich auf Nichts, höchstens darauf, daß er durch mich in nähere Verbindung mit Aaron und Joseph kommen, von dem erstern Naturkenntnisse erhalten würde u.s.w.

p 121. von a - g. Hirngespinste! - daß er mit dem Pr. Ch. v. H. geheime Conferencen gehabt, ist eine derbe Lüge! Erst bei seiner Rückkehr aus Braunschweig sprach er diesen Pr. C. v. H. unter freyem Himmel da des Pr. Wagen auf dem bösen Wege von Göttingen nach <ÿÿÿ> stecken geblieben. Mit mir hat er fleissig in Cassel conferirt, aber ich habe ihn solche Dinge nicht einmal hoffen lassen können. Ob vielleicht v. Wächter? das könnte seyn! da wären aber ein Paar aufrichtige Männer zusammen gekommen!

p 122. Der Herzog F. von Braunschweig hat ihn gewiß nicht rufen lassen, sondern nahm die Gelegenheit meines Wagens vorlieb, um seine Anverwandte zu besuchen. Weil ich aber den Joseph mit dem O bekannt zu machen hatte, so mochte Philo hoffen, Joseph würde lieber ihm, als mit mir zu thun haben wollen. Es war aber gerade umgekehrt: ob ihn gleich der Herzog F. nachher Einmal gesprochen hat. Es ist unangenehm anzusehen, wie sich zwei Menschen, die einen Weltverbessernden Orden ausarbeiten, einander beneiden, belügen, verläumden und völlig feindselig behandeln! - Es gehört viel Fassung dazu, hierbey noch immer die Sache von den Personen zu unterscheiden. Numenius, heißt der Graf Kollowrath, der 1782 mit auf dem Convent zu Wilhelmsbad war.

S. 153 ist er nach seiner <Changeantfarbe> ganz gut geschildert.

S. 183 Ich bin dse Herrn Agis gehorsamster Diener! Seine Empfehlungen werden künftig bei mir nicht viel gelten. Die Aufnahme des Geistlichen, der durch seine Ränke 9000 fl. colligirt hat, und der die Angländer tüchtig illuminiren soll, schmeckt zu sehr nach Ränken und Pfiffen, als daß es Herrn Agis Charakter bey einem streng redlichen Manne empfehlen könnte! Pfui!

S. 195 Wilhelm von dem Busche. Bayard

S. 199. Numenius, Graf Kollowrath ist nichts als ein eitler, neugieriger und eigennütziger Mann. Er taugt in gar keiner Verbindung. Philo's Urtheil von ihm, verräth gewiß keine Menschenkenntniß.

S. 202 Plan der Prinzen war es nicht das Direcktorium der VIII Provinz nach Heidelberg zu verlegen, sondern mein Plan war es, ganz simpel und einfach mit Herrn von Dalberg verabredet, und in dessen Vollmacht von mir selbst im Sept 1782 auszuführen angefangen. Was der mächtige Philo nicht alles zerstört!! O Prahlen und kein Ende

S. 204. Wink von einem geheimen Reformationsplan!! List, und immer List!

S. 206 B- mit dem sich Minos, wie hier gesagt wird, eingelassen hat, ist nach meiner längst gehegten, und hier bestärkten Vermuthung Barth in Halle. Und dieser Umstand erklärt mir dessen Hypothesen in den Briefen über die Eibel im Volkston.

S. 209. steht der Brief der eigentlich Busch betrifft

Nachdem ich dieses Büchelein zweimal durchgelesen, so ist mein aufrichtiges Bekenntniß davon, dieses

1. Es macht den Personen, die diese Stücke mit List und Gewalt zusammen getrieben und herausgegeben haben, keine sonderliche Ehre, und rechtfertigt ihre vorgängige Richterlichen Verfolgungen der Illumination, nach meiner Ueberzeugung, gar nicht. 2. Es wird mich nicht wundern, wenn viele Brüder, nach Lesung dieser Schriften lau werden und sich der Verbindung entziehen.

3. Ich für meines Theils aber bleibe, so lange ich Mitgehülfen finde, bey der Erklärung, die ich voriges Jahr schon, an den Provinzial von Ionien, über die Fortsetzung dieses Instituts, in der bestmöglich zu besorgenden Reinigung der Hefte, gethan habe.

bis zum 6n mit dieser Lectüre zugebracht.

7. 8. 9. 10. 11 und 12 mich wieder ein wenig mit den Zeitschriften orientirt. Die Berliner Monatsschrift vom Monat August sinkt fast stark in dem darin befindlichen Aufsatze F über den thierischen Magnetismus, daß man so etwas des Abends treibt. als: Desorganism, Somnambulismus und dergleichen Worte sind unschicklich gewählt - folglich ist nichts an der Sache - mag seyn; aber es muß dann auch des Morgens darauf wieder ausgestrichen werden. Die R.+. sagen etwas ähnliches von Adams Kunst alle Sachen zu benennen. F dieser ist von dem Herrn von R.ch.w.

13. 14. 15. u 16. An Starks Vertheidigung Ersten Theile mit Lesern zugebracht. Wenn ich mich nicht sehr irre, so wird dieser Mann, eben durch diese Vertheidigung, bey allen verständigen, billigen Lesern unendlich verlieren; geschweige denn bey denen, welche seine Geschichte in der Freymaurerey näher kennen. - Dieser ganze Wirware scheint mir folgende Puncte zur <ÿÿÿ> Absicht zu haben: 1. Seine Gegner beym Könige auf hämische Art anzuschwärzen. - Aber List ist nicht Verstand. 2. sich mit Lavater, <Desmaret> zu verbinden und sich an Garve anzuschleichen; und dem Publicum weiß zu machen, als dächte er mit dem Letztern gleich

13-16 3. Den Leser vom wahren Beweisgrund abzuleiten, und ihn allenfalls dahin zu bringen, daß er ihm aus Ermüdung Recht geben müsse. Uebrigens hat er einige chronologisch so gleichsam als Gedächtnißfehler hingeworfen, die wie sie dastehen, sehr für ihn sind. Aber er hat wohl nicht daran gedacht, daß noch Leute leben, welche durch unverkennbare Spuren, diese Fehler verichtigen können. Nach meiner Meinung kommt es eigentlich auf die Frage an: kannte er unbekannte Obere, zu der Zeit, als er sich mit seiner clericalischen Branche an die Ritterbranche schliessen wollte? Oder kannte er keine? Nach Beantwortung dieser beyden, möchte dann noch unter Brüdern die dritte folgen: War der ritus, der so viel Religiöses und zwar römisch-religiöses hatte, und den er in den Häusern zu Wismar und Königsberg einführte, von ihm selbst erfunden? Oder ihm vorgeschriben, und von Wem?

24 Gieng ich nach Gotha.

25n Sah ich zum Ersten male die Person des Spartacus. Mein Entschluß bleibt noch: mit ihm nicht im Orden zu arbeiten. Heute Abend Timoleon. Er war gegen die Aufklärung des Volks eingenommen worden. Vielleicht auch war dieß eine Folge des Verdrusses den ihm Spartacus und Acc[acius] [?] seit kurzem zugezogen hatten, ob er sich gleich gegen mich über den Ersten nur sehr wenig und kurz, und über den zweiten gar nicht äusserte. Indessen konnte ich nicht bergen, daß ich von der Entgegengesetzten Meinung sey. An Schriften habe ich Timoleon gelassen. 1. Circular der Philalethen gedruckt. 2. Essay sur les sciences occultes aux Philalethes, von mir 3. <ÿÿÿ> du jour du Convent des Philalethes 1787 4. Correspondance entre les Philalethes et Cagliostro.

27 Mit Spartacus bey Cato zum Mittagessen. Abends bei Timoleon. Was heute heiterer, klagte über Z - d daß er über Freimaurer gegen seine Dame plaudere!!! Ich habe von der Sage daß Z. Jesuit sey, mir kein Wort entfallen lassen. Timoleon ist meiner Meinung, daß Spartacus am beßten von allem Einfluß auf Ordensachen entfernt bleibe.

28 u 29 Verschiedene Brochüren über den Magnetismus gelesen.

29 Mit dem Prinzen August ein Langes und Breits über den Magnetismus gesprochen. Er äusserte den Gedanken; ob ich wohl ein Baquet einrichten könnte? Ich verwieß auf den Auszug aus meinem Journal, denn ich möchte nicht gerne ins Gerede der Leute kommen.

29 Noch Biestern aus Berlin in Gotha angetroffen.

30 Nicht ausgegangen.

Oktober 1787

1. Mittags mit Biester, Professor Blumauer und Professor <Waigl> aus Göttingen bey v. d. Lühe Mittags. Abends empfiengen uns die Brüder in Erfurth zum Super <ÿÿÿ> im Schleedorn.

2 Vormittags zu Hause. Litteratur und Völkerkunde

3 Mittags zu Hofe gegessen, und Biestern genossen. Litt. und Völkerkunde

4 Mit den Berlinern Mittags bey Geybel. Litt u. Vkunde bei Monat August. Poco.

bis den 10 Allerlei gelesen, ums gelesen zu haben. Heute der Doctor Simerling (Sinzerling?) aus Neustrelitz von Fr. v. d. Lühe empfohlen. Ist initiirt von Deslong urtheilt sehr vernünftig von der Sache. Gestern den 9n in Tiffurth. Eine geistlose Frau hat dort das

[Lücke von 3 1/2 folio Seiten]

November 1787

16 Gelesen lettre sur la seule Explication satisfaisante des Ph‚nom‚nes du Magn‚tisme Anmimal, deduite des vrais Principes, fond‚s dans la Connaisance du Cr‚atuir, de l'homme, et de la Natur, et confirm‚e par l'Expirience. A Stockholme, par les Membres de la soci‚t‚ ‚x‚gitique et Philantropique. Aux Amis r‚unis de Strasbourg. Dieß ist eins der fanatischten Episteln, die jemals geschrieben sind und zielt klar dahin, den Glauben an Besitzungen von Teufeln, von Zauberey (Wunderthätern, die keine guten Menschen wären) an die Apocalypse, das neue Jerusalem und alle solche Sächelchen zu glauben. Aber l'homme les trois regnes de la Nature; a sale vivificante & c. & c. sind auch zu bemerken.

17 Nach Jena.

18 Den beyden Brüdern Decio & Oldentrop mündlich die Sache meines Plans gesagt; den sie beyde im Ganzen gebilligt, und sich dabey zur Mithülfe am Detail erboten haben.

19 Zu Hause. - Der Adjunct des alten Postmeisters in Potsdam ist sehr eng mit Du Bosc, Hermann, Lyncker && verbunden. Er heißt Schlink, oder so ungefähr

[vorher Lücke von 2 1/2 folioseiten]

Januar 1788

13. Schlözers Staatsanzeigen. Heft 35 u 42! enthält etwas über geheime Gesellschaften. Besonders Heft. 42 etwas über Assum und seinen Orden Crucis St. Trinitatis. Aus allen Umständen schliesse ich, daß E. v. Eckhofs mit zu diesem orden gehören. The Lyons are very misplaces in such a Clubb. There is a sign of Victory too! should that be perhaps a symbol for a Gloria!

14 Sick since th 11.

15 There is a William Remnant a Hambro' Gansemarkt, who gives a Catalogue of books at the rate of six pence, and does as Commission für english articles Select Beauties of ancient english Poetry. with remark by Henry Headly. A. b price 3 S.

16 Heute ist Vormittag, als an meinem 58.n Geburtstage, habe ich das Heft der 2.n Classe, oder Academie particuliere geendigt. Eine Arbeit, die mich seit dem October beschäftigt, und das Leere in diesem Tagebuche, größtentheils verursacht hat.

17. Briefe und Musik.

18 Zwey Brüdern die Hefte vorgelesen. Briefe.

19. Briefe. - Im Journal aller Journale. Julius 1787 steht ein altes Ritual bey Aufnahmen der Tempelherrn und besonders der Cleriker, das ziemlich merkwürdig ist.

20 Briefe geschrieben. Sieveking Phaedon. Cato ab Utica: ob Timoleon noch an <ÿÿÿ> denke?

21 Briefe. Oh! die leidige Correspondenz!

22 Warum legen sich die Schwärmer in den modernen geheimen Wissenschaften so gerne den Namen von Adlern und Löwen zu? Die Ursach findet man vielleicht in Imago primi Saeculi, wo sich die Herren gar zu gerne mit diesen königlichen Thieren vergleichen.

Croyez Vous que ce soit des hommes
Comme <ÿÿÿ> du siŠcle ou nous sommes?
Non, non! ce sont de grands Champions
sont des Aigles, sont des Lions,
Enfin sont tous des grosses Brˆtes!!

23 u 24. Briefe und Jesuiten Geschichte. bey Kayser. Dies Buch scheint mir von Robeirios zusammen getragen zu seyn.

25 u 26. Gelesen und Briefe. Das 34.n Stück des Connoisseurs enthält eine sehr gute Winke über die Declamation. Nützlich bei der Ausarbeitung des Ciblim-Grades. Das 35 buch eben auch. Il y a des virit‚s hardies, qu'il doit ˆtre permis de dire chez nous, … huis clos. Par example contre la question; contre la pein de mort. Voy‚z Schlözers Staatsanzeigen Heft. 39. CriminalGesetze von Toscana. Qui a osi dire ces sortes de choses auparavant? et qui n'oserait les soutenir des meilleures raisons … cette heure

5 Buch traction des Giblims

27 et 28. Giblims.

29. Ignorance is too subborn to yield the Conviction, and on the other hand those whom a little learning has made mad, are too proud and self sufficient to hearken to the sober voice of reason.

30. Folgendes ist ein Auszug aus Archenholz English Mercur Nro IV 1788. The princes of Wales Lodge at the Thatched house, St. James Street. have just obtained their Constitution from the grand Lodge, and will commence the New Year with the unanimity and Brotherly - Love of men embarked in one common cause+) - ""Zeal for the Prince, whose name they hear++) and Love for the craft"" - The Members of this society are composed of Masons, who are honoured with appointment under his Royal High <ÿÿÿ> and are distinguished from other Masons, bewearing always a Gold Medal, as an Emblem of their attachment to, and dependance of him. The Medal has a Plume of feathers on one side, surrounded with the <ÿÿÿ> Garter-enameled; and on the reverse - ""Ich dien""+++) Colonel Hulse is the first Master. - the hon. Coll Hornhope and Colon. Lake Wardens, and the reverend Will. Peters Secretaire++++). The Uniform of the Britannic Lodge is blue coat, with a scarlet cape, buff waistcoat and breeches and a plume of feathers in the Center. It is worn by every member of the Lodge, with <ÿÿÿ> more dignity than any Society - of this kind ever possessed in England; having Three Princes of the blood at its head. Die Anmerkungen hierüber werde ich einen andern Tag machen, wenn ich mehr Zeit habe.

31. Cook der Entdecker. - O Thaitier Menschopfer. Daß man doch den Naturmenschen nicht so sehr, in Vergleichung mit dem cultivirten erheben möchte.

31 Nicht arbeiten können. Cook

Februar 1788

1 Wie gestern!

2. Angefangen das Buch der Mensch zu lesen. Was ich finde, will ich mit den Seitenzahlen bemerken. Die Weisen sollen Lehrer der Verbrecher seyn. Bis den 7.n gelesen und an der Familie der G. gearbeitet

8 bis 10 nach Erfurth.

11. Briefe.

14. In the British Mercury 1788 Vol. IV Nro 5, there is the following Paragraph. Perhaps what was said by Dean Foist upon the mechanical Operations of the Spirit was never so well improved as in the following Instance. It is remarkable that several of the little conventicles so plentifully raised about the east-end of the town, have been founded by females, who, in general, amased considerable sums in the occupations of low-life. One of these, who had been excudingly partial to apreaching itinerant who was lately suspended for an amour upon blackheath, having taken a meeting was soon observed by the Pastor to flaken in her liberalities, and so nothing could be any longer obtained from her on a temporal succors, recourse was had to Spiritual. Accordingly a Sum was sollicited for the enlargement and repair of the meeting; this not being readily attended to, many attempts were made to prove her tendency to a State of apostasy and Damnation; even these were not effectual, till a person was procured with a Pocket-electifying machine, who so well seconded the threath of the Preacher, by secretly procuring the old Lady several violent Choiks, that she not only granted the request, but ever since has shown no limit in her favour. Ein herrliches Beyspiel von Pastoralklugheit; Der Herzog ist heute wiedergekommen.

15 Göschen hier. Heute habe ich des Doctor Wienholts Schrift über den thierischen Magnetismus gelesen. Alles was ich darin finde, trifft mit demjenigen was ich in Straßburg und Paris gesehen, so ziemlich zu. Seine anspruchslose Offenherzigkeit gefällt mir. Aber so gerne ich die erzählten Sachen glaube; auch, daß Wienholdt ohne Vorliebe beobachtet habe: so liegt doch für mich, das Verhältniß der Ursachen und Wirkungen hier auch noch in dicker Finsterniß. - Das Selbstverordnen ist wenigstens so schwankend, daß es mir höchst gefährlich erscheint, einem Nichtarzte diese Behandlung anzuvertrauen.

16-18. Briefe und andere Sachen in Ordnung gebracht.

19. Nach Erfurth. L - s zum Bruder aufgenommen Decius hat bey der Loge Carl Joseph einen Candidaten vorgeschlagen. Unrecht ist das! Aber wer wird es aus einer andern Ursach rügen, als nur, um das ewige Aufnehmen aus allen 32 Winden aus der Freimaurerey zu schaffen!

20. Mittags bey Weissenborn. Um 5 Uhr abgefahren nach Gotha

21 bis den 27. Gotha. Hier wie gewöhnlich viel mir Brüdern gesprochen und manchen Zug in der Geschichte des menschlichen Herzens mehr kennen gelernt. - Wer für das beßte der Menschheit wirken will, thue es so heimlich, als möglich! Was hätte ich hier nicht aufzunehmen, wenn ich die sich kräuzenden Urtheile und einen gewissen Reformationsplan anmerken wollte! Aber ich muß mich durch nichts abschrecken lassen, Meinen Schritt bis ans Ziel unverdrossen fortgehen, und dann abwarten, ob ihn der genehmigt, ohne dessen Willen nichts in der Welt geschiehet. Timoleons starke Abneigung gegen die französischen Brüder hat mich sehr frappirt. Er meinte sogar, sie müßten nichts von der Reform erfahren. Wie hart, bey der Voraussetzung daß diese Reform Gutes für die Menschen bewirken könne! Aber kann, darf, oder muß mich seine Meinung binden? Nein! Spartacus hat mir diesmal mehr gefallen, als das Erste Mal. Dennoch muß ich ihn von aller Teilnahme an der Reform ausschließen. Auch habe ich ihm dieses, um ganz ehrlich zu seyn deutlich merken lassen, indem ich zu ihm sagte: "Wenn auch brüder jemals wieder hand anlegten, das Illuminaten System unter irgendeinem Namen, und unter allerley Veränderungen neu zu beleben, es besser wäre, er wisse nichts davon; wäre es auch nur um in einem unerwarteten aber möglichen Falle mit gutem Gewissen schwören zu können, er wisse nichts davon. Das Buch, der Mensch in Gotha gelesen. Schade daß die darin hin und wieder zerstreuten lichtvollen Ideen besonders über die Entstehungsart der Priester und Fürstenschaft in so affectirtem und oft gar verworrenen Style vorgetragen sind.

28 u 29. Briefe geschrieben.

März 1788

1. Madame LaRoche Reisejournal durch Frankreich. Es wäre besser, sie hätte dies Buch far nicht geschrieben! - Und besser sie wäre bey ihrem krancken Manne geblieben. Es ist unbegreiflich, wie eine solche Frau, so falsch sehen, so vielen Leuten und freylich auch sich selbst, so viele schaale Komplimente über unbedeutende Vorzüge sagen kann.

2. Faul.

3 Posttag, viel geschrieben. Der Frau Gräfin von B. Geburtstag! Mittags bey v. Schart zu Mittage. Gott schenke ihr manchen! Ihr Leben fängt an immer stiller, ruhiger und heiterer dahin zu fliessen! Abends Rosenmüllers Briefe an die schwedischen Schwärmer unter dem Namen philantr. exegetische Gesellschaft. Es ist mir lieb, daß ein Mann ihnen geantwortet hat, der sie ernsthaft behandelt. Ich, hätte ich meinen Vorsatz ausgeführt, hätte die Gecken oder Betrüger anders als satyrisch behandeln können. Im 1 Stück des Musäums für 1787 ist ein Aufsatz von Schlosser gegen die berliner Monatsschrift, worin auch, so nebenher der Frau von Recke, als Gegnerin von Cagliostro gedacht wird. - Ich bin es und werde aufmerksam seyn, zu sehen: ob Lavater, Schlosser, die Stolbergs, Jacobis, Claudius, u.A. lieber die von Reck, oder Cagliosto aufgeben! - Indessen fürchte ich die schlichte, gesunde Vernunft möchte gegen das Ausserordentliche und Wunderbare bey diesen Herrn nicht Stich halten.

4. Geschichte geheimer Verbindungen, Initiationen u.s.w. Eine Compilation, die leicht hätte besser gemacht werden können. Ich denke sie sey von Loohs.

5. Gestern und ehegestern bis heute geschwollene Wangen und Zahnschmerzen. Also zu keiner Arbeit aufgelegt. Gelesen, Briefe eines bayerischen Geistlichen, in Yoriks Form genossen. Unter andern sagt der Verfasser: Er lese St. Sentimental Journey 1 u 2 Theil und die wenigen Fragmente, die von Sterne im 3 u 4 Theile befindlich wären. Das klint freylich sehr kennerlich. Nur Schade, daß er nicht weiß, daß in dem 3 u 4 u 5 Band kein Wort von Sterne steht. Noch gelesen: Briefe über die Oberlausitz, besoners über Herrnhuth fand nicht darin, was ich suchte. Denn die Idee, wovon ich hier einen Wink finde, daß nämlich die Herrnhuther, lutherische Jesuiten sind, habe ich längst gehabt, und schon ein einem oder ein paar privat Aufsätzen geäussert. Ich werde auch meine Gründe von dieser Meynung einst, wenn ich dazu Zeit gewinne, auseinander setzen. Der entdeckte Maurer. a Catch penny piece.

6. Vierten Theil der Geschichte der menschlichen Narrheit. Hierin ist mir Felgenhauer am merkwürdigsten vorgekommen, und ich möchte von seinen Schriften wohl die Nummern 10, 24. 33 auftreiben können. Die Titel scheinen auf einige Meinungen und vielleicht auch Gebräuche zu wirken, die kurze Zeit nachher ins England insgeheim auf und angenommen wurden.

7 Schlegel von Coppenhagen. Ein junger Gelehrter, der mir von Biester empfohlen wurde. Seinen Vater, den Justzrath habe ich noch gekannt. Der junge Mann scheint mir etwas zu versprechen. Gelesen von gestern bis heute: Apologie der Illumination. Sehr gut geschrieben, doch wünschte ich eine dem Publikum verständliche und wahre Geschichte dieser Verfolgung ohne Beyspiel in unsern Zeiten. Erhalten eine Sammlung verschiedener Stücke, a) über die Ordenstreibery in Grünstadt, b) Assum und E. v. Eckhoffens Zusammenhang im O. Glavens Proceß, oder ebenso Anklang, nebst einem Briefe an den Prinze Friedrich von Braunschweig und einer kleinen Geschichtserzählung für Maurer, gegen Joh. Simson. - So rein mag Glave wohl nicht seyn, als er sich machen will, aber der Verfasser des umständlichen Verfahrens gegen Glave, zeigt zuviel Leidenschaftlichkeit, um Glauben zu verdienen. Wie schuldig oder unschuldig Glave? das würde man am sichersten ersehen, wenn sein Proceß vor andern Richtern reassumirt, und ihm eine ordentliche Defension gestattete. Wird ihm diese auf sein Gesuch nicht gestattet, - wird Glave vielmehr über den Inhalt seines fast strenden Urtheils hinaus, in der Gefangenschaft erhalten: so kann dieß nicht anders als von mächtigen Feinden herrühren, die eine neue Untersuchung zu verhindern Ursach haben. - Man kommt auf Vermuthungen, wenn man weiß, daß die Rosenkreuzerey jetzt viel Einfluß in Berlin hat; daß Liebenstein dem klerikalischen System in Königsverg anhängt, und J. Symson ein bedeutender R.ÿ+ ist. zum Verzeihen scheinen die R.ÿ+ eben nicht aufgelegt zu seyn!

8 u 9. Ziemlich krank an Flußfieber und Zahnschmerzen. Den jungen Schlegel aus Coppenhagen gesehen. Von dem Busche Sachen über E. v. Eckhoffen. v. Assum und den Orden des heil. Joachimi. Gelesen. Rhaus Archiv: erster Band, zweite Abtheilung über Scheibs Nachricht vom Magnetismus. Baldingers Medizin. Journal 13.n Stück über eben diese Materie.

10 Den Baritonisten Franz im Hause gehört. Man kann besser spielen überhaupt als dieser Mann. Ob auf diesem instrumente weiß ich nicht, weil es bei aller seiner Annehmlichkeit viele Schwierigkeiten hat. Ich denke dieses Instrument in bibra's Journal zu gedenken.

11. Gesammelte Actenstücke zur Aufdeckung des Geheimnisses des sogenannten thierischen Magnetismus von F. H. Birnstiel. Die Auforderung des Mr. Dr. <Jearre> werde ich brauchen, falls ich gegen Herrn Professor Böckmann mich vor dem Publikum vertheidigen muß. Uebrigens ist Herr birnstiel ein sehr confuser Schriftsteller, dem man wohl mehr Gabe der Deutlichkeit wünschen möchte. o but this man could speak his sense! bis den 17 Zahn- und Kieferschmerzen. Viele und lange briefe besonders Ordensbriefe nach bremen, Stade, Hamburg und Coppenhagen geschrieben.

13 Den Durchl. Timoleon hier gesprochen und ihm eine reine Abschrift von den beyden ersten vorläufigen Heften gegeben. Mit unter gelesen. Stolle über Magie Schwärmerey ect, ziemlich gut, aber noch besser gemeint. 2) Weißhaupts Verbessertes System der Illuminaten. Wollte Gott die Feinde des Ordens in Bayern hätten dieses statt der andern papiere die sie auffischten gefunden! Aber auch dieses System ist noch viel zu complicirt, so unendlich reiner es auch ist, als das Erste, ich will gerne sagen, unreife unvollendete. Doch kann das Innere system der Politik und Policey der Philadelphen manchen Wink durchaus brauchen.

16 Ich fange an in meiner correspondenz Licht zu sehen, und denke also, mich wieder an die ordensArbeiten zu machen. im deutschen Musäum zweiten Stück 1788 kommen ein paar merkwürdige Aufsätze vor. 1. fr. Jacobis über den frommen Betrug und eine Vernunft, die keine Vernunft ist. - Was doch nicht Schmeichelei und Eitelkeit thun können! Wer hätte es geglaubt, daß ein Jacobi dem Dr. Starck Gegencomplimente machen würde! - 2. Philosophische Verknüpfung der Hauptmomente hebräischer Geschichte, in Beziehung auf Geschichte der Menschheit. Soll von Wizenmann seyn. Aus einigen individuellen Zügen ersehe ich, daß der Verfasser ein R.ÿ+ war. Uebrigens wimmelt es in diesem Aufsatze von dreisten Behauptungen, falschen folgerungen u.s.w.

19 bis 23 Stattlers Jerusalem, die merkwürdigsten Stellen für mich sind darin . 185 S. 386 das Num II sollte man glauben wäre ausdrücklich gemeint, Nicolai's Ausserung: man könne äusserlich Protestant scheinen und doch der chatolischen Kirche angehören, zu bestätigen; und Nro. IV um solche Schritte, wie man Starken Schuld giebt, zu rechtfertigen. pag 390 wären von Kniggen und Stark, wenn es wahr wäre, daß sie zur chatolischen Kirche übergetreten, im Sinne dieser Kirche vollkommen, wegen ihres Leugnens entschuldigt. Aber diese Stellen sind ausserordentlich berechnet, das Mißtrauen unter den Protestanten zu verbreiten und das heimliche Uebertreten zu befördern. Ein wahres Jesuiten-Buch!! - Doch scheinen hin und wieder die Pfiffe zu grell hervor.

24 u 25 Vague Beschäftigungen. Seit langer Zeit zum Erstenmale mit meinen Correspondenten saldo. Dieß ist mir beynahe eine neue Empfindung.

25 Hufeland aus Jena bey mir. Einen vergnügten Abend mit diesem edlen, verständigen jungen Manne zugebracht. Ich habe ihm einige, nun aber so wahr scheinende, als wichtige Muthmaßungen über Schröpfer und Johnson anvertraut.

26. Decius.

27. Bekanntschaft mit einem jungen North-Briton, Namens Chrichton gemacht. Ein junger Arzt, der viel Gutes zu leisten verspricht. Ich habe noch keinen Eng- oder Schottländer besser deutsch sprechen gehört.

28 Briefe sortirt. Bey Hofe gegessen, und das mir höchst unverständliche Buch zu lesen angefangen: Antwort auf die 177 theosophischen Fragen in Jakob Böhm.

29 u 30. Daran gearbeitet meine Briefe, und auch die Ordenspapiere in eine erträgliche Ordnung zu bringen. Wolle nur der Himmel, daß diese Arbeit nicht dadurch vergebens gemacht werde, daß ihr künftiger Besitzer der Herzog von Gotha, solche dem Publikum vorenthält.

30 Heute den 30.n erhalte ich Nachricht von dem Tode einer sehr guten Freundin, der Frau des Gerichtsprocurators Alberty zu Hannover. Sie war eine geborne Höckel, hatte erst den Kaufmann Müncher zum Manne, und ward 1770 an Alberty verheirathet. Es war eine durch Verstand, Witz und Laune, sehr angenehme Gesellschafterin, und gehörte mit zu dem Zirkel der höchst edlen Weiber, in Hamburg, in welchem ich so manche frohe und nützliche Stunde verlebt habe. Die Eberstock, die Schmidt, die Greve, die Bohn, die Olde!

31 Antwort auf die 177 theosophischen Fragen im J. Böhm. Dieß Buch enthält gerade ebenso viel Licht, als andere theosophische Bücher. Mir scheint dieses von Müller, genannt Saile - oder auch Elias mit dem Stern der Weisen zu seyn, wenigstens von einem ächten Schüler dieses Mannes, der izt selbst, schon ein wenig alt für's Bücherschreiben seyn möchte. Soviel kommt mir überhaupt sehr wahrscheinlich vor, daß, wenigstens die Berliner Rosenkreuzerey von diesem mit manchem Einfalle tingirt worden sey. Welches ich, wenn ich dazu Musse hätte, aus einander setzen möchte. Ausser andern sind noch besonders merkwürdig die Capitel 146. 150

April 1788

1 1) Weidhardt Biographie. Zweite Auflage. Der Mann mag wohl viel gelernt haben. Aber er ist auch darauf eitel genug! und, wie mich deucht haben die 10000 Rubel, die er von der Kaiserin zum Geschenk erhielt, ihn sehr dankbar in gedruckten Worten gemacht. Die Correspondenz zwischen ihm und Hofrath Zimmermann in Hannover, die in Herrn von Dalbergs des Coadjutors Händen ist, welche den 19 Juny in Reinhardtsbrunn in Gegenwart des Herzogs, der Herzogin und des Prinzen August von Gotha, des Coadjutors,, Göthens, Herrn von Hardenberg und Meiner verlesen wurde, wäre wohl aus einem andern Tone! Und setzt Herrn W. sowohl in anderes Licht, als er in seiner Biographie scheinen möchte, als hier auch den Herrn Ritter Zimmermann fast unter die ungesitteten, sogar unmoralischen Menschen.

1. 2) Staatsgesetze der vereinigten Staaten von Amerika. Despoten, Monarchen, Souveraine, Aristocraten Demagogen u.s.w. mögen mit allen ihren Tellerkindern sagen, was sie wollen, die in diesem Buche enthaltenen Grundsätze, in sofern sie die allgemeinen Rechte der Menschheit berühren, werden früher oder später einstimmiger erkannt werden. Europa wird von Amerika zwar nicht erst diese Wahrheiten lernen, aber doch die Mittel, sie für die Menschen geltend zu machen. Blut wird es kosten! Aber wenn es schon süß ist fürs Vaterland, was muß es dann seyn für die Menschheit zu sterben!!! Was macht Christum so erhaben?

2. Garves über den Character der Bauern. Ganz gut! Noch besser würde das Buch gewesen seyn, wenn Garve als Philosoph ganz frey hätte von der Leber wegsprechen wollen. Er tüncht, kleistert, pinselt und berührt es kaum, daß es - nennt es, wie Ihr wollt - schändliche Sklaverey ist, worinn der Bauer vom Edelmann gehalten wird!!!!

2 Goue Betrachtungen über die Einsichten der uns bekannten ältesten Völker. - Eine hübsche Marmelade! Ach daß Lessing noch lebte! Auf fünf einzelnen Erbsen müßte Herr v. Goue knien und dem Aristoteles Abbitte thun! Der Mensch schwätzt von Weißheit, und von Tugend? O!! - Uebrigens giebt dieser Wisch einen hübschen Wink darüber wie Goue hat gegen die Strickte Observanz schreiben können. Die Egyptische die er wie es scheint, für einerley Weisheit mit jeder der R.† hält, steckt ihm in der Nase!

3 Lese ich in dem British Mercury folgendes: February 26 & 29 1788. There was a numerous meeting on Wednesday at the Freemasons Tavern, of the Principal Catholics of this Metropolis, for the purpose of considering of a petition to Parliament for a repeat of the Penal-Laws; where a petition being produced it was unanimously agreed to, and subscribed by a great number present, and will forwith be present to the house of commons. Diese Catoliken können sich freilich in der Freymaurer Schenke versammelt haben, ohne selbst Freimaurer zu seyn, Allein wenn man auf der Spur des Royal Arch ist, so scheint es doch, daß die 72 Aeltesten mit im Spiele seyn können und mögen.

Des deutschen Zuschauers vom 6ten Bande das erste, oder überhaupt 16-17 Stück Was hier über die Proselytenmacherey, für und wider gesagt ist, hat wenig zu bedeuten. Nur der Aufsatz über die Rosenkreuzer hat etwas blendendes. Es wird hierin des Baron von Scheit in Braunschweig gedacht und daß dessen noch in Braunschweig lebenden Erben, seine Rosenkreuzerischen Papiere entweder wirklich noch haben, oder doch sollten nachweisen können. Auch der Gebrüder Grabenhorst wird gedacht. - Es wäre fast unnatürlich, wenn der Herzog Ferdinand nicht sollte gestrebt haben, diese Papiere an sich zu bringen! Schwarz ist dazu zu neugierig! Ich habe mich endlich auch entschlossen Schwedenborg kennen zu lernen, und sein Buch von Himmel und Hölle übersetzt in drei Bänden, des Endes zu lesen. Ob ich es werde bis zu Ende hinaus bringen können? Ich will es versuchen.

6 Aus den Zeitungen. In der Antwort des Königs von Frankreichs, auf die Remonstrationen des Parlaments gegen die Lettres de Cachet, findet sich folgende Stelle: "Ich werde nicht gestatten, daß mein Parlament sich dem Gebrauch einer Macht widersetze, welcher die Familien die Erhaltung ihrer Ehre oft zu danken haben, so wie der Staat seine Ruhe. Mein Parlament muß sich mit Ehrfurcht und in der Stille auf meine Weisheit verlassen u.s.w. Ist dieß nicht die Sprache der schaamlosesten Despotie. Selbst im Munde eines Königs giebt ein gemässigter Ausdruck mehr Würde, als die Behauptung von Weißheit. Doch heißt das Wort wirklich im Französischen Sagesse, welches auch durch Mässigung hätte übersetzt werden können. Wenn man aber weiß, daß solche Reden Producte des Siegelbewahrers sind, und der König nur sein Sprachrohr ist, so bedauert man einen König, der es in seinem Herzen mit seinem Volke gut genug meinen mag, dem aber die Dinge wohl sollten in ihrem wahren Lichte gezeigt werden. Was sagt das, die Familie habe den Lettres de cachet oft ihre Ehre zu verdanken? Etwa so viel? Ein Glied einer Familie hat ein Verbrechen begangen, deren gesetzliche Bestrafung die Familie beschimpfen würde? So! also sind die Gesetze nur Popanz für den gemeinen Mann? Des artigen Begriffs von Ehre hierbey nicht zu gedenken! Oder man besorgt, ein solches Mitglied könne in solche Verbrechen verfallen; noch besser! Man verschneidet also, um vor Hurerey zu bewahren, ober bestraft noch nicht begangene, nur befürchtete Verbrechen. Welch ein entsetzlicher Mißbrauch kann nicht unter diesem Einwande gemacht werden! Und nun gar noch die Ruhe des Staats! welches wohl selten etwas anders sagen möchte, als die Impunität der Administratoren. Man sollte es kaum glauben können, wenn es nicht vor unsern Augen geschähe, daß man in einer Nation, die gerne für die aufgeklärteste hält, dem ersten Corps der Rechtsgelehrten, so etwas sagen könne. Wozu sind die Gesetze, wenn sie nicht auch die Freiheit des geringsten Lumpens, als ein Heiligthum besützen? - Die Franzosen würden sich wundern, wenn man sie noch zu den Barbaren zählte, und doch ihre Criminal - Gesetze, und diese arbitrairen fetfas, sind es Zeichen, der Weißheit, der wahren Cultur des Geistes der Menschheit?

7 bis 10. Schwedenborg und an dem dritten Hefte gearbeitet.

[Hier folgt eine Lücke von Einer Folioseite]

18. Den 18.n kam H.v.d.B. ich hatte also nicht viel Zeit weder zu lesen, noch zu schreiben. Er ist freundschaftlich und gut - liebe das viele wirkliche Gute, das er hat.

20 giengen H.v.B. und ich nach Naumburg. Er hat auf die Schriften im Darmstädtischen Sanssouci 6=8 Carolin geboten. Herr von Schrautenbach hat die Commission.

Leipzig

21 Den 21.n ließ ich H v B. schlafen und für mich bezahlen, fuhr um 4 1/2 Uhr ab, und langte in Leipzig um 1 1/2 Uhr an. Logiren im Dr. Schnackerischen Hause, bey dem Herrn Dr. <Hartwich.> Besuchte noch den H. Grafen von Beust, der mir viel über seine Retz.(retirade?) von a Struthione erzählte. Bohn, Nicolai Göschen.

22 Mittags mit Gr. v. Beust im Engel. Nachmittags Concert. Mad. Duschek singt brav. Geiger Schmidt spielt mittelmässig. Abends beym Grafen von der Lippe de Hanus bey dem ich fand von Blankenburg, Canzler Hoffmann, Cammerrath Rhode. Loder mit seiner Tochter, Hofrath Parthey, des Grafen Stallmeister Hr. v. ...

23 Schickte mir Lucian das Buch: Ars symbolica von dem Jesuiten Jacob Boschio, Augspurg 1732.

24 Diner beym Herrn Grafen von Lippe. Der Canzler Hoffmann ist ein biederer Mann; etwas nach altem Schrott und Korn, aber das Land für das er arbeitet, wird sich desto besser dabey stehen.

25 Bey Göschen des Abends. Hier begegnete mir, daß vor Tische der Sohn des Hofrath le Roi aus Dessau, über die Proselytenmacherey mit mir anfieng zu sprechen, und nicht zu begreifen schien wie die Chatoliken noch so blind, wie man von ihnen sagte, an Wunder glauben sollen. Ich erwiederte darauf, wie ich das von Personen in einer Religion, deren Obere ihre Hierarchische Macht auf noch fortdauernde Hyperphysische Macht stützten, ziemlich gut begriffe, - denn fügte ich hinzu, warum sollten die layen jener Kirche nicht an solche Wunder glauben, wenn es unter ihren Priestern noch manche, die wie sie, Herr Hofrath wissen werden, im Ernste meinen, sie schaffen Gott vermöge der Consecrationsformel in der Messe. "Wie sollte ich das nicht wissen, sagte le Roi, ich bin ja selber ein Chatolik! Zum Glück wurden wir in dem Augenblicke

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aufgefordert, uns zu Tische zu setzen, welches auch einigermassen aus der Verlegenheit half. Aber so munter ich auch bey Tische zu seyn mich bestrebte, so konnte ich doch Herrn HR LeRoi nicht aufheitern.

26 u 27 Mit Lesen und Schreiben zugebracht, welches mein Vorsatz in Leipzig nicht war. Auch mich von Herrn Richter aus der Schweiz für Herrn Wiedemann mahlen lassen. Abends bey Herrn Kunst, Göschens Schwager. Madame Kunst ist eine sehr gescheute Frau, die dabey Kenntnisse und Talente besitzt. Herr LaGarde aus Berlin, Buchhändler ist ein sehr offener Kopf, der besondere Gaben hat das Comische in den Menschen und Dingen zu finden, und darüber nicht ohne Feinheit zu spotten. Wenn Göschens Braut, die in allem Verstand hübsch und artig und von sehr einnehmendem, sanften Wesen ist, nicht auf Coquetterie und Putzliebe verfällt, so wird Göschen ein sehr glücklicher Ehemann.

25 Aß ich zu Abend bey Dörrien, und freute mich über sein Ehestandsglück, das er so gut verdient. Es war da auch Dr. Volkmann, der sehr gealtert hat, und Parthey, der sonst so viel Gutes an sich hat, schien mir Elisens Schrift gegen Stark aus ganz schiefen Gründen zu mißbilligen. Doch ich hoffe, er thut das nur gegen mich, als Elisens bekannten Freunde. Thäte er's auch gegen Andere, so wäre er undankbar!

23 Nachmittags reißte ich ab, und kam den 29.ten wieder zu Weimar an.

Mai 1788

Diesen Monat habe ich bis den 22.ten allerley neue Brochuren flüchtig durchgeblättert, theils im Garten, theils im Briefschreiben zugebracht

22 den 22.ten gieng ich zu dem Herrn von dem Busch nach Walbeck

24 Assen wir beyde bey S.r Durchl. dem Herzog von Weimar in Aschersleben, wo wir den jüngsten Herrn von Dalberg antrafen. Der Herzog sagte mir, er habe seiner Gemahlin Schriften für mein Archiv zugeschickt, den Orden de la Providence divine betreffend. Meine Zeit in Walbek habe ich sehr froh in der schönen Natur, theils mit Briefeschreiben zugebracht und dabey den Giblims Grad fertig gemacht

Juni 1788

4 Zu Weimar angekommen.

5 ausgeruhet.

6 u 7 Allerley Lecture

8 Ein Buch aus dem Französischen über die Revolution in Dannemarc 1772. Scheint mir (da es mir ausserordentlicher Kenntniß der Sachen, wie auch der meisten Characteria geschrieben ist) von einem vornehmen Schweden

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herzurühren, und zur Hauptabsicht zu haben, den Kronprinzen von Rußland abwendig und dem Schwedischen Könige in seinem jetzigen Vorhaben Rußland anzugreifen, beifällig zu machen.

9 Constitutionsbuch der Freimaurer abermals gelesen. Staubwolken fürs Publicum und verdeckte Winke für den Kenner, die deutlich auf die Wahrheit zielen.

15 Nach Gotha, den 20 zurück

Juli 1788

12 Nach Gotha über Erfurth. Vom Herzoge erhalten, Les Jesuites chassés de la Maçonnerie etc Hoyer dort gelassen, und mein von Hoyer gezeichnetes Portrait dem Herzoge lassen müssen.

15 Zurück

26 Nach Leipzig der Fr. v. Recke entgegen. Mein Plan einer Reise nach Schlesien der Fr. Gräfinn gerne aufgeopfert.

August 1788

9 Zurück. Mit Göschen Abrede genommen ihm die Jesuites chassés de la Maçonnerie etc zu übersetzen, wie auch gelegentlich les caractéres de la Bruyère. Meine Augen haben bisher nicht leider wollen bey Lichte zu schreiben. Daher, und weil ich bey Tage, wenn ich zu Hause war, zu lesen und Briefe zu schreiben hatte, entstehen die bisherigen Lücken in diesem Journale.

16 Im British Mercury Vol. VI nro 31 steht eine sonderbare Geschichte unter dem Titel: Diabolical Possession from the Chelmesard Chronicle, welche für den der den Geist der Zeit, und das Treiben der Jesuiten kennt, sehr merkwürdig ist. Ich werde solche hier copiren, so ungern ich copire. Vide sub signo <...> (fehlt.) In England eine solche Scene! es wäre unbegreiflich! Aber der Gang der Sachen ist nicht unnatürlich. 1 Freemasonry reformed by the Royal Arch (königliche nicht Arche sondern Stiftshütte) der katholische Lord Petri sechs Jahr Großmeister 2 The Theosophical Society, welche die dunkeln biblischen Stellen erklären wollte (ohne dazu die Vorkenntnisse erlernt zu haben, und also auf eine Art von Inspiration zu harren, oder sich solche zuzuschreiben, und endlich 3. Die schwedische Gesellschaft zur Verbreitung der Grillen des Samuel Schwedenborgs, oder zur Annahme des neuen Jerusalems, dieses gutmüthigen Schwärmers, und der absichtsvollen Verdummung der schwedischen dupes und fripons. - kurz, nur nach allen diesen Vorbereitungen ist es begreiflich, daß in dem Lande der Denker ein solcher Auftritt Statt finden kann. Und vielleicht erst sieht man die Folgen dieser anscheinend dummen Schwärmerey unter der Regierung des Prinzen, den man gewußt hat in die Arme einer Fitzherbert zu werfen. Anmerkenswerth ist es hier noch, daß Lord Petre noch in diesem Jahre bei Pitt eine grössere Freiheit für die Bekenner des Katholocismus in England verlangt hat. Höchst wunderlich ist es, daß kein Theolog, kein Politiker diese Auftritte in ihrem wahren Lichte bemerkt hat Sign <...>

18 Ist die Frau Gr. v. B. nach Tiffort hinausgegangen, ein Landguth, welches erst der Prinz Constantin eingerichtet hat, und darauf von der verwittweten Harzogin Amalia immer mehr zu einem bessern Park eingerichtet ist, und welches diese Fürstin der Fr. Gr. v. B. aus freyen Stücken anboth: so lange zu gebrauchen, als hie die Herzogin, Ihrer Reise nach Italien wegen, abwesend seyn würde.

19 Habe ich mir diese treffliche Musse zu Nutzen gemacht, um an der Reform der drei Grade zu arbeiten. Wird man meine Arbeit brauchen? nicht brauchen? Einführen? Nicht einführen? - Diese Fragen sollen und müssen mich nicht irre machen. Genug, ich beabsichtige dabei daß Beßte der Gesunden Vernunft in dieser geheimen Gesellschaft. Finde ich in Jahr und Tag, daß alle geheime Gesellschaften zu corrumpirt sind, um Wahrheit fortzupflanzen, oder, daß man scheine, mich nicht verstehen zu können; Nun! So mag das Publikum zwischen ihnen und mir Richter seyn

30 habe ich angefangen, Les Jesuits Chassés de la Massonerie zu übersetzen und mit Noten zu begleiten.

31 Besuchte mich der Professor Jakob von Halle.

September 1788

Diesen Monat habe ich die Uebersetzung des obgedachten Buchs zu Ende gebracht, und also keine Zeit gehabt, an etwas anders zu denken.

Oktober 1788

1 Wieder in die Stadt gezogen.

11 Ueber Jena,

12 nach Naumburg und den 13.ten dort mit Fr. v. d. Recke und Nicolai zugebracht.

14. Mit Fr. v. d. Recke nach Weimar.

17. Lernte ich Herrn Dr. Hufnagel kennen, dem ich glaube die Augen über Dr. Stark ein wenig geöffnet zu haben.

19. Reiset Elisa ab.

24. Fieng ich an Vorrede und Noten zur Entdeckung der Union, oder Gesellschaft der 22r zu machen

26 Nach Gotha.

28 Mit Graf Witzay, der Gräfin und Graf Esterhazy zurück nach Weimar

31 Reißten Witzay's ab. In diesem Monate habe ich angefangen mein Fr. Mr. Archiv in einige Ordnung zu bringen.

November 1788

27 den 27 October sagte mir der Herzog von Gotha, von der Lühe sey von den 22r zwar eingeladen, er habe die Einladung aber nicht angenommen. Spartacus habe ihm auch mit Mißbilligung von dieser Gesellschaft gesprochen. Wehmeier sagte mir, Becker habe geradezu geläugnet, daß er zur Union gehöre. Langsam an den Noten über die Union gearbeitet.

10 Kam der junge Herr Wiedemann und blieb bis zum Freytag. In der Zeit kaum ein Paar Briefe schreiben können.

15 Lösete ihn ab, Herr v. Buchwald, welcher den 17.n wieder abgieng. Zwischen durch gelesen an Oeuvres posthumes de Roi Fr. II

20 XXIII Heft des deutschen Zuschauers, wegen eines Aufsatzes gegen Stattler Jes. wegen der Illuminaten. Herr Schulz wird in diesem Heft auch beschuldigt, gegen den deutschen Fürstenbund geschrieben zu haben. Es wäre nicht artig, wenn es wahr wäre. Weil ihn die Sache um so weniger angeht, als er wenig davon versteht.

24. Diarhe

25 Madame von Berg hier.

25 Ars Symbolica an Wayze in der Zeichnung Academie, um 12 Symbole abzuzeichnen.

27 War Frau von Berg hier im hause zu Besuch. Sie ist über Lavater sehr herabgestimmt, und, ohne seine Verdienste zu verkennen, hält sie ihn für einen, bis zum kindischen, eitlen Mann.

bis 30 unbas an Diarhe

Dezember 1788

2 Nach Erfurth. Abends Assemblee in der Statthalterey. Super bey Sinhold

3 Mittags die Herrn Bellermann und Loos. Abends bei v. Bellmont.

4 Mittags bey Wissenborn. Abends Concert. Souper auf dem Rathskeller.

5 zu Hause

6. Bellermanns Kirchengebräuche der Russen. Das die <Д> auf Kirchenvereinigung gehe, ist auch hier in manchen Winken versteckt. 7. 8. 9.

[Es folgt eine Lücke von 1 1/2 Folioseiten, worauf ohne Unterbrechung im Original, das Tagebuch mit März 1793 fortfährt.]

März 1793

28 Eine große Lücke bis dahin! aber nicht aus Faulheit. Ich habe nicht unfleissig gearbeitet. - Voriges Jahr im Januar habe ich angefangen den Montaigne zu übersetzen und habe den 8.ten dieses die Hälfte des Buches bis zur Hälfte zum Druck fertig gemacht. - Das ist mir eine liebe Arbeit. Nur daß sie mich meine Correspondenz aussetzen läßt, und beschwerlich macht. Ich habe gestern und heute von neuem gelesen: Résponse aux assertions des Fr. a Fascia. Welch ein Wust! Schwärmerey! Kriecherey! Eitelkeit! und Pfaffenränke scheinen auf allen Seiten hervor. Wahrhaftig zu weilen kommt mirs ganz so vor, als ob man den ganzen Hieroglyphenkram zum Fenster hinaus werfen sollte. aber - Ihr sollt sehen, es geschiehet doch nicht!

28 Gelesen, Drittes Stück des Merkur 1791. Gebal und Abdullo. Ich bin hierdurch in meinem langen mit mir herumgetragenen Vorsatz bestätigt worden, an a Leone Resurgente ohne Rückhalt zu schreiben, weil es ein vortrefflicher Mensch, und jetzt wahrscheinlich von einigen Vorurtheilen geheilet ist.

29 Heute hat Hufeland den Dr. Huschke bey mir eingeführt. Gott gebe, daß ich sein nicht bedürfte. Lieut. Wiedemann ist wie immer, so inseinem heutigen Briefe unverschämt! - Er wird vermuthlich die Uhr behalten. Aber, ich erkläre es für Raub. Bey Goethe zum Thrn. Herzog L. Graf v. Roederer Nachricht von der wichtigen Schlacht bey Tirlemont. 20000 Mann überhaupt geblieben scheint, sonst nicht gefühllosen Seelen eine Kleinigkeit! Lieber Gott, wenn die Leute doch bedächten, daß, man mag die Sache drehen und wenden, wie man will, alle diese Mordthaten bloß auf die Könige und ihre Schmeichler fallen!! 20000 Mann! - Die französische Monarchie war so unerträglich geworden! nun konnt' sie nicht mehr sich halten, ohne den Guten Willen des Volks, diesen guten Willen hatte sie Verlohren! Nun fangen andere Königs Vettern Krieg an, damit die französiche Nation diesen guten Willen behalten soll!! Lächerlich!! O Ihr majestätischen Vettern; das Volk auch in Euren Staaten, wird nicht <...> sondern fühlen, daß Ihr wie der Teufel fechtet, um sein Reich zu mehren, und keinem Menschen die Seeligkeit zu gönnen!! Aber wißt Ihr denn nicht, daß man den Satan mit dem einzigen † machen vertreiben kann, wenn man nur dabey sagt: aberuntes te!? Einverständniß, meint Ihr fehle. Ihr treibt ja aber das Volk zusammen.

April 1793

2 Bei Gelegenheit von Benstetters Ueber Tod und Unsterblichkeit. Auflösen kann und wird er die Frage nicht. Aber auf beruhigende Ideen kann er doch bringen, was es doch fast bis zur Gewißheit gebracht hat. - Unser Tod ist Geburt zu einem neuen Zustande, den für eben so wenig kennen, als das Kind, unser Leben kennt, zu dem es aus dem Mutterschooß geboren wird. Gewiß sieht ein zeitiges Kind seinen Eingan in dieses Leben als einen Tod an, denn ihm war sehr wohl in seiner Mutter Schooß u.s.w. und so durch, wer weiß, wie viele Regenerationen fort! Ob mir unserm Bewußtseyn. Ja! wer weiß das. Höchst vermuthlich doch. Einst - wiewohl sehr spät. Gott will das Glück seiner Geschöpfe!!! Allelujah!!!

3 Gieng ich in Gesellschaft des Herrn C.B. Bötticher nach Gotha.

4 Bey Table d'Hôte den Lieut. Kirchner als einen grossen aristokratischen Schwätzer kennen gelernt. Solchen Menschen wäre es nach ihren Ausserungen eine Freude, allen anders denkenden mit Einem male den Kopf abzuhauen. Ist das Tellerleckerey? Ist das Wolfsart?

5 Bey der Herzogin Diner aufm Zimmer. Dabey der Coadjutor von Dalberg und Mr. de Grimm. This last is an impertinent Talker and I ist his best letter in the ABC. Whereas of the first I did not hear a single harsh word against a frenchman.

6 Ueber Erfurtz zurück. Mittags Schedern. Herr v. Bensler. Hernach bey Sinnhold. Madame Sinnhold will mir Pflanzen schicken.

7 War zu keiner Arbeit aufgelegt.

8 Noch immer Nord=Ostwind, der zur Arbeit ungeschickt macht. Gestern war Herr Greifs bey mir und sagte mir die unangenehmsten Nachrichten von Hufeland. Heute Vormittag H. C. Rath Bötticher bey mir. Lettres de Mirabeau T II p 162 Pui importe, comment le bien se sasse, pourun qu'il sesasse. principe etc etc Et moi je dis, La maxime est bonne et gé-nérense, pour quicongre fait le bien, sans absolement en durelun la gloire.

9 Journal für Manufactur und Moden Januar 1793. Wird Herrn Rath Bertuch nicht gefallen.

10. Kam Hedrich bei mir an. Bisher gelesen Mirabeau's Lettres originales: Wer durch diese Briefe nicht Hochachtung für den Mann gewinnt, dessen Gefühle und Urtheil wünsche ich mir nicht.

Mai 1793

10 Hamburger Correspondent Nro. 55 vom 5. April. Constantinopel den 5. März. "Der Oberzolleinnehmer, welcher sich durch hohe Imposten auf verschiedene Waaren sehr bereichert hatte, ist seines Amtes entsetzt worden, und hat dem Schatze 500 Piaster bezahlen müssen, wodurch er der Todesstrafe entgangen ist. Türkisch <genügt> dem Schatze! der dies muß herausgeben dann wird er nicht gehenkt. Was bekommt der Bestohlne wieder? Aber, ist das nur blos in Constantinopel der Fall? Wo ist dieß nicht so? O santa Justitia!!! The London Chronicle p. 211. Avignon Febr 17. The Pope has written a very extraordinary letter to the national convention, expressing his sorrous to the murder of M. Basseville, and acknowledging the republic of France. This letter was signed by Cardinal Zelada, by order of the Pope and was dated the 14th of January. Cardinal Zelada sent with him a letter from himself to the President of the national convention, stating it to be the wish of the Pope that the letter from his holyness might be laid before the convention.

13 Minerva December 1792. Ehestolz ein gutes Wort. S. 138. 142.

14 Schriften vom Landtage zu Dresden gelesen, die, des Deputirten von <Pitt> Prettyn, so, so! die Replique darauf, so höhnisch, als schaal. Das Decret schauerlich für freye Menschen. Die Studienverordnung impertinent. Das <einsiedische> nachgemachte englische Bier ist recht gut!!!

24 Bisher so fleissig am Montaigne gearbeitet, daß ich vom 1 April an bis jetzt den 24.ten dem Friederich den ganzen 4.ten Band in die Feder dictirt habe

vom 23 bis zum 24.ten ist eine so kalte Nacht eingefallen, daß die Behren, und einige ausgeflanzte Saamengewächste erfroren sind.

28 Habe ich den Vierten Band des Montaigne geschlossen, und

30 Weggeschickt an Lagarde.

31 Briefe geschrieben.

Juni 1793

1. Montaigne 5 Band (III. Buch) angefangen.

12. Mit Montaigne bis zu 175 des 5.ten Theils gekommen

11 War bey mir Herr Urban aus Curland. Bey seiner Zurückkunft aus Gotha, und hat mir abermals recht gut gefallen.

12 Gelesen in Allg. Lit. Zeitung Nro 167 über die Religion der alten Aegypter NB. zu kaufen -- Auf einem spätern Blatt steht:

a <eruire> en Angleterre pour l'edition des Oeuvres de Rabelais par Mr. du Missy, accompagn‚ée de Notes explanatoires 1736-1740 environ.

Abspann

Abschrift geendigt

21.

(/)

Bode starb ... Die Original Handschrift aus welcher vorstehendes copirt ist, wurde mir im October 1844, von Br. Ernst Zacharias, zu Dresden, Eigenthümer derselben zugeschickt. Sie ist in folio geschrieben, und trägt die sichtbaren Beweise, daß sie täglich beygeschrieben wurde. In den Jahren 1787 und 1788 gleichmäßige feste Hand; 1793 werden die Schriftzeichen weitläufiger geschrieben. Vom April 1793 an, immer lockerer, unsicherer, daher öftere Undeutlichkeiten. Man sieht daß Bode krank oder schwach geworden, doch ist die Stelle ad 10 April (May?) aus dem London chronicle wieder mit sicherer Hand geschrieben.

den 21 Nov.44. Kl

Klossiana Den Haag 190 D 14

Anmerkungen

  1. Siehe den eigenen Eintrag Johann Georg Zimmermann
  2. Conrad Gesner (* 16. oder 26. März 1516 in Zürich; † 13. Dezember 1565 ebenda; auch: Konrad Gessner, Konrad Geßner, Conrad Gessner, Conrad Geßner, Conrad von Gesner, Conradus Gesnerus) war ein Schweizer Arzt, Naturforscher und Altphilologe. Wikipedia
  3. ohann Caspar (auch, besonders später: Kaspar) Lavater (* 15. November 1741 in Zürich; † 2. Januar 1801 ebenda) war ein reformierter Pfarrer, Philosoph und Schriftsteller aus der Schweiz Wikipedia
  4. Fußnote setzen
  5. Fußnote setzen
  6. Johann Salomon Semler, Unpartheyische Sammlungen zur Historie der Rosenkreuzer, 4 vols. (Leipzig: Beer, 1786-1788)
  7. Zusatz von Georg Kloss
  8. Zusatz von Georg Kloss
  9. Zusatz von Georg Kloss
  10. Zusatz von Georg Kloss
  11. Zusatz von Georg Kloss
  12. Nachtrag von weiteren Originalschriften ..." 1787