1787-02 Bode (Basilius): Reproche 2 (vermutlich) an Bohn (Spanheim)

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Kommentar

Zusammenfassung und Transkript

[Der Anfang des Dokuments fehlt]...wo Uneinigkeit herscht; bey genesenden Kranken und dieser Art #richtungen mehr wodurch sich ein Prediger ausserdem unmittelbaren Nutzen den er stiftet, auch die ## seiner Gemeine, und dadurch Vertrauen und Eingang verschaft, wofür ihm aber alsdann, nach seiner #nung, nichts würde hinden setzen, und sich auf diese Art, auch bey der besten Genauigkeit seine übrigen öffentlichen Amtverrichtungen in den Ruf eines blassen Lohn# brngen? Kurz, sollte nicht mancher Prediger sein ihm alsdann, ökonomisch betrachtet, unnöthige Popularität vernachlässigen, und dadurch das Band der Libe, wo nicht trennen, doch sehr erschlaffen? Solche Folgen müssen man zuvor beachten, um ihnen vorzubeugen. #'Noch ein Paar Worte, über die Schwierigkeiten bey Ihren Gedanken an eine T# nach Stand und Vermögen. Mit Beziehung auf das, was ich hierher gehöriges bereits in Meinem vorigen angeführt habe, und mit Widerholung, daß ich das dortige Lokale nicht kenne, und also nur etwas Allgemeines sagen kann, bitte ich zu bedenken, daß [...] es a) in den Städten mehr Pfarrer gebe, und jeder sein Kirchspiel versorgen müsse. Reiche und Adelige besäßen häufig keine Grundstücke in den Städten und würden von einem Kirchspiel zum nächsten ziehen. b) Vermögen, vor allem bei Handwerkern, schwankten durchs Jahr. Die Menschen würden sich gegen die Veröffentlichung ihres Einkommens wehren und beginnen zu lügen. Ein Uebel, welches die Moralität einer Nation an der Wurzel angreift. Es folgt ein Gegenvorschlag Basilius': Wie wäre es, wenn jedes Haus des Kirchspiels, nach Verhältniß der Summe wie es in der Brandkasse tagirt ist, gewisse Procente jährlich zu diesem Bähufe abträge? Diesen Anteil müsste der Eigentümer bezahlen, die armen Mieter sollten befreit werden. Vorlängst schon ist darauf gedacht, die freywilligen Hagestolzen zur Mitleidenheit bey den bürgerlichen Abgaben zu ziehen; und nichts ist billiger als daß solche Mannspersonen, die wohl heyrathen könnten, aber aus eigennütziger Rücksicht auf sich selbst, sich allen Lasten einer bürgerlichen Gesellschaft entziehen, deren Schutz und Sicherheit sie mitgeniessen. Es ist eine eitele Ausflucht, wenn ein Mensch sagt, ich habe nicht so viel, eine Frau standesmässig zu ernähren! dies gelte natürlich nur für solche Junggesellen, die nicht zu jung und vermögend seien.