1787-02 Bode (Basilius): Reproche an Gebel (Johannes Seneca)

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Kommentar

Zusammenfassung und Transkript

Sie machen ein wichtiges Vorurtheil des gemeinen Mannes nahmhaft, nemlich den Misbrauch einer übelverstandenen Austerität der Bibel. Aber mit großer Behutsamkeit wird man diesem Vorurtheil entgegen gehen müssen, um mit den Auswüchsen der christl. Religiosität nicht auch schöne sichtbare Knospen zu vertilgen. In dieser Voraussetzung würde aus jenem Vorurtheil ein erheblicher Artikel für einen Volkscalender gewonnen werden können _ Uebrigens seyn Sie versichert, daß bloß ich weiß, wie sehr jeder Dichter von seinem Können abhängt. Aber Os. Veränderungen, selbst in Dingen, die noch so geringfügig scheinen, können eben so wenig von dem Können eines Bruders als von der Willkür eines Obern abhängen. Und Basilius hat eben so wenig die Erlaubniß, für sich Längen in Kürzen zu verwandeln, als ers schicklich findet, aus diser Veränderung einen Vorschlag in Deliberation zu machen; zumal die #gen sich ja nemlich halten lassen. In publicis m# deum sagt der dichter bey ähnlicher Gelegenheit.