1787-03 Bode (Basilius): Reproche an Lauhn (e Fabiis)

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Kommentar

Zusammenfassung und Transkript

Zu Din: Ich habe die Reflexion ## les Talens melitoris de Charles XII per ## II. nicht gelesen; und möchte auch nicht in Abrede seyn, daß der letzte nicht, besonders, als ihn die Erfahrung gelehrt hatte, was bey seiner Art zu ## heraus käme, sollte ein Vor#gehen, oder, wenn Sie wollen, in allem Ernste einmal daran gedacht haben, daß es doch auch seine Bestimmung sey, auf das Wohl seines Reichs zu denken. Aber kann die Aeusserung eines Gedankens des Friedens, den ununterbrochenen vieljährigen kriegerischen, ja barbarischen Handlungen eines Königs nur im Geringsten die Waage halten? Die späteren Nachkommen sollten wegen eines Gesprächs, das wir spät aus Hörensagen erfahren, das kaltblütige Metzeln, Morden, Sengen und Brennen eines Mannes vergessen, der Menschenblut, Menschenleben, Menschenrechte für Nichts achtete! Der so vile Tausende elend machte, ohne einen anern ersichtlichen Endzweck, als um als ein Held bewundert zu werden? Der wegen nicht mehr für ein blossen wilden barbarischen Krieger halten, weil er einmal an Geist und Liebe ermüdet, ein ruhiges Leben für wünschens Werth hielt? Bruder Fabii, Bruder Fabii! Haben Sie gespaßt; oder ist es ein Versuch Ihrer Profession? Gott bewahre die Welt, daß ihr nicht der Glaube aufgedrungen werde, Carl des XII Andenken verdiene in Ehren gehalten zu werden! Und Gott bewahre mich, daß ich in Zukunft nicht nöthig habe, meine Zeit zu verlieren über solche Meynungen mich heraus zu lassen.