1787-05 Bode (Basilius): Reproche an Rudorff (Ali)

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Kommentar

  • Bezug auf Bodes Reise nach Frankreich im Frühjahr 1787

Zusammenfassung und Transkript

Unser theuerster Br. Aemil, der mit Erlaubniß der erl. Obern eine Reise von einiger Dauer unternommen hat, übergab vor seiner Abreise Ihren letzten Brief an ihn, da er bey diesen Umständen Ihr Verlangen nicht wohl befriedigen konte den Obern, und diese haben mir denselben mitgetheilt, um die Antwort darauf desto eher an Sie zu befördern. _ Ich habe mit der herzlichsten Freude daraus ersehen, wie sehr thätig Sie sind, und auf jede Weise unser herrliches Institut für Ihre Untergebenen nützlich und fruchtbar zu machen. [...] Die Hefte, die Ihnen fehlen, können Sie jetzt, da Br. Aemil sie Ihnen nicht ## senden kann, von Br. Chrysostomus in Syrakus erhalten, wobey Sie sich wieder auf mich berufen können. Weiter: Ihre Bedenklichkeiten wegen der Verschiedenheit ##, die in den Charakteren Ihrer dortigen Brüder herrscht, und wegen des bey denselben regen Forschungsgeistes scheinen mir doch nicht von so großem Belang zu seyn, und werden Ihnen vielleicht selbst um desto eher schwinden, wenn Sie nur erwägen wollen, daß in der großen Welt alle diese Eigenschaften noch ungleich mehr stattfinden, und daß doch eben diese nicht nur das meiste, mannigfaltigste und wichtigste Gute erzeugen, sondern auch selbst das Leben eigentlich erst anziehend und unterhaltend machen. Die künftigen Zusammenkünfte in Picenz würden daher sehr angenehm verlaufen. Je mehr unsre Brüder fragen; um desto mehr Gelegenheit erhalten wir sie zu belehren [...] Weiter: Was den Ort der Versammlung betrifft, so denke ich, daß wenn dies nicht andere Localverhältnisse, die mir unbekannt sind, verbieten, die Abwechslung der Versammlungen in den verschiedenen Behausungen unserer Br. wohl das rathsamste wäre. Vielleicht wäre dies auch das beste Mittel, die Besorgnisse der Bbr. Castellio und Eccard völlig zu heben [...] Er (Basilius) könne sich nicht vorstellen, dass beide die Entdeckung der Minervalkirche dann noch fürchten könnten.