1787-05 Bode (Basilius): Reproche an Wahl (Castellio)

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Kommentar

Zusammenfassung und Transkript

,,Lasset uns Gutes thun und nicht müde werden`` Dieses, theurer Br., rufe ich Ihnen mit der heitren Gemüths Stimmung zu, die bey jedem edeln Mann, wenn er von guten Handlungen seiner Mitmenschen hört, so natürlich entsteht. Wahl solle weiter jede Gelegenheit nutzen, Gutes zu tun und sich sicher sein, dass er Orden seine Taten mit Beifall beobachte. Seine Berufspflichten gingen jedoch vor. Die Aufnahme Wurmbstädts [?] sei allerdings zweifelhaft. Weiter: In Ihrem letztlichen Schreiben vom Pharavardin hat Sie in meinen Augen gerechtfertigt, und ich freue mich, daß Sie es auch in den ihrigen sind. Br. Basilius ließt zwar nie mit übler Laune, aber er müßte sich für mehr als einen Menschen halten, wenn er nicht gerne gestehen sollte, daß er sich wohl habe irren können: indes vor Ihnen selbst hoffte er darüber gänzlich entschuldigt zu seyn, wenn Sie nur bedenken wollen, wie schmerzlich ihnen auch nur der Verdacht eines Mißverständnisses zwischen Männern seyn müste, die aus mehr als einem Grunde die brüderlichsten Gesinnungen gegen einander haben sollten. Vertrauen und Zusammenarbeit seinen unabdingbar für den Orden. Weiter: Zu der Anweisung, nichts aus den Heften des Os. auszuschreiben, wonach Br. Ali seine Ansprachen gehabt haben; vielleicht ist es ihm gar von seinen nächsten Obern, besonderer Umstände wegen, vorgeschrieben worden. Wahl wisse nun, dass er im Vertrauen alles fragen könne.