Carl Eberhard (Freiherr von) Wächter

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(1746 Stuttgart – 1825 Stuttgart) Luth. – Studium in Tübingen, 1773 Advokat in Stuttgart, 1774 Kanzlei- und Ehegerichtsadvokat, 1776 sachsen-meiningischer Kammerherr sowie Hof- und Legationsrat beim Reichstag zu Regensburg, 1777 sachsen-gothaischer Legationsrat, 1779 Erhebung in den Adelsstand,königlich dänischer Kammerherr, 1781–99 dänischer Gesandter in Frankfurt a. M., zugleich Gesandter beim schwäbischen Kreis und an den Höfen Kurpfalz und Württemberg, 1791 Gesandter und bevollmächtigter Minister in München, während der Revolution Gesandter in Paris, unterstützte die nach Deutschland geflohenen Mitglieder des französischen Königshauses, bis 1805 Vertreter der Reichsritterschaft am Hofe Napoleons, 1810 wegen seiner Beziehungen zum Hause Bourbon verbannt und bis 1816 in England, dann Rentier des Königs von Frankreich, Ritter vom Danebrog.

Wurde in Tübingen Freimaurer, (1772) Mitglied der Wetzlarer Loge „Joseph zu den drei Helmen“, 1774 Mitgründer und Stuhlmeister der Loge „Zu den drei Zedern“ in Stuttgart, 1774 Freimaurer der Strikten Observanz und 1777 Kanzler der VIII. Provinz = Oberdeutschland („a Ceraso“), Teilnehmer des Wilhelmsbader Konvents, verbreitete die Strikte Observanz in Italien.

Juni 1783 von Riedesel aufgenommen.

Bio: Eberhard Freiherr von Waechter: „Carl Eberhardt v. Waechter, ein württembergischer Diplomat“, in: Württembergische Vierteljahrshefte für Landesgeschichte N. F. 38 (1932), 342–59.

FM: Lenning (1863) III 445 f., Lenning (1900) II 520, Internationales Freimaurerlexikon (1932) 1663 f., KL 66 und 161, Ebertz 52, Dotzauer (1977) 59 A 29.

Ill: SK02 176, Riedesel: Bericht Juni 1783; vgl. Münter (1925) IV 70.