Conrad Ekhof

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Conrad Ekhof, Porträt von Anton Graff, 1774.

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Hans Conrad Dietrich Ekhof (auch Konrad Eckhof; * 12. August 1720 in Hamburg; † 16. Juni 1778 in Gotha) Schauspieler, führte den realistischen Darstellungsstil auf den deutschen Bühnen ein und wurde wegen seiner zahlreichen Verdienste um das deutsche Theater schon zu seinen Lebzeiten als „Vater der deutschen Schauspielkunst“ bezeichnet.

Unter seiner Prinzipalschaft vom Mai 1771 bis zum Oktober 1772 führte Ekhof seine Schauspieltruppe zunächst mit großem Erfolg nach Wetzlar, wo er auch auf den Gothaer Dichter Friedrich Wilhelm Gotter traf, der praktisch der Theaterdichter der Gruppe wurde. Danach ging die Gesellschaft auf Einladung Herzogin Anna Amalias hin an den Weimarer Hof, wo die Leitung wieder an Seyler überging. Ihrer Vermittlung war es wohl zu verdanken, dass Ekhof nach dem verheerendem Schloss- und Theaterbrand vom 6. Mai 1774, der seinem Engagement in Weimar ein abruptes Ende setzte, mit der Seylerschen Gesellschaft am Gothaer Hof in Dienst genommen wurde. Im selben Jahr noch gründete er, der nachweislich mindestens seit 1768 Freimaurer war, am 25. Juni 1774 in Gotha die Freimaurerloge „Kosmopolit”, die im September „Zum Rautenkranz” umbenannt wurde und der dann auch der Gothaer Herzog Ernst II. und dessen Bruder August angehörten.