Johann Georg Heinrich Feder

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Johann Georg Heinrich Feder, Gemälde von Johann Heinrich Tischbein dem Jüngeren, um 1772, Gleimhaus Halberstadt

Johann Georg Heinrich Feder (* 15. Mai 1740 in Schornweisach; † 22. Februar 1821 in Hannover) Luth. – Studium der Philosophie uud Theologie in Erlangen, danach Hauslehrer, 1765 Dr. phil. und Prof. für Logik und Metaphysik in Coburg, 1768 ordentlicher Prof. der Philosophie in Göttingen, 1782 kurbraunschweigischer Hofrat, 1796 Direktor des Georgianums in Hannover, 1802 Hofbibliothekar in Hannover, 1816 Ritter des Guelphenordens und Direktor der Hofschule, 1819 Geheimer Justizrat, 1820 Dr. jur. Mitarbeiter des „Teutschen Merkurs“, 1788–91 mit Meiners Herausgeber der „Philosophischen Bibliothek“, Gegner Kants, einer der einflußreichsten „Popularphilosophen“ der Zeit, Vertreter einer zum Deismus neigenden Moraltheologie. 1808 Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Dez. 1782 Mitglied und Redner der Göttinger Loge „Augusta zu den drei Flammen“ mit sofortiger Beförderung in den Meistergrad, 1811 im „Engbund“, Mitarbeiter am Bund der deutschen Freimaurer sowie am Bund der Einverstandenen.

Frühjahr 1782 Minerval (von Ditfurth aufgenommen), Aug. 1782 Illuminatus dirigens, (Okt.) 1782 Presbyter, 1784 Princeps, dann Philosophengrad und Präfekt in Göttingen, Nachfolger Ditfurths als Inspektor von ??.

Bio: ADB/NDB.

FM: Lenning (1863), I 236.

Ill: Koppe an Knigge (?), 30. 8. 1782, Feder an Weishaupt, 30. 10. 1782, Stolberg-Roßla an Ernst v. Gotha, 17. 4. 1784, Stolberg-Roßla an Weishaupt, 25. 8. 1784, Feder 141–54, SK10, Lanz, Chalgrin, 2W, Ordensnämen, Specification, KS, Schröder, 3WK, KM, Hazelius, Dülmen (1975), Kreutz (1992), 148.


Werke

  • Grundriß der philosophischen Wissenschaften nebst der nötigen Geschichte zum Gebrauch seiner Zuhörer. Johann Carl Findeisen, Coburg 1767, 2. Auflage Koburg 1769
  • Lehrbuch der praktischen Philosophie. 4. Auflage Dieterich, Göttingen 1776 (Digitalisat)
  • Untersuchungen über den menschlichen Willen. 2. Auflage, Lemgo 1785-1792, 4 Bde.
  • Über Raum und Kausalität. 1787
  • Feders Leben, Natur und Grundsätze. Autobiographie, hrsg. von Karl August Ludwig Feder. Leipzig 1825

Dokumente in dieser Datenbank

Literatur

  • Arthur Richter: Feder, Johann Georg Heinrich. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 6, Duncker & Humblot, Leipzig 1877, S. 595–597.
  • Kurt Müller: Feder, Johann Georg Heinrich. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 5, Duncker & Humblot, Berlin 1961, ISBN 3-428-00186-9, S. 41 f. (Digitalisat).
  • Heinrich Wilhelm Rotermund: Das Gelehrte Hannover oder Lexikon von Schriftstellern und Schriftstellerinnen, gelehrten Geschäftsmännern und Künstlern, die seit der Reformation in und außerhalb der sämtlichen zum Königreich Hannover gehörigen Provinzen gelebt haben und noch leben, aus den glaubwürdigsten Schriftstellern zusammengetragen, Bd. 2, Bremen 1823, S. 22ff.
  • Klaus Mlynek: FEDER, Johann Georg Heinrich, in: Hannoversches Biographisches Lexikon, S. 115; Google Books
  • Klaus Mlynek: Feder, Johann Georg Heinrich, in: Stadtlexikon Hannover, S. 175