Joseph von Utzschneider

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Joseph von Utzschneider, Münchner Bürgermeister, Förderer Frauenhofers

(1763 Rieden [Obb.] – 1840 München) Kath. – 1778 Absolvent des Münchner Gymnasiums, anschließend bis 1780 Studium am Marianum in München, Geheimschreiber und Gutsverwalter der Herzogin Maria Anna, 1779 in deren Auftrag im Vorfeld des Teschener Friedens auf geheimer Mission nach Berlin, dann Studium in Ingolstadt, 1783 Dr. phil. und Repetitor an der Militärakademie München, Verwalter des Staatsguts Schwaiganger, 1784 Hofkammerrat u. bis 1798 Salinenadministrator in Berchtesgaden, 1799 Direktor der Generallandesdirektion und Geheimer Referendar im Finanzministerium, 1801 Entlassung als „Jakobiner“, daraufhin Landwirt und Unternehmer, 1807–14 Geheimer Finanzreferendar und Salinenadministrator, 1813 Erhebung in den Adelsstand, dann Kauf des ehemaligen Klosters Benediktbeuren und dort Einrichtung von Fraunhofers optischer Werkstatt, 1818 Erster Bürgermeister in München.

Mitglied der Münchner Loge „St. Theodor vom guten Rat“.

Mitglied der Ingolstädter MK, Aug. 1783 Austritt aus dem Orden, dann gemeinsam mit Cosandey, Grünberger u. Renner Verfasser antiilluminatischer Schriften.

Bio: ADB, Leitschuh.

FM: Beyer 430.

Ill: Lanz, Scharl, Lingg, OZ, 2W, Specification, Beyer 419, 3WK, VG 332, KM, Hazelius, Dülmen.