Otto Heinrich Reichsfreiherr von Gemmingen-Hornberg

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(1755 Heilbronn – 1836 Heidelberg) Ref., 1777 kath. – Gutsherr auf Hofenheim, Ittlingen usw., 1775 Wirklicher kurpfälzischer Hofkammerrat in Mannheim, 1776 Mitglied der Kurpfälzischen Deutschen Gesellschaft, 1782/83 Herausgeber der Zeitschrift „Der Weltmann“ in Wien, 1797–1801 badischer Gesandter in Wien, danach auf seinen Gütern, zuletzt badischer Geheimer Rat in Heidelberg. Jurist und Verfasser staatswissenschaftlicher Schriften, Theaterdichter und Dramaturg, Herausgeber der „Mannheimer Dramaturgie“ und der „Wiener Ephemeriden“ (1786) sowie weiterer Schriften.

1781 Mitglied und Meister vom Stuhl der Wiener Loge „Zur Beständigkeit“, 1782 Affiliation durch die Loge „Zur gekrönten Hoffnung“, 1783 Gründungsmeister der Loge „Zur Wohltätigkeit“, 1784 Sekretär der Provinzialloge von Österreich, 1786 Mitglied der Wiener Loge „Zur neugekrönten Hoffnung“, Besucher der Loge „Zur wahren Eintracht“, mit dem Namen „a Galea alemanica“ Mitglied der Strikten Observanz, später führendes Mitglied der „Asiatischen Brüder“.

Feb. 1782 von Kolborn vorgeschlagen, Juli 1784 Priester.

Bio: ADB/NDB; vgl. Münter (1925) II 111 f.

FM: Dotzauer (1977) 20, Reinhold (1983) I 18 A 18, Jacob Katz: "Der Orden der Asiatischen Brüder", in: Helmut Reinalter (Hg.): Freimaurer und Geheimbünde im 18. Jahrhundert in Mitteleuropa, Frankfurt, 1983, 240-282, hier: 247, Irmen (1994) 352, Heinz Schuler: „Die Mozart-Loge „Zur Wohltätigkeit“ im Orient von Wien 1783 bis 1785. Entwicklung und Mitgliderbestend“, in: Genealogisches Jahrbuch 32, Neustadt./Aisch 1992, 5–52., 23f.

Ill: Gemmingen an Weishaupt, 11. 7. 1782, Kolborn an Weishaupt, 5. 2. 1784, NOS I 74, Schröder, KM, Hazelius.