Peggy Pawlowski:„...sich begnügen, im Geheimen für das Gute zu wirken“. Der Beitrag Johann Adam Weishaupts zur Pädagogik des Illuminatismus (Appendix)

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Appendix

Tabellen und Übersichten

1. Chronologische und thematische Übersicht der Schriften Johann Adam Weishaupts

2. Entwicklungsstufen des Gradsystems

Die folgende Übersicht zeichnet die wesentlichen Entwicklungslinien des illuminatischen Gradsystems von seinen Anfängen bis hin zu Weishaupts Überlegungen in seiner Schrift Verbessertes System der Illuminaten nach. Die hieraus ersichtlichen Veränderungen, Verbesserungen und Neuausrichtungen sind ein deutliches Indiz dafür, daß eine umfassende und endgültige Form für den Ausbildungsgang der Illuminaten bis zur offiziellen Aufhebung nicht gefunden wurde. Die ausgewählten Beispiele zeigen, daß mit der Expansion des Ordens zunächst die Anzahl der Grade vermehrt wurden und nachdem eine verbindliche Grundstruktur gefunden war, eine weitere Differenzierung und Variierung erfolgte. Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ihr Anliegen ist es, die wesentlichen Entwicklungsstufen des Gradsystems aufzuzeigen.

I. Weishaupt in einem Brief an Zwackh vom 25. 2.1778 in: Markner/ Schüttler, Korrespondenz Generelle Unterteilung für alle Klassen

1. Ceremonien,

2. Statuten,

3. Allegorie,

4. Mysterien

II. Notiz auf einem Quartblatt von Zwackh 13. 3. 1778 in: Markner/ Schüttler, Korrespondenz 1. Insinuati 2. Wirkliche Mitglieder 3. Oberste Cohorte des Spartacus III. Gemeinschaftlicher Schluß des Areopagus 1781 in: Markner/ Schüttler, Korrespondenz

1. Kleine Mysterien

Novize

Minerval

Illuminatus minor

Illuminatus maior

Scientifischer Grad

2. Große Mysterien

(Abteilungen sind noch zu bestimmen) IV. Adolph Freiherr von Knigge in Anlehnung an die Freimaurerei1. Brief von Knigge an Weishaupt. 19./ 20. 9. 1781 in: Markner/ Schüttler, Korrespondenz

{A Vorbereitungs-Aufsatz

{ I Noviciat

{ II Minerval-Grad

{A Freymaurer-System der untern drey Grade

{III dirigierender Minerval

{ IV Illum minor

{ V Illum. major.

2. Brief von Knigge an Weishaupt Winter 1782/ 83 in: Markner/ Schüttler, Korrespondenz

{ 1, Novize

Ist Classe { 2, Minerval

{ 3, dirigierender Minerval, Magistrat p

Darauf müßte man Freymaurer werden

IIt Classe { 1, Schottischer Lehrling

kleiner { 2, Geselle

Illuminat { 3, Schottischer Meister

IIIt Classe { 1, Mitregent, Consultor, der Provincial Instruction, nach

vorhergegangener Prüfung, gelesen hat

{ 2, Provincial, und der die geheimen Instructionen gelesen hat,

Großer Illuminat

{ 3, Vollkommener Mensch, dem man dreist alles geistliche und

weltliche Regiment anvertrauen kann National, General

V. Johann Adam Weishaupt an die Münchener Areopagiten, Ingolstadt, 15. 3. 1782

in: Markner/ Schüttler, Korrespondenz

1. Novitiat. Bleibt beynahe ganz.

2. Jung und Minerval werden in einen Grad zusammengeworfen.

3. Kleiner Illuminat und Gesell. Ebenfalls.

4. Meister und grosser Illuminat similiter.

5. Ill. dirigens und Baumeister Architect similiter.

Die schottische Reiterey gefällt mir nicht.

Tandem Mysteria, die gewiß der Mühe werth sind.

VI. Brief von Knigge an Zwackh, [Heidelberg] 20. 1.1783 in: Markner/ Schüttler, Korrespondenz

Vorbereitungsaufsatz

Noviziat

Minervalis

Illuminatus minor

Einweihung eines Magistrats

1. Symbolische [Freimaurerei]

2.Schottische [Freimaurerei]

1. Kleine [Mysterien]

f a. Lehrling. A. Ritualbuch.

b. Gesell.

c. Meister B. Constitutionsbuch

A.   Illum. maj. oder Schottischer Noviz.

B.   Illum. dir. oder Schottischer Ritter

A. Presbyt

B. Princeps

2. Grosse [Mysterien]

A. Magus

B. Rex

VII. Grolman, Spartacus und Philo, S. 8fErste Klasse: Minervalen

a. Novize

b. Minerval

c. Minervalis illuminatus oder Illuminatus minor

Zweyte Klasse: Freymaurer

a. Lehrling

b. Geselle

c. Meister

Dritte Klasse: Mysterienklasse

a. Illuminatus maior, oder Schottischer Noviz

b. Illuminatus dirigens, oder Schottischer Ritter

Die höhern Mysterien bestehen in einem

a. Priestergrad; wobey die eigentlichen Priester, als Vorsteher der wissenschaftlichen Sätze, von den Magis oder höhern speculativischen Köpfen unterschieden und also bereits zwey Abtheilungen in diesem Grad vorausgesetzt wurden

b. Regentengrad; damals noch ohne weitere Abtheilung, welche erst nachher dazu kam

VIII. Gädicke, Freimaurer-Lexikon, S. 273Erste Classe. Pflanzschule

a. Vorbereitungsaufsätze

b. Noviziat

c. Minervalis

d. Illuminatus minor

e. Einweihung eines Magistrats

Zweite Classe. Freimaurerei

I. Symbolische

a. Ritualbuch der Lehrlinge, der Gesellen und Meister

b. Constitutionsbuch

II. Schottische

a. Illuminatus maior oder Schottischer Novize

b. Illuminatus dirigens oder Schottischer Ritter

Dritte Classe. Mysterien

I. Kleine

a. Presbyter oder der Priestergrad

b. Princeps oder der Regentengrad

II. Große

a. Magus

b. Rex

IX. LeForestier, Les Illuminés, S. 250

Cahier préparartoire

Noviciat

Ire Classe: Pépinière Minerval

Illuminatus minor

Consécration des Magistrats

a) Symbolique A) Rituel Apprenti

Compagnon

IIe Classe: Franc-Maconnerie Maître

B) Code maconnique

b) Ecossaise Illuminatus maior/ Novice Ecossais

Illuminatus dirigens/ Chevalier Ecossais

a) petits Mystères Prêtre

IIIe Classe: Mystères Prince

b) grands Mystères Mage

Roi

X. Neugebauer-Wölk, Esoterische Bünde, S. 34

Novize

I. Vorbereitungsklasse Minerval

Kleiner Illuminat

englische Maurerei

Lehrling

Geselle

II. Freimaurerei Meister

Hochgrade

Großer Illuminat

Dirigierender Illuminat

kleine Mysterien

Priester

Regent

III. Mysterien große Mysterien

Magus

Docet

XI. Schüttler, Illuminatengrade (Typoskript)

I. Klasse – Vorbereitungsklasse

1. Novize

2.a Minerval

2.b Minervalis dirigens

3. Illuminatus minor

II. Klasse – Freimaurerei

1. Lehrling – Geselle – Meister

2. Illuminatus maior oder Schottischer Novize

3. Illuminatus dirigens oder Schottischer Ritter

III. Klasse – Mysterien

Kleine

1. Presbyter oder Priester

2. Regent oder Princeps

Große

1. Magus oder Philosophus

2. Rex oder Docet

XII. Weishaupt, Verbessertes System1.     Unterricht für die Mitglieder des ersten Grades

2.     Classe – Philosophie des Glücks und der Weltleute

3.     Classe – ars semper gaudendi

4.     Classe – Philosophie des Unglücks

5.     Classe – Entwicklung des menschlichen Geschlechts; Gang der Welt

6.     Classe – Mein System über den Idealismus

7.     Classe – Unterricht für die Aufnehmer und Manuductoren

8.     Classe – Weitere Instructionen der Manuductoren zur Bildung und

Leitung ihrer Mitglieder.

9.     Allgemeiner Unterricht über die Ordenskonstitution

10. Unterricht für alle Mitglieder, welche zu theosophischen Schwärmereyen

geneigt sind

4. Übersicht der in der Schwedenkiste verzeichneten quibus licet und Reprochen

Zum besseren Nachvollzug der Ausführungen in Kapitel V, 2 wurde eine um die Klarnamen der Mitglieder ergänzte Transkription der Aufstellung zu den quibus licet und Reprochen aus Schwedenkiste Band XI und XII übernommen. Darin ist ebenfalls die Anzahl der erhaltenen quibus licet der Mitglieder aus Bodes Verantwortungsbereich enthalten, die einen Anhalt für die Regsamkeit der jeweiligen Persönlichkeit bietet.

5. Das Themenspektrum illuminatischer pensa

Mit der Übernahme der in der Schwedenkiste befindlichen Übersichten zu den Aufsätzen und Abhandlungen der Mitglieder soll die Bandbreite der von ihnen bearbeiteten Themen illustriert werden. Es wurde eine Transskription der von Lerp erarbeiteten Übersichten aus SK XIII, XIV und XVI vorgenommen, wobei Dokumente, die vor der Illuminatentätigkeit datieren und zur Gothaer Freimaurerloge Ernst zum Kompaß gehören, ausgespart wurden. Zum besseren Verständnis wurden die häufig in Abkürzung aufgenommenen Titel um die jeweiligen Wortbestandteile ergänzt. An die Übersichten schließt sich eine Passage aus Weishaupts Schrift Vollständige Geschichte der Verfolgung der Illuminaten in Baiern an, in welcher der Ordensgründer zur Rechtfertigung seiner Ordensaktivitäten mögliche Themen zur Erörterung vorschlägt. Auch sie gibt Aufschluß über die Vielfalt der Sujets, mit denen sich ein Mitglied auseinandersetzen konnte.

Beylage zu Lit. A.

Folgende Beylage wird noch näher dazu dienen, den Geist des Illuminaten-Systems, in so weit es Aufklärung zu befördern suchte, aufzudecken: das Publikum wird daraus sehen, ob diese so verfolgten Männer sich mit Frivolitäten, oder mit Realitäten beschäftiget haben.

Es war gewöhnlich, jedem Mitgliede bey seinem Eintritt eine literarische Aufgabe nach Verhältniß seiner Fähigkeiten zu geben; so wie auch über dieß von Zeit zu Zeit besondere Preisfragen aufzuwerfen.

Aus einer grossen Zahl derselben liefere ich folgende als Beyspiele der übrigen. Sie betreffen theils geheime Gesellschaften überhaupt. Die Illuminaten wollten keine Gläublinge ihres Systems, wollten Leute, die selbst über das, was sie sahen, nachdenken, und nur eigner Ueberzeugung folgen sollten – theils Philosophie des Menschen überhaupt, theils die Sittenlehre insbesondere, theils endlich einzelne Wissenschaften, je nachdem eines der Mitglieder sich mehr darauf gelegt, oder eine besondere Stärke darin zu besitzen geglaubt wurde.

  1. In wie fern kann die Freyheit so oder anders zu handeln, in geheimen Gesellschaften eingeschränkt werden? (136)
  2. Von dem Nuzen, der Macht der Zeremonien auf menschliche Gemüther.
  3. Von der Nothwendigkeit der langsamen und stufenweisen Beförderung in geheimen Gesellschaften.
  4. Vom Reiz des Verborgenen.
  5. Von der Nothwendigkeit der Subordination in geheimen Gesellschaften.
  6. Welche Gegenstände verdienen, daß sich die Menschen genauer, und enger verbinden, und was können auf solche Art verbundene Menschen gutes, nuzbares, der Menschheit vortheilhaftes stiften, und zuwege bringen?
  7. Kann es Wahrheiten geben, welche, wenn sie allgemein wären, für das menschliche Geschlecht schädlich wären? Welche sind eigentlich solche? Liegt aber auch dem menschlichen Geschlecht daran, daß solche doch noch unter einigen Menschen aufbehalten, fortgepflanzt, und danach gehandelt werde?
  8. Warum verfallen so viele Gesellschaften so frühzeitig, wenn sie gleich die besten Endzweke haben? Was muß man beachten, um eine dauerhafte und gründliche Gesellschaft zu formiren?
  9. Machet die bürgerliche Gesellschaft alle weitere engere Verbindung überflüßig und strafbar? (137)
  10. Was ist besser, in eine geheime Gesellschaft junge Leute, oder gestandene Männer aufzunehmen?
  11. Wie kann ich erkennen, ob eine Gesellschaft, die sich geheim hält, einen großen, wichtigen oder unbedeutenden Zwek sich vorgesezt hat?
  12. Warum hat man sich bey den Alten geheimen Verbindungen nicht so sehr widersezt, als in heutigen Zeiten?
  13. Welche geheime Verbindungen sind uns von den Alten bekannt? Welches mag die Absicht dieser Verbindungen gewesen seyn?
  14. Erhält der Mensch in der bürgerlichen Gesellschaft schon alles, was er zu seiner Glükseligkeit nöthig hat? Könnte man nicht sagen, daß geheime Gesellschaften den bürgerlichen zu Hülfe kommen? Welche Dinge brauchen in der bürgerlichen Gesellschaft einer weitern Anstalt wozu sie selber zu schwach ist?
  15. In wie ferne kann ein vernünftiger Mensch in eine geheime Gesellschaft treten, deren Endzweck und Einrichtung ihm unbekannt ist? Was kann einen solchen Schritt rechtfertigen?
  16. Was ist einer moralischen, und zum Theil gelehrten Gesellschaft zuträglicher, verborgen zu bleiben, oder öffentlich zu glänzen, und öffentlich ihren Zweck zu bearbeiten? (138)
  17. Welche Kennzeichen gibt es, zu bestimmen, ob diese oder jene Gesellschaft von Wichtigkeit sey, und sich mit großen, ernsthaften Gegenständen beschäftige?
  18. Was mag wohl die Ursache von dem heut zu Tage unter Freymaurern so sehr herrschenden Hang zur Magie, Theosophie, und Allchymie seyn?
  19. Läßt sich von dem Hang der heutigen Freymaurer zur Magie, Theosophie, und Allchymie, wenn er befriedigt würde, ein heilsames Resultat für die Menschheit, oder auch einzelne Glieder hoffen?
  20. Würde Allchymie der Menschheit mehr schaden, als nüzen?
  21. Wie wäre der herrschende Hang, und Wahn der heutigen Freymaurer zur Magie, Theosophie, und Allchymie zu heilen?
  22. Sind geheime Verbindungen unter den Menschen nothwendig, oder nur ausnehmend nüzlich; und wenn sie dieses sind, auf was für Grundsäzen muß ihre Stiftung, und Ausbreitung beruhen, damit ihnen niemahl der Vorwurf mit Recht soll gemacht werden können, wie er fast allen Orden, Secten, Religionen gemacht wird, daß sie die Menschen trennen, und gemeinnüzig zu seyn aufhören.
  23. Warum sind Verstand, und Herzens Güte so selten miteinander verknüpft? (139)
  24. Aus welchen Gesichtspunkten betrachtet sind geheime Gesellschaften zuläßig, nüzlich, nothwendig, und aus welchen sind sie rechtmäßig verboten, schädlich, entbehrlich?
  25. Von der Glückseligkeit der Armen, eine Rede.
  26. Von der Zufriedenheit mit seinem Stand, und Schicksal.
  27. Woher entsteht die Verschwendung? Wie ist selbiger vorzukommen, welche Mittel gibt es, einen Verschwender wieder zu Recht zu bringen?
  28. Welche Politik mit dem Charakter eines ehrlichen Mannes bestehen könne?
  29. Was ist das Glück, und kann dasselbe ohne Zwang über sich selbst bestehn?
  30. Welches sind die Vortheile einer klugen Häuslichkeit, und welche sind die Mittel, reiche, und arme Verschwender zu verbessern?
  31. Welche Mittel der Kandidat anwenden würde, einen den Ausschweifungen mit dem weiblichen Geschlecht ergebenen Menschen zurükzuführen?
  32. Welche Mittel der Kandidat angeben würde, einen Ehrgeizigen zu den ächten Schranken der Selbstliebe zurükzuführen? (140)
  33. Welche sind die Gränzen von Zurückhaltung, und Politik, damit sie nicht in Falschheit, und Kabale ausarten?
  34. Durch welche Mittel könnte am züglichsten moralische Kultur in einem Lande, z.B. in Bayern befördert werden? Und welche waren bisher die Hindernisse des weiteren Fortschrittes derselben?
  35. Welchen Vortheil gewährt dem Menschen das Studium der Moral?
  36. Ein Versuch, dem Menschen anschaulich zu beweisen, das Tugend sich selbst belohne.
  37. Worin bestehen die Reize der Tugend, und worin die Reize des Lasters; wie sind diese zu mindern und zu schwächen, und jene zu mehren und zu stärken?
  38. Vom Einfluß der Naturgeschichte auf Moral.
  39. Woher haben die ersten Menschen das erste Feuer genommen? Was hat sie zu dieser Art, dasselbe zu erfinden, verleitet? Durch welche Mittel haben sie solches erhalten?
  40. Wie war der physische Zustand, wie der sittliche des menschlichen Geschlechts vor der Erfindung des Feuers beschaffen? Welche Erfindungen und Revolutionen haben zur stufenweisen Vervollkommnung am meisten beygetragen?(141)
  41. Welche Kunst, oder welches Handwerk war dem Menschengeschlechte in seinem ersten Zustand das unentbehrlichste? Auf welche sind die Menschen am ersten verfallen? Welche waren die Ideen, die sie darauf gebracht? Die Mittel, die sie dazu gewählet?
  42. Abhandlung über die Schwäche des natürlichen, und über die Stärke des in Gesellschaft lebenden Menschen.
  43. Ob die Befreyung von Vorurtheilen zur Besserung des menschlichen Herzens immer beytrage? Wann sie schädlich seyn könne?
  44. Welche Mittel der Kandidat anwenden würde, als Hofmarksherr seine Unterthanen, und durch sie sich selbst glückich zu machen?
  45. Welches sind die Gränzen zwischen Urtheilungskraft und Empfindung?
  46. Was ist der Beobachtungsgeist, und welche Mittel gibt es die Menschen zum Beobachten zu gewöhnen?
  47. Welche Mittel giebt es, die herrschende Leidenschaft eines Menschen zu erforschen?
  48. Wie sind Reiche und Vornehme geselliger zu machen?
  49. Welches unter den vielen Büchern, die über die Erziehung geschrieben wurden, ist sowohl in (142) Ansehung der moralischen, als physischen Erziehung das beste, und brauchbarste, und warum? Was ist in Rousseaus Emile, und Feders Anti-Emile lobens- und tadelnswürdig?
  50. Was für einen Nuzen könnte die Naturgeschichte des Vaterlands im allgemeinen und besondern haben, und was für Folgen liessen sich aus der mineralogischen Geographie desselben ziehn?
  51. Welchen Ursprung haben die Wappen, und die eigenen Namen?
  52. In welchem Verhältniß müssen Religion und Staatsverfassung stehen, daß keine der andern schade, und jede das allgemeine Beste hervorbringe?
  53. Welchen Nuzen kann der Staat aus der Kenntniß der vaterländischen geistlichen Geschichte ziehen?
  54. In welchem Verhältniß muß die Militair-Macht mit der Zivil-Macht stehen, damit der Nuzen des Staates daraus entspringe?
  55. War die Erfindung des Pulvers in Rücksicht auf die Kriegskunst der Menschheit nüzlich oder schädlich? (143)
  56. Welche Mittel der Kandidat anwenden würde, damit in Baiern die Handlung den möglichsten Grad des Flores erreichen würde?
  57. Wie wird im Kommerze der Umlauf des Geldes am leichtesten, und am stärksten befördert?


Weishaupt, Vollständige Geschichte der Verfolgung, S. 135 – 143

Auswahl von zur Selbstbildung der Ordensmitglieder empfohlener Lektüre

Die angeleitete Lektüre gehörte zu den wichtigsten pädagogischen Maßnahmen der Illuminaten. Innerhalb der Ordenskorrespondenz stößt man immer wieder auf Hinweise zu Schriften, die zur Beförderung der Geistesbildung sowohl der Adepten als auch der Oberen geeignet schienen. Empfehlungen wurden jedoch nicht systematisch gegeben, sondern entsprangen häufig den Vorlieben Weishaupts. Einzig im Novizengrad existierte eine Leseliste, die als erster Versuch zu einem illuminatischen Lektürekanon angesehen werden kann. Um einen Eindruck von der Bandbreite der empfohlenen Schriften zu erhalten, wurden sowohl das Lektürepensum der Novizen als auch Schriften, die in der Ordenskorrespondenz vorgeschlagen wurden, aufgenommen. "Lektürekanon" für das illuminatische NoviziatSeneca Plato Cicero

Isocrates Antoninus Epictet

Abbt Vom Verdienste

Meiners philosophische Schriften Wieland

Bücher, die reich sind an Bildern und moralischen Maximen

aus: "Instructio pro Insinuantibus s. Recipientibus" in: Faber, Ächter Illuminat, S. 22

Schriften, die innerhalb der illuminatischen Korrespondenz zur Lektüre anempfohlen wurden

Thematik Autor Titel der Schrift
Philosophie Abbt, Thomas Vom Verdienste
Basedow, Johann Bernhard Practische Philosophie für alle Stände
Bellegarde,

Jean Baptiste Morvan de

Reflexions sur le ridicule

Reflexions sur ce, qui peut plaire ou déplaire dans le commerce du monde

Feder, Johann Georg Heinrich Lehrbuch der praktischen Philosophie

Logik und Metaphysik: nebst der Philosophischen Geschichte im Grundrisse

Fenelon, François de Salignac de La Mothe Abregé des vies des anciens philosophes. Avec un recueil de leurs plus belles
Ferguson, Adam Institutes of Moral Philosophie
Gracián, Baltasar Oráculo manual y arte de prudencia
Helvetius, Claude Adrien De l'esprit
d´Holbach, Paul Thiry La Morale universelle ou les devoirs de l'homme fondes sur sa nature
Montaigne, Michel de Essais
Plato Werke
Pope, Alexander Essay on Man
Saint Martin, LouisClaude de Des erreurs et de la verité
Steinbart, Gotthilf Samuel System der reinen Philosophie oder Glückseligkeitslehre des Christenthums: für die Bedürfnisse seiner aufgeklärten Landsleute und andrer die nach Weisheit fragen eingerichtet
Tiedemann, Dietrich Griechenlands erste Philosophen
Erziehung Basedow, Johann Bernhard Das Elementarbuch für die Jugend und für ihre Eltern und Freunde in gesitteten Stän­den
Helvétius, Claude Adrien De l´homme, de ses facultés et de son éducation
d´Holbach, Paul Thiry Système social
LeNoble, Eustache L'école du monde ou instruction d'un père à un fils, touchant la manière dont il faut vivre dans le monde
Lessing, Gotthold Ephraim Ernst und Falk
Menschenkenntnis Abbadie, Jacques L'art de connoitre soy- même
Bellegarde,Jean

Baptiste Morvan de

L'art de connoitre les hommes

Reflexions sur les Coutumes de notre siecle

LaChambre L'art de connoitre les hommes
LaChambre, Marin Cureau de Charactères et Passions
Politik Eckartshausen, Carl von Das Vorurtheil über den Stand und die Geburt.
  Gracián, Baltasar L´homme de cour
  d´Holbach, Paul Thiry La politique naturelle

Système social

  Hume, David Political Essays
  Machiavelli, Niccolo Unterhaltungen über den Livius
  Tacitus, C. Cornelius Annales
Varga, Alphonsus de Relatio de stratagematis & sophismatis Pol[itic]is
Ökonomie Genovesi, Antonio Lezioni di commercio o sia di economia civile
Smith, Adam Untersuchung der Natur und Ursachen von Nationalreichthümern
Stewart, James An inquiry into the principles of political economy
Sonnenfels, Joseph von Grundsätze der Polizei-Handlung und Finanzwissenschaft
Geschichte LeBret, Johann Friedrich Staatsgeschichte der Republik Venedig

Pragmatische Geschichte der so berufenene Bulle in Coena Domini und ihren fürchterlichen Folgen für den Staat und die Kirche

Bower, Archibald The History of the Popes
Campanella, Tomaso De Monarchia ispanica
Fleury, Claude Histoire du droit françois
Giannone, Pietro Istoria civile del regno di Napoli
Hume, David The History of England
Mariana, Juan de Historia general de España
Murr,

Christoph Gottlieb von

Abbildungen der Gemälde und Alterthümer, welche seit 1738 sowohl in der ver­schütteten Stadt Herkulanum, als auch in den umliegenden Gegenden an das Licht gebracht worden, nebst ihrer Er­klärung
Plutarch Vitae
Prevost, d'Exiles,

Antoine Francois

Histoires générale des voyages ou nouvelle collction des toutes les relations de voyages par mer et par terre
Quiccardini Istoria d'Italia
Robertson, William The History of Scotland
Sarpi, Paolo Fra La Repubblica di Venezia
Thou, Jacques Augustre de (Thuanus) Histoire universelle
Naturlehre d'Holbach, Paul Thiry Des systèmes de la nature ou des lois du monde physique et du monde moral
Robinet, Jean Baptiste De la nature
Literatur Quintus Horatius Flaccus Opera omnia
Sterne, Lawrence Tristram Shandy
Vergil Aeneis
Wieland, Christoph Martin Agathon
Religion/ Kirchenlehre Guetmann, Aegidius Offenbarung Göttlicher Mayestat, darinnen angezeygt wird, wie Gott der Herr anfänglich sich allen seinen Geschöpfen mit Worten und Werken geoffenbart
Saint Martin,

Louis-Claude de

Tableau naturel des rapports qui existent entre Dieu, l'homme et l'univers
Mysterienlehren Boulanger,

Nicolas-Antoine

L'Antiquité devoilée par ses Usages
Campanella, Tomaso De sensu rerum et magia libri
  Meiners, Christoph Vermischte philosophische Schriften
  DellaPorta, Giambattista Coelestis physiognomoniae libri sex [...] in quibus etiam Astro­logia refellitur

Texte und Materialien

Materialien zur Menschenkenntnis und -führung

Der im folgenden aufgeführte aus zwei Teilen bestehende Fragebogen zur Erfassung des Charakters eines aufzunehmenden Illuminatus maior Beylage B und C verweist deutlich darauf, welchen ethisch-moralischen Anforderungen Selbst- und Menschenkenntnis im Illuminatenorden genüge zu leisten hatten. Der Fragebogen diente der Erfassung des Ist-Zustands eines Adepten im Hinblick auf Verhalten, Sittlichkeit und soziale Umstände. Dieser bedeutsamen Passage wurde eine weitere zentrale Stelle aus den Instruktionen für Obere dieses Grades beigegeben. In ihr finden sich Direktiven zur Menschenführung. Die ebenfalls aufgenommenen Anweisungen zum Unterricht brauchbarer Mitarbeiter gaben dem Oberen eine Orientierung für die Ausübung praktischer Menschenkenntnis. Eine im weitesten Sinne theoretische Fundierung der dadurch möglichen Erkenntnisse erfolgte jedoch erst später im Regentengrad, dem der dritte Auszug über Unterricht und Bildung entstammt.

Beylage B.

Fragepunkte, nach welchen der Charakter eines in diesen Grad Aufzunehmenden geprüft wird.

I.              Seine Person.

1)        Wie ist sein Name?

2)        Sein Alter, Tag seiner Geburt?

3)        Sein Vaterland? der Ort?

4)        Seine Figur? Mager, fett, oder ins Mittel? Schlank oder unförmlich? Hat er Gebrechen? (151) und welche? Einäugig, taub, stammelnd, krumm, hinkend, hökkerig, schief, schielend?

5)        Physiognomie. Das Gesicht an Farbe, stark oder schwach gefärbt? Bleich, schwarz, blond, gelblich bräunlich? Der Blik scharf, eindringend, matt, geradehin, schmachtend, verliebt, stolz, funkelnd, niedergeschlagen? Schaut er im Sprechen den Leuten starr, froh, anhaltend in die Augen, oder weicht er zurük? Kann seinen scharfen Blik ertragen, oder sieht tükkisch nebenher, oder offen, frey, heiter oder finster, tiefsinnig oder herumschweifend, leer, freundlich oder ernsthaft, oder in die Höhe gerichtet? Liegen ihm die Augen tief im Kopf, oder sind sie erhöhet? Wie ist übrigens seine Physiognomie? Wie, läßt er sich aufziehen? Verrichtet er ihre Geschäfte unentgeltlich, schmeichelt er auch ihren Angehörigen? Domestiquen? Leiht er ihnen Geld? Läßt er sich sogar von Domestiquen wider seinen Stand behandeln, um etwas von der Herrschaft zu erlangen? Oder zu einem Schmauß gebeten zu werden? Schleppt er ihnen zu? Hasset er die, denen die Herrschaft nicht wohl will? Begegnet er ihnen feindlich, auch wenn sie ihn nie beleidigt haben? Sucht er sich in die Geheimniße der Großen einzuschleichen? Läuft er ihnen nach, oder wartet, bis er gerufen wird? Macht er ihre Geberden und Manieren nach? Warum sucht er Umgang mit diesen oder jenen Großen? Wie beträgt er sich gegen einen gestürzten Großen, oder gegen den, der ihm nicht mehr helfen kann? Wie begegnet er seines Gleichen? Besonders seinen Freunden? Hat er viele Freunde? Welche? Ist seine Freundschaft enge, zärtlich, treu? Kann er sich im übermäßigen Genuße seiner Freuden mäßigen? Wie spricht er von ehemaligen Freunden? Von Abwesenden? Macht er starke Forderungen an seine Freunde? Was fordert er von ihnen, Geld, Hilfe, Empfehlung, Belehrung, Zeitvertreib, daß sie lieben und hassen sollen, was er liebt und haßt? Lob, Bewunderung, Beyfall? Will er, (170) daß alles nach seinem Kopfe gehe? Thut er ihnen auch etwas zu Gefallen? Auch wenn es ihn hart ankommt? Zankt er mit ihnen, warum? Oft, lange Zeit? Wird er leicht wieder mit ihnen ausgesöhnt? Wie beträgt er sich während des Bruches? Ist er leichtsinnig im Freundschaftmachen, oder prüft er erst seine Leute? Theilt er ihnen gleich seine Geheimnisse mit, wodurch sie ihm einst gefährlich werden können, oder hält er damit zurük? Wie spricht er, wenn seine abwesende Freunde gelästert werden? Liebt er den Wechsel? Ist er gefällig gegen sie? Kommt er ihnen zuvor? Ist dienstfertig, oder macht gern Entschuldigungen, oder zieht die Wohlthat in die Länge? Erwiedert er Gefälligkeiten? Wirft er seine Dienste vor? Wie beträgt er sich gegen sie in seinem Glükke? Im glänzenden Zustand? Jählinger Standeserhöhung? Wie, wenn sie unglüklich werden? Schämt er sich ihrer? Weicht er ihnen aus? Schmäht er mit über sie? Leugnet alle Vertraulichkeit mit ihnen ab? Weiset sie mit Härte von sich? Versagt ihnen alle Hülfe, Rath, Geduld, Empfehlung, Unterhalt, Schuz? Wie führt er sich gegen sie in Gesellschaft auf, wo sie nicht sehr glänzen, oder nicht geachtet sind? Verläßt er sie gegen Vorwürfen? Ungnade der Höhern? Verfolgung? Durch was muß der Freund (171) unglüklich geworden seyn, wenn er sich seiner schämt? Wie beträgt er sich bey großem Glük seiner Freunde, wenn sie ihm gleich oder vornehmer werden? Neidisch, freudig? Glaubt er leicht, was andere ihm gegen seine Freunde sagen? Verurtheilt er sie gleich, oder stellt er sie erst zur Rede? Wie verhält er sich, wenn ihn sein Freund hintergangen hat? Wie ist er im Umgange mit Geringern? Sind solche seine liebste Gesellschaft, oder hasset und vermeidet er ihren Umgang? Begegnet er ihnen vertraulich? Stolz? In harten Ausdrükken? Weiß er ihnen ihren Stand erträglich zu machen? Begegnet er Niedern so, wie seines Gleichen, und Vornehmern? Kennt er den Werth der geringern Stände? Ist er gegen seine Untergebene hart, oder nachsichtig, oder unmäßig in Forderungen, Abgaben? Läßt er jedem Stande, jeder Person, jedem Amte seine gebührende Ehre widerfahren? Aus welchem Grunde? Aus Ueberzeugung der Pflicht, Furcht, Verschlagenheit? Lebt er seinen Domestiquen zu Gefallen? Scheut er solche? Wie begegnet er seinen Schuldnern? Seinen Gläubigern? Hält er mit der Bezahlung treulich zu? Sucht er die alten Schulden nach und nach abzuführen, oder macht er neue dazu? Wie beträgt er sich, wenn er andre über einen Fehler erwischt? Thut er, (172) als merke er es nicht? Nuzt er ihre Schwäche, um seine Absichten zu befördern? Um dieselben sich dienstbar zu machen? Droht er mit der Bekanntmachung? Lacht er laut darüber? Plaudert er es aus? Geht er gleichgültig darüber hinaus? Sucht er gar keinen Gebrauch davon zu machen? Sucht die Mängel anderer zu verbergen? Warnet für künftigen? Wie begegnet er Leuten, denen er entweder von ohngefehr, oder aus Eitelkeit, Unvorsichtigkeit oder Nothwendigkeit seine Schwäche bezeigt hat, die um seine geheimsten Angelegenheiten wißen? Haßt er sie darum? Scheut er sie? Lebt ihnen darum zu Gnade? Vertraut er sich ihnen noch weiter? Sucht er ihnen den Glauben zu ist seine Silhouette? Wie ist die Nase, die Stirn? Perpendicular, vordringend oder zurükgehend, kurz oder hoch, vierekkigt, rund, oval u.f.m.? Faltet er die Stirn, und zwar horizontal oder perpendicular?

6)        Sein Haar. Die Farbe hell oder dunkelbraun, oder schwarz, blond, röthlich oder feuerfärbig? Die Stärke? Dünne oder dicke, lang, kurz, kraus, schlicht, hart oder weich?

7)        Seine Stimme. Männlich, lieblich, kindisch, tief, hell, singend, gedehnt, schwach, stark, (152) übertäubend, deklamirend, sanft, süs, fliessend, stotternd, abwechselnd, steigend, fallend oder einförmig?

8)        Sein Anstand. Edel oder gemein? Frey oder bescheiden, gezwungen oder bequem? Wie trägt er den Kopf? aufrecht, zurükgeworfen, vorhängend, auf der Seite, wankend oder steif? Schauet er unter sich? Wirft er den Kopf stark herum, zieht er ihn zwischen die Schultern?

9)        Sein Gang. Langsam, schnell, gesezt, kurz oder weitschreitend, schleppend, träge, springend, tanzend, stampfend, steigend mit gebogenen Knieen, einwärts, auswärts, schiebend, schleichend, schnell, langsam, abwechselnd, wankelnd, mit vorhängendem oder zurückgehendem Leibe, schaut er auf die Füsse, agirt er im Gehen mit den Händen? Wirft er alsdenn den Kopf zurück?

10)     Seine Gesundheitsumstände. Dauerhaft, oder ist er öfters krank? Welchen Krankheiten ist er am mehrsten unterworfen?

11)     Sprache, Vortrag. Ordentlich oder unordentlich, durch einander geworfen? Gebraucht er dabey die Hände, und wie? Ohne Aufhören oder nur zuweilen? Heftig mit dem Kopfe? (153) Mit dem ganzen Leibe? Geht er dabey andern auf den Leib? Fast er sie bey den Aermen, Kleidern, Knöpfen. Ist sein Vortrag schnell, langsam, bedächtlich, rednerisch, affektirt? Spricht er wenig oder viel, oder schweigt gänzlich, und warum? Aus Bescheidenheit, Unwissenheit, Ehrfurcht, Faulheit? Andere auszuforschen, seine Schwäche zu verbergen, sich ein Ansehn zu geben, aus Stolz, Verachtung? Spricht er seine Sprache rein, oder provinzial?

II.   Erziehung, Bildung, Kultur, Gaben.

1)        Wem hat er sie zu danken? War er allezeit untere den Augen der Eltern? Wie war überhaupt seine Erziehung? Wer seine Lehrmeister? Schäzt er dieselben? Wem glaubt er seine Bildung schuldig zu seyn? Ist er gereiset, wohin?

2)        Sprachen. Welche versteht, welche spricht, welche schreibt er? Und wie? Liebt er ausländische Sprachen mehr denn seine Muttersprache? Mischt er in seine Reden ausländische Wörter? Wie ist sein Stil?

3)        Wissenschaften. In welchen ist er erfahren? In welchen fremd? Welche liebt er? Dringt er tief in dieselben? Liebt er die schönen Künste? Welche? (154)

4)        Hat er Genie und wozu? Mehr dichterisches oder mehr philosophisches? Imagination? Mechanismus? Esprit de detail? Künstler Genie? Macht er papne Kästgen, schnizzelt, säet, pflanzt, frisirt sich selbst u. dgl.

5)        Hat er Geschick? Zu Leibesübungen, Handwerken, Mechanik? Ist er stark? Gelenkig, leicht, schnell, zu körperlichen Uebungen, zu Taschenspielerkünsten und dgl. geschickt? Wie ist seine Handschrift?

6)        Augenmerk bey andern Menschen. Sieht er am mehrsten auf Herz, Verstand, Charakter, Richtung, äusserliche Manieren, Sitten, Reinlichkeit, Denkungsart, Religion?

III. Sein Geist.

7)        Fähigkeiten. Dringt er tief ein? Ist er schnell, langsam, überschauend, voraussehend, von lebhafter Einbildungskraft oder von kalter Ueberlegung? Hat er Gegenwart des Geistes? Ueberrascht er durch kühne Einfälle? Zeigt er in Gesprächen Wiz, Gründlichkeit, Scharfsinn?

8)        Urtheile. Hat er dergleichen viel? Ist er leichtgläubig, liebt er das Wunderbare? Parador, oder folgt er den gemeinen Meinungen? Welchen Vorurtheilen ist er ergeben? Des Alters, (155) Religion, Kindheit, Landes, Staats, Standes, Autorität, Allgemeinheit, Neuheit? Sucht er sie abzulegen? Fast er leicht Vorurtheile für oder gegen Menschen, ohne sie geprüft zu haben?

9)        Richtung. Worin sezt er seine Glükseligkeit? In der Ruhe von Geschäften? In Ansehen, Macht, Ehre, in sinnlichen Vergnügungen, in Reichtum, Wissenschaften, Tugend, Wahrheit? Sieht der auf die Zukunft, auf das Vergangene, oder blos auf das Gegenwärtige? Giebt er sich blos mit kleinen Planen ab? Sieht er in kleinen Gegebenheiten oft schon das entfernte Große? Ist er im Stande, große Entwürfe zu machen, zu denken, zu empfinden und auszuführen? Sucht er sich von andern zu unterscheiden, und wie? Durch das Große, oder Außerordentliche? Im Guten oder Bösen, oder in beyden? Hat er hohe Meinung von sich, und in welche Stük? Läßt er andern Gerechtigkeit wiederfahren? Ist er eigensinnig oder leicht zu überzeugen? Schäzt er Feinheit im Denken? Sucht er orginal zu seyn, oder denkt er andern nach? Glaubt er unfehlbar zu seyn? Hat er selbst Kenntnisse? Läßt er sich zurecht weisen? Hasset er Menschen? Warum? Weil sie besser sind, als er? Weil er sie unter seinem (156) Ideal findet? Weil er sich nicht genug geehrt glaubt? Weil er oft ist hintergangen worden? Weil er sie zu schnell seiner unwürdig achtet? Auf was geht sein Augenmerk beym Heyrathen? Auf gutes Herz, Verstand, Oekonomie, Schönheit, Gold, Familie, Beförderung, Macht? Liebt er seinen Körper, seine Gesundheit? Ist er weichlich, empfindlich, verzärtelt, einbilderisch? Fürchtet er den Tod? Begreift er leicht die Meinung anderer? Was reizt ihn zur Arbeit und Thätigkeit? Liebe zur Gemächlichkeit? Ruhe? Macht? Ansehen, Ehre, sinnliches Vergnügen? Geld? Hält er viel auf Ehre, Achtung, Beyfall? Durch was möchte er diese verdienen? Ist ihm Verachtung empfindlich? Sucht er sich höher zu schwingen? Zu was? Durch welche Wege? Durch Frauenzimmer? Geld? Schaden seines Nächsten, der ihm im Wege ist? Verdienst, Wissenschaft, Eifer, Ränke, Niederträchtigkeit? Unter zweyen Partheyen, mit welchem hält er es? Dem Stärkern oder Schwächern, Klügern oder Dummern? Wenn aber auf einmal der Schwächere die Oberhand bekommt, bleibt er denn seinen Grundsäzzen getreu? Oder macht er gern eine dritte Parthie? Giebt er Beyden unrecht, will er sie mit einander aussöhnen, den Mittler machen, oder bleibt er gänzlich neutral? Ist er standhaft (157) seinen Vorsaz auszuführen? Schrekken ihn Schwierigkeiten? Wodurch kann man seine Achtung und Freundschaft am leichtesten gewinnen? Durch Lob, Schmeicheley, Heucheley, Schweigen, alles zu ertragen, durch Niederträchtigkeit, Unterwürfigkeit, Geld, Frauenzimmer, Haß, und Achtung gegen Leute, die er haßt und achtet? Durch seine Maitreffen, Gesinde, Empfehlung seiner Günstlinge? Ist er argwöhnisch, mißtrauisch, geheimnisvoll, zurükhaltend, leichtglaubig, offenherzig? Spricht er gern von seinem Vorhaben? Schon vor der Ausführung? Wünscht er nur lebhafte Vergnügen, die immer wachsen sollen? Oder vergnügt er sich auch mit mäßigen Freuden? Will er beständig genießen, oder liebt er auch den Mangel, um des Genußes um so fähiger zu werden? Erträgt er auch Schwächere, und hat Geduld in ihrem Umgange? Ist er neugierig, vorwizzig?

IV. Sein Herz.

10)     Gemüthsart. Ist er so, wie im Grade des kleinen Illuminaten vorgeschrieben ist? Oder wo fehlt er? Handelt er gerade aus, oder verstellt sich gerne? Gegen wen? Bey welcher Gelegenheit? In welchen Stükken? Aus welcher Ursache? Intereßirt ihn das Schiksal anderer? (158) Das allgemeine Beste? Oder sorgt er nur für sich? Arbeitet er gern und ernstlich zum allgemeinen Wohl? Auch auf Unkosten seines eigenen Vergnügens? Nuzt er Gelegenheit wohl zu thun? Ins Große zu würken, ohne Eigennuz? Ist er in seinen Handlungen rechtschaffen? Auch dann, wenn er nicht bemerkt wird? Läßt er sich nicht davon abbringen, durch Drohen, Liebkosen, Ansehen, Geld, Frauenzimmer, Ungnade, Verfolgung, Unglük, Feindschaft, Freundschaft, Haß, Machtgier, Versprechen, Beförderung, wenn er ungestraft das Gegentheil thun kann? Ist er im Schmerz wortreich, geschwäzzig, oder still, stumm? Ist sein Schmerz lang anhaltend, ist er frölich, heiter?

11)     Leidenschaften. Hat er starke Leidenschaften? Welcher ist er am stärksten ergeben? Kann er einem gegenwärtigen lebhaften sinnlichen Eindrukke widerstehen? Hat er einen Hang zur Schwermuth, die Leidenschaft zum Grunde hat, oder ist es blos Temperament? Ist er geizig, oder zur Verschwendung geneigt? Und zu welcher Art? Liebt er die Jagd? Welche Art Jagd? Hört, sieht er gerne Mordgeschichten?

V. Aufführung, Gewohnheiten, Handlungen.

12)     Im Reden. Führt er im Reden gerne die kleinsten Umstände an? Widerspricht er gerne? (159) Fällt er gern andern in die Rede? Bleibt er in seinem Thema, oder spricht er in kurzer Zeit von verschiedenen nicht verbundenen Dingen? Wird er im Gespräche hizzig, oder bleibt er sich gleich? Macht er im Reden Unterschied unter den Personen, mit denen er spricht? Demonstrirt er gerne? Beruft er sich anstatt des Beweises häufig auf das Ansehen anderer? Ist er in seinen Ausdrükken verbindlich, grob, geradehin? Will er alles besser wissen? Findet er leicht, was Vernünftige schwer finden? Gibt er gern Verweise mit Gelassenheit, Ernst, Höflichkeit, Sticheln, Bitterkeit, Kürze, Nachdruk? Läßt er seine Verweise eine Zeitlang erwarten, bis sie losbrechen? Vertraut er gern Heimlichkeiten, eigene? Fremde, Ideen? Gleich zu Anfang der Bekanntschaft? Wie spricht er mit seinem Gesinde? Fast nichts, kurz, gebieterisch? Im Scherz, vertraulich? Zankt auch mit selbigen über leichte Vergehen? Erzählt er ihm in seinen Verbrechen gänzlich nach, auch dann, wenn ihm solches ins Sieht grob und treulos begegnet? Erzählt er seinen Freunden das Unglük der Ihrigen ins Gesicht? Erinnert er sie gern an unangenehme Dinge? Sezt er gerne jemand in Verlegenheit? Nekt er gern? Bedekt er gern die Fehler anderer? Sucht er in Gegenwart von Fremden die Blößen (160) seiner Freunde aufzudekken? Wie spricht er von seinen Wohlthätern? Gut, dankbar? Erklärt er sie auch bey andern als solche, oder schämt er sich der empfangenen Wohlthaten? Ist er auch dankbar, wenn er des Wohlthäters nicht mehr bedarf? Wenn er ihm wider Wissen und Willen im Wege steht? Spricht er oft von seiner Frau, seinen Kindern, und wie? Lacht er gern? Ueber eigene oder fremde Einfälle? Selten, oft, heftig, kurz, anhaltend, über jede Kleinigkeit? Bietet er gern seine Dienste an, auch solchen, die er noch nicht kennt? Denen er weder helfen kann noch will? Auch seinen Feinden? Wie spricht er von Vornehmen? Von Fürsten? Von Obrigkeiten? Geringschäzzig, ehrerbietig, Gutes, Böses, wie sie es verdienen? Blos Gutes, oder auch von ihren Fehlern? Blos Böses, wenn sie auch Tugenden haben? Wie spricht er mit Vornehmen? Kriechend, ehrerbietig, familiär? Lobt er ihnen zu gefallen Thorheiten, sogar Verbrechen? Giebt er ihnen allezeit Recht? Wie spricht er vom Niedern Stand? Verächtlich, despotisch, billig, gerecht? Wie spricht er mit Niedern, mit Untergebenen? Gern, ungern, oft, selten? Nur im Mangel besserer Gesellschaft? Nur wenn er sie braucht, und ausserdem selten, oder stellt sich alsdenn dar, als wenn er sie nicht kennte? Ist er gegen (161) sie freundlich, herablassend, auch in Gegenwart von Vornehmen? Nur um sich bey dem größern Haufen beliebt zu machen? Den gemeinen Mann an sich zu ziehen? Um den Vornehmen ein Beispiel zu geben? Ihren Stolz zu mäßigen? Um Vornehme verhaßt, sich beliebt zu machen? Um den Verdienste auch niedern Stande Ehre zu geben? Um die Großen darauf aufmerksam zu machen? Spricht er mit ihnen stolz, gebieterisch, familiär, oder seinem und ihrem Stande gemäß? Spricht er zu allem Ja? Aus Furcht, Schmeicheley, Politik? Andre auszuforschen? Aus Dummheit? Wovon spricht er am liebsten? Von sich selbst? Von verderbten Zeiten? Geld, Zinsen, Wucher, von seinem Handwerk, von Hauswirthschaft, Staatssachen, Religionshändeln, Freygeisteren, Gottesfurcht, Gebet, Wissenschaften, Fehlern und Mängeln anderer, Neuigkeiten, Keinigkeiten, Mode, Puz, Kleidern, von der Kunst der Großen, von Ehre, Unterscheidung, Briefwechsel, den er mit Höhern führt? Von Lieb, Frauenzimmern, Essen, Trinken, Wein, Spiel, Jagd, Hofintriguen? Schmäht er gern, und über was? Ueber Religion, Aberglauben, Heucheley, Fanatismus, Intoleranz, Staatsregenten, Minister, Geistliche, Mönche, Adel, Militair, Gelehrte, Rezensenten, wider Stände (162) Eitelkeit, Verderbniße der Welt, Religionsverächter, Verächter der Geistlichkeit, Mißbräuche in seiner Kirche, Verschwendung, Pracht, oder über die Freunde derer, mit denen er spricht, wenn er auch weiß, daß sie deren Freunde sind. Ueber unbelohntes Verdienst? Obrigkeiten, oder über Eloquenz, Philosophie, Neuerungen? Ueber seine eigene Freunde und Anverwandte? Ueber alle Stände und Menschen und Einrichtungen der Welt? Oder über sich selbst, und warum? Um gelobt zu werden? Um andre auszuforschen, was sie von ihm denken? Um sich entschuldigen zu können? Um Unpartheylichkeit, Selbsterkenntnis zu zeigen? Schmäht er beständig? Bey allen, ohne Unterschied, oder nur bey gewißen Leuten? Zu gewißen Zeiten? Und dann bey welchen? Wann und warum? Aus Gewohnheit, natürlicher Bösartigkeit, um zu schaden, zu verläumden, andere zu überreden, auszuforschen, um sich zu zeigen, um etwas zu reden, andere zu ärgern, ihnen Zorn zu machen? Um zu unterhalten, aus Einsicht, Eifer für die gute Sache? Aus Leichtsinn, Unbehutsamkeit, Zorn, Rachgier, Fanatismus, Patriotismus, Dummheit? Sind seine Schmähungen bloß Wörter, oder Gründe, oder Spöttereyen? Welche Gespräche vermeidet er, zu welchen schweigt er gänzlich? Spricht (163) er von allen? Fällt er mit seinen Diskursen auch in die Rede, fragt er gern? Uebertreibt er, flucht er, schwört im Reden? Läßt er auch andre zu Worte kommen? Ist sein Vortrag bilderreich, sinnlich, entscheidend, kraftlos, nachdrüklich, lakonisch, weitschweifend, deklamirend, gewürzt, launigt, dunkel, deutlich, mistisch, räthselhaft, wahr, lügenhaft? Thut er geheimnisvoll, ruft die Leute auf die Seite, spricht gern ins Ohr? Stellt sich als wenn er schon von der Sache wüßte? Scherzt und stichelt er gerne? Wird er im Widersprechen hizzig? Gibt er gern oder hart nach? Nimmt er Gründe an? Entscheidet er gern schnell? Widerruft sein erstes Urtheil, wenn er es als unrecht erkennt? Sagt er gern Verbindlichkeiten? Lobsprüche? Freundschaftsversicherungen? Rühmt er andre in Gesicht? Eigenschaften, von denen er weiß, daß sie selbige nicht haben? Sucht er ihnen Grobheiten zu sagen? Bewundert er gerne? Was? Auch alltägliche Dinge? Schmäht er nicht ein andermal auf eben die Dinge, die er anderswo lobte? Fragt er von einem zum andern? Hat er Feinheit im Loben? Lobt er auch seine Feinde? Worüber? Warum? Bey wem? Bey welchen Gelegenheiten? Bleibt er sich im Reden und Urtheilen gleich? Was lobt er an sich? Schönheit, Verstand, (164) gutes Herz, Wiz, körperliche Geschiklichkeit, Manieren, Geschmak, Mäßigkeit, Tapferkeit, Muth, Ruhm, Andacht, Religion, Eifer, Gerechtigkeit, Stand, Unpartheylichkeit, Uneigennüzzigkeit, Feinheit, Intrigue, Laster, Verbrechen, Adel, Familie, Glük, Reichthum? Verspricht er gern, hält er es auch? Giebt er gerne Rath? Ist er in seinen Wiz und Einfälle verliebt? Wiederholt er solche öfters? Bey jeder Gelegenheit? Währt ihm die Zeit lang, bis er sie an Mann bringt? Giebt er fremde Gedanken für eigne aus? Selbst gegen den Urheber? Erzählt er gut, gern, oft daßelbe, man mag es schon oft mit Ekel gehört haben? Spricht er gern grob, pöbelhaft, unzüchtig, es sey dabey, wer da will?

13)     Im Schreiben. Wie ist sein Stil? In Briefen? In Büchern? Hat er etwas herausgegeben? Warum? Von welchem Werth? Was für Grundsäzze lehrt er darin? Liest er gern seine Arbeiten vor, auch wenn man sie nicht hören mag? Welchen Ruf, welche Würkung haben seine Schriften?

14)     In seinen Handlungen. Wie ist er im Zorn und Haß? Welche Leute hasset er? Warum? (165) Ueber was wird er aufgebracht? Ueber Kleinigkeiten, Widerspruch, Lob, Tadel, Verachtung? Vorwürfe? Durch welche am mehrsten? Durch Flatterhaftigkeit, Langsamkeit anderer, Vernichtung seiner Absichten, Bosheit, Ungerechtigkeit, falsche Beschuldigungen? Allgemeine Bedrükkung, Dummheit, Ungerechtigkeit, unzüchtige, freye Gespräche? Tadel seines Vaterlandes, Freundes, Wohlthäters, Undank? Wenn man seinem Ernst mit Possen begegnet, ihn lächerlich macht? Kann er Zorn verbergen? Wie beträgt er sich, wenn seiner Hizze Güte oder Gleichgültigkeit entgegen gesezt wird? Wie äussert er seinen Zorn? Oft, leicht, auf einmal, nach einiger Zeit, durch Schimpfworte, empfindliche beissende Reden, Verachtung, Herabsezzung, Verläumdung, oder andere schädliche Handlungen? Kann er Beleidigungen verzeihen? Durch was wird er versöhnt? Ist die Versöhnung ernstlich oder verstellt? Wie ist er in der Liebe? Kann er solche verbergen? Auf was geht seine Liebe? Auf den Genuß, Zeitvertreib, Heyrath, Kabale? Läßt er sichs Geld kosten? Welche Frauenzimmer liebt er? Seines gleichen, verheyrathete, vornehme, geringe, das erste, das beste, romanhafte, empfindsame? Wechselt er in der Liebe gern? Schweift er aus? Auch in der Ehe? Ist seine (166) Neigung auffallend? Wie begegnet er seiner Geliebten, wenn es zum Bruch kommt? Ist er eifersüchtig? Ist er in der Liebe seiner mächtig? Sezt er dem geliebten Gegenstande zu gefallen, Arbeit, Freunde, Pflicht hintan? Macht ihn die Liebe geschwäzzig? Sucht er jede Gelegenheit seine Geliebte zu sprechen, oder spricht er sie nur zu bestimmten Stunden? Hat er sich diese Stunden selbst gewählt? Macht er sich durch seine verliebten Geberden bey andern lächerlich? Ist er phantastisch, empfindsam, romantisch in der Liebe und blind gegen die Gebrechen und Fehler des Frauenzimmers? Wie beträgt er sich gegen das Gesinde? Hält er mehr Leute als nötig wären oder weniger? Plagt er sie mit übertriebener Arbeit? Giebt er ihnen zu viel oder zu wenig Lohn? Läßt er das Gesinde gar nicht vor sich kommen? Giebt er ihnen auf die Finger? Rechnet er ihnen nach? Bleiben die Leute gern und lange bey ihm in Diensten? Wegen welcher Ursache verlassen sie ihn, oder werden von ihm fortgejagt? Begegnet er ihnen mit Ernst, Sanftmuth, Schlägen? Wie behandelt er alte, kranke Domestiquen? Was redet sein außer Dienst gegangenes Gesinde von ihm? Was redet er von seinen ehemaligen Bedienten? Liebt er Umgang? Warum? Aus Neugier, Vorwiz, um belehrt zu werden, die (167) Welt und Menschen zu kennen? Andre zu belehren, nur bekannt, berühmt zu werden? Um auszuforschen? Zu Intriguen? Aus Eitelkeit? Langer Weile? Um sich in die Höhe zu schwingen? Andre zu verläumden, zu stürzen? Mit welchen Menschen geht er am liebsten um? Mit Vornehmen, Andächtigen, Niedern, Gelehrten, Wollüstigen, Eitlen, Hizzigen, Sanftmüthigen, Trägen, Unwissenden, alten, jungen Frauenzimmern, Schönen, Häßlichen? Mit jeden ohne Unterschied? Mit vielen oder wenigen Auserwählten? Hat er seine Gesellschaft selbst gewählt, oder zwingt ihn sein Amt, seine Lage, der Mangel anderer besserer Menschen oder Gesellschaft dazu? Geht er gern mit Leuten seines Standes um? Was haben seine getreuesten Gesellschafter für einen Ruf, Geschmack, herrschende Leidenschaften? Liebt er den Umgang solcher Leute, von welchen er lernen kann, oder solcher, die er unterrichtet? Ist er um Umgang gefällig, leicht nachgebend, vertraulich, bescheiden, blöde, sittsam oder nicht? Liebt er mehr ernsthafte als lustige Gesellschaften? Nimmt er gern Besuch an? Von wem? Von jeden? aus Eitelkeit, Geselligkeit? Hält er die Leute beym Besuch auf? Wie begegnet er denen, die ihn zu lang aufhalten, ihm ungelegen kommen? Beurlaubt er sie? Entschuldigt (168) er sich mit Geschäften? Fängt er an weniger, oder von gleichgültigen Dingen mit ihnen zu reden? Wenn er merkt, daß er andern mit einem Besuch zur Last ist, geht er dann fort, oder bleibt er? Liebt er die Einsamkeit? Warum? Weil er verliebt ist? Aus Liebe zur Arbeit? Aus Andacht, Furcht vor Verführung, Hang zur Schwermuth, Menschenhaß, Stolz, um in verborgene Intriguen zu kommen? Liebe zur Ruhe? Gemächlichkeit nach langer Arbeit? Weil er nicht Eigenschaften hat, um in Gesellschaften zu gefallen? Aus Armuth, Ehrgeiz, um gesucht zu werden? Aus Oekonomie, Hypochondrie, Krankheit? Sucht er wechselsweise bald Einsamkeit, bald Gesellschaft? Wie beträgt er sich gegen Höhere? Sucht er sie vor allen andern auf? Bleibt er im Zeremoniel, oder behandelt sie als gleiche? Mißbraucht ihre Güte? Wird familiär? Erniedrigt sich unter seiner Würde, seinen Stand, bis zur Schmeicheley, Niederträchtigkeit? Läßt er sich von ihnen als ein Werkzeug zu allen Absichten gebrauchen? Als Spion zu Intriguen? Weiß er sich ihnen nothwendig zu machen? Durch was? Durch Einsichten, Erforschung ihrer und ihrer Familiengeheimnisse? Schwäche? Wie verträgt er ihre Mishandlungen, Geringschäzzung, Verachtung, wird er darüber aufgebracht? Bricht (169) er seine Dienstfertigkeit ab, oder thut er, als merke er es nicht? Und wenn dies öfters kommtbenehmen? Begegnet er ihnen stolz, mißtrauisch, beleidigend? Wie begegnet er andern Religionsverwandten? Liebt oder haßt er sie? Scheut sich mit ihnen öffentlich umzugehen? Oder sucht er ihren Untergang? Wie verhält er sich im Leiden, Unglük, Verfolgung? Standhaft, geduldig, weichlich, niedergeschlagen, ungestüm, verzweifelnd? Ist er stolz auf Reichthum? Schämt er sich seiner Armuth? Will er reich scheinen, oder macht er kein Geheimnis aus seinen Umständen? Wie beträgt er sich beym Absterben seiner Eltern, Frau, Kinder, Verwandten, Freunde, Gönner, Feinde? Wünscht (173) er ihnen Tod, Leben? Warum? Wie begegnet er Beleidigungen? Mit Stillschweigen, Gelassenheit, guten Worten, Entschuldigungen, Heftigkeit, Gegenbeleidigungen, Verleumdungen, Hinterlist, Verachtung? Wie erzieht er seine Kinder? Zu was bestimmt er sie? Wie lebt er mit seiner Frau, wie geht er mit ihr um? Oeffentlich, heimlich? Wie verhält er sich im Essen, Trinken? Mäßig, aus welcher Ursache? Aus Mangel, Noth, Geiz, Liebe zum Leben und Gesundheit, Ueberzeugung der Pflicht, um zur Arbeit fähiger zu seyn? Aus Andacht, Eitelkeit, Naturel? Wie führt er sich bey fremden Tafeln auf? Geht er gern dazu? Ist er auch gastfrey? Thut er gefräßig? Speißt er schnell oder langsam? Was ißt, was trinkt er gern? Speißt er gern allein? Und wenn das ist, läßt er sich doch herrlich bedienen? Liebt er Lekkerbissen? Muß er alles zuerst haben? Wie oft speißt er des Tages? Ist er dem Trunk ergeben? Oft berauscht, und wie verhält er sich dann? Zänkisch, grob, verliebt, geschwäzzig, fröhlich, gut, treuherzig, muthig, tükkisch, unflätig, faul, träge? Nöthigt er andre zum Trinken? Geht er viel in Gasthäuser? Ist er habituel im Saufen? Redet er gern davon? Liebt er solche Gesellschaften? Liebt er Hunde? Hält er welche? Wie geht er mit den Thieren (174) um? Mit Pferden? Zerbricht, zerreißt, verdirbt er gern etwas? Raucht, nimmt er Tobak? Oder was hat er sonst für Gewohnheiten an sich?

VI. Aeussere Umstände, Lebensart, Verhältnisse.

15)     Vermögen. Wie viel Einkünfte? Wie viel zu erwarten? Schulden? Viel? Aus welchen Ursachen? Noth, Mangel, des standesmäßigen Unterhalts, um wollüstig zu leben? Um großmüthig zu scheinen?

16)     Stand.

17)     Ruf. gut oder böse? Bey was für Leuten? Bey Guten oder Bösen, Klugen oder Dummen?

18)     Religion. Zu welcher bekennt er sich? Ist er darin eifrig, lau, ängstlich, aberglaubisch? Macht er den äusserlichen Gottesdienst ordentlich mit? Wie beträgt er sich in den Kirchen anderer Religionsverwandten?

19)     Verbindung. Wer sind seine Eltern? Wie ist die Denkungsart seiner Eltern? Leben dieselben noch? An welcher Krankheit sind sie gestorben? Hat er große Verwandschaft? Ist er dem Repotismus ergeben? Hat er eine Frau? (175) Wer ist dieselbe? Auf welche Art ist er zu ihr gekommen? In welchem Alter? Hat er Kinder? Wie viel, wie alt?

20)     Beschäftigungen. Wie ist er in seinen Geschäften, in seinen Arbeiten? Nachläßig und faul? Fleißig, pünktlich, ordentlich, treu? Verschiebt er gern die Arbeit? Welche Geschäfte unternimmt er am liebsten? Blos Amtsgeschäfte, oder auch andere? Uebernimmt er Arbeiten, durch welche er sich auszeichnen kann? Auch anhaltende, langwierige? Wird er es nicht müde, verdrieslich, kleinmüthig, auch bey Schwierigkeiten, Gefahren, bey bedenklichem zweifelhaftem Ausgang? Wechselt er gerne Arbeiten? Sucht er in seinem Amte zu bessern, andere zu übertreffen? Zu erfinden? Das Erfundene auszuführen? Wie verhält er sich nach mislungenen Versuchen? Arbeitet er schnell, leicht, flüchtig, mühsam, solide? Hat er keine, viel, wenig Bücher? In welchem Fache die meisten? Von allen etwas? Gebet- und Meditationsbücher, Legenden, Postillen, Politikgeschichten, Romanen, Theater, Alchemie, Freymäurerey, Kabale, Theosophie, andere mystische, ökonomische, juristische, theologische, obscur, freygeistige, scholastische, die (176) neuesten oder alten? Hat er sie selbst gekauft? Auf eignen Antrieb, oder anderer Rath? Sind sie stark abgenuzt? Leiht er sie an Andere? Ließt er gern, oft und zu welcher Zeit? Lange? Welche Schriftsteller am meisten? Welches ist sein Lieblingsbuch? Wie vertreibt er sich die Zeit? Liebt er das Spiel? Welche? Hazardspiele? Verstandspiele, Kommerzspiele? Solche, die zur Bildung, zum Unterricht dienen? Wo sich Wiz zeigen läßt? Um Geld, oder unentgeldlich, um große Summen? Hat er Glük, Unglük? Spielt er aus Gewohnheit, Gefälligkeit, Zeitvertreib, Gewinnsucht, Armuth, Verzweiflung, um Bekanntschaft zu machen, um geachtet zu werden? Wie verhält er sich beym Gewinnst, beym Verlust? Ist er zänkisch, spöttisch, betrüglich? Kann er sich im Verlust mäßigen? Hört er auf, sobald er gewonnen hat? Läugnet er den Gewinnst ab? Und will allzeit verloren haben? Wie nüzt er due Einsamkeit? Mit Andacht, Lesen, Schreiben, Studiren, Kleinigkeiten, mit seinen Hausgenossen, Hausgeschäfte, mit Planen, Entwürfen, Müßiggang?

21)     Briefwechsel. Hat er großen Briefwechsel? Wohin? Ist er ordentlich im Antworten? Wie verwahrt er seine Briefe? Liegen (177) sie umher? Läßt er die zerrissenen Stükke herum liegen?

22)     Schlaf. Schläft er gern, lang, oft, aus Faulheit, Krankheit, oder warum? Wie ist er, wenn er aus dem Schlaf aufwacht? Ist er leicht zu wekken? Wie ist er, wenn er plözlich gewekt wird? Redet er im Schlaf, träumt er, und wie?

23)     Kleidung, Wohnung. Ist er in Kleidung ordentlich, unordentlich, reinlich, schmuzzig, zerrissen, prächtig, über oder unter seinem Stande? Abwechselnd, mannigfaltig, altväterisch, nach der Mode? Welche Farben liebt er, bunte, einfache? Trift man ihm in seinem Hause prächtig, oder wie gekleidet, an? Trägt er ein Kleid lange Zeit? Kauft er wol getragene Kleider? Ist er der erste, der eine Mode mit macht? Verändert er die Kleidung nach Zeit, Ort, Lage, Personen? Wie ist sein Haus, Zimmer eingerichtet? Hat er das nöthigste, nüzlichste, überflüßige? Sind die Meubels seinem Stande gemäß? In welche stekt er das meiste Geld? In Küchengeräthe, Tische, Bilder, Bücher, Stühle, Jagdzeug? Teller; Leinen, Galanteriewaaren, Silber, Tapeten, was in die Augen fällt? Was nüzlich und dauerhaft ist? (178) Sind seine Meubels gut, geschmackvoll, gewählt, geordnet, reinlich gehalten? Auch die, welche er täglich brauchen muß? Ist alles ordentlich, oder liegt, steht alles untereinander? Ist seine Ordnung zu ängstlich?

"Beylage B – Fragepunkte, nach welchen der Charakter eines in diesen Grad Aufzunehmenden"in: Faber, Ächter Illuminat, S. 150 – 178

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Beylage C N o s c e t e i p s u m

Politischer Charakter.

Wie ist sein

1)    Name, Zuname.

2)    Eltern.

3)    Verwandte, Freunde, Feinde.

4)    Gesundheit.

5)    Kleidung.

6)    Wissenschaften.

Wo sind seine

a)     Bücher?

b)     Welche Wissenschaften liebt er vorzüglich?

7)    Wie war seine Erziehung?

8)    Stand?

a)     Ledig oder vermählt?

b)     Mit oder ohne Kinder? (179)

c)     Welches Amt, oder wie kam er dazu?

d)     Wie bekleidet er es?

9)    Einkünfte.

10) Wie sieht es in seinem Hause, Zimmer ec. aus?

Physischer Zustand.

1)    Wie ist seine Natur?

a)        Geberden.

b)        Gang.

2)    Wie ist sein Kopf? Wie trägt er solchen?

3)    Stirne?

4)    Auge, Blik.

5)    Munde.

a)    Stimme.

b)    Sprache.

6)    Haare. Farbe.

Moralischer Charakter.

1)  Wie ist sein Ruf?

a)     Dermalen.

b)     Wie war er?

c)     Bey Hohen.

d)     Bey Niedern.

e)     Geistlichen.

f)      Warum?

2)  Wie ist er gegen seine Eltern?

a)     Vater, Mutter. (180)

b)     Bey ihnen, oder entfernt?

3)  Erzieher.

4)  Wohlthäter. Gönner.

5)  Feinde.

6)  Große, Hohe.

a)     Ins Gesicht.

b)     Entfernt.

7)  Seines gleichen.

a)     Ins Gesicht.

b)     Entfernt.

8)  Niedern.

a)     Untergebenen.

b)     Dienstboten.

9)  Geistliche.

10)  Frauenzimmer.

11)  Seine Frau.

12)  Kinder.

a)     Eigene.

b)     Stiefkinder.

c)     Fremde.

13)  Im Gespräche.

14)  In Gesellschaften.

a)     Liebt er sie?

b)     Liebt er Einsamkeit?

c)     Welchen Umgang liebt er am meisten?

15)  In der Liebe.

16)  Bey Beleidigungen.

17)  Im Glükke.

18)  Im Unglükke.

19)  Bey Glük oder Unglük anderer.

20)  Wie bey unerwarteten Zufällen?

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"Beylage C – N o s c e t e i p s u m" in: Faber, Ächter Illuminat, S. 178 – 180

Unterricht zur Bildung brauchbarer Mitarbeiter.

1)    Bemerken Sie jeden Ihrer Untergebenen genau. Beobachten Sie ihn in Gelegenheiten, wo er Reiz hat, anders zu seyn, als er seyn sollte: Hier ist der Augenblik, wo es sich zeigen muß, wie weit er es gebracht hat. Bemerken Sie ihn dort, wo er nicht glaubt, bemerkt zu werden; wo Begierde nach Ruhm und Beyfall, Furcht vor Tadel, Schande und Strafe keinen Einfluß auf seine Handlungen haben können. Zeichnen Sie sich alles genau auf; Sie werden dadurch unendlich viel für sich und Ihre Leute gewinnen.

2)    Aber Ihre Leidenschaften, Ihre Neigungen und Abneigungen müsse keinen Einfluß auf ihre Beobachtungen haben. Glauben Sie nicht, daß ein Mensch durchaus gut sey, wenn er eine gute hervorleuchtende Eigenschaft hat; eben so wenig, daß er darum böse sey, wenn ein zu merklicher Flek ihn verdunkelt. Diesen Fehler begehen so viele Menschenbeobachter, daß sie sich sogleich beym ersten Blik einnehmen lassen. (112)

3)    Lassen Sie sich daher auch nicht durch Leute verführen, die glänzende Verstandeskräfte zeigen, von denen man also vermuthen sollte, daß sie über die gemeine Denkungsart erhoben wären; sie verlieren nur gar zu oft im nähern Umgang, sind stolz, zu frey, eitel, zänkisch, und weil viele von ihnen zwar die herrlichsten Grundsäzze wissen und beweisen können, wenige aber fühlen, was sie so schön zu erzählen wissen, so fehlt ihnen oft das edelste Stük, ein gutes, weiches Herz. Lassen Sie sich auch dadurch nicht verleiten, wenn Ihnen jemand Recht giebt: Es ist ein Unterschied unter Ueberzeugung und praktischer Uebernehmung eines Sazzes. Heute geben sie Ihnen in allem Recht, und morgen thun sie doch das Gegentheil. Oder man gab Ihnen nur Recht, weil man in dem Augenblik von Ihrer Beredsamkeit hingerissen wurde, oder aus Furcht, vielleicht auch, um Sie auszuforschen. Die Thaten müssen zeigen, ob man überzeugt, und von der Wahrheit durchdrungen ist. Am verdächtigsten ist der Beyfall, den Ihnen jemand bey Wahrheiten, die seinem Interesse entgegen laufen, oder seinen Lieblingsneigungen und Fertigkeiten widersprechen; diese zu bekämpfen, dazu gehört Zeit. Der Beweis, daß sie gänzlich vertilgt sind, muß durch (113) viele, lange Proben geführt werden, und hier unterliegen die meisten.

4)    Trauen Sie nicht so schnell Reichen und Vornehmen; Ihre Bekehrung geht langsam. Erstere kennen zu wenig das Elend und die Bedürfnisse; letzter bringen die Vorurtheile ihres Standes mit sich, und wollen durchaus die ersten seyn. Das wird so schleunig nicht abgelegt, und leuchtet bey der ersten Gelegenheit wieder hervor.

5)    Das gute Herz ist, was Sie am meisten bey Ihren Leuten zu suchen und am sorgfältigsten zu bilden haben: Aber nicht jeder, welcher sich dessen rühmt, hat es: Es geht damit, wie mit der Gesundheit, man merkt sie nicht, so lang man sie hat. Wer seine Ohren nicht den Weheklagen der Elenden, sein Herz nicht dem sanften Mitleiden verschließt, wer der Unglüklichen Freund und Bruder ist; wer alle Kreatur liebt, und mit Vorsaz auch nicht den Wurm zertritt, der sich unter seinem Fuße krümmt; wer ein Herz für Liebe und Freundschaft hat; wer standhaft in Widerwärtigkeiten, unermüdet eine angefangene gute Sache durchzusezzen, unerschrokken in Ueberwindung der Schwierigkeiten ist; wer des Schwächern nicht (114) spottet, wessen Seele fühlbar gegen große Entwürfe ist, begierig sich gegen alles niedrige Interesse zu erheben, und durch grosse Wohlthaten auszuzeichnen; wer den Müßiggang flieht, und seine Art von Kenntnis für unnüz hält, welche zu erlangen er Gelegenheit hat, aber Menschenkenntnis sein Hauptstudium seyn läßt, wer, wo es um Wahrheit und Tugend zu thun ist, sich über den Beyfall des großen Haufens, und der Großen hinwegzusezzen, und seinem Herzen zu folgen den Muth hat – Das ist der Mann für uns. Und nach diesem Maasstab müssen Sie Ihre Untergebene bilden, ihre Seelen erweitern, sie vom Niedrigen ablenken. Wer zu sehr am Kleinen hängt, einen zu engen Gesichtskreis hat, und sich nicht über die engen Verhältnisse hinaussezzen kann, der ist uns unnüz.

6)    Lesen Sie mit Ihren Untergebenen gute, leicht begreifliche, bilderreiche, seelenerhebende Bücher. Reden Sie viel mit ihnen, aber nicht aus dem Kopf, sondern aus dem Herzen. Sie selbst müssen glühen, wenn sich andere an Ihnen erwärmen sollen. Ihr Vortrag muß daher lebhaft syen, aber bloße Einfalt des Herzens (115)und Unschuld sollen das Wort führen, wo Beredsamkeit mangelt. Sie müssen lebhafte Begierden, müssen Entschlüsse zu erwekken verstehen. Ihre Leute müssen sich nach der Stunde sehnen, wo sie das alles in Erfüllung bringen können. Sie müssen zeigen, daß es Ihnen ernst ist, daß Sie von der Wahrheit und Güte der Sache durchdrungen sind, daß es nicht Spekulation ist, das Sie empfunden haben, was Sie sagen. Aber hüten Sie sich, daß Ihre Thaten nicht das Gegentheil reden. Uebrigens keine wasserige Declamation, keine saftlose Moral, keine subtile, unnüzze Methaphysik, die den Menschen nicht besser machen. Alles muss anschaulich seyn, voll Bilder und Bespiele, den Saz gleich auf einzelne Fälle angewendet, die Folgen, die Wichtigkeit, den Nuzzen gezeigt.

7)    Vor allem wirken Sie Liebe zum Zwek: Schildern Sie denselben groß, wichtig, verbunden mit ihrem eigenen Interesse, mit den Lieblingsleidenschaften eines jeden. Jeder Rechtschaffene wird Ihnen anhängen. Wird zu finden glauben, was er sucht, und wird's finden. Beschreiben Sie das Elend der Welt; zeigen Sie lebhaft, was Menschen sind, und was Sie seyn könnten; was sie thun sollten, wie sehr sie ihr (116) Interesse verkennen, wie sehr der Orden solches befördert, wie sehr die Grundlage dazu schon aus der untersten Klasse hervorleuchtet; was sie noch weiter zu erwarten haben.

8)    Erwerben Sie sich Liebe, Zutrauen, aber auch Ansehen und Ehre; vermeiden Familiarität und die Gelegenheit, in Gegenwart der Untergebenen Blöße zu zeigen.

9)    Von dem Orden reden Sie allzeit mit Ernst und Majestät; er verdient es.

10) Flössen Sie den Untergebenen Neigung und Hochachtung gegen die Obern ein. Machen Sie ihnen die Notwendigkeit der Subordination in wohlgerichteten Gesellschaften begreiflich: Das Beyspiel des Militärs und anderer Stände wird Ihnen Gelegenheit geben. Man lehrt am nachdrüklichsten, wie man sich gegen Obere betragen soll, wenn man sie selbst ehrt, auch dann, wenn man Lust hätte unzufrieden zu seyn.

11) Ihre Untergebenen müssen arbeiten, lesen, denken, empfinden, handeln. Ueben Sie sich mit ihnen, erwecken sie ihnen Muth, zeigen Sie, welchen Vortheil jede Ihrer Arbeiten hat. (117) Man arbeitet gern, wenn man Vortheile vor sich sieht; wenn man uns die Sache nicht schwer macht; wenn uns das Interesse in der Nähe gezeigt wird; wenn die Sache nicht zu trocken, unwichtig, spekulativ vorgetragen wird. Sie werden schon finden, woran es Ihren Leuten fehlt, aber Sie mußen jeden auf seine eigene Art behandeln, um ihnen den Gegenstand anziehend zu machen. Man kann alles mit den Menschen machen, wenn man ihre herrschenden Neigungen zu seinem Vortheil zu nuzen versteht.

12) Die größte Wissenschaft für den Menschen ist Menschenkenntnis. Machen Sie diese vorzüglich Ihren Zöglingen interessant. Ein Mensch, der daran Geschmack findet, ist für uns nicht verloren: Dadurch lernt er die Kunst, andere zu beurtheilen, zu leiten, und sich selbst so zu betragen, daß andere gut von ihm urtheilen, er wird aufmerksam auf sich selbst, und bessert sich.

13) Fangen Sie mit Ihren Leuten von kleinen Versuchen an. Werfen Sie Ihnen leichte Fragen im Umgange auf, die dahin abzielen, wie man den Menschen, aller Vorstellungen ungeachtet, ausforschen soll. Im Anfange müßen die (118) Fragen leicht seyn, so daß die Beantwortung gleich mündlich geschehen kann. Wenn Sie die Sache auch wirklich besser wissen; so lassen Sie doch anfangs die Antworten Ihrer Zöglinge besser als die Ihrige scheinen; das erwekt Muth, und Sie werden schon einmal Gelegenheit finden, Ihre Meinung zu sagen. Stellen Sie sich ihnen gleich, theilen Sie sich einander Bemerkungen mit, als über Physiognomie, Gang, Stimme ec. Rühmen Sie Ihre Zöglinge, sagen Sie dem einen, er habe eine große Anlage, ein Menschenkenner zu werden, es fehle ihm nur an Uebung; einen anderen loben Sie in einer Gesellschaft, daß er es wieder erfahre; weisen Sie junge, wißbegierige Leute an ihn, daß sich dieselbe Unterweisung von ihm erbitten, und ihn bewundern, er wird sich sodann immer mehr zeigen wollen, und indem er andere lehret, selbst lernen.

14) Und da Sie nun sehen, wie viele Mühe es kostet, die Menschen dahin zu bringen, wo man sie erwartet; so versäumen Sie zwar keine Gelegenheit, überall so viel Sie können, gesunde Grundsäzze zu verbreiten, Muth und Entschlossenheit zu erwecken: aber merken Sie sich dieses dabey: Man kommt mit der Menge nicht zurecht. Wer alle ändern will, ändert niemand. (119) Daher theilen Sie sich in diese Arbeit mit den Mitgliedern dieses Grades in Ihrem Orte. Suchen Sie sich einen, zwey, höchstens drey Minervalen aus, bey denen Sie am meisten Ansehen und Kredit haben, denen Sie am meisten gewachsen sind: Aber diesen schenken Sie alle Ihre Mühe und Sorgfalt. Sie habe gewiß etwas großes gethan, wenn Sie drey gute Menschen in Ihrem Leben gebildet haben. Diese müssen sodann der Gegenstand Ihrer Bemerkungen, Ihr beständiges Augenmerk seyn. Wenn eine Art der Behandlung fehl schlägt, so versuchen Sie eine andere, bis Sie die wahre treffen. Sie müssen wissen, wozu Ihr Mann in jeder Zeit aufgelegt ist, wie viel er erwartet, welche Mittelsäzze ihm noch fehlen, um den Hauptsäzzen Beyfall zu geben. Die größte Kunst ist auch, den wahren, rechten Augenblik zu nüzzen. Oft ist Hizze nothwendig, oft Gelassenheit: Ihre Leute aber müzzen diese Aenderung nicht Ihnen, sondern sich selbst zuschreiben. Sie müssen das unsichtbare Werkzeug seyn. Nichts im Affekt unternommen, nicht widersprochen: Hören Sie ihn an, wenn er auch unrecht hat. Niemal die Folgerungen bestritten, sondern den Grundsaz! Erwarten Sie den Augenblik, wo dieses geschehen kann, und wo Sie Ihre Gedanken (120) darüber eröfnen können, ohne daß Sie den Schein des Widerspruchs haben: am besten, wenn Sie veranstalten können, daß Sie denselben Streit in seiner Gegenwart mit einem andern halten, an dem Ihnen weniger gelegen ist, oder mit dem Sie es verabredet haben, wo er sodann nur Zuhörer, nicht Parthey ist, und dann alle Gründe in ihrer Stärke vorgetragen!

15) Fehler und Mängel, die Sie an ihm geändert wünschten, stellen Sie ihm nicht immer als seine eignen Fehler vor. Das, was er gethan, erzählen Sie ihm, als wenns ein Dritter gethan hätte, fragen Sie ihn um Rath darüber, er muß sein eigner Richter werden, das Urtheil über sich selbst sprechen.

16) Aber das alles geht langsam, sehr langsam. Lassen Sie sich Mühe und Zeit nicht reuen, sollten auch Jahre darüber vergehen. Keine Zeit ist verloren, und der Grund muß fest gelegt werden. Uebereilen Sie also nichts. Es muß bey Ihren Untergebenen zur Festigkeit und Fertigkeit werden. Oft dasselbe lesen, denken, hören und sehen, verbunden mit Gegenständen, die uns am öftersten vorkommen, und danach handeln, das giebt eine Fertigkeit, die zuletzt (121) zur Gewohnheit wird, so und nicht anders zu denken. Ihre Kunst muß also seyn, Ihren Leuten so oft ihre Pflichten und die Grundsäze, welche sie haben sollen, vor Augen zu stellen, daß sie alles daran erinnert, was sie werden sollen.

17) Fordern Sie also nicht auf einmal zu viel. Behandeln Sie die Zöglinge vorsichtig, väterlich, sorgsam. Verzweifeln Sie an keiner Besserung. Aus dem Menschen ist alles zu machen. Die mehrsten sind nur deswegen böse, weil sie kein Interesse finden, gut zu seyn. Dies muß ihnen also gezeigt werden.

18) Die Triebfedern der Handlungen, die von Erziehung und Erfahrung herkommen, und ihre Grundsäze müssen ausgeforscht, und wenn sie nicht taugen, nach und nach geschwächt, andere an ihre Stelle gesezt und befestigt werden. Dann ist nicht zu widerstehen; aber dazu gehört tiefe Weisheit.

19) Wenn man manche Religionen, Staatsverfassungen, Sekten und Gesellschaften betrachet, so sieht man, wie Menschen für Dinge, bey denen sie gebohren und erzogen worden, wenn sie auch wirklich gar keinen Werth haben, (122) und von allen übrigen verachtet werden, so eingenommen seyn können, daß sie Schritte thun, die ihrem Interesse offenbar entgegen sind, und den thörichsten Systemen Leben, Gut und Blut aufopfern. Wenn ein dummer Mönch den klügsten Mann durch seine Schwärmerey dahin bringen kann, ihm seine geheimsten Gedanken zu offenbaren, so muß man sich wahrhaftig überzeugen, daß die Menschen zu allem zu bewegen sind, wenn man nur ihre Schwächen faßt, und daß seltner Vernunft und Ueberzeugung als Gewohnheit und Vorurtheil ihre Schritte leiten. Kann man uns Enthusiasmus für Thorheit einprägen, so muß es doch wohl an der Art der Behandlung liegen, wenn man der Wahrheit und Tugend nicht das Uebergewicht zu verschaffen vermag. Man bediene sich also derselben Mittel, die der Betrug zur Bosheit anwendet, um das Gute durchzusezen, so kann es nicht fehlen. Die Bösen vermögen nur darum alles, weil die Guten zu unthätig, zu furchtsam sind. Es giebt Gelegenheiten, wo man auch Galle zeigen muß, um die Rechte der Menschheit zu schüzen.

20) Sagen Sie, daß Ihre Leute Anhänglichkeit an den Orden bloß der Güte des Zwekkes wegen (123) haben; daß ihnen Alterthum, Verbreitung, Macht, Reichthum, alles gleichgültig sey. Sie müssen nur sehen auf die Güte der Sache, Einrichtung, Behandlung der Leute, Unterricht, Anwendung der Mittel, Auswahl und Betragen der Mitglieder, Ordnung, Zusammenhang, Subordination, Ansehen der Obern, deren Klugheit, verschiedene Aufführung bey verschiedenen Vorfällen, Schwierigkeit weiter zu kommen, Uneigennüzigkeit, Gleichhaltung der Stände, Befreyung von Vorurtheilen. Ein Denker wird bald finden, daß einer solchen Gesellschaft nichts unter der Sonne unmöglich ist. Er wird also auch leicht vorhersehen, daß unter solchen Anstalten auch gewiß sein Ehrgeiz, seine Liebe zur Macht, sein Verlangen nach Ruhe und Sicherheit, sein Durst nach Geheimnissen und verborgenen Einsichten mit in Anschlag gebracht, und nicht vergessen werden. Aber das alles muß und darf er sich nicht als den Hauptzweck vorstellen, es sind nur natürliche Folgen von dem, wozu man ihn bereitet, und Folgen, die nie erscheinen, wenn nicht jeder nach Kräften das Seinige beyträgt, erst die Ursachen davon herbeyzuführen. Er muß erst die große Kunst lernen, vernünftig zu begehren.

21) Sagen Sie es allen Ihren Leuten ohne Scheu und Bedenken, daß der Orden niemand bittet einzutreten, oder darin zu bleiben: Es ist ihm gleichgültig, ob er wenige oder viel Mitglieder hat, ob sie reich oder arm, Fürstensöhne oder Handwerker sind. Hohe und Reiche sucht er am wenigsten, denn sie schlagen selten gut ein; sie können es für Glük rechnen, wenn man sie aufnimmt: Gewöhnlich verhindern ihre Glüksumstände und Lagen, es einzusehen, wie nöthig ein Mensch dem andern ist, und eben darum sind sie selten gute Menschen. Doch schliessen wir sie nicht gänzlich aus, wenn sie sich fügen, und nicht ihre weltliche Verhältnisse geltend machen wollen. Sie müssen lernen, was wahrer Adel ist, und sich es gefallen lassen, einen Mann weit über sich stehen zu sehen, der nach ihrer Meinung in der bürgerlichen Welt weit unter ihnen steht. Wem dieses bitter scheint, der mag uns verlassen, mag sogar unser Feind werden: wir fürchten ihn nicht; er wird sich schaden, indem er die Gelegenheit verfehlt, durch unsere Unterstüzung das zu werden, wozu ihn Stand und Geburt doppelt aufriefen, und worin er nun von dem geringsten übertroffen wird. Uebrigens beneiden wir niemand die Freude, geschwinder und sicherer in einer andern Verbindung zum Zwek zu kommen, (125)

wir bedauern nur, daß uns eine solche Gesellschaft unbekannt ist, in welcher diese schnelle Umschaffung vorgeht, oder in welcher man die Kunst versteht, kleine, mittelmäßige Leute zu großen Dingen zu gebrauchen, oder solche Menschen höhere Kenntniße zu lehren, die noch keine feste Grundsäze über die gemeinsten Wahrheiten haben. Sollte indessen eine solche Wundergesellschaft zu finden seyn, so sind wir überzeugt, daß dieselbe unsre vorsichtige Einrichtung billigen, und den Mann nicht begünstigen werde, dem diese Einrichtung nicht verständig war. Unterdessen bleiben wir uns, halten uns an die ehrwürdigen Vorschriften der Obern, arbeiten im Frieden, und verfolgen niemand. -Folgen Sie diesen Anleitungen, und bilden noch zwey Menschen nach Ihren Grundsäzen, so werden Sie sehr viel für die Welt gethan haben.

22) Nüzzen Sie sorgfältig die Augenblicke, wo Ihr Zögling mit der Welt unzufrieden ist, wo es ihm nicht nach Wunsche geht, solche Gelegenheiten, wo der Mächtigste fühlt, wie nothwendig ihm sein Nebenmensch ist, wie viel bessere Einrichtungen noch hier zu machen sind. Hier müssen Sie das erweichte Gemüth noch empfindlicher machen; hier müssen Sie den (126) nuzzen einer geheimen Verbindung geprüfter Männer zeigen. Es wird Ihnen bey dem Mächtigsten nicht fehlen, solche Augenblicke zu finden, wo Sie durch diese schwache Seite eindringen können.

23) Glauben Sie so leicht nicht, daß, wenn Ihre Untergebene sich in einem Fall nach Ihrem Willen und nach den Vorschriften richten, sie es gewiß auch in andern Fällen thun werden. Es ist noch lang keine Fertigkeit. Vielleicht haben Furcht, Hofnung oder Befriedigung einer Leidenschaft dieses bewirkt: So schnell werden die Menschen nicht ganz gut. Vermuthen Sie lieber das Schlimmste; das leichtfertige Herz ist zu wandelbar.

24) Nähren Sie bey niemand betrügliche Hofnungen. Versprechen Sie wenig, um viel leisten zu können. Dem Niedergeschlagenen machen Sie Muth; bey den gar zu Muthigen suchen Sie durch Bedenklichkeiten und Vorstellungen der Gefahren das Uebermaaß einzuschränken. Im Unglükke soll der vernünftige Mann hoffen, im Glükke fürchten.

Hier haben Sie nun unsern Unterricht, um ein guter und sicherer Führer der Menschen zu (127) werden. Vermehren Sie auf diese Art das Herr der Edeln und Auserwählten, und wenn Ihnen Ihre eigene Glükseligkeit theuer war, so entschließen Sie sich doch nach unserer Anleitung, so viel tausend Menschen, die so leicht gut seyn könnten, und es so gern wollten, der fatalen Nothwendigkeit, böse zu seyn, zu entreissen. Die mehrsten sind nur deswegen böse, weil das Uebergewicht der Bösen alle Macht in Händen hat, Glükliche oder Unglükliche zu machen, und weil der Tugend bey diesem sichtbaren Uebergewicht nichts übrig zu seyn scheint, als zu schweigen, zu dulden, sich zu krümmen, oder gar dem Laster zu frohnen. Glauben Sie uns, wir wissen aus Erfahrung: Nehmen Sie dem Laster seine Macht, legen Sie der Jugend dies für uns so unglükliche Uebergewicht bey: und alle Welt wird gut seyn. Aber das Laster ist nur deswegen mächtig, weil die Guten so unthätig sind, oder zu früh, zu gewaltsam etwas unternehmen, weil sie sich trennen oder trennen lassen, weil sie sich immer mit der Zukunft trösten, ohne eine solche Revolution vorzubereiten; weil die Zeit alles thun soll, und sie sich unterdessen lieber schmiegen, als thätig gegen das Laster seyn wollen. Aber diese gepriesenen Guten sind nur negativ gut, sie enthalten sich zwar aller (128) Beleidigungen, aber aus Furcht, Kleinmuth und Faulheit hindern sie zugleich das Böse nicht, das sie doch hindern könnten. Wenn sie überzeugt wären, daß Tugend nicht in bloßer Geduld, sondern hauptsächlich im Handeln und Arbeiten, nicht in Ruhe und Sorglosigkeit besteht, so würden sie aus ihrem Schlummer erwachen; sie sind schwach, weil sie alle Gelegenheit vorbeylassen, sich zu verstärken; sie verlieren den Muth, sie verzweifeln, wo noch Hofnung zum Siege ist, und eben darum werden sie überwunden und in die Knechtschaft geführt, weil sie selbst dem Laster huldigen, ihm nicht widersprechen noch Einhalt thun; weil sie es sogar äusserlich ehren, wenn sie es gleich innerlich verabscheuen, sie nehmen den Bösewicht in ihren Schoos auf, geben ihm Dach und Fach, schmeicheln und liebkosen ihm, um nicht noch mehr zu verlieren, und geben ihm selbst die Waffen gegen sich in die Hand; sie verbinden sich lieber mit dem Laster, machen stillschweigend mit ihm gemeinschaftliche Sache, ehe sie den Edeln aufsuchten, um sich mit ihm gegen die Bosheit zu verbinden. Welche Moral kann diese schändliche, unwürdige Aufführung rechtfertigen? Fern von dieser niederträchtigen Politik müsse jeder Ihrer Schritte der Tugend entgegen gehen, und dem Laster beherzt in den Weg treten. Schliesset euch fest an einander ihr (129) Frommen, ihr werdet stark und unüberwindlich seyn. Wenn du allein zu schwach bist, so leide, bis du stärker wirst, aber spare keine Gelegenheit dich zu stärken. Suche Hülfe bey deinen Brüdern, sie werden dich nicht verlassen, wenn du der Mann bist, wie du seyn sollst. Traue fest an den Orden, er kann alles, wenn man nur seiner Anleitung folgt. Wir arbeiten, dem Verdienst seinen bisher widerrechtlich entrissenen Lohn, den Schwächern Stärke, den Gefallenen Mittel zur Besserung, dem Bösewicht Fesseln, und der Menschheit ihre hohe Würde wieder zu geben. Dies ist das zweyte uns verheissene Canaan, das Land des Ueberflußes und des Seegens, das aber leider, auch so viele nur von fern sehen. Flieht ihr Unheiligen, kein Ungeweyther nahe sich dem Heiligthum, von der auserwählten Legion bewacht, aber tretet herzu ihr Edeln mit Ehrfurcht und Schauer, empfangt schon aus der Ferne unsern Segen. Kommt herbey ihr Kranken, und die ihr leidet! Werdet ihr hier nicht von Gebrechen geheilt, so zweifelt an eurer Genesung.

"Unterricht zur Bildung brauchbarer Mitarbeiter" in: Faber, Ächter Illuminat, S. 111 – 129

Unterricht, Bildung.

Was nüzt dem O. eine Menge Menschen, die sich auf keine Art ähnlich sehen? Alle diese Männer müssen von ihren Schlacken gereinigt werden, und zu edeln, großen, würdigen Menschen umgeschaffen werden. Dies ist nun die härteste schwerste Arbeit. Dem O. ist nicht so sehr an der Menge, als an der Güte der Arbeiter gelegen. Also

a.  Soll bey dem ersten Eintritt in den O. jedes Menschen Seele erweitert, und gegen große Entwürfe fühlbar gemacht werden. Er soll gleich Anfangs hohe (155) würdige Begriffe erhalten. Es sollen ihm die Sachen wichtig, erstaunend geschildert werden, ohne sich jedoch in das Besondere einzulassen. Es versteht sich, daß die Ausführung des Aufnehmers den Kandidaten nicht das Gegentheil erwarten lasse.

b.  Der Kandidat wird den bekannten Vorschriften gemäß geleitet, aber nicht auf einmal, sondern nach und nach, damit durch die Ueberlegungs-Fristen das Bild sich tiefer einpräge. Er muß bitten, nicht sich bitten lassen.

c.   Die Begriffe von Größe werden ihm beygebracht durch Vorstellung der Uneigennüzigkeit des Zwecks, wovon schon die allgemeinen Statuten zeugen, durch Bemerkung der Mühe, die man sich um seine Bildung giebt, durch die Schwierigkeit, welche es kostet, zu uns zugelangen, durch Beschreibung der Vortheile, die auch das geringste unserer Mitglieder vor allen Profanen hat, durch den Reiz der verborgenen Macht, durch Vorbild der Stärke, die der Aufgenommene dadurch erhält; durch Besprechung größerer Einsichten; durch Hofnung mit der Zeit hierdurch Bekanntheit mit den edelsten Männern zu bekommen; durch Erwähnung des Schuzes, den der O. seinen folgsamen Schülern gegen die Bösen gewähren kan; durch Darbietung der Gelegenheit nüzlich zu werden, die er nirgends so gut als da findet; durch die Ordnung und Pünktlichkeit, welche er wahrnimmt; durch die Achtung, (156) Ehrerbietung, Heiligkeit, mit welcher der Aufnehmer von dem O. redet; durch das Ansehen und die Beredsamkeit des Aufnehmers selbst; in allen diesen Puncten soll also der Präfect die Untergebenen unterrichten und üben lassen.

d.  Es ist aber nicht genug, bis Feuer anzufachen; es muß auch erhalten (werden) und zwar durch das Lesen solcher Bücher, welche die Begierde entstehen machen sich zu bessern, sich zu unterscheiden, groß zu werden, in welchen die Tugend liebenswürdig und interessant, das Laster abscheulich und sich selbst zur Strafe dargestellt wird. Die fleißigen Berichte der Superioren müssen ausweisen, wie viel Nuzen die Leute aus dieser Lectüre gezogen. Wo es angeht, läßt man die Minervalen durch O's-Mitglieder, welche Beredsamkeit und Kenntnisse haben, Vorlesungen über Gegenstände der practischen Philosophie, über Vergnügen und Misvergnügen, über das Gute und Böse u.s.f. halten. Noch besser sind thätige Uebungen, Gelegenheiten das Gute auszuüben. Vor der Beförderung in höhere Grade müssen die jungen Leute erst geprüft werden, ob sie die vorgeschriebnen Bücher gelesen haben, und eher wird niemand befördert, als bis er so ist, wie wir ihn haben wollen.

e.  In seinem Stücke soll der Präfect so sorgsam seyn, als sich von Monath zu Monath die genauen Tabellen über Fleiß, die Aufführung und Fortschritte der (157) Novizen und Minervalen einschicken zu lassen. Keine Klasse braucht so viel Aufsicht als die erste.

f.    Deswegen soll auch streng darauf gehalten werden, daß die Untergebenen monathlich Aufgaben ausarbeiten; aber keine theoretische, speculativische, sondern nur solche, welche wahrhaftig Einfluß auf den Willen, auf die Besserung des Characters, und auf das gesellschaftliche Band haben, damit die Leute beschäftigt seyen, ihre Fähigkeiten entwickeln, an Ordnung und Fleiß gewöhnt werden, und sich in verschiedene Lagen zu denken lernen; und nur nach der Menge und Güte dieser Aufsäze folgt frühere oder spätere Beförderung; kein Rang, Stand, Vermögen oder andrer äußerer Vorzug kommt hier in Betracht, sondern lediglich Befindlichkeit, Biegsamkeit, Adel des Herzens und des Geistes.

g.  Das Herz sey das Hauptaugenmerk; lieber hundert schwache Köpfe, als einen boshaften. Also darf kein Neid, Stolz noch Troz gelitten werden. Man muß allgemeines Wohlwollen erwecken, das Corps der Mitglieder zu guten Handlungen auffordern, und dergleichen gethane öffentlich loben, belohnen, unterscheiden. Deswegen soll der Präfect Anecdoten von edeln und niederträchtigen Handlungen sammeln, und den Minerval-Magistraten bekannt machen. In der Versammlung werden denn diese ehrenvolle oder schändliche (158) Thaten, der niedrigsten wie der vornehmsten Menschen, öffentlich nebst ihrem Rahmen hergelesen und präconisirt. Hier muß man erfahren, daß bey uns jedem auch von der ganzen Welt verkannten Verdienste Gerechtigkeit widerfährt, und daß der Bösewicht auf dem Throne bey uns so gut, oft mehr ein Schurke heißt, als der, welchen man zum Galgen führt, der große Mann hingegen eine sichere Canonisation findet.

h.  Widerspenstige sich klug dünkende Leute soll man mit guter Art vom O. zu entfernen suchen.

k.   Man soll die Zöglinge gewöhnen, sich jede moralische Wahrheit sinnlich unter Bildern vorzustellen. Daher begünstigen wir gute Dichter, Fabeln und Romanen; und wer andere unterrichten will, soll sich vorzüglich mit Bildern und Beyspielen bekannt machen, um seinem Unterricht die gehörige Lebhaftigkeit zu geben.

l.    Vorzüglich aber soll man jede Lehre mit dem Interesse des Lernenden zu verbinden wissen.

m. Es soll den untern Klassen immer eine gehörige Anzahl wohlgewählter, den Beschäftigungen jedes Grades angemeßner Bücher zum Lesen vorgeschrieben werden.

n.  Er muß machen, daß über O's und andere wichtige Gegenstände alle Mitglieder nur eine Sprache führen. Erläßt zu dem Ende alle Untergebenen durch die Mittel-Obern unvermerkt unterrichten; dieß erhält er dadurch, (159) daß die Leute gewöhnt werden, in allen Dingen die Augen auf den Obern zu richten, alle seine Handlungen und Reden, auch wenn sie die Ursach nicht einsehen, für zweckmäßig zu halten, sich zu bemühen diese Ursachen zu ergründen, und bey jedem Zweifel zu sehen oder zu fragen, was er befiehlt. Beobachtet der Präfect das alles, so wird's ihm nicht fehlen.

"Instruction der Präfecten oder Local-Obern" in: Grolman, Spartacus und Philo, S. 154 – 159

Fragenkataloge für die einzelnen Grade

Die für einige Grade des Ordens bestimmten Fragekataloge, aus denen die Oberen ergänzend beispielsweise zu den conduite-Tabellen Daten über die ihnen anvertrauten Mitglieder zusammentragen sollten, sind im folgenden aufgelistet. Neben den in den quibus licet regelmäßig abzuhandelnden Fragen zur Aufrechterhaltung eines optimalen Verhältnisses zwischen Oberen und Adepten oder zu Art und Umfang der persönlichen Lektüre wurden mittels bewußt gesteuerter Fragetechniken wiederholt Erkundigungen eingezogen, welche sowohl organisatorischen Zwecken dienen als auch zur Erhellung der Persönlichkeitsstruktur der Mitglieder beitragen sollten. Aus diesen sollten dann entsprechende Maßnahmen für das Ordensprozedere wie auch für die individuelle Bildung der Mitglieder abgeleitet werden. Im folgenden sind die wesentlichsten Kataloge, nach Graden geordnet, aufgeführt.

Noviziat

[der Novize] zeigt an:

a) Wie Ihm sein Oberer begegne, ob er fleisig oder nachläsig, hart oder gelind mit

ihm verfahre;

b) Was er gegen den Obern für Beschwerden habe.

c) Was Ihm sein Oberer dies Monat für Befehle kund gemacht habe;

d) Was er dies Monat an Geld erlegt habe.

"Noviziat" in: Faber, Ächter Illuminat, S. 29

Minervalgrad

Sagen Sie mir nun erst:

1ste Frage. Was für einen Begriff machen Sie sich von diesem Orden?

2te Frage. Haben Sie aber auch überlegt, daß indem Sie sich eine Verbindlichkeit auflegen, Sie Ihre natürliche Freyheit einschränken?

3te Frage. Haben Sie auch überdacht, daß der O. in gewißen Umständen die genauste Folgleistung verlangt; daß man Ihnen über die Ursachen, warum etwas befohlen werden könnte, nicht immer würde Rechenschaft geben, welches Ihnen unangenehm seyn könnte?

4te Frage. Wie würden Sie sich aber betragen, wenn Sie einst Personen im O. fänden, denen Sie abgeneigt, oder gar Ihre Feinde wären?

5te Frage. Nun wissen Sie, was wir von Ihnen erwarten; was fordern Sie aber dagegen von uns?

"Formular zu einem Initiationsprotokoll" in: Faber, Ächter Illuminat, S. 42

Soll er in eben der Zeit seine Gedanken über folgende Fragen entwerfen:

a) Was er sich zum Endzwek des O. wünsche?

b) Welche Mittel er anwenden wolle, denselben Endzwek zu erlangen?

c) Was er besonders nicht wünsche im O. anzutreffen?

d) Welche Personen er nicht darinnen anzutreffen hoffe?

"Statuten und Ceremonien für die Versammlung der Minervalen" in: Faber, Ächter Illuminat, S.62

Fragen an die Mitglieder im Minervalgrad

1.)     Welches Buch er lese?

2.)     Was er in der Zwischenzeit vorzüglich gelesen habe

3.)     Was er neues, besonders auffallendes Nüzliches entdeckt habe?

4.)     Was für Ordensarbeiten er verrichte?

"Statuten und Ceremonien für die Versammlung der Minervalen" in: Faber, Ächter Illuminat, S. 77

Illuminatus maior

Es ist süße Wollust für den Menschenkenner, zu sehen, daß doch im Grunde die Menschen alle gut, daß sie nur verblendet sind, und ihr Interesse nicht kennen. Noch süßer ist es hier in diesem heiligen Zirkel, Menschen zu finden, die nur Ein Herz, Einen Willen haben. Sagen Sie mir bester Br.

1)    Finden Sie in dieser Welt die Tugend belohnt, das Laster bestraft? Finden Sie nicht im Gegentheil, daß der Böse äußerlich glüklicher, angesehener, mächtiger, als der Rechtschaffene ist? Mit einem Worte, sind Sie mit der Welt, wie sie jetzt ist, zufrieden? – (Die Antw. des neuen Br. wird protokollirt.)

2)    Würden Sie dies nicht zu ändern, die Guten zu sammlen, fest zu vereinigen, mächtiger als die Bösen zu machen suchen, wenn es in Ihrer Gewalt stünde? (Antw. zum Protokoll.)

3)    In welchem Lande der Erde, wenn Sie die Wahl hätten, möchten Sie lieber als in Ihrem Vaterlande gebohren seyn? (Die Antw. wird protok.)

4)    In welchem Zeitalter hätten Sie am liebsten leben mögen? (Antw. z. Prot.)

5)    Hätten Sie freye Wahl, welchen Stand würden Sie wählen? Welche Wissenschaft? (Antw. z. Protok.)

6)    Wer ist in der Geschichte Ihr Liebling, oder welcher Schriftsteller Ihr Meister? ( Antw. z. Protok.)

7)    Halten Sie es nicht für ihre Pflicht, geprüften Freunden so viel äußerliche Vortheile als möglich zu verschaffen, ihre Rechtschaffeneheit zu belohnen, ihnen das Leben leicht zu machen? Sind Sie erbötig, sich der Einrichtung zu unterwerfen, welche dieser Grad des O. fordert, nemlich daß jeder von uns monatlich in seinen Q. L. anzuzeigen verbunden ist, welche Bedienung, Pfründen oder dergl. er dermalen zu vergeben hat, oder durch sein Vorwort dazu helfen kann, damit die Obern Gelegenheit haben, würdige Subjekte unter den O. Mitgliedern dazu vorzuschlagen? (Antw. z. Protok.)

"Ritual für die Logen zur Aufnahme in diesen Grad" in: Faber, Ächter Illuminat, S. 196 f

Illuminatus dirigens

Katechismus der Schottischen Ritter

Frage. Bist Du ein Schottischer Ritter?

Antw. Ja, und der, welcher mich aufnahm, hatte Erkenntniß und Gewalt.

Frage. Woran soll ich wahrnehmen, daß Du ein Schottischer Ritter bist?

Antw. Daran, daß ich den flammenden Stern auf meiner Stirn trage.

Frage. Wo bist Du aufgenommen?

Antw. Im Allerheiligsten.

Frage. Woran arbeitet der Schottische Ritter?

Antw. Daran, daß er die Harmonie wieder herstelle, seine Natur veredle, und sich also zum reinsten Werkzeug der Gottheit mache.

Frage. Was sind die Mittel dazu. (76)

Antw. Mäßigkeit, Erhebung und Thätigkeit.

Frage. Worinn soll der Schottische Ritter thätig seyn?

Antw. Maurertugend im reinsten Herzen zu üben, Maurersprache zu entziffern, Weisheit zu suchen, das heißt, Vorurtheil und Leidenschaft zu bekämpfen, in der Liebe zu wandeln und der Natur nachzuforschen.

Frage. Wie kann man seinen Geist erheben?

Antw. Durch Beschäftigung mit hohen Gegenständen.

Frage. Wer ist Dein Meister?

Antw. Jesus von Nazareth.

Frage. Was hat der für die gute Sache gethan?

Antw. Er hat für die Wahrheit gelitten.

Frage. Wo feierst Du sein Andenken?

Antw. Bei dem Liebesmale.

Frage. Was ist der Preis Deiner Arbeit?

Antw. Ruhe, Liebe, Seligkeit.

Frage. Wie ist das Wetter? (77)

Antw. Hellglänzender Tag im Allerheiligsten, aber Sturm und Dunkel von außen.

Frage. Hast du das alte Menschenwort wieder gefunden?

Antw. Meine Obern kennen die 4 Buchstaben.

Frage. Wer kann die Bedeutung des flammenden Sterns entziffern?

Antw. Der, welcher in seinem Innersten das Band zwischen dem Endlichen und Unendlichen fühlt.

Frage. Wie nennst du dieß Band?

Antw. Das wahre Licht.

Frage. Wann wirst du dieß kennen lernen?

Antw. Wenn ich den dreifachen Grund, mich selbst, die Natur und den großen Baumeister werde erkannt haben.

"Beylage C. Katechismus für die Schottischen Ritter." in: Grolman, Illuminatus Dirigens, S. 75ff

Priestergrad

Hierauf giebt er [der Präfekt] ihm [dem Kandidaten] die Adresse des Decanus der Provinz und trägt ihm auf, nachfolgende Fragen zu beantworten und an selbigen einzuschicken:

a.  Sind unsere jetzigen Welteinrichtungen der Bestimmung, zu welcher der Mensch auf diese Erde gesetzt zu seyn scheint, angemessen oder nicht? Erfüllen z.B. Staaten, bürgerliche Verbindungen, Volksreligionen den Zweck, um derentwillen die (4) Menschen dieselben errichtet haben? Befördern die gemeinen Wissenschaften wahrhafte Aufklärung, wahre menschliche Glückseligkeit: oder sind sie vielmehr Kinder der Noth, der vervielfältigten Bedürfnisse, des widernatürlichen Zustandes, Erfindungen spitzfündiger, eitler Köpfe?

b.  Welche bürgerliche Verbindungen, welche Wissenschaften erscheinen Ihnen zweckmäßig, und welche nicht?

c.   Ist es wohl einst anderst in der Welt gewesen? Gab es nicht einen einfachern Zustand, und wie denken Sie sich denselben?

d.  Wäre es nun wohl möglich, nachdem wir nun alle Nichtigkeiten unserer bürgerlichen Verfassung durchgegangen, einmal wieder zu der ersten Simplicität zurückzukommen, zu einer edeln Einfalt, die alsdenn, um desto dauerhafter seyn würde, da sie mit den Erfahrungen aller Art von Verderbnissen ausgerüstet, das Menschengeschlecht in einen solchen Zustand setzte, in dem sich etwa ein einzelner Mensch befindet, der, nachdem er in seiner unschuldigen Kindheit unverderbt, beneidenswürdig glücklich gewesen, in den Jünglingsjahren von Leidenschaften irregeführt worden, und alle Gefahren kennengelernt hat, dann in seinem gebil (5) deten Alter aus diesen Erfahrungen practische Weisheit mit kindischer Unschuld und Reinigkeit zu verbinden sucht?

e.  Wie wäre es aber anzufangen, diese selige Periode und ein allgemeines Sitten-Regiment herbeyzuführen? Durch öffentliche Anstalten, durch gewaltsame Revolutionen, oder auf andere Art?

f.    Giebt uns nicht die reine christliche Religion Winke dazu? Verkündigt sie uns nicht einen solchen glücklichen Zustand, bereitet sie uns nicht dazu vor?

g.  Ist aber diese einfache, heilige Religion wohl dieselbe, welche jetzt die verschiednen christlichen Sekten lehren, oder eine bessere?

h.  Kan man diese bessere Religion lehren? Würde wohl die Welt, wie sie jetzt ist, mehr Licht ertragen können? Glauben Sie, daß bevor unzählige Schwierigkeiten gehoben sind, es etwas helfen könnte, den Menschen gereinigte Religion, höhere Philosophie, und die Kunst, zu seinem Vortheil sich selbst regieren zu können, zu predigen? Hängt nicht die Entweichung dieser Dinge von unsern politischen und moralischen Verhältnissen doch so genau zusammen, daß viel Menschen aus übel verstandnem Interesse, und noch mehrere aus eingewurzelten Vorurtheilen sich der Veredlung des Menschenge(6)schlechts widersetzen, weil sie an die alten Formen gewöhnt sind, und was in diese nicht paßt, wäre es auch noch so natürlich, groß, edel, dennoch für unrecht gehalten? Wird nicht leider! Jetzt alles menschliche, allgemeine, dem personellen, engern Interesse nachgesetzt?

i.    Müssen diese Verderbnisse also nicht nach und nach in der Stille gehoben werden, ehe man hoffen kann, jene goldnen Zeiten herbeyzuführen; und ist es nicht besser, unterdessen in geheimen Verbindungen die Wahrheit fortzupflanzen?

j.    Finden wir Spuren einer solchen geheimen Lehre in den ältesten Weisheitsschulen, in dem bildlichen Unterrichte, den Christus der Erlöser und Befreyer des Menschengeschlechts seinen vertrautesten Schülern gab? Bemerken Sie nicht eine stuffenweise Erziehungs-Anstalt von der Art schon von den ältesten Zeiten her angebracht?

"Einleitung" in: Grolman, Spartacus und Philo, S. 3 – 6

Die wissenschaftliche Akademie

nach dem Plan des Priestergrades der Illuminaten

Nachstehend erfolgt ein Auszug aus den Anweisungen für illuminatische Presbyter, der den Grundriß der wissenschaftlichen Akademie und die Aufgaben der einzelnen Klassen aufzeigt.

IX. Daher soll der Priesterstand unter Anführung des Decani und dem Schuze des Provinzials den Orden in der Provinz auf einen solchen Fuß sezen, daß es ihm nicht nur in seinem Fache an geschickten und erfahrenen Männern mangle, sondern daß auch (82)

1)    Junge Leute zum Beobachtungsgeiste gewöhnt;

2)    Facta und ungezweifelte Beobachtungen in Menge gesammelt;

3)    diese gehörig untersucht, verglichen, benuzt werden, und zwar auf solche Art daß

4)    der Orden die bisherigen Systeme entbehren, und eigene – auf die Natur allein gegründete Systeme seinen Anhängern vorlegen könne.

5)    Daß er in allen Fächern Erfinder habe.

6)    Daß in seinem Schoose ein Vorrath der tiefsten und verborgensten Weisheit ruhe,

7)    der Orden der übrigen profanen Welt nothwendig, sich aber dieselbe im Gegentheil entbehrlich mache,

8)    damit er dann das durch Arbeit und Weisheit seiner Mitglieder erworbene Licht austheilen könne, an wen er will.

X. Den Beobachtungsgeist zu verbreiten muß man schon in der Minervalklasse anfangen.

1)    Die Leute müssen unterrichtet werden, daß in der Natur nichts klein, nichts unbedeutend ist.

2)    Es müssen alle Mitglieder zu den verschiednen Wissenschaften, zu welchen sie Lust und Anlage haben, und in welchen sie beobachten sollen und wollen, abgetheilt werden. (83)

3)    Man muß daher in seiner Provinz folgende Fragen zur Beantwortung aufwerfen, und die besten Arbeiten mit Beförderung, Geld und auf andere Art belohnen. Dabey merke man wohl, daß niemand zu einer höhern Klasse soll befördert werden, er habe denn dem Orden in diesem oder einem andern Fache einen würdigen Dienst geleistet. Die Fragen sind folgende:

A)   Was ist der Beobachtungsgeist?

B)   Wie wird er erworben, und wie werden gute Beobachter gebildet?

C)   Wie muß man genau und richtig beobachten?

4) Ist das System vom Beobachtungsgeiste im allgemeinen hergestellt, dann wirft der

Decanus unter Anweisung des Provinzials dieselben Fragen für jede der abgetheilten

Klassen der kleinen Mysterien auf.

XI. Diese Klassen nun sind

1)    Die physikalischen und zwar

A)   Optik, Dioptik, Katoptik.

B)   Hydraulik, Hydrostatik.

C)   Elektrizität, Centralkräfte, Magnetismus, Attraction

D)   Experimental-Optik auf Luft und andere Objecte (84)

2)    Die medicinische Klasse, wohin gehört

A)   Anatomie,

B)   Bemerkungen über Krankheiten, über Arzneymittel, Semiotik.

C)   Wundarzney, Hebammenkunst, chirurgische Operationen.

D)   Ebymie

3)    Mathematische Klasse, dahin nemlich

A)   gemeine und höhere Rechenkunst, Algebra.

B)   Reine Mathematik, Zivil-Militair- und Schiffsbaukunst.

C)   Mechanik

D)   Sphären-Lehre, Astronomie ec.

4)    Für die Naturhistorie, als

A)   Ackerbau, Gärtnerey, Haushaltskunst.

B)   Thierreich, vom kleinsten Insecte an bis zum Menschen.

C)   Erdarten, Steine, Metalle.

D)   Kenntniß der Wirkungen, und unbekannte Phänomene, die der Erdkörper zeigt.

5)    Politische Klasse, dahin gehört

A)   Menschenkenntniß, wozu die großen Illuminaten Materialien liefern.

B)   Geschichte, Erdbeschreibung, gelehrte Geschichte, dahin auch die Lebensläufe der Männer, deren Rahmen man trägt, abgeliefert werden.

C)   Alterthümer, Diplomatik. (85)

D)   Politische Geschichte des Ordens, seine Schicksale, Fortschritte, Wirkungen, Unfälle in jeder Provinz, Kampf mit andern ihm entgegen arbeitenden Gesellschaften. NB, hievon soll vorzüglich geredet werden.

6)    Künste und Handwerker, nemlich

A)   Mahler – Bildhauer – Ton – Tanz – Kunst.

B)   Redner- und Dichtkunst, lebende Sprachen, lateinisch und griechisch.

C)   Uebrige schöne Wissenschaften, Litteratur.

D)   Handwerker.

7)    Geheime Wissenschaften und besondre Kenntnisse.

A)   Seltene Sprachen, orientalische Sprachen.

B)   Kenntnisse geheimer Schreibarten, solche zu entziefern, Pettschaften zu erbrechen, und für das Erinnern zu bewahren.

C)   Hieroglyphen, alte und neue

D)   Kenntniß geheimer Verbindungen, Freymaurer-Systeme ec. wohin auch die Bemerkungen und Sammlungen der Schottischen Ritter übergeben werden.

XII. Die eingelaufenen Abhandlungen werden sämmtlich von dem Decan den fähigsten aus der Classe gegeben, die den schärfsten philosophischen Geist, die feinste Unter(86) scheidungskraft und den esprit de detail haben, um aus allem das Beste zu ziehen und ein ordentliches, weitläufiges System über den Beobachtungsgeist zu entwerfen. Der Decan schickt diesen Entwurf an den Provincial seiner Provinz und von da geht er an den National. Der National ist dann angewiesen, das weitere zu besorgen, und demnächst bekommt der Provincial das vollständige System über den Beobachtungsgeist zugeschickt. Dieß theilt er unter seine Versammlung aus, läßt in der Minervalklasse darüber den fähigsten Männern Unterricht ertheilen, die Leute zum Beobachten anführen und darinn üben. – Ueberhaupt soll man sich diesen Kunstgriff merken, die Untergebenen und Unerfahrnen denen Hähern und Denkern gute Materialien zum Bearbeiten in die Hände liefern zu lassen.

XIII. Haben die Mitglieder zum Beobachten die gehörige Anleitung erhalten, so werden von den Directoren der verschiedenen Fächer die Materien und Aufgaben zum Beobachten ausgeschickt. Hier kann man der Direction nicht genug anmerken:

1.            daß von der Feinheit und Nuzbarkeit der Aufgabe alles abhängt

2.            Daß also lauter practische Materien zur Beobachtung ausgesezt werden müssen

3.            Daß eine Materie nicht im Allgemeinen, sondern in Besonderen aufgeworfen werde

4.            Daß (87) wenn ja noch in der Auflösung noch etwas dunkel, oder einer weitern Beobachtung und Auflösung nöthig haben möchte, eine neue Aufgabe so viel und so lange daraus gemacht werde, bis die Materie in ihren kleinsten Theile erschöpft ist.

XIV. Da dem menschlichen Geschlechte am Leben und der Gesundheit, dem Orden aber an Erhaltung seiner theuersten Mitbrueder so unendlich viel gelegen ist, so kan der Orden seine Sorgfalt nicht genug ausdrücken, und muß alle Aerzte zur Erfüllung dieser heiligen Pflicht aufs nachdrücklichste auffordern. Denket, daß es in euren Hand entsteht, ein einziges hofnungsvolles Kind, einem Sohne seine Eltern, dem Vaterlande einen guten Bürger, und der Welt einen edeln Menschen zu geben oder zu nehmen, denkt, daß alles Gute, aller Schade, der daraus entsteht, euer Werk ist. (Zudiesem Endzweck soll der Decan jeden unsrer Aerzte auffordern,

  1. über die Semiotik zu beobachten
  1. über die Krankheiten insbesondere, denen der größte Theil des Menschengeschlechts unterworfen ist, und welche noch bisher keiner gewissen, unfehlbaren Kurart unterworfen
  2. vor allen aber über die so sehr unverantwortlich vernachlässigten Kinderkrankheiten
  3. über die Kräfte und Würkungen gewisser nutzbarer Medikamente (88)
  4. Es soll jedem Arzte aufgetragen werden, seine ganze Lebenszeit hindurch, neben seiner gewöhnlichen Praxis, seinen ganzen Beobachtungsgeist auf eine gewisse Krankheit, ein gewisses Zeichen, ein gewisses Arzneymittel zu verwenden, und alle Beobachtungen zu Papier zu bringen. Je individueller die Krankheit, das System, das Medicament ist, um desto verdienstvoller ist die Arbeit.
  5. Alle medicinischen Beobachter werden daher ersucht
    1. ihre Beobachtungen auch an Gesunden schon anzufangen, und sich einen individuellen Menschen ganz durchzudenken, auch die Anlagen zu bemerken, im gesunden Zustande Krankheiten vorherzusehen; denn diese Dispositionen haben schon ihre mehr oder weniger zu bemerkenden Symptome.
    2. Die Geschichte der Philosophie eines bestimmten Symptoms zu liefern
    3. Bey Krankheiten auf das genaueste das gemeinschaftliche, und wider das entscheidend speculativische der Zeichen zu studiren
    4. Den Sitz der Krankheiten nicht allzeit blos in dem Körper, sondern auch in der Seele, in den Leidenschaften, im Alter, im Geschlechte, in der Lebensart, im Temperamente, in der Leibesgestalt, Nahrung, Jahreszeit, in den Ausschweifungen der Jugend zu suchen. (89)
    5. Zu erforschen, aus wie viel Ursachen dieselbe Krankheit entstanden, und bey Menschen überhaupt entstehen kann, da nun die nemliche Krankheit aus verschiedenen Ursachen entstehen kan, so muß er hier vorzüglich diejenigen Zeichen zu entdecken suchen, welche nur diese und keine andere Ursache anzeigen.
    6. Auf den Sitz der Krankheit, auf den locus affectus

a)    in der Seele oder im Körper

b)    in den vesten oder flüssigen Theilen u.s.f.

    1. Nicht nur auf die Qualität der Arzney allein, sondern auch auf die Quantität
    2. Ob er's ich auf das Medicament verlassen kann, ob nicht hier der Geitz, Wucher oder Nachlässigkeit der Apotheker etwas versehen, oder gar fremde Dinge darunter gemischt habe. Er muß von der Reinigkeit, von der gehörigen Zubereitung des Medicaments Augenzeuge seyn, wenn er diese als Beobachtung geben will. Er muß das Medicament nicht aus Büchern, sondern immer dabey auch aus eigner Erfahrung kennen.
    3. Er muß gewiß wissen, daß der Tod oder die Gesundheit eine unfehlbare Wirkung seiner Arzney sey. Mithin muß er gewiß seyn, (90) daß

a)    ihn der Kranke nicht hintergehe

b)    nichts nebenher brauche

c)    dies und nichts anderes bekommen habe, als er ihm verordnet habe

  • K. Hat er eine Erfahrung gemacht, so muß er solche wiederholen, unter allen möglichen Umständen wiederholen,damit er wisse, daß die Wirkung unausbleiblich sicher sey, inwiefern die Wirkung unter diesen Umständen und Zusätzen geändert worden. Hier liegt der wichtigste Gegenstand der Beobachtung
  • L. Müssen seine Systeme nicht auf die Natur gepfropft werden. Er muß die Natur selbst suchen. Der medicinische Director setzt also mit jedem Jahre ein Zeichen, eine Krankheit, eine Arzney zur Beobachtung aus. Mit Ende des Jahres werden alle eingesendeten Beobachtungen an den Decan übergeben, in ein Ganzes gesetzt, und darauf entweder zu einer noch nähern Prüfung ausgeschickt, um es noch genauer zu bestimmen, oder das Resultat in den Real-Catalogus einzutragen. XV. Mit diesem Real-Catalogus hat es folgende Bewandniß: Jeder Presbyter hält nach seinem Fach ein Buch, darinn nach alphabetischer Ordnung die Dinge eingetragen sind, über welche man wichtige Kenntnisse gesammelt hat, z.B. in dem Fache von geheimen Wissenschaf (91) ten und Hieroglyphen steht unter dem Buchstaben C. das Wort: Creutz, und etwa darunter: "Wie alt diese Hieroglyphe ist, das findet man im Jahr ---- im ---- gedruckten Werke, Seite ---- oder einem Manuscripte, Beylage M.---- Diese Beylagen, oder vielmehr die wichtigsten darunter, die vorzüglichsten Ausarbeitungen werden am Ende des Jahres an das National-Archiv in scientificis abgeliefert. Deswegen kommen jährlich einmal alle Presbyter einer Provinz auf der großen Synode zusammen, machen ein großes Verzeichniß der in diesem Jahr gesammelten Beylagen an die National-Direction, woselbst es in den Hauptkatalog eingetragen, und damit ein Schatz von Kenntnissen formirt wird, woraus jeder befriedigt werden kann: denn daran werden die Regeln abstrahirt, und was noch fehlt, weitere Beobachtungsaufgaben, wie schon erwähnt worden, ausgeschrieben, um veste Sätze zu bekommen. Diese Regeln werden gefunden durch geschickte Hinwegwerfung des alles besondern Individuellen und durch Beybehaltung des unter allen Fällen Uebereinstimmenden. Nach dieser gefundenen Regel werden die schon vorhandenen Systeme untersucht, geprüft. Werden mehr solche Regeln gefunden, so müssen sie geordnet, mit einander verglichen werden, und aus ihrer Vergleichung findet man neue allgemeine Sätze, bis endlich nach und nach ein unbetrügliches System sich bildet und entstanden ist. (92) XVI. Auf ähnliche Art wird in der Chymie, Physik, Oeconomie, Menschenkenntniß ec. verfahren. So bestellt die Priesterklasse z.B. in ihrer Provinz Leute, welche 1.     Provinzial-Wörter sammeln, 2.     Kunstwörter aufschreiben, 3.     jeden Tag die Witterung genau beobachten und aufzeichnen, z.B. den Grad der Hize, Kälte, Regen, Sonnenschein, Schnee, Nebel, Morgenröthe, Nordlichter, Gewitter. Diese Wetter-Tabellen werden verglichen, daraus für die Physik und Oeconomie Schlüsse gezogen 4.     Sterb-Geburts-Tabellen mit Anmerkungen des Alters, Geschlechts, der Krankheit, der Jahreszeit. 5.     Die verschiednen Erdarten, Gewächse jedes Landes, Bodens darinn sie wachsen, Versteinerungen. 6.     Entdeckungen, welche die Schottischen Ritter in Anlehnung der Freymaurerey glauben gemacht zu haben, damit man wisse, welche O. auf dem rechten Wege sind (oder nicht?) und also besser unterrichtet werden müssen. 7.     alle Arten von natürlichen Zaubermitteln, chymische Tinten, Chiffres ec. XVII. So viel aber die Geschichte betrifft, so wird in jedem Lande, vorzüglich von denen, die dazu Lust haben, (93) die Geschichte des Landes besorgt; damit es aber nicht an guten ächten und unpartheyischen Geschichtsschreibern fehle, so stellt der Decanus 1.            in jeder Provinz einen oder mehrere Geschichtsschreiber an. 2.            Diese halten sich wie die alten Annalisten und Kronikschreiber über die laufenden Zeiten ein eigen Tagebuch. 3.            Das Gewisse und Ausgemachte wird ohne Schmuck eingetragen; die geheimen gewissen oder vermuthlichen Triebfedern der Handlungen werden in den Anmerkungen nicht übergangen. 4.            Man merkt sich auch dabey an, in wie fern man solches aus eigener oder fremder Wissenschaft hat. 5.            In diesen Anmerkungen sammelt er vorzüglich Anecdoten auf historia arcana. 6.            Der Annalist muß daher ein in den Weltgegebenheiten erfahrener, scharfsehender, genau correspondirender Mann seyn, der bey Höfen und Großen Zutritt hat, und geschickt zu forschen weiß. 7.            Auch Anecdoten von ältern Gegebenheiten verdienen angemerkt zu werden. 8.           Eine besondere Arbeit des Annalisten ist die genaue Karacterisirung der bey seiner Geschichte auftrettenden (94) Personen. Dies geschieht am besten durch Anführung solcher Handlungen auch aus dem Privatleben seiner Helden, woraus jeder Vernünftige auf den Karacter schließen kann. Der Annalist erzählt also blos im detail, rationiert aber sehr wenig; denn jedes Urtheil verräth seine Leidenschaften. 9.            Der Annalist sucht weiter in der Geschichte des Landes jeden würdigen auch noch so vergessenen Mann aus dem Staube hervor. 10.         Diese Rahmen werden dem Provinzial einberichtet, welcher die Mitglieder seiner Provinz damit benennt. 11.         Zur Erbauung, Nachahmung und besonders zur Unsterblichkeit jedes guten Mannes, welche er auch nur durch Privattugend verdient, veranstaltet der Decan für die Provinz durch Hülfe seiner Secretarien einen eignen Kalender, in welchem bey jedem Tage des Jahrs der Nahme eines berühmten Mannes aus diesem Lande angemerkt ist, und solcher nach Verschiedenheit seiner Handlungen zur Nachahmung oder zum Abscheu vorgestellt wird. Diese Art von Apotheose ist der O. jedem auch noch Uebersehenen, Verkannten schuldig, und jedes Mitglied des O´s hat darauf Anspruch zu machen. 12.         Von Zeit zu Zeit wird den Minervalkirchen Nachricht von edeln, öffentlich in der Versammlung bekannt (95) zu machenden Handlungen gegeben. So wie im Gegentheil schlechte, selbst von den Vornehmsten des Reichs begangne niederträchtige Handlungen laut ausgeschrieen werden. XVIII. In dem Fache der Menschenkenntniß soll, wenn die Alten über eine Person, der Lebenslauf, entworfene Karacter ec. an die Priesterklasse abgeliefert wird, von dem Decan dem Director dieser Facultät aufgetragen werden, hieraus Folgerungen zu ziehen. Wenn dieser darüber Anfragen bey den Untergebenen austheilt, so soll er den Nahmen des Mannes, von dem die Rede ist, verschweigen. Es soll aber untersucht werden 1.   die herrschenden Leidenschaften und Ideen eines Menschen. 2.   Das Entstehen und Wachsen dieser Leidenschaften. 3.   Die Ideen, so er Kraft seines Karacters am ersten annehmen und verwerfen werde. 4.   Wie eine gewisse Neigung bey diesem Menschen nach diesen datis könne erweckt oder geschwächt werden? 5.   Welche Personen im O. man dazu am fähigsten nüzen könne? 6.   Wie er über Religion und Staatsverfassung denke? 7.   Ob er so weit gekommen sey, alle Vorurtheile abzulegen, nur die Wahrheit, selbst gegen sein Interesse aufzusuchen? (96) 8.   Ob er ohne Eigennuz aller Art Standhaftigkeit und Anhänglichkeit genug besize? 9.   Wenn eins von diesen Stücken fehlen sollte, wie ihm solches, und durch wen beyzubringen sey? 10. Zu welchen Aemtern im Staat und im O. er tauglich, wozu er nüzlich seyn könne? Wenn alle Bemerkungen gesammelt, durch die data aus dem Karacter und Lebenslauf erläutert, und so berichtigt worden, so wird denn im allgemeinen ein Gutachten aufgesezt, und durch den Decan an den Provinzial eingeschickt, woraus man sehe, ob dieser Mann ein moralischer, uneigennüziger, von Vorurtheilen freyer, wohlthätiger, dem O. zu irgend einem, und zu welchem Zweck, nüzlicher Mann seye. – Aus diesen vielfältigen Bemerkungen aber werden allgemeine Regeln und Maximen zur Menschenkenntniß abgezogen, gesammelt, in den Realkatalog eingetragen und eingeschickt. XIX. Da nun dem Beobachter nichts klein seyn soll, ja vielmehr die Natur im kleinsten sich am mehrsten offenbart; da ferner der Beobachter seinen Gegenstand auf allen Seiten beobachtet, gegen viel andre Erfahrungen halten, vergleichen kan, um das Uebereinstimmende und das Abweichende zu finden, auch dabey nicht zufrieden seyn soll, wenn er die Uebereinstimmung nur unter zwey oder drey Begebenheiten gefunden; so muß (97) 1.   jeder Beobachter vom Einfachsten ausgehen, und dann erst zusammensezen. 2.   Seine Entdeckungen durch so viel Fälle rechtfertigen lassen, als nur möglich ist. 3.   Er muß wissen, daß jedes Uebereinstimmende auch seine Verschiedenheiten hat, und also auch eine neue Beobachtung erfordert. 4.   Daß er nicht auf die Qualität allein sehen muß, sondern auch auf die Quantität, den Grad mit Zusammengesezten ist. Er soll die Bestandtheile seines Gegenstandes genau kennen, und wissen, was jeder allein, was alle zusammen wirken. 5.   Dann suche er alles Aehnliche wieder zu vergleichen, zu unterscheiden, Schlüsse, Regeln davon abzuziehen. 6.   Er wendet die gefundnen Regeln wieder weiter an auf alle Fälle allen Verhältnissen zu versuchen. 7.   Er muß nicht dem Einfachen etwas als eine Wirkung zuschreiben, was die Wirkung des A.   um seine Regeln zu bestärken, B.   Ausnahmen und Abweichungen zu finden, C.   Die Ursachen und Wirkungen der Ausnahme zu finden. D.   in dem Dinge das Wesentliche von dem Zufälligen zu unterscheiden. (98) 8.   Diese Regeln müssen mit andern gefundnen verglichen, 9.   das Uebereinstimmende dieser verglichnen Regeln zu einer höhern gemacht werden, 10. diese hohe neue Regel wieder auf einzelne Fälle angewendet, und daraus Schlüsse und Folgerungen gemacht, 11. Und wenn es noch weiter möglich, wieder mit andern schon gefunden so lange verglichen (werden), bis er endlich von einem einzelnen Factum bis zur höchsten metaphysischen Wahrheit hinaufkomme. Denn: Unser ganzes Wissen beruht auf richtige Facta, auf richtige Schlüsse, und richtige Anwendung auf andre Fälle. Ist daher unser Wissen irrig, so muß der Fehler im Factum, im Schließen oder im Anwenden liegen. Der Beobachter kan mithin sich nie genug von der Richtigkeit des Factums versichern. "Instruction für den ersten Grad der Priesterklasse" in: Grolman, Spartacus und Philo, S. 81 – 98

    Verzeichnis der Sigla und Abkürzungen

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    • {Spartacus} Klarnamen bzw. Ordensnamen von Mitgliedern und Ordensniederlassungen


    Quellen- und Literaturverzeichnis

    Schrifttum Weishaupts

    Weishaupt, Johann Adam: "Grössere Mysterien. Erste Klasse. Philosophi. Weltweise"; "Höhere Mysterien: 2te Klasse. Doceten" in: Johann Joachim Christoph Bode: Journal von einer Reise von Weimar nach Frankreich im Jahr 1787. hrsg. v. Hermann Schüttler, München 1994, S. 361-94; 395-414

    • ders.: Apologie der Illuminaten. Frankfurt a. M. u. Leipzig [d. i. Nürnberg] 1786
    • Rez.: Zur Apologie der Illuminaten. in: GGZ, 42. - 45. Stück 1786, S. 850ff
    • [ders.]: Gedanken über die Verfolgung der Illuminaten in Bayern. s.l., 1786
    • ders.: Ueber die Schrecken des Todes - eine philosophische Rede. Nürnberg 1786
    • ders.: Ueber Materialismus und Idealismus ein philosophisches Fragment. Nürnberg 1786
    • [ders.:] Vollständige Geschichte der Verfolgung der Illuminaten in Bayern. Bd. 1: Nebst Beylagen und Materialien für den folgenden Band, Frankfurt u. Leipzig [d. i. Nürnberg] 1786
    • [ders.:] Schilderung der Illuminaten. Gegenstück von Nr. 15. des grauen Ungeheuers. [Nürnberg] 1786
    • ders.: Einleitung zu meiner Apologie. Frankfurt a. M. u. Leipzig [d. i. Nürnberg] 1787
    • ders.: Kurze Rechtfertigung meiner Absichten. Zur Beleuchtung der neuesten Originalschriften. Frankfurt a. M. u. Leipzig [d. i. Nürnberg] 1787
    • ders.: Nachtrag zur Rechtfertigung meiner Absichten. Frankfurt und Leipzig [d. i. Nürnberg] 1787
    • ders.: Apologie des Mißvergnügens und des Übels. Frankfurt und Leipzig [d. i. Nürnberg] 1787
    • ders.: "Brief des Hofraths Zwackh an den Hofrath Weishaupt in Regenspurg, mit des letztern Anmerkungen, dem Herrn von Großing statt einer Antwort zugeeignet." in: Journal von und für Deutschland Bd. 1/1787, S. 392-403
    • ders.: Das Verbesserte System der Illuminaten mit allen seinen Graden und Einrichtungen. Frankfurt und Leipzig 1787
    • ders.: Ueber Materialismus und Idealismus. Nürnberg 1787
    • ders.: Geschichte der Vervollkommnung des menschlichen Geschlechtes. Frankfurt und Leipzig 1788
    • ders.: Ueber die Gründe und Gewißheit der menschlichen Erkenntnis zur Prüfung der Kantschen Critik der reinen Vernunft. Nürnberg 1788
    • ders.: Ueber die Kantischen Anschauungen und Erscheinungen. Nürnberg 1788
    • ders.: Zweifel über die Kantischen Begriffe von Zeit und Raum. Nürnberg 1788
    • ders.: Pythagoras oder Ueber die geheime Welt- und Regierungskunst. Frankfurt a.M. 1790
    • ders.: Ueber Wahrheit und sittliche Vollkommenheit. Regensburg 1793, Teil I
    • ders.: Ueber Wahrheit und sittliche Vollkommenheit. Ueber die Lehre von den Gründen und Ursachen aller Dinge. Regensburg 1794, Teil II
    • ders.: Ueber die Selbstkenntnis: ihre Hindernisse und Vorteile. Nürnberg 1794
    • ders.: Ueber die geheime Welt- und Regierungskunst. Frankfurt a.M. 1795
    • ders.: Ueber Wahrheit und sittliche Vollkommenheit. Ueber die Zwecke oder Finalursachen. Regensburg 1797, Teil III
    • ders.: "Erklärung." in: Allgemeiner Reichs-Anzeiger Nr. 95 vom 22. 4. 1799, Sp. 1101 f.
    • ders.: "Endliche Erklärung." in: GGZ, 36. Stück vom 4. 5. 1799, S. 302 - 304
    • ders.: Die Leuchte des Diogenes. Oder Prüfung unserer heutigen Moralität und Aufklärung. Regensburg 1804
    • ders.: Ueber Selbsterkenntnis, ihre Hindernisse und Vorteile. Nürnberg 1794
    • ders.: Materialien zur Beförderung der Welt- und Menschenkunde. Eine Zeitschrift in zwanglosen Heften. Gotha 1809 - 1810
    • ders.: Ueber die Staatsausgaben und -auflagen. s.l., 1817
    • ders.: Ueber das Besteuerungs-System. Gotha 1820

    Ungedruckte Quellen

    Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin-Dahlem

    Freimaurer 5.2. G 39 JL Ernst zum Kompaß Nr. 100 – 119

    - Schwedenkiste -

    Für die Anmerkungen in der vorliegenden Arbeit wurde die gängige Kurzform der Signatur in römischen Ziffern, die bereits bei der ersten Sichtung und Ordnung der Dokumente von Lerp festgelegt wurde, verwendet. Demnach entspricht:

    Signatur 100 Band I Signatur 106 Band VII Signatur 114 Band XV

    101 II 107 VIII 115 XVI

    102 III 108 IX 116 XVII

    103 IV 110 XI 117 XVIII

    104 V 111 XII 118 XIX

    105 VI 112 XIII 119 XX

    113 XIV

    Landesarchiv Schleswig

    Abt. 22 Nr. 223

    Nachlaß Herzog Friedrich Christian von Schleswig – Holstein

    Briefe Johann Adam Weishaupts an Herzog Friedrich Christian

    Forschungs- und Landesbibliothek Erfurt-Gotha

    Chart. A. 1164

    Mémoirs de l' Ordre des Hermits de bonne humeur

    Archiv des Groß-Ostens der Niederlande Den Haag

    Klossiana 192 A 5

    Matrikel des Illuminatenordens

    Salzmannarchiv Schnepfenthal

    Quelleneditionen

    • Andreasen, Øjvind (Hg.): Aus den Tagebüchern Friedrich Münters. Wander- und Lehrjahre eines dänischen Gelehrten. 3 Bde., Kopenhagen u. Leipzig 1944
    • Bode, Johann Joachim Christoph: Journal einer Reise von Weimar nach Frankreich. Im Jahr 1787. hrsg. v. H. Schüttler, München 1994
    • Einige Originalschriften des Illuminatenordens, welche bey dem gewesenen Regierungsrath Zwackh durch vorgenommene Hausvisitation zu Landshut den 11. und 12. October 1786 vorgefunden worden. München 1787
    • [Faber, Johann Heinrich (Hg.)]: Der ächte Illuminat oder die wahren unverbesserten Rituale der Illuminaten. Edessa {Frankfurt a. M.} 1788
    • Fenner, Wolfgang u. Hermann Schüttler (Hgg.): "Illuminatische Lebensläufe" (in Vorbereitung)
    • [Grolman, Ludwig Adolph Christian von]: Die neuesten Arbeiten des Spartacus und Philo in dem Illuminaten-Orden. Jetzt zum erstenmal gedruckt und zur Beherzigung bey gegenwärtigen Zeitläuften herausgegeben. Frankfurt a. M. 1793
    • [ders.]: Illuminatus Dirigens oder Schottischer Ritter. Ein Pendant zu der nicht unwichtigen Schrift: Die neuesten Arbeiten des Spartacus und Philo in dem Illuminaten-Orden. Jetzt zum erstenmal gedruckt und zur Beherzigung bey gegenwärtigen Zeitläuften herausgegeben. Frankfurt a. M. 1794
    • Gumbert, Hans Ulrich (Hg.): Lichtenberg in England: Dokumente einer Begegnung. 2 Bde., Wiesbaden 1977
    • Klencke, Hermann (Hg.): Aus einer alten Kiste. Originalbriefe, Handschriften und Documente aus dem Nachlasse eines bekannten Mannes [d.i. Adolph Franz Friedrich Ludwig Freiherr von Knigge]. Leipzig 1853
    • Markner, Reinhard u. Hermann Schüttler (Hgg.): Die Korrespondenz des Illuminatenordens. Eine Dokumentation. Bd. 1, Von der Gründung bis zum Konvent in Wilhelmsbad. (in Vorbereitung)
    • du Moulin Eckart, Richard Graf (Hg.): "Aus den Papieren eines Illuminaten." in: Forschungen zur Kultur- und Litteraturgeschichte Bayerns 3 (1895), S. 186-239
    • Nachtrag von weitern Originalschriften, welche die Illuminatensekte überhaupt, sonderbar aber den Stifter derselben Adam Weishaupt, gewesenen Professor zu Ingolstadt betreffen, und bey der auf dem Baron Bassusischen Schloß zu Sandersdorf, einem bekannten Illuminaten-Neste, vorgenommenen Visitation entdeckt, sofort auf Churfürstlich höchsten Befehl gedruckt, und zum geheimen Archiv genommen worden sind, um solche jedermann auf Verlangen zur Einsicht vorlegen zu lassen. München 1787
    • Neefe, Christian Gottlob: Lebenslauf, von ihm selbst beschrieben. Nebst beigefügtem Karackter 1789. hrsg. v. Walther Engelhardt, Köln 1957
    • Rachold, Jan (Hg.): Die Illuminaten. Quellen und Texte zur Aufklärungsideologie des Illuminatenordens (1776- 1785). Berlin 1984
    • Schulz, Hans (Hg.): Aus dem Briefwechsel des Herzogs Friedrich Christian zu Schleswig-Holstein. Stuttgart u. Berlin 1912
    • [Zwackh, Franz Xaver von (Hg.)]: Anhang zu den Originalschriften des Illuminatenordens welche auf höchsten Churfürstlichen Befehl zum Druck befördert worden sind. Frankfurt u. Leipzig 1787
    • Gedruckte Quellen und Primärschrifttum
    • Abbt, Thomas: Vom Verdienste. Berlin et al. 1765
    • [anon.]: Auch eine Beylage zur ersten Warnung über Freymaurer. s.l., 1785
    • [anon.]: Auszug eines Briefes, die Illuminaten betreffend. s.l., 1795
    • [anon.]: Bemerkungen über einige Originalschriften des Illuminatenordens, welche bey dem gewesenen Regierungsrath Zwack durch vorgenommene Hausvisitation zu Landshut den 11. und 12. Oktob. ec. 1786. sollen gefunden, und auf höchsten Befehl Sr. Kurfürstlichen Durchlaucht zum Druck befördert worden seyn. Frankfurt u. Leipzig 1787
    • [anon.]: Beylage zur Apologie der Illuminaten. München 1787
    • [anon.]: Freimaurerische Reise durch die Bayernschen Lande, worinnen die Aufhebung des Illuminaten- und Freymaurer-Ordens erzählt, und deren System geprüft wird. Hamburg 1786
    • [anon]: Gespräch der Madame Politik und eines Philosophen über die Kriegs, und Successions-Adspeckten von Baiern, gehalten Morgens in ihrem Kabinete d. 1. April. o. O. 1778
    • [anon.]: Nöthige Aufschlüsse der in Baiern ausgebrochenen Verfolgungen gegen geheime Gesellschaften. Deutschland 1786
    • [anon.]: Ueber den Illuminaten-Orden. s. l., 1799
    • [anon.]: System und Folgen des Illuminatenordens aus den Originalschriften derselben. München 1787
    • [Babo, Joseph Marius]: Über Freymaurer, besonders in Baiern. Erste Warnung. [München] 1784
    • Barruel, Augustin: Mémoires pour servir a l´Histoire du Jacobinisme. London 1797
    • Bassus, Thomas Franz Maria Frhr. von: Vorstellung, denen hohen Standeshäuptern der erlauchten Republik Graubünden in Ansehung des Illuminatenordens auf hohen Befehl vorgelegt. [Nürnberg] 1788
    • Becker, Rudolph Zacharias: Noth- und Hülfsbüchlein für Bauersleute oder lehrreiche Freuden- und Trauergeschichte des Dorfs Mildheim: für Junge und Alte beschrieben. Gotha: bey dem Herausgeber der Deutschen Zeitung und Leipzig 1788
    • Rez.: R. Z. Becker: Noth- und Hülfsbüchlein. in: GGZ 42. Stück, Mai 1788, S. 377- 379
    • Bergk, Johann Andreas: Die Kunst, Bücher zu lesen. Nebst Bemerkungen über Schriften und Schriftsteller. Jena 1799
    • Born, Friedrich Gottlob: Versuch über die ersten Gründe der Sinnenlehre: zur Prüfung verschiedner, vornämlich der weishauptschen Zweifel über die Kantischen Begriffe von Raum und Zeit. Leipzig 1788
    • Constitutionenbuch 1723. Neuausgaben und Übersetzungen älterer Freimaurerische Werke. Wiesbaden 1902, Bd. 2
    • [Cosandey, Johann Sulpitius Marquis de]: Anzeige eines aus dem Orden der Frey-Maurer, oder der sogenannten Illuminaten, getrettenen Mitglieds in Bayern, über die Einrichtung und den Zweck dieser Gesellschaft mit Anmerkungen [von Johann Adam Weishaupt]. Sparta {Ravensburg} 1786
    • ders.: Nachtrag zu der Schrift: Grosse Absichten des Ordens der Illuminaten etc. etc. München 1786
    • [ders., Vitus Renner, Joseph von Utzschneider]: Drey merkwürdige Aussagen die innere Einrichtung des Illuminatenordens in Baiern betreffend. [München] 1786
    • [ders., Vitus Renner, Joseph von Utzschneider, Georg Grünberger]: Grosse Absichten des Ordens der Illuminaten, dem patriotischen Publikum vorgelegt von vier ehemaligen Mitgliedern. München 1786
    • Cranz, August Friedrich: Hinterlassene Späne aus der Werkstatt eines Illuminaten. s.l., 1795
    • Feder, Johann Georg Heinrich: Lehrbuch der practischen Philosophie. Göttingen 1770
    • ders.: Leben, Natur und Grundsätze. Zur Belehrung und Ermunterung seiner lieben Nachkommen, auch Anderer die Nutzbares daraus aufzunehmen geneigt sind. hrsg.v. K. Aug. L. Feder Leipzig, Hannover u. Darmstadt 1825
    • Flitner, Wilhelm: Allgemeine Pädagogik. Frankfurt a.M. 1980
    • [Göchhausen, Ernst August Anton von:] Enthüllung des Systems der Weltbürger-Republik. In Briefen aus der Verlassenschaft eines Freymaurers. Wahrscheinlich manchem Leser um zwantzig Jahre zu spät publiziert. Rom 1786
    • [ders.]: Freimaurerische Wanderungen des weisen Junkers Don Quixote von Mancha und des großen Schildknappen Herrn Sancho Pansa. Eine Jahrmarktsposse. s.l., 1787
    • [Grolman, Ludwig Adolph Christian von]: Endliches Schicksal des Freymaurer-Ordens in einer Schlußrede gesprochen von Br. vormals Redner der Loge zu am Tage ihrer Auflösung. [Frankfurt a. M.] 1794
    • [ders.]: Fragmente zur Biographie des verstorbenen Geheimen Raths Bode in Weimar. Mit zuverlässigen Urkunden. Rom 1795
    • [ders.]: Höchst wichtige Erinnerungen zur rechten Zeit, über einige der allerernsthaftesten Angelegenheiten dieses Zeitalters. Als erster (zweiter) Nachtrag der W[iener]. Zeitschrift, den Lesern und Gegnern derselben gewidmet. 2 Bde., Wien 1795-96
    • [ders.]: Welt- und Menschenkenntniß. Ein Pendant zu dem Buche: Umgang mit Menschen, von Knigge. s.l. 1796
    • Hegel, Georg Wilhelm Friedrich: Vorlesungen über die Philosophie der Weltgeschichte. Hamburg 1970
    • Hentig, Hartmut von: Ergötzen, Belehren, Befreien: Schriften zur ästhetischen Erziehung. München et al. 1985
    • Humboldt, Wilhelm von: Philosophische Anthropologie und Theorie der Menschenkenntnis. hrsg. u. eingel. v. F. Heinemann u. M. Niemeyer, Halle 1929
    • Kant, Immanuel: Anthropologie in pragmatischer Hinsicht. in: Werke. hrsg. v. W. Weischedel, Darmstadt 1983, Bd. 12
    • ders.: Was heißt, sich im Denken orientieren? in: Werke. hrsg. v. Wilhelm Weischedel, Darmstadt 1983, Bd. 5
    • ders.: "Was ist Aufklärung?" in: Bahr, E. (Hg.): Was ist Aufklärung? Stuttgart 1998
    • Kloss, Georg: Annalen der Loge zur Einigkeit. Frankfurt a.M. 1842
    • [Knigge, Adolf Frhr. von]: Philo's endliche Erklärung und Antwort, auf verschiedene Anforderungen und Fragen, die an ihn ergangen, seine Verbindung mit dem Orden Illuminaten betreffend. Hannover 1788
    • ders.: Ueber den Umgang mit Menschen. Hannover 1788
    • ders.: Freimaurer- und Illuminatenschriften. in: Sämtliche Werke. hrsg. v. P. Raabe, München u. London 1993, Bde. 12 u. 13
    • Kretschmer, Ernst: Körperbau und Charakter: Untersuchungen zum Konstitutionsproblem und zur Lehre von den Temperamenten. Berlin 1921
    • Lavater, Johann Kaspar: Physiognomische Fragmente zur Beförderung der Menschenkenntnis und der Menschenliebe. Leipzig u.Winterthur 1775 -1778
    • Lessing, Gotthold Ephraim: Ernst und Falk. Gespräche für Freimaurer. Hamburg 1981
    • ders.: Die Erziehung des Menschengeschlechts. Stuttgart 1999
    • Lichtenberg, Georg Christian: Werke und Briefe. hrsg. v. W. Promies, Frankfurt a.M. 1994
    • Meggenhofen, Ferdinand Frhr. von: Meine Geschichte und Apologie. Ein Beitrag zur Illuminatengeschichte. s.l., 1786
    • Meiners, Christoph: Vermischte philosophische Schriften. 3 Bde., Leipzig 1776
    • ders.: Briefe über die Schweiz. 2 Bde., Berlin 1784‑85
    • Mendelssohn, Moses: Phaedon oder über die Unsterblichkeit der Seele. in: M. M. Schriften über Philosophie und Ästhetik. bearb. v. F. Beutegert u. L. Strauss, Stuttgart et al. 1972
    • ders.: "Über die Frage: was heißt aufklären?" in: Bahr, E. (Hg.): Was ist Aufklärung? Stuttgart 1998
    • Menschenkunde: Sammlung der besten und vorzüglichsten Wahrnehmungen und Erfahrungen über den Menschen. Leipzig 1792/ 93
    • de la Mettrie, Julien Offray : L' Homme machine. übers. und hrsg. v. C. Becker, Philosophische Bibliothek 407, Hamburg 1990
    • Nicolai, Friedrich: Öffentliche Erklärung über seine geheime Verbindung mit dem Illuminatenorden; nebst beyläufigen Digressionen betreffend Hrn. Johann August Stark und Hrn. Johann Kaspar Lavater. Ernsthaft, mitunter auch ein wenig lustig zu lesen. Berlin u. Stettin 1788
    • Paul, Jean: Das Kampaner Thal oder über die Unsterblichkeit der Seele. in: J. P. Werke. Kleinere erzählende Schriften 1796 - 1801. hrsg. v. N. Miller, München 1988, 4. korr. Auflage
    • ders.: Levana oder Erziehlehre. in: J. P. Werke. hrsg. v. N. Miller, München 1987, 5. Aufl.
    • Pestalozzi, Johann Heinrich: Über Gesetzgebung und Kindermord. in: Sämtliche Werke und Briefe. PSW 9, CDROM-Edition. Konzeption und Bearbeitung L. Friedrich und S. Springer, Zürich 1994
    • ders: Über den Aufenthalt in Stanz. Brief Pestalozzi's an einen Freund. 1799. in: Sämtliche Werke und Briefe. PSW 13, CDROM-Edition. Konzeption und Bearbeitung L. Friedrich und S. Springer, Zürich 1994
    • Petersen, Peter: Die pädagogische Tatsachenforschung. Paderborn 1965
    • Pope, Alexander: An Essay on Man. The Twickenham Edition of the Poems of Alexander Pope. ed. by J. Butt. London 1993 Bd. 3
    • Reichard, Heinrich August Ottokar: Seine Selbstbiographie. hrsg. v. H. Uhde, Stuttgart 1877
    • Reil, Johann Christian: Rhapsodieen über die Anwendung der psychischen Curmethode auf Geisteszerrüttungen. Halle 1803
    • Reinhold, Karl Leonhard: Die hebräischen Mysterien oder die älteste religiöse Freymaurerey. Leipzig 1788
    • Schiller, Friedrich: Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen. Stuttgart 2000
    • ders.: Der Geisterseher. Eine Geschichte aus den Memoires des Grafen von O. Leipzig 1789
    • Schlosser, Johann Georg: Die Wudbianer. Eine nicht gekrönte Preisschrift über die Frage: Wie ist der Kindermord zu verhindern, ohne Unzucht zu begünstigen? Basel 1785
    • Schütz, Friedrich Wilhelm von: Freie Bekenntnisse eines Veteranen der Maurerei und anderer geheimen Gesellschaften. Leipzig 1824
    • [Stattler, Benedikt]: Das Geheimniß der Bosheit des Stifters des Illuminatismus in Baiern zur Warnung der Unvorsichtigen hell aufgedeckt von einem seiner alten Kenner und Freunde. München u. Augsburg 1787
    • Steiner, Rudolph: Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik: Menschenkunde und Erziehungskunst. Dornach 1993
    • Theophrastos: Theophrasti Charakteres, seu notationes morum Atticorum. hrsg. v. J. G. Schneider, Jena 1799
    • Törring zu Seefeld, Joseph Graf von]: Auch eine Beylage zur ersten Warnung über Freymaurer. [München] 1785
    • Utzschneider, Joseph: Nachtrag zu der Schrift: Grosse Absichten des Ordens der Illuminaten etc. etc. Nro. III. München 1786
    • Wezel, Johann Karl: Versuch über die Kenntnis des Menschen. Bd. I Leipzig 1784. Bd. II Leipzig 1785.
    • [Zimmermann, Johann Georg]: Eine Rede über den Illuminaten-Orden gehalten in einer Freymaurer-Loge im December 1793. Regensburg 1794
    • [Zwackh, Franz Xaver von]: Beurkundete Geschichte des Illuminatenordens von seiner Entstehung bis auf gegenwärtige Zeiten. s.l., 1787
    • Zeitgenössische ZeitschriftenAllgemeine Literaturzeitung. Jena 1784 - 1804
    • Deutsche Zeitung für die Jugend und ihre Freunde oder moralische Schilderung der Menschen, Sitten und Stände unserer Zeit. Gotha 1784 - 1787
    • Eudämonia, oder deutsches Volksglück, ein Journal für Freunde von Wahrheit und Recht. 1795 - 98
    •  oder Magazin der Erfahrungsseelenkunde als ein Lesebuch für Gelehrte und Ungelehrte. Berlin 1783 - 93
    • Gothaische gelehrte Zeitungen. Gotha 1774 - 1804
    • Das graue Ungeheur. Nürnberg 1784 - 87
    • Der Illuminat. Eine Monatsschrift. Frankfurt a.M. 1788
    • Materialien zur Beförderung der Welt- und Menschenkunde. Zeitschrift für Aufklärung und soziale und ethische Fragen. Berlin 1909 - 1910
    • Der Teutsche Merkur. Weimar 1773 - 1789
    • Das Wort. Monatsschrift für die allseitige Erkenntnis Gottes und seines Waltens in Natur und Menschen. Organ des Illuminatenordens. Bitterfeld 1893 - 1914
    • Sekundärschrifttum
      Bibliographien und NachschlagewerkeEndler, Renate und Elisabeth Schwarze-Neuß (Hgg.): Die Freimaurerbestände im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz. Bd. 1: Großlogen und Protektor, Freimaurerische Stiftungen und Vereinigungen. Bd. 2: Tochterlogen. Frankfurt a. M. u. Berlin 1994
    • Markner, Reinhard u. Hermann Schüttler (Hgg.): Bibliographie zum Illuminatenorden 1776 - 1787/ 93. <a href="http://www.izea.uni-halle.de/Page110.html">http://www.izea.uni-halle.de/Page110.html</a>
    • Reinalter, Helmut: Bibliographie zur Geschichte der demokratischen Bewegungen in Mitteleuropa 1770-1850. Frankfurt a. M. u. Berlin 1990
    • Schneider, Herbert: Deutsche Freimaurer-Bibliothek. Bd. 1: Katalog, Bd. 2: Register, Frankfurt a. M. u. Berlin 1993
    • Stiller, Karl Christoph: Deutsche Bücherkunde der Freimaurerei und der damit in wirklicher oder vorgeblicher Beziehung stehenden Geheimen Verbindungen, Orden und Sekten. Rostock u. Schwerin 1830
    • Wolfstieg, August: Bibliographie der freimaurerischen Literatur. 3 Bde., Leipzig u. Burg 1911-13; Bd. 4 (bearb. v. Bernhard Beyer), Leipzig 1925
    • Gädicke, Johann Christian (Hg.): Freimaurer-Lexikon. Nach den vieljährigen Erfahrungen und den besten Hülfsmitteln ausgearbeitet. Berlin 1818
    • Geheimgesellschaften und Geheimbünde (Moderne Universalgeschichte der Geheimwissenschaften 3). Düsseldorf u. Wien 1979
    • Heckethorn, Charles William: The secret societies of all ages and countries. London 1875
    • Reinalter, Helmut (Hg.): Lexikon zu Demokratie und Liberalismus 1750-1848/49. Frankfurt a. M. 1993
    • Lenning, C. [Hesse - Moßdorf]: Encyclopädie der Freimaurerei, nebst Nachrichten über die damit in wirklicher oder vorgeblicher Beziehung stehenden geheimen Verbindungen. 3 Bde., Leipzig 1822
    • Ritter, Joachim u. Karlfried Gründer (Hgg.): Historisches Wörterbuch der Philosophie. Basel 1995
    • Schneiders, Werner: Lexikon der Aufklärung. Stuttgart 1995
    • Schuster, Georg: Die geheimen Gesellschaften, Verbindungen und Orden. 2 Bde., Leipzig 1906
    • Monographien

      Agethen, Manfred: Geheimbund und Utopie. Illuminaten, Freimaurer und deutsche Spätaufklärung. München 1984
    • Bachmeier, Peter: Philosophiegeschichtlicher Abriß zum Problem der Selbsterkenntnis. München 1998 -
    • Bauer, Bruno: Freimaurer, Jesuiten und Illuminaten in ihrem geschichtlichen Zusammenhange. Berlin 1863
    • Becker, Alfred: Christian Gottlob Neefe und die Bonner Illuminaten. Bonn 1969
    • Beyer, Bernhard: Das Lehrsystem des Ordens der Gold- und Rosenkreuzer. München 1978
    • Bois, Pierre-André: Adolph Freiherr Knigge (1752-1796). De la 'nouvelle religion' aux Droits de l'Homme. L'itinéraire politique d'un aristocrate allemand franc-maçon à la fine du dix-huitième siècle. Wiesbaden 1990
    • Braubach, Max: Diplomatie und geistiges Leben im 17. und 18. Jahrhundert. Gesammelte Abhandlungen. Bonn 1969
    • Burggraf, Gudrun: Christian Gotthilf Salzmann im Vorfeld der Französischen Revolution. Germering bei München 1966
    • Cassirer, Ernst: Die Philosophie der Aufklärung. Hamburg 1998
    • Dotzauer, Winfried: Freimaurergesellschaften am Rhein. Aufgeklärte Sozietäten auf dem linken Rheinufer vom Ausgang des Ancien Régime bis zum Ende der Napoleonischen Herrschaft. Wiesbaden 1977
    • van Dülmen, Richard: Der Geheimbund der Illuminaten. Darstellung, Analyse, Dokumentation. Stuttgart u. Bad Cannstatt 1975
    • ders.: Die Gesellschaft der Aufklärer. Zur bürgerlichen Emanzipation und aufklärerischen Kultur in Deutschland. Frankfurt a. M. 1986
    • Engel, Leopold: Geschichte des Illuminatenordens. Ein Beitrag zur Geschichte Bayerns. Berlin 1906
    • Fertig, Ludwig: Campes politische Erziehung. Eine Einführung in die Pädagogik der Aufklärung. Darmstadt 1977
    • Fischer, Michael W.: Die Aufklärung und ihr Gegenteil. Die Rolle der Geheimbünde in Wissenschaft und Politik. Berlin 1982
    • Frick, Karl R. H.: Die Erleuchteten. Gnostisch-theosophische und alchemistisch-rosenkreuzerische Geheimgesellschaften bis zum Ende des 18. Jahrhunderts - ein Beitrag zur Geistesgeschichte der Neuzeit. Graz 1973
    • Fuchs, Gerhard: Karl Leonhard Reinhold - Illuminat und Philosoph. Eine Studie über den Zusammenhang seines Engagements als Freimaurer und Illuminat mit seinem Leben und philosophischen Wirken. Frankfurt a. M. u. Berlin 1994
    • Gödeke, Karl: Adolph Freiherr Knigge. Hannover 1844
    • Göttert, Karl-Heinz: Knigge oder: Von den Illusionen des anständigen Lebens. München 1995
    • Grab, Walter: Demokratische Strömungen in Hamburg und Schleswig-Holstein zur Zeit der ersten französischen Republik. Hamburg 1966
    • ders.: Leben und Werke norddeutscher Jakobiner. Stuttgart 1973
    • Grabe, Reinhold Th.: Das Geheimnis des Adolph Freiherrn von Knigge. Die Wege eines Menschenkenners. 1752-1796. Hamburg u. Leipzig 1936
    • Graßl, Hans: Aufbruch zur Romantik. Bayerns Beitrag zur deutschen Geistesgeschichte 1765-1785. München 1968
    • Haas, Rosemarie: Die Turmgesellschaft in ‚Wilhelm Meisters Lehrjahren': Zur Geschichte des Geheimbundromans und der Romantheorie im 18. Jahrhundert. Frankfurt a. M. 1975
    • Hagbard, R.-W.: Der Illuminatismus in Bayern, seine Entstehung, Entwicklung, Verfolgung und Beurteilung. Lennep 1914
    • Hammermayer, Ludwig: Der Wilhelmsbader Freimaurerkonvent von 1782. Ein Höhe- und Wendepunkt in der Geschichte der deutschen und europäischen Geheimgesellschaften. Heidelberg 1980
    • Hazard, Paul: Die Herrschaft der Vernunft: das europäische Denken im 18. Jahrhundert. Hamburg 1949
    • Herrmann, Ulrich: Das pädagogische Jahrhundert. Volksaufklärung und Erziehung zur Armut im 18. Jahrhundert in Deutschland. Weinheim 1981
    • Hippchen, Christoph: Zwischen Verschwörung und Verbot. Der Illuminatenorden im Spiegel deutscher Publizistik (1776-1800). Köln et al. 1998
    • Hoffmann, Jochen: Jakob Mauvillon. Ein Offizier und Schriftsteller im Zeitalter der bürgerlichen Emanzipation. Berlin 1981
    • Hofter, Wolfgang: Das System des Illuminatenordens und seine soziologische Bedeutung. Diss. Heidelberg 1956
    • d'Hondt, Jacques: Verborgene Quellen des Hegelschen Denkens. Berlin 1972
    • Hubrig, Hans: Die patriotischen Gesellschaften des 18. Jahrhunderts. Weinheim (Bergstraße) 1957
    • Im Hof, Ulrich: Das gesellige Jahrhundert. Gesellschaft und Gesellschaften im Zeitalter der Aufklärung. München 1982
    • Kersting, Christa: Die Genese der Pädagogik im 18. Jahrhundert: Campes ‚Allgemeine Revision' im Kontext der neuzeitlichen Wissenschaft. Weinheim 1992
    • Koch, Richard: Br[uder]. Mozart. Freimaurer und Illuminaten. Bad Reichenhall 1911
    • Koselleck, Reinhart: Kritik und Krise. Eine Studie zur Pathogenese der bürgerlichen Welt. Freiburg i. Br. 1959
    • Krauss, Werner: Gracians Lebenslehre. Frankfurt a.M. 1947
    • Krautscheid, Christiane: Gesetze der Kunst und der Menschheit Christian Gottfried Körners Beitrag zur Ästhetik der Goethe-Zeit. Diss. Phil. 1998 <a href="http://edocs.tu-berlin.de/diss/1998/krautscheid_christiane.pdf">http://edocs.tu-berlin.de/diss/1998/krautscheid_christiane.pdf</a>
    • Krückemeyer, Heinrich: Der Illuminatenorden. Ein Beitrag zur Geschichte der Freimaurerei. Warnsdorf, s.a.
    • Kundler, Joachim: Prinz August von Sachsen-Gotha-Altenburg, ein "Aussteiger" aus seiner Klasse. Ein biographischer Versuch. Diss. Berlin 1989
    • LeForestier, René: Les Illuminés de Bavière et la franc-maçonnerie allemande. Paris 1914
    • Lennhoff, Eugen: Politische Geheimbünde. Wien 1931
    • Lindert, Wilgert te: Aufklärung und Heilserwartung. Philosophische und religiöse Ideen Wiener Freimaurer. Frankfurt a. M. et al. 1998
    • Lindner, Dolf: Ignaz von Born. Meister der Wahren Eintracht - Wiener Freimaurerei im 18. Jahrhundert. Wien 1986
    • Lovejoy, Arthur O.: The Great Chain of Being. A Study of the History of an Idea. Harvard 1933.
    • Manheim, Ernst: Aufklärung und öffentliche Meinung. Studien zur Soziologie der Öffentlichkeit im 18. Jahrhundert. Stuttgart 1979
    • Maurice, Florian: Freimaurerei um 1800. Ignaz Aurelius Feßler und die Reformen der Großloge Royal York in Berlin. Tübingen 1997
    • Möller, Horst: Vernunft und Kritik. Deutsche Aufklärung im 17. und 18. Jahrhundert. Frankfurt a. M. 1986
    • Moravia, Sergio: Beobachtende Vernunft. Philosophie und Anthropologie in der Aufklärung. Frankfurt a.M. et al. 1977
    • Müller, Hans-Rüdiger: Ästhesiologie der Bildung. Bildungstheoretische Rückblicke auf die Anthropologie der Sinne im 18. Jahrhundert. Würzburg 1998
    • Neugebauer-Wölk, Monika: Reichsjustiz und Aufklärung. Das Reichskammergericht im Netzwerk der Illuminaten. Wetzlar 1993
    • dies.: Esoterische Bünde und Bürgerliche Gesellschaft. Entwicklungslinien zur modernen Welt im Geheimbundwesen des 18. Jahrhunderts. Göttingen 1995
    • Neumann, Franz: Der Hofmeister. Ein Beitrag zur Geschichte der Erziehung im achtzehnten Jahrhundert. Halle 1930
    • Obermeier, Rudolf: Die Universität Ingolstadt. Köpfe - Begebenheiten. Ingolstadt 1959
    • Porter, Roy: Kleine Geschichte der Aufklärung. Berlin 1995Prüsener, Marlies: Lesegesellschaften im 18. Jahrhundert. Ein Beitrag zur Lesergeschichte. Frankfurt a.M. 1972
    • Rachold, Jan: Die aufklärerische Vernunft im Spannungsfeld zwischen rationalistisch-metaphysischer und politisch-sozialer Deutung. Eine Studie zur Philosophie der deutschen Aufklärung (Wolff, Abbt, Feder, Meiners, Weishaupt). Frankfurt a. M. et al. 1999
    • Reinalter, Helmut: Aufgeklärter Absolutismus und Revolution. Zur Geschichte des Jakobinertums und der frühdemokratischen Bestrebungen in der Habsburgermonarchie. Wien 1980
    • Rob, Klaus: Karl Theodor von Dalberg (1744-1817). Eine politische Biographie für die Jahre 1744-1806. Frankfurt a. M. et al. 1984
    • Roberts, John M.: The Mythology of the Secret Societies. London 1972
    • Rogalla von Bieberstein, Johannes: Die These von der Verschwörung 1776-1945. Philosophen, Freimaurer, Juden, Liberale und Sozialisten als Verschwörer gegen die Sozialordnung. Bern 1976
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    • ders.: Fachgelehrte und Dilettanten. Anfänge und Etappen moderner Illumuinatenforschung (ca. 1897 - 1968/ 70). in: Bayern vom Stamm zum Staat. Festschrift für Andreas Kraus zum 80. Geburtstag. hrsg. v. K. Achermann, A. Schmid u. W. Volkert. Bd. 2, München 2002, S. 395 - 430
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    • Kluckhohn, August: "Die Jesuiten in Bayern mit besonderer Rücksicht auf ihre Lehrtätigkeit." in: Vorträge und Aufsätze. hrsg. v. K. Th. Heigel u. A. Wrede, München 1894, S. 239 - 312
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    • Sonntag, Lothar: "Der Einfluß des jungen Rousseau auf Adam Weishaupt und die Politik des Illuminatenordens. Ein Beitrag zur Rezeption der Rousseauschen Geschichtsphilosophie in der deutschen Aufklärung." in: Wissenschaftliche Zs. der Humboldt-Universität zu Berlin. Ges.-sprachwissenschaftl. Reihe 28 (1979), 795-800
    • Vierhaus, Rudolf: "Politisches Bewußtsein in Deutschland vor 1789." in: Der Staat 6 (1967), S. 173ff.
    • Volkert, Wilhelm: "Thomas von Bassus 1742-1815. Ein Graubündner Edelmann in Bayern." in: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg 101 (1961), S. 121-145
    • Rez.: Wilson, W. Daniel: "Der politische Jacobinismus wie er leibt und lebt? Der Illuminatenorden und revolutionäre Ideologie. Erstveröffentlichungen aus den Höheren Mysterien." in: Lessing yearbook 25 (1993), S. 133-184


    Anmerkungen