Projekt:Die Korrespondenz des Illuminatenordens

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Einführung

Die nachfolgende Aufstellung entstand im Zusammenhang mit der Arbeit an den bislang erschienenen Bänden zur Korrespondenz des Illuminatenordens:

  • Markner, Reinhard / Neugebauer-Wölk, Monika / Schüttler, Hermann (Hgg.): Die Korrespondenz des Illuminatenordens. Band I, 1776-1781, Tübingen (Niemeyer) 2005.
  • Markner, Reinhard / Neugebauer-Wölk, Monika / Schüttler, Hermann (Hgg.): Die Korrespondenz des Illuminatenordens. Band II, Januar 1782 - Juni 1783, Berlin u. Boston (de Gruyter) 2013, 711 S.

Die Mehrzahl der Briefe bis Mitte 1783 ist in diesen beiden Bände abgedruckt worden. Die Tabelle geht jedoch in der Chronologie darüber hinaus. Sie enthält auch Datierungs- und andere Fehler, die teils in den genannten Bänden berichtigt sind, teils noch zu korrigieren wären.

Tabelle

Dokument Datum Sender Absendeort Empfänger Ort Empfänger Thema Dritte Personen Veröffentlicht Umfang
Klossiana XV.5, 1.18 1780-04-14 Knigge Hanau Greve Hat Gartenhaus bei Frankfurt gemietet; fragt nach seinem Engagement in der Freimaurerei 6
StA Hamburg 1252 1780-08-07 Costanzo Frankfurt a.M. Costanzo berichtet über neue Mitglieder in Frankfurt; Schmerber, Küstner Knigge für höhere Ordensämter geeignet, Ehrmann dagegen nicht, da in schlechtem Ansehen in der Stadt; Ehrmann soll sich als Minerval bessern, später kann er befördert werden Ehrmann, Schmerber, Küstner, Knigge KI I 163 f.
StA Hamburg 1252 1780-08-17 Costanzo Sendet Bericht über Knigges Aufnahme sowie dessen (?) "Soli"; Knigge kann in Frankfurt Freimaurer der SO und der Unionsloge anwerben; Knigge will sich die etwaigen Geheimnisse des Ordens durch eifrige Tätigkeit verdienen KI I 165 f.
StA Hamburg 1252 1780-10-13 Costanzo Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt Costanzo schildert Knigges Charakter; Bemerkungen zur SO und zu den RK, für die Waldenfels wirbt; Knigge sucht überall Kenntnisse und Geheimnisse Knigge, Waldenfels, Küstner KI I 181-83
StA Hamburg 1252 1780-10-13 Costanzo Frankfurt a.M. Costanzo berichtet über die neu angeworbenen Mitglieder in Frankfurt Küstner, Schmerber, Brönner KI I 181
StA Hamburg 1260 1780-11-01 Knigge Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt sendet Revers von Wendelstadt, charakterisiert diesen; hat Richers angeworben; Männer der SO besser für O geeignet als engl. Maurer, da diese republik. Ideen im Kopf haben; will Mauvillon anwerben; Weishaupt sendet Material; Schmerber, Brönner vom O überzeugt, sollen Konsultoren werden; das Beste aus anderen Systemen in O übernehmen; O als "echte" FM ausgeben; soll Lessing aufnehmen; will in Würzburg Schröckenstein treffen; Ferdinand wird herrschen wollen; O wird die Welt regieren; Münchner Loge soll sich unabhängig erklären und so zu Mutterloge werden; will O zu eigenem FM-System umschaffen; sendet Brief an Zwackh; über die Organisation des O Küstner, Wendelstadt, Richers, Costanzo, Mauvillon, Gogel, Brönner, Schmerber, Lessing, Starck, Ferdinand, Karl, Wächter, Zinnendorf, Zwackh
StA Hamburg 1260 1780-11-06 Knigge Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt K mit O zufrieden und bereit zur Arbeit; Menschen sind auf Suche nach Kenntnissen zu Religion, Wissenschaft; nun geh. Gesell: K erwartet sich Führung und Belehrung; schlägt Wendelstadt, Wallacher, Kämpf, Jungius, Greve vor; bietet seine Dienste für den O im Hinblick auf Wilhelmsbader Konvent an Wendelstadt, Wallacher, Kämpf, Jungius, Greve KI I 186-90
StA Hamburg 1260 1780-12-16 Knigge Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt Weishaupt schickte Aufsatz, den Knigge positiv beurteilt; Knigge zum Arbeiten bereit; möchte in Weishaupts Pläne eingeweiht werden; FM soll wie ein "verderbter Staat" "rectificirt" werden; den Fürsten ein "Spielwerk" geben, um selbst zu regieren; O direkt an 'Eques professus' der SO anschließen; FM als Vehikel für O; für Vertretung der Münchner FM in Wilhelmsbad braucht er Vollmacht, kennt aus Korresp. mehrere Münchner FM; SO ist "nützliches unschädliches Spielwerk" Friedrich II von Preußen, Hofstetten JA, Morawitzky, Basselet de Larosée, Seinsheim, Zinnendorf KI I 196-99
StA Hamburg 1260 1781-01-27 Knigge Nentershausen Weishaupt Ingolstadt
 ? 1781-01-27 Weishaupt Ingolstadt Zwackh München 4 Q
 ? 1781-03-15 Weishaupt Ingolstadt Cobenzl JL (?) Eichstätt 4 Q
 ? 1781-03-15 Weishaupt Ingolstadt (?) Frankfurt a.M. Hofft, daß sich "Agathocles und Consorten" noch fügen; Reichtum der Frankfurter Brüder isr Grund für deren Insubordination; nimmt Costanzo in Schutz; setzt andere Mitglieder in Frankfurt Costanzo, Schmerber, Knigge 3 Q
StA Hamburg 1260 1781-03-16 Knigge Frankfurt a.M. (?) Weishaupt Ingolstadt Antwort auf Schreiben W's; sendet QL; klagt über Insubordination der von ihm Aufgenommenen; Schmerber ist in Mainz; Noe du Fay kann in England nützlich werden; hat Baumbach (Zamolxis) aufgenommen; erwartet Costanzo bei sich; sendet W's "System" zurück Ferdinand von Braunschweig, Wächter, Noe du Fay, Schmerber, Friedr. Wilh. Baumbach
StA Hamburg 1260 1781-03-26 Knigge Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt Brief beginnt 16. 3.; sendet eigene systematische Ausarbeitungen; Absichten des Ordens sollen verkleidet werden: nicht offen gegen Staat und Religion sprechen; Schmerber hat Cleanthes aufgenommen, der Gehorsam geschworen habe; Schmelzer wurde aufgenommen, der Mitglieder im Mainzer Domkapitel werben will; Tiedemanns Buch "Griechenlands erste Philosophen" ganz im Sinne des Ordens geschrieben; bekam Revers von Mauvillon, der Dohm, Canitz und Luchet vorschlägt;erhält 26. Brief von W.; ist zuversichtlich, mit den Frankfurtern zurechtzukommen; Einführung eines Maurersystems in den Orden liegt in W.'s Ermessen, könnte zur Beherrschung der FM führen; will Küstner, Rüling, Schmelzer, Mauvillon rasch befördern; bittet um den Grad des Ill. Minor Schmerber, Cleanthes, Schmelzer, Tiedemann, Mauvillon, Dohm, Luchet, Canitz, Küstner, Rüling, Schmelzer, Mauvillon, Brade, Richers
StA Hamburg 1260 1781-04-10 Knigge Frankfurt a.M. (?) Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 2 Schreiben W's; Brief beginnt 7. 4.; organisatorisches zum Ill. Minor; wünscht weitere Informationen, um die FM einarbeiten zu können; bekam Revers von Piel; ist mit Heuser wegen Errichtung eines Erziehungsinstitutes im Gespräch, will evtl. diesen aufnehmen; will über Mauvillon die Berliner (Große Landesloge -) Grade bekommen; von Bassus gegründete Loge würde wohl keine Anerkennung von London bekommen: da London nur drei Grade hat, stelle sich für alle anderen die Frage nach der Legitimation des Ordens; mit schneller Logengründung durch den Orden könnte man den Münchener Areopag aushebeln; über Streit der Logen London und York; hat Schäfer aufgenommen Piel, Heuser, Mauvillon, Noe du Fay, Wendelstadt, Bassus, Schäfer, Brade, Richers
StA Hamburg 1260 1781-04-24 Knigge Nentershausen (?) Weishaupt Ingolstadt Differenz zwischen Weishaupts Ill. minor und dem vom Areopag ausgearbeiteten; Dufresne (welcher?) war zu Besuch in der Unionsloge; will Ill. Minor an Rüling u. a. austeilen; Schmerber will in Leipzig, Schäfer in Hannover werben; schlägt Richers als "heimlichen Censor" für Hannover vor; wird FM-System ausarbeiten; Glaube der Maurer an unbekannte Obere ausnutzen, um den Orden zum geheimen Kapitel zu machen Dufresne, Rüling, Piel, Bostell, Schäfer, Richers, Schmerber, Küstner
StA Hamburg 1260 1781-04-27 Knigge Frankfurt a.M. (?) Weishaupt Ingolstadt Antwort auf Schreiben W's; bekam Revers von Ditfurth, der sofort tätig geworden sei; Portokosten von Mitgliedsbeiträgen nicht gedeckt; gegen W's Unterstellung, er arbeite für die SO; sendet Brief von Schmelzer; W. soll weitere Grade fertig machen, damit er sie bis zum Konvent maurerisch bearbeiten kann; schlägt Mauvillon, Rüling, Ditfurth, Falcke, Schmelzer als Provinziale vor, er selbst will dann nur noch Consultor sein; Schäfer hat Koppe angeworben Ditfurth, Zimmermann, Falcke, Rüling, Dobel, Deinet, Brönner, Schumacher, Küstner, Schmerber, Schmelzer, Mauvillon, Mieg, Wendelstadt, Baader, Cleanthes, Haugwitz, Schäfer, Koppe
StA Hamburg 1260 1781-05-08 Knigge Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt Wartet auf Merz; will Ditfurth schnell befördern; sendet QL; über Beförderungsmethoden im O; hat Nachricht von Schröckenstein; will Buch über Jesuiten und RK schreiben, beide sind Gegner; kämpft gegen Despotismus; hat Mieg aufgenommen; will ihn schnell befördern und zum Provinzial und Areopagiten machen; hat Brief von Weishaupt über Erklärung der maur. Hieroglyphen; will auf Konvent haugwitzsches System erkunden; will Mainz einrichten Merz, Schäfer, Schmerber, Küstner, Pirl, Burkart, Wendelstadt, Baumbach F, Falcke, Rüling, Schröckenstein, Schlözer, Mieg, Haugwitz, Schmelzer
StA Hamburg 1260 1781-05-11 Knigge Nentershausen (?) Weishaupt Ingolstadt Merz ist seit 9. 5. bei ihm; arbeiten gemeinsam für den Orden, wollen W. gegen den Areopag unterstützen; Falcke und Rüling zu I.. minor befördert; Falcke muß sich über seine Verbindung zu den RK erklären; sendet deren QL; berichtet über die neuen Niederlassungen; wird mit Merz nach Mainz reisen; Piel soll in Frankfurt MK einichten; Anwendung der maurerischen Symbole auf die Religion kann diese "vernünftig" erklären und so schwächen; FM bzw. Orden würde so zum "wahren" Christentum Merz, Falcke, Rüling, Schäfer, Richers, Mauvillon, FW Baumbach, Brade, Schmelzer, Cleanthes, Wendelstadt, Schmerber, Brönner, Küstner, Noe du Fay, Piel, Ehrmann, Costanzo
StA Hamburg 1264 1781-05-14 Mieg Heidelberg Knigge Heidelberg Begrüßt das neue Band und wartet auf den "ruf der Oberen dieser Kette einverleibet zu werden"; will im "Geist dieser Gesellschaft" arbeiten und "mit unerschrockenem Muth, und Heldensinn mich dem Geistlichen und politischen Despotismo widersezen"; "Was der Edle und Große mann aus in-Stadt aus seiner Gegend von den Bemühungen der Exjesuiten" meldet, gilt auch für Heidelberg; merkwürdig ist, daß einerseits Joseph II Freiheit des Geistes fördert, andrerseits (kleinere) Fürsten sich wie Inquisitoren verhalten Weishaupt, Joseph II
StA Hamburg 1260 1781-05-19 Knigge Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt Antwort auf Schreiben W's; Merz weiß nichts über FM, ist nach Mainz gereist, könnte in England nachforschen und evtl. eine Konstitution besorgen; Merz sollte ihn im Auftrag der Münchener ausspionieren; über die Neufassung der Grade unter Einbeziehung der FM; traf erneut Merz, der über Schmelzer berichtet; dieser will Schulen und Domkapitel dem Orden unterstellen; war in Mainz, hat aber Cleanthes (welcher?) nicht gesprochen, da dieser krank war; lobt Mauvillon, Ditfurth und Mieg; bittet um genaue Nachrichten über die Jesuiten Merz, Schmelzer, Cleanthes, Mauvillon, Ditfurth, Mieg
StA Hamburg 1252 1781-05-23 Costanzo Baruth Knigge Hat seit 2 Monaten keine Nachricht von Knigge; fragt nach Stand des O in Frankfurt; Törring-Seefeld hat versucht, für Costanzo bei Friedrich II. in Berlin eine Stelle zu bekommen, was wegen seiner Zugehörigkeit zur FM vom König abgelehnt wurde; ist darüber deprimiert; lobt Knigges Eifer für den O; ist noch bis Anfang August in FM-Geschäften unterwegs Törring-Seefeld, Friedrich II von Preußen, Brönner, Küstner, Schmerber
StA Hamburg 1260 1781-06-02 Knigge Weishaupt Ingolstadt sendet Revers von J F Mieg; Mieg schlägt vor: Schönmetzel, Eberstein, Hofstatt, Joseph, Graf Lippe; 'Raphael' angeworben (nicht Wundt!) Koppe von Schäfer geworben; sendet mehrere QL; nimmt nur Weisungen von W. an, nicht vom Münchner Areopag; K. von Merz ausspioniert; W. soll Ill. Major fertigstellen; über Arbeit an Buch über Jesuiten, FM und RK; O scheinbar republikanisch, dennoch Leitung nur durch den General; K. besorgt Handschriften, u.a. von Georg von England (!!!); K. hat selbst schon Handschriften gefälscht (!) Mieg, 'Raphael ', Schönmetzel, Eberstein, Hofstatt, Joseph, Graf Lippe, Kaunitz, Trunk, Müller, Scheid, Wreden, Schäfer, Falcke, Rüling, Koppe, Ditfurth, Arcesilaos, Richers, Burkart, Merz, Schlözer, Waitz von Eschen, Georg von England, Kal, Lindau, Strobl, Wendelstadt, Baumbach F
StA Hamburg 1260 1781-06-07 Knigge Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt Sendet QL und Brief von Costanzo sowie von Schröckenstein, u.a.; antwortet auf 3 Briefe Weishaupts; Schrift über Jesuiten und RK ist fertig; klagt über die Menge der Arbeit für den O; FM von Jesuiten in England gegründet, um Katholizismus zu verbreiten - dies bezeichnet Knigge als Anekdote Falcke, Schmelzer, Schmerber, Pirl, Brade, Rüling, Küstner, Costanzo, Schlözer, Schröckenstein, Karl Eduard Stuart, Schumacher, Dobel
StA Hamburg 1260 1781-06-22 Knigge Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt Wartet auf Weishaupts Antwort; Erziehungsinstitut in Frankfurt gerät in Hand des O, Knigge und Piel sollen es leiten; daran angliedern Gesell. der Wissenschaften; dazu Geld sammeln, Joseph II als Protektor gewinnen; Schmelzers Buch durch O verbreiten, O dazu aber zu schwach; schlägt Rüling als Provinzial vor; W soll Ill. major ausarbeiten; sendet QL; hat JP Leonardi angeworben; Mauvillon schwierig zu führen; Merz war in Mainz; Ditfurth will sich nach Konvent der Strikten Observanz lösen und FM zum O führen; Ehrmann unzuverlässig Piel, Joseph II, Katharina von Rußland, Merz, Schmelzer, Rüling, Leonardi JP, Mauvillon, Mieg, Schlözer, Ditfurth, Ehrmann, Costanzo
StA Hamburg 1306 1781-06-26 Brade Darmstadt Küstner Frankfurt a.M. Lobt Ziele des Ordens; hat Heft des Novizen abgeschrieben: sendet QL; Borcke in Gießen aufgenommen; will Kunstmaler Ehrmann anwerben; fragt um Erlaubnis, Starck Küstners letzten Brief mit Anspielungen auf geheime Gesellschaft zu geben, um diesen zum Beitritt anzuregen Borcke, Ehrmann (Kunstmaler), Starck, Küstner
StA Hamburg 1260 1781-07-01 Knigge Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt Bericht Juni 81: sendet QL; Brönner und Noe für O unbrauchbar; Küstner bester Mitarbeiter, Weishaupt soll ihm schreiben und aufmuntern; Starck ist "frommer Betrüger", für O ungeeignet (!); JP Leonardi für höhere Grade geeignet; sendet vorgefertigte Briefe, die Weishaupt abschicken soll; geplantes Erziehungsinstitut soll unter Regie des O gelangen; Falcke religiöser Schwärmer; über FM erst nach Konvent etwas zu sagen; will Schäfer und Richers befördern; Ditfurth führt seine Loge dem O zu; weitere MK geplant Schmerber, Pirl, Brönner, Noe, Küstner, Starck, Ehrmann, Leonardi JP, Falcke, Rüling, Mauvillon, Baumbach F, Mieg, '[[Raphael]', Schäfer, Richers, Burkart, Schmelzer, Stadions Hofmeister, Brade, Wendelstadt, Ditfurth
StA Hamburg 1260 1781-07-05 Knigge Oberkarben/ Frankfurt Weishaupt Ingolstadt trifft Ditfurth in Friedberg; FJ Schröckenstein beklagt, daß O-System unfertig; K. braucht Material zu Verteilen; Mysterienklasse schnell fertig machen; Ditfurth verwandelt seine Loge unmerklich in MK; K schlägt vor, Schröckstein rauszuschmeißen, wird ihn evtl. in Heilbronn treffen; K warb mehrere Leute in Mainz; Mieg bei Karl Theodor in schlechten Ruf gebracht;nennt mehrere Schriften; Erziehungsinstitut vom Magistrat gebilligt, nun Protektion von Joseph II gesucht; Ditfurth sehr eifrig Ditfurth, Schröckenstein, Schmelzer, Stadion FLJ, Wiehrl, Schlözer, Mieg, Karl Theodor, Wreden, Oberndorff, Schumacher, Rainal, Mauvillon
StA Hamburg 1306 1781-07-08 Merz London Weishaupt Ingolstadt War in Mainz; wollte mit Schmelzer Cleanthes besuchen, der aber krank war; konnte in Amsterdam keine Loge besuchen und so keine "Entdeckungen" machen; war in London bei der Johannisfeier, bekam dort wegen ständiger Streitereien der Brüder untereinander keinen guten Eindruck von der engl. Maurerei; falls die GL sich genauso zeige, solle man "ihr einen Tritt vor den Hin..." geben; wird noch einige Monate in London bleiben und bittet um Nachrichten über den Orden Schmelzer, Cleanthes
SK04-020 1781-07-10 Ditfurth Wetzlar (?)
StA Hamburg 1260 1781-07-11 Knigge Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt Sendet Provinzialbericht, diverse QL und weitere Anlagen; Schröckenstein schickte ihm Mitgliederverzeichnis, ist nun gezwungen dasselbe für seine Provinz zu tun, legt den diesbezüglichen Brief bei - Schröckenstein will sich offensichtlich in K's Provinz einmischen; wird Ill. Maior überarbeiten; sendet nächstens die von ihm überarbeiteten Grade und Instruktionen; bittet um Unterstützung für Mieg in München; nach dem WB-Konvent wäre es evtl. nötig, einen zweiten Orden einzurichten, wozu man den bisherigen in FM unwandeln könnte; Streitereien könnte ein "Areopagiten Convent" mit unter seiner und W's Leitung beenden Ditfurth, Schröckenstein, Rüling, Ehrmann, Mieg, Merz
StA Hamburg 1260 1781-07-13 Knigge Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt (Teil-)Bericht Juli 1781; sendet QL von Ditfurth, beschreibt diesen; hat diesem gegenüber den Orden als uralt und vor 15 Jahren aus Italien nach Deutschland kommend beschrieben; Ditfurth wolle MK anlegen sowie die FM unterwandern Ditfurth
StA Hamburg 1263 1781-07-18 Cobenzl JL Eichstätt Weishaupt Ingolstadt
StA Hamburg 1260 1781-07-20 Knigge Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt Antwort auf Brief W's; (Teil-)Bericht Juli 1781: sendet QL von Rüling, Nachdruck von Schlözers Briefwechsel; Schröckenstein will K. in Heidelberg treffen; schlägt Neugründung in München zur Ausschaltung des Areopags vor Rüling, Schlözer, Schröckenstein
StA Hamburg 1260 1781-07-24 Knigge Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt Knigge sendet Schriften; Miegs Streitigkeiten, dazu soll Flachslanden vermitteln; K will Zahl der "Wissenden" möglichst klein halten; Mitgl. weismachen, es seien nur wenige in der ganzen Welt eingeweiht; Areopag soll von Knigges Arbeiten nichts erfahren; Knigge vermeidet Kontakt zu Leuten, die von den Münchnern angeworben wurden; Pascha aufgenommen Mieg, Flachslanden, Ditfurth, Merz, Richers, Küstner, Pascha
StA Hamburg 1260 1781-08-10 Knigge Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt Hat keine Nachricht von Ditfurth, vermutet, daß dieser nun in direktem Kontakt mit W ist; arbeitet am Ill. Maior, neuem Ritual und Konstitutionsbuch für die unteren 3 Grade; wird Schröckenstein nicht besuchen, hat ihn dagegen zu sich eingeladen; seit er die Menschen als Maschinen ansieht, die ihren Leidenschaften folgen, läßt sein Menschenhaß nach; Projekt zu einer "Assecurations-Casse" Ditfurth, Küstner, Ehrmann, Schröckenstein
StA Hamburg 1260 1781-08-27 Knigge Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt Hat 3 FM-Grade und Konstitutionsbuch fertiggestellt; will nach dem Konvent sogleich Logen für den Orden errichten; in seiner Provinz beginnen die Mitglieder mit Minervalversammlungen; befürchtet Anwerbungen durch die Münchener in seinen Gegenden; ist dem Treffen mit Schröckenstein "ausgewichen" Ditfurth, Mieg, Schmelzer, Mauvillon, Schröckenstein
StA Hamburg 1260 1781-09-03 Knigge Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 2 Briefe Weishaupts; bekam Brief von Ferdinand, der den Konvent verschieben will; Knigge meint, SO ginge dann zugrunde; O kann Lage der SO nutzen und eigene Logen gründen; Richers gründet MK und Loge in Heidelberg und Speyer; Knigge verfertigt neue Grade und Geographie, die er Weishaupt zur Begutachtung schickt; wünscht Rüling und Ditfurth als Mitarbeiter; bearbeitet Ill. maior maurerisch; Weishaupts 'politische' Fragen für Novizen machen stutzig; Falcke durch Knigge von RK "curirt"; Knigge mit Ehrmann unzufrieden, der mit Tiemann über die Martinisten korrespondiert und ihm die Namen von Weishaupt und Baader aufgedeckt hat; hat "Canal" in Leitung der RK, die ihn für einen ihrer Oberen halten; hat auf Wunsch von Michael Ernst (Tasso) die FM-Klasse des O als 'moralisches System' ausgearbeitet, möchte seine Entwürfe Weishaupt schicken; Münchner Areopag soll wieder unterworfen werden; Joseph II wäre als Protektor wünschenswert Joseph II, Ferdinand, Karl, Haugwitz, Richers, Rüling, Ditfurth, Falcke, Tiemann, Ehrmann, Saint-Martin, Bader, Costanzo, Dobel, Michael Ernst (= Tasso)
StA Hamburg 1254 1781-09-03 Ditfurth Wetzlar Weishaupt Ingolstadt Antwort auf Schreiben W's; war erschrocken, als er erfuhr, daß Semer Jesuit gewesen sei; sprach mit diesem über verschiedene FM-Systeme, aber nicht über den Orden und warnte ihn vor den RK; hat ihn an Baader und W empfohlen; nennt Fürsten die "schlechtesten Menschen" und "Grund des Verderbens"; wird kommende Woche mit Knigge Pläne bezüglich des Ordens besprechen Semer, Ferdinand von Braunschweig, Knigge
Münter TB I, S. 29 1781-09-05 Münter Bode Münter in Weimar + Gespräch mit Bode über FM Wieland, Herder, Tobler, Jagemann, Bertuch, Goethe, Knebel, Bode Münter V Nr 338
Münter TB I, S. 30 1781-09-07 Münter Bode Besprechung Bode - Münter über Saint-Martins 'Des Erreurs et de la Verité' Bode, Wieland, Bertuch, Einsiedel, Tobler, Knebel, Krause, Saint-Martin Münter V Nr 339
StA Hamburg 1260 1781-09-10 Knigge Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt Antwort auf Briefe Weishaupts; sendet Bericht vom August; sendete mehrere Schreiben, auch von Dobel, an Weishaupt über Ditfurth, da dieser postfrei ist; Ditfurth setzte sich darauf mit "Spartacus" in Verbindung, ohne dessen bürgerl. Namen und Funktion im O zu kennen; "meine Leute sind nun alle in Bewegung"; bald seien überall O-Filialen und Logen; der Konvent (Wilhelmsbad) wurde verschoben, der O soll nun mit seiner eigenen FM hervortreten; rät, sich doch wieder an die Münchner Areopagiten anzuschließen, da er durch den Münchner Kaufmann Sauer den dortigen Provinzbericht bekam; allerdings seien sie uneinig und schwankend in ihren Grundsätzen; wünscht Treffen mit Weishaupt; falls sich der Areopag Weishaupt wieder unterwirft, hat man (durch die FM-Grade bzw. Stufe im O) ganz Deutschland in der Hand Ditfurth, Dobel, Sauer (Kaufmann in München)
Münter Briefe III, S. 104 1781-09-18 Münter Helmolt Münter und Bode besuchen Helmolt Münter, Bode, Helmolt Münter V Nr 332 2
StA Hamburg 1254 1781-09-27 Ditfurth Wetzlar Knigge (?) Sendet Provinzialinstruktion zurück und sein QL; bittet um "Maurerritualien", hofft, die Logen in Wetzlar, Gießen und Marburg bald übernehmen zu können; ein Plan mehrerer Provinziale zu mehr Disziplin im O; hat Streitereien mit Kammerrichter Trott; will seinen Bedienten sowie Mahler aufnehmen; bald habe der O eigene Logen; braucht neue Ordensnamen zur Vergabe; will Schüler, Sekretär von Ferdinand, aufnehmen; bittet um Empfehlungen für Schülers Bruder an den kaiserlichen Hof Ockel, Weishaupt, Trott (? Kammerrichter), Mahler, Ebersberg Grolmann, Robert (welcher?), Schüler
StA Hamburg 1254 1781-09-30 Ditfurth Wetzlar Weishaupt (?) Ingolstadt Antwort auf Brief; ist in den "Hauptgrundsätzen" gleicher Meinung, was auch in seiner Beantwortung der 17 Fragen zu sehen ist; Knigge hat dazu einige Einwürfe gemacht, ist aber im Grunde einer Meinung mit ihm; wenn man reformieren will, muß man sich einig sein - aber wer ist der Richter über wahr und falsch?; da auch eine geheime Gesellschaft sich irren kann, darf sie "nicht selbst zu einer Staatsveränderung die Hand anlegen" - dies seine Ansicht im Gegensatz zu Knigge; aber Knigge "will ja auch keine gewaltsame Revolutionen"; hat in den letzten Jahre gelernt, daß die herrschende Meinung meist die falsche war; bevorzugt den Calvinismus, da er "die practische Moral Christi etwas mehr cultivierte", im Gegensatz zum "römischen " Aberglauben; im Politischen sind die Fürsten "leider die Geißeln ihrer kleinen Staaten"; Fürsten haben die Macht, die eigentlich den "Nationen" gehört, usurpiert; der fürstliche Stand und der Apparat leben von "Schweiß und Bluth" des Volkes - "olim non erat sic, und dieses kann nicht lange stehen"; falls Joseph II tatsächlich pro Aufklärung ist, so unterstützt er das; hält ganz Deutschland für sein Vaterland; falls der O der gleichen Ansicht ist, so kann er sich aus seinen Eifer verlassen; wünscht sich ein enger geknüpftes, "systematisches Reich, und kein Chaos wie es itzt ist"; Joseph II soll zur Stärkung der kaiserlichen Macht die Justiz und besonders das RKG benutzen; hat die empfohlenen Bücher bei Brönner bestellt; hat Kaspar F. Hoffmann, Hert, Ockel, Karl W. Robert, Grolmann aufgenommen und sendet demnächst deren Reverse und Tabellen; MK sollen in Gießen und Marburg angelegt werden, was aber solange Probleme bereitet, bis man die Logen in der Hand hat Knigge, Joseph II, Karl V, Raynal, Brönner
StA Hamburg 1260 1781-10-01 Knigge Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt Antwort auf Brief Weishaupts; sendet Bericht vom September und Brief von Ditfurth; Weishaupt rät wegen Entfernung und Kosten von Reise nach Ingolstadt ab, Knigge hält Treffen (erstes) für nötig, "um unzählige Dinge und Ideen deutlich zu entwickeln"; befürwortet Weishaupts Plan bezüglich der Münchener Schottenloge (= "Zur Behutsamkeit"), da die SO immer noch "verborgene Obern" suche - diese könne der O spielen; "Ich hafte dafür, daß wir damit bestehen, weil ich gar zu genau alle Verhältnisse in der str. Obs. kenne, und wie unwissend sie in Mry. ist"; hat die neue Schrift (Über Jesuiten...) abgeschickt; Weishaupt wünschte, mit der Ausarbeitung der O-Geographie langsam vorzugehen, Knigge schlägt kleinere Distrikte vor, die "Haupt-Entwicklung des Systems" soll den höchsten Graden vorbehalten bleiben; Details der geplanten O-Geographie; wünscht Erstattung der Reisekosten bis München Ditfurth, Morawitzky
StA Hamburg 1260 1781-10-01 Knigge Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt Sendet Inspektoratsbericht September für Ober- und Kurrhein, Westfalen, Niedersachsen und unrangierte Mitglieder (A - E, nicht vorhanden); O macht Fortschritte und wird bald in allen Hauptorten dieser Provinzen Filialen haben; zur Anlage von Logen braucht es eine Konstitution: nicht ans Münchener Kapitel (SO) anbinden, da man sonst deren FM-Grade annehmen muß, sondern den Ill. dirigens jeweils für jede Provinz zum Kapitel machen; "Frage: Wer gillt bey dem Kaiser am mehrsten in Militair-Sachen?"; Knigge kann eine Fähnrichs-Stelle in holländischen Diensten vermitteln; will den Mainzer Domvikar Menninger aufnehmen, wünscht für ihn Unterstützung durch Ludwig Cobenzl, da er keine Aussicht auf Beförderung und geringes Einkommen hat Menninger, Cobenzl JL
StA Hamburg 1260 1781-10-10 Knigge Freinsheim Weishaupt Ingolstadt Knigge trifft Mieg in Freinsheim, sehr positiv über ihn; Mieg will die ganze Pfalz unterwerfen; fragt nach Loge Mannheim; befürchtet Probleme mit den verschiedenen FM-Systemen; Mieg will O im Elsaß und den Niederlanden verbreiten; will Ow in Mannheim treffen; will Afsprung aufnehmen; "Wir reden von Ländern, als wenn sie uns gehörten"; schickt Entwurf zur O-Hierarchie; Mieg schlägt Kandidaten vor, "solcher 10 und ein ganzes Land ist in unsern Händen"; Miegs Aufsätze im Deutschen Museum Mieg, Morawitzky, Trunk, Hohenfeld, LaRoche, Haak, Franck, Ow, Afsprung, Romberg, Bossig, Richers, Hopfstadt
SK04-199 1781-10-18 Hardenberg Hannover Koppe Göttingen
StA Hamburg 1260 1781-10-19 Knigge Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt Antwort auf mehrere Schreiben W's; über "L" und "W", die "Spitzbuben" seien; Brönner hat gegen diese anonym drucken lassen; Drouin mit dem neuen Grad unzufrieden, will W in Ingolstadt besuchen Drouin, Schlözer, Brönner, Falcke, Mieg
SK03-313 1781-10-20 Cobenzl JL Eichstätt 'Phy ' War daran gehindert, Hefte zu senden, da die Post vom Eichstätter Postmeister abgefangen wurde, Generalvikar hat aber keine Nachforschungen über den Orden eingeleitet; sendet diesen Brief über Starhemberg; fragt nach den großen Mysterien; bisher wurde man mit der Idee eines goldenen Zeitalters und einer chimärischen Freiheitsidee abgespeist, diese sind also zu hinterfragen; alchemistische und astrologische Untersuchungen nicht per se nutzlos; fragt nach Konsequenzen für die moral. Grundsätze des Ordens; Frage, ob in höherem Grade der tatsächliche Ursprung des Ordens genannt werden soll; Weishaupts Texte sind entschärft worden im Hinblick auf Herrschaftskritik; Form des Kreuzes in eine T-Form geändert, da diese dem Kreuz der Frühchristen entspricht Starhemberg, Weishaupt, Knigge, Schröckenstein, Arnold
StA Hamburg 1254 1781-11-05 Ditfurth Wetzlar Weishaupt Ingolstadt Antwort auf Brief; ist voller Zutrauen zum O und verbürgt sich mit seinem Wort für ihn; ist nicht (mehr) davon überzeugt, daß man mittels des O die "Großen Herrn" bessern könne; die Religion verlange, Gott zu achten, "schlachtet" aber seine Geschöpfe; Protestanten seien genauso intolerant "wie alle übrige Pfaffen", obwohl sie ständig von Toleranz redeten; wünscht sich weitere Belehrung durch den O; hat die empfohlenen Bücher "alle bestellt"; wünscht sich mehr Zeit für geistige Beschäftigungen; hat Karl W. Robert sowie Gottlieb F. Münter angeworben; sendet Brief von Semer und seine eigene Antwort; fragt sich, ob Semer noch den Jesuiten anhänge und will ihm darüber eine "Falle" stellen; bestehe er die Prüfung, wäre er für den O geeignet; findet Unterstützung durch Knigge Raynal, Karl W. Robert, Münter GF, Karl Theodor, Franck, Knigge
SK ?? (?) 1781-11-15 Cobenzl JL Eichstätt Weishaupt Ingolstadt Bericht Oktober/November; Ill. minor wurden Joseph Barth, Gaza, Bauer (Oettingen), "Lacydas"; in die MK eingeführt wurden Werthes und Bronner; neue Novizen sind "Dryden" und Reigersberg; wünscht die Ordensgeographie zu bekommen Joseph Barth, Gaza, Bauer-Oettingen, 'Lacydas ', 'Dryden ', Werthes, Bronner, Reigersberg 3
Klossiana, Den Haag, Kloss XV.-4 1781-11-15 Knigge Frankfurt a.M. (?) Schmerber Frankfurt a.M. Berichtet von Briefen Weishaupts; findet keinen Gefallen mehr am Plan zu einem Freimaurerclub Weishaupt 4
SK18-109 1781-11-20 Schäfer Göttingen Koppe Göttingen Beitritt Koppes mit der Beantwortung der Fragen
StA Hamburg 1260 1781-12-11 Knigge Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt sendet Revers von Falcke, soll Provinzial werden; Mitglieder suchen 'Geheimnisse', Erziehung und Aussicht auf bessere Regierung für viele nicht 'reizend'; hat 3 Pakete Material von Weishaupt erhalten; schreibt ausführlich über seine eigene Philosophie; sendet Provinzialinstruktion zurück; bei Aufnahme von Maurern diesen höhere Kenntnisse in Aussicht stellen; in ersten 3 FM-Graden ungeeignete Männer; schlägt O-Stufen unter Einbindung der SO-Grade vor; Haugwitz verspricht neue Aufschlüsse; wünscht genauere Anweisungen z.B. für Aufnahmen; lobt Costanzo Falcke, Schmerber, Küstner, Bühl, Rüling, Haugwitz, Costanzo
SK04-138 1781-12-20 Florencourt Mannheim Koppe Göttingen Berichtet über die gute Einrichtung der (Royal-York-) Loge in Mannheim; in anderen Logen herrschen Streitereien und Goldmachersucht; Differenzen der Systeme bei den Aufnahmebedingungen Berg, Friedrich R. Salzmann, Staidel (?), Feder, Lestwitz, Böhmer (?)
StA Hamburg 1306 1781-12-21 Schmerber Frankfurt a.M. Ditfurth Wetzlar War zu Besuch bei Ditfurth; klagt über schlechte Behandlung der Frankfurter durch Ordensleitung; aufgrund der Verfassung der Stadt sei es unmöglich, eine Illuminatenloge (ohne offizielle FM-Konstitution) anzulegen; besser sei es, in die (bestehenden) Logen einzudringen und dort zu "minervalisiren"; erwartet Ditfurth kommenden Monat zur Logensitzung Knigge, Brönner, Noe du Fay, Küstner
StA Hamburg 1254 1781-12-27 Ditfurth Wetzlar Weishaupt Ingolstadt Hat mittlerweile 8 Leute geworben, davon sind 4 noch Minervale; Karl W. Robert hat das theologische Fach "aus Überzeugung der Schädlichkeit der Systemstheologie" verlassen; hat sich mit Robert, Riedesel, Bostell, Ockel "auf einen Ton gestimmt" - nämlich pro Aufklärung zu wirken; möchte vorsichtig und langsam fortschreiten, um Einfluß auf die Wetzlarer Loge und ihre Töchter zu gewinnen; die blauen Grade werden nach den Maßgaben des O "ohnvermerkt nach und nach" geändert; in protestantischen Ländern ist es schwierig, MK zu errichten, ohne daß diese bekannt würden, daher soll man die Logen als "MinervalSchulen" gebrauchen; "Bey den erhabenen und edlen Endzwecken des Os, kann es ja ohnmöglich auf Formalitäten ... ankommen" (!!!); sendet Riedesels Beantwortung der Fragen und lobt dessen Eifer; will in Marburg MK einrichten, da dir dortige Loge nichts taugt; in Gießen dagegen würde es "großen Verdacht erregen", eine MK neben der Loge anzulegen; wolle man in der Zukunft dennoch MK anlegen, soll man ihnen Tarnnamen geben; diese seine Absichten möchte er Knigge nicht mitteilen, da dieser alles "in forma" einrichten will; befürchtet, daß Knigge durch unvorsichtige Aufnahmen dem O schaden könnte; jeder Aufgenommene weiß allein durch diese Aufnahme um die Existenz des O, wenn man ihn dann wieder laufen läßt, gefährdet man den O; Knigge hat in Frankfurt Leuten den Ill. minor gegeben, und diese dann wieder laufen lassen, nur um sozusagen das 'Plansoll' zu erfüllen; unter den Frankfurter Mitglieder herrscht bereits Uneinigkeit; lobt Schmerber, der vor 14 Tagen bei ihm war; MK in Frankfurt würde von den FM sofort als Winkelloge verschrieen und den O gefährden; bessere Strategie ist die allmähliche Übernahme der Logen, da man sonst die besseren Männer schon im voraus verjagen würde; Knigge macht mit der schnellen Ausbreitung die gleichen Fehler wie die SO, besser sei es, langsam in alle Logensysteme einzudringen, sie dann zu unerkannt beherrschen und zu reformieren; "unser O sollte meine ich in Ansehung der Maurerey das seyn, was dieser in Ansehung der Religionen und Politik würklich hätte seyn sollen"; bittet, Knigges Eifer zu mäßigen; hat Knigge selbst per Brief gebeten, "mehr zu pianisiren"; warnt vor einer möglichen Gegnerschaft im O zwischen Schmerber, Küstner, Brönner, Hetzler einerseits und Leonardi, Friedrich K. Schweitzer; falls Knigge eine "Winkelloge" mit Leonardi als MvS anlegt, wird dies den O in Frankfurt sprengen; Robert läßt alle von Weishaupt vorgeschlagenen Bücher für die UB besorgen (!!!); in Wetzlar werden diese Bücher für die Logenbibliothek angeschafft; hat noch keine Antwort von Semer, der somit nicht in die Falle getappt ist Karl W. Robert, Riedesel, Bostell, Ockel, Grolmann, Knigge, Schmerber, Küstner, Brönner, Hetzler, Leonardi, Friedrich K. Schweitzer, Raynal, Semer
Kloß, Annalen 165 1781-12-29 Ditfurth Wetzlar Schmerber Frankfurt a.M. Knigge wollte in Frankfurt eine (Winkel-) Loge stiften, Schmerber soll ihn davon abhalten; setzt alle Hoffnung in den Orden, falls dieser scheitert, will er sich auch aus der Freimaurerei zurückziehen Knigge 4
Kloß, Annalen 165f 1781-12-29 Ditfurth Wetzlar Schmerber Frankfurt a.M. Falls der Plan des Ordens scheitert, "dann gute Nacht Maurerey, gute Nacht alle heimliche Gesellschaften"; wird sich im Fall des Scheiterns völlig zurückziehen, "Gute Nacht dann aber auch alle Hoffnung, den Guten den Sieg über die Bösen zu verschaffen, und die Welt aus dem verderben zu ziehen"; man könne geheime Gesellschaften an den Universitäten und Akademien gründen ("Amicitia", "Concordia" etc.), die in Wirklichkeit Minervalschulen seien; Robert und Grolmann werden gut arbeiten; will 4. Grad für diejenigen Maurer, die man im Orden nicht brauchen kann, um sie von Rosenkreuzerei etc. fernzuhalten Knigge, Karl Robert, Grolmann, Zinnendorf 4
StA Hamburg 1264 1782-01-14 Mieg Heidelberg Knigge Heidelberg Wegen seines 'blauen Buches' läuft gegen ihn eine regierungsamtliche Untersuchung, will dazu an Minister Oberndorff schreiben, Kopie soll nach München gehen; die Sache geht den Orden an, denn wenn er unterliegt, wird auch der Vertrauen verlieren; de Troge in Mannheim wünscht Auskunft über Wallau in Mainz, besonders Vermögensverhältnisse und was er für Geheimzuhalten nötig hält; traf in Mannheim Drouin, der sich (noch) nicht von Großloge Royal York lösen möchte; hat Knigges Brief an Wundt gegeben, weiß noch nicht, was drin steht; Knigge geht offensichtlich auf Reise Oberndorff, de Troge, Wallau, Wundt, Drouin
 ? 1782-01-14 Bassus Innsbruck Areopag München 1 Q
StA Hamburg 1264 1782-01-17 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Wurde im letzten Sommer heftig angegriffen, u.a. versuchte Geheimrat und Landschreiber Wreden den Minister Oberndorff und den Hof gegen ihn "aufzuhetzen"; hat dies abbiegen können und wollte in Ruhe für den O arbeiten; aber erneut "Generalinquisition" wegen seiner Schrift über die Ref. Kirche (1780) durch die Regierungsräte Maienberg und Schmits; wird bei Oberndorff vorstellig werden, sendet Kopie davon an Baader und bittet Weishaupt um Unterstützung durch den O bei Karl Theodor; unterliegt er, würde auch der O an Vertrauen verlieren; er könnte zwar eine andere und bessere Stelle bekommen, aber das würde dem Mut der Mitglieder nicht helfen Wreden, Oberndorff, Maienberg, Schmits, Baader, Karl Theodor
Goethe, Begeg. u. Gespr. II, S. 342f. 1782-01-20 Goethe Bode Goethe bei Bode wegen Aufnahme von Karl August (FM) Goethe, Bode, Karl August
 ? 1782-01-25 Weishaupt Ingolstadt Areopag München 3 Q
StA Hamburg 1248 1782-01-27 Baader München Weishaupt Ingolstadt Antwort auf Brief W's; ist durch Knigge zu neuer Tätigkeit motiviert; ist mit einigen Neuerungen unzufrieden, will darüber mit Weishaupt mündlich sprechen; wird nach Erhalt der neuen Papiere (von Knigge?) sofort Kopien an W. senden; untaugliche Leute solle man in den Maurergraden stehen lassen; schlägt zum Ill. major Meggenhofen, Riedl und Pericles (welcher?), Seinsheim, Fronhofer, Socher, Xenophon (Cosandey?) vor; [NB: die 2. Ordensnamen der Mitgl. der "Behutsamkeit" durch den Orden eingeführt - speziell für die SO] diese Beförderungen sollen in bestimmter Reihenfolge geschehen, um den Leuten ihre Rangfolge deutlich zu machen; will Leitung der FM-Loge aufgeben; klagt über Fülle der Berufsgeschäfte; Personal von Bayern wird Zwackh schicken; bekommt selbst ständig Post und Anfragen von Mitgliedern, die er nicht kennt; Rosenkreuzer werden immer stärker; Morawitzkys Untätigkeit; Nicolai, den er für einen RK hält, schreibt, die Berliner RK hielten den "Rosenkreuzer in seiner Blöße" für Münchener Produkt; Drexl wird B's Brief nach Ingolstadt bringen; Merz soll RK werden, um sie auszuspionieren; W. soll gegen die RK schreiben, man müsse sie ständig angreifen und öffentlich lächerlich machen; Cobenzl könnte sich in Wien bei den RK aufnehmen lassen; Ill. dirig. nicht gut genug, um die Leute zu motivieren; will JI Leyden werben und zum Chef der Ill. dirig. machen; Leydens Sohn wird durch Renner in Philosophie unterreichtet; schlägt vor, MK in Wien einzurichten und dort das Zinnendorfer System auszuspionieren; im "Allgemeinen Begriff von der Gesellschaft der Illuminaten" finden sich Widersprüche; zu starke Nachahmung des Jesuitenordens schade der Sache und führe zur Herrschsucht; will Miegs Anliegen unterstützen Knigge, Meggenhofen, Riedl und Pericles (welcher?), Seinsheim, Fronhofer, Socher, Xenophon (Cosandey?), Ramberg, Zwackh, Nicolai, Morawitzky, Drexl, Merz, Cobenzl JL, Schwab, JI Leyden, Leyden jun., Eisenreich, Mieg
StA Hamburg 1254 1782-01-28 Ditfurth Wetzlar Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 27.01.; Knigges Übereilungen; ist mit Verteilung von Priester- und Regentengrad vorsichtig; ist mit Grolmann zufrieden; kritisiert Riedesels Saumseligkeit; hat selbst Dienst und Familie 4 Wochen vernachlässigt, um für den O wirken zu können; ist mit Stolberg wegen des Planes zum Ekl. Bund in Verbindung, hat diesem sein Konzept geschickt; Bemerkungen über Mysterien der Antike und des Islam; Grolmann ist über den Priestergrad "gantz herrlich"; bezweifelt die Richtigkeit der biblischen Überlieferung; lobt Ockel, Denecke, Solms-Assenheim, Georg H. Ebhard; Denecke könnte bei guter Anleitung einer der bedeutendsten Männer im O werden; erzählt recht spaßig über seine Ess- und Trinkgewohnheiten, kann mit seinem "gesunden, dauerhaften Körper ... Dem Umgange mit Weibern nicht entsagen"; will Chappe de la Henriere an Knigge verweisen; Knigge, Grolmann, Riedesel, Stolberg-Roßla, Ockel, Denecke, Solms-Assenheim, Georg H. Ebhard, Münter GF, Rüling, Chappe de la Henriere
StA Hamburg 1260 1782-01-30 Knigge Nentershausen Weishaupt Ingolstadt Brief beginnt 21. 1. In Kirchheim bei Marburg; in Wetzlar wird Riedesel mit Ditfurth den Orden aufbauen, Ditfurth wird Provinzial; bekam Brief aus Neuwied mit der Bitte, noch länger dort zu bleiben; "Cleanthes" will Fechenbach und CTh Dalberg anwerben; ist zuversichtlich bezüglich Marburg,Hannover, Neuwied und Gießen; ist 26. In Nentershausen, bekommt Brief von Weishaupt; schlägt vor, die Münchener Mitglieder des Areopags zu entmachten, nur Hertel und Baader seien zuverlässig; will Dobel werben; verlangt nach Kopien der Grade; übermittelt Brief von Cleanthes, der um Einsetzung eines neuen Ministers in Mainz bittet - diese sei Erfolg seiner "Windbeuteleyen"; übermittelte "dickes Paquet" durch Schröckenstein; arbeitet an Ordensgeographie Georg Carl von Fechenbach, Dalberg CT, Ditfurth, Riedesel, 'Cleanthes ', Hertel, Baader, Dobel, Cobenzl JL, Schröckenstein
StA Hamburg 1274 1782-01-31 Schäfer Göttingen Weishaupt Ingolstadt
StA Hamburg 1254 1782-01-31 Ditfurth Wetzlar Weishaupt Ingolstadt Sein Schreiben an Knigge und dessen Antwort über die Frage, ob man Logen des O ohne Konstitution anlegen solle; Knigge war darauf in Wetzlar und auf dem Rückweg in Marburg und Gießen; Knigge will in Frankfurt eine neue Loge mit Konstitution von Gogel errichten, darin sollen nur brauchbare Leute aufgenommen und die Loge nach den Grundsätzen des O eingerichtet werden, danach könne man MK errichten; Schmerber will im O herrschen und nicht gehorchen; die Frankfurter Mitglieder sind "zu voll KaufmannsGeist, und Feinde der Subordination", wodurch sich Costanzo einfach in der Auswahl vergriffen hat; schlägt Ohlenschlager als neuen Leiter für Frankfurt vor; Weishaupts Existenz in Frankfurt bekannt, wahrscheinlich durch Costanzo, der noch vor Knigge als erste Schmerber und Küstner aufgenommen hat; in Wetzlar MK angelegt; Ockel hat drei 14-15jährige, die er unterrichtet, will dann aus solchen jungen Leuten die MK bilden, dies sei besser, als ältere anzuwerben, die man nicht mehr formen kann; auch Buff und Brandt, den er in den O aufnimmt, wollen solche "kleine Seminaria" anlegen; vorerst sind nur die Beamten der MK ernannt; schlägt vor, sich hauptsächlich auf 12 bis 20jährige zu konzentrieren, um diese für den O zu erziehen; lobt Raynals 'Histoire philosophique'; beklagt den Zwang von Religion und Politik auf die natürlichen, zweckmäßigen Triebe: "Unser Ehestand ist die andere extremität von der Türkischen Poligamie"; spricht sich für Scheidung und Rücksicht bei Fehltritten junger Mädchen aus; seine ersten 11 Dienstjahre als Kriminalrichter haben ihn verständnisvoll gemacht; würde heute eine Kindsmörderin nicht zum Tod verurteilen; bekam Brief von Schmerber, der Adressen wünscht, Ditfurth verweigert dies mit dem Hinweis auf den ordentlichen O-Weg; Buchat, ein Ex-Soldat und FM, geht nach Paris, Ditfurth fragt nach O-Filiale dort; freut sich, "daß Semer einschläget"; Assessor Weinbach wurde vorgeschlagen (von Semer?) Knigge, Gogel, Schmerber, Costanzo, Ohlenschlager, Wilhelm F. Becker (Raphael), Ockel, Küstner, Buff, Brandt, Rynal, Buchat, Friedrich Wilhelm, Frech, Semer, Weinbach, Riedesel
SK19-120 1782-02-01 Knigge Orden Knigges Ordensbefehle zur Führung und Beobachtung der Mitglieder
StA Hamburg 1268 1782-02-01 Dobel Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt
Kloß, Annalen 146 1782-02-02 Unionsloge Frankfurt a.M. Zu Besuch in der Loge "Zur Einigkeit" sind: Delorme, Marchand, Kolowrat-Erbstein (?, Deput. Beim WB Konvent), Bode, Diethelm Lavater Delorme, Marchand, Kolowrat-Erbstein ( (?), Deput. Beim WB Konvent), Bode, Diethelm Lavater 3
StA Hamburg 1263 1782-02-04 Cobenzl JL Eichstätt Weishaupt Ingolstadt
Goethe, Begeg. u. Gespr. II, S. 347; SK14-25 1782-02-05 Loge Weimar Weimar Karl August im Beisein Ernst und August v. Gotha durch Fritsch zum FM aufgenommen + Präparationsrede von Bode Karl August, Ernst v. Gotha, August von Gotha, Fritsch, Bode
SBB-PK Berlin, NL Nicolai 1782-02-11 Bode Weimar Nicolai Berlin Nicolais Logenzugehörigkeit; Bode ist Gegner der RK sowie Kenner des ganzen IO; Bode vermittelt Leuchsenring an Nicolai Leuchsenring 4
SK04-013 1782-02-12 Knigge Bode Weimar Knigge antwortet auf 8.9. + hat 'Geschichte der FM in Niedersachsen' (von Bode) "mit Vergnügen" gelesen, ebenso den "Entwurf in Betreff der rußischen Angelegenheiten" + Bemerkungen zur Vermehrung der Logen in Norddeutschland
SK03-314 1782-02-13 Cobenzl JL Görz Knigge Heidelberg
 ? 1782-02-16 Weishaupt Ingolstadt Zwackh München 3 Q
StA Hannover-Pattensen Cal. Br. 15 3846 1782-02-20 Spittler Göttingen Semer Ingolstadt Hat von Semer zugeschicktes Buch rezensiert, die Rezension ist im Druck; Vereinbarung des gegenseitigen Bücheraustausches
StA Hamburg 1254 1782-02-25 Ditfurth Wetzlar Weishaupt Ingolstadt Antwort auf Schreiben Weishaupts; hat auch Stolberg-Roßla von der "Starckischen Geschichte" berichtet; hat seinen Plan zum Ekl. Bund korrigiert zurückbekommen und an Brönner und Grolman geschickt; sein Begleitschreiben an Grolman könne auch Starck lesen; falls sich Starck und der Erbprinz vom "Prinzen System" abwenden wollen, könnten sie dem neuen Bund beitreten; in einem weiteren "illum. O Schreiben" übermittelte er die Aufträge von Stolberg und Weishaupt; Grolman wünscht direkten (schriftl.) Kontakt mit Weishaupt; eine weitere Kopie des Bundesplanes an die Loge in Lüttich weitergeleitet, die sich wahrscheinlich anschließt und einige französische Logen nachziehen wird; bittet um Kontakte für Kortum in Wien; Gottlieb F. Münter und Alberti bleiben weiter unter Rülings Leitung, berichten aber heimlich alles an Ditfurth, so daß Rüling "2 heimliche censores" hat Starck, Stolberg-Roßla, Brönner, Grolman, Riedesel, Erbprinz von Darmstadt, Kortum, Rüling, Münter GF, Alberti
StA Hamburg 1260 1782-02-27 Knigge Nentershausen Weishaupt Ingolstadt Lobt Aufsatz W's, den er zur Ausarbeitung der Grade benutzt; ausführlich über diese Ausarbeitung in den verschiedenen Stufen; Zusammenarbeit zwischen ihm, W., Baader, Cobenzl, Schröckenstein verspricht guten Erfolg; sendet Verzeichnis von Wiener Mitgliedern der Strikten Observanz Baader, Cobenzl JL, Schröckenstein, Bostell
StA Hamburg 1282 1782-02-28 Kolborn Wien Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 17. und 19.; wird bis Ende März in Wien bleiben; verbürgt sich nochmals für Gemmingen, den er als "Antoninus" zum Minervalen aufgenommen hat; Sonnenfels für seine Ordensposition ungeeignet; Born ist Kämpfer für die Aufklärung, versteht sich gut mit Gemmingen, dem er mit Unterstützung von Kaunitz und Swieten eine Stelle verschaffen will; Kolowrat sucht nur Geheimnisse; eine etwaige Neugründung muß vor Sonnenfesl geheimgehalten werden Gemmingen, Knigge, Baader, Kaunitz, Swieten, Born, Sonnenfels, Kolowrat, Cobenzl JL
Goethe, Begeg. u. Gespr. II, S. 351 1782-03-03 Weimar Karl August 2. und 3. Grad FM aufgenommen + Goethe in 3. Grad FM aufgenommen Goethe, Loder, Heinreich, Goethe, Wieland, Bode
SK04-151 1782-03-05 Feder Göttingen Ditfurth (?) Wetzlar Erster Brief nach seiner Aufnahme; bekundet großes Interesse an der neuen Verbindung
StA Hamburg 1256 1782-03-07 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Hat Teil der geänderten Anrede des Priestergrades erhalten; erwartet von Weishaupt die versprochenen Höheren Mysterien; lobt Weishaupts Charakter
 ? 1782-03-08 Weishaupt Ingolstadt Zwackh München 2 Q
SK04-166 1782-03-12 Gedike Berlin Meiners Göttingen Gedike fragt nach FM-bzw. Ill-Zugehörigkeit von Meiners + FM und Aufklärung + mehrere Göttinger Prof. sind Ill, weiß Gedike! Feder, Spittler
NOS 129-131 1782-03-13 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 8.3.; Anstoß zur Untersuchung gegen ihn kam aus München, Oberndorff sendet nun Kopie von Miegs Schrift dorthin; wünscht weitere Unterstützung durch die Münchner Mitglieder; "Minerval-Arbeiten" in Heidelberg sind in Ordnung (Datierung unsicher!! 13. Asphandar 1151) Oberndorff Münter V Nr 592
Kloß, Annalen 135/136 1782-03-15 Weishaupt Ingolstadt Mitgl in Frankfurt Frankfurt a.M. "Agathocles und Consorten" suchen nur Geheimnisse und Grade; da sie reich sind, besitzen sie die Fehler der reichen: "Unwissenheit, Stolz ... Abscheu vor Arbeit"; da es bessere leute in Frankfurt gibt, sind Schmerber und Konsorten entbehrlich Schmerber, Knigge, Costanzo 11
StA Hamburg 1277 1782-03-15 Ebersberg Mainz Will im Auftrag Stolberg-Roßlas C. Th. Dalberg anwerben; dieser möchte im Orden nur den höheren Oberen bekannt werden; soll auf den Conduite-Listen nur noch die Veränderungen eintragen; Stolberg sehr eifrig für den Orden tätig Dalberg CT, Stolberg-Roßla
StA Hamburg 1264 1782-03-16 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Mieg mit Dobel aus Mannheim nach HD zurück, Dobel reist weiter; sendet Musaeus' QL zurück; Portias Erzählungen sind falsch; Mieg kennt Numa Pompilius nicht; Maurer will Dorr als für O ungeeignet zur Ruhe setzen; Österreich wird alles daransetzen, Bayern zu erhalten, dabei ist ein Krieg unvermeidlich; darüber Gespräch mit dem von ihm aufgenommenen Künkel; Künkels Bruder ist Erzieher in Zweibrücken, Mieg verspricht sich dadurch Einfluß auf den Herzog; Weishaupt soll sich zu diesem "politischen Gedanken" äußern; Mitglieder in Mannheim sind fleißig, nur Drouin ist mißtrauisch; möchte mit Dobel Weishaupt besuchen Dobel, Musaeus, Portia, Sonnenfels, Maurer, Dorr, Künkel, 'Paracelsus #
StA Hamburg 1256 1782-03-18 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt
NOS 56-66 1782-04-01 Weishaupt Ingolstadt Baader München Über die Vergabe der (negativ besetzten) Ordensnamen: man muß "die Tugend selbst aus dem Laster studiren können"; dankt für Baaders Bemühungen bei der Aufnahme von Semer; Schröckensteins mögliche Einwände formaler Art könnten behoben werden, indem man die Minervalklasse "eingehen" läßt; (persische) Zeitrechnung des Ordens völlig willkürlich gewählt; Mitglieder sollen streng nach dem 2. Grad 'abgerichtet' werden, hat dazu Zwack das Schema geschickt (das bekannte Schneeballsystem); Costanzo und Baader sollen sich mit Besuch bei ihm beeilen, da Schröckenstein und Cobenzl abreisen werden; Bucher als Neuling nicht sofort in alles einweihen, da sonst die Motivation sinkt; Baader soll auf die Kontaktwünsche der Mitglieder zurückhaltender reagieren; "Ich glaube immer, die Operation und Manipulation verstehe ich besser, als irgend einer im O. Ihr Herrn seht nur auf das Große, und verachtet zu sehr die kleinen Nüancen"; Vernachlässigung der Kleinigkeiten führt zu Schwierigkeiten wie in der FM; "Man muß unter unsere Leute einen eigenen Ton, und Sitten bringen, die sie von allen unterscheiden ... Die Leute müssen abgerichtet werden, daß ihnen der O lieb ist"; Ill. Minor soll die Mitglieder für die Sache begeistern; Baader soll diese Gedanken den anderen mitteilen; besteht auf einheitlicher Vorgehensweise aller, besonders der Areopagiten; Zwackh meldet, das geheime Kapitel (der Loge München?) habe sich an ihn gewendet; Savioli, Costanzo, Montgelas sollen Ill. Maior bekommen, damit sie den O als im Besitz einer eigenen FM sehen können; hat auf 4 Briefe an Knigge noch keine Antwort; schreibt ihm (Knigge) auf Wunsch Baaders, er möge Logen errichten; für die Schreibarbeiten bräuchte er einen Sekretär; bittet um Unterstützung für Mieg in München: "Er ist beynahe unser bester Mann: nur ist er oft ein wenig zu hitzig, sonst unverbesserlich: hat schier die ganze Pfalz unter das Commando des O gebracht"; hat alles Material aus seinen Händen gegeben, sodaß er selbst keine Aufnahmen durchführen kann Semer, Schröckenstein, Zwackh, Hertel, Cobenzl JL, Costanzo, Bucher, Drexl, Mieg, Montgelas Münter VI Nr 626
Münter TB III, S. 107 1782-04-10 Münter Lühe Münter trifft auf Empfehlung Bodes Lühe Lühe Münter VI Nr 449
SK04-003 1782-05-02 Dalberg JF Speyer Becker RZ Gotha Antwort auf Brief Beckers, hat dessen Zeitung nach Wien weitergeleitet und Rezension angeregt; will Zöglinge für Salzmann suchen; über das Erziehungswesen Hompesch, Salzmann FR, Garve, Starhemberg (?)
StA Hamburg 1263 1782-05-04 Cobenzl JL Wien Weishaupt Ingolstadt Schröckenstein, Sonnenfels
StA Hamburg 1267 1782-05-08 Sonnenfels Wien Weishaupt Ingolstadt Vertrat schon vor seinem Beitritt die eigentlichen Ziele des Ordens; deren Verwirklichung wird einer Vereinigung besser gelingen als einem einzelnen; betrachtet als Hauptziel "Cosmopolitismus", der wie ein Baum "die ganze Welt beschattet"; fragt nach der Führung oberhalb des Nationals, da er gegen unbekannte Obere "Bedenklichkeiten" hat Cobenzl JL
StA Hamburg 1263 1782-05-11 Cobenzl JL Wien Weishaupt Ingolstadt Übergab Sonnenfels Papiere bis zum Illuminatus minor sowie Instruktion für den Provinzial; übermittelt dessen Soli; warnt, daß Sonnenfels das System ändern wolle, sobald er es sowie die Oberen besser kennt Sonnenfels, Schröckenstein, Knigge, Waller, Cobenzl JP
StA Hamburg 1274 1782-05-19 Feder Göttingen Weishaupt Ingolstadt Bekam Unterlagen zum Ill. Minor, ist begeistert, daß "der Trieb der Menschen zu geheimen Verbindungen" auf diese Weise benutzt wird
SK03-315 1782-05-20 Cobenzl JL Eichstätt Knigge Heidelberg Kennt keine Einzelheiten des Streites Knigge-Weishaupt; gibt K. in seinem Wunsch, Weishaupt zu bestrafen, Recht; schlägt als beste "Rache" vor, Weishaupt von der Direktion "abzuschneiden"; "neuer Pakt" soll darin bestehen, keine Befehle mehr von Weishaupt anzuerkennen; schlägt "Provinzial-Konzil" vor Weishaupt, Schröckenstein
SK04-135 1782-06-01 Falcke Hannover Koppe Göttingen Koppe kritisiert RK wegen UO und Verwendung der Gelder
 ? 1782-06-09 Weishaupt Ingolstadt Zwackh München 3 Q
StA Hamburg 1263 1782-06-13 Cobenzl JL Görz Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 17.5.; Sonnenfels soll nicht wissen, daß sein Bruder im Orden ist; aus der von Born geleiteten Loge sollen die Besten für den Orden geworben werden; bekam Brief Knigges wegen Unterstützung des Ordens durch den Kaiser; will über Augsburg und München zurück nach Eichstätt, will mit Schröckenstein über weiteres Vorgehen in Wien sprechen Cobenzl JP, Sonnenfels, Born, Knigge, Zwackh, Schröckenstein, Joseph II
SK03-314 1782-06-13 Cobenzl JL Görz Knigge Heidelberg Antwort auf Schreiben K.s von Anfang Juni; Cobenzl genesen; stimmt Knigges Vorschlag zu, die Nationaldirektion nach Wien zu verlegen, plädiert selbst für die Errichtung der höchste Ordensleitung (für Österreich) in Wien; schlägt vor, daß Knigge und W. sich in Wien niederlassen und von C. und Schröckenstein die Nationaldirektion übernehmen; dies unter Umgehung des Areopags; Joseph II toleriere alle maurerischen Systeme; C. hat einen Plan bezüglich des Reichskammergerichts an seinen Bruder geschickt; biete sich an. W. einen Posten in Wien zu besorgen; der geheime Plan sei geeignet, die Herrschaft des Ordens "sur tout la terre" zu befördern Schröckenstein, Knigge, Cobenzl JP, Joseph II, Areopag
SBB-PK Berlin, NL Nicolai 1782-06-16 Bode Weimar Nicolai Berlin Erstmals verschlüsselt; frag nach Verbleib von Leuchsenring; Bodes Kommentar zu Saint-Martin soll gedruckt werden Leuchsenring Rosenstrauch-Königsberg, FIW 159f
E aus Mieg an Weishaupt, 25.06.1782 1782-06-17 Geisweiler Mannheim Mieg Heidelberg Geisweiler traf Lamezan in Mannheim; Lamezan sprach positiv über den O, ohne zu wissen, daß Geisweiler und Mieg Mitglieder sind Lamezan 3
Deile, Goethe als FM S. 31f 1782-06-24 Weimar Streit Bode - Bertuch in Weimarer Loge + Schließung der Loge 'Amalia' Bode, Bertuch, Schardt 6
StA Hamburg 1264 1782-06-25 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Mieg war 4 Tage in Neukirchen bei Kettner, konnte so Dobel nicht in HD treffen; traf Fürst von Dessau; Heinrichmayr brachte Brief von Weishaupt, arbeitet fleißig in Lautern; Geisweiler urteilt negativ über seinen Verwandten Lamezan und dessen katholische Frömmigkeit; will ihn dennoch weiter sondieren und ihn gegebenenfalls schnell befördern Dobel, Kettner, Franz von Dessau, Heinrichmayr, Lamezan, Geisweiler, Cobenzl JL
Goethe, Begeg. u. Gespr. II, S. 369 1782-06-26 Goethe Weimar Karl August Weimar Logensitzung Weimar Bode, Germer, Rothmaler
fehlt 1782-06-28 Bode Weimar (?) Vereinigung der Strikten Observanz mit der Großen Landesloge + Neuorganisation FM 5
SK03-121 1782-06-28 Bode Weimar Knigge Heidelberg
Klossiana, C. 47 1782-06-29 Leonhardi Frankfurt a.M. Knigge Klagt, daß Knigge nach L's Aufnahme und vielen Freundschaftsbeteuerungen nun offensichtlich den Kontakt abgebrochen hat 1
Klossiana, C. 47 1782-06-30 Knigge Leonhardi Frankfurt a.M. Erklärt sein Schweigen mit seinen vielen Reisen und Arbeiten; geht am gleichen Abend noch bis zum 10. nach Wetzlar, will ihn anschließend sofort besuchen 1,3
Leveste, Privatbesitz Frhr. Knigge 1782-07-02 Müller Johannes Kassel Knigge Frankfurt a.M. (?) Wünscht weitere Auskunft über den Orden, in den K. ihn aufnehmen will; wahrscheinlich tritt er ein, verspricht, tätiges Mitglied zu sein Canitz Münter V Nr 150
StA Hamburg 1267 1782-07-11 Gemmingen Wien Weishaupt Ingolstadt Bekam kl. Priestergrad; fragt nun nach Tätigkeitsfeld; hat im Auftrag Kolborns Schlosser aufgenommen; will auch im bürgerlichen Leben "gegen Vorurtheile und Geistsdespotimus" arbeiten; fragt nach Hinweisen, wie er mit Cobenzl, der nach Wien kommt, arbeiten soll Kolborn, Schlosser, Cobenzl JL, 'Corveus '
StA Hamburg 1264 1782-07-26 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Antwort auf Schreiben W's; Mieg hatte Besuch von Lavater, LaRoche, Petersen, Franz v. Dessau, Höpfner; Fortschritte mit dem von Geisweiler geführten Lamezan; Lamezan reist in die Schweiz, dies wird nützlich sein; Martin Semer schickt fragwürdige Arbeit zur Geistlichkeit ein; Drouin will seine frz. Loge in Mannheim dem O zuführen; Wundt und Zentner wollen Loge errichten, aber Konvent abwarten; Speyer hat 8 Mitgl., zuwenig für gute Loge; Besuch von Sprengel; will Drouin höhere Grade erteilen, wenn diese ins frz. übersetzt sind Lavater. Laroche, Petersen Karl, Franz von Dessau, Höpfner, Drouin, Geisweiler, Lamezan, Heinrichmayr, Wundt, Zentner, Sprengel
Kloss, Annalen Loge Einigkeit 146 1782-08-02 Bode Unionsloge Frankfurt a.M. Bode besucht mit Diethelm Lavater Loge 'Einigkeit' Frankfurt Lavater D 2
 ? 1782-08-05 Karl von Hessen Kassel Weishaupt Ingolstadt Hat Nachricht von Ferdinand, daß dieser nicht die Stelle als National der "nordischen Provinz" annehmen sondern nur Großmeister der FM sein will; Bode wird näheres berichten; will nun selbst dies Amt übernehmen und in ihm für den O wirken; Weishaupt hat offensichtlich zugesagt, dies zu unterstützen; wünscht Belehrung über die Zwecke des O und möchte mit den Oberen in Verbindung treten Ferdinand, Bode
SK06-015 1782-08-06 Marschall Wilhelmsbad Gotter Gotha
StA Hamburg 1264 1782-08-12 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 3. Und 5. 8.; will Inspektorat übernehmen; Schröckenstein und Knigge haben "unruhigen Sinn"; Knigge plant Kongreß und ein geheimes Conseil für den O; Kröber besuchte Mieg, reist ins Elsaß; Kröber wie Mieg gegen Kongreß und Ordensrat; O muß erst erweitert werden, Kongreß und O-rat erregen Kabalen und Aufsehen; wünscht wie Stolberg religiösen und politischen Grad zur Befriedigung der Fürsten, durchaus zu deren Täuschung; natürliche Erklärung der Auferstehung wird schwer fallen; Einführung des Monotheismus durch Moses aus politischen Gründen; Zweifel an "Geheimnissen" der Ägypter Knigge, Schröckenstein, Kröber, Stolberg, Moses, Karl, Ferdinand
StA Hamburg 1260 1782-08-20 Knigge Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 2 Schreiben W's; wird Bericht vom Vormonat schicken; Beilagen zu Ditfurths Bericht sind verloren gegangen; wird W's mitgeschickten Nachtrag zum Ill. Minor einführen; hat Dobel (Zoroaster) bis zum Ill. Minor aufgenommen; Dobel will seinen Bruder nicht weiter als bis zum Schott. Ritter befördern lassen; sendet Brief Ditfurths zum Konvent; kritisiert dessen Beurteilungen seiner Leute; Brief von Kröber zeigt den Fleiß der Neuwieder; bittet um Unterstützung von dessen Subskriptionsliste; negativ über Schröckenstein; Sonnenfels nicht für den Orden geeignet; klagt über Arbeitsüberlastung Dobel (2x), Ditfurth, Taxis, Kröber, Schröckenstein, Sonnenfels, Cobenzl JL, Johann P. Cobenzl, Kolowrat
StA Hamburg 1274 1782-08-23 Spittler Göttingen Weishaupt Ingolstadt
StA Hamburg 1274 1782-08-23 Spittler Göttingen Weishaupt Ingolstadt Antwort auf Schreiben W's; die "unsichtbare Kirche" (d. i. der Orden) arbeitet gegen "Aberglauben und Pfaffenbosheit"; Unterschiede zwischen den luth. und kath. Deutschen Ländern erfordern unterschiedliche Führungsmethoden; der "ausgeartete Skepticismus" schadet auch dem Orden; biete die Gött. Gel. Anz. als Medium für den Orden an; bittet um Materialien zur bayerischen Geschichte; übermittelt Grüße von Gemmingen und Koppe; hatte Besuch von Rüling Lori, Gemmingen, Koppe, Schäfer, Rüling
StA Hamburg 1267 1782-08-25 Sonnenfels Wien Cobenzl JL Eichstätt Sendet Eröffnungsprotokoll der Wiener MK von Hompesch und Revers von "Valerius"; Born wurde Ill. minor; Born soll ihm so zuarbeiten wie umgekehrt er diesem in der FM; will 4 MK gründen sowie unter seiner Leitung einen MinMag als "Provinzialkirche"; will Lokal für den Orden mieten, rechnet mit 200 Gulden jährlich, dazu dienenden Bruder für 4 Gulden monatlich; fragt, ob der Historiker Schmid Mitglied ist; übermittelt Briefs Weishaupts Hompesch, 'Valerius ', Schmid (?), Born, Joseph Barth, Trummer
Handakten Bode 1783, GrL Hamburg 640/XXV, Bl 21-22 1782-08-28 Karl Karl genehmigt Aufnahme von Karl August und Goethe in IO + Reform SO + Verlegung des Ordenskapitels nach Weimar Karl August, Goethe 4
StA Hamburg 1274 1782-08-30 Feder Göttingen Weishaupt Ingolstadt Kritisiert den Schott. Ritter als "Jouer la religion"; gegen Geldbeiträge und Formalitäten wie Revers etc. Rüling, Koppe
StA Hamburg 1274 1782-08-30 Feder Göttingen Weishaupt Ingolstadt
SK05-086 1782-08-30 Koppe Göttingen Knigge (?) Erhielt den Schottischen Ritter, den er nun Feder und Schäfer erteilt; K. und Feder kritisieren einige Stellen in diesem Grad als "harten Despotismus", diese Bedenken aber durch Rüling bei einem Besuch behoben; Hardenberg aufgenommen; Mellin ist abgereist, soll durch Berg weitergeführt werden; Welti (?) aufgenommen Rüling, Feder, Schäfer, Mellin, Berg, Wrangel, Welti (?), Hardenberg
NOS 68-71 1782-09-01 Weishaupt Ingolstadt Zwackh München Anrede für Priestergrad fertiggestellt; seine Erklärung der "Hierogliphen" läßt FM als "verborgenes Christentum" erscheinen: "ich lasse den Namen, und substituiere ihm die Vernunft"; hat 3 weitere Grade Mysterien fertig, die er nur "bene meritis" verteilen wird; erwartet gespannt Costanzos Urteil über den Priestergrad; lobt Stolberg-Roßla, dessen Inspektionsbericht er schicken wird; Knigges provinzen sind in Unordnung, hat sich mit seinen Leuten überworfen, "Credit und Vertrauen verlohren", ist als Werber gut, als Führer versagt er: "daher muß ich von all den Leuten wohl die Hälfte laufen lassen; und zum größten Unglücke sind die Obere sehr partheyisch, ohne alle Menschenkenntniß gewählet"; in Frankfurt nur noch 4 Aktive; sendet weitere Bögen seines Manuskripts (Priester), Hertel hat bereits weitere; sendet Brief von Mieg, damit Zwack beurteilen kann, ob Knigges Aussagen über Mieg stimmen, "daß Epictet das alles predige, was Philo in den Priester Grad hineingebracht"; soll Franz J. Kolowrat mit ihm in Kontakt setzen, damit er ihn von der Theosophie kurieren kann: "ich wette darauf, ich fange ihn: wenigstens ist mir noch keiner ausgekommen, auf welchen ich mich gesetzt habe"; Antworten der Kandidaten bei der Aufnahme zum Ill. Maior sollen zu den (Charakter-) Personalakten gelegt werden Costanzo, Stolberg-Roßla, Knigge, Hertel, Mieg, Franz J. Kolowrat, 'Usong ' Münter VI Nr 627
StA Hamburg 1303 1782-09-02 Bahrdt Halle Ditfurth Ingolstadt Stimmt den von D. geschickten Ausführungen völlig zu; nötig ist komplette Reform der Freimaurerei; Bertuch sei der gleichen Ansicht, ebenso Bode und Herder; negativ über Goethe; sendet den Plan zur "Union" zur Begutachtung Rousseau, Bertuch, Bode, Herder, Goethe, Starck, Carl von Hessen, Heseltine NOS 99-111
SK06-016 1782-09-03 Marschall Wilhelmsbad Gotter (?)
StA Hamburg 1264 1782-09-05 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Antwort auf Brief mit Beilagen; Mieg ist wie Weishaupt mit den FM in Mannheim unzufrieden, hat Pläne zur Verbesserung vorgelegt; Drouin ist guter Mann, aber hängt an seiner Loge, die zu 3WK gehört; ihm fehlt Einsicht in Zweck des O, hat Mestral zum MvS gemacht; Drouin hätte neue Loge eingerichtet, wartet aber Wilhelmsbad ab; Wolfgang H. Dalberg und Wundt gerade aus Wilhelmsbad gekommen, geben Mieg Erlaubnis, in der Pfalz Logen zu konstituieren; fragt, ob er Konkurrenzloge in Mannheim errichten soll; sendet Material zurück; Knigge wird ihn am Abend noch besuchen Knigge, Drouin, Mestral, Dalberg WH, Wundt
Loge Kassel, Illuminaten-Berichte an Minos/Ditfurth 1782-09-08 Robert Marburg Ditfurth Wetzlar Hatte Besuch von Hirschen wegen eines Geschäftes zwischen diesem und der Loge; empfiehlt Praktikant Petri; Hirschen meldete, Knigge habe Frankfurt verlassen und sei zum Katholizismus konvertiert Hirschen, Petri, Geisler, Knigge Münter V Nr 242
Nachtrag O-Schriften 209ff 1782-09-23 Eintritt Bodes in O + Charakteristik Bodes durch Knigge Bode, Knigge Münter V Nr 450
SK01-015 1782-09-25 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha Bode macht Ernst erstmals mit O-Schriften bekannt
StA Hamburg 1256 1782-09-27 Cobenzl JL Wien Stolberg-Roßla Neuwied Antwort auf 18.9.; W. hatte Cobenzl gemeldet, er könne sich an Stolberg wenden, da der völlig eingeweiht sei; äußert Besorgnis über Streit auf der Führungsebene des O; wünscht andere Versammlung als Knigge, nämlich nur mit ihm selbst, Stolberg, Weishaupt und evtl. Knigge; Themen wären: Verhältnis der Nationen des O zueinander und Hierarchie im O; Ditfurth berichtet, Mieg hätte "eine Menge Weiber aufgenommen, und ihnen die höchsten Grade mitgetheilt", Frauen dürften aber nicht die gleichen Grade erhalten, das sonst die Geheimhaltung gefährdet sei; Weishaupt soll Aufnahme von Frauen verhindern, bis diese Frage endgültig geklärt ist; Vorschlag zur Errichtung einer "patriarchalischen" Loge von großer Exklsivität, die dem O Macht und Vorteile verschaffen könnte; Einrichtung eines zentralen O-Archives gewünscht; will nur mit Stolberg, Weishaupt und allenfalls Knigge zusammenarbeiten, damit die "patriarchalische Obrigkeit" des O geheim bleibt; belgische Logen werden sich nach den österreichischen richten, es werden neue Logengesetze erwartet, und danach könnte man dem Ekl. Bund beitreten; lobt die Anwerbung von Metternich-Winneburg: grenzüberschreitende Angelegenheit; Zuständigkeiten der einzelnen Nationen: reisende Br sollten keine höheren Grade außerhalb ihrer Nation erhalten, sollten nur MK, nicht aber höhere Versammlungen besuchen dürfen; hat alle Grade der RK erhalten; Chefs der RK in Wien sind Zinzendorf und Matolai; wird in 14 Tage wieder nach Eichstätt reisen Weishaupt, Ditfurth, Knigge, Cordon, Pufendorf, Dalberg CT, Metternich-Winneburg, Zinzendorf, Matolai
Pott III, S. 47 1782-09-30 Ditfurth Wetzlar Bahrdt Bahrdt will Ditfurth für DU anwerben Münter VI Nr 631
 ? 1782-09-30 Savioli (?) Verleihung des 2. Grades an Zaupser Zaupser 4 Q
 ? 1782-10-03 Münter Dresden Herder Weimar berichtet über seine Kontakte in Berlin, wo er Biester kennenlernte, und Dresden, wo er in den Brüdern "überaus herrliche Menschen" gefunden hat; ist auf dem Weg nach Göttingen zu Koppe; Koppe, Jerusalem, Gerstenberg, Spalding, Biester, Zedlitz, Reichardt, Teller, Dietrich, Büsching, Mendelsohn, Sonnenfels, Engel, Klopstock, Ramler, Meil, Chodowiecki, Rode, Nicolai, Leopold Stolberg, Darjes, Schneider, Steinbart, Michaelis, Kleist, Gleim 4
SK01-016 1782-10-06 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha erste Andeutungen O (Weishaupt? Knigge?) + Vereinigung der Strikten Observanz mit der Großen Landesloge Wächter
SK05-012 1782-10-07 Knigge Frankfurt a.M. Bode Weimar Sendet die von Brönner erhaltene Einlage (?); fragt, ob Bode weitere Papiere haben und von wem er weiter geführt werden wolle; ist demnächst in Eisenach, wird B. in Weimar besuchen Brönner
SK03-120 1782-10-13 Bode Weimar Knigge Heidelberg Antwort auf 7. 10. (mit Beilage von Nicolai, 20. 8.); unzufrieden mit Geschäftsgebahren Brönners; ist seit 22. 9. wieder in Weimar; hatte Besuch von Berg; Bode will Instruktionen, Zusammenarbeit nur mit Knigge Nicolai, Brönner
SBB-PK Berlin, NL Nicolai 1782-10-15 Bode Weimar Nicolai Berlin Antwort auf 2 Briefe N's, bekam den vom 20. 8. durch Knigge; ist mit Ergebnissen von Wilhelmsbad nur teilweise zufrieden; Orden wird erfolgreich gegen Jesuitismus sein; Übermittlung Brief/Schrift von Knigge bzw. Brönner Knigge, Leuchsenring, Brönner, Sophie LaRoche Rosenstrauch-Königsberg, FIW 155 2
SK01-017 1782-10-16 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar Akten Wilhelmsbad + Vereinigung der Strikten Observanz mit der Großen Landesloge
SK06-017 1782-10-21 Marschall Prößnitz Gotter (?)
SK05-011 1782-10-22 Knigge Heidelberg Bode Weimar Verweis an Falcke + Protektion für DesBarres Falcke, Baring, DesBarres K2,217
StA Hamburg 1248 1782-10-24 Baader Ellwangen Knigge Heidelberg Ist zur Behandlung des Trierer Kurfürsten nach Ellwangen gerufen; fragt nach dem von ihm empfohlenen Münchener Kaufmann Schuh; gab Seinsheim Briefe für K mit; lobt K's Ordenstätigkeit; RK "breiten sich entsetzlich aus", möchte als Ausgeschlossener gegen sie publizieren; Rezension von "Über Jesuiten, FM und deutsche RK"; kennt Ill. Dirig. nicht, soll zu religiös sein; will nicht glauben, daß in einem philosophischen Orden "eine alte Sekte sollte eingeführt" werden; glaubt K's angebliche Konversion nicht; ist gespannt auf Höhere Mysterien, warnt vor schneller Verfertigung und Austeilung der Grade Schuh, Seinsheim jun., Kurfürst von Trier
SK02-152 1782-10-25 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha Vereinigung der Strikten Observanz mit der Großen Landesloge ist eigentliches Ziel von Wilhelmsbad Karl, Ferdinand, Schwartz 4
SK04-001 1782-10-25 Dalberg JF Mannheim Becker RZ Gotha Hat neue Subskribenten für die Kinderzeitung gewonnen; bekam in Stuttgart (Wächter??) keine neuen Erkenntnisse; klagt über Pflichten gegenüber dem Hof (konkret: Pfalzbayern) Ritsch, Dalberg CT, Franz von Dessau
StA Hamburg 1274 1782-10-30 Feder Göttingen Weishaupt Ingolstadt Schlägt vor, zur Verbreitung des Ordens "eklektische" Logen zu benutzen statt eines eigenen Systems; Orden wird bereits angefeindet; "Ausdrücke" in den Ordensschriften vorsichtiger wählen z.B. beim Vergleich mit dem Königsmord; über den Gebrauch "verworfener" Mittel für gute Zwecke; empfiehlt Kolborn Kolborn
SK03-123 1782-10-30 Bode Weimar Knigge Heidelberg Antwort auf 22.; sein Brief vom 14. (als Antwort auf K's vom 7.) durch Brönner nicht übermittelt; Bode duldet keine unbekannten Oberen; bittet um Instruktionen bzw. die Adresse eines gleichrangigen oder übergeordneten Mitglieds; will sich für DesBarres einsetzen Brönner, Falcke, DesBarres K2,223
Stadtbibliothek Trient, Ms 2454 206 1782-10-30 Bassus Pilati TA Abafi V, 136f
StA Hamburg 1274 1782-10-31 Koppe Göttingen Weishaupt Ingolstadt Dankt für den ihm und Feder erteilten Kleinen Priestergrad, wünscht, daß Schäfer ihn auch erhält; hofft auf Kenntnis der "geheimeren Religion" des Ordens; zitiert Auszüge aus Brief von Moldenhawer, der auf seiner geplanten Reise für den Orden wirken will; "Morenus" geht nach Wien; übermittelt QL und Aufsatz von Girtanner Feder, Schäfer, Moldenhawer, Goens, 'Morenus ', Fischer, Meiners, Sonnenfels, Knigge, Girtanner
SK06-018 1782-11-01 Marschall Altenburg Gotter (?)
StA Hamburg 1275 1782-11-02 Rüling Hannover Weishaupt Ingolstadt Rülings Revers bei Erteilung des Regentengrades
StA Hamburg 1264 1782-11-05 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt leitet Post an Knigge weiter; besorgt Buch für Preysing; will auf Knigge einwirken; Knigge hat Mieg im 'Roman meines Lebens' erwähnt, diese mißfällt Mieg, da es Aufsehen erregte; Martin Semer sendet durch Mieg seine QL nach Eichstätt; wünscht, daß O in Wien Fuß faßt; man soll versuchen, sich der Wiener FM zu bemächtigen; Afsprung ist zu Besuch und aufgenommen worden; Pater Holl äußert sich gegen Weishaupt; Franck in München will Weishaupt um Lehrstuhl bringen Knigge, Delacroix, Pfähler, Zwackh, Preysing, Semer Martin, Afsprung, Schröckenstein, Holl, Franck
Pott III, S. 55ff 1782-11-07 Ditfurth Wetzlar Bahrdt RK + Friedrich Wilhelm v. Preußen Friedrich Wilhelm, Görz Münter VI Nr 632
SK05-013 1782-11-10 Knigge Heidelberg Bode Weimar Antwort auf Schreiben B's; bekam schließlich den vermißten Brief von Brönner; Bode will nur Kontakt mit Knigge, nicht mit Falcke; Knigge verspricht weiteres Material, will ab ca. 30. in Eisenach sein; dankt für Unterstützung von DesBarres Falcke, Brönner, FW Baumbach, Wundt, Kolowrat, DesBarres
StA Hamburg 1268 1782-11-13 Dobel Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt Humbracht, Kingenhaimmer, Ohlenschlager, Schweitzer, Piel
 ? 1782-11-16 Gedike Berlin Münter Kopenhagen bittet um Beiträge für die Berl. Monatsschrift Biester, Heyne, Leopold Stolberg 4
Handakten Bode 1783, GrL Hamburg 640/XXV 1782-11-16 Licht Braunschweig Bode Weimar Geschichte SO 1763ff Krüger, Rosa, Schubart, Zinnendorf, Jacobi, Solms, Lestwitz 3
SK03-124 1782-11-20 Bode Weimar Knigge Heidelberg Verabredung für Treffen; Kolowrat unzuverlässig Kolowrat, Wundt
StA Hamburg 1275 1782-11-20 Bussche Walbeck Knigge Heidelberg Sendet seinen Revers und Tabelle; schlägt Sahrer von Sahr und Blankenburg vor; hat Dörrien aufgenommen; Nicolai hat Dörrien gegenüber den Orden hervorgehoben Sahrer von Sahr, Blankenburg, Dörrien, Friedrich Nicolai, Biedermann, Schaffer
Danske FMO, F XXVI 96 f 4 1782-11-23 Bode Weimar Ferdinand Braunschweig Reform und Vorsitz SO; schlägt vor, künftig die Oberen zu wählen; Verlegung Kapitel der SO nach Weimar Fritsch, 'a Groue ' 1
StA Hamburg 1276 1782-11-24 Falcke Hannover Weishaupt Ingolstadt Übermittelt Bericht aus Aeolien; wünscht, daß der neu aufgenommene Bode von Knigge geleitet wird, da er selbst unbekannt bleiben möchte; nahm Koppe zum kl. Priester auf Knigge, Bode, Koppe
SBB-PK Berlin, NL Nicolai oder Schwedenkiste 1782-11-25 Bode Weimar Nicolai Berlin Antwort auf 12. 11. und 21. 10.; Reform der FM; Zukunft der SO Leuchsenring, Saint Martin, Naudé, Decker TA Schröder, Materialien IV, S. 15; Ta Kloß, Annalen 136 4
SK05-069 1782-11-25 Knigge Frankfurt a.M. Bode Weimar Reist folgenden Tag bis zum 13. Dez. zu Rüling; bittet um Auskunft, wie man in Weimar auf ihn zu sprechen ist Goethe, Carl August, Fritsch, Rüling DK2,208
 ? 1782-11-27 Weishaupt Ingolstadt Zwackh München Ordensfiliale in Wien, Cobenzl Cobenzl JL 3 Q
StA Hamburg 1248 1782-11-28 Baader München Weishaupt Ingolstadt Knigges Schrift über Jesuiten und Rosenkreuzer; Kolowrat zu Besuch, der Grade aller Systeme hat und zu den Martinisten neigt; Nachricht über die Amis réunis in Paris durch Tiemann und Manteufel; Schreiben der Rosenkreuzer an die Regensburger Loge mit Aufforderung zum Beitritt Knigge, Kolowrat, Saint-Martin, Touzay-Duchanteau, Tiemann, Manteufel, Savioli, Costanzo, JA Aretin, C Ow, GK Sauer, Merz, Fischer
StA Hamburg 1267 1782-11-29 Sonnenfels Wien Cobenzl JL Eichstätt (?) Hat kein Vertrauen zu Kolborn; schlägt Lichnowsky vor; Kolowrat plaudert öffentlich über den Orden; unzufrieden mit Ergebnis des Wilhelmsbader Konvents: Wiener Logen wollen unabhängig bleiben; da er und Born die führenden Maurer sind, hat der Orden großen Einfluß auf die Maurerei Kolborn, Lichnowsky, Kolowrat, Born
StA Hamburg 1274 1782-12-02 Feder Göttingen Weishaupt Ingolstadt Bekundet seine Zufriedenheit mit dem Orden
 ? 1782-12-05 Mieg Heidelberg Pestalozzi Neuhof Antwort auf 20.11.; befürwortet Pestalozzis Mémoire zur Reform des Waisenhaus- und Gefängniswesens, das Mieg an Joseph II weiterleiten soll, es müsse aber den Wiener Verhältnissen angepaßt werden; soll sich unter Berufung auf gemeinsame O-Zugehörigkeit an Sonnenfels wenden, da dieser großes Gewicht bei Joseph II hat; soll den 2. Teil des Mémoires weiter ausarbeiten, den 1. weglassen, seine Lebensgeschichte und seine Publikationen in Abriß beilegen; falls der Plan genehmigt wird, soll er sofort an Mieg schreiben, damit dieser eine Empfehlung der O-Oberen an Sonnenfels besorgen kann; sendet Mémoire zurück, dazu Kopie des 2. Heftes und Afsprungs Auszüge aus Hannway (?) und sein Gutachten zu Pestalozzis Mémoire; Afsprung wünscht stringentere Ausführungen, Beachtung der "Grundsätze der Ploizei- und Handelswissenschaft" von Sonnenfels, sollte besser in französische schreiben und dies evtl. übersezen lassen Sonnenfels, Joseph II, Afsprung, Pfeiffer, Serini, Jonas Hanway 4 Quart
StA Hamburg 1252 1782-12-05 Baader München Weishaupt Ingolstadt Wartet auf Antwort, revidiert seine im vorigen Brief gegebene Meinung über Kolowrat; Knigge gibt zuviel Informationen über den Orden preis; bei den "betrogenen" Maurern macht die Benennung "Schottengrad" durch Knigge keinen guten Eindruck; schlägt Kolborn für den Ill. Dirig. Vor Knigge, Kolowrat, Kolborn, Ditfurth, Martinez de Pasqually, Grünberger, Feder K2,267
SK07-036 1782-12-07 Schmidt J Bonn Übersendet einem Freund, den er werben will, Revers und Tabellen; dieser Freund ist ebenfalls Schauspieler
SK05-014 1782-12-07 Knigge Nentershausen Bode Weimar Bietet an, sich im Januar in Eisenach zu treffen
StA Hamburg 1257 1782-12-09 Kröber Neuwied Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 2 Briefe von Weishaupt; Ditfurths Bericht über Wilhelmsbad steht aus; wird nichts wegen Lavater unternehmen Ditfurth, Schröder FL, Stolberg, Salzmann FR, Bleibtreu, Scheidt, Sailer, Beck, Lavater
StA Hamburg 1274 1782-12-09 Koppe Göttingen Weishaupt Ingolstadt Koppe wurde Lokaloberer; sendet mehrere QL; Trebra, Kemény, Lenart aufgenommen; Hardenberg befördert Compe, Bischoff, Schäfer, Trebra, Kemény, Lenart, Hardenberg, Girtanner, Moldenhawer
Deile, Goethe als FM S. 34f 1782-12-10 Weimar Goethe, Karl August, Witzleben in IO aufgenommen Goethe, Karl August, Witzleben 7
StA Hamburg 1264 1782-12-11 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Erwartet 10.-15. Jan. Alexander Seckendorf, um die Einrichtung des "burgundischen Kreis" zu besprechen; bittet dazu um O-Geographie für Brüssel, Antwerpen, Mecheln, Löwen, Limburg, Namur, Luxemburg, Gent, Brügge, Ostende inkl. Name für die Provinz; ebenso wünscht er Provinznamen etc. für die Schweiz: Zürich, Bern, Basel, Luzern, Uri, Schweiz, Glarus, Freiburg, Solothurn, Schaffhausen, Winterthur, Appenzell, St. Gallen, Mühlhausen (= Hallifax), Sitten/Wallis, Neufchatel, Genf, Zug; könnte diese Geographie von Knigge erhalten, aber hat zu ihm kein Vertrauen mehr, möchte ihn nicht "näher in die Karte sehen ... lassen"; will seine "Gegenden" in Ordnung bringen, aber unabhängig von Knigge; Heidelberger (Mannheimer) Loge wird sich nicht an Konföderation beteiligen, Wundt, Knigge, Wolfgang H. Dalberg, Reibel haben konferiert, "sollen von ihren Oberen wichtige Papiere erhalten haben, u. versprechen der Welt große Dinge"; hat dies Karl Th. Dalberg gemeldet und erwartet dessen Rat; de Troge bittet um Auskunft über den Orden der Schwarzen Brüder - gibt offensichtlich Mitglieder davon in Heidelberg/Mannheim; fragt nach System der CBCS; Holland wird von Brüssel aus bearbeitet, hat dazu den holl. Hauptmann Zellenhard aufgenommen, der momentan in Heidelberg ist; Portia auf Reise nach Italien, schreibt aus München, fragt, ob er in Triest bzw. Görz Leute anwerben soll, und wohin er dazu koresspondieren soll; "Da Pestalozzi in der Schweiz, Alfred, am tiefsten in den Geist des O eingedrungen ist, u. ganz für u. in den O lebt und webt, so fragt es sich, ob man noch länger die hie u. dorten isolirte Brüder leiten u. führen, oder ihn zum praefect ernenne, u. alle übrige ihm übergeben solle?" Alexander Seckendorf, Wundt, Knigge, Dalberg WH, Reibel, Dalberg CT, de Troge, Zellenhard, Portia, Pestalozzi
 ? 1782-12-15 Pestalozzi Neuhof Mieg Heidelberg Antwort auf 12.12. (= 5.12.); möchte mittels seines Mémoires seine Dienste bezüglich Waisenhaus- und Gefängniswesen anbieten, es soll seine Fähigkeiten zeigen, die er notfalls in einem kostenlosen Versuch beweisen will; wollte damit keine Theorie, sondern Praxisanweisung bieten; betont die Vorteile der Praktiker gegenüber den reinen Theoretikern (weist damit Miegs Wunsch nach Überarbeitung zurück) 7 Quart
StA Hamburg 1260 1782-12-18 Knigge Nentershausen Weishaupt Ingolstadt Differenz katholische-protestantische Länder bezüglich des O; Knigge und seinen Leuten ist der Kaiser so viel wert wie ein Bettler; Knigge würde Friedrich von Homburg "befehlen", beim Kaiser für den O zu wirken; Br verschaffen sich gegenseitig Posten; beklagt Cobenzls Untätigkeit bezüglich Wien; Grade werden in 2 Varianten verteilt (!); kritisiert Ausbreitung des O vor Fertigstellung des Systems;sendet Bericht II. Inspektion und Brief von Kröber; Dobel hat Kopie von allen Graden Mieg, Cobenzl JL, Friedrich von Homburg, Joseph II, Kolowrat-Liebensteinsky, Falcke, Schröckenstein, Kröber, Bader, Isenburg von Buri, Dobel
 ? 1782-12-18 Münter Göttingen Herder Weimar Antwort auf Brief Herders, der nach Auskunft über das Wort "Baphomet" anfragte Niebuhr, Boje, Wieland, Bode, Lichtenberg, Voß, Klopstock, Nicolai, Reuß
StA Hamburg 1268 1782-12-18 Dobel Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt
Handakten Bode 1783, GrL Hamburg 640/XXV Bl. 19-20 1782-12-23 Karl Gottorp Bode Weimar Karl soll HM werden + Direktorium nach Weimar + Fritsch soll Prior werden + Karl mit Bodes Vorschlägen einverstanden Fritsch 4
StA Hamburg 1254 1782-12-24 Ditfurth Wetzlar Knigge Heidelberg Über einen Rechtsstreit zwischen Sickingen und Venningen, der seit 1650 anhängig ist; wurde von Waldenfels in dieser Sache vor Gericht herausgefordert; dieser sei "der infamste Kerl auf unserem Globo"; sendet Provinzialbericht an Inspektor Stolberg-Roßla; wegen zwei mal "Lydien" gibt es Unstimmigkeiten in der O-Geographie, bittet um Berichtigung; fragt, wer für Karl W. Robert zuständig sei; bittet um Vereinfachung des internen Schriftverkehrs (Berichte, QL etc.), da die Schreibarbeit sonst alles blockiert; Präfekte sollen Akten der Mitglieder bis zum Ill. major behalten, da sonst die Privinziale völlig überfordert seien; nimmt sein Amt offensichtlich so ernst, daß er aus einer Beilage von Mieg einen Bericht macht, der fünfmal so umfangreich ist; von Mieg geschickte Tabellen sind nachlässig gemacht, fehlt z.B. Religionszugehörigkeit, Zugehörigkeit zur FM; hat Antwort von Weishaupt "so ziemlich auf alles"; hat Lebensläufe von Grolmann und Wachs abgeschickt, Riedesels hat er noch nicht bekommen; erwartet Wächter, der zuerst über seine Verhältnisse zu Fürsten berichten soll, bevor er ihm etwas vom O sagen will; Kosmann ist Novize; Lebenslauf von Andreas Simon von Philipp Burkart abgeliefert; Ditfurth ist als Provinzial 'Valerius', sonst bleibt es bei 'Minos', da sonst Verwirrung eintritt und die Geheimhaltung gefährdet ist; niemand in ganz Hessen soll ihn als Provinzial kennen, "sonst hat es gewiß wiedrige Folgen"; fragt, wer Bücking aufnehmen soll, Karl W. Robert ist evtl. gegen ihn; wünscht Briefkontakt mit Hardenberg, über dessen O-Zugehörigkeit er sich freut; schlägt Hardenberg anstelle Rülings als Provinzial vor; Wenckstern wollte Lerthe vorschlagen, befürchtet aber, daß Rüling "aus PrivatAbsichten" dagegen ist; sendet Brief von Denecke; hat versehentlich von Knigge Brief von Johannes von Müller erhalten; kann momentan für Isenburg von Buri nichts tun, da durch die "Vermehrung des Cammergerichts" kein Geld für Kulturelles vorhanden ist; will (Knigges?) das Logenmanifest überdenken, kritisiert, daß zuviel von FM-Geschichte drin ist, was man dann umständlich belegen müsse, ansonsten man sich dadurch nur Gegner ziehe; antwortete auf Brönners Frage, ob seine Loge dem geplanten Bund beitreten könne, dieser stehe unter dem Schutz des O, er solle sich also an die O-Oberen wenden; genehmigt Beförderung von Johann Chr. Eschwege und Johannes von Müller; mahnt, die Leute auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen; Stolberg-Roßla schreibt, Ditfurth solle Gottlieb F. Münter keine weiteren Grade erteilen, ebenso schreibt Weishaupt, sodaß er vermutet, man werfe ihm Fehler vor; beklagt dies, verweist darauf, daß er mit großem Engagement und vorsichtig den O in "unangebauten" Provinzen verbreitet hat; vermutet, daß Rüling "voller Rache (seiner HauptTugenden eine)" ihm schaden will; Gottlieb F. Münter weiß nicht, daß sein (privater) Gegner Rüling zugleich sein Provinzial ist; bleibt Rüling im Amt, muß er Münter den Austritt anraten, da Rüling ihn fälschlich beschuldigt habe, es sei also unmöglich, daß Münter monatlich auch über Privates an Rüling berichtet; falls der O dies jedoch billigt, tritt Ditfurth aus und nimmt "auch ewig von aller Arth M-y Abschied"; Ausführung der richtigen Grundsätze des O hat offensichtliche Mängel; warnt Knigge vor Rüling und verbürgt sich für Münter Sickingen, Venningen, Waldenfels, Stolberg-Roßla, Karl W. Robert, Mieg, Weishaupt, Grolmann, Wachs, Riedesel; Wächter, Kosmann, Andreas Simon, Philipp Burkart, Bücking, Hoym (Hoymer?), Hardenberg, Hoymer, Rüling, Wenckstern, Lerthe (?), Münter GF, Denecke, Johannes von Müller, Isenburg von Buri, Brönner, Johann Chr. Eschwege
StA Hamburg 1254 1782-12-24 Grolmann Gießen Ditfurth Wetzlar Starck hatte ihm geschrieben: Hund nicht legitimiert, legt nun in Darmstadt neue Art von FM an, Grolmann soll sich anschließen. Sendet aus Pflicht gegen den O Brief von Starck, da ihm dies verboten war, begibt er sich besonders bezüglich des Erbprinzen in Gefahr; hatte vorgeschlagen, Starck anzuwerben, aber Knigge war dagegen (da Starck die FM beherrschen wollte); über die Verirrungen in der SO; wäre Starck im O, wäre die Gießener Loge "in 3 Minuten nach dem System unsers Ordens umgebildet", da Gießen maurerisch von Darmstadt abhängt; Starck hat nun neues, auf Mysterien gegründetes System gebildet, um die Eitelkeit des Erbprinzen zu befriedigen; nun kann man Starck nicht mehr anwerben; Beitritt Gießens zum Ekl. Bund nun fraglich, da Einführung des neuen Starckschen Systems zu erwarten ist; will dennoch insgeheim die besten Leute aus der FM zum O ziehen; Falcke ist "intimer Freund des Br. Starck" Starck, Erbprinz von Darmstadt, Knigge, Hund, Falcke
LB Speyer 1782-12-27 Schwanckhardt auf Reisen Petersen CL Speyer Ist seit 2 Jahren Freimaurer, wurde bei der Aufnahme geprellt; sendet Tabelle von E (Endemann?) E (Endemann?), Scheidt, Mieg 2,3
SK03-125 1782-12-30 Bode Weimar Knigge Heidelberg Bode reist 20. Jan. nach Gotha; wird Knigge in Eisenach besuchen; Knigge soll ihn über Lühe kontaktieren; bittet um Informationen über DesBarres; wartet auf Post von Wundt Lühe, DesBarres, Wundt
StA Hamburg 1274 1782-12-30 Feder Göttingen Weishaupt Ingolstadt Hat sich zum Freimaurer aufnehmen lassen Koppe, Meiners
StA Hamburg 1274 1782-12-31 Schäfer Göttingen Weishaupt Ingolstadt Dankt für den Kleinen Priestergrad
StA Hamburg 1260 1782-12-31 Knigge Weishaupt Ingolstadt Sendet Brief von Ditfurth bzw. Kolborn; Streit mit Ditfurth; Kolborn berichtet über den schlechten Zustand des Ordens in Wien, verursacht durch Sonnenfels Kolborn, Ditfurth, Cobenzl JL, Sonnenfels
NOS 131-134 1783-01-01 Mieg Heidelberg Knigge Heidelberg Bachelle geht als Hofmeister nach Köln, seine Vikariatsstelle in Heidelberg übernimmt Roedingers Bruder; Wilhelm F. Becker berichtet, Zwackh (?) meinte, Knigge könne Minister in Zweibrücken werden; Becker 'bearbeitet' den Sohn von Wundt (?); "Asmodeus" (= der Teufel!) verzögert den Transport von Knigges Gepäck; hat Nachricht von Türckheim wegen einer freien Stelle in Straßburg; - mehrere Personen nur mit Kürzel genannt, nicht zu ermitteln! Bachelle, Roedinger und Bruder, Hoffstadt, Wilhelm F. Becker, 'Asmodeus ', Zwackh (?), Wundt, Türckheim Münter VI Nr 625
SK02-195 1783-01-01 Vereinbarung Bode - Knigge zu Bodes Aufnahme: Keine Aufnahme von Fürsten, da diese hohe Posten wollen + Karl und Ferdinand Titel geben, Chef wird Hardenberg + Vereinigung O mit SO + Direktorium SO nach Weimar + Kritik an Zirkular des Ekl. Bundes Karl, Ferdinand, Hardenberg, Ditfurth 3
StA Hamburg 1275 1783-01-01 Rüling Hannover Falcke Hannover Spittler von Koppe aufgenommen; Flügge von Schäfer; Denecke sendete Aufsatz zur Vorbereitung des Aufzunehmenden (erster Grad) Spittler, Koppe, Schäfer, Flügge, Denecke
SK04-215 1783-01-01 Helmolt Gotha Bode Weimar
SBB-PK Berlin, NL Nicolai 1783-01-02 Bode Weimar Nicolai Berlin Will N. in Leipzig treffen; Saint-Martins Schriften Sophie LaRoche, Saint Martin Rosenstrauch 156 2
SK07-104 1783-01-03 Stolberg-Roßla Neuwied Bode Weimar Bode sucht beste Männer für O + Ernst Inspektor + Aufnahme Rochow(?) Ernst v. Gotha, Rochow
SK07-001 1783-01-03 Sahrer Leipzig Bode Weimar Begleitschreiben zum QL
StA Hamburg 1276 1783-01-03 Falcke Hannover Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 8. 12.; sendet Berichte von Knigge und Rüling, QL von Koppe und Feder, Brief von Bode; Unterschied eso- exoterisch bezüglich Boulanger; fragt nach W's Beurteilung von Saint-Martin; wünscht zur besseren Deckung den neuen Namen Hierotheus; hat Kleuker zum Kleinen Priester gemacht; fragt, weshalb der Orden keine Filialen in Frankreich wünscht Kleuker, Knigge, Rüling, Koppe, Feder, Bode, Boulanger, Saint-Martin
Krakau 1783-01-05 Bode Weimar Leuchsenring Bode fragt, ob Leuchsenring in Berlin ist + Leuchsenring soll nach Weimar kommen, dort werde er ihm Dinge sagen, die man nicht schreiben kann; bittet um Vermittlung bzw. Subskription für LaRoches "Pomona" Sophie LaRoche 1
StA Hamburg 1268 1783-01-07 Dobel Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt
StA Hamburg 1268 1783-01-07 Dobel Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt
SK01-196 1783-01-08 Ernst II. von Gotha Gotha Weishaupt Ingolstadt
StA Hamburg 1274 1783-01-11 Koppe Göttingen Weishaupt Ingolstadt Bericht Dez. 1782; Spittler wurde Illuminat und Maurer; Schäfer wurde kl. Priester; Moldenhawer soll (so W.) auf seiner Reise nichts für den Orden tun; sendet 10 QL; Trebra aufgenommen, will ihn per Post zum Minervalen befördern Spittler, Feder, Schäfer, Moldenhawer, Trebra
StA Hamburg 1264 1783-01-11 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Hat in W's Sinne an Johann L. Plessig geschrieben und Schwanckhardt empfohlen; möchte offensichtlich Plessig aufnehmen; kritisiert die Vortäuschung des hohen Alters des O, ebenso Afsprung; dieser listet weitere Kritik an Ritual, Eid etc. auf; ein anderer Br kritisierte die Behauptung, der O sei im Besitz aller menschenmöglichen Kenntnisse - Mieg bog diese Kritik ab, indem er sagte, es seien nur Kenntnisse über geheime Gesellschaften gemeint; die Verbindung von 'Paracelsus' mit der Loge Royal York ist nicht von Nachteil, Drouin will aber mit ihr "brechen", wenn die neue Verbindung zustande kommt (Ekl. Bund), und bietet seine Loge dem O an; Wolfgang H. Dalberg errichtet in Mannheim eine Loge vom System der CBCS, Mieg wurde Mitdirektion angetragen, die er ablehnt; wegen dieser Sache wird er nach Mannheim gehen, um alles mit Portia zu besprechen Plessig JL, Afsprung, Schwanckhardt, Drouin, Dalberg WH, Portia
SK02-155 1783-01-11 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha Ernst soll von O-Führung alle Unterlagen von Ober- und Niedersachen sowie Liste aller Chefs anderer Provinzen verlangen; Frage, ob Ekl. Bund mit O zusammenhängt; B. schlägt Friedrich v. Homburg als Inspektor für Ober- und Niederrhein vor + Karl Inspektor der dänischen Provinzen; Stolberg fungiert als Chef, Weishaupt ist es aber tatsächlich Friedrich v. Homburg, Karl, Weishaupt, Stolberg-Roßla 4
 ? 1783-01-11 Weishaupt Ingolstadt Zwackh München 2 Q
StA Hamburg 1252 1783-01-13 Costanzo München Weishaupt Ingolstadt Hofstetten, Stubenrauch, Strobl, Westenrieder, Kreittmayr u.a. arbeiten gegen den O; von Pater Frank noch Negatives zu erwarten; befürchtet Beschlagnahme von persönlichen Papieren, daher Papiere in Sicherheit bringen; Einigkeit und Eifer der Br. größer als je zuvor; Belehrungen W's sind willkommen; für mögliche jurist. Verfahren soll W. Standard-Aussage verfassen Hofstetten, Stubenrauch, Kirmayr, Strobl, Westenrieder, Maria Anna, Utzschneider, Renner, Cossandey, Kreittmayr, Frank I, Kennedy, Hertel, Savioli, Preysing JM, Montgelas, Seinsheim MJ, Haeffelin, Drexl, Max Joseph von Zweibrücken-Birkenfeld
SK01-210, SK01-211 [1] 1783-01-14 Ernst II. von Gotha Gotha Stolberg-Roßla Neuwied
StA Hamburg 1256 1783-01-15 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 2 Briefe Weishaupts; hat seinen Bericht abgeschickt; freut sich, mit ihm brüderlich verbunden zu sein; möchte so viel wie möglich für den "edelsten aller Orden" arbeiten; hat mit Wendelstadt, Johann L. Bleibtreu, Kröber tätige Mitarbeiter, ohne die er das Amt nicht ausüben könnte, "..denn meistens wollen die Leute nur wissen, nicht wirken"; meint, Weishaupt habe aus Ebersbergs Bericht gesehen, daß dieser nicht für seinen Posten geeignet sei; hat Ebersberg aufgefordert, nur gute Präfekte auszusuchen, die nicht nur Mitgliederverzeichnisse einschicken, sondern "alles das bemerkten, was dem O nöthig ist"; will Weishaupts Vorschriften befolgen; sobald Kleuker dem Provinzial von Dacia (= Riedesel) unterstellt ist, will er "ihn für den O. warm machen " lassen; wundert sich, daß sich die Mitglieder in Düsseldorf und Hamm nicht an ihn wenden; da er selbst sich seit 30 Jahren nicht mehr mit FM beschäftigt hat, kann er das mitgeschickte Schreiben von Ditfurth nicht beurteilen; Ditfurth hat Knigges Äußerungen über Jesuiten und einiges anderes ausgelassen, Stolberg warnt nun davor, hier schlafenden Hunde zu wecken; begrüßt den Vorschlag für eine englische Konstitution, da diese Frage vielen wichtig sei; Ditfurths Absicht dabei sei, so die Zinnendorfer auf die eigene Seite zu ziehen, dann die SO und anschließend das Zinnendorfer System zu vernichten; beurteilt die Absonderung der Österreicher negativ, denn "...der Nahme Oestreich, Wien, würde auf manche <Loge> viel kräftigern Einfluß haben, als 10 starke Gründe"; Ditfurth bittet, seinen Aufsatz zu verbergen, da er befürchtet, mit seinen Änderungen Knigge zu beleidigen; Stolberg unterstützt diese Bitte, man könnte aber beide Arbeiten vereinigen: "Schade wäre es, wenn Philo's nervichter, gedrängter, gedankenreicher, und einnehmender Aufsaz ganz weggelegt würde"; durch den Eifer der Neuwieder Mitglieder bekam Ockel seine Stelle in Neuwied Wendelstadt, Bleibtreu JL, Kröber, Ebersberg, Kleuker, (Riedesel), Ditfurth, Knigge, Ockel
StA Hamburg 1268 1783-01-16 Dobel Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt Übermittelt Nachricht von Knigge; Ditfurths Plan zur Logenassoziation mit englischer Konstitution; Hetzler wird ihn als Lokaloberer während seiner Reise vertreten Knigge, Ditfurth, Hetzler
SK04-216 1783-01-16 Helmolt Gotha Bode Weimar
StA Hamburg 1254 1783-01-16 Ditfurth Wetzlar Weishaupt Ingolstadt
SK04-217 1783-01-18 Helmolt Gotha Bode Weimar
StA Hamburg 1276 1783-01-19 Falcke Hannover Weishaupt (?) Antwort auf 10. und 11.; beteuert, in keiner anderen, dem Orden widerstreitenden Verbindung zu stehen oder ein religiöser Schwärmer zu sein; sein System sei "fleißiger Umgang mit Gott im Gebet und Glauben an Christum"; plädiert für die Aufnahme seines Freundes Starck; dieser sei der einzige, "der wahre Litteratur und OrdensSprache mit einander zu verbinden gewußt hatte"; Denecke wird von Rüling geführt werden, er selbst will mit Denecke korrespondieren; die Freundschaft zwischen dem hannöverschen Schott. Obermeister Carl von Mecklenburg mit Ferdinand von Braunschweig und Carl von Hessen wird eine Verbindung des Ordens mit diesen Logen nur bei einem Beitritt der Fürsten zulassen; Zinnendorfer Logen werden sich dem Orden gegenüber nicht neutral verhalten Starck, Rüling, Denecke, Carl von Mecklenburg, Ferdinand von Braunschweig, Carl von Hessen, GF Münter, Alberti
 ? 1783-01-20 Knigge Heidelberg Zwackh München 1 Q
StA Hamburg 1268 1783-01-21 Dobel Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt
StA Hamburg 1268 1783-01-21 Dobel Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt
StA Hamburg 1252 1783-01-22 Costanzo München Weishaupt Ingolstadt Weishaupt schickte Paket u.a. mit Belehrungen; Utzschneider kontaktiert über Maria Anna Berlin; Hohenfels gegen O, da nicht reguläre FM; O evtl. durch Ekl. Bund gedeckt; Verhalten bei 'Inquisition'; Geheimhaltung der Oberen und Bayerns als Ursprung; Einladung an Weishaupt für eine Logenrede in München Bassus, Utzschneider, Maria Anna, Hohenfels, Stolberg
StA Hamburg 1256 1783-01-23 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Antwort auf mehrere Schreiben Weishaupts; dankt für Weishaupts Lob, obwohl er noch nicht viel für den Orden tun konnte; Ordensfiliale kann noch nicht errichtet werden, da es an Material fehlt und die Männer "noch nicht zubereitet sind"; wenn der Orden nicht schon am Anfang scheitern soll, muß auf "strenge Moralität und Arbeitsamkeit" geachtet werden, "der bessere Theil der Menschen wird uns alsdann suchen"; freut sich über den Plan zur Logenassoziation, hat dazu sofort an Ditfurth geschrieben; bis Kleuker "fest angewurzelt ist", soll er unter anderer Leitung stehen; weiß nicht, wie er sich gegenüber Ebersberg verhalten soll, bittet um Informationen über diesen; berichtet über Marchands Personaldaten, dieser war Beamter der nicht mehr existierenden Loge in Diez, die durch Wendelstadt wiedererrichtet werden soll; Fürst von Schaumburg spricht nur gut von Marchand; wegen Bonn ist Stolberg gleicher Meinung mit Weishaupt: der Stand von Joseph Schmidt ist zur Ausbreitung des Ordens hinderlich, "man hat mir zwar die vorteilhafteste Schilderung von diesem Manne gemacht; allein allgemein herrschende Vorurtheile können wir nicht ausrotten"; Ordensgeographie in den Rheingebieten ist mehr zum Vorteil der Taxischen Post als zu dem des Ordens, z. B. ist Koblenz 2 Stunden von Neuwied, steht aber unter der Direktion von Mainz; Joseph Schmidt wird in Köln nur bei "Köchen, Schreibern, und Musicis" etwas bewirken, aber dadurch den Orden "bei wichtigen Leuten lächerlich machen"; drängt darauf, bei Neueinrichtungen zu Beginn nur allgemein geehrte Männer zu nehmen; wünscht daher die Ablösung Schmidts Ditfurth, Kleuker, Ebersberg, Marchand, Wendelstadt, Fürst von Anhalt-Bernburg-Schaumburg, Joseph Schmidt
SK07-105 1783-01-23 Stolberg-Roßla Neuwied Bode Weimar Ernst soll Geographie, Personalia und Moralitätslisten der Br. in Sachsen erhalten; Monatsberichte ab sofort an Ernst Ernst II. von Gotha
StA Hamburg 1254 1783-01-26 Ditfurth Wetzlar Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 15.1. und 22.1.; will "ewig ... für den O leben und sterben" und seine Befehle befolgen; über den Plan einer "LogenConfoederation", den er mit Knigge entworfen hat; hat dazu Gutachten von Dobel und Brönner, die er mitsendet (nicht dabei); möchte auf Konstitution aus England verzichten, da sich dann mehr Logen und einzelne Brüder dem geplanten neuen Bund anschließen; auch würden sich "Separatisten oder WinkelLogen" sowie mit der Reform der SO unzufriedene anschließen; zunächst wird aber eine "barbarische Confusion" in den höheren Graden entstehen, wodurch viele dem neuen Bund in den ersten 3 Graden beitreten werden; die Prinzen werden dann "mit fürtreflich langen Nasen allein stehen", da sie kein Geld mehr aus der FM ziehen können; nach Korrektur von Ditfurths Entwurf durch den O will er den Plan an die Logen in Frankfurt und Gießen senden; lobt das Konzept einer 'ekl. Maurerei'; dies sei der einzige Weg, die Logen "in unsere Gewalt zu bekommen"; Bemerkungen über Gogel und die Frankfurter Provinzialloge 1778; Riedesel durch den Tode seines Vaters momentan nicht am arbeiten; Grolmanns Lebenslauf ist unterwegs; "Columbus" hat sein Reisetagebuch eingeschickt; Hert und KJ Hofmann nicht weiter befördern, da inaktiv; Steigentesch soll in Hildesheim aufgenommen werden, nicht in Wetzlar; Joseph Spaur durch Karl W. Robert aufgenommen; sein älterer Bruder, Domherr in Salzburg, tauge nicht für den O, ebenso der junge Johann Spaur; hat Rüling bei einer Lüge ertappt, will deshalb keine höhere Position für ihn; Knigge ist bei Ausbreitung des O zu schnell vorgegangen; Ditfurth von Rüling als Propagandist des Deismus angeschwärzt; wünscht, GF Münter und Alberti organisatorisch von Rüling zu trennen und ihnen die Leitung von Hannover zu übergeben; bei der Logenprotektion durch den Erbprinzen sein Vorsicht angesagt; hat Akten über Denecke an Knigge geschickt; wird niemand ohne Nachfrage den Priestergrad erteilen; schlägt Ockel für Regentengrad vor; findet nichts Anstößiges im ursprünglichen Priestergrad, lehnt Änderungen ab; vetrat schon immer den Gedanken, der Regent sei der erste Diener im Staat, Karl I von England zurecht geköpft; hält den Adelsstand für einen "Mißbrauch"; sieht in der geplanten Änderung der Grade einen Vorboten für die Aufnahme von ungeeigneten und den Ordenszwecken schädlichen Leuten; Ähnlichkeiten des O mit den Anfängen von Christentum und Islam; lobt Solms-Assenheim, der gut gebildet ist und auch als regierender Graf sein Geld nicht verprassen, sondern für die Menschen einsetzen wird; meint, "kleine teütsche Fürsten" stellten keine Bedrohung des O dar, da sie selbst gegen den Despotismus seien, könnten also beitreten; schlägt Aufnahme von Gemmingen, Roßkampf und Gesel (alle Heilbronn) vor, die dort auch neue FM-Loge anlegen könnten; gewinnt man Roßkampf, hat man die ganze Gegend in der Hand; "Tessin", bisher Minerval, will neue Leute anwerben, Ditfurth schlägt Beförderung bis zum Ill. Maior vor Knigge, Dobel, Brönner, Karl, Ferdinand, Müller (= Bockhold), Hemert, Gogel, Riedesel, Grolmann, Friedrich J. Bostell, 'Columbus ', Johann F. Brand, Johann G. Hert, Kaspar F. Hofmann, Philipp J. Binger, Ockel, Kröber, Steigentesch, Joseph Spaur, Friedrich Spaur, Johann Spaur, Wächter, Starck, Johann K. Weber, Münter GF, Rüling, Friedrich J. Schröckenstein, Alberti (= Mauritius), Andreas Böhm, Arnold G. Denecke, Christus, Mohamed, Solms-Assenheim, Gemmingen, Roßkampf, Jacob Gesel (Gehel?), Bauer (?), Ayrer, 'Tessin '
SK04-174 1783-01-27 Göchhausen Eisenach Bode Weimar G. berichtet, Knigge wollte falsches Gold verkaufen, dies spräche nicht für ihn und den O, für den er werbe; Knigge verbreitet Kenntnisse von 'deutschen RK'; G. wurde 20 Jahre lang von der FM geprellt; billigt Bodes Reformvorschläge für FM, beteiligt sich aber nicht Knigge
SK04-174 1783-01-27 Göchhausen Eisenach Bode Weimar
NOS 87-94 1783-01-28 Weishaupt Ingolstadt Zwackh München Bittet Zwackh, die Verwirrungen in München zu dämpfen; der O braucht eigens gebildete und geprüfte Leute zu seiner Verbreitung, daher kann er nicht so rasch verbreitet werden wie andere Gesellschaften; sendet demnächst fürs Archiv Schrift von Ditfurth; Knigge hat mit Falcke einen "Erzrosenkreuzer, einen mystischen Narrn" zum Oberen bestellt; Costanzos Kopie des Priestergrades soll bestehen bleiben, Anrede wird geändert: "Ich lasse alles Anstößige hinweg"; Knigge hat den Grad verdorben, Feder und Mieg haben sich über den Grad beschwert; Änderungen in Ober-, Niedersachsen und Bayern notwendig; was dagegen in Eichstätt geschieht, "kümmert mich nicht"; bei Schwierigkeiten wird man allein ihn beschuldigen; kritisiert die Unzuverlässigkeit besonders der Eichstätter auch in Finanzdingen; Zustand des O momentan unsicher, wenn nur einige Aktive ausscheiden, "so ist alles verlohren"; Knigges "Streiche" schrecken die Leute ab; Obere müssen untadelhafte Vorbilder sein; "ein Gebäude, das sich blos auf Sitten und Credit gründet: hier kann nichts nachgesehen werden: hier ist nichts klein"; selbst die Areopagiten sehen nur die äußere Form des O, den Plan verstehen sie nicht; sendet Brief Knigges, der dessen Großsprecherei und "Wahn" zeigt; will Knigge nicht mehr schreiben; gab Hertel Material zum Kopieren; falls "Perseus" geeignet ist, soll man ihn an Werthes verweisen Ditfurth, Knigge, Falcke, Wöllner (? oder Wächter?), Feder, Mieg, Hertel, Isenburg, Dobel, Frey (?), Perseus" (welcher?), Werthes Münter VI Nr 630
StA Hamburg 1256 1783-01-29 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Will sich Weishaupt als Vorbild nehmen; wünscht nähere Auskunft über "den geheimen Plan" des O
SK05-015 1783-01-29 Knigge vermittelt Karl zur Aufnahme in O an Bode Knigge, Karl, Bode
SK04-219 1783-01-29 Helmolt Gotha Bode Weimar
SK05-015 1783-01-29 Knigge Nentershausen Carl von Hessen
StA Hamburg 1256 1783-01-30 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Schickt Bericht von Ditfurth; Brönner und die Loge in Frankfurt sind wichtig - dazu Auszüge aus Schreiben Brönners; Ditfurth und andere mit den Änderungen im Priestergrad unzufrieden; schlägt vor, "anstößige" Stellen in einer neuen Chiffre zu schreiben, "wozu nicht einmahl alle Regenten den Schlüssel haben"; da er mit dem Erbprinzen von Braunfels nah verwandt ist, will er nichts über diesen sagen, ist aber nicht gegen dessen Aufnahme; Ditfurth fragt nach Verbindungen nach Heilbronn; Ditfurth hat Vorschläge bezüglich Gottlieb F. Münter und Arnold G. Denecke gemacht, Stolberg stimmt zu; kennt Rüling nicht, dem Vorwürfe gemacht worden sind; Ditfurths 'Manifest' zu umständlich geschrieben; Weishaupt soll Ditfurth nicht mitteilen, daß Stolberg seine Briefe schickte Ditfurth, Brönner, Prinz von Braunfels, Münter GF, Denecke, Rüling
SK01-018a 1783-01-31 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar Bode nahm Ernst in O auf und gab ihm Schriften + Ernst über die Gefährlichkeit des O K2,401
SK01-019 1783-01-31 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar Ernst fragt nach Adresse von Türckheim dem älteren in Straßburg Türckheim sen.
StA Hamburg 1274 1783-01-31 Schäfer Göttingen Weishaupt Ingolstadt Hat Boulanger gelesen; Flügge angeworben, sendet dessen Revers Boulanger, Flügge
StA Hamburg 1276 1783-02-01 Kleuker Osnabrück Schlägt F. H. Jacobi für den Orden vor; wünscht den Druck der Grade, da das Abschreiben oft zu mühsam und zu schwierig sei
StA Hamburg 1275 1783-02-01 Rüling Hannover Falcke Hannover Bericht für Dezember 1782; in Göttingen drei aufgenommen: Galenus, Lucretius, Aly; Denecke möchte, daß Pundsack in Bremen nicht von ihm selbst aufgenommen wird; Rüling schlägt nun Knigge dafür Bostell vor Galenus, Lucretius, Aly, Denecke, Pundsack, Knigge, Bostell
StA Hamburg 1268 1783-02-01 Dobel Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt
SK04-022 1783-02-02 Ditfurth Wetzlar Koppe Göttingen Hat Lauth an Stolberg weiterempfohlen, da der Orden noch keine direkte Verbindung nach Straßburg hat; traut Knigge nicht; Gelehrte wie K., Feder etc. sollen im Sinne der Aufklärung der "Maurerey eine heilsame Richtung" geben; will Feder auf dessen Brief antworten; wünscht Beförderung von Kayser Lauth, Stolberg-Roßla, Kröber, Knigge, MeinersSpittler, Feder, Kayser, Kruse
StA Hamburg 1252 1783-02-03 Costanzo München Weishaupt Ingolstadt Costanzo beglückwünscht zur Geburt von W's Sohn; Mieg verweist 'Xenophanes' an Costanzo, C. verweist ihn zur Belehrung weiter an W.; Costanzo will Drexl im O befördern; Max Joseph in O-Interna eingeweiht (!!!); JA Hofstetten spricht bei Karl Theodor schlecht über den O; Costanzo offensichtlich in engerem Kontakt mit Max Joseph 'Xenophanes ', Mieg, Drexl, Max Joseph, Preysing, Karl Theodor, Hofstetten JA
SK05-151a 1783-02-04 Leuchsenring Berlin Bode Weimar
StA Hamburg 1282 1783-02-05 Kolborn Wien Weishaupt Ingolstadt Kennt kein führendes Mitglied in Wien; schlägt Gemmingen zur Aufnahme vor; dieser ist seit einem ¾ Jahr in Wien, wird von Kaunitz, van Swieten und von Joseph II. sehr geschätzt; Gemmingen wurde von anderen Maurern vorgeschlagen, eine eigene Loge zu gründen - dies könnte in Zusammenarbeit mit Born dem Orden nützen; auch Gemmingen hat schlechte Meinung von Sonnenfels; Gemmingen, Kaunitz, van Swieten und von Joseph II., Born, Sonnenfels
StA Hamburg 1254 1783-02-05 Grolmann Gießen Ditfurth Wetzlar Man hätte Starck anwerben sollen, um den jetzigen Schwierigkeiten mit der Loge in Darmstadt bzw. dem Prinzen zu entgehen; wenn er in diese neue Verbindung eintritt, kann er alles für den Orden wichtige erfahren Riedesel, Starck
Kloß, Annalen 173 1783-02-06 Leonhardi Frankfurt a.M. Ditfurth Wetzlar Leonhardi beklagt sich über Knigge, der ihn nach seiner Beförderung zum Ill. Minor allein gelassen habe; vor seiner Abreise Ostern 1782 habe Knigge Andere bis zum Priestergrad befördert Knigge 4
SK05-201 1783-02-06 Lühe Gotha Bode Weimar
SK01-020 1783-02-07 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar Prüfung einer 'Goldstange' - also alchemist. Arbeiten? Ferdinand 3
 ? 1783-02-07 Weishaupt Ingolstadt Zwackh München 3 Q
SK07-007 1783-02-08 Schardt Weimar Bode
SK04-189 1783-02-08 Gröninger Münster Becker RZ Gotha Fragt um Rat, ob er in die FM eintreten soll; sprach darüber mit Sprickmann, dem er aber nicht genug vertraue; kennt Herder und Dalberg als FM; legt Brief an Binsolt bei Sprickmann, Herder, Dalberg CT, Binsolt, Crebs, Eurmann
StA Hamburg 1246 1783-02-09 Zwackh FX München Weishaupt Ingolstadt Ärger über Brief von Ludwig Cobenzl, Eichstätter Auslöser des Zwietrachts; Cobenzl ist "SprachRohr" von Schröckenstein, lassen Franken und Schwaben unbearbeitet; Hertel bat Cobenzl vergeblich um Materialien; Kolborn meldet, daß der Orden in Wien keine Fortschritte mache, soll aber selbst keine MK anlegen; Sonnenfels und Franz Kolowrat seien Schwätzer; Neuwied arbeitet gut; W soll nicht alle Präfekturen auf einmal reformieren, dies fordere nur Knigge heraus; dessen Nutzen für den Orden: hat geschadet, aber auch gute Männer angeworben (Aufzählung); kritisiert das "Manifest", Ergänzungen Ditfurths dazu dagegen in Ordnung; Anwerbung "freier" Logen schwierig, das bisherige (Subordinations-) System (= SO) besser für den Orden geeignet; Vorschläge zu Ditfurths Plan zur Organisation des EB; sendet nach Polen geschickte Ordensbriefe; französische Übersetzungen in Arbeit; ist gespannt auf Höhere Mysterien; betont die Sicherheit des Ordensarchives; "Usong" und Baader sind untätig; ist gegen Beitritt von Baumgarten; beklagt Faulheit der Areopagiten, er müsse alles selber machen Cobenzl Ludwig, Kolborn, Sonnenfels, Kolowrat Franz, Hertel, Schmidt Joseph, Knigge, Ditfurth, Stolberg, Mieg, Kröber, Koppe, Feder, Grolmann, Bleibtreu Johann L., Usong, Baader, Falcke, Baumgarten (welcher?)
StA Hamburg 1254 1783-02-09 Ditfurth Wetzlar Weishaupt Ingolstadt Meldet an Stolberg-Roßla vorbei direkt an W. Umtriebe des darmstädtischen Erbprinzen und Starck's in Logenangelegenheiten; diese könnten Grolman und den gesamten O in Gefahr bringen, besonders, wenn bekannt würde, daß der O durch Grolman von diesen Dingen weiß; legt Brief von Grolman bei, in dem er bedauert, daß man Starck nicht rechtzeitig durch eine Aufnahme auf die eigene Seite gezogen habe; daran sei Knigge schuld, der Starck Mitschuld am Betrug durch die SO gebe; hat sich mit Starck freimaurerisch in Verbindung gesetzt, um ihn auszuhorchen; bietet Starck eine Assoziation auf der 'blauen' Ebene an; Riedesel hat sich "aus politischen Gründen zur Gießer" Loge bekannt; ist dafür, daß sich O-Mitglieder in Starcks Verbindung einschleichen, warnt zugleich davor, daß diese 'umgedreht' und sozusagen 'Doppelagenten' werden könnten; mahnt die Rückgabe seines an Stolberg-Roßla gesendeten Planes zum Ekl. Bund an; hat dem Wormser MvS Wolfgang H. Dalberg einen "Verweis" erteilt, da er Befehle von Karl angenommen hatte; Karl verweigert Einsicht in die Wilhelmsbader Akten; kritisiert die Frankfurter, die den Begriff 'eklektisch' ablehnen, hofft aber auf Brönner und Johann P. Leonardi; legt Brief von Leonardi bei; um Knigge nicht gegen den O aufzubringen, solle man ihm Knigges Fehler unterschieben und sie insgeheim aufheben; legt Brief von Kortum bei, der nach Lemberg geht, empfiehlt ihn als Gegner der Prinzen zur Aufnahme und unterstreicht Kortums FM-Kenntnisse und Verbindungen, bes. in Polen; will FM und O getrennt halten, aber FM als Reservoire nutzen; will die 3 von Knigge in Frankfurter angelegten MK disziplinieren Grolman, Stolberg-Roßla, Erbprinz von Darmstadt, Starck, Knigge, Riedesel, Dalberg WH, Kortum, Chappe de la Henriere
StA Hamburg 1264 1783-02-10 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Antwort auf Brief W's; W. riet, das Angebot der SO zur "Mitdirection" auszuschlagen; hofft, daß sich Knigge nach Auseinandersetzungen mit Weishaupt wieder "gefaßt" hat und nun "mit voller Zuversicht" nach Heidelberg kommt; über Selbstdisziplinierung und Erziehung durch Tätigkeit für den O; Mieg schrieb an Knigge: Ditfurth muß sich gegenüber der SO mäßigen, damit deren Übertritt zum O bzw. der Erfolg des Ekl. Bundes gelingen; Mieg erhielt am 26.1. "Ordensbefehle", die gute Wirkung gemacht haben; Bachelle geht nach Köln; F. Becker wird Zeichen- und Deutschlehrer an einem öffentlichen Erziehungsinstitut in Vendome; Roedinger wird für 1 Jahr reformierter Vikar in Wien, reist aber zuvor nach Holland und England; bittet Weishaupt um Empfehlungsschreiben für Roedinger; hätte gerne selbst diese Wiener Stelle angenommen, um dort für den O zu wirken, da die Wiener Br "nicht anbeißen wollen" Knigge, Ditfurth, Bachelle, Becker F, Roedinger
StA Hamburg 1254 und: Kloß, Annalen 173f 1783-02-10 Ditfurth Wetzlar Leonhardi Frankfurt a.M. Wollte anfänglich nicht in den Orden eintreten, da die Aufforderung aus Frankfurt kam, und er "außer den ordinairen und Tafel-Logen" keine Verbindung mehr mit Frankfurt haben wollte; Orden hat keine Verbindung zu den Logen, sondern bildet eigenes System, die ekl. Logen; Zweck dabei ist, "die Maurerey wieder zu ihrer Kindheit zurückzuführen"; Orden rekrutiert sich aber aus den Logen; fordert zur Einhaltung der Ordensregeln auf; Hetzler ist Vorgesetzter in Frankfurt; Orden wird Fortschritte machen, "wenn Subordination und Folgsamkeit an den Platz der Anarchie getreten seyn wird" Brönner, Hetzler, Küstner
Deile, Goethe als FM, S. 35f 1783-02-10 Bode nimmt Karl August in den O auf Bode, Karl August 3
SK03-126 1783-02-10 Bode Weimar Knigge Heidelberg Antwort auf 29. 1.; B. traf Knigge in Eisenach; wird 21. Feb. K. besuchen und Marschall mitbringen Marschall
StA Hamburg 1276 1783-02-10 Falcke Hannover Weishaupt Ingolstadt Dankt für Plan für Berichte; glaubt an "kein Weisheits Monopolium"; betrachtet FM nicht als Zweck des Ordens; sendet als Beleg seiner Einstellung zur FM sein Gutachten für den Wilhelmsbader Konvent; vermutet "Geheimnisse" im Orden; sendet Bericht von Knigge Starck, Ferdinand von Braunschweig, Rüling, Knigge
Deile, Goethe als FM, S. 35f 1783-02-11 Bode nimmt Goethe in den O auf Bode, Goethe 1
SK04-140 1783-02-11 Falcke Hannover Koppe Göttingen Vereinigung der Strikten Observanz mit der Großen Landesloge + Ferdinand mit Allianz SO - Große Landesloge einverstanden Ferdinand
SK07-245 1783-02-11 Weishaupt Ingolstadt Koppe Göttingen
SK04-220 1783-02-11 Helmolt Gotha Bode Weimar
SK04-221 1783-02-11 Helmolt Gotha Bode Weimar
StA Hamburg 1276 1783-02-12 Falcke Hannover Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 3.2.; stellt "Übereinstimmung der Gesinnungen, Grundsätze und Empfindungen" zwischen sich und W. fest; preist in überschwenglichen Worten Gottes Schöpfung und die Stellung des Menschen darin, trotz allen Leides (fast RK-ähnliche Formulierungen!); nennt die Welt einen "Erziehungs- und Prüfungsort"; schätzt Kabbala, neuplatonische Philosophie, Mystik; hält den O nicht für deistisch, falls er es aber doch sei, will er nichts mehr damit zu tun haben; wünscht im O Religion nach der Bibel, nicht nach der Dogmatik; Rülings Frau gestorben, daher ist er momentan nicht zu gebrauchen; arbeitet seit 3 Jahren an der Vereinigung der Strikten Observanz mit den Zinnendorfern, was sehr langsam gehe; dies verzögert auch Fortschritte bei 'Mauritius' und Gottlieb F. Münter; Kleuker schlägt den Pastor Sextorf (?) in Göttingen vor, darüber will er mit Koppe sprechen; ebenso will Kleuker Fürstenberg in Münster anwerben, Kleuker will wissen, ob Fürstenberg der Fürstin Gallitzin vom O "MitWissenschaft" geben dürfe, so er eintritt; sendet Kleukers Lebenslauf und will ihm nun den Regentengrad geben; will mit Rüling über "hiesige" Lokalobere beraten; lobt die Schrift "Antiquité devoilée", deren 4. Teil aber die chrstl. Religion hart angreife Rüling, 'Mauritius ' (=Alberti ?), Münter GF, Kleuker, Sextorf (?), Koppe, Fürstenberg, Gallitzin
SK01-018a 1783-02-12 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar Ernst über den Scharfsinn im Plan des O; hat Zweifel an den 'reinen' Absichten des O K2,444
StA Hamburg 1254 1783-02-12 Ditfurth Wetzlar Grolman Gießen Antwort auf 5.2.; Grolman kann sich in Starcks Verbindung aufnehmen lassen und dennoch im Orden bleiben; sendet die "letzten T.H. Grade", die auch Musaeus lesen dürfe, den er in den Orden aufnehmen könne; jeder Bruder sei in FM-Angelegenheiten völlig frei, da der Orden sich nicht um die FM kümmere Musaeus, Starck
StA Hamburg 1254 1783-02-13 Witte Aachen Kröber Neuwied
StA Hamburg 1256 1783-02-14 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 2 Briefe von W.; Verhalten von Ebersberg hat sich gebessert, soll seine Stellung behalten; Ergebnis der "Musterung" in Mainz ist noch unbekannt, mögliche Austritte dort; Ebersberg meldet, daß in Mainz 3 MK gehalten werden, da es sehr viele Br dort gibt, und um den O geheimzuhalten; Schmelzer, Scheppler, Burkard, Umpfenbach für Priestergrad vorgeschlagen; in Neuwied sorgte die Austeilung des Priestergrades für vermehrte Tätigkeit; Scheppler ist ganz für den O; Schmelzer will Burkard betreuen; Umpfenbach will Karl Th. Dalberg anwerben; die Aussicht, daß Mieg die Pfarrstelle von Touby übernimmt, scheitert am Gehaltsunterschied; Neuwieder Br planen o-eigene Universität; Schwierigkeiten mit der von Weishaupt genehmigten Änderung der O-Geographie, deswegen Streit zwischen Wendelstadt, Johann L. Bleibtreu, Kröber und Knigge wegen Joseph Schmidt, da die Änderung Schmidts Ehrgeiz beleidigt; schlägt vor, ihm Bonn, Köln und andere Filialen zu unterstellen, dies soll Weishaupt Knigge schmackhaft machen; Knigges Charakterschwächen Ehrgeiz usw.; hat nach "Heraclea" geschrieben; wegen Postfreiheit soll sich Weishaupt an Vierenthalben wenden; freut sich, daß Weishaupt nichts von einem "Weiber-O" wissen will; Hardt schrieb an Wendelstadt, Stolberg lobt Hardt; Johann L. Bleibtreu schlägt den Gesandten Fischer in Regensburg zur Aufnahme vor; bittet Weishaupt um Auskunft über den Onkel seines Bedienten Pierre Chauttat Ebersberg, Schmelzer, Scheppler, Burkard, Umpfenbach, Dalberg CT, Mieg, Touby, Wendelstadt, Bleibtreu JL, Kröber, Knigge, Schmidt J, Vierenthalben, Hardt, Fischer, Chauttat
StA Hamburg 1256 1783-02-15 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Sendet Schreiben mit, das ihm Verlegenheit bereitet (?); Kröber hat Witte gebeten, die Leute in Brühl etwas hinzuhalten; sendet Beilagen (fehlen) Kröber, Witte
SK05-016 1783-02-15 Knigge Nentershausen Bode Weimar
StA Hamburg 1254 1783-02-16 Ditfurth Wetzlar Brönner Frankfurt a.M. Soll den O-Mitgliedern versichern, daß der O am Ekl. Bund direkt teilnimmt; betont die Eigenständigkeit des O gegenüber der FM; Frankfurter Loge will O mit Provinzialloge verbinden - dies gehe nicht; Direktion des O hat mit Direktion der FM nichts zu tun; mahnt den fehlenden Eifer der Frankfurter Illuminaten an, sonst durch Abbruch der Beziehungen quasi Rausschmiß; der O verachtet Ehrmann "als einen elenden Schurken"; Einrichtung der Illuminatenloge entspricht der von 1745; soll mit Hetzler eine "Minerv: Schule" einrichten, die den Brüdern besser gefalle, als eine FM-Loge; "Philo incomodirt itzt keinen mehr"; schrieb an Leonhardi, Brönner soll nun mit diesem sprechen Ehrmann, Hetzler, Knigge, Leonhardi, Afsprung (?)
StA Hamburg 1254 1783-02-16 Ditfurth Wetzlar Brönner Frankfurt a.M. "Antwort an Brönner im Mr. Styl"; beklagt die Schwierigkeiten, die die Frankfurter Loge bezüglich seiner Vorschläge macht; verteidigt den Begriff "eklektisch " mit Hinweis auf die antike (ekl.) Philosophie, der "wir die Erhaltung des gesunden Menschenverstandes gegen den Unsinn der Systeme zu verdanken haben"; spricht sich gegen (philosophische) Systembildung aus; in der FM nur die ersten 3 Grade richtig, alles weitere ist Spekulation; momentan herrschen in der FM "Sectiererey und Sectenhaß und das neue System der wohlthätigen Ritter ist noch weit despotischer und unerträglicher, als es das alte rectifizirte gewesen ist"; die Unterwerfung unter die Willkür der Prinzen bedeutet für einen "freyen Reichsbürger" geradezu, "straffällig zu werden"; Rosenkreuzerei ist Betrug; Londoner Großloge führt ihre Töchter an der Nase herum; Zinnendorfisches System ist intolerant, hat unbewiesene, selbstgemachte Grade, verträgt sich nicht mit den staatsbürgerlichen Pflichten; nun seine Reformvorschläge: Rückkehr zu den alten drei Graden, Ablehnung jeder "Dependenz einer Loge von der andern", Annahme höherer Grade ins Ermessen der einzelnen Logen stellen; die neue Direktialloge soll nur koordinieren, nicht befehlen, höhere Grade sollen von ihren Angelegenheiten ausgeschlossen bleiben, Ökonomie und innere Verfassung bleiben allein Sache der einzelnen Logen; nennt mehrere Logen, die sich anschließen wollen; es ist uninteressant, welchem System die beitrittswilligen Logen zuvor angehörten, da man sich nun auf die alte FM beruft, wie sie seit 1745 bekannt ist Karl, Ferdinand, Gogel
StA Hamburg 1264 1783-02-17 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Weishaupt hat sich offensichtlich über verspätete Post Miegs beschwert; Mieg aber antwortet zuerst den Untergebenen, dann den Oberen; übernimmt auf Weishaupts Wunsch die Leitung aller rechtsrheinischen Filialen; wartet, daß Ditfurth ihm Roßkampf zur Führung übergibt; kann Mithridates (welcher?) Empfehlung an Plessig oder (anderes) O-Mitglied geben; "Herakleia" weiter von Karl L. Petersen geleitet, es fehlt dort ein geeigneter Mann; "Perseus" und "Orpheus" (?) könnten mit Schwanckhardt zusammenarbeiten; wartet auf Dobel; ist optimistisch bezüglich der Filiale in Mainz, da Ebersberg Teppiche und Ordenszeichen bestellt hat; erstmals ein Mitglied (Plessig) als "membre libre" bezeichnet Ditfurth, Roßkampf, Mithridates (welcher?), Plessig, Karl L. Petersen, Perseus" (welcher? ein Neuer?), 'Orpheus ' (?), Schwanckhardt, Ebersberg
StA Hamburg 1253 1783-02-18 Starhemberg Eichstätt Weishaupt Ingolstadt Wünscht, daß W. seine Abgabe der Leitung der eichstätter Filiale zurücknimmt; betont überschwenglich W's Führung und Lehre; wird demnächst seinen Bericht schicken; Cobenzl und Schröckenstein wünschen ebenfalls weiterhin Leitung durch W.; sendet Montezumas Brief, der über Würzburg berichtet; will die dort neugegründete Lesegesellschaft benutzen, hat aus ihr drei Kandidaten für den Orden; Montezuma wird von Steinacher geführt; will in Eichstätt wieder verstärkt tätig werden Cobenzl JL, Schröckenstein, Arnold, Steinacher ("Helvetius"), Andres, 'Montezuma '
StA Hamburg 1256 1783-02-20 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Verhandlungen zwischen Ditfurth und der Frankfurter Loge, vertreten durch Brönner; Loge will unter dem Namen 'Direktorium' die Oberherrschaft über andere Logen erhalten; fragt, welche Logen sich dem neuen Bund (EB) anschließen wollen und welchem System sie bisher angehörten; Verhältnis einzelne Logen zur (geplanten) Direktorialloge; Leonhardi vermutet hinter dem Bund die Illuminaten; Auseinandersetzungen zwischen Ditfurth und Brönner über die Bezeichnung 'eklektisch'; Ebersberg meldet, die Verhandlungen mit 'Paracelsus' über den Beitritt der Logen in Mannheim und Lautern seien durch ein undiplomatisches Schreiben von Costanzo gestört worden, dennoch bestehe weiter die Möglichkeit, beide Logen von 3WK zu lösen, indem man 'Paracelsus' zufriedenstellt; falls 'Paracelsus' sich dennoch weigert, werde Portia die Sache übernehmen; Witte berichtete an Kröber, er werde über Köln nach Neuwied kommen; Stolberg will ihm ohne die formelle Zustimmung Weishaupts abwarten zu können, den Priester- und Regentengrad erteilen und ihn zum Präfekten machen; Ebersberg gibt bezüglich der Aufnahme von Karl Th. Dalberg zu bedenken, daß die Mainzer Domherren schwören mußten, keine FM zu sein: "allein dis ist ein leicht zu hebendes Hindernis" Ditfurth, Brönner, Leonhardi, Ebersberg, 'Paracelsus ', Costanzo, Portia, Witte, Kröber, Dalberg CT, Vierenthalben
StA Hamburg 1246 1783-02-20 Zwackh München Weishaupt Ingolstadt Betont die Notwendigkeit der Unabhängigkeit bei der geplanten Logenassoziation (EB), warnt davor, daß RK darin Oberhand bekommen könnten; fragt, ob Schröckensteins Änderungen an PrGr und Rgr übernommen werden sollen; französische Übersetzung ist in Arbeit; W. wird Dekan in München; Kolborn wird Wunder wirken, man muß ihn aber vor Theosophie und RK warnen; schrieb an Schröckenstein und Cobenzl, die Areopagiten seien sich einig, über die Grenzen ihrer Präfekturen/Provinzen hinaus zu wirken; schlägt Costanzo als Inspektor für Franken und Schwaben vor; Kolborn soll in Wien ohne Wissen von Sonnenfels und Cobenzl wirken; lobt W's Brief an Falcke, der wie ein eigener Grad sei, teilt diesen Brief auch Costanzo mit Johann B. Fischer, Schröckenstein, Anton Michl, Costanzo, Stolberg, Kolborn, Franz J. Kolowrat, Johann L. Cobenzl, Sonnenfels, Falcke
SK01-021 1783-02-21 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar
SK06-183 1783-02-21 Petersen CL Speyer (?)
SK05-017 1783-02-21 Knigge Nentershausen Bode Weimar
NOS 71-74 1783-02-22 Weishaupt Ingolstadt Zwackh München Möchte ihm den neuen (Mysterien-) Grad geben, da er sich als einziger der Areopagiten positiv geändert hat; gibt den Grad nicht aus der Hand: "er ist der Schlüssel zur alten sowohl, als neuen Geschichte, zur Religion, und zu jeder Staatsverfassung der Welt"; nur 3 Exemplare sollen im ganzen Reich zirkulieren, um die Provinzen bei der Stange zu halten; da Schröckenstein und Cobenzl weder Grade noch Parole haben, sind sie ruhiger, kann deren Provinzen leicht entbehren, da sie nichts bedeuten; hat Schröckensteins Bericht ungelesen zurückgeschickt; soll mit neuen Provinzialen vorsichtig sein, schon Knigge hat falsche ausgewählt; ohne Feder ist ganz Niedersachsen verloren; Bayern braucht keinen Inspektor oder Provinzial, solange Weishaupt selbst diese Arbeit machen kann; um neue Provinzobere zu bestellen, wäre eine Auswahl unter mehreren Personen wünschenswert; wünscht Mieg als Provinzial für Schwaben; "Epictet ist ein herrlicher Mann, der selbst eingesteht, daß er erst durch den O seine Hitze mäßigen gelernt, und klüger geworden. Ein Mann voll solider Wissenschaft, Feinheit und Welt-Erfahrung. Diesen wünschte ich zum Provincialn, und wenn er nicht noch dermalen die ganze Pfalz zu versehen hätte, zum Vorsteher der ersten Inspection. - Wenn ihr mir da Leute aufstellt, die mir nicht anständig sind, so entziehe ich mich der ganzen ersten Inspection, und dann mögen sie sehen, wie sie zurecht kommen"; hat Zwack seinen Brief an Feder mitgeteilt; Zwack darf alle Briefe öffnen, die er als Einschluß mitschickt; Kolborn hat "G", "ein geschickter, aber infam schlechter Kerl", vorgeschlagen; wenn Kaltner nach München kommt, soll er ihm nichts von Weishaupts Privatsachen (Ehegeschichte, Abtreibung) mitteilen; fragt, ob seine (W's) Frau bereits in Wien angekommen ist Schröckenstein, Cobenzl JL, Knigge, Feder, Mieg, Kolborn, Kaltner, G" (von Kolborn vorgeschlagen) Münter VI Nr 628
 ? 1783-02-25 Knigge Kassel Weishaupt Ingolstadt 3 Q
StA Hamburg 1264 1783-02-27 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 2 Briefe Weishaupts; haben sich auf lateinische Schrift geeinigt; Knigge hat Weishaupt einen "Theosophen" zugewiesen, da er selbst "starke Anwandlungen von Mystik u. Theosophie" hat; die feierliche "Einhüllung" (der Grade) kann die Einbildungskraft 'hinreissen'; hat in Freinsheim mit Knigge das "emanations u. remanationssystem" diskutiert, Knigge war dafür; aber: "wer unsere specifische Existenz behauptet, ist schon ... auf dem Weg der Besserung"; Falcke ist auf diesem Weg, obwohl seine Sprache noch sehr mystisch ist; "Diese Sprache gefällt, würkt, findet heutiges Tages Eingang, wird beinahe Modesprache, und wenn sich nicht unter derselben dunkele, verworrene Begriffe, überspannte Gesinnungen, Träume und fromme Phantasien verstekten, könnte ich's gar wohl zugeben und hingehen lassen"; diese 'fromme', 'biblische' Sprache ist die von Lavater und Pfenniger; vertraut Falckes Herz und läßt ihn zur Übernahme der Leitung gratulieren; zweifelt, ob man in der theosophischen Literatur "Perlen" finden kann; von Interesse an älterer (theosophischer) Literatur sind Fragen zur Kirchengeschichte, etwa zur Gnosis; falls Weishaupt mit Schlosser einig ist, kann Mieg zusätzlich die Präfektur von Augsburg, Stuttgart, Freiburg übernehmen; kann die Predigerstelle in Neuwied nicht annehmen, da sein Einkommen und Wirkungskreis in Heidelberg größer sind, empfiehlt dafür Wintz; Portia ist in finanziellen Schwierigkeiten, möchte für ihn sammeln; Afsprung hat sich gebessert Knigge, Falcke, Johann K. Lavater, Pfenniger, Schlosser, Wintz, Portia, Afsprung
SK01-022 1783-02-28 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar Dankt für Bodes Promemoria, das er für seine Antwort an Stolberg verwenden konnte; Gotha hat republikanische Grundsätze und wendet sich gegen Einmischung von außen; bekam Mitgliederverzeichnis, das er Bode einsehen lassen will; Stolberg-Roßla, Ditfurth, August von Gotha, Weishaupt, Knigge 3
SK15-365 1783-02-28 Bode Ionien Ernst II. von Gotha Gotha Bode sendet Bericht von Jan und Feb 83; Mitgliederverzeichnisse Ionien; MK Weimar, Leipzig, Berlin nicht eingerichtet, da Hefte fehlen; Dörrien und Nicolai sind Präfekte Mitglieder Ionien, besonders: Nicolai, Dörrien
StA Hamburg 1264 1783-03-01 Mieg Datum!! Heidelberg Weishaupt Ingolstadt "Wie ich mit Philo auskommen werde, muß die Zeit lehren"; charakterisiert Knigge vor dem Hintergrund seines Zuzuges nach Heidelberg; will Roedinger an Sonnenfels empfehlen, aber dennoch dessen Leitung beibehalten; schlägt Landrat Eibel in Linz für den O vor; Roedinger wird auf der Rückreise München besuchen; rät Weishaupt vom Rauchen ab; freut sich über die Existenz einer Filiale in Freiburg; arbeitet gerne für den O, nicht gerne für FM; will "Urbarmachung von 2brücken" betreiben Knigge, Roedinger, Sonnenfels, Kolborn, Ebersberg, Tritschler, Eibel, Hecht (oder Seinsheim, 'Alfred '
SK05-018 1783-03-08 Knigge Kassel Bode Weimar O verbreite "auf allerlei Wegen Vernunft, Religion, Rechtschaffenheit, Glück und Erleuchtung" + Knigge steht dafür ein, daß nichts gegenteiliges im O stattfinde + Knigge gibt Erlaubnis für Aufnahme von Karl, Ferdinand u.a. Karl, Köppern, Hein, Ferdinand, Schwartz K2,498
SK04-363 1783-03-09 Hutten Speyer Becker RZ Gotha
StA Hamburg 1264 1783-03-10 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 28.2.; Heinrichmayr wurde befördert; ist gespannt auf Höhere Mysterien aus Weishaupts Feder und nicht, wie Knigges Grade, "Ceremonien Krams" enthalten; Weishaupts Einschätzung der Zukunft der Pfalz und Bayerns: er erwartet politische Veränderungen zuungunsten der kleineren deutschen Länder; will Portia unterstützen; zufrieden mit den Arbeiten in Lautern; Mieg will MK in Mühlhausen (Schweiz) einrichten bzw. ordnen; schickt Bericht über den O in Karlsruhe; Portia berichtete, Drouin in Mannheim müsse 'befriedigt' werden, er habe große Versprechungen aus Berlin (RK?, RY?) erhalten; Weishaupt soll nun an Drouin schreiben; hat lange nichts von Knigge gehört; Knigge veröffentlichte 'Meine eigene Apologie', darin sind seine politischen Überzeugungen zu finden; ein Mitglied in Heidelberg (Maurer?) will wegen einer Liebschaft den geistlichen Stand verlassen und beantragt daher Dispens in Rom Heinrichmayr, Knigge, Portia, Drouin, Maurer (?)
 ? 1783-03-10 Carl von Hessen Weißenstein Bode Weimar Erteilt B. die Vollmacht, ihn den Oberen des Ordens bekannt zu machen sowie die Akten des Wilhelmsbader Konvents mitzuteilen 4 Q
SK01-023 1783-03-11 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar
SK06-285 1783-03-11 Rüling Hannover Bode Weimar Bekam Knigges Nachticht, Bode komme nicht nach Heidelberg; reist nach Dresden, will nach Weimar kommen und über den Orden beraten; bekam von Knigge Aufklärung über Entstehung des Ordens; sendet Geographie von Niedersachsen; da Koppes Bericht fehlt, kann er seinerseits nicht an Ernst von Gotha berichten; Exter sandte G. F. Münter Hamburger Rituale (FM); Exter von Ditfurth aufgenommen Knigge, Berlepsch, Koppe, Exter, Ditfurth, Ernst II. von Gotha, GF Münter
StA Hamburg 1264 1783-03-12 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 5. und 6.3.; positiv über Weishaupts "Etwas aus der höchsten Philosophie"; Mieg ist Materialist, Wahrheit sei immer relativ; diskutiert Stellen aus Weishaupts Schrift; ist gespannt auf Reaktion von 'Hierotheus'; die Schrift soll Weishaupt für die Höheren Mysterien verwenden; Mieg warnte Knigge vergebens vor Bode wegen dessen Jesuitismus und Anhängen am "Prinzen-System"; wer Knigge schmeichelt, kann ihn Nasführen; will die guten Männer anwerben, die die Prinzen vernachlässigen; gibt nur mit Erlaubnis Material an Knigge weiter; widersetzt sich der "Herabwürdigung unseres O.Systems zu einem Sclavendienst"; will positiv auf Knigge einwirken 'Hierotheus ', Molitor, Knigge, Bode, Karl, Ferdinand, Musaeus
SK04-023 1783-03-12 Ditfurth Wetzlar Koppe Göttingen Dankt für die von K. vermittelten 3 Kandidaten; macht diese mit Wilhelmsbader Konvent bzw. System bekannt, will sie bis zum Ill. Major befördern, damit sie in Hamburg erfolgreich wirken können; MK ist gut eingerichtet, aber den meisten Maurern nicht bekannt; Verlesung der MK-Arbeiten in der Loge zeigt positive Wirkung Hoenn, Denecke, Wacker, Feder, Ferdinand von Braunschweig
SK05-087 1783-03-13 Koppe Göttingen Bode Weimar
SK04-222 1783-03-14 Helmolt Gotha Bode Weimar
SK01-244 1783-03-15 Ferdinand von Braunschweig Bode Hat zugestellte Papiere durchgelesen, äußert einerseits Zustimmung, fordert andrerseits einige Änderungen darin; sendet die Papiere weiter an Schwartz; fragt nach Ordensgeographie und einem eigenen Ordensnamen Schwartz
Archiv Leonhardi 1783-03-16 Riedesel Wetzlar Leonhardi Frankfurt a.M. Feder berichtet, er habe L Ridel aus Hamburg als Lehrer für L's Kinder vorgeschlagen, dies unterstützt er; schildert Ridels Charakter Ridel Cornelius, Feder 1 Q
SK03-108 1783-03-16 Zwackh München (?) Sendet Brief von Cobenzl sowie einen aus Warschau, den er nicht zu beantworten weiß; dort sei man gegen Weishaupt aufgebracht; Kolborn meldet die Gründung zweier Loge durch Gemmingen und Born, die man evtl. auf die Seite des Ordens ziehen könne; ist gegen Abschaffung des Generalats, da sonst der Orden zerfalle; hat erfahren, daß die RK das ganze Ordenssystem kennen, vermutet einen RK-Spion im Orden; Bode besteht darauf, ferdinand von Braunschweig eine hohe Position im Orden zu geben Cobenzl JL, Kolborn, Weishaupt, Born, Bode, Ferdinand von Braunschweig
SK18-122 1783-03-17 Bode Bode verfaßt auf der Reise Provinzialbericht + Bode hat Karl aufgenommen und Vollmacht erhalten, Akten Wilhelmsbad dem O zu geben + Bode schlägt vor, in allen Sprengeln der SO die Besten für O zu gewinnen Karl
SK03-227 1783-03-17 Brenckenhoff Dresden Bode Weimar
SK01-024, SK01-025 1783-03-18 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar Einrichtung Leitung 'Aeolien'; Höhere Mysterien gefallen Ernst, aber Einwände; Bode als Chef für Ionien Weishaupt, Koppe, Stolberg-Roßla, August von Gotha
SK07-107 1783-03-19 Stolberg-Roßla Neuwied Bode Weimar Stolberg-Roßla sendet alle Grade inkl. Regent; Friedrich v. Homburg, Riedesel, Walderdorf sind Provinziale; Stolberg bittet um Vorschlag für Ersatz Ditfurths als Inspektor Friedrich v. Homburg, Riedesel, Walderdorf, Ditfurth
KB Kopenhagen, NL Münter 0374 1783-03-20 Helmolt Gotha Münter Helmolt nimmt Salzmann in die Loge auf ; Münter soll sich, wie schon Bode sagte, von Koppe leiten lassen Salzmann FR, Koppe, Bode 3
StA Hamburg 1264 1783-03-20 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Hochwasser und Eisschollen richteten große Schäden in der Stadt an, sogar der Marktplatz war überschwemmt; sein Gartenhaus, "wo ich Sommers meine meisten Minervalbriefe schrieb, und Minervalbesuche annahm", ist völlig zerstört; hat lange keine Nachricht von Stolberg-Roßla, Frage, ob Hochwasser oder "innere O Bewegungen" daran schuld sind; Knigge am 9. März von Reise zurück, seine Frau wohnte während des Hochwassers bei Mieg; hat mit ihm nicht über Ordensgeschäfte gesprochen und will dies auch nicht mehr tun; was Knigge, seine Anhänger und seine Loge "aushecken wollen ... wird gewißlich nicht viel seyn"; lobt Eichhorns Einleitung ins Alte Testament, der die Bildersprache der Propheten als Menschenwerk bezeichnet - dies könne man im Sinne des O z.B. in Predigten verwenden, was er bereits erfolgreich getan hat; lehnte die Forderung nach Druck dieser Predigt ab; lehnte einen von Knigge zur Aufnahme vorgeschlagenen Mann aus Göttingen ab; "Mich, und alle unsere hiesige aufgeklärtere Brüder wird's freüen, sehr freüen, wenn unsere Cahiers von allem philonischen Wust, allen Ceremonien-Kram, und wenn es möglich ist, von allen maurerischen Bildern gänzlich geläutert und gereinigt werden. Man riecht's von ferne, wo philo seine Finger gehabt und geübt hat"; hat gegenüber Knigge als seinem Rezipienten ohne zu wissen, von wem die einzelnen Hefte stammen, Knigge kritisiert und Weishaupt gelobt; Stolberg-Roßla soll zur Korrektur der Hefte Afsprung hinzuziehen, "der lebendige antiphilo, der Kraft und Muth hat ihm oft sehr derbe Wahrheiten zu sagen"; auch Afsprung der Ansicht, durch Weglassen aller Maurerei gewinne der Orden; O soll die "ganz unschuldige Mine einer litterarischen Welt-Bürgergesellschaft" annehmen, "höhere Absichten" nur wenigen mitteilen, keine Geheimnisse erwähnen; will Afsprung auffordern, dazu seine Gedanken aufzuschreiben; Hopf leitet in Stuttgart Schlosser, hat 6 Wochen nicht geschrieben, Mieg weiß nicht, "ob Er von dem geisterseherischen System schon genesen, oder noch nicht?"; Alexander Seckendorf wegen schlechten Wetters erst jetzt nach Brüssel abgereist; "Numa ... ist ein unerträglicher Egoist, nimmt sich gar zu viel heraus, und wird, fürchte ich, unserem O nie die gerade Richtung, und den wahren Schwung geben, den er dorten nehmen könnte und sollte"; Sonnenfels (Numa) wird "etwas verbesserte Maurerey" daraus machen, den National übergehen, "und nur thun, was u. wie es ihm gefällt"; man soll Sonnenfels umgehen und stattdessen einem anderen die Leitung übergeben; zweifelt an der Zuverlässigkeit von Ludwig Cobenzl, da er mehreren Geheimgesellschaften angehört; lobt Costanzo; hat 4 Wochen keine Nachricht von Starhemberg, befürchtet, daß der O deswegen in Eichstätt stagniert; in Schlossers Bereich ist Stillstand, Mieg wünscht sich hier neue Präfekte Stolberg-Roßla, Knigge, Knigges Frau, Eichhorn, Afsprung, Hopf, Schlosser, Alexander Seckendorf, Sonnenfels, Cobenzl JL, Costanzo, Starhemberg
SK15-281 1783-03-20 Präfekturbericht Gotha Gotha Personalbestand Gotha
SK02-097 1783-03-21 Sonnenfels Wien Ernst II. von Gotha Gotha Sonnefels bedankt sich bei dem Herzog für den Reinhold gewährten Schutz
SK06-084, SK06-085 1783-03-21 Starhemberg Eichstätt Mieg Heidelberg
StA Hamburg 1254 1783-03-22 Ditfurth Wetzlar Weishaupt Ingolstadt "Tausend Glück zum neüen OsJahre"; sendet Extrakt aus Brief von Grolmann und eine Erklärung von Andreas Böhm; Vereinigung der Logen Wetzlar und Frankfurt ist vollzogen, sendet demnächst dazu ausführliche Nachrichten und das gedruckte Zirkular; Ferdinand hat an Bostell geschrieben "und lässet seinen gantzen Zorn, wegen des seine Würde als Großmeisters aller Maurer, und den Respect der ihnen als Reichsfürst gebühre beleidigenden Schreibens, auf mich aus..."; da er (Ditf.) direkt an den regierenden Herzog, der "100 procent klüger als der a Victoria ist", attachiert sei, bittet er nun um Unterstützung durch den O gegen Ferdinands Zorn; Hardenberg möge am braunschweiger Hof für ihn eintreten; das Zirkular zum Ekl. Bund nicht von Ditfurth, sondern von Riedesel verfaßt; seine und Riedesels Aktivitäten, schon in der SO, seien nur gegen Betrügereien gerichtet gewesen, das habe Ferdinand nie verstanden; hat den Kanzleidirektor Hoym an Hardenberg empfohlen; sendet Kopie eines Briefes an Roßkampf - Brief ist evtl. noch von 1782!! Grolmann, Andreas Böhm, Ferdinand, Friedrich J. Bostell, Hardenberg, Riedesel, Hoym, Roßkampf
NOS 78-81 1783-03-22 Weishaupt Ingolstadt Zwackh München Zweifelt an Schröckenstein und Cobenzl, deren 3 Provinzen keine Fortschritte machen; wenn beide nicht mehr an der Spitze stehen, wird es anders aussehen; möchte den von Knigge als Areopagiten vorgeschlagenen Mieg sowie Dobel (Cromwell) als Leiter; Knigge hat Weishaupts Regentengrad geändert und verteilt, auch Schröckenstein hat ihn geändert und "daran beständig castrirt", bereits mehr als 20 Leute haben diesen Grad; hat "mit der ganzen Welt Zank, das schadet aber auch nicht, es bringt Leben in die Machine ... Unterdessen geht es doch gut, wenn man mir folgt, und wo man das nicht thut, geht überall nichts aufeinander"; bittet um Rücksicht wegen seiner oft schlechten Laune; "Ich dächte, das Interesse des Os erfodert, daß sich die Cheffs mit mir vereinigen, und nicht von mir trennen; denn 1) habe ich doch das meiste und größte an der Sache gearbeitet. 2) Der ganze Plan ist von mir, ich muß also am beßten wissen, in wie ferne ich dieß ausführen kann oder nicht..." Schröckenstein, Cobenzl JL, Knigge, Dobel (Cromwell), Mieg Münter VI Nr 629
StA Hamburg 1276 1783-03-23 Falcke Hannover Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 6. und 13. vorigen Monats; das erste veranlaßte ihn zu Schreiben an Knigge, das zweite läßt ihn sich Weishaupt gegenüber "homogener" fühlen, als andere seinen Charakter W. geschildert haben; freut sich, das W. in seinem "Inneren" lesen will, was er den meisten verwehrt; sendet Revers und erwartet nun "vertrauliche Mittheilungen": "Im verborgenen wirken, das wäre so recht meine Sache"; wünscht, daß Rüling Provinzial bleibt, auch wenn er (Falcke) als Inspektor abgeht; Rüling liebe die "represéntation" und würde in nachgeordneter Stelle in seinem Eifer nachlassen; Gottlieb F. Münter ist nun Lokaloberer in Hannover, wodurch Rüling entlastet ist - W. soll also entscheiden; bezeichnet sich als "Adjutant" von W., was er bei der FM bereits ist - hofft nun, dem O nützlich zu sein; Karl, dessen Eintritt er meldet, "soll viel Eifer zeigen"; es folgt der Revers für das Amt des Inspektors, dabei die Erklärung, sofort zurückzutreten, falls dies dem O nütze Knigge, Rüling, Koppe, Münter GF, Karl
SK07-063 1783-03-24 Schwartz Braunschweig Bode Weimar
StA Hamburg 1256 1783-03-25 Stolberg-Roßla Neuwied Wünscht sich einen Blick in die Zukunft, um die Wirkungen des O zu sehen; Scherzhaftes an Weishaupt Weishaupt, Johann K. Lavater
SK05-020 1783-03-26 Knigge Heidelberg Göchhausen Eisenach Göchhausen verließ den O, Knigge stimmt zu + Knigge führt O auf Alte RK zurück
 ? 1783-03-26 Knigge Nentershausen Zwackh München 2 Q
SK05-021 1783-03-27 Knigge Heidelberg Bode Weimar Treffen Bode mit Knigge in Kassel; Aufnahmen; Organisation O; Knigge: O existiert seit 1762; Karl handelt eigenmächtig Ferdinand, Karl, Ernst II. von Gotha, Marschall, Schardt, Lühe, Köppern, Heine, Schwartz, Meyer, Pundsack, Deneke, Karl, Wächter
SK05-022 1783-03-28 Knigge Nentershausen Bode Weimar
StA Hamburg 1264 1783-03-29 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Lob für Weishaupts System (= Höhere Mysterien II) mit Ausnahme der Annahme einer die fünf bekannten Sinne übersteigenden Wahrnehmungsfähigkeit; Mieg beruft sich bei dieser Kritik auf (materialistisch begründete) Erfahrung, warnt vor Einbruch von "Schwärmerey"; wird diese Material nur mit Weishaupts Erlaubnis weitergeben; Falckes Schreiben zeigt seine Unfähigkeit zu Denken, seine Theosophie ist wertlos, er kennt nicht einmal die Hl. Schrift; Starck ungeeignet für den O; Mieg charakterisiert Starck als "egoistisch" und "am hofe kriechend"; hat seit 21.2. nichts von Knigge gehört; vermutet, Knigge sei mit Bode auf Reisen; wenn Knigge sich mit dem "PrinzenSystem" eingelassen hat, wird es Schwierigkeiten besonders mit Zentner und F. Becker geben; Knigge hält ihn für "stolz, eitel, oder hart, unbarmherzig"; Feder mißfällt der 'Schottische Ritter', dies ist Mieg "tröstlich und sehr erfreulich"; auf Knigges Frage, wie ihm dieser Grad gefalle, wich Mieg aus; hat diesen Grad noch niemand erteilt; Weishaupt schreibt über das Tauschprojekt, Mieg wird "vorsichtigen Gebrauch davon" machen Falcke, Starck, Knigge, Bode, Feder, Zentner, Becker F,
StA Hamburg 1256 1783-03-29 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Lobt die Idee, den Briefen Sentenzen voranzustellen, Kleuker hat 'Julius' geworben, der Klopstock gewinnen könnte; dies wiederum könnte Stolbergs Vettern zum Beitritt bewegen; Ditfurth will Riedesel den Beitritt zu Starcks Loge gestatten, dies nicht gut, da beide Streit hatten; lobt die umgearbeiteten Grade (Priester, Anrede, Zusatz zum Ill.min., Ill. Dirig., Ill. Maj.); teilt Feders Urteil über den Ill. dirig. und rät zu Änderungen des Katechismus; Johann F. Dalberg wurde Minerval; hofft, durch Witte in Maastricht den O zu verbreiten; Sprickmann freut sich über seinen O-Namen und soll nun die Geschichte von Huß schreiben; Johann F. Simon aufgenommen, will mit Wendelstadt Erziehunginstitut für russische Adelige gründen, was u.a. von der Zarin unterstützt wird; Weishaupt möge dies Institut in Polen und Rußland empfehlen; Metternich-Winneburg will Simon zu "CoReformator eller Erziehungsanstalten" machen; fragt nach einem Hofmeister für den Prinzen von Neapel Kleuker, 'Julius ', Klopstock, Budsack (Pundsack?), Ditfurth, Riedesel, Starck, Feder, Dalberg JF, Witte, Sprickmann, Kröber, Simon JF, Wendelstadt, Katharina II, Metternich-Winneburg, Prinz von Neapel
Engel 136f 1783-03-31 Knigge Heidelberg Zwackh München Knigge berichtet von Aufnahme Bodes + auf Vorschlag Bodes gegen den Willen Weishaupts wurde Ernst aufgenommen + Weishaupt will Bode deshalb nicht weiter befördern + Karl ebenfalls auf Veranlassung Bodes aufgenommen Bode, Ernst II. von Gotha, Karl, Weishaupt 3
StA Hamburg 1253 1783-04-01 Starhemberg Eichstätt Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 22. 3.; Schwierigkeiten mit der Postzustellung über Cobenzl; Boulangers "Antiquités"; muß geplante Reise nach Salzburg verschieben; Disziplinlosigkeit von Steinacher im Orden; RK in Wien Cobenzl JL, Boulanger, Franz N. Steinacher
StA Hamburg 1264 1783-04-02 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Hat Höhere Mysterien Teil I, 'Philosophi', erhalten, um sie nach Neuwied zu senden; hat keine Nachricht von Knigge; Portia meldete am 31.3., Drouin wolle austreten, da er in einem Schreiben aus München ungerecht behandelt worden sei; Portia befürchtet dadurch negative Auswirkungen auf O wie FM; Mieg wird nach Mannheim reisen, um O-Papiere von Drouin abzufordern; fragt nach einem Schreiben an Wrabek (?) aus Bruchsal, das überfällig sei Knigge, Portia, Ebersberg, Drouin, Moser K, Wrabek (?)
SK03-127 1783-04-02 Bode Hamburg Knigge Heidelberg Bode hat in Braunschweig Ferdinand in den O aufgenommen; 22. 3. Abreise Braunschweig, 27. Ankunft Hamburg; wohnt bei Nagant in Hamburg, will Hinze und Nagant aufnehmen Ferdinand, Nagant, Falcke, Hinze
StA Hamburg 1256 1783-04-04 Willemer Frankfurt a.M. Knigge Heidelberg Bittet um Beistand , nach Möglichkeit vom kaiserlichen Hof, in seinem Rechtsstreit mit Preußen, bevor er am 30.4. nach Berlin reisen wird
SK03-128 1783-04-05 Bode Hamburg Knigge Heidelberg B. will Lebensläufe von Karl, Ferinand und Ernst besorgen, zweifelt, ob das gelingt (Fürsten); nimmt ohne Erlaubnis niemand auf, wünscht mehrere Aufnahmen in Hamburg; Karl und Falcke in RK-ähnlicher Verbindung (= asiat. Br.); fragt, wem er Reverse des Regentengrades senden soll Ferdinand, Karl, Ernst II. von Gotha, Köppern, Heine, Schardt, Schwartz, Nagant, Pundsack, Falcke
StA Hamburg 1264 1783-04-06 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 20., 22. und 28.3.; bekam am 1.4. Manuskript (von Weishaupt?), das er kopierte und von Mannheim aus nach Neuwied schickte; über das erste Heft der Höheren Mysterien: findet Weishaupts scharfe Kritik an "Stolz und Dünkel" der Menschen zu hart; Weishaupts Geschichtsphilosophie wird Auswirkungen auf die Bedeutung der Propheten des AT wie auch Christus haben; Mieg kennt außer Irwings 'Versuch über den Ursprung der Erkentnis..' nichts Vergleichbares; hat Irvings Werk zur Pflichtlektüre der Novizen gemacht; Knigge schrieb ihm, er sei 5 Wochen in Braunschweig gewesen; Knigges Disziplinlosigkeit und Willkür (besonders betreffend der Aufnahme der Prinzen) dürfte wohl verbieten, ihm die Höheren Mysterien mitzuteilen; Drouin ist, der "seltsamen" Briefe von Costanzo "satt und müde", ausgetreten; Costanzo kritisierte offensichtlich die Eitelkeit Drouins; fragt nach dem Fortschritt des Ekl. Bundes Irwing, Knigge, Karl, Ferdinand, Drouin, Costanzo
StA Hamburg 1256 1783-04-06 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Stolberg gegen Anwerbung von Fürsten, namentlich Karl; befürchtet Übernahme des O durch die Fürsten in deren eigennützigem Sinne; Karl sei "Despot und Schwärmer"; übersendet revidiertes Zirkular zum Ekl. Bund von Ditfurth, das er befürwortet; zweifelt an der Lage des O in Frankfurt und hofft auf Johann L. Bleibtreus Wirken; DesBarres verfertigte Übersetzung der Grade (ins französische?); will O in Niedersachsen in Ordnung bringen; befürwortet "Welt-Reform" durch den O; Ditfurth wünscht Schutz vor Ferdinand, will durch Hardenberg die Wilhelmsbader Akten besorgen, möchte Reden (Mitgl. SO) aufnehmen; Ditfurth bittet um Nachricht über den in Berlin verurteilten Rosenfels; Karl Th. Dalberg wird wahrscheinlich Kurfürst, Ebersberg soll ihn prüfen Karl, Riedesel, Wächter, Riedesel, Ernst II. von Gotha, Ditfurth, Bleibtreu JL, DesBarres, Ferdinand, Bostell FJ, Hardenberg, Hille (Mitglied SO), Reden (SO), Johnson, Rosenfels, Dalberg CT, Ebersberg
StA Hamburg 1256 1783-04-07 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Erste MK in Mainz wurde abgehalten; CT Dalberg will beitreten; Vorbereitungen zum EB laufen gut; Ditfurth befürchtet Racheakte von Ferdinand, da er sich (mit dem EB) diesem nicht unterwerfen will; Starck schreibt über die gleiche Sache (neues System in Darmstadt) unterschiedlich an Grolman und Ditfurth; Grolman soll sich Starck gegenüber - so Ditfurth - nicht als Illuminat zu erkennen geben; sein bericht vom 27. 3. ist abgeschickt Portia, Ebersberg, Umpfenbach, Dalberg CT, Ditfurth, Rüling, Hardenberg, Ferdinand von Braunschweig, Grolmann, StarckChristian Ludwig von DarmstadtRiedesel, Sprickmann
StA Hamburg 1256 1783-04-09 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Dankt für den ersten Grad der Höheren Mysterien, der ihn "entzükt"; hat Kopien der 'Anrede' zum Rittergrad anfertigen und verteilen lassen; Widerspruch gegen die Abschaffung des Liebesmahles, das eine "die Herzen an einander kettende Ceremonie" sei; CT Dalberg schlägt einen Rat in Erfurt (Loos?) vor, will dort "Colonie" gründen; schlägt auch Ernst, Helmolt, Fritsch vor; Ebersberg wünscht Rolle im O, sobald er höhere Grade hat; Aufnahme des Mainzer Domdechanten ist problematisch, da er wie Dalberg sich um dir Erzstifte Mainz und Würzburg bewirbt; hat Nachricht von Knigge, der in Braunschweig war, "ich fürchte immer, er hat auch für einen Moyses gesorgt" Dalberg CT, Loos (?), Ernst II. von Gotha, Helmolt, Fritsch, Ebersberg, Knigge
SK05-023 1783-04-10 Knigge Hamburg Bode Weimar
StA Hamburg 1256 1783-04-12 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Ist erschrocken über den Verdacht gegen Knigge; dieser will Johann L. Bleibtreu über seine Braunschweig-Reise aufklären, wie Bleibtreu schreibt; keine Nachricht von Solms-Assenheim; A. Böhm "sehr feurig", will M. Metternichs Buch 'Gründliche Anweisung zur Redekunst' (1783) korrekturlesen; Kröber wird von Rüling ('Simon') einen Plan (?) bekommen, zudem zieht er nach Neuwied; eine Stelle in Neapel (?) sei schon besetzt; Ebersberg warnt vor der Aufnahme Wächters, dessen Wissen um den O gefährlich sein könnte, falls er nicht aufgenommen wird; Inspektoratsbericht verzögert sich durch Mieg; CT Dalberg ist durch Lesen des 3. und 4. Heftes "noch eifriger geworden"; bittet um O-Namen etc. für Niedersachsen Knigge, Bleibtreu JL, Karl, Ferdinand, Solms-Assenheim, Bühm A, Metternich M, Kröber, Rüling, Ebersberg, Wächter, Mieg, Dalberg CT
StA Hamburg 1284 1783-04-12 Seckendorf Brüssel Mieg Heidelberg Überlegte seit 10 Monaten den Beitritt, Knigges Verhalten hielt ihn ab; durch Miegs Brief sowie Gespräche mit Brüdern in Ober- und Niedersachsen nun doch beigetreten (kennt Mieg nicht perönlich) Knigge, Gages, Marquard
SK05-024 1783-04-13 Knigge Heidelberg Bode Weimar Karl und Ferdinand an Spitze des O befördern; Ditfurth als Fürstenfeind sicher dagegen; Falcke mußte als RK Inspektorat niederlegen, Stelle unbesetzt; Aufnahme von Nagant und Hinze gehört zu Rüling; Fürstenaufnahme verschweigen Karl, Ferdinand, Ditfurth, Nagant, Hinze, Rüling, Falcke
StA Hamburg 1262 1783-04-16 Bode Hamburg Knigge (?) Heidelberg Bericht von Gespräch Karl mit Friedrich Wilhelm von Preußen über den O; Loge Berlin hat O-Papiere, die gegen den O sprechen; Kaiser Joseph II ist FM und benutzt FM zu politischen Zwecken Karl, Friedrich Wilhelm, Joseph II
SK03-130 1783-04-16 Bode Weimar Knigge Heidelberg Begleitschreiben zu einem abgesandten QL; hat außer K's Brief von Nentershausen nach Braunschweig nichts erhalten; will am 22. Abreisen, nach Braunschweig, dann Weimar
SK05-024 1783-04-17 Knigge Nentershausen (?)
StA Hamburg 1256 1783-04-18 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Sendet den überfälligen Inspektoratsbericht; wünscht sich eine Silhouette von Weishaupt
StA Hamburg 1264 1783-04-19 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt sendet 'Anrede an die Ritter' zurück, die ihm besser als der übrige Rittergrad gefällt; versucht, Boulangers Werk zu bekommen; seine Hauptfrage ist, ob es eine offenbarte, positive Volksreligion gebe, oder ob Juden- und Christentum von den Menschen (aus politischen Gründen) entwickelte Lehren seien; wartet auf weitere Teile der Höheren Mysterien, in denen Weishaupt die Entstehung der Religionen erklären will; schlägt mehrere Optionen im Umgang mit Drouin vor, Weishaupt soll entscheiden; sendet Brief von Knigge an Weishaupt zurück, aus dem hervorgehe, daß Bode sich Knigges "bemeistert" habe; warnt vor Vereinigung mit der SO, die den O lähmen und spalten könnte; abschätzig über den Nutzen der Prinzen für den O; beschreibt Knigges überspannte Phantasie und Eitelkeit sowie Widersprüchlichkeit; Mieg gab Knigges Brief offensichtlich seiner Frau zum Lesen (!) Boulanger, Drouin, Knigge, Karl, Ferdinand, Miegs Ehefrau
StA Hamburg 1264 1783-04-20 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Sendet Papiere zurück; Werthes ist befreundet mit Abel und Johann W. Petersen, alle drei sind "vortrefliche O.Brüder"; wird durch Ebersberg den (abgeänderten) Priestergrad erhalten und diesen Wethes erteilen; W. mit Umarbeitung der Hefte beschäftigt; Schlosser ist fähig, aber auch stolz; 'Cowley' in Karlsruhe soll Schlosser betreuen; falls Schlosser "sich artet, wie er sollte", könne er Leitung vom Elsaß und der Schweiz übernehmen; W. erinnerte an Lektüre für die Mitglieder; Ordensbibliothek in Heidelberg hat Werke von Lessing, Knigge, Meiners, Dohm, Spittler, Erasmus, Irwing; Knigge hat W. als Exjesuiten angegriffen; Ebersberg protestierte gegen die geplante Aufnahme von Wächter; Mieg stimmt dem zu und W. soll diese Aufnahme verhindern Werthes, Abel, Petersen JW, Schlosser, Ebersberg, 'Cowley ', Lessing, Knigge, Meiners, Dohm, Spittler, Erasmus, Irwing, Wächter
NFG Weimar 1783-04-20 Thun Bode Hamburg Bode versucht in Hamburg für den O den Einstieg in den Handel mit Amerika Münter V Nr 451
SK15-366 1783-04-21 Bode Ionien Ernst II. von Gotha Gotha QL übermittelt; Einrichtung MK Weimar und Leipzig; Aufnahmen; Vollmacht für Nicolai; Goethe an MK beteiligt; Dürckheim soll Chef von Meiningen werden Helmolt, Reichard, Musaeus, Goethe, Nicolai, Schröckenstein, Bibra, Schardt, Dürckheim
StA Hamburg 1255 1783-04-21 Kolowrat-Liebensteinsky Wien Weishaupt Ingolstadt Sendet Einschluß (von wem?); W. wird Knigges Schreiben schon haben; Leitung des Ordens in Österreich ist in Verwirrung; Johann P. Cobenzls Einrichtung des Ordens bislang ohne Erfolg; hat Palffy, Banffy, Sauer aufgenommen, die mit Sonnenfels keinen Kontakt wünschen; will selbst Leitung der Ill. Dirg. übernehmen, schlägt Sonnenfels als Leiter der Ill. Mai. und Born für die Ill. Min. vor; Kressel bei den RK aus- und in den Orden eingetreten, schlägt ihn als Leiter des Wiener Direktoriums vor Knigge, Johann Cobenzl, Sonnenfels, Born, Kressel, Banffy, Palffy, Graf Sauer (?)
SK07-008 1783-04-23 Schardt Weimar Bode
SK07-269 1783-04-23 Brenckenhoff Dresden Bode Weimar
SK05-025 1783-04-24 Knigge Heidelberg Bode Weimar Berliner Loge hat 'falsche' Hefte des O + Friedrich Wilhelm könnte man vom O überzeugen Friedrich Wilhelm v. Preußen
GLA Karlsruhe 1783-04-24 Ditfurth Wetzlar Weishaupt Ingolstadt Berichtet über die Situation am Reichskammergericht: wenn der Kaiser die jetzige "Epoque" konsequent nutze, könne er die Macht und den Einfluß der Fürsten erfolgreich beschneiden (und so das Reich reformieren); sieht ansonsten nur den Ausweg, den Dienst zu beenden Albini, Joseph II, Leykam
SK03-109 1783-04-24 Zwackh München Knigge Heidelberg Weishaupt ist nicht mehr General, mischt sich nicht mehr in die Direktion ein; Provinzen voneinander unabhängig, sollen aber vierteljährlich über wichtige Ereignisse und das Personal an den Areopag berichten; Grade werden nicht mehr geändert; K. soll in Obersachsen selbst "ganz allein als General, National, oder Inspector, oder Provinzial Dirigiren"; Weishaupt ist bereit, K. auch die Inspektion von Stolberg-Roßla abzutreten; Bedingung ist, nicht von Fürsten abhängig zu sein Weishaupt, Cobenzl JL, Schröckenstein, Feder, Stolberg-Roßla,
SK05-25 1783-04-24 Knigge Nentershausen Bode Weimar
StA Hamburg 1255 1783-04-25 Kolowrat-Liebensteinsky Wien Weishaupt Ingolstadt
StA Hamburg 1256 1783-04-27 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Ebersberg will niemand mehr aufnehmen, wenn Wächter Mitglied wird; Ditfurth durch die Aufnahme der Prinzen "kleinmüthig geworden; auch Riedesel und Grolmann sind schlechter Stimmung; Knigge wird 10.3. Hessen verlassen, hat Desarres durch Bode eine Stelle beim Erbprinzen von Mecklenburg-Schwerin verschaffen können; in Weimar Koeppern und Hein Mitglieder; Willemer bittet den O in einer Erbschaftssache um Empfehlungsschreiben an den preuß. Minister Herzberg bzw. den kaiserl. Magistrat, Ditfurth und Stolberg sind gegen eine Unterstützung; geänderte Grade werden verschickt, außer in Knigges Zuständigkeitsbereich ('Lydia'); ist wegen Koblenz und Köln mit Ebersberg in Kontakt; Schmelzer ist auf Ebersbergs Betreiben zum Regenten gemacht worden; Kleuker trat mit Wendelstadt in Kontakt; der Erbgraf von Neuwied, ein unglücklicher Mensch und "ängstlicher Scrupulant" ist ungeeignet für den O, obwohl Kröber über ihn "alle Gewalt" habe; der Erbgraf von Wied-Runkel geht nach Göttingen, da er für den O geeignet ist, könnte man ihn dort anwerben; Ebersberg, Wächter, Ditfurth, Karl Ferdinand, Riedesel, Grolmann, Knigge, DesBarres, Bode, Erbprinz von Mecklenburg-Schwerin, Köppern, Hein, Willemer, Herzberg, Schmelzer, Kleuker, Wendelstadt, Kröber, Erbgraf von Neuwied, Erbgraf von Wied-Runkel, Bleibtreu JL
StA Hamburg 1256 1783-04-27 Stolberg-Roßla Neuwied Dankt für die Erteilung des 1. Grades der Höheren Mysterien
StA Hamburg 1257 1783-04-27 Kröber Neuwied Dankt für Philosophengrad; fragt nach heidnischen und jüdischen Wurzeln der jetzigen "Volks-Religion"
StA Hamburg 1264 1783-05-03 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Bittet um Anweisung, wie er sich gegenüber Drouin verhalten soll; Joachim geht nach Frankreich, fragt, ob er in Paris oder Versailles den O errichten soll; meldet Schwierigkeiten bei der Betreuung der Brüsseler Br Buquoi und Seckendorf, die durch Knigge verursacht seien; sendet Beilage von Seckendorf; fragt, ob in Brüssel weiter aufgebaut werden soll; Mieg reist 10.5. zu seiner Schwester nach Frankfurt; befremdet über die Absetzung der weltlichen Mitglieder des Geistl. Rates in München, an deren Stelle sollen Exjesuiten kommen Drouin, Joachim, Buquoi, Seckendorf, Herzog von Teschen, Knigge, Bernus
SK05-26 1783-05-04 Knigge Nentershausen Bode Weimar
StA Hamburg 1252 1783-05-06 Costanzo München Weishaupt Ingolstadt Maria Anna von Utzschneider gegen O beeinflußt, verlangt von Seeau den Austritt, da O kaiserlich gesinnt (Tauschprojekt!); Costanzo bei Hof verrufen; Westenrieder will Anti-FM-Gesellschaft einrichten; 'Cromwell' soll bei Max Joseph in Zweibrücken für Costanzos Ruf eintreten Maria Anna, Seeau, Utzschneider, Bader, Zwackh, 'Cromwell ', Westenrieder, Max Joseph (Zweibrücken, dann Kurfürst Pfalz-Bayern!)
SK05-027 1783-05-06 Knigge Heidelberg Bode Weimar O verwendet jesuitische Mittel zum Guten + System bringt selbst einen Bösewicht an der Spitze zum Guten
StA Hamburg 1264 1783-05-07 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Hofft, daß Falcke Weishaupts Papiere nicht an Knigge gegeben hat; Falcke sucht vielleicht ein neues System, "welches das ihrige entweder entkräftet oder bestätiget"; fragt nach der Identität von Arrian= Ludwig Cobenzl, der mit Knigge und "Mahomet" (welcher?) gegen Weishaupt intrigiert; bekam Brief von Zwackh, dessen Identität er nicht kennt, mit Beilage für Knigge; befürchtet, daß so durch seine Hand Briefe gegen Weishaupt gehen könnten; "Wohin philo hinaus will, mit seinen aufnahmen, planen, ideen, weis der Himmel"; sendet Beilage aus Mannheim, aus der die Anhänglichkeit der dortigen Br an Drouin hervorgeht; da die Beilage die Münchner Mitglieder angreift, sendet er sie direkt an Weishaupt, nicht über Stolberg-Roßla oder Ebersberg; Schlosser ist aufgeklärter Mann, kein Geisterseher, wird weiter von Hopf geleitet; Hopf lobt in Schreiben an Karl L. Petersen und seinem QL die Lehre des O; dankt für mitgeteilte Bücherliste; "ich wünsche Glück zur Entdeckung des Großen geheimnißes; was würde aus der welt werden, wenn dies verborgen geblieben wäre" (??); Zwackh meldet, demnächst träfen 400 Taler für Portia ein; "Der Herzog von Zweibrücken hat den bewußten auszug aus zwo briefen sehr gut und dankbar aufgenommen. wenn nur der Preußische Hof ihm mit rath und guter anleitung thätiger an die Hand ginge! es wäre nöthig und nüzlich"; Werthes reist nach Wien; Mieg wird 7. bis 23. Mai in Frankfurt sein Falcke, Knigge, Cobenzl JL, Mahomet" (welcher?), Zwackh, Drouin, Stolberg-Roßla, Ebersberg, Schlosser, Hopf, Karl L. Petersen, Portia, Werthes, Herzog von Zweibrücken (Max Joseph)
StA Hamburg 1256 1783-05-08 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt dankt für Weishaupts Silhouette; Ebersberg hat u.a. die Präfekturen Trier und Bonn (oder Köln?, Pisidia) abgetreten und bittet wegen der großen Entfernung, weitere abgeben zu dürfen, will sich auf Mainz konzentrieren; seine Aufgaben werden vorläufig von Neuwied übernommen, bis neue Präfekte gefunden sind; Karl Th. Dalberg soll nach einer "Probe-Arbeit" seinen Lebenslauf abliefern, macht er sich gut, bekommt er eigenen Wirkungskreis; 'Smyrna' arbeitet gut; Johann M. Brunner schreibt nach Baruth, Stolberg nach Niedersachsen, geänderte Materialien werden abgeschickt; Buch von Boulanger war nicht aufzutreiben, ist in Frankreich verboten, aber ein Br in Lothringen will es besorgen; Knigge jagt Geheimnissen nach; auf Ditfurth sei Verlaß, wenn er von einer Sache überzeugt sei, allerdings reagiere er auf "häuslichen Verdruß" hypochondrisch Ebersberg, Dalberg CT, Brunner JM, Brönner, Knigge, Boulanger, Ditfurth, Portia
StA Hamburg 1247 1783-05-09 Utzschneider München Savioli Wünscht, daß Savioli auf Hohenadl einwirkt, damit dieser die Vernehmung der Brüder Andrée - Verwandte des Illuminaten Andrée - übernimmt; Brief dient Hertel als Beweismittel für Utzschneiders Unredlichkeit Hohenadl, Andrée, 2 weitere Brüder Andrée, Hofstetten, Maria Anna
D 34, 1685 1783-05-10 Loge Dresden Dresden Protokoll der Loge "Zum goldenen Apfel": Warnung vor den Illuminaten, besonders Knigge; Ziele der Illuminaten: "1) die Ausrottung des Unglaubens u. Aberglaubens. 2) Die Zernichtung des Despotismus der Fürsten."; nennt Mitglieder des Dresdener RK-Zirkels mit Klar- und Ordensnamen sowie weitere Mitglieder der Loge Knigge, Rosenkreuzer in Dresden 4
SK07-181 1783-05-10 Wehmeyer Gotha Bode Weimar ebd.
StA Hamburg 1258 1783-05-10 Dalberg CT Erfurt Ebersberg Mainz D's Erklärung gegenüber Ebersberg bezüglich des Ordens; ist mit Plan und Einrichtung des Ordens einverstanden, möchte bei Eintritt die Oberen genannt haben
StA Hamburg 1264 1783-05-12 Hopf Karlsruhe Meiners oder Karl Petersen (Speyer) Göttingen Fand Nachricht von Schlossers Aufnahme 'interessant', bedauert, dies beim letzten Besuch nicht gewußt zu haben; bei Gründung des O im Badischen auf Schlosser Rücksicht nehmen und ihn in den O einbinden, kann dann als aufgeklärter Mann "mit mehr Vortheil in die bürgerliche Verfassung" einwirken Schlosser
SK03-122 1783-05-12 Bode Weimar Knigge Heidelberg Bode zurück aus Hamburg + Protektion für den Maler Fiorello in Gotha durch Bode Ernst II. von Gotha, Fiorello
SK04-027 1783-05-12 Dörrien Leipzig Bode Weimar Dankt für übermachte Papiere zum Orden, mit dem er sich zufrieden zeigt; sendet sein sowie QL des von ihm geführten Sahrer Sahrer, Bussche
SK05-166 1783-05-12 Löwenstern Roda Bode Weimar
SBB-PK Berlin, NL Nicolai 1783-05-13 Bode Weimar Nicolai Berlin Bodes Brief überbringt Bertuch + Nicolai soll Weimar besuchen + Frage nach Leuchsenring und RK in Berlin + Bode empfiehlt O-System Bertuch, Herder, Leuchsenring 1
StA Hamburg 1255 1783-05-14 Kolowrat-Liebensteinsky Wien Weishaupt Ingolstadt Neuorganisation der österr. FM nach Wilhelmsbad: Gründung einer Nationalgroßloge ist zu erwarten als eigenständige Provinz mit eigenem Heermeister (!); man will die Rituale von Wilhelmsbad übernehmen, Zinnendorfer, die alle RK seien, sollen sich anders organisieren oder sich "metamorphisiren"; Böhmen soll nicht von Österr., sondern weiterhin von Braunschweig abhängen (auch Prager RK sind von 'Niedersachsen' bzw. Dresden abhängig); will sich mit Born beraten, hat auch Ludwig Cobenzl geschrieben, der ihm mehr als Sonnenfels vertraut; bekam den Priestergrad ("Anrede"); Ditfurth durch sein Vorgehen in Wilhelmsbad dem System geschadet; ist in Paris den Elus Coens beigetreten, wurde durch Duchanteau in dessen Theosophie eingeweiht, die keinen Gehalt habe; wartet auf Antwort von Kolborn; wünscht Leitungsfunktion für Gemmingen in Wien Born, Cobenzl JL, Ditfurth, Sonnenfels, Wundt, Karl von Hessen, Waldenfels, Duchanteau, Kolborn, Gemmingen
StA Hamburg 1256 1783-05-16 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Eintritt von Karl, Karl August, Ernst, nun gelte es, "den verderblichen Folgen solcher Übereilungen entgegen" zu arbeiten; Knigge schickte versehentlich den Bericht für Obersachsen an Stolberg, der diese Provinz bis dato nicht einmal kannte; Karl Th. Dalberg fragte nach den Oberen des O und hat Zweifel geäußert, die Stolberg gehoben hat Karl, Karl August, Ernst II. von Gotha, Dalberg CT
StA Hamburg 1264 1783-05-17 Mieg Frankfurt a.M. Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 7.5. und weiters Schreiben Weishaupts; Mieg ist in Frankfurt; befürwortet Weishaupts Pläne: "Größe des Plans, Güte der Mittel, delicatesse in der Auswahl der glieder, rücksicht auf den inneren werth der brüder, und unumänderliche umstände der zeit fesseln <mithin> ganz an denen Maßregeln, welche Sie, mein bester! wählen und einschlagen."; wird folgende Woche den Streit mit Drouin schlichten, dessen Unschuld aus der "deduction seiner untergebenen" hervorgeht; wahrscheinlich hat der oft unvorsichtige Costanzo in Berlin die Existenz des O und dessen erste Hefte aufgedeckt; Joachim noch zu jung für weitere Grade bzw. für Ausarbeitung eines Planes für Frankreich (!!!); Mieg wie Weishaupt gegen übereilte Erweiterung des O, deswegen läßt er Pläne bezüglich Frankreich ruhen; Knigge mißbraucht seine Kenntnisse vom O im eigenen Sinn; Fürsten wie Friedrich von Homburg, Karl von Hessen werden FM mit O vermischen und so "unsere guten anstalten verwirren", wodurch Knigge sich selbst am meisten schaden wird; Knigge war Montag bei Mieg, Mieg äußerte seine Zweifel an den fürstl. Acquisitionen; fragte Knigge nach der FM in Berlin, Knigge berichtete vom Gespräch Karl von Hessen mit Friedrich Wilhelm von Preußen, "und war darüber ganz gelassen. Was soll man bei der Lage der Sachen mit ihm anfangen?"; Knigge in Miegs Bereich als O-Mitglied bekannt, muß ihn zu den Versammlungen einladen; Knigge hat in Frankfurt "gar zu viel heterogene Leüte aufgenommen, bald mit diesen, bald mit ienen angebunden, im ewigen Streit mit den Brüdern gelebt, die alte aufgenommene verlassen, die neu aufgenommene nicht befriediget, und ist daher ein Stein des Anstoßes geworden."; übernimmt Hetzler die Frankfurter Leitung, wird es besser; wird Kontakt mit Alexander Seckendorf aufnehmen, um den O dort zu ordnen; Mieg wird Provinzial der Österr. Niederland, bis dort alles eingerichtet ist; bittet dafür um O-Geographie; liest gerade Helvetius; hat mehrere Briefe von Zwackh an Knigge und v. v. geleitet, ohne Inhalt zu kennen, hat diese Briefe auch nicht (unerlaubt) geöffnet; lobt Werthes; sendet Beilagen von Bode und Knigge zurück, Weishaupt soll diesbezüglich entscheiden; kennt Friedrich Wilhelm von Preußen persönlich, würde ihn gerne von der Redlichkeit des O überzeugen, aber nur schriftlich, da er keine Mittel zum Reisen hat; bittet um Anweisungen bezüglich des Gespräches von Karl von Hessen mit Friedrich Wilhelm; fragt nach Knigges momentaner Position im O: "ist Er provinzial? praefect? inspector? oder nichts?"; fragt, wie er Knigge ohne Streitereien und ohne öffentliches Bekanntwerden umgehen kann; Frankfurt wird unter Hetzlers Führung fortschreiten, dieser soll alle Br versammeln, 2 MK mit Schmerber und Peter K. Müller als Chefs anlegen, Schreiben oder Vorschläge von Ditfurth sollen nur durch Hetzlers Hände gehen; niemand außer Hetzler soll in Hanau, Fulda, Frankfurt in O-Sachen wirken bzw. verantwortlich sein; niemand soll ohne Tabellen und Zustimmung der Oberen mehr aufgenommen werden, man muß insgesamt mehr Vorsicht beachten Drouin, Costanzo, Joachim, Friedrich von Homburg, Karl von Hessen, Friedrich Wilhelm von Preußen, Hetzler, Alexander Seckendorf, Helvetius, Zwackh, Werthes, Bode, Schmerber, Peter K. Müller,
SBB-PK Berlin, NL Nicolai 1783-05-20 Bode Weimar Nicolai Berlin Bode kündigt Besuch in Leipzig an; will mit N. Plan gegen 'Dummheit' entwerfen; Nicolai bemerkt dazu: "Guter B! quelle belle chimere" Bohn 1
Archiv Leonhardi 1783-05-20 Riedesel Wetzlar Leonhardi Frankfurt a.M. Empfiehlt Jaegen (?), der nach Holland und von dort nach Indien will Jaegen 2 Q
StA Hamburg 1256 1783-05-21 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Sieht seine Befürchtungen bezüglich Knigges bestätigt; befürchtet den Beitritt aller Fürsten Deutschlands, "denn Philo fühlt es, daß er nicht mehr uns, sondern wir ihn nöthig haben"; Knigge kennt zwar die höheren Grade nicht, aber kennt den Endzweck des O und dadurch kennt auch Karl ihn; schlägt generelles Verbot der Aufnahme von "Großen" = Fürsten vor; "Aarons Aufnahme und schnelle Beförderung ist ein harter Streich"; es fragt sich, wie vertraut Knigge mit Geschichte und Struktur des O ist und was er davon Karl mitteilte; Knigge ist "wie ein voller Topf, worin man unten ein Loch sticht, er läuft aus, bis kein Tropfen mehr darin ist"; zunächst müsse man aber Karl mit Liebe und Freude begegnen, ihm "Bonbons" geben, um Zeit zu gewinnen; Mieg soll versuchen, von Knigge zu erfahren, was er Karl mitgeteilt bzw. versprochen hat, noch besser wäre es, auf Karl direkt einen Mann anzusetzen, um ihn auszuforschen; Frage dabei ist Karls Motiv für den Beitritt; rät von "Dissolvirung" des O ab, da gerade Karl ein geheimes Fortwirken erfahren dürfte; eine Veröffentlichung des (alten) Regentengrades würde zur Verfolgung des O führen; Karls Eitelkeit könne man durch eine Position im O befriedigen, und dann versuchen, ihn vom O abhägig zu machen; seinen im O Untergebenen solle man dann höhere Grade als Karl selbst geben, um ihn "bei einer dirigirenden Stelle unschädlich zu machen"; Ditfurth und Riedesel in diesen Vorgang einweihen und im O befördern, damit sie bei der Sache bleiben; Priester- und Regentengrad könnte man evtl. gegenüber als unechte Produkte Knigges ausgeben; Bode als Vertrauter der Prinzen könnte mäßigend auf diese wirken; Wendelstadt und andere werden Knigge für die Aufnahme Karls loben und so versuchen, Näheres zu erfahren; dankt für Erläuterung des Philosophengrades; Johann L. Bleibtreu wird den Grad studieren und sein QL darüber schreiben; aus Wien verlautet, Joseph II sei mehr an Bayern als an der Türkei interessiert; verspricht "Vorsicht gegen Philo" Johann K. Lavater, , Karl, Ditfurth, Riedesel, Bode, Wendelstadt, Bleibtreu JL, Kröber, Joseph II
StA Hamburg 1253 1783-05-22 Starhemberg Eichstätt Weishaupt Ingolstadt S war in Ingolstadt, weiß nun, daß W Stifter des Ordens ist; wundert sich, daß Mieg offenbar an W vorbei eine Neuredaktion der Ordenshefte plant; über Schröckenstein; Cobenzl wünscht Neuanfang in Wien mit Born gegen Sonnenfels; erwartet Besuch von W mit Fronhofer Mieg, Cobenzl JL, Born, Sonnenfels, Fronhofer
SK07-270 1783-05-22 Brenckenhoff Dresden Bode Weimar
StA Hamburg 1256 1783-05-25 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Hat Ditfurths durch die Aufnahme der Prinzen erlahmten Eifer wieder anstacheln können; "Ich beharre der theuersten Obern ewig treuer - auch nach der Erscheinung der Prinzen im Unglücke eifriger und unverzagter Valerius" - so Ditfurth; dadurch bleiben Riedesel und Grolmann im O; will versuchen, Ditfurth bei seinem angekündigten Besuch "ewig an den O. zuknüpfen"; bittet um die Genehmigung, ihm den ersten Grad der höheren Myterien zu erteilen; auch Riedesel wird ihn besuchen; kündigt 3 Provinzialberichte an Ditfurth, Karl, Ferdinand, Riedesel
Bode an Nicolai, 14.8.83, SBB-PK Berlin, NL Nicolai 1783-05-25 Bode Nicolai Bode äußert Zweifel am O 3 Q
SK01-259 1783-05-25 Dalberg CT Erfurt Bode Weimar
StA Hamburg 1264 1783-05-26 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 5.5.; ist am 24. aus Frankfurt, Mainz, Worms und Mannheim zurückgekommen; Stolberg-Roßla und Wendelstadt haben geschrieben, zustimmend zu den Mysterien; Falcke "wanket", möchte mehr "über die Grenzlinie zwischen Christusreligion und Volkslehre" erfahren; Kleukers Aussagen über Regentengrad haben Miegs Unzufriedenheit mit ihm gehoben; Ebersberg sieht im Regentengrad "gar zu viel Jesuitengriffe"; Mieg gegen Zeremonien im O; erwartet Knigge, dem er nicht traut;zufrieden mit Hetzler, Ebersberg und Friedrich von Homburg; Starck ist ein "Heuchler, feiner Jesuit in der Maurerey"; Schwierigkeiten beim Kauf von Boulanger; Karl Th. Dalberg ist "vortreffliche Acquisition"; schlägt Friedrich Salzmann vor und will ihn durch Hetzler zum Chef in Straßburg machen; findet Übereinstimmung zwischen 1. Heft der Großen Mysterien und dem Buch "Versuch einer Anleitung zur Sittenlehre" Stolberg-Roßla, Wendelstadt, Falcke, Kleuker, Knigge, Afsprung, Hoffstadt, Hetzler, Ebersberg, Friedrich von Homburg, Starck, Boulanger, Dalberg CT, Salzmann F, Irving
SK07-108 1783-05-28 Stolberg-Roßla Neuwied Ernst II. von Gotha Gotha Bode wurde Provinzial, Ernst Inspektor; keine Aufnahme von Friedrich Wilhelm Bode, Karl, Friedrich Wilhelm
StA Hamburg 1264 1783-05-30 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 24.5.; billigt Weishaupts Plan bezüglich Knigge: man soll ihm große Provinz geben, worin er sich "nach Herzenslust herumtummeln" kann, dann habe man Ruhe vor ihm; da Knigge schon bis nach Ober- und Niedersachsen arbeitet und von dort Nachrichten bekommt, wird er sich geschmeichelt sehen und vor allem genug zu tun haben; Stolberg-Roßla soll statt seiner die Leitung Knigges übernehmen; Knigge weiß vermutlich nichts vom direkten Kontakt Mieg-Weishaupt; Knigge gab ihm Brief Rülings, was er wohl nicht getan hätte, wüßte er von dieser Verbindung; Falcke ist nicht mehr Inspektor, Rüling kennt Funktion von 'Spartacus' nicht, ist gegen das 'Prinzensystem', da dadurch Despotismus im O drohe; Knigge gab ihm Brief von Brenckenhoff, der meldet, die FM in Dresden "eiferten" gegen den O; der Dresdner MvS Petermann, zugleich Gold- und Rosenkreuzer, hielt Logenrede gegen den O und namentlich Knigge; Mieg kritisiert bei Knigge Karl von Hessens okkulte Neigungen; schätzt Friedrich von Homburg; Knigge betrachtet die "Confoederation" immer noch als sein Werk; Knigge fehlt Festigkeit selbst bei Kleinigkeiten; Weishaupt soll nicht vorspiegeln, er zöge sich zurück, da Knigge dies nie glauben würde; grüßt Georg Dobel; "Vespasianus wird willkommen seyn"; sendet Auszug eines Briefes von Hopf an Meiners (oder Petersen? - Belisaire - wahrscheinlich Petersen) über Aufnahme etc. von Schlosser (siehe Hopf an Schlosser, 12.05.83); fragt, an wen man Schlosser verweisen solle; kann Weishaupts Auftrag, für Franz Hompesch am Zweibrücker Hof zu wirken, schlecht erfüllen, da Hompesch als arbeitsscheu bekannt ist und zudem die künftige Regierungsmannschaft für München schon feststeht: Obermaier, Lory, Leyden Knigge, Stolberg-Roßla, Rüling, Falcke, Brenckenhoff, Petermann, Karl, Friedrich von Homburg, Georg Dobel, Vespasianus" (welcher?), Hopf, Belisaire" (welcher? wohl Petersen, da Speyer näher an Karlsruhe als Göttingen), Franz Hompesch, Obermaier, Lory, Leyden
SK06-185 1783-05-31 Petersen CL Speyer Bode Weimar
StA Hamburg 1256 1783-06-01 Ditfurth Wetzlar Stolberg-Roßla Neuwied Logen in Hamburg, Wismar, Bremen schließen sich dem Ekl. Bund nicht an, setzen auch die Beschlüsse von Wilhelmsbad nicht um, sondern arbeiten nach dem alten Hamburger Ritual von 1737; wollen aber weiter Ferdinand als Großmeister anerkennen; ein Auseinanderfallen der Hamburger mit Karl und Ferdinand würde den Weg für die Gründung Ekl. Logen in Hannover, Braunschweig und Wolfenbüttel, im Kernland der SO, freimachen und den "Tod" der SO beschleunigen; mit Dressers Beitritt zum O können die Hamburger Logen gewonnen werden, dieser gelte mehr als Bode; Riedesel schlägt Klinckowström in Wismar vor; Gottlieb Münter und Alberti in Hannover sind von der Großen Landesloge ausgeschlossen worden, wollen mit anderen Zinnendorfern neue Loge (Sirius) gründen, wobei auch Rüling teilnimmt; Knigge soll kein Material mehr erhalten, man müsse ihn für den O "unschädlich" machen; Grade müssen geändert, Große Mysterien ersetzt werden; dann nur einem "gar kleinen Häuflein" austeilen Karl, Ferdinand, Dresser, Bode, Riedesel, Klinckowström, Münter G, Alberti, Rüling, Knigge
SK05-148 1783-06-01 Leuchsenring Leipzig Bode Weimar
StA Hamburg 1260 1783-06-06 Knigge Heidelberg Dobel (?) Knigge arbeitete gegen Despotismus der Fürsten in der FM; Weishaupt "jesuitisiert"; hat Treffen vorgeschlagen zur Beratung über O; Weishaupts Despotismus gefährlicher als der der SO; Costanzos Ungeschick verriet O dem Berliner Hof; K hat bessere Leute aufgenommen als Weishaupt; Weishaupt hat keine Übersicht, ist voll von Vorurteilen; positiv über Stolberg und Ernst; Ditfurth ist Weishaupts Orakel Weishaupt, Costanzo, Friedrich Wilhelm, Massenhausen, Behmen, Mieg, Stolberg, Ernst II. von Gotha, Ditfurth
StA Hamburg 1256 1783-06-06 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Hat 2 Briefe an Knigge geschickt und wartet nun auf Nachricht; wünscht "unter der Masque einer angenommenen Zufriedenheit" eine neue Verbindung mit Knigge, um den Zusammenbruch des O zu verhindern; dazu müsse man Karl zum "Mitregenten" machen, er lasse sich nicht einfach abspeisen; Weishaupt hat dies in seinem letzten Brief bestätigt; möchte nicht an Karl und besonders an Knigge schreiben, der nicht wissen darf, wie weit er (S-R) Bescheid wisse, da er sonst das ganze Gebäude "seinen Vertauten, und wie groß ist deren Anzahl!" verraten könne; vermutet Eifersüchteleien seitens Knigges bezüglich der Aufträge an Karl, da er selbst (S-R) "im O. so neu" sei; Weishaupt solle sich selbst mit Knigge in Verbindung setzen; fragt nach dem profanen Namen von "Herostratus", der zusammen mit Knigge Karl aufgenommen hat; Tritschler bittet um (O-) Adressen in Österreich; Ditfurth bittet um Muster eines Logenpatents aus München, damit "Gleichförmigkeit herrsche"; Patente aus Wetzlar seien ungeeignet, da auf die SO gemünzt; Karl Th. Dalberg hat seinen Eid eingeschickt; DesBarres war in Schwerin und in Gotha bei Ernst, Lühe und Bode, wird entweder Hofmeister in Hannover oder Reisebegleiter von Solms-Assenheim; Dubick lebt in Paris und möchte dort für den O wirken; Gottlieb F. Münter will neue (FM-) Loge einrichten; Peter Löwenich ist geschäftlich in Italien und fragt nach maurerischen bzw. illuminatischen Adressen dort; Ditfurth meldet, Ompteda möchte mit Gottlieb F. Münter in Kontakt treten; Joachim geht evtl. nach Versailles und möchte dort für den O wirken; hat am Trierer Hof den Wiener Staatskanzleirat Lerchenheim kennengelernt und fragt, ob dieser "Muhamed" sei (nein, bisher unbekannt) Knigge, Karl, Tritschler, Ditfurth, Dalberg CT, DesBarres, Ernst II. von Gotha, Bode, Lühe, Dubick, Münter GF, Peter Löwenich, Ignazio Festori, Ompteda, Joachim, Lerchenheim
StA Hamburg 1256 1783-06-07 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Karl wird entweder äußerst negativ oder äußerst positiv eingeschätzt; wenn Riedesel Wächter, der Einfluß auf Karl hat, aufnimmt und Falckes Schilderung zutrifft, wird Karls Beitritt vielleicht doch nützlich sein; Riedesel hat von Stolberg Erlaubnis zur Aufnahme Wächters; will Ditfurth u.a. "für ihr ganzes Leben an den O. anhänglich" machen; beklagt die ihm weitgehend "fehlende Kenntniß der politischen Lage des O."; hat von Rüling Personalia und Geographie von Niedersachsen bekommen, beide bitte um neue O-Namen; bittet um Empfehlungen für Ompteda in Regensburg; wird Briefe Ditfurths in Kopie schicken Karl, Falcke, Riedesel, Wächter, Ditfurth, Rüling, Ompteda
StA Hamburg 1264 1783-06-09 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Zitiert Lessing; hat noch nicht mit Knigge über dessen Trennung von Weishaupt gesprochen, die er selbst als Sieg empfindet; gab ihm Brief von Dobel, aber nicht dessen Beilage bzw. Aufsatz; befürwortet Weishaupts Plan, Knigge durch Stolberg-Roßla zu führen - so "kan man ihn hinleiten, wohin man will"; Knigge vertraut ihm und gibt ihm Post zum Lesen, hört auf sein Urteil; will Nicolai fragen, ob Irwing Verfasser des "Versuchs der Moral" ist; erwartet Weishaupts "Rede wider die Schrecken des Todes"; vergleicht Weishaupts (Schreib-)Stil mit Demosthenes; Wächter hat zwar Einfluß auf Karl von Hessen, dieser hängt aber an Bode und wird sich unter dessen Leitung nach den Vorschriften des O verhalten; hält große Stücke auf Bode; falls Wächter mit Jesuiten "im engsten Bündnis stehet", ist dies gefährlich für den O; hat in Mainz nur Karl. Th. Dalberg getroffen; zweifelt, ob die Mainzer den Geist des O verstanden haben, "doch mit Gedult wird er wohl siegen"; hatte Besuch von Hopf, dem er Schlossers Tabellen übergeben hat, möchte Hopf bald befördern; fragt nach Gemmingen in Wien; wird wegen Salzmann an Stolberg-Roßla schreiben Lessing, Knigge, Dobel, Stolberg-Roßla, Irwing, Friedrich Nicolai, Karl, Wächter, Bode, Karl. Th. Dalberg, Hopf, Schlosser, Gemmingen
SK07-224 1783-06-11 Weishaupt Ingolstadt Bode Weimar
SK03-131 1783-06-12 Bode Weimar Knigge Heidelberg Antwort auf 6. 6.(mit Anhang von Stolberg); Protektion für DesBarres durch Bode und Lühe; wünscht, Änderungen der Grade sofort mitgeteilt zu erhalten; nimmt das Provinzialamt an; Karl sollte nach B's Meinung Inspektor für Ober- und Niedersachsen werden; Dalberg kann als Katholik keine protestantischen Provinzen leiten; will MK in Weimar, Gotha, Jena, Rudolstadt einrichten; Friedrich Wilhelm soll nicht aufgenommen werden; Kritik an einigen Stellen der Hefte; bekam Brief von Weishaupt; hat Vorschläge zur Ordenseinrichtung an Wundt geschickt Des Barres, Lühe, Karl, Dalberg, Hardenberg, Thurn und Taxis, Ernst II. von Gotha, Friedrich Wilhelm, Weishaupt
StA Hamburg 1256 1783-06-16 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Knigge schreibt, er habe Karl "die Hände gebunden"; Knigge hat Weishaupt eine Zusammenkunft vorgeschlagen, was Stolberg begrüßt; schlägt statt Karl Marschall als Inspektor für Ober- und Niedersachsen vor; legt Brief von Ditfurth bei; Ebersberg wünscht, daß Stolberg die Führung von Karl Th. Dalberg und auch sein Provinzialamt übernehme; Stolberg mußte Ditfurth davon überzeugen, daß Knigge kein Oberer sei; Ditfurth vermutet hinter den Kulissen "Kaunize und ihnen ähnliche Männer"; Kröber wird auf einer Reise nach Straßburg Knigge und Mieg treffen Knigge, Friedrich von Homburg, Solms-Assenheim; Karl, Marschall, Ditfurth, Ebersberg, Dalberg CT, Mieg, Schmelzer, Kröber, Kaunitz, Mieg
LB Kassel 1783-06-18 Mauvillon Kassel Goeckingk Ellrich Bietet an, "durch eine gewiße Verbindung" G's Journal zu unterstützen 2
SK05-200 1783-06-19 Lühe Gotha Bode Weimar
StA Hamburg 1264 1783-06-20 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 12. und 13.6.; sendet Heft 'über den Ursprung des Bösen' zurück, stimmt damit ganz überein; kritisiert Steinbarts 'System der Glückseligkeitslehre', falls er aber charakterlich einwandfrei ist, will er ihn für den O zu gewinnen suchen; erwähnt weitere Schriften: Versuch der Sittenlehre, Rezension davon in Winkopps Bibliothek für Denker und Männer; Zollikofers 'Über die Würde des Menschen' enthält Gedanken, die aus dem O-System stammen könnten; Zollikofer wird ihn demnächst besuchen, wie soll er sich verhalten?; wird versuchen, ihn über Steinbart auszufragen; wird Stolberg-Roßla "morgen" 2. Mysterienklasse zuschicken; Afsprung lebt in seinen eigenen Gedanken, wird sich nicht eng an den O anschließen, will ihn aber befördern; Hopf, Karl Petersen, Hutten sind dem O ergeben, werden monatlich befördert; seine Lektüre der 'Antiquites devoiles' verheimlicht er gegenüber Knigge; hatte Besuch von Karl Wilhelm Hilchenbach aus Wien; Treffen Knigge, Mieg, Hilchenbach, Roedinger, Afsprung; Knigge zeigte Brief von Bode, der über Knigge an Weishaupt schreiben wolle; Bode wünscht Knigge als Inspektor für Ober- und Niedersachsen, Knigge lehnt dies mit Hinweis auf Streit mit Weishaupt ab, Mieg stellte sich dabei unwissend Steinbart, Winkopp, Zollikofer, Stolberg-Roßla, Afsprung, Knigge, Hilchenbach, Roedinger, Bode
StA Hamburg 1253 1783-06-20 Starhemberg Eichstätt Weishaupt Ingolstadt Hat sich den Namen "Leonidas" gegeben; sendet Brief von Mieg zurück; wird W kommenden Freitag besuchen Mieg, Cobenzl JL
StA Hamburg 1262 [2] 1783-06-21 Bode Weimar Weishaupt Ingolstadt Bode ist bereits Regent; warnt vor zu schneller Verbreitung des Ordens; schlägt vor, FM aufzunehmen, da bei diesen bereits Corpsgeist vorhanden sei: O erhält Material der SO; Karl will O-Obere kennenlernen; Weishaupt gegen, B. für Fürsten im O; O soll gegen Alchemie etc. kämpfen; B. verlangt statt eines (einzigen) Nationaloberen eine Nationaldirektion des ganzen O Karl, Knigge, Ferdinand
SK07-182 1783-06-22 Wehmeyer Gotha Bode Weimar ebd.
Bode an Leuchsenring, 04.07.83, Krakau 1783-06-24 Bode Lühe Bode bei Lühe und Ernst in Gotha + Gespräch über Leuchsenring Ernst II. von Gotha, Leuchsenring 4 Q
SK04-028 1783-06-25 Dörrien Leipzig Bode Weimar Dörrien meldet Beitritt von Blankenburg Blankenburg
Kloß. Annalen 204 1783-06-25 Brönner Frankfurt a.M. Stolberg-Roßla Neuwied Brönner hatte in der Provinzialloge vorgeschlagen, eine einheitliche Beitritts- bzw. Vereinigungsakte für den Ekl. Bund auszufertigen; Costanzo bat um Aufnhame der Loge "Theodor" in München; angesichts der Schwierigkeiten des Ordens in Bayern erteilte man ihr am 1. Juli das Patent, wovon nur Hetzler, Schmerber, Küstner wissen Costanzo, Hetzler, Schmerber, Küstner 2
StA Hamburg 1262 1783-06-27 Bode Weimar Knigge (?) Heidelberg B. sendet Brief an Weishaupt offen mit, gleichen Brief an Ernst, Karl, Ferdinand; Falcke nicht mehr Inspektor; B. will Bremen, Hamburg, Holstein bearbeiten; Hinze, Nagant, Christian Stolberg für O vorgeschlagen, Karl als Chef für Holstein vorgeschlagen, aber dennoch keine Fürsten in O-Leitung nehmen; wichtig ist Verhältnis Protestanten-Katholiken im O; für Stelle als Provinzial verlangt B. weiteres Material Karl, Ferdinand, Ernst II. von Gotha, Weishaupt, Christian Stolberg, Karl von Mecklenburg, Falcke, Rüling, Hinze, Nagant, Wundt, Stolberg
SK07-271 1783-06-27 Brenckenhoff Dresden Bode Weimar
StA Hamburg 1256 1783-06-28 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Antwort auf Brief von W.; lehnt Weishaupts Vorschlag wegen der Provinzialen ab, da einige der vorgesehenen Männer unfähig zur Führung des Amtes seien; es müse weiterhin möglich sein, sich auf höhere Obere zu berufen, da es sonst an "Reiz" und Autorität fehle; daß Stolberg über den Provinzialen stehe und der Ordenssitz in Bayern sei, sei weithin bekannt; klagt erneut über Knigges Hast: nur 50 Leute hätten aufgenommen werden dürfen, "kein Trupp unnüzer Leute"; erwartet Ditfurth am 30.6.; dieser hält Marschall für "bornirt und sehr hochmüthig"; Gegenvostellung Hardenberg; Frage, ob die Berliner Filiale etwas für Willemer unternehmen könne Ditfurth, Knigge, Willemer, Hardenberg, Karl, Kröber
LeForestier 396; Agethen 205 1783-07-01 Weimar Bode nimmt Herder in den O auf Bode, Herder Münter V Nr 41
LB Speyer 1783-07-01 Schwanckhardt Speyer (?) Petersen CL Speyer 5
StA Hamburg 1264 1783-07-02 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Knigge hat von seinem Streit mit Weishaupt berichtet, seine Übereilungen zugegeben, Briefe von Weishaupt gezeigt, über dessen "Kälte und Mistrauen" geklagt, seinen geplanten Konvent erwähnt sowie Weishaupts Urteil darüber - Mieg ließ sich nicht anmerken, über alles Bescheid zu wissen; hat dabei seine mit Weishaupts identische Meinung geäußert; Konvent ist nutzlos, da u.a. nicht geheimzuhalten; jeder soll in seinem Kreis wirken, falls der "Vorstand warm ist, Kopf hat, festen und unerschütterlichen Sinn hat", wird der O Erfolg haben; hat Bodes Briefe an Knigge und Weishaupt gelesen; Bode durch die FM sozusagen verdorben, will sich aber an Weishaupt anschließen und ihm folgen; ist durch "Fürstenbissen" verdorben,"kann durch philosophische Abführmittel völlig genesen"; Ernst von Gotha ist laut Bodes Brief mit Weishaupts Schreiben völlig zufrieden, "ie gerader Sie mit diesem umgehen, desto mehr gewinnet der O"; Bode beklagt Weishaupts Schrift, Mieg meint, er solle also lateinische Schrift verwenden; Knigge wird nicht nach Heilbronn reisen; Hopf hat noch keine Antwort von Schlosser, möglicherweise hat sich Schlosser nach Wien gewendet Knigge, Bode, Ernst II. von Gotha, Hopf, Schlosser
SK04-141 1783-07-03 Falcke Hannover Koppe Göttingen Starck und Klerikat Starck
SK05-028 1783-07-03 Knigge Heidelberg Bode Weimar O-System + 3. Klasse sind 'Mysterien' + O gegen Despotismus + Aufklärung statt Revolution Dörrien
Krakau 1783-07-04 Bode Weimar Leuchsenring Vermittlung von Kontakten für Leuchsenring: Lühe, Ernst, Karl August, Goethe, Friedrich v. Homburg Lühe, Ernst II. von Gotha, Friedrich v. Homburg, Nicolai, Karl August, Goethe 1
SK06-286 1783-07-04 Rüling Gesrdorf Bode Weimar
StA Hamburg 1264 1783-07-05 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Hat durch Hopf endlich Nachricht von Schlosser; hält viel von diesem, er könnte später die Schweiz bearbeiten; Schlosser schreibt seinen Aufsatz über den älteren Dionysius, möchte für den O einen Plan zur Untersuchung philosophischer Grundsätze ausarbeiten; Schlosser sendet 27.06. sein QL Hopf, Schlosser
StA Hamburg 1253 1783-07-05 Starhemberg Eichstätt Weishaupt Ingolstadt Lobt Garves Anmerkungen zu Cicero; arbeitet mit Gerstner nach dem neuen System; erwähnt "Berengarius"; Born schrieb an Cobenzl, daß die Wiener Illuminaten die Arbeiten eingestellt hätten; empfiehlt, Cobenzls Aktivitäten in Wien, wohin dieser bald reisen wird, zu "sondiren"; ist auch gegenüber Schröckenstein mißtrauisch; Gefahr der Errichtung eines "Statum in Statu des O."; Rüling ist (wobei?) ausgewichen; überlegt, diesem den Priestergrad zu verleihen, den ihm Schröckenstein nicht geben wird Garve, Cicero, Gerstner, 'Berengarius ', Born, Cobenzl JL, Schröckenstein, Rüling
SK04-152 1783-07-06 Feder Göttingen Bode Weimar
SK05-054 1783-07-07 Knigge Heidelberg Bode Weimar Bode wurde Provinzial
SK07-227 1783-07-07 Weishaupt Ingolstadt Bode Weimar
StA Hamburg 1276 1783-07-07 Falcke Hannover Weishaupt Ingolstadt
StA Hamburg 1256 1783-07-10 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Weishaupt bezeichnete seinen letzten Brief als "weinerlich", dies weist er als Mißverständnis zurück, da er nicht mutlos sei; kritisierte die Aufnahme der Prinzen und den Plan zur Unabhängigkeit der Provinzen, auch Weishaupt hatte gemeint, eine solche Unabhängigkeit führe zur Sprengung des Ordens; fordert nun "genaueste<n> Zusammenhang und Subordination"; daß keine Nachricht aus seinen Provinzen kam, rührt aus der Abwesenheit von Ditfurth, dem Abgang von Ebersberg und der Trägheit von Rüling; nun Antwort auf Fragen Weishaupts: ist nicht Mitglied geworden, um sich zu amüsieren, "die Güte der Sache reizte mich, die Vorstellung der Folgen für die Menschheit"; seine Untergebenen seien durch die Aufnahme der Prinzen in "melancholischer Stimmung", da sie Verfolgungen befürchten, man solle ihnen also nicht solche Fragen stellen; verbürgt sich für Ditfurth und Wendelstadt; verlangt für die Leitung von Macendonia=Kurrhein einen Mann, "von dem man Unterwürfigkeit erwarten kann"; hat keine Nachricht von Knigge über die Besetzung der 3. Inspektion, wird ihn fragen, ob er bei Hardenberg angefragt habe; will bei Besetzung von Stellen "tapfere Seelen dazu aussuchen", die jetzigen Leute hat er schon vorgefunden; hat gegenüber seinen Untergebenen nie "irgendeine Schwäche des O. verrathen. Um dies zuthun, wird ein gänzlicher Mangel von Menschen-Kentniß und Directions-Geist erfodert"; dankt für 2. Grad der höheren Mysterien; berichtet aus seinen Provinzen: Ditfurth war bis 10 Tage bis 8.7. bei ihm, "sein Mißmuth ist gehoben", willigt in die Aufnahme der Prinzen ein, wird an Karl von Hessen schreiben, will ihn unter seine Führung nehmen, ist bereit, Inspektor zu werden und Riedesel oder Grolmann als Vicarius nehmen; lobt Ditfurth, "mit diesem wakren und thätigen Mann ist alles anzufangen"; Ditfurth lobt Grolmann und tadelt Riedesels Anhänglichkeit an Religion, die aber nur Ditfurths "Ausfälle" dämpfen wolle; Ditfurth mit Knigge "äußerst unzufrieden", bezeichnet ihn als Lügner, da er vorgegeben habe, der Orden sei im Besitz aller maurerischen Systeme - Gottlieb F. Münter wollte von ihm die Zinnendorfer Grade, "und er weiß nicht, was er ihm antworten solle"; weiters habe Knigge schwache Leute aufgenommen, "über deren Köpfe er Gewalt habe", und so absichtlich die wirklich geeigneten ausgelassen; Ditfurth mit Mauvillon zufrieden; Stolberg will Karl Th. Dalberg zu Übernahme des Provinzialats bewegen; Beckmann berichtete, Göttinger Mitglieder seien eifrig für den Orden; sächsische und hamburgische Logen werden dem Bund beitreten; Hilchenbach, der ihn besuchte, will in Den Haag für den Ekl. Bund werben; Weishaupt hat jährlich 400 Gulden Kosten für den Orden, Stolberg schlägt nun kleine Beiträge der Mitglieder für Gehilfen der Oberen vor, über die die Provinzen selbst entscheiden sollten; Ditfurth bittet, "daß Bode in Hamburg nicht wirke. Dresser kann ihn nicht ausstehen und würde, sobald er Bode für die Association thätig sehe, sie contracariren"; ebenso betont er erneut, spezielle Grade für die Prinzen zu verfertigen; hat Ditfurth 1. Grad der Höheren Mysterien erteilt; Bachem bittet, daß sein Bruder Carl Aloys, Student in Wien, vom Orden beobachtet und geführt werde; ein anderer Bruder schlägt den Geheimsekretär Stamm in München für den Orden vor; in neuen Briefen von Weishaupt und Bode nimmt "die Sache" eine neue, erfreuliche Wendung, wird gleich an Bode schreiben; fragt nach der Identität von "Joseph" = Ferdinand von Braunschweig Ditfurth, Ebersberg, Rüling, Wendelstadt, Karl von Hessen, Ferdinand von Braunschweig, Knigge, Hardenberg, Riedesel, Grolmann, Solms-Assenheim, Münter GF, Mauvillon, Scheppler, Dalberg CT, Kröber, Beckmann, Dresser, Hilchenbach, Bode, Carl A. Bachem, Conrad J. Bachem, Stamm
StA Hamburg 1254 1783-07-12 Ditfurth Wetzlar Weishaupt Ingolstadt Knigges "mit Boßheit vermischte Thorheit" hat "die Mühe, Arbeit und Gefahr unübersehlich gemacht" - nämlich bezüglich Ditfurths Ordensaktivitäten; hat viel Arbeit für den Ekl. Bund, da er manchen Leuten 4 mal schreiben muß, bis sie etwas kapieren; Logen in Leipzig, Aachen, Worms und Dresden sind beigetreten, Hamburg und Wiesbaden prüfen noch; wünscht den Beitritt österreichischer Logen; die (blaue) Kasseler Loge ist auch beigetreten, nun sollen die dortigen Illuminaten in diese Loge gehen, damit Fortschritte erzielt werden; Johann Chr. Eschwege (Kassel) macht Schwierigkeiten, denn man fürchtet die Prinzen; "alles was Philo aufgenommen hat, tauget in regula nichts, für Leüthe von Hertz und Verstand, fürchtete er sich, er suchte also mit Fleiß die schwachen Köpfe auf, um das Ruder zu behalten, und den O zu seinen eigenen Vortheilen zu nüzen, nur per errorem ist er an einige sehr guthe Leüthe gerathen"; scharfe Kritik an Knigges Charakter und Verhalten: "Er muß mit seinen Priestern unschädlich gemacht werden", dazu müsse man alle Grade als ungültig bzw. Knigges Machwerk zurückfordern und neue Grade ausarbeiten und verteilen; Knigge müsse man weiter in der Macht des O halten; Kolowrats "Umkehrung" zurück zum O (welcher?); war bis zum 10.7. in Neuwied und lobt die dortigen Brüder; hat mit Neuwied vereinbart, daß er Karl so 'herumführt', daß dieser die "HauptSache aus dem Gesicht verlöhre, und weiter nicht schaden könne"; rät zur Vorsicht bei Konstitutionen für neue Logen, sonst könnten Logen "von peruquiers und Bedienten" entstehen; über einen Rechtsstreit zwischen Wöllwart und Volsingen (?) Knigge, Stolberg-Roßla, Johann Chr. Eschwege, Bleibtreu JL, Kolowrat (welcher?), Karl, Wöllwart, Albini sen., Vulpius, Huber, Doebler, Semer
StA Hamburg 1306 1783-07-12 Werthes Wien Weishaupt Ingolstadt TA Kloß, Annalen 135/36
SK06-220 1783-07-14 Roßkampf Heilbronn Bode Weimar
SK07-061 1783-07-15 Schwartz Braunschweig Bode Weimar Klagt, daß B. nur mit Carl von Hessen bezüglich des Ordens korrespondiert; wünscht, daß Ferdinand von Braunschweig mit dem Orden in Verbindung bleibt Carl von Hessen, Ferdinand von Braunschweig
SK15-055 1783-07-16 MK Weimar Weimar O-Versammlung Weimar + Einrichtung MK + Ämter MK + Neuaufnahmen Schardt, Marschall, Bode, Batsch, Kastner, Musaeus, Benkenhoft
StA Hamburg 1275 1783-07-17 Münter GF Hannover Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 2 Briefe W's; seine Streitereien mit der Loge "Ceder" führten zum Ausschluß; wird nach Berlin und alle Logen (Zinn.) schreiben und sich rechtfertigen; will diesen Aufsatz durch W. drucken lassen und zum Beitritt zum EB raten; Omptedas Schuldenmacherei und Hurerei; bestellt Grüße an Sprickmann, mit dem er studierte und der auch von der Loge ausgeschlossen wurde; arbeitet eng mit Rüling, der ihn zum Lokaloberen machen will; will Loge ("Sirius", ohne Erfolg) nach EB-System anlegen; will Logen in Hildesheim und Hameln zum EB werben; Nachfolger Zinnendorfs haben keine 'höheren' Kenntnisse Alberti, Rüling, Falcke, Ompteda, Velthusen, Wendeborn, Sprickmann, Hambury (Großmeister der Großen Landesloge
SK02-157 1783-07-18 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha Bode will MK Gotha errichten + Ankündigung Eröffnung MK Weimar 2
SK01-026 1783-07-18 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar ebd.
SK07-272 1783-07-18 Brenckenhoff Dresden Bode Weimar
SK01-026 1783-07-18 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar
StA Hamburg 1253 1783-07-19 Starhemberg Eichstätt Weishaupt Ingolstadt Fortwährendes Mißtrauen gegenüber Cobenzl; Probleme mit der neugründung in Wien; Borns Anhänglichkeit an seine FM-Loge; Gespräch Cobenzls mit Schröckenstein, der durch Briefe Baaders über die neuesten Entwicklungen informiert wurde; Dalberg ist "ein grosser Schwätzer", aber mit wichtigem Anhang im Orden Cobenzl JL, Born, Schröckenstein, Baader, Dalberg CT
LB Kassel 1783-07-19 Mauvillon Kassel Goeckingk Ellrich 1
SK15-056 1783-07-22 MK Weimar Weimar O-Versammlung + Neuaufnahmen + Ämter MK Karl August, Bode, Schardt, Marschall, Goethe, Batsch, Konstantin v. Weimar, Ludecus, Musaeus, Kastner
StA Hamburg 1264 1783-07-23 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 8. und 14.7.; Knigge traf 19.7. Schröckenstein in Neckarelz zur Besprechung des geplanten Konvents; später Mieg gegenüber Knigge: gegen Konvent, da er Aufmerksamkeit erregt und "die natur unserer stillen verfassung über den Haufen" wirft; Konvent offensichtlich Idee von Schröckenstein; Knigge äußerte sich dazu nicht; 19.7. Treffen Miegs mit Franz von Dessau, hat dadurch Kanal zu Friedrich Wilhelm von Preußen bzw. zur Verteidigung des O gewonnen; Weishaupt soll auf Bode wirken, wenn dieser und Karl von Hessen ganz für den O gewonnen sind, wird das "Prinzensystem" verlieren; hat freundschaftliche Nachricht von Stolberg-Roßla; hat Boulanger noch nicht gelesen, kann ihn von Knigge bekommen; nur zwey sisteme scheinen mir möglich: Entw. ist alles Entwickelung der natur, der menschlichen vernunft, und der sich zugetragenen Umstände, welche Weise und Edle männer unter iuden und heiden benuzzet haben, oder die iuden hatten eine besondere Gottes-veranstaltung, und von ihnen sind meinungen, lehren, sitten u. gebräuche zu den anderen völkern und zu den Christen übergegangen. Boulanger, Bahrdt, und mehrere, Irwing, der verfasser der naturmoral scheinen für's erste System ganz und gar eingenommen zu seyn; es hat auch vieles für sich; es reimt sich mit der leichtesten art die sache sich natürlich zu denken. und doch kan ich mich noch nicht ganz dafür entschließen."; weist auf die Würde und Moralität der Sprüche Salomonis, die Anpassung der HL. Schrift an alle Länder und Völker: dies atmet göttlichen Geist; fragt nach Weishaupts Urteil über Bahrdts 'Horus oder astrognostisches Endurtheil über die offenbarung Johannis'; "könte eine bessere, herzlichere, mehr bessernde volksreligion iemalen aufgesezt, verfertiget werden, als die im Neuen Testament?"; bezweifelt den Erfolg einer solchen neuen Religion, man solle das bewährte behalten, wünscht darüber Austausch mit Weishaupt; hat wegen Steinbart noch nichts unternommen, da Zweifel an dessen moral. Charakter bestehen; lobt die Anhänglichkeit an den O von Hopf und Schlosser; Baader soll seines Erachtens eigene Präfektur bekommen; will Philipp A. Maurers von Hermann Dorr kritisiertes Verhalten untersuchen lassen; bittet um Korrespondenten in München, Eichstätt, Ingolstadt für Goeckingk Knigge, Schröckenstein, Franz von Dessau, Friedrich Wilhelm von Preußen, Bode, Karl von Hessen, Stolberg-Roßla, Boulanger, Bahrdt, Irwing, Steinbart, Hopf, Schlosser; Baader, Philipp A. Maurers, Hermann Dorr, Goeckingk
SK07-229 1783-07-24 Weishaupt Ingolstadt Bode Weimar
SK01-028a 1783-07-26 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar Vereinigung O mit SO bzw. der Großen Landesloge nach Weishaupt jetzt noch nicht + Tolerierung des O durch SO und der Großen Landesloge anstreben, da O verschrieen + Warnung vor Schriften gegen O + Höhere Grade + Ekl. Bund Weishaupt
SK02-156 1783-07-28 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha Ekl. Bund öffnet FM für O + O in diesem Rahmen geheim halten + wenn Scheitern Reform Wilhelmsbad, will Bode nur noch für O arbeiten + Knigge über Höhere Grade: darin nichts okkultes oder politisches Knigge, Beyerle 2
LB Kassel 1783-07-28 Mauvillon Kassel Goeckingk Ellrich 1
SK03-135 1783-07-28 Bode Weimar Weishaupt Ingolstadt
StA Hamburg 1254 1783-07-29 Ditfurth Wetzlar Weishaupt Ingolstadt Sendet Brief Bodes zurück; dieser beweise, daß er nicht für den O geeignet sei, und bei seinem Beitritt andere vom Eintreten abgehalten würden; charakterisiert ihn als hochmütig, Bode würde auch den "Großsultan" aufnehmen, um seine Ruhmsucht zu stillen; eine Vereinigung des O mit der SO nützt nur den Prinzen und Bode selbst; falls sie stattfindet, macht er sein "Buch zu"; Bode dürfe nicht mit den Prinzen in O-Angelegenheiten korrespondieren, man solle ihn mit historischen Arbeiten beschäftigen, damit er sich nicht "um das politicum" kümmern kann; den Prinzen müsse man erklären, sie bekämen keine Leitungsfunktion, weil sie Prinzen seien, passe ihnen dies nicht, sollten sie austreten; falls man Karl an ihn (Ditf.) verweise, werde er "schon mit ihm fertig werden"; durch eine Vereinigung des O mit dem "NarrenSystem" SO würde man alle guten Leute verlieren; Ernst soll an Riedesel verwiesen werden; Johann L. Bleibtreu schlägt vor, "die Schuld der Ausdrücke gegen Fürsten, Pfaffen und Volksreligion" Knigge zuzuschieben; dann kann Knigge sich beschweren, daß er selbst die "Cannallie Fürsten aufgenommen" und die Grade allen und jedem erteilt hat; hat in seiner Provinz alle Grade zurückerhalten bis auf Mieg's; nun neue Grade erstellen, um die Prinzen und Bode zu täuschen, "wohingegen das wahre nur sehr wenigen ganzt sicheren Brüdern zu communiciren wäre"; auf Bodes Vorschläge soll Weishaupt antworten; sendet Beyerles Arbeit über Wilhelmsbad an diverse Adressen, u.a. an Baader; diese Arbeit werde der SO "den lezten Stoß geben", man solle Beyerle in den O aufnehmen; wird sich Bode als Illuminat zu erkennen geben und will hören, was er sagt Bode, Karl, Ferdinand, Ernst II. von Gotha, Riedesel, Bleibtreu JL, Knigge, Mieg, Beyerle, Baader, Brönner
StA Hamburg 1338 1783-07-29 Weishaupt Ingolstadt Bode Weimar
SK04-024 1783-07-29 Ditfurth Wetzlar Bode Weimar
StA Hamburg 1253 1783-07-30 Starhemberg Eichstätt Weishaupt Ingolstadt Will W in ein oder zwei Wochen in Ingolstadt besuchen; Bruch mit Cobenzl; dessen Reise nach Wien führt über Ingolstadt, erwartet Instruktionen von W Cobenzl JL
StA Hamburg 1320 1783-07-31 Ditfurth Wetzlar Dresser Hamburg Bestätigt Empfang von Dressers Revers und begrüßt ihn als neues Mitglied einer Verbindung, "in der keine Geheimnisse versprochen werden"; verweist ihn an Gottlieb F. Münter, der ihm die Grade mitteilen wird; wird ihm die weiteren Mitglieder in Hamburg nennen, denen er als Oberer vorstehen soll; Dresser soll sich in O-Angelegenheiten ausschließlich an GF Münter halten; sendet 2 Exemplare von Beyerles Schrift über den Wilhelmsbader Konvent; Brönner wird weitere Exemplare schicken Münter GF, Beyerle, Brönner
StA Hamburg 1256 1783-07-31 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Antwort auf Brief Weishaupts; hat Änderungen der Grade nach "Aeolien" = Niedersachsen geschickt, neue Anrede des Priestergrades wird folgen; hat falsche Adresse von Bode, sonst hätte dieser das Material bereits; kann das "Etwas aus der höchsten Philosophie" mangels Kenntnis nicht beurteilen; hat diesen Text mit Kröber und den anderen Konsultoren gelesen, wobei Kröber Einwände gegen die Lehre von der Immaterialität der Seele vorbrachte; Ditfurth wird sein QL über den Philosophengrad senden, hatte vermutlich ein (neues) Religionssystem erwartet, vermißt den Zusammenhang mit den anderen Graden; hat keine Nachricht von der "Veränderung" in Schweden (?); Inhalt des Schreibens von Feder an Beckmann: Göttinger Loge wird wegen der Verbindung zu Ferdinand von Braunschweig bzw. zu Hannover dem Ekl. Bund noch nicht beitreten, wünscht Anwerbungen im Ausland, da reisende Brüder nach Kontakten fragen, schlägt dazu Kolborn und Moldenhawer als Werber vor, wünscht einen weiteren Grad, der die Unterschiede der maurerischen Systeme aufzeigt; "Baco von Verulam ist sehr warm. Ich habe gestern von ihm seinen Lebenslauf, Caracter und Beantwortung der Fragen aus dem Illum. Maj. erhalten, welche kurz, aber zum Theil vortreflich sind"; Karl Th. Dalberg wünscht, seinen Sektetär Redecker oder André als Gehilfen für die Ordensarbeit; wird kommende Woche den von Johann F. Simon angeworbenen Metternich-Winneburg aufnehmen; Simon begann mit seinem Projekt des Erziehungsinstitutes, Stolberg bittet Weishaupt um die zugesagte Unterstützung: Werbung von Zöglingen auch im Ausland; Ziel ist, "vornehme Jünglinge" zu bilden, "welche mit der Zeit Einfluß auf die Welt erhalten ... Das Institut kann als ein O.Institut angesehen werden"; Knigge nicht der Ansicht, daß die 3. Inspektion einem Prinzen gegeben werde, meldet eine für Oktober geplante "Zusammenkunft einiger Mitwissenden und anderer Regenten"; sendet Auszüge aus Briefen von Dalberg und Knigge Bode, Kröber, Ditfurth, Feder, Beckmann, Ferdinand von Braunschweig, Kolborn, Moldenhawer, Redecker, André, Metternich-Winneburg, Johann F. Simon, Knigge, Dalberg CT
StA Hamburg 1256 1783-07-31 Knigge Heidelberg Kröber Neuwied Kröber soll versuchen, Ditfurth "von seinem unversöhnlichen Privat-Hasse gegen den Prinzen Carl" zu heilen, da er sonst seine Pläne bezüglich des Ordens verdirbt; "Es gibt ja Mittel, die Fürsten zu nüzen, ohne sich ihnen in die Hände zu liefern" Ditfurth, Karl von Hessen
SK01-029 1783-07-31 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar
SK02-160 1783-08-01 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha Bode meldet die Weimarer Mitglieder des O Mitglieder Weimar 4
StA Hamburg 1274 1783-08-02 Feder Göttingen Weishaupt Ingolstadt
SK02-159 1783-08-04 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha O ohne 'böse' Absichten + O-Gesetz erlaubt Fürsten im O Post zu erbrechen Weishaupt 2
StA Hamburg 1262 1783-08-05 Bode Weimar Weishaupt Ingolstadt Nachricht von Weishaupt an die Fürsten weitergeleitet, Antworten sollen bei von Knigge geplantem Treffen vorliegen + Bode will SO erhalten + Jesuiten Urheber der FM + gegen Feinde hilft Vereinigung O mit SO + Karl und Ferdinand versprechen sich viel von Willermoß + Zukunft der SO entscheidet sich bei Treffen 24 Juni 84 + Bode errichtet MK Weimar und plant für Jena + Einrichtung einer neuen Nation unter Karl nur mit Direktorium zur Kontrolle Karls + keine Fürsten, hohe Staatsbeamte, Geistliche als Obere Knigge, Ditfurth, Karl, Ferdinand, Ernst II. von Gotha
SK04-223 1783-08-06 Helmolt Cannawurf Bode Weimar
SK18-118 1783-08-08 Lauth Straßburg Koppe Göttingen Zwei andere Briefe von ihm aus Wetzlar durch Zehender und Sibeth übermittelt; in Straßburg durch Ditfurth an ein weiteres, noch nicht anwesendes Mitglied verwiesen; schlägt die Göttinger Haller und Welti für den Orden vor; FM in Straßburg unbefriedigend, hofft sich Verbesserung durch den jungen Türckheim Zehender, Sibeth, Ditfurth, Salzmann R, Türckheim jun.
SK05-029 1783-08-09 Knigge Heidelberg Bode Weimar Nicolai bis Regent befördern + Einrichtung O in Rußland durch Berg + Konferenz aller Chefs vorgeschlagen + Ekl. Bund nützt indirekt den RK + Ditfurth wollte Starck und Bahrdt aufnehmen Nicolai, Weishaupt, Berg, Wrangel, Starck, Bahrdt, Ditfurth
SK05-0029 1783-08-09 Knigge Heidelberg Bode Weimar
SK01-031 1783-08-10 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar
SK01-033 1783-08-10 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar
SK06-019 1783-08-10 Marschall Pyrmont Gotter (?)
StA Hamburg 1262 1783-08-12 Bode Weimar Knigge Heidelberg Bode schickt Nachricht an Karl und Ferdinand + Bode wird Boeber instruieren + Bode begrüßt, daß Starck und Bahrdt nicht im O sind + Bode wird sich um Nicolai kümmern + wird zum Treffen in Heidelberg nicht kommen Weishaupt, Karl, Ferdinand, Ernst II. von Gotha, Berg, Boeber, Seckendorf, Mieg
StA Hamburg 1256 1783-08-12 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Antwort auf Brief Weishaupts; dieser hatte genehmigt, Ditfurth zum Inspektor der 2. Inspektion zu ernennen; nun kam von Kröber die Meldung, Mieg und Knigge seien dagegen; Kröber reist 'künftigen Donnerstag' mit Knigge nach Straßburg, will dann über die angedeuteten "Mishelligkeiten" zwischen Mieg und Knigge näher berichten; Stolberg will nun Zeit gewinnen, und diesen Bericht abwarten; schlägt vor, künftig zuerst die Provinziale zu bestimmen, dann mit deren und der Ordensführung (= Weishaupt) Zustimmung die Inspektoren; der für die Provinziale und Inspektoren ausgeschriebene Konvent werde aus beruflichen Verhinderungen der Leute sowie wegen der Kosten nicht zustandekommen, zudem liefere ein Konvent Anlaß zu Spaltungen; will bei allen Vorfällen nur in Absprache mit Weishaupt handeln; sendet die von Kleuker gelieferten Korrekturen des Ordenskalenders; kritisiert Beyerles Schrift (Wilhelmsbader Konvent): "Er bringt allzu wenig That-Sachen, und allzu viele gar zu bittere Beurtheilungen" Ditfurth, Mieg, Knigge, Kröber, Kleuker, Beyerle
SK04-224 1783-08-12 Helmolt Cannawurf Bode Weimar
SK03-008 1783-08-12 Batsch Weimar Bode Weimar
SK02-162 1783-08-13 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha Einrichtung des O im Hinblick auf Fürsten + Karl Karl 4
 ? 1783-08-13 Hertel München Bassus 5 Q
SBB-PK Berlin, NL Nicolai 1783-08-14 Bode Weimar Nicolai Berlin Bode will Materialien zum O schicken + Leuchsenring bei Knigge Knigge, Leuchsenring 6
SK07-037 1783-08-14 Schröckenstein Eichstätt Bode Weimar Wünscht zusammen mit Cobenzl die Verbindung zu bzw. Leitung beider Provinzen durch Stolberg-Roßla; B. möge diesen Wunsch beim Ordensdirektorium unterstützen Cobenzl JL, Stolberg-Roßla
StA Hamburg 1254 1783-08-15 Ditfurth Wetzlar Weishaupt Ingolstadt Zweifelt daran, daß man alle "durch Philonis Unverstand und Bosheit aufgenommenen, zu guten Menschen ... umschaffen" kann; Franz. J. Kolowrat ist ddurch "seine religions Vorurtheile blind"; Bode könnte man umerziehen, wenn er keine Verbindung mehr mit den Prinzen hat; Knigge bleibt ein "Schurke - Gott bewahre mich für Philo!"; wenn der O die Leute "nothwendig" besserte, müßte man die ganze Welt aufnehmen und die Grade veröffentlichen; Existenz des O durch Knigge verraten; Aufnahme der Prinzen hat die guten Leute verscheucht; Dresser lieferte Revers, und wurde an Gottlieb F. Münter verwiesen; jetzt, wo Knigge weg ist, hat er die Provinz in Ordnung gebracht; in Frankfurt existiert MK und "illu: Versammlung"; hat Mauvillon mit Johann Chr. Eschwege verbunden, dadurch ist Kassel in Ordnung und die Loge dem Ekl. Bund beigetreten; bekommt "gar magere Berichte" von Mieg über "Apulien"; hat von allen Präfekturen außer von Mieg die Kleinen Mysterien und den Schott. Ritter zurückbekommen; möchte diese Grade den ausgewählten Leuten zum Lesen geben, die er in seiner Provinz und beim Ekl. Bund braucht, nämlich besonders Hetzler, Mauvillon, Gottlieb F. Münter, Alberti, um auch ein Gegengewicht gegen "die Printzen mit Bode und consorten" zu bilden; Bode, Knigge, die Prinzen dürfen nicht wissen, wie weit Gottlieb F. Münter ist und daß mehrere Hamburger im O sind (!!!); falls Hamburg, Bremen, Wismar erfahren, daß Bode im O ist, sind diese Filialen verloren, denn Bode ist dort verhaßt; Passavant in Den Haag aufgenommen und an Sprickmann verwiesen; "Und O! wie herrlich lägen alle unsere Angelegenheiten, wann nie ein Philo in der Welt gewesen wäre, wann nur der Hund die Printzen nicht aufgenommen hätte"; vergleicht Fürsten mit Aas und ihre Schmeichler mit Adlern; Weishaupt soll sich durch Kortum, Bode, Franz J. Kolowrat über den Wilhelmsbader Konvent informieren lassen, falls Kortum noch nicht im O ist, soll ihn Kolowrat aufnehmen; falls er dieses Material und dazu Mitteilungen der Münchner über die Zinnendorfer bekommt, will er daraus zum Nutzen des Ekl. Bundes eine Geschichte der FM erstellen, die die besten Leute aus der FM anziehen soll; wünscht, die neuen höheren Grade zu erhalten; warnt vor "Neugierde" bezüglich neuer, höherer Grade aufgrund seiner FM-Erfahrung; "Geheimnisse, so wie sie Bode und andre Menschen nebst den Printzen suchen, giebt es nicht"; Überlegungen zum Philosophengrad; Gedanken über 'Eigenliebe' und Ditfurths Lebenseinstellung, dabei eine Erzählung, wie er in Wolfenbüttel eine Frau vor dem Ertrinken gerettet hat Knigge, Franz J. Kolowrat, Bode, Dresser, Münter GF, Mauvillon, Johann Chr. Eschwege, Hetzler, Mauvillon, Münter GF, Alberti, Karl, Ferdinand, Rüling, Reden, Johnson, Kortum
StA Hamburg 1320 1783-08-15 Münter GF Hannover Dresser Hamburg Hat von Ditfurth den Auftrag, Dresser in den O aufzunehmen; sendet Novizengrad und verspricht nach Unterzeichnung des Eides mehr; im Gegensatz zur SO bietet der O "Licht"; mit erfahrenen Maurern könne man "geschwinder zu Werke gehen" als mit jungen Leuten; Anweisungen für die Form der QL und der Korrespondenz; "ich bin Maurer vom Berliner System und liege jetzt in einem heftigen Krieg wider dasselbe. ... In diesem System ist so gut Unsinn, und Geldprellerey als bey der so genannten Str. Obs. und jenes ist wegen seiner Arroganz und Feindseligkeit noch schädlicher als dieses" Ditfurth
SK07-230 1783-08-15 Weishaupt Ingolstadt Bode Weimar
SK05-109 1783-08-15 Kröber Neuwied Bode Weimar
SK01-034 1783-08-16 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar
StA Hamburg 1262 1783-08-17 Salzmann Chr Dessau Helmolt Gotha Salzmann wünscht für geplantes Philanthropin Unterstützung der Loge + plant Finanzierung des Instituts durch Bücherverkauf, diesen sollen die Br in Deutschland und einigen Nachbarländern organisieren + Salzmann betont die Übereinstimmung der Zwecke FM - Erziehungsinstitut + Br sollen Schriftsteller zur Mitarbeit gewinnen
StA Hamburg 1256 1783-08-17 Salzmann FR Dessau Bode (?) Weimar "Der große Werkmeister wird seinen Seegen geben zu dem Baue, den ich zu seiner Ehre und zum Seegen seiner Kinder aufzuführen gedenke"; verlangt weder Unterstützung noch Geld dazu, aber erwartet Hilfe durch die Freimaurer; will nach Ankauf des Gutes in Schnepfental "eine schriftstellerische Verbindung mit der Deutschen Nation ... stiften", um das Volk aufzuklären und Geld zu verdienen; wünscht zur Anzeige der Schriften aus dem geplanten Verlag die Hilfe von Personen im Reich und im benachbarten Ausland sowie die Werbung von Subskribenten; wäre dabei dankbar für Hilfe der Freimaurerei, fragt, wie er sich an die Logen wenden soll; versichert seine Uneigennützigkeit: "Ich handle für die Menschheit, deren Wohl zu befördern gewiß einer der Hauptzwecke der Maurerey ist"; bittet um weitere Aufschlüsse zur Freimaurerei
SK06-020 1783-08-17 Marschall Pyrmont Bode Weimar
SK02-161 1783-08-18 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha
StA Hamburg 1256 1783-08-19 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 12.8. (war begleitet von Anlagen von Bode, Ernst, Johann V. Schumann); Mißhelligkeiten zwischen Mieg und Knigge; Kröbers Bericht aus Straßburg: Schmelzer klagt, daß der O in Mainz durch Graf Spauer aus Wetzlar an den Vetter des Kurfürsten verraten worden sei, der Kurfürst selbst habe sich gegen die FM geäußert; Knigges Versöhnung mit Weishaupt sei nur oberflächlich; Knigge befürchtet durch Änderung des Regentengrades Alleinherrschaft eines Mannes, droht mit Austritt und Veröffentlichung aller Grade; sei gegen Karl als Chef mehrerer Provinzen und will die Einrichtung eines "Conseil permanent"; Leuchsenring reiste mit Kröber von Heidelberg nach Rastatt, wer ihn aufgenommen hat, ist unklar; Knigge meint, er habe von den 12 Konventsteilnehmern 8 auf seiner Seite, nämlich Schröckenstein, Ludwig Cobenzl, Zwackh, Ebersberg, Falcke, Rüling, Bode; Stolberg meint, man könne Knigge dennoch wieder für den O gewinnen; fordert Weishaupt auf, Knigge entgegenzukommen, zB. ihn zu einer "republicanischen Einrichtung" aufzumuntern; hält Kongreß für falsch, da dieser Spaltungen bewirken könnte, alles solle schriftlich geschehen; sendet Brief von Schröckenstein; Mainzer Br wollen Ebersberg als Provinzial behalten, dies Amt ist aber Karl Th. Dalberg versprochen, der nun Inspektor werden will; dies aber betrifft Mieg, sodaß die Kompetenzen durcheinander gerieten; hat Besuch von Metternich-Winneburg; neuer Bericht von Kröber: Knigge nimmt Drohungen zurück, will Fürsten ins "Conseil permanent" aufnehmen, und vermutet, "Die Jesuiten sollen überal seyn, und stekten hinter den Zinnendorfern, R.K, Stricten Observanz, ia selbsten Illuminaten" Bode, Ernst II. von Gotha, Schumann JV, Mieg, Knigge, Kröber, Schmelzer, Graf Spauer (Wetzlar), Kurfürst von Mainz sowie dessen Vetter, Knigge, Karl, Ferdinand, Leuchsenring, Schröckenstein, Cobenzl JL, Zwackh, Ebersberg, Falcke, Rüling, Bode, Dalberg CT, Metternich-Winneburg
StA Hamburg 1254 1783-08-19 Ditfurth Wetzlar Weishaupt Ingolstadt Sendet Brief von Gottlieb F. Münter mit; fragt, was man mit Ompteda machen solle, denn er könnte Münter in dessen "weltlichen Verhältnissen Schaden thun"; die O-Mitglieder sollten einander besser beistehen; in "jedem andern Dienst, wäre seine Gesandtschafft aus, und er prostituirt" (falls etwas über seine O-Mitgliedschaft bekannt würde); lobt Münters Fleiß für den O; Rüling habe "schlechtes Zeug" aufgenommen; hat auf Anraten Stolbergs Karl zum Beitritt gratuliert; Schröckenstein schrieb wegen Verbindung von Illyrien und Pannonien mit der Inspektion von Stolberg, dies gebe nur organisatorische Probleme Münter GF, Ompteda, Rüling, Karl, Stolberg-Roßla, Schröckenstein
StA Hamburg 1253 1783-08-20 Starhemberg Eichstätt Weishaupt Ingolstadt Kündigt seinen Besuch in Begleitung von "Berengarius" für "künftigen Mittwoch" an; wird im September nach Innsbruck und Salzburg reisen und erst im Mai zurückkehren 'Berengarius '
LB Kassel 1783-08-20 Mauvillon Kassel Goeckingk Ellrich 1
StA Hamburg 1320 1783-08-24 Dresser Hamburg Dresser Eid beim Beitritt zum O
SK01-034 SK01-035 [3] 1783-08-24 Bode Ernst II. von Gotha August von Gotha will den 5. und 6. Grad der SO + Ernst nimmt selbst Leute in den O auf August von Gotha 4
StA Hamburg 1264 1783-08-25 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Dankt für Übermittlung von Korrespondenzadressen für Goeckingk; ist strikt gegen Knigges Konvent, was er diesem auch sagte; Knigge und Schröckenstein klagen über Despotismus im O; bei Besetzung von O-Ämtern nicht auf Rang und Titel, sondern Kopf und Charakter der Kandidaten achten; Titelsucht ist 'maurerische Erbsünde', kommt bei Jungen, die erst Minervale, dann Maurer wurden, nicht vor; hat wegen der Inspektion noch keine Anweisung von Stolberg-Roßla, die einzelnen Provinziale werden sich wohl an diesen wenden; wünscht sich Schröckenstein vom Hals; möchte weiterhin Alexander Seckendorf und Bucquoi leiten, da sie ihm vertrauen, auch ist Witte dazu ungeeignet; möchte Seckendorf zum Provinzial der Niederlande machen, da er "die Sache aus dem wahren gesichtspunct" sieht und "das leere der gewöhnlichen Maurerey" kennt; Weishaupt wird mit Bode "vortreflich einig u. fertig werden"; hat Kopie von Brief von Ernst von Gotha an Bode (10.08.), worin sich Ernst positiv über den O äußert; kritisiert 'Horus', das doch nicht von Bahrdt ist; kann 'Horus' mangels genauer Kenntnis nicht mit Boulanger vergleichen bzw. bewerten; Hopf, Schlosser, Fleischmann in Tübingen taugen zu Oberen; württemberger O-Archiv sollte von Stuttgart nach Tübingen verlegt werden, da die Leute dort unabhängiger und tätiger sind Goeckingk, Knigge, Schröckenstein, Stolberg-Roßla, Alexander Seckendorf, Bucquoi, Witte, Bode, Ernst II. von Gotha, Hopf, Schlosser, Fleischmann
SK03-133 1783-08-26 Bode Weimar Knigge Heidelberg Streit Knigge -Weishaupt im O bereits bekannt + Schmerber nicht befördern Weishaupt, Schmerber
Loge Frankfurt 39 (???) 1783-08-26 Neefe Bonn Schmerber Frankfurt a.M. Sendet "Ode an die Weisheit" von Velten (liegt bei) sowie auf Wunsch von Hetzler "den Plan eines herauszugebenden Journals" (liegt bei); bittet um den verbesserten Ordenskalender und die Lektürelisten für Minervale Velten, Hetzler Münter V Nr 222
SK01-035 1783-08-26 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar
SK01-218 1783-08-26 August von Gotha Gotha Bode Weimar Einladung zum Kaffee
SK03-134 1783-08-26 Bode Weimar Knigge Heidelberg
StA Hamburg 1262 1783-08-27 Bode Gotha Weishaupt Ingolstadt MK Weimar von den Regenten geleitet + Musaeus, Kästner neue Mitgl. + O wird Einfluß auf neues Erziehungsinstitut in Gotha haben + Karl August und Ernst nur ab Regent als Ill. bekannt + Karl und Ferdinand können vom O gelenkt werden + Bode hat höhere Mysterien, Knigge soll das nicht wissen Ernst II. von Gotha, Karl August, Musaeus, Kästner, Karl, Ferdinand, Knigge
StA Hamburg 1262 [4] SK01-253 [5] 1783-08-27 Karl Schleswig Bode Weimar Karl will SO nicht aufgeben, verdankt der FM alles + Karl sucht Wahrheit, kennt O noch nicht genug + nimmt Amt als National an, will aber die Chefs kennen + FM soll zu Freiheit führen, aber Freiheit führt dann zur Lösung von Gott und Religion + Erforschung der Mitgl. durch UO ist anstößig, aber wohl notwendig Köppern
StA Hamburg 1262 1783-08-27 Köppern Gottorp Bode Weimar Köppern ist Archivarius der Provinz + Bodes Schreiben an Karl von diesem voll gebilligt + Köppern sendet Reverse + Wilhelmsbader System wird zerfallen, da ohne jeden Inhalt (!), statt Vereinigung (Große Landesloge ) brachte es Zersplitterung + O nicht politisch, nicht auf 'Wissenschaften' aus, nur moralische Zwecke + vermutet, daß Grade gefälscht sind + Weishaupts Briefe an Ferdinand weitergegeben + Köppern tut nichts mehr für SO + wünscht Verbindung zu O nur über Bode Hayn, Karl, Beyerle, Schwartz, Weishaupt, Ferdinand
StA Hamburg 1230 1783-08-27 Ditfurth Wetzlar Dresser Hamburg Antwort auf Brief Dressers; Gottlieb F. Münter wird ihm die O-Hefte senden; "alles wird Ihnen gefallen"; Mitglieder in Hamburg sind Jänisch, Ridel, Lienau; soll sich bei Ridel erst nach Erhalt des Ill. maior zu erkennen geben, damit er "mehr als er vom O" wisse; Lienau sei für den O ungeeignet, man solle ihn als Minerval stehen lassen; Ekl. Bund macht Fortschritte, Royal York in Berlin ist beigetreten; Dresser meldete, das Hamburger Kapitel wolle ebenfalls beitreten; mehrere Zinnendorfer wollen mitmachen, genaueres wird Friedrich Bostel schreiben; wünscht Geschichte der FM seit 1737, Dresser soll ihm seine Kenntnisse mitteilen und weiteres Material suchen; schlägt Mattsen für den O vor, der dann das Zinnendorfer System sprengen könnte; will FM-Materialien zum Kopieren schicken; Frankfurt hat dem Bund noch nicht zugestimmt; die für den Bund eingeführten illuminatische FM-Grade sind fast mit den altenglischen identisch, was man den Br. Freimaurern aber nicht sagt; Bostell wird Dressers Korrespondent; sendet Dressers Brief an Brönner weiter Münter GF, Jänisch, Ridel, Lienau, Friedrich Bostel, Mattsen, Brönner, Gogel
SK01-219 1783-08-28 August von Gotha Gotha Bode Weimar August v. Gotha erhält von Bode Revers und Tabellen für Aufnahme in den O 3
SK03-135 1783-08-28 Bode Weimar Weishaupt Ingolstadt Bode verlangt Aussöhnung Weishaupts mit Knigge Knigge
SK01-220 1783-08-29 August von Gotha Gotha Bode Weimar August von Gotha sendet Revers und erste vier Hefte zurück 3
StA Hamburg 1264 1783-08-30 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 15.8.; dankt für Korrespondenten für Goeckingk; Knigge las ihm 28.8. seinen Abschied vom O vor, drängt zugleich auf Konvent, will dazu Schreiben zirkulieren lassen; muß Knigge sagen, daß er selbst jetzt Inspektor ist, da er es sonst von Schröckenstein erfährt; hat Knigge aus Rücksicht auf seine Gesundheit zum Abschied geraten (!); Knigge wird in Heidelberg wohl neue (FM-) Loge gründen, die einerseits dem Ekl. Bund beitreten, andrerseits das 'Prinzensystem' behalten wird, wobei Knigge selbst Dep. MvS werden will, "u. wodurch Er uns ganz unschädlich wird."; O-Mitglieder werden dieser Loge wohl beitreten, wodurch man auf sie wirken kann; hat das Redneramt für diese Loge abgelehnt; hat 27.8. Brief und Bericht von Costanzo bekommen, gleich beantwortet, ihm den Provinzialsenat und Weishaupt als Dekan genannt; Mieg hofft, bald näher mit diesen Provinzen bekannt zu werden; fragt, was er als Inspektor dem National melden muß; Costanzo auf Seiten von Dorr gegen Philipp A. Maurer eingenommen, was sich wohl ändert, wenn er Miegs Bericht gelesen hat; hat keine Nachricht von Schröckenstein bzw. Starhemberg, wird mit ersterem nach Weishaupts Rat verfahren; hatte Besuch von Zollikofer aus Leipzig, möchte ihn seines Alters wegen nicht mehr in den O ziehen; wünscht Präfektur für Hopf; Karl L. Petersen ist "brav, gut, aber kann in anderen keine Seele und wärme bringen, weil ihm dieselbe fehlet"; Knigge beschwert sich öfters über Weishaupt, klagt über Despotismus im O, will Angst vor Jesuiten erregen Goeckingk, Knigge, Schröckenstein, Costanzo, Starhemberg, Zollikofer, Karl L. Petersen
SK01-221 1783-08-30 August von Gotha Gotha Bode Weimar
StA Hamburg 1230 1783-08-31 Ditfurth Wetzlar Dresser Hamburg Sendet die drei illuminatischen Maurergrade, nach denen die Wetzlarer Loge arbeitet; sie kosten 15 Gulden oder ca. 22 Frankfurter Mark für die Erstellung der Kopien; soll sich wegen der Bezahlung an Gottlieb F. Münter wenden Münter GF
StA Hamburg 1256 1783-08-31 Bode Gotha Knigge Heidelberg In Gotha wird unter dem Namen einer "padagogischen Gesellschaft" "eine der besten Pflanzschulen entstehen"; nennt als aufgenommen Bohn, Haun, als vorgeschlagen Salzmann, Rudolf Z. Becker, beide in Dessau; will bei Gotha ein Landgut zur Errichtung eines Erziehungsinstitutes, verbunden mit Buchdruckerei und "Zeitungs-Anstalt zu nüzlicher Correspondenz unter den wohlthätig denkenden deutschen Gelehrten" erwerben; Salzmann und Becker wurden "en attendant zu Freymaurern gemacht"; sendet Kopie eines Briefes von Salzmann, der zeigt, daß beide "ganz in unser System passen"; bittet um Unterstützung des Projektes, da "Ionien" = Obersachsen noch nicht genügend Mitglieder habe; bekam von Weishaupt "den in eine deutliche Instruction umgearbeiteten R.Grad"; Weishaupt meldete, der Heidelberger Konvent finde nicht statt, man werde alles schriftlich erledigen; wird nach erhaltener Antwort von Karl von Hessen und Ferdinand von Braunschweig seine Vorschläge für die Errichtung einer neuen Nation (= Dänemark etc.) senden; lebt und wirkt seit dem Treffen mit Knigge in Eisenach für den Orden Bohn, Haun, Salzmann FR, Rudolf Z. Becker, Weishaupt, Karl von Hessen, Ferdinand von Braunschweig,
StA Hamburg 1256 1783-09-01 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Sendet Brief an Knigge, den er gegen seine eigene Überzeugung verfaßt hat; wird Mieg und Schröckenstein ebenfalls von den Vorgängen berichten; sendet ebenso das Schreiben an letzteren; "Graf von Metternich (Ximenes) hat unsrer <Loge> beigewohnet, und ist sehr feurig" Knigge, Mieg, Schröckenstein, Metternich-Winneburg
SK07-109 1783-09-01 Stolberg-Roßla Neuwied Knigge Heidelberg Weishaupts Führung beenden + Mieg Inspektor + republik. Verfassung für O + Unterstützung für Plan Knigges Weishaupt, Kröber, Mieg, Knigge
StA Hamburg 1256 1783-09-01 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt
SK07-231 1783-09-02 Weishaupt Ingolstadt Bode Weimar
 ? 1783-09-02 Weishaupt Ingolstadt Hertel München 3 Q
StA Hamburg 1274 1783-09-03 Spittler Göttingen Weishaupt Ingolstadt
SK01-036 1783-09-03 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar
StA Hamburg 1256 1783-09-03 Bode Gotha Knigge Heidelberg
SK18-125 1783-09-04 Bode Weimar Knigge Heidelberg Knigge tritt zurück, macht zugleich Vorschläge zur Reform + Knigges Bericht + O-Konvent Heidelberg Bode, Falcke, Rüling, Ditfurth, Dalberg, Wendelstadt, Stolberg, Schröckenstein, Kobenzl, Zwackh, Weishaupt
 ? 1783-09-04 Weishaupt Ingolstadt Zwackh München 4 Q
SK07-233 1783-09-05 Weishaupt Ingolstadt Bode Weimar
SK15-043 1783-09-07 MK Gotha Gotha O-Versammlung Gotha + O-Ämter verteilt + Aufnahmen Mitglieder Gotha
SK01-037 1783-09-08 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar
SK02-163 1783-09-08 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha
StA Hamburg 1262 1783-09-09 Bode Weimar Weishaupt Ingolstadt Bode sieht in Höheren Graden Möglichkeit, Mitglieder ideologisch zu einen + warnt vor politischer Freiheit + keine übernatürlichen Kenntnisse im O gewünscht + Salzmanns Projekt entspricht Absichten des O + Differenzen Knigge - Weishaupt + MK ist gleichsam 'pädagogische Gesellschaft' Knigge, Salzmann FR, Karl, Köppern, Becker RZ
StA Hamburg 1320 1783-09-09 Münter GF Hannover Dresser Hamburg Antwort auf Schreiben Dressers; übersendet Minervalgrad mit dem Hinweis, daraus könne man das Ganze noch nicht ersehen; bittet um Ausfüllen des Protokolls und der 2 Tabellen; QL sollen versiegelt werden, denn der Rezipient darf sie nicht lesen; dankt für eine übersandte Rede; möchte Dressers Papiere gegen das Zinnendorfischen System einsehen, "da ich alles sammle was gegen dieses System und zu dessen Zernichtung dienen kann"; Ditfurth hat Münter mitgeteilt, Dresser werde ihm die 3 Grade des Ekl. Systems zusenden; neue Loge "Sirius" in Hannover am 20.8. konstituiert; Ditfurth
StA Hamburg 1263 1783-09-10 Cobenzl JL Wien Weishaupt Ingolstadt
SK03-316 1783-09-10 Cobenzl JL Wien Bode Weimar
StA Hamburg 1255 1783-09-11 Kolowrat-Liebensteinsky Wien Weishaupt Ingolstadt Wartet auf Antwort W's; hat Aug. MK errichtet, Loge will EB beitreten; L. Cobenzl erteilte ihm und Sonnenfels PrGr und RGr; Sonnenfels plädiert für Bekanntmachung der Oberen, Cobenzl ist dagegen; Treffen bei Hompesch geplant; ist dagegen, daß Cobenzl in Böhmen Leute anwirbt; Cobenzl will in Wien eigene Inspektion mit Sonnenfels als Consultor einrichten; er selbst will nicht unter dessen Leitung arbeiten; erwartet Arnold, der auf Empfehlung Cobenzls kommt; bekam von Stolberg Beyerles Schrift über WB Konvent, die er teilweise kritisiert; bekam Brief von Savalette, der dem Orden beitreten will, was er begrüßt und W zu weiteren Schritten auffordert; schrieb wegen Savalette an Stolberg; sendet Ordensgeographie von Böhmen; gab seinen Ordensnamen seinem Bruder weiter Cobenzl JL, Sonnenfels, Hompesch, Arnold, Beyerle, Savalette de Langes
SK02-164 1783-09-12 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha Kritik an Karl als 'Mystiker' etc. + Streit zwischen Schwartz und Wächter um Einfluß auf Karl und Ferdinand + Bode hat Höhere Grade von Weishaupt erhalten Karl, Ferdinand, Schwartz, Wächter, Weishaupt, St. Germain 2
SK07-064 1783-09-13 Schwartz Braunschweig Bode Weimar
SK07-111 1783-09-15 Stolberg-Roßla Neuwied Bode Weimar Reformvorschläge zur Weiterleitung an Dalberg + Warnung vor Verfolgung, da O bereits verschrieen Dalberg
SK04-225 1783-09-15 Helmolt Cannawurf Bode Weimar
StA Hamburg 1230 1783-09-16 Ditfurth Wetzlar Dresser Hamburg In den ursprünglich illuminatischen FM-Graden müssen bei Verwendung für den Ekl. Bund Begriffe wie 'Obere' und 'Meister vom Osten' getilgt werden, da die Oberen des O bzw. der National gemeint sind; unverändert können sie nur in reinen Illuminatenlogen verwendet werden; kündigt weitere Illuminatengrade an, in denen für Aufklärung und gegen Geisterseherei etc. gearbeitet wird; sendet Brief an einen Domherrn, den er, ohne Maurer zu sein, aufnehmen und so zugleich zum 'heimlichen' Maurer machen will; mit solchen Mitgliedern könne der O "alles erfahren, wissen und ausrichten, dergestalt daß man uns würklich für Hexenmeister halten sollte"; bittet um Rücksendung der Anlage; Dresser soll Briefe an Gottlieb F. Münter weiterleiten; falls Dresser Tabelle etc. für Exter ausstellt, will er ihn aufnehmen; auch Brönner hat die Begriffe 'Obere' etc. gestrichen, bevor er die Grade an die Provinzialloge Frankfurt gegeben hat; in der Frankfurter Loge sind sieben Illuminaten, in der Wetzlarer sind alle außer vier Illuminaten; "der Illum.Orden ist zwar die bewegenden Ursache der Logen-Association, aber direkte will er keinen Theil daran nehmen, mithin ist die Sache wirklich, wie sie von außen aussieht, nur daß unser Illum.Orden seine Logen in der Association verstecken und verborgen halten kann"; sendet Brief von Brönner Münter GF, Exter, Brönner
SK02-165 1783-09-16 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha Bode schickt Höhere Grade (= Mysterien!) Teil I - ist dadurch vom O überzeugt 2
StA Hamburg 1230 1783-09-16 Ditfurth Wetzlar Dresser Hamburg
StA Hamburg 1256 1783-09-17 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Ohne Ditfurth zu beleidigen, kann man ihm das versprochene Inspektorsamt nicht nehmen, "und über dis bin ich Ew. Hochwürden Meinung, daß er da weit weniger schaden kann, als beim Provincialat"; Ditfurth schlägt als seinen Nachfolger als Provinzial Solms-Assenheim vor, "Allein ich muß gestehen, daß ich die mir aufgezwungene Achtung für den Q. Varus ziemlich verlohren habe. Ein Brief, den er mir schrieb, zeigt einen iungen, schwärmerischen neumodischen Empfindler, der mit leerem Schwulst sich bis in die Wolken verfliegt, und dann in eine Pfüze herabfält"; wünscht Riedesel als Provinzial für Oberrhein (= Dacia), obwohl dann ein Präfekt in Wetzlar fehle; das "säuseln" gegen unbekannte Obere stamme nicht allein von Knigge; die "innere Einrichtung" des Ordens führt zu Mißtrauen, "Dies bestärkt mich in dem Wunsche nach einem Conseil permanent. Allein dieses Conseil selbst müßte von einem engern Ausschusse regiert werden, ohne es zumerken; so daß die vornehmen Mitglieder desselben blos ihre Nahmen zum Schuze des O. hergäben, alles zuthun glaubten, indem sie nichts thun - Mich deucht, es sollte nicht schwer werden, es recht gut und zwekmäßig einzurichten"; Schröckenstein akzeptiert Mieg als seinen Inspektor, sendet bald Bericht; die niederländischen Logen treten dem Ekl. Bund bei, wenn sie das betreffende Zirkular von der Großloge in Wien erhalten Ditfurth, Solms-Assenheim, Kruse, Riedesel, Knigge, Schröckenstein, Mieg
StA Hamburg 1262 1783-09-19 Bode Weimar Weishaupt Ingolstadt Bodet sendet Magus-Grad zurück + ist mit Magus als Philosophie einverstanden, kennt Boulangers Werk seit Jahren, hält es für gefährlich + wünscht weiteres Material + Bode erhielt von Stolberg revidierte Hefte ab Ill. Dirigens Stolberg, Boulanger
SK02-166 1783-09-19 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha Bode sendet Brief von Cobenzl und Ankündigung des Wiener FM-Journals 4
SK01-027 1783-09-19 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar
StA Hamburg 1284 1783-09-19 Seckendorf bei Brüssel Mieg Heidelberg
StA Hamburg 1256 1783-09-20 Stolberg-Roßla Neuwied Knigge Heidelberg Sah aus Kröbers Bericht Übereinstimmung darin, daß der Orden nicht in der Hand eines einzigen bleiben soll; "Spartacus mag auch noch so ein herlicher Mann seyn, der mit viellen Geistesgaben versehen, so bleiben dennoch gar viele zu menschlichen Natur verwebte Unvollkommenheiten auch bey ihm nur allzu sichtbar"; auch er (Stolberg) könnte über Weishaupt klagen, man solle nun aber "seiner Herrschsucht und Eigensinn mit Feinheit zu hintergehen" suchen, wozu die Übertragung der 1. Inspektion an Mieg der Anfang sei;unterstützt Knigges Plan eines "Conseil permanent" und will die Prinzen dazuziehen, rät aber von Konvent ab, da dieser Anlaß zu Spaltungen gäbe; Knigge soll auch den Entwurf zu einer "Republikanischen Verfassung" zirkulieren lassen, die dann nach Übereinkunft Gesetz für den Orden werden solle; Vorschläge zur Verfassung dieses "Conseil permanent" Kröber, Weishaupt, Mieg, Karl von Hessen, Ferdinand von Braunschweig
StA Hamburg 1256 1783-09-20 Stolberg-Roßla Neuwied Schröckenstein Eichstätt Spuren auf den Ursprung des Ordens sollen verwischt werden, deshalb solle man "vor erst die erste inspection an Epictet als Inspector ... Überlassen, hierdurch fält aller Verdacht von Bayern ganz hinweg"; wird diesen Vorschlag mit gleicher Post Mieg selbst unterbreiten Mieg
SK01-038 1783-09-20 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar
SK01-039 1783-09-20 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar
SK04-043 1783-09-20 Blankenburg Leipzig Dörrien Leipzig
SK07-235 1783-09-23 Weishaupt Ingolstadt Bode Weimar ebd.
StA Hamburg 1267 1783-09-24 Gemmingen Wien Weishaupt Ingolstadt
StA Hamburg 1254 1783-09-25 Knigge Heidelberg Ditfurth Wetzlar Möchte wieder mit Ditfurth in Kontakt treten, denn "man zieht ja nicht Freunde aus - wie man Kleider auszieht"; fragt nach Ditfurths Klagen; bittet, den Prozeß von Pröck wieder in Gang zu bringen, damit es zu einem Vergleich mit dessen Gegnern komme; Pröcks Referent ist Fahnenberg Pröck, Fahnenberg
StA Hamburg 1230 1783-09-25 Ditfurth Wetzlar Dresser Hamburg Sendet Material, das alle Zweifel bezüglich des Ekl. Bundes beheben wird; alles, was "choquiren könte", wurde weggelassen; das Band des Bundes ist Toleranz, das verschiedene Verbindungen vereinigen könnte; Rituale werden verbessert, kündigt dazu Vorschläge der Frankfurter Loge an; wenn die drei Direktoriallogen einig sind, werden die zugehörigen (Tochter)Logen den Bund annehmen, und Gleichförmigkeit wird eintreten; soll bei Gottlieb F. Münter Exter für den O vorschlagen, da dieser großes Ansehen genieße; bittet um Rücksendung der Anlage, da die Kopierkosten sehr hoch seien; soll der Loge in Neubrandenburg mitteilen, sie könne als Ko-Direktorialloge beitreten und sich aussuchen, ob sie mit Hamburg oder Wetzlar in Verbindung sein wolle Münter GF, Exter
SK06-287 1783-09-25 Rüling Hannover Bode Weimar
SK06-287 1783-09-25 Rüling Hannover Bode Weimar Antwort auf 15. 7.; hat Nagant und Hintze aufgenommen; übermittelt Brief von Nagant; dieser will dortige Loge an den Ekl. Bund anschließen; hält Wilhelmsbader System für unecht; gab Nagant FM-Rituale des Ordens; Koppe schlägt Schönberg für den O vor; fragt nach Knigges Konvents-Plan, will, daß Bode dort seine Stimme übernimmt; will Verdacht der Religionsfeindlichkeit bekämpfen; Bahrdts 'Bibel im Volkston', vermutet ihn im Orden Nagant, Hintze, Koppe, Schönberg, Knigge, Bahrdt
SK02-167 1783-09-26 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha
StA Hamburg 1264 1783-09-27 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Bekam 28.8. QL von Weishaupt (!!!), seitdem nichts; Knigges und Schröckensteins Kongreß wird nicht zustande kommen, was sie sonst planen, weiß er nicht; hat regelmäßig Briefkontakt mit Costanzo und Starhemberg; Weishaupt braucht nicht zu befürchten, daß man ihn verdrängen könne; fragt, ob man weitere, aber "untadelhafte" Prinzen aufnehmen will; wenn ja, kann man ihnen gleich die Höheren Mysterien geben, wenn der O für Prinzen nur bessere FM sein soll, muß man neue Grade machen und die Höheren Mysterien zurückhalten; "So bald sie muse haben, könnten Sie schon etwas aufsetzen, woran alle Fürsten lange genug etwas gesundes und schmackhaftes zu genießen haben"; wünscht neuen Namen für Zweibrücken, da niemand "Sodom" gefällt, hat vorläufig "Korinth" gewählt; wenn seine Inspektion die 1. ist, überschneidet sich einiges mit Stolberg-Roßla, bittet um Klärung Knigge, Schröckenstein, Costanzo, Starhemberg, Stolberg-Roßla
SK07-156 1783-09-27 Uetterodt L Liegnitz Helmolt Gotha
SK06-226 1783-09-27 Rudorff Gotha Bode Weimar
SK06-194 1783-09-28 Reichard Gotha Bode Weimar
SK04-029 1783-09-28 Dörrien Leipzig Bode Weimar
SK04-029 1783-09-28 Dörrien Leipzig Bode Weimar
StA Hamburg 1262 1783-09-29 Bode Weimar Weishaupt Ingolstadt Bode hat 28.8.83 Weishaupts Bedingungen für Höh. Myst. erhalten und zus. mit Ernst angenommen + hat Höh. Myst. 11.9. erhalten + sendet ersten Generalbericht an Stolberg + Knigges Zirkular kam 3.9. + Weishaupt soll auf Konvent kommen, sonst besucht ihn Bode in Ingolstadt + warnt vor Disharmonie in O-Leitung, sonst droht Zustand wie in der FM, die nichts mehr wert sei + Weishaupt will offensichtlich Knigge ausschalten Knigge, Ernst II. von Gotha, Stolberg
StA Hamburg 1320 1783-09-29 Münter GF Hannover Dresser Hamburg Dankt für Übersendung von Kopien des Ekl. Rituals; hat Sendung von Dresser erhalten; sendet Briefe von Ditfurth zurück; sendet 2 weitere Grade, sobald Dresser Protokoll und unterzeichneten Eid zurückgesendet hat; Münters "Missiv an die Zinnendorfer Br." noch nicht fertig; will damit dem Zinnendorfischen System "zum besten der Betrogenen" einen Streich spielen; dankt für einen gedruckten Aufsatz Dressers Ditfurth
StA Hamburg 1263 1783-09-29 Cobenzl JL Wien Weishaupt Ingolstadt
StA Hamburg 1254 1783-09-30 Ditfurth Wetzlar Knigge Heidelberg Bezieht Knigges Vergleich Freunde-Kleider-wechseln auf sich selbst: er tut sowas nicht, schließlich habe Knigge die Korrespondenz abgebrochen und vorher schon nicht aufrichtig geschrieben, sondern Dinge verheimlicht; Knigge habe Karl aufgenommen, nun sage er, er habe davon nichts gewußt - er stehe also mit sich selbst im Widerspruch; ob er mit Knigge in O-Angelegenheiten zufrieden sein soll, mögen unbefangene O-Mitglieder entscheiden; soll selbst prüfen, ob er die Vorschriften eingehalten habe; wirft ihm indirekt die Aufnahme ungeeigneter Männer vor; habe er sich selbst geprüft, kann ihm an seinem Urteil nichts mehr liegen; möchte nun Knigges Vorwürfe hören: seien sie privat, versichert er Remedur, bezögen sie sich auf den O, soll dieser entscheiden; "Pröcks Proceß will ich empfehlen, es gehet am CammerGericht nicht so geschwinde, als im Illum: O, wo man ganze Provinzen im Umsehen bevölkern kann - Noch heut werde ich mit Fahnenberg reden" Pröck, Fahnenberg
SK04-142 1783-09-30 Falcke Hannover Bode Weimar Ablehnung der Offenbarung durch den O, dies kritisiert Falcke
SK01-198 1783-10-01 Ernst II. von Gotha Gotha Weishaupt Ingolstadt 3
StA Hamburg 1258 1783-10-01 Dalberg CT Mainz
SK04-226 1783-10-01 Helmolt Gotha Bode Weimar
StA Hamburg 1254 1783-10-02 Ditfurth Wetzlar Weishaupt Ingolstadt Sendet sein 'Primo' und ein Schreiben Grolmanns; werde sein Plan (?) genehmigt, nimmt D. den Namen "Bruno" an, jeweils mit einem "Ex" dabei, also "Bruno, Ex-Minos"; hat seit einem Jahr den ersten Brief von Knigge bekommen Knigge, Münter GF, Grolmann
SK01-040 1783-10-02 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar
SK01-200, SK01-201 [6] 1783-10-04 Ernst II. von Gotha Gotha Weishaupt Ingolstadt
SK04-030 1783-10-04 Dörrien Leipzig Bode Weimar
StA Hamburg 1264 1783-10-05 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Erwähnt eigenes Schreiben an Weishaupt vom 30.9. aus Mannheim; bekam 3.10. Bericht von Schröckenstein, hofft, nun seine Inspektion ordnen zu können; Schwaben unterbesetzt, dadurch geringe Wirkungskraft; in Heidelberg neue Loge errichtet mit Knigge als Dep. Meister, mehrere Minervale darin Mitglieder, Knigge will sie dem Ekl. Bund anschließen; Starhemberg im Mißverständnis mit Franz G. Lang, hat Briefe beider gelesen, Lang hat Br falsch behandelt, Starhemberg also im Recht; Weishaupt soll Miegs diesbezüglichen RZ beurteilen; Alexander Seckendorf wird ihn demnächst besuchen und das Vorgehen in den Niederlanden besprechen, fragt, ob er ihn befördern bzw. Höhere Mysterien geben soll; wünscht O-Geographie von Brabant; soll Seckendorf den Herzog von Sachsen-Teschen aufnehmen?; bittet für Brabant um Hefte in Französisch; fragt, ob Seckendorf auch in Frankreich tätig werden soll und ob er ihn zum Provinzial für Brabant ernennen soll; fährt für einige Tage nach Freinsheim (dort sind: Bachelle, Retzer) Knigge, Franz G. Lang, Starhemberg, Alexander Seckendorf
SK01-217 1783-10-06 Ernst II. von Gotha Gotha Lühe Gotha
SK04-227 1783-10-06 Helmolt Gotha Bode Weimar
StA Hamburg 1254 1783-10-07 Knigge Heidelberg Ditfurth Wetzlar Karl nicht von ihm, sondern von Bode aufgenommen; hat ihn danach nur einmal kurz gesprochen und seit 5 Jahren keinen Briefwechsel mit ihm; hat Karls Aufnahme verschwiegen, da er ihm dazu ein Ehrenwort gegeben hatte; hatte bereits vor 2 1/2 Jahren den Befehl, sich Karl und Ferdinand "zu entdecken"; daß unter 500 Leuten, die er aufgenommen hat, auch schwächere sind, "glaube ich gern"; meint, das das von ihm geleistete Gute die Fehler aufwiegt; fast alle Oberen in 5 Provinzen von ihm aufgenommen; hatte beklagt, daß Ditfurth Rüling beschimpft habe, lobt dagegen Rüling, den Stolberg-Roßla auch kenne; kritisiert Ditfurths negative Einstellung zu Bode, der "für den O die solidesten ... auf Zweckmäßige Erziehung abzielende Einrichtungen macht"; kritisiert Ditfurths vorschnelles Urteil über andere, diese Eigenschaft habe Weishaupt auch; wehrt sich gegen den Vorwurf, Leute aus "Neben-Absichten" aufgenommen zu habe bzw. mit sich selbst in Widerspruch zu stehen; hofft, daß Ditfurth sein Unrecht einsieht Karl, Bode, Ferdinand, Rüling, Stolberg-Roßla, Weishaupt
SK04-228 1783-10-07 Helmolt Gotha Bode Weimar
SK01-222 1783-10-08 August von Gotha Gotha August von Gotha nimmt im Auftrag von Helmolt seinen Sekretär Schenk in den O auf Schenk 4
SK07-112 1783-10-08 Stolberg-Roßla Neuwied Bode Weimar Stolberg will zuerst den O aufbauen und formen, dann einen Konvent (Vorschlag Knigges ist gemeint)
SK07-183 1783-10-08 Wehmeyer Gotha Bode Weimar Roßberg..., dort fälschlich als an Bode adressiert
SK06-080 1783-10-08 Nagant Hamburg Bode Weimar Antwort auf 3. 10.; Versichert B. seine Freundschaft; N. hat 8 Tage zuvor von William Pen (nicht von Simonides!) Hefte der blauen FM-Grade erhalten; hat die 5 Fragen zum 2. Grad beantwortet; fragt, ob der Orden Fortsetzung der FM sei; kennt Wiener Journal für FM nicht, will aber Subskribenten werben; dankt für Kopiererlaubnis für die 3 genannten Grade; Anmerkungen zur Assoziation (EB) Rüling
SK04-143 1783-10-09 Falcke Hannover Bode Weimar Bekam durch Rüling Bodes Aufsatz zum von Knigge geplanten Convent; hat Provinzialat niedergelegt
StA Hamburg 1320 1783-10-10 Münter GF Hannover Dresser Hamburg Sendet Grade des Minerval dirigens und des Ill. minor; "Letzterer wird Sie gewiß charmiren"; Ditfurth wird in für die höheren Grade weiter betreuen (Dresser starb bald darauf); da Hamburg nicht zu Münters Provinz gehört, soll Dresser geheimhalten, von ihm diese Grade erhalten zu haben; soll gegenüber Exter vorsichtig sein; möglicherweise hat Exter bereits wegen des Ekl. Bundes Kontakte zu hohen Illuminaten; kritisiert die Formulare zu den Konstitutionen des Ekl. Bundes in mehreren Punkten; fühlt "den Druck der alten Maurerhierarchie noch zu sehr" Ditfurth, Exter
StA Hamburg 1256 1783-10-10 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Stolberg beendet mit diesem Brief eine längere Korrespondenzpause zwischen beiden; ohne "wenigstens scheinbare Versöhnung" zwischen Weishaupt und Knigge drohen dem Orden Nachteile; Knigges Briefwechsel mit Bode und anderen hat seine Differenzen mit Weishaupt zum Thema, Knigge zieht viele auf seine Seite; sendet 2 von Knigge mitgeteilte Briefe Bodes, die Knigges "Gewalt ... über seinen (d.i. Bodes) Kopf und Herz" zeigen; "Die zwei Hauptursachen, warum Philo so sehr auf ein Convent dringt, sind: 1. Die politische Regierung im O. den Händen eines Einzigen zuentreißen, um sie den Händen mehrerer anzuvertrauen, und seinen Fürsten hier Pläze anzuweisen"; auch andere äußern Bedenken, daß sich "ein feiner Schurke auf den Gipfel schwingen" könnte: "welche furchtbare Maschine! Wie weit über die Jesuiten erhaben!"; mischen sich die Fürsten in diesen Disput ein, "dann haben wir offenbahre Händel"; deshalb ist er für einen "Conseil permanent": " Wir können die Mitglieder desselben so bestimmen, daß wir doch immer die Oberhand darinnen haben ... Es scheine Republique, und wäre doch eine gewöhnliche Monarchie. Selbst unser Baco von Verulam erschrikt vor den Gedanken, was aus unsern O. werden könnte, wenn ein feiner Spizbube sich des Ruders bemächtigte!"; Knigge möchte den ursprünglichen Regentengrad wieder einführen, da "mit der Abschaffung dieses Grades der republicanische Geist ganz verschwindet"; Stolbergs Leute mit jeder Änderung der Grade unzufrieden, daher konnte der neue Regentengrad, der nur noch eine Instruktion ist, nicht eingeführt werden; schrieb gleichen Tages an Knigge, um ihn von der Idee eines Konvents abzubringen; Knigge wird unbedingt auf einem "Conseil permanent" und der Beibehaltung des Regentengrades bestehen; durch dies herrscht "allgemeine Verwirrung" im Orden, die ihm zuviel Arbeit macht; Austritte und damit verbundene Unmutsäußerungen machen negativen Eindruck auf "das ohne dis schon genug mit uns beschäftigte Publicum"; Weishaupt soll mit Knigge Frieden schließen Knigge, Bode, Karl von Hessen, Ferdinand von Braunschweig, Dalberg CT,
StA Hamburg 1256 1783-10-10 Kleuker Beschwert sich über die Aufnahme des als "Religions-Spötter" bekannten Mauvillon; als Kenner der Religionsgeschichte ist für ihn Boulangers Buch ein "ballet hinkender Hypothesen" Mauvillon, Boulanger
StA Hamburg 1253 1783-10-10 Starhemberg Eichstätt Weishaupt Ingolstadt Übersendet Gerstners Exemplar von Bayles "Dictionnaire" (!); Beförderung von Hompesch durch W offenbar untersagt; "Berengarius" will gehört haben, daß Dalberg und Walderdorff "abtreten wollen"; S begrüßt dies; "Lacidas" (?) sei man "gewissermaßen auch schon los"; dieser hat die Zahlung der Beiträge und die Einsendung der QL verweigert und die Einsetzung jüngerer Oberer kritisiert; Arnolds Abgang u. Langs Verwirrung; "Das, was wir aus der Schrift des Gen. Vic. Wissen, ist noch lange nicht alles"; kündigt sich für Anfang November an, wenn er nach Innsbruck geht Gerstner, Bayle, Hompesch, 'Berengarius ', 'Lacidas ', Dalberg CT, Walderdorff, Arnold, Lang
StA Hamburg 1256 1783-10-10 Stolberg-Roßla Neuwied Knigge Heidelberg
SK04-031 1783-10-12 Dörrien Leipzig Bode Weimar
SK06-288 1783-10-13 Rüling Hannover Bode Weimar
SK06-289 1783-10-13 Rüling Hannover Bode Weimar
SK02-098, SK01-099 [7] 1783-10-14 Weishaupt Sandersdorf Ernst II. von Gotha Gotha
StA Hamburg 1254 1783-10-15 Ditfurth Wetzlar Weishaupt Ingolstadt Ist mit Amtsgeschäften überhäuft; hat an Knigge geschrieben und schickt dessen Antwort mit; darin demaskiert sich Knigge als Schurke, denn er will ihn gegen Weishaupt und den O aufbringen und "abermahlen mit meinen Pfoten Castanien aus dem Feüer hohlen"; will den Kontakt zu Knigge beenden; wird sich nicht gegen den O stellen, auch wenn Knigge beweisen könnte, daß Weishaupt den O erfunden habe (!!!); stimmt dies aber, würde es seine Verehrung von Weishaupt nur steigern; Knigge will Weishaupt hintergehen und den O-Plan untergraben; falls eine Sache gut sei, komme es nicht auf ihr Alter an; gegen Knigges Unruhestiftereien möchte er seinen Plan eines "Exemtoriums" verwirklichen, bittet um Weishaupts Zustimmung Knigge, Vulpius
SK07-237 1783-10-15 Weishaupt Ingolstadt Bode Weimar
SK07-236 1783-10-15 Weishaupt Ingolstadt Bode Weimar
StA Hamburg 1254 1783-10-17 Ditfurth Wetzlar Knigge Heidelberg wehrt sich gegen den Vorwurf, andere mißhandelt zu haben; Knigge hatte den Briefwechsel mit ihm vor einem Jahr eingestellt; kritisiert bei Knigge Intoleranz und fragt nach dessen Gründen für die negative Einschätzung seiner selbst; über den negativen Einfluß "verkappter Schurken" auf Fürsten; Aufnahme der Fürsten mußte von oberster Stelle im O genehmigt werden; als er die Grade nur bis zum Ill. minor hatte, war er für deren Aufnahme, da man über die Fürsten im Sinne des O wirken könnte; nach Erhalt weiterer Grade fing er an den Prinzen in der FM zu widersprechen und machte sie sich in Wilhelmsbad zu Feinden; hätte er die Fürsten schon früher aufnehmen können, hätte Wilhelmsbad eine andere Wendung bekommen; "Ich war also nur die Katze, mit deren Pfote Sie die Castanien aus dem Feuer hohlten", wenn man die Fürsten dann doch aufnehmen wollte, den O durch einen Konvent bekannt machen und mit der SO verbinden wollte, obwohl diese "hauptsächlich durch meine Bemühung in den lezten Zügen liegt"; widersprüchlich sei es von Knigge, einerseits die SO als "Narren System" zu bezeichnen, andererseits die Prinzen zu O-Oberen zu machen und mit der Verbindung O mit SO letzterer wieder aufzuhelfen; ob die Aufnahme der Prinzen nützlich sei, können er und auch Knigge nicht beurteilen; später hat er erfahren, diese Aufnahme sei gegen die O-Regeln, diese "Os Wahrheit" habe er dann gepredigt und sich mit anderen über die Fürsten, ihre Thorheit, ihre Schmeichler, Despotismus, Pfaffen ausgetauscht; nun sind sie im O, und er fühlt sich hintergangen; beklagt, daß er nun angegriffen und als Lügner bezeichnet wird; steht in Gefahr, von diesen Fürsten verfolgt zu werden; Knigges Schwager Friedrich W. Baumbach hätte in seinem Lebenslauf nie gesagt, der regierende Landgraf von Kassel habe mit ihm Sodomie treiben wollen, wenn er geahnt hätte, daß dessen Sohn Karl aufgenommen werden soll und diesen Lebenslauf lesen könnte; wer Karl aufgenommen hat, Knigge oder Bode, spielt keine Rolle; hat Bode nach Vorschrift und mit Erlaubnis Karl u.a. bis zum Regenten aufgenommen, so rechtfertigt das Bode, und Knigges Versprechen, die Aufnahmen nicht zu verraten, macht keinen Sinn; so aber habe Knigge auch Bode in Gefahr gebracht; wenn Knigge schon vor 2 1/2 Jahren den Auftrag hatte, Karl und Ferdinand aufzunehmen, widerspricht dies Knigges Äußerungen ihm gegenüber, man solle keine Fürsten aufnehmen; falls der O hier eine Doppelstrategie treibe, werde er mit einigen der besten Männer austreten, Knigge hätte dann endgültig sein Vertrauen verloren; beruft sich auf Weishaupt, dem er vertraue; falls tatsächlich eine Doppelstrategie im Spiel sei, müsse Knigge mit ihm (Ditfurth) zusammen austreten; falls Knigge tatsächlich 500 Männer aufgenommen und zur gemeinsamen Sache vereinigt hat, sei dies eine große Tat; da er die meisten aber nicht kennt, will er erst wissen was Knigge unter "Männern" verstehe; bei einem Diebstahl, den Gottlieb Münter erlitten hatte, machte Rüling eine Falschaussage, mit der er Münter belastete, dies muß er als Jurist negativ beurteilen; hätte auf diesem Hintergrund Rüling nicht zum Provinzial gemacht; was Stolberg-Roßla u. a. darüber denken, zählt für ihn nicht; kritisiert Bode als Kriecher (vor den Fürsten) und ruhmsüchtig, Bode "will nie gehorchen, nimmt aller Orten den Lehrton an, und hat eine sehr große Idée von seinem feisten Ich"; Bode paßt nicht zum O, und seine Mitgliedschaft kann viele in Niedersachsen vom O abschrecken; aus Knigges diversen, teils widersprüchlichen Äußerungen liest er indirekt den Verdacht, er habe Nebenabsichten im O; hat Knigges Zirkular für den Konvent an die Nationaldirektion geschickt, da Knigge nicht das Recht habe, Konvente auszuschreiben; falls es zu einer Vereinigung mit der SO kommt, tritt er mit Grolmann, Riedesel und allen Ekl. Logen aus dem O aus Karl, Ferdinand, Ernst II. von Gotha, Bode, Friedrich W. Baumbach, Spartacus, Ludwig F. Cobenzl, Rüling, Falcke, Johann Chr. Eschwege (?), Münter GF, Stolberg-Roßla, Grolmann, Riedesel
StA Hamburg 1258 1783-10-17 Dalberg CT Erfurt Mieg Heidelberg
StA Hamburg 1253 1783-10-18 Starhemberg Eichstätt Weishaupt Ingolstadt Ist im Begriff, nach Regensburg zu reisen; übermittelt den Wunsch Costanzos, sich mit W zu versöhnen Costanzo
SK04-032 1783-10-18 Dörrien Leipzig Bode Weimar
SK01-223 1783-10-19 August von Gotha Gotha Bode Weimar
SK05-202 1783-10-19 Lühe Gotha Bode Weimar
StA Hamburg 1258 1783-10-20 Dalberg CT Erfurt Mieg Heidelberg
SK02-169 1783-10-22 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha Streit Knigge - Weishaupt + Weiterführung des O in Sachsen + Knigge und Weishaupt ausschalten Knigge, Weishaupt 2
SK04-229 1783-10-22 Helmolt Gotha Bode Weimar
SK01-041 1783-10-24 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar Bode wird nach Gotha kommen + Streit Knigge-Weishaupt + Kritik an Charakter Knigges + O-System in 'republikanisch-aristokratischer' Verfassung weiterführen Knigge, Weishaupt
SK06-081 1783-10-25 Nagant Hamburg Bode Weimar ebd.
StA Hamburg 1264 1783-10-26 Mieg Freinsheim Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 8.10.; begrüßt Knigges angekündigten Austritt, da sie beide für gute Zusammenarbeit zu verschieden sind; "Er ist die veränderlichkeit und Eitelkeit selbsten, und welcher mann von etwas Kopf und festem sinne kann sich wohl von einem solchen leiten und führen lassen. Was und wo Philo etwas gutes anfängt und unternimmt, das alles hat keinen bestand, weilen Er unrein in absichten, undelikat in der wahl der personen, veränderlich in der Zuneigung; unvorsichtig in seinen äusserungen, und ganz widerspruch mit sich u. mit der izigen welt ist"; Knigge und Schröckenstein werden "das Kürzere ziehen"; Ditfurth ist grundehrlich, aber in seinen Äußerungen zur Religion zu frei und unvorsichtig, predigt überall und schafft sich so Feinde; falls er sich beherrscht, ist er zum Inspektor geeignet; sprach ca. 18.10. mit Hetzler, der Ditfurth sehr lobt und nun Knigge "in seinem wahren lichte" sieht; sendet Inspektoratsbericht an Stolberg-Roßla, fragt, ob dies so bleiben soll; "Campanella ist ein kluger, vorsichtiger, Edler Oberer"; neuer Provinzial auch für Mieg ist Karl Th. Dalberg, den er wegen seiner Freundschaft und Pünktlichkeit lobt; durch ihn wird der O nach innen und außen gewinnen; hat bislang 3 Briefe von ihm, die seinen Eifer deutlich zeigen; Zweibrücken heißt nun "Thyatera"; Hopf leitet Schlosser und die anderen so gut, daß er ihn zum Priester und zum Präfekten für alle badischen Länder befördern will; an wen soll Hopf dann seine Berichte senden?; empfiehlt Lorenz Schweickhard als Präfekt für Speyer, Worms etc.; "Er ist aufgeklärt, beredt, thätig, und pünktlich in allem was ihm aufgetragen wird, besonders ein mann zum würken im Großen plane"; ist mit seinen Oberen und dem Zustand seiner Präfektur zufrieden; stimmt Weishaupts Urteil über 'Horus' vollständig zu Knigge, Schröckenstein, Ditfurth, Stolberg-Roßla, Hetzler, Dalberg CT, Hopf, Schlosser, Lorenz Schweickhard
StA Hamburg 1256 1783-10-26 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Antwort auf Brief von Weishaupt; Orden ist in einer kritischen, fatalen Lage; Knigge schürt Verdacht gegen das Direktionssystem des Ordens und gegen Weishaupt und Stolberg, sucht überall Anhänger, hat "eine schädliche Gewalt" über Bode; vermutet Rüling unter Knigges Einfluß, da er sich nicht meldet; Ditfurth beweist seinen Eifer für den Orden, indem er über Knigge schimpft; Stolbergs Mitarbeiter werden "über unsre Lumpen, Pietisten, Schwärmer, Narren pp sehr hizig" und ihr Engagement sinkt; Ditfurth vermutet, Mieg habe das ihm versprochene Inspektorat erhalten, und hetzt gegen diesen; "Die Gährung breitet sich immer weiter aus"; vermutet, Knigges Einflußbereich werde wachsen, wenn einige Unzufriedene Partei ergreifen; Stolberg hat Knigge gegenüber auf Weishaupts Rat Unzufriedenheit mit Weishaupt gezeigt, falls er nun gegen Knigge vorginge, sei der Nutzen für den Orden zweifelhaft; Knigge drohte, an die Öffentlichkeit zu gehen, obwohl ihm das selbst schaden würde; nur aus Furcht vor Knigge will Ludwig Cobenzl diesen "in die kleine Anzahl derer nehmen, welche das Wohl des ganzen O. besorgen sollen"; falls Knigge bekannt gibt, er selbst habe das Gebäude ausgeführt, werde dies den Orden tödlich treffen; Orden macht im Elsaß keine Fortschritte, da Knigge dort als Mitstifter genannt wurde; Stolberg will all dem nicht weiter zusehen und rät zu verstärkter Tätigkeit; befürwortet Cobenzls Plan zu einer "patriarchalischen Regierung", selbst wenn Knigge dabei sei - "Nur ums Himmels Willen - Hand ans Werk!"; bei der geplanten Zusammenkunft (= Heidelberger Konvent) soll Weishaupt eingreifen: "Bestimmen Sie ... die Regierungsform, revidiren Sie die Grade, sezen Sie das philosophische, religiose, und politische System fest, und dann wollen wir den O. bald gedeihen machen. Unsre Schwärmer und Narren mögen austreten"; "Philo hat den Grundsaz, einem ieden Narren glauben zumachen, er werde in unsern höheren Graden seine Narrheit als die höchste Weisheit finden - Bis sie dahin kommen, glaubte er, könne man sie curiren ... Darum giebts jetzt der Misvergnügten so viele, weil sie ihre Thorheiten bei uns nicht finden"; schlägt vor, nicht alle Regenten völlig einzuweihen, denn "a. haben wir ziemlich viel erbärmliche Regenten. B. Wenn es bekannt würde, daß Philo einigermaßen Mitstifter ist; so würden viele mit Lärm zurücktreten"; Karl Th. Dalberg ist im Priestergrad (kleiner Regent); obwohl er und Knigge "gegen einander sprechen und schreiben" gilt er als Vertrauter Knigges; schlägt Ditfurth in der jetzigen Situation als Inspektor vor: "Diese Erhöhung wird des Valerius Ehrgeiz ganz befriedigen, und ihm seine Soupçons benehmen"; schlägt als dessen Nachfolger im Provinzialat Riedesel vor, da er den von Ditfurth favorisierten Grolmann nach persönlichem Kennenlernen für ungeeignet hält; über Riedesel: "... Der kein Pfaffen-Knecht ist ... Der aber klug genug ist, auch die Wahrheit da nicht zupredigen, wo er Anstoß und Aergerniß erregen würde - kurz für den stehe ich, und bin versichert, daß ich von ihm und Baco mehr Nuzen und Ehre haben werde, als von 50 anderen" Knigge, Bode, Rüling, Kleuker, Ditfurth, Mieg, Cobenzl JL, Kröber, Dalberg CT, Wendelstadt, Grolmann, Riedesel, Ockel
SK05-203 1783-10-26 Lühe Gotha Bode Weimar
StA Hamburg 1254 1783-10-27 Ditfurth Wetzlar Weishaupt Ingolstadt Antwort auf Brief Weishaupts; dankt für das große Lob; seine Selbsteinschätzung; hat erneut Brief von Knigge, den er mitschickt; Knigge wird weiter Gift verspritzen, aber er ist außer bei wenigen Leuten allgemein verhaßt; möchte von Knigge seine Briefe und den Lebenslauf zurück, "Der Kerl kann mit einzelnen Briefen, wo ich in dem größten Vertrauen über Religion, Pfaffen und Printzen mit ihm sprach, groß Unheil anrichten"; hat sich deshalb an Mieg gewendet; Mauvillon berichtet über Kassel, wo der alte Landgraf im Einklang mit Karl "durchaus Geister sehen will, deshalb betet, räuchert, fastet"; Knigges Vorschläge passen genau dazu, denn er will, um den Prinzen zu gefallen, "Dummheit und Aberglauben mit dem O verbinden"; Starck hat eigenes System, steht mit Waldenfels in Verbindung; letzterer hat in Kassel wahrscheinlich höhere, starckische Mysterien verteilt; befürchtet Zusammenschluß von Starck, Waldenfels, Knigge und den Prinzen, wodurch ein "Drache" entstehe, den man bekämpfen müsse; Gottlieb F. Münter hat höhere Grade für den Ekl. Bund entworfen, die er zusenden will; möchte gegen Knigge schreiben und dies im O verteilen; ist momentan damit beschäftigt, seinem aus Amerika gekommenen Bruder eine Stelle als Lieutenant zu verschaffen; nennt in diesem Zusammenhang seinen Onkel, Generallieutenant Ditfurth einen "ertz Filz und Bösewicht"; traut Stolberg und Kröber nicht zu, energisch genug gegen Knigge vorzugehen; lobt Wendelstadt, Johann L. Bleibtreu, Ockel; falls die "illum. Exemti" gebilligt werden, nimmt er außer Wendelstadt und Bleibtreu niemand in Neuwied dazu; hat Schröckenstein seine Ansicht über Knigge geschrieben und bedauert nun, zu hören, daß beide Verbündete seien; bittet um Urteil über beigelegte, eigene juristische Arbeit (gedruckt); möchte diese Schrift an Joseph II senden und zugleich seinen Bruder empfehlen, fragt dazu nach O-Kontakten; Hetzler möchte ebenfalls ein Projekt dem Kaiser empfehlen Knigge, Mieg, Mauvillon, Karl, Starck, Waldenfels, Bürgel, Canitz, Grolman, Münter GF, Wendelstadt, Bleibtreu JL, Ockel, Schröckenstein, Johann Chr. Eschwege, Joseph II, Hetzler
StA Hamburg 1262 1783-10-28 Bode Weimar Weishaupt Ingolstadt Bode schickte seine Biographie an Knigge (ist vorhanden) + Streit Knigge-Weishaupt gefährdet O + Bode charakterisiert Knigge + Weishaupt soll sich mit Knigge aussöhnen Knigge
SK02-170 1783-10-28 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha
SK06-216 1783-10-28 Rinck Jena Bode Weimar
SK04-230 1783-10-29 Helmolt Gotha Bode Weimar
SK03-224 1783-10-29 Born Wien Koppe Göttingen
StA Hamburg 1264 1783-11-01 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Bekam 29.10. Weishaupts Ausarbeitung zum Vorschlag eines 'conseil permanent', schrieb es ab und leitete es 31. Bode zu; wird Kopie mit anderen O-Papieren an Stolberg-Roßla senden; stimmt Weishaupt im großen Ganzen zu, kritisiert aber die Ansicht, "was liegt daran ob das gebäude tausend jahr früher oder später zustande kommt"; die Besserung einer "durch und durch corrumpirten welt" muß man sofort beginnen, auch sind genügend geeignete Leute vorhanden; sprach tags zuvor lange mit Knigge, der über Ditfurths 'beleidigenden ton, ungerechte vorwürfe" klagt; Knigge wünscht Aussöhnung mit Weishaupt durch Miegs Vermittlung, wobei er Knigges Verdienste um den O betonen soll; Mieg antwortete, er wisse von Knigges Streit mit Weishaupt nur aus Weishaupts Brief an Bode, wolle sich heraushalten, und riet Knigge, sich an den O selbst zu wenden; Mieg versprach nolens volens seine Vermittlung, Knigge stellte als Bedingung, daß er die Leitung von Holland bekomme; Mieg stellte sich hier unwissend; falls keine O-Geographie für Brabant vorhanden, entwirft er sie selbst und legt sie zur Beurteilunh vor; falls Alexander Seckendorf in Brabant Fortschritte macht, kann man ihm später Holland und Frankreich zur Einrichtung des O anweisen; Stolberg-Roßla hat 4-5 Hefte ins Französische übersetzen lassen, der Rest soll nun in Mannheim übersetzt werden; erinnert daran, Hopf zum Präfekten für Stuttgart bzw. Württemberg zu machen Bode, Stolberg-Roßla, Knigge, Ditfurth, Alexander Seckendorf, Hopf
SK01-042 1783-11-01 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar
Danske FMO 1783-11-01 Ditfurth Wetzlar Karl von Hessen 4
SK04-022 1783-11-02 Ditfurth Wetzlar Bode Weimar
StA Hamburg 1253 1783-11-03 Starhemberg Eichstätt Weishaupt Ingolstadt Hat W drei Wochen zuvor in Ingolstadt nicht angetroffen; übermittelt Brief von Lang; hat Cobenzl sein Provinzialat "auf einige Monate" überlassen und dafür das Superiorat der MK übernommen; berichtet über erste Erfolge Franz Gerog Lang, Cobenzl JL
SK05-165 1783-11-03 Löwenstern St. Petersburg Bode Weimar
SK01-043 1783-11-04 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar Bode hält mit Helmolt MK in Gotha ab, Ernst will teilnehmen + Schottische Grade Helmolt
StA Hamburg 1262 1783-11-05 Bode Weimar Weishaupt Ingolstadt Ernst bietet Weishaupt Stelle als Geistlicher (!) in Gotha an, eventuell durch Vermittlung Dalbergs Lehrstuhl in Erfurt Ernst II. von Gotha, Knigge, Dalberg
SK01-224 1783-11-05 August von Gotha Gotha Bode Weimar Bode war bei August von Gotha zu Besuch
SK01-224 1783-11-05 August von Gotha Gotha Bode Weimar
SK04-071 1783-11-06 Eberstein Erfurt Becker Weimar
SK07-238 1783-11-07 Weishaupt Ingolstadt Bode Weimar ebd.
StA Hamburg 1256 1783-11-08 Kleuker Bittet um Erklärung einiger Stellen aus den Ritualen, was aber keinen Einfluß auf seine "äußere" Tätigkeit für den Orden habe; zitiert Stellen aus dem Ill. Minor, vergleicht Stellen aus dem Schott. Ritter mit Saint-Martin; fragt nach der Bedeutung des "flammenden Sterns", der Trinität, den Elementen, Aufbau des Universums etc.; Kleukers Interpretation/Übersetzung des Freimaurerwortes "Mac Benac": nicht: "sie haben deinen Sohn erschlagen", sondern vielmehr: "schlage deinen Sohn Sc. O Jehova!" Saint-Martin
SK01-044 1783-11-08 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar
StA Hamburg 1263 1783-11-08 Cobenzl JL Wien Weishaupt Ingolstadt
SK04-073 1783-11-08 Eberstein Erfurt Bode Weimar
SK07-184 1783-11-09 Wehmeyer Gotha Bode Weimar
SK02-171 1783-11-09 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha
SK02-172 1783-11-10 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha
SK01-045 1783-11-11 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar
StA Hamburg 1264 1783-11-12 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 5. und 7. 11.; Knigge war krank, Mieg wird ihm Weishaupts Antwort mitteilen, wenn er fragt; bekam von Weishaupt Brief von Ditfurth über dessen Streit mit Knigge; fand darin nichts Beleidigendes; Knigges Wirkungsart nicht für den O geeignet; <größere Lücke> Weishaupt hat Montgolfiers Erfindung vorausgesagt, was Mieg sehr freut; das "Entwikkelungssystem" wird ihm immer plausibler; fragt nach den Gründen für Ideen vom Messias, vom Welterlöser etc; falls keine O-Geographie für die Schweiz vorhanden, erstellt er sie selbst; will Hopf als Präfekt für Baden und Württemberg vorschlagen Knigge, Ditfurth, Montgolfier, Hopf
SK07-064 1783-11-13 Schwartz Braunschweig Bode Weimar SO ist eingeschlafen + Schwartz nun für O tätig
SK01-202 1783-11-13 Ernst II. von Gotha Gotha Weishaupt Ingolstadt
SK06-217 1783-11-13 Rinck Weimar Bode Weimar
SK05-030 1783-11-14 Knigge Heidelberg Bode Weimar Ditfurth ist für Konvent + Veröffentlichung Akten Wilhelmsbad hat viele FM verunsichert + Bode soll nach Heidelberg kommen + Weishaupt herrschsüchtig + ohne Knigge wäre der O jesuitische Schulanstalt + Bode soll zwischen Knigge und Weishaupt vermitteln + Neuaufnahmen Ditfurth, Weishaupt, Titus, Hesiodus, Uetterodt (beide)
StA Hamburg 1256 1783-11-15 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Sendet Brief Miegs zurück; dessen Lob und Achtung für Karl Th. Dalberg werde von diesem erwidert; bekam Weishaupts "Aufsaz gegen Conseils oder ähnliche Einrichtungen" und wird ihn zirkulieren lassen; befürchtet keinen Mißbrauch des Ordens, wenn die "Obern-Stellen" richtig besetzt sind; Knigge schrieb ausführlich über seine Ordensgeschäfte und die Gründe für einen "Conseil", in seiner Antwort widerlegt er Knigges Ideen; sendet mit gleicher Post Brief an Riedesel mit der Bitte um Übernahme des Provinzialamtes; schlägt Friedrich von Homburg als Leiter der 3. Inspektion vor, falls Ernst von Gotha ablehnt; meldet 3monatiges Schweigen Rülings; hat keine Nachricht von Sonnenfels: "Ich habe genug von ihm gehört, um auf meiner Hut zu seyn"; sendet "Primo" von Kleuker, der hinter all dem eine tiefere Bedeutung vermutet, was Stolberg "für maurerische Possen" hält Mieg, Dalberg CT, Knigge, Ditfurth, Riedesel, Friedrich von Homburg, Ernst II. von Gotha, Rüling, Sonnenfels, Kleuker, Wendelstadt
SK01-046 1783-11-15 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar Ernst und Bode tauschen Materialien zum O sowie die Briefe von Knigge und Weishaupt aus + Bode übermittelte Mitgliederliste und O-Geographie + Ernst will Streit Knigge-Weishaupt schlichten Knigge, Weishaupt
SK07-113 1783-11-15 Stolberg-Roßla Neuwied Knigge Heidelberg Lage des O + Stolberg tritt aus wenn O jesuitisch wird + kritisiert Knigge und Rüling + bessere Stelle für Friedrich von Homburg im O gewünscht + Warnung vor Despotismus im O Rüling, 'Friedrich von Homburg '
SBB-PK Berlin, NL Nicolai 1783-11-16 Bode Weimar Nicolai Berlin Weishaupt: Hefte müssen gereinigt werden + Auskunft von Knigge über O-Hierarchie verlangt + Nicolai bekommt Bodes Korresp. mit Weishaupt zur Einsicht + Bode beantwortete Knigges Fragen für O-Konvent + Bode soll im Streit Knigge und Weishaupt vermitteln Gotha arbeitet weiter, wenn O im Reich Schaden erleiden sollte Knigge, Weishaupt 4
SK06-048 1783-11-17 Mieg Heidelberg Becker RZ Gotha Fragt nach der weiteren Planung von Beckers bzw. Goeckingks Zeitung; meldet, der Orden wolle eine eigene, politische Zeitung herausgeben Goeckingk
SK04-025 1783-11-18 Ditfurth Wetzlar Münter GF Hannover
SK04-232 1783-11-19 Helmolt Gotha Bode Weimar
SK07-114 1783-11-20 Stolberg-Roßla Neuwied Bode Weimar Stolberg wird Salzmanns Philanthropin unterstützen + Mitgliedern plaudern über O + Stellung von Karl und Ferdinand gegenüber O fraglich Salzmann FR, Karl, Ferdinand, Knigge
StA Hamburg 1282 1783-11-20 Kolborn Weishaupt Ingolstadt
SK02-100 1783-11-24 Weishaupt Ingolstadt Ernst II. von Gotha Gotha Ernst soll Inspektor Ionien und Aeolien werden + Karl wegen 'Pietismus' etc. nicht dafür geeignet + Karl hält den von Knigge verfaßten Rittergrad für das beste im System Karl, Knigge, Stolberg 1
Danske FMO 1783-11-24 Bode Weimar Licht Braunschweig Bode fragt nachSchriften der SO + Kapitel nach Weimar verlegen 3
SK07-240 1783-11-24 Weishaupt Ingolstadt Bode Weimar
SK02-173 1783-11-24 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha
StA Hamburg 1263 1783-11-24 Cobenzl JL Eichstätt Weishaupt Ingolstadt
StA Hamburg 1258 1783-11-24 Dalberg CT Erfurt Mieg Heidelberg
SK18-124 1783-11-24 Lauth Straßburg Koppe Göttingen Antwort auf 2 Schreiben Koppes, die Heisch bzw. Haller gebracht haben; bekam keine Antwort auf seine nach Wetzlar geschickten QLs; bittet um Erlaubnis, einige seiner Freunde anzuwerben; längere Ausführungen über Bedingungen/Eignungen für die Aufnahme; wünscht Aufnahme seines Bruders Thomas Lauth; Charakterisierung Ditfurths; will Haller weiter befördern; Streitigkeiten in der Loge um Sinn und Zweck der FM; Cagliostro hat diverse Maurer um 100 000 Gulden geprellt Heisch, Plessig, Türckheim, Salzmann FR, Lauth, Ditfurth, Haller, Cagliostro
StA Hamburg 1256 1783-11-25 Spittler Göttingen Bittet um Materialien für seine geplante Geschichte der Kurpfalz div. Kurfürsten der Pfalz
SK04-144 1783-11-25 Falcke Hannover Bode Weimar Bode besser als 'Steuermann' des O geeignet als Ditfurth; wünscht "wahre Christusreligion" im O; plädiert für Ehrenposten für Ferdinand; möchte Roßkampf aufnehmen Knigge, Weishaupt, Ditfurth, Ferdinand, Roßkampf
SK01-225 1783-11-25 August von Gotha Gotha Bode Weimar
SK05-077 1783-11-25 Köppern Kassel Bode Weimar
SK01-047 1783-11-26 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar Ernst sendet überarbeiteten Priestergrad zurück + Garve auf Vorschlag von Ernst und August von Gotha aufnehmen Garve, August von Gotha
SK06-024 1783-11-26 Heinrichmayr Freyberg Bode Weimar
SK04-233 1783-11-26 Helmolt Gotha Bode Weimar
SK03-136 1783-11-27 Bode Weimar Knigge Heidelberg Ankündigung Besuch Bodes in Heidelberg + O muß alle ihre Gespräche erfahren a Tumba sancta
StA Hamburg 1262 1783-11-28 Bode Weimar (?) Bode soll auf Kosten der Heidelberger Loge der SO zu den Beratungen kommen, mit Knigge, Wundt, Dalberg und Zentner + fährt Bode, wird er Karl in Hanau besuchen Knigge, Wundt, Dalberg WH, Zentner, Karl, Ferdinand
StA Hamburg 1264 1783-11-29 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Ließ Knigge in Ruhe, aber "gestern abend kam er angestochen mit ausfällen auf unseren O, mit versicherung: derselbe würde sich in seinem chaos baldigst auflösen, mit meldung: auch Wächter sey in Sebaste aufgenommen, und mit tausenderley Sticheleien, womit er mich außer meiner ganzen hoffnung gebracht hätte, wenn wir nicht im zimmer meiner gattin gewesen, wo auch seine frau zugegen. wir sprachen also sittig, so sehr es auch iedem von uns im innern kochte"; Knigge meint, Wächter werde dem O Schwierigkeiten machen und z.B. in Württemberg jeden aufnehmen, den er will; Mieg stellt dem die üblichen Verfahrensweisen des O gegenüber, Wächter werde keinen Erfolg haben, da er kein Vertrauen bei den O-Mitgliedern, den Logen und beim Herzog habe; Knigge droht indirekt mit Aufdeckung des O bei den Fürsten, sieht Gefahr für Weishaupt; Mieg entgegnet, Weishaupt habe sich aus O-Geschäften zurückgezogen; sagte Knigge, Weishaupt schrieb über Streit Knigge-Ditfurth: wird sich von selbst lösen, Weishaupt habe nichts gegen Knigge, also brauche Mieg nichts aussöhnen; Mieg und Knigge trennten sich dann im Zorn; Mieg meint, Knigge wolle neue FM gründen und dazu Bode zu gewinnen suchen und u.a. in Holland tätig werden; Weishaupt soll Karl Th. Dalberg vor Knigge warnen, sonst tut er dies selbst, "denn Philo ist ein Schwätzer; und ich lasse ihn nicht im geringsten in unsere Karte einsehen" Knigge, Ditfurth, Wächter, Bode
StA Hamburg 1262 1783-12-01 Bode Weimar Weishaupt Ingolstadt Versorgung Weishaupts durch Dalberg möglich + Ionien und Aeolien noch nicht stark bestzt, sodaß Inspektion durch Stolberg möglich + Bode wird Provinzial + Aufnahme von Karl und Ferdinand erfolgte auf Knigges Wunsch, nun Probleme mit Ditfurth + hätte Bode von Ditfurth als Mitgl. gewußt, hätte er die Prinzen nicht aufgenommen + Bode Gegner des Wilhbader Systems + Weishaupt lieferte absolut negative Charakteristik Knigges, stimmt diese, muß man ihn ausschließen Knigge, Ernst II. von Gotha, Dalberg, Karl, Ferdinand, Ditfurth
StA Hamburg 1256 1783-12-01 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Antwort auf Brief Weishaupts; wird "General-Bericht von der mir bekanten Lage des O in den 3 Inspectoraten" senden; die Mitgliederzahl nehme täglich zu, viele wünschen den Beginn der Ordenstätigkeit; bekam 30.11. Brief und Bericht von Rüling, dieser habe so lange geschwiegen, weil er ihn auf dem Heidelberger Konvent vermutete; Rüling spricht "für Vernunft und gegen Mystik", unter seiner Leitung wurde Meiners angeworben, der "seine Fragen ganz im Geiste des O. meisterhaft beantwortet hat"; Rüling klagt, er kenne die Mitglieder in Braunschweig-Wolfenbüttel nicht; Stolberg vermutet, Ferdinand von Braunschweig werbe für den Orden, ohne dies zu melden; will Bode fragen ob Schwartz und Marschall Mitglieder sind; sendet QL von Spittler an Weishaupt und Mieg, bittet um Hilfe für Spittler; sendet das "Primo" von Feder und fragt, ob er es selbst beantworten solle; Weishaupt soll die Führung von Feder und Meiners übernehmen (fühlt sich ihnen offensichtlich nicht gewachsen); Rüling fragt, ob es Mitglieder in Schwedisch-Pommern gebe, die den neu aufgenommenen Usedom leiten könnten; Koppe fragt nach Leitung für den neu aufgenommenen Friedrich Münter in Kopenhagen; "Eucharius hat dem Terentius Varro seine Vexier-Fragen geschickt. Vortreflicher hätten sie für den Mann nicht ausgearbeitet werden können"; will Kleuker die neuen "Anreden" senden; legt Brief von Karl Th. Dalberg bei, der dem Ex-Minister Sickingen wegen der langen Inhaftierung seines Vaters zürnt; Dalberg solle sich an Cobenzl oder Kolowrat wenden, Stolberg bittet hier um Unterstützung; Ditfurths Antwort wegen des Inspektorats steht aus; Ompteda hat Verbindung zum Orden verloren, braucht neue Leitung; wünscht die Übernahme des Inspektorats durch Ernst von Gotha Rüling, , Meiners, Ferdinand von Braunschweig, Bode, Schwartz, Marschall, Spittler, Mieg, Feder, Usedom, Koppe, Friedrich Münter, Wendelstadt, Kleuker, Dalberg CT, Graf Sickingen, Joseph II, Johann Ph. Cobenzl, Leopold Kolowrat, Ditfurth, Ompteda, Ernst II. von Gotha
SK07-115 1783-12-01 Stolberg-Roßla Neuwied Bode Weimar Rüling hat seine Listen etc. völlig in Unordnung + Frage ob Schwartz im O Rüling, Schwartz
SK02-174 1783-12-01 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha
StA Hamburg 1256 1783-12-02 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Antwort auf Brief Weishaupts; "Daß Sie über Aemilius, Philo, Fürsten pp aufgebracht werden würden, das konnte ich leicht vermuthen"; weist den Verdacht Weishaupts zurück, er begünstige "die Absichten der andern"; sendet Brief Bodes, der die gute Wendung der Sache zeige; wird an Bode und Ernst von Gotha schreiben; Knigges Hoffnungen werden nicht aufgehen; durch Weishaupts Aufsatz gegen das "Conseil" wird Rüling dem Orden nicht abtrünnig werden; Knigge könne sich nur noch an Karl von Hessen und Ferdinand von Braunschweig halten, die nie seine Freunde waren; will Ernst von Gotha an sich binden, ihm den Philosophengrad erteilen und auch dadurch gegen Knigge wirken; wird Kleukers Beantwortung der Fragen senden: "Sie werden mit Varro noch Arbeit bekommen" Bode, Knigge, Karl von Hessen, Ferdinand von Braunschweig, Rüling, Ernst II. von Gotha, Kleuker
SK04-175 1783-12-02 Göchhausen Eisenach Bode Weimar
SK05-162 1783-12-02 Loder Jena Bode Weimar
StA Hamburg 1256 1783-12-03 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Bekam Bodes Nachricht "von einem verfluchten Plan, welchen Philo vermuthlich aus Rachsucht" fasste; sendet Schreiben Bodes mit der Bitte um Geheimhaltung besonders gegenüber Ditfurth; Bode versucht, die Heidelberger auszuhorchen; will Bode sofort antworten Bode, Knigge, Ditfurth
SK05-031 1783-12-03 Knigge Heidelberg Bode Weimar Bode kommt nach Heidelberg + Knigge schreibt als FM, nicht als Illuminat + Bode hat mehrere FM, keine Ill, eingeladen (!)
SK07-116, SK07-117 1783-12-03 Stolberg-Roßla Neuwied Bode Weimar Stolberg verlangt genaueres Arbeiten Bodes und Einhaltung der Regeln + Knigges Vorschlag für O-Konvent + Karl mehr an Bode als an Knigge orientiert + Streit mit Rüling beendet Knigge, Karl, Rüling
SK02-113 1783-12-03 Stolberg-Roßla Neuwied Ernst II. von Gotha Gotha
SK04-231 1783-12-03 Helmolt Gotha Bode Weimar
SK01-048 und SK01-049 1783-12-04 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar Ernst sieht sich mit Bode an der Spitze des O + August von Gotha zum Regenten befördern + Obere richten O zugrunde August von Gotha, Lühe
StA Hamburg 1256 1783-12-05 Bode Weimar Stolberg-Roßla Neuwied Kannte Februar 1783 nur Knigge als Ordensoberen; auf dessen Aufforderung reiste er nach Kassel, um Karl von Hessen aufzunehmen; damals hielt er "eine Art von Coalition unter den Systemen der Illum. und der stricten Observanz, oder wenigstens eine geheime Verbindung unter ihren beyderseitigen Obern" für richtig und schlug deshalb auf Anraten Karls auch die Aufnahme von Ferdinand von Braunschweig vor; Knigge stimmte zu; beide bräuchten dazu "Gehülfen", wozu Bode Köppern, Hayn und Schwartz aufnahm; über diese Vorgänge erteilte er Knigge schriftlich und mündlich Bericht; seit Juni 1783 ist Bode in Kontakt mit Weishaupt, auch über die Prinzen; Weishaupts erste 3 Brief schickte er auf dessen Wunsch zu Karl und Ferdinand (8.8.83), Karls Antwort zurück an Weishaupt (4.9.83), Ferdinand antwortete nicht; kurz darauf meldete Schwartz, man müsse Ferdinand einen Ehrenposten geben, worauf Bode nichts zu antworten wußte; Reverse der Genannten sind noch in Bodes Hand; dies beweise, daß er nicht die Absicht hatte, in Rülings Provinz hineinzuwirken, zumal Knigge verlangt hatte, "die Prinzen gegen keine Obbr zu nennen" - Bode habe die Zustimmung der Oberen vorausgesetzt; auf Stolbergs Wunsch, Ernst von Gotha zum Inspektor zu ernennen, antwortet Bode mit Fragen nach Hierarchie und Leitung des Ordens: wem sei Ernst dann letztlich verantwortlich? Knigge, Karl von Hessen, Ferdinand von Braunschweig, Hayn, Köppen, Schwartz, Rüling, Ernst II. von Gotha
SK02-176 1783-12-05 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha Theorie und Praxis des O differieren + gegen Ditfurth + Gesetze des O höher als Weishaupt + Bode würde gerne Knigge ausschalten + Wächter konnte nur mit Einwilligung Ditfurths bzw. Weishaupts aufgenommen werden Stolberg, Dalberg, Ditfurth, Weishaupt, Knigge, Falcke, Wächter 2
SK02-229 1783-12-05 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha Falcke kennt O-Chefs nicht + Ekl. Bund ist Ditfurths Erfindung + Posten für Ferdinand nur bei 'geheimer' Vereinigung der Strikten Observanz mit O + Aufgaben des Inspetors aufgezählt + aktuelle Personalia der O-Spitze + Existenz anderer 'Nationen' ungewiß Falcke, Ditfurth, Ferdinand, Karl, Knigge, Beyerle, Rüling, Weishaupt, Stolberg-Roßla, Bassus
SK06-078 1783-12-05 Rüling Hannover Nagant Hamburg
SK03-137 1783-12-05 Bode Weimar Knigge Heidelberg
StA Hamburg 1254 1783-12-06 Ditfurth Wetzlar Weishaupt Ingolstadt Antwort auf Brief Weishaupts; Knigges Vorschlag eines "conseil permanent"; will "dem Schurken Philo" nicht mehr antworten; begrüßt, daß Weishaupt der O-Gründer war; wollte selbst eine Gesellschaft zur "rectification" der FM gründen und war froh, daß eine solche schon bestand; es wäre für den O alles besser gelaufen, wenn er an Knigges Stelle gestanden wäre und man diesen nicht aufgenommen hätte; beklagt, daß der O zu heterogene Mitglieder habe; die Prinzen und Bode wollen nur herrschen und befehlen; nun sei eine "Geheime Confoederation der Besten im O ... Durchaus nötig"; "Ich muß dazu meinen Vorschlag unbekannter sich einander selbst nicht kennender exemten wiederholen"; möchte - mit anderen Worten - den O durch eine homogene Gruppe unterwandern, kontrollieren und beherrschen; dazu könne man dann die besten FM aus dem Ekl. Bund anwerben, und das bewirken, "was Philo uns im profanirten illum. O so schändlich vereitelt hat"; dieser neue Bund brauche keinen Namen, denn ein Name sei "schon der halbe Weg zur Entdeckung"; an der Spitze dürften nur 6 - 9 Personen stehen, die die 'Exemten' und den Ekl. Bund leiten würden; so könnte man auch alle anderen FM-Systeme unterwandern; Knigge hat keine Geheimnisse, die man nicht auch im Kaffehaus oder von seiner Frau erfahren kann; fordert Weishaupt auf, mit ihm diesen Plan zu verwirklichen; will sich vorläufig Stolberg-Roßla anschließen Knigge, Bode, Karl, Ferdinand, Stolberg-Roßla
SK01-051 1783-12-06 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar Ernst vermutet Weishaupt als Stifter, Knigge nur Organ + nur Weishaupt hat Gesamtüberblick + Knigge hat übereilt die Falschen geworben + Knigges Plan eines O-Rates führt so in Anarchie + Weishaupt als alleiniger Führer bedeutet unbedingten Gehorsam, aber bessere Chancen zur Ausführung des Plans + falls Weishaupt Fehler macht, O auflösen + O-Rat aller Regenten nach Weishaupts Tod + Ernst vertraut Weishaupt + Ernst ist Republikaner + weitere Kritik an Knigge + 'Diktatur' des O führt zum Guten Weishaupt, Knigge, Ditfurth, Bassus
SK01-050 1783-12-06 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar Ernst kritisiert Karl und Ferdinand als nicht für O geeignet + O spiegelt den Besitz 'höherer Kenntnisse' vor, dadurch werden die Falschen angelockt Karl, Ferdinand, Knigge, Köppern
SK01-052 1783-12-06 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar
SK06-079 1783-12-06 Nagant Hamburg Bode Weimar TA Engel 143
SK01-054 1783-12-07 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar Ernst als Inspektor vorgesehen + Stolberg will Ernst als Coadjutor (im O) + Dalberg Inspektor II. Insp. + Absichten von Knigge und Ditfurth gehen auf neues System (nicht Illum.) Weishaupt, Stolberg-Roßla, Dalberg, Knigge, Ditfurth
SK04-196 1783-12-07 Göchhausen Eisenach Bode Weimar
SK07-157 1783-12-08 Uetterodt L Liegnitz Helmolt Gotha ebd.
SK02-177 1783-12-09 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha Enstehung und Verfassung des O hat Ähnlichkeit mit SO + republ. Verfassung für O mit O-Rat + Ernst soll Chef des ganzen O werden + Hund ohne Legitimation, dadurch wurde Ferdinand GrMstr Weishaupt, Hund, Ferdinand 4
SK03-138 1783-12-09 Bode Weimar Knigge Heidelberg
StA Hamburg 1256 1783-12-11 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Sendet Brief von Bode (sowie Auszug seiner Antwort), der beweist, daß Knigge seine Grundsätze weiterhin "listig" verbreitet; Bode und andere wollen den "Primo" wissen, nennt man diesen, sind sie enttäuscht, da Knigge vorspiegelte, Kaunitz mit Joseph II seien der "Primo"; Weishaupt hatte Stolberg gemeldet, er habe Ernst von Gotha und Bode völlig eingeweiht, Bode aber glaubt dies nicht und ist "voll von Scrupeln und Lesezeichen"; diese Entwicklung sah Stolberg voraus, sie "hat mir den Wunsch nach einem Conseil permanent abgedrungen, worinn die Hernn zum Schein den O. regierten und selbst, ohne es zuwissen, durch einige - dabei sizende Köpfe regiert würden. Denn Aemter wollen unsre Fürsten einmahl durchaus - und alles wissen"; Schwartz drang auf ein Ehrenamt für Ferdinand von Braunschweig; fragt nach Verhaltensweisen gegenüber Bode; die Briefe von Stolbergs Untergebenen zeigen ihr Zutrauen zu ihm, aber die Regierungsform des Ordens "will niemanden gefallen"; Ernst von Gotha soll durch Wahl Inspektor werden, nicht nur durch Stolbergs Wunsch; Ebersberg bat um ein Ordensamt, um seine Anhänglichkeit beweisen zu können Bode, Knigge, Kaunitz, Joseph II, Ernst II. von Gotha, Karl von Hessen, ferdinand von Braunschweig, Johann F. Schwartz, Rüling, Ebersberg
StA Hamburg 1256 1783-12-11 Stolberg-Roßla Neuwied Bode Weimar Rüling meldete, er kenne die Mitglieder der ihm unterstehenden Präfektur Braunschweig-Wolfenbüttel (Thracia) nicht, was bei Besuchen dieser Männer in Hannover Probleme mache; Rüling frage, ob Ferdinand von Braunschweig im Orden wirke und wen er angeworben habe; Ernst von Gotha als Inspektor würde gute Leute anziehen, auch wenn diese "das innere Gute" des Ordens noch nicht kennen Rüling, Ferdinand von Braunschweig, Ernst II. von Gotha
SK01-053 1783-12-11 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar mit Karl und Ferdinand zieht Aberglaube in den O + Aufnahme Wächters kritisiert + Leuchsenring bei Ernst + Leuchsenring bei Weishaupt + Leuchsenring in O-Angelegenheiten in Kontakt mit Lühe Karl, Ferdinand, Wächter, Leuchsenring, Weishaupt, Lühe
SK06-290 1783-12-11 Rüling Hannover Bode Weimar
StA Hamburg 1264 1783-12-12 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 6.12.; übermittelt Briefe von Karl Th. Dalberg, mit dem er sehr zufrieden ist; Mieg sendet regelmäßig am Monatsanfang seinen Präfekturbericht an den Provinzial, ebenso sendet er die bei ihm eingegangenen Berichte in Auszügen an den Nationaloberen, was ihm viel Arbeit macht; Karl Th. Dalberg und Stolberg-Roßla sind genaue und pünktliche Mitarbeiter; Berichte von Costanzo sind sehr ausführlich; Starhembergs Berichte kommen meist sehr spät; Schlosser ist mit Bericht in Verzug; in Miegs Präfektur nun ca. 60 Mitglieder, die vortrefflichsten seien Baden, 'Ovidius', Portia, 'Paracelsus', Johann K. Weber, 'Ocellus', Rettig, 'Fredro' (= Lorenz Schweickhard?), 'Polycarp'; in Miegs Präfektur gibt es keine Mitglieder im Priestergrad; hält langsame Beförderung für notwendig, um die Br "anhänglich zu machen"; Bruderliebe zeigte sich in der Unterstützung für den kranken Nikolaus Müller, der dadurch noch eifriger für den O wirkt; Mieg schickte auf Karl Th. Dalbergs Wunsch diesem seine Pläne über den weiteren Fortschritt des O; FM-Logen sowie Kapitel in Mannheim und Lautern werden vom O kontrolliert; Knigge verhindert als MvS in Heidelberg die Kontrolle der Loge durch den O; Knigge will über Hannover und Braunschweig nach Weimar reisen und Bode nach Heidelberg mitbringen, um einen "neuen Plan der Maurerey" zu "schmieden"; Bode aber stehe für den O; Mieg möchte in der Schweiz fortschreiten, hat dazu an Stolberg-Roßla geschrieben Stolberg, Dalberg CT, Costanzo, Starhemberg, Schlosser, Baden, 'Ovidius ', Portia, 'Paracelsus ', Weber JK, 'Ocellus ', Rettig, 'Fredro ', 'Polycarp ', Müller N, Knigge, Bode
SK07-241 1783-12-12 Weishaupt Ingolstadt Bode Weimar
SK04-176 1783-12-12 Göchhausen Eisenach Bode Weimar
SK05-034 1783-12-12 Knigge Heidelberg Bode Weimar
 ? 1783-12-12 Weishaupt Ingolstadt Hertel München 4 Q
SK02-231 1783-12-13 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha Weishaupt als Erfinder des O genannt + Frage 'Illuminaten' - 'Illuminées' bzw. Schwedisches Hochkapitel Weishaupt
SK07-185 1783-12-13 Wehmeyer Gotha Bode Weimar LeForestier, a.a.O.
SK01-055 1783-12-13 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar
StA Hamburg 1274 1783-12-14 Meiners Göttingen Weishaupt Ingolstadt
StA Hamburg 1256 1783-12-14 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Lobt Weishaupts Charakter und dessen Ordensgebäude, das "der Zeit und den Angriffen der Bösen trozen wird"; will Rüling besser kennenlernen: "Ich werde ihm nach und nach Fragen vorlegen, wodurch er sich zeigen muß, wes Geistes Kind er seye"; vermutet Abbruch der Beziehungen Knigges zu Weishaupt; möchte dafür sorgen, daß sich Meiners und Kleuker "bei gelehrten Streitigkeiten einander als Brüder behandeln"; hat Steinachers Beförderung und dessen Charakterschilderung an Karl Th. Dalberg gemeldet; Mieg will Spittlers Einwände beruhigen; glaubt nicht an Weishaupts Berufung nach Erfurt durch Dalberg, da dieser Weishaupt mit Pfalzgraf Karl II. von Zweibrücken in Verbindung setzen wolle; Knigge merke, daß er nicht mehr schaden kann, will nach Neuwied kommen und dort wahrscheinlich sein neues System verbreiten; jedem Provinzial und National einen Adjutanten beizustellen, sei gut, dies werde auch Ernst von Gotha gefallen; möchte wissen, wie weit Ernst unterrichtet ist, damit er sich selbst bzw. Weishaupt nicht kompromittiert; Bodes letzter Brief hat ihn irritiert: "Ich kann mirs nicht rund machen, wie man ein warmer Mitwissender seyn, und doch solche Fragen vorlegen kann?"; sein neuer Ordensname sei "ein wenig zu stolz"; falls Ernst Ko-National werde, solle man, wenn Karl von Hessen kein Amt übernimmt, Dalberg zum Inspektor der 3. Inspektion und Friedrich von Homburg zum Provinzial für Macedonia=Kurrhein machen; über eine bittere Pille für Sonnenfels Rüling, Knigge, Meiners, Kleuker, Steinacher, Dalberg CT, Mieg, Spittler, Pfalzgraf Karl II. von Zweibrücken, Ernst II. von Gotha, Bode, Karl von Hessen, Friedrich von Homburg, Sonnenfels
SK01-056 1783-12-14 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar Bode forderte neue O-Verfassung + Weishaupt ist als Urheber Chef + neue Verf. nur mit Weishaupt, also diesen gewinnen oder Umsturz + republikanische Verf. anstreben + O imgrunde noch im Aufbau + Knigge war Hauptwerber + Streit Weishaupt-Knigge zur Reform nutzen Weishaupt, Knigge
SK04-145 1783-12-14 Falcke Hannover Bode Weimar Bode soll bei Dalberg Kleuker protegieren, der seine alte Stelle in Erfurt wieder haben möchte Dalberg, Kleuker
SK03-139 1783-12-17 Bode Weimar Knigge Heidelberg Schwartz will hohen Posten für Ferdinand + Ferdinand nicht an Ditfurth verweisen Schwartz, Ferdinand, Ditfurth
SK05-034 1783-12-17 Knigge Heidelberg Bode Weimar Knigge kündigt Besuch in Weimar an, Bode soll dann mit nach Nentershausen bzw. Heidelberg kommen
SK02-179 1783-12-17 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha
SK02-180 1783-12-19 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha Weishaupt machte Stolberg zum Chef + neue Posten nur durch Bode + Ditfurth will durch die Wetzlarer Loge herrschen Weishaupt, Stolberg, Ditfurth 4
StA Hamburg 1262 1783-12-20 Bode Weimar Stolberg-Roßla Neuwied Ernst wird Insp. Ober- und Niedersachsen, dies verhindert Streit und Spaltung + Stolberg hat nun Leitung von ganz Deutschland + Loder in Jena wurde aufgenommen + Bode sendet QL der Gothaer Regenten + keine Nachrichten aus Leipzig und Berlin + Garve und Rochow vorgeschlagen, beide schnell befördern + in Hamburg Korresp. Ditfurths gefunden, die sein O-Amt zeigt, dies kann Karl und Ferdinand aus dem O treiben + Knigge wird Bode besuchen, der ihn dann nach Heidelberg begleitet Ernst II. von Gotha, Weishaupt, Knigge, Karl, Ferdinand, Nicolai, Dörrien, Herder, Marschall, Loder, August von Gotha, Garve, Rochow, Ditfurth, Dalberg
SK01-057 1783-12-20 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar Ernst soll National werden 4
SK07-118 1783-12-20 Stolberg-Roßla Neuwied Knigge Heidelberg Stolberg hat Weishaupt 'abgehängt' + O regiert sich selbst frei + keine Berichte mehr an Weishaupt Weishaupt
SK01-058, SK01-059, SK01-060 [8] 1783-12-20 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar
SK04-234 1783-12-21 Helmolt Gotha Bode Weimar
StA Hamburg 1264 1783-12-22 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Antwort auf 17.12.; wird für Schweiz und Holland altrömische Ortsnamen verwenden; hat seine Vermutungen über Knigges Pläne Stolberg-Roßla gemeldet, der solche mit Bezug auf Brief Bodes bestätigte; kritisiert scharf Knigges Verhalten und Charakter; hat Karl Th. Dalberg seine Meinung über Knigge gesagt und dies wiederum Stolberg-Roßla gemeldet; "das lächerliche project vom conseil permanent! cirkulirt also noch immer herum; merken denn die leüte nicht so viel, daß man keiner Sache eine Form geben kann, bis die Sache ganz da steht; u. daß wenn sie auch da stände, iede Form einschrenkt, iede einschränkung mechanism oder despotism hervorbringt, u. iede dieser Ausartungen unser system zerstöret und zerrüttet"; Knigge hat Bode auf Kosten der Heidelberger Loge eingeladen; Mannheimer und Lauterer Loge sind unter Kontrolle des O; Afsprung war bei Einweihung der Heidelberger Loge Sekretär, als sein Protest gegen Abhängigkeit von Ferdinand von Braunschweig übergangen wurde, trat er auf der Stelle aus; hat Costanzo wegen der Austritte in München den gleichen Rat gegeben wie Weishaupt (welchen?); Schröckenstein schweigt; legt Brief von "Pythagoras" (welcher?) über einen "Schulplan" bei und bittet um Gutachten; Hopf wurde Professor in Stuttgart, wird ihn zum Präfekten für die badischen Lande ernennen, er könnte später Provinzial werden Stolberg-Roßla, Knigge, Bode, Dalberg CT, Afsprung, Ferdinand von Braunschweig, Costanzo, Schröckenstein, Pythagoras" (welcher? wahrscheinlich Abel) Hopf
SK02-181 1783-12-22 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha Stolberg wird O-Chef Deutschland + Ernst Inspektor + O-System nun gesichert + Verhältnis O - Staat + Weishaupt kann nun System vollenden Weishaupt, Stolberg Wolfram 1899, 36ff
SK02-182 1783-12-24 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha Bode will August v. Gotha zum Regenten befördern August von Gotha Engel 195
SK01-062 1783-12-25 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar
SK05-078 1783-12-26 Köppern Hanau Bode Weimar
SK05-163 1783-12-26 Loder Jena Bode Weimar
 ? 1783-12-28 Musaeus Weimar Freut sich über die Aufnahme in den O, obwohl er dessen "Zweck und Absicht" noch nicht kennt; bietet drei junge Männer zur Aufnahme an; bittet um diesbezügliche Instruktionen; mußte für die Aufnahme Bode nichts zahlen Bode
SK02-183 1783-12-29 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha Marschall und Leuchsenring bei Bode + Nachrichten über O in Österreich und Oberrhein (wohl mündlich) + Aufgaben des Inspektors + Kommunikation innerhalb des O regelmäßig vierteljährlich einrichten Marschall, Leuchsenring, August von Gotha, Helmolt, Lühe 1
SK01-063 1783-12-29 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar Bode ist als Provinzial auch Chef von Ernst 1
SK07-242 1783-12-29 Weishaupt Ingolstadt Koppe (?) Göttingen
SK04-324 1783-12-30 Hinze Rotenburg Bode Weimar
StA Hamburg 1274 1783-12-31 Feder Göttingen Weishaupt Ingolstadt
StA Hamburg 1258 1784-01-01 Dalberg CT Stolberg-Roßla Neuwied
SK04-147 1784-01-01 Falcke Hannover Knigge Heidelberg Hannöversche Logen bleiben unabhängig, erkennen Ferdinand nicht als GrMstr an + Bodes 'Geschichte der FM' zurückgewiesen + Knigge soll Bode kein Material mehr geben + Falcke will kein weiteres O-Material mehr + Falcke will keine Illuminatenloge gründen Ferdinand, Bode
StA Hamburg 1281 1784-01-01 Arnold Prag (?) Weishaupt Ingolstadt
SK04-307 1784-01-01 Hetzler Frankfurt a.M. Helmolt Gotha
StA Hamburg 1252 1784-01-02 Costanzo München Weishaupt Ingolstadt Schrift gegen O erschienen, = 'Erste Warnung', darauf reagieren oder nicht? + Verläumdungen Utzschneiders lassen sich beweisen + vor Utzschneider bereits Leute ausgetreten + Verfasser der 'Warnung' wird eruiert werden + Vorwurf des 'Unpatriotismus' ist erhoben worden Utzschneider, Babo, Seifart (?)
SK04-033 1784-01-02 Dörrien Leipzig Bode Weimar
SK07-142 1784-01-04 Tamm Nürnberg Bode Weimar
SK03-030 1784-01-04 Becker RZ Gotha Bode Weimar
SBB-PK Berlin, NL Nicolai 1784-01-07 Bode Weimar Nicolai Berlin Bode hat Kontakte nach Italien und mit Weishaupt + Geisterseherei + Leuchsenring bei Bode zu Besuch + Knigge wird Bode besuchen + mögliche Aufdeckung des O durch 'schwache' Mitglieder Musaeus, 'Decius ', Weishaupt, Rullfs, Leuchsenring, Knigge 2
SK02-153 1784-01-09 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha Vereinigung der Strikten Observanz mit der Großen Landesloge unbedingt notwendig + O-System wirkt innerhalb der FM gegen Eindringen von Feinden + Ernst ist Inspektor für Deutschland
SK01-258 1784-01-09 Dalberg CT Erfurt Ernst II. von Gotha Gotha
Ernst an Bode, 11.1.84; SK01-64 1784-01-11 Bode Ernst II. von Gotha Bode zu Besuch bei Ernst 5
SK01-064 1784-01-11 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar
StA Hamburg 1256 1784-01-12 Stolberg-Roßla Neuwied Weishaupt Ingolstadt Dankt für "die gütige Mittheilung Ihres meisterhaften Briefes an Dicearch"; seitdem Ditfurth "Mitwissender" ist, ist er gedämpft und bittet wegen seiner Amtsgeschäfte um Abnahme des Inspektorats; will aber nicht austreten, sondern Stolbergs 'General-Adjutant' werden - "Ich glaube also nicht, daß er mit Stiftung eines neuen Ordens schwanger geht - Er wünscht nur, daß aus unserer großen, aus den wiedersprechendsten Köpfen, bestehenden Armé, ein engerer Ausschuß gemacht werde", aber ohne (Deck-) Namen, Grade und besonders ohne Knigge; Stolberg wünscht Friedrich von Homburg als neuen Inspektor, der aber wenig Zeit für Ordensgeschäfte habe, und Stolberg gemeldet hatte, "daß er alles äußerst geheim thun müsse, weil seine Mutter eine geschworne Feindin der Freimaurer sei. Dies hat mich nicht wenig abgeschräkt"; wartet auf Antwort von Ernst von Gotha wegen des Inspektorats bzw. des Ko-Nationalats; sendet Briefe und QL von Karl Th. Dalberg, Weishaupt soll diesem wegen der uneinheitlichen Grade antworten; Ebersberg bittet um Beförderung; "Unsere Grade sollen alle von Berlin aus nach Darmstadt geschikt worden seyn - Auch soll da ein neuer Orden unter dem Nahmen der schwarzen Männer existiren"; Knigge schimpfte in einem Brief an Ditfurth so über die Prinzen, daß er wohl kaum mit diesen gemeinsame Sache gegen den Orden macht; "Numa muß immer noch mit Verdauung seiner Pille beschäftigt seyn", hat von diesem keine Nachrichten; Mainzer Kurfürst ist sehr krank und dem Tode nah Meiners, Ditfurth, Knigge, Friedrich von Homburg, Ernst II. von Gotha, Dalberg CT, Ebersberg, Karl von Hessen, Ferdinand von Braunschweig, Sonnenfels
SK06-051 1784-01-12 Mieg Heidelberg Becker RZ Gotha Beckers Zeitung wird durch M. weiter verbreitet; mahnt zur Vorsicht bei den abgedruckten Beiträgen Pfähler, Goeckingk, Schlözer, Hartmann, Lehebauer, Vacchieri, Kreittmayr, Bentzel
SK07-009 1784-01-14 Schardt Weimar Bode Dürckheim, LC Bibra, Roth v. Schröckenstein, Loebenstern (?) ebd.
SK01-061 1784-01-15 Ernst II. von Gotha Gotha Bode Weimar Nicolai für O nützlich + Ernst durch Bodes Fürsprache Inspektor für Deutschland Nicolai 2
StA Hamburg 1253 1784-01-15 Starhemberg Weishaupt Sehr negativ über die Innsbrucker Niederlassung, Bassus trifft dafür aber keine Schuld; Hauckhs Untätigkeit ist Folge dieses Zustandes; plädiert für Neugründung Bassus, Hauckh
SK04-149 1784-01-16 Falcke Hannover Bode Weimar
SK02-185 1784-01-19 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha Nicolai wegen seiner Zeitung für O nützlich + Nicolai baut Türken auf (Jesuitenriecherei!) + O gegen Jesuiten + O-Hierarchie klären + Warnung vor politischer Ausnutzung des O durch Chefs + Post an Stolberg nur sicher über Bleibtreu Nicolai, Stolberg, Bleibtreu, Kaunitz (?) zit. Ashoff 1991, 98
SK01-212 1784-01-20 Ernst II. von Gotha Gotha Stolberg-Roßla Neuwied
SK02-187 1784-01-21 Bode Weimar Ernst II. von Gotha Gotha Witzleben-Woog unredlicher Mann + Konvent Altenberge Witzleben JG, 'Macrobius ' zit. Ashoff 1991, 99
SK07-273 1784-01-21 Dörrien Baruth Bode Weimar
StA Hamburg 1264 1784-01-22 Mieg Heidelberg Weishaupt Ingolstadt Hat Afsprungs Zweifel am O behoben (Weishaupt hielt nicht viel von A.); Mieg hat 1782 600 Briefe in O-Angelegenheiten geschrieben und e