SK07-242

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Transcription

Extract aus e. Briefe d Spartacus

Koppe hält die bürgerliche Gesellschaft nicht für das non plus ultra der menschlichen Natur.
Keine Pflanze wachse langsamer und benötige mehr Pflege als der Baum des Guten. Tugend sei sehr eindrucksvoll und mächtig,
mache aber keinen dauerhaften Eindruck. Wenn es an die Organisation höherer Ziele gehe, zeigten sich auch bei den besten Menschen
Defizite, die aus den Leidenschaften herrührten. Der Leitung von anderen wollen sie sich nicht anvertrauen.
Die Menschen teilen sich in Betrüger und Betrogene. Jeder wolle überall eine Rolle spielen.|<1>

Die meisten Menschen seien ungeeignet, eine Rolle in einem Orden zu spielen. Von sich selbst eingenommen ziehe ein
jeder Freunde hinzu, die oft auch nicht geeignet seien. Nur durch den Freund angelockt, seien die so aufgenommenen
häufig gleichgültig dem Orden gegenüber. Die Arbeit des Ordens stocke, es komme zu Zank und Streiterei, schließlich zur Spaltung.
Einziger Vorteil einer solchen Verbindung sei, dass auch homogen denkende, in verschiedenen Ländern lebende Männer neue
Kontakte knüpften.|<2>

Zweck des Ordens sei, den Menschen zu zeigen, was durch eine derartige Gesellschaft erreicht werden könne und so das Interesse an
geheimen Verbindungen wecken. Egal was mit dem Illuminatenorden geschehe, dieses Ziele werde er erreichen. Der Orden habe gezeigt,
dass durch die Verbindung edel gesinnter Männer etwas bewegt werden könne.|<3>

Die Ideen, welche der O. unter d. Menschen geworfen, haben u#
Gemüthern derselben Feuer gefangen, Interesse erwekt. Zahlreiche neue Verbindungen
würden gegründet, welche es besser machen wollten als der Orden.
Weishaupt zufrieden, dass Fehler begangen wurden. Nur durch sie könne man lernen.|<4>