SK11-338

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Inhalt

Schlichtegroll berichtet von seiner bevorstehenden Reise nach Göttingen und dem Weggang aus Jena. Dokument auch interessant, weil es Bodes Arbeitsweise verdeutlicht.


Transcription

<poem> Q. L.

Ich halte es für Pflicht, den Erl. Ob. davon Nachricht zu geben, daß ich diese Michaelis Jena verlaßen und nach Göttingen gehen werde. Durch Entpfelung des H. Gener Sup. Koppe in Gotha hofe ich in das heyn. philosop. Seminarium zu kommen, u. so mich mit Ernst für meinen künftigen Stand bilden zu können. Die Erl. O. werden in den Perochen Zeddeln oder auf andre Art mirs schon zu erkennen geben, wenn ich etwa besondere Verhaltungsregeln an diesem neuen Ort meines Auffenthalts zu beachten hätte; jede Verbindung die mir in Göttingen gemacht werden wird, muß mir höchst willkommen seyn, da ich ganz als Fremdling dahin komme, u. dies um so mehr fühlen werde, da ich an Jena einen Ort verlaße, wo ich viele gute Menschen kennen u. von ihnen wieder gekant bin, u. wo man mir noch vor kurzen vortheilhafte Bedingungen zu bleiben machte. Butus, am 15ten Tir, 1156.

[Später hinzugefügte Anmerkung, welche die Arbeitsweise Bodes verdeutlicht.]

Ich ersuche den Br. Accacius ganz ergebenst, mir zu schreiben, was ich dem Br. Gronov wegen Göttingen sagen kann, damit ichs im nächsten R.Z. übermachen möge.

                   Salve Aemilius.

d. 30ten Tir. 1156.