SK12-a214

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  • Aktenbestand: Schwedenkiste Band 12, Dokument a214
  • Standort: GStA PK, Freimaurer, 5.2. G 39 JL. Ernst zum Kompaß, Gotha, Nr. 110. Schwedenkiste. Quibus Licet T-Z und Reprochen
  • Titel: Reproche
  • Autor: Basilius Handschrift bislang nicht ermittelt.
  • Ordensdatum: nicht datiert
  • Datum: aus bekanntem Kontext im Moment nicht zu erschließen.
  • Antwort auf:
  • Bearbeitung: Christian Wirkner
  • JPG: SK12(10)208a-246a-0010

Kommentar

Zusammenfassung und Transkript

  • An Holleben: Weise handelt der Mann, der besorgt ist durch Müßigkeit, durch eine ordentliche Lebens Art, durch Verminderung heftiger Leidenschaften und durch bürgerliche Geschäftigkeit seine Gesundheit zu erhalten. Pflichtbewußtsein, Selbstkritik, Bescheidenheit, usw. zeichneten den Weisen darüber hinaus aus.
  • An Klimm: Fremden gegenüber solle man eine neutrale Haltung einnehmen, und sie nicht vorschnell für außergewöhnlich gut oder böse halten.
  • An Bergmann: Anfangs solle man nur versuchen auf Freunde und Bekannte moralisch einzuwirken. Erst wenn man hier die gewünschten Verbesserungen erreicht habe, und noch Energie genug, solle man auch auf Fremde zu wirken versuchen.
  • An Hönniger: Der Tod macht die Menschen gleich.In der Ewigkeit finde der Mensch seinen wahren Platz. Der gerechte Mann, der rechtschaffene Mann, findet sich an seiner Stelle, und der Bösewicht an der seinigen. Gott wäge ab.
  • An Bianchi: Getreu seiner eigenen Überzeugung, gebilliget von seinem eigenen Herzen, bestätigt in beyden durch den prüfenden Beyfall der Weißen und Guten, gebeßert durch ihren Tadel und durch eine immer währende Bearbeitung seiner selbst geht der Maurer seinen eigenen Weg, unbekümmert, was all das Gesumme bedeuten könne, das in der Nähe und in der Ferne um seine Ohren saußt.
  • An Ulrich sen.: Der Bruder Theobaldo Brusciato prüfe sich selbst, ob er allenthalben besonders in Ansehung des Noviciats, worinnen er gestanden das ihm anbefohlene Stillschweigen beobachtet, und untersuche sich sorgfältig, ob er nicht vorzüglich an sich zu arbeiten habe, daß er dem jeder gesellschaftlichen Verbindung so nachtheiligen Hange zum Mißtrauen sich nicht zu sehr überlaße.
  • An Ulrich: Der Bruder Wilhelmus Occanus weiß, wie sehr in den allgemeinen Statuten des Ordens Verschwiegenheit, Achtung gegen das Alter und Vermeidung eines allzu empfindlichen Wesens, besonders wenn die Empfindlichkeit durch unser eigenes Verschulden veranlaßet worden, empfohlen wurde. Man überläßt es ihm, sich zu untersuchen, ob er selbige jederzeit gehörig beobachtet, oder ob er etwa hierbey sich einige Vorwürfe zu machen habe.
  • An Gebel: Sehr zufrieden mit Gebels Einsatz für den Orden. Er solle sich auch beruflich so engagiert zeigen.
  • An Nicolai: Nicolai könne versichert sein, dass der Orden ihn beobachten werde. Er soll seinen Vorsätzen treu bleiben.