Difference between revisions of "1785-02-03 Magistratsversammlung Gotha"

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* Ordensdatum: 3. Bahmann 1154
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* '''Dokument Leithandschrift:''' [[Schwedenkiste Band 15]] Dokument [[SK15-018]], in Kopie [[SK15-019]]
* Datum: 3. Februar 1785
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* '''Standort:''' [[GStA PK]], Freimaurer, 5.2. G 39 JL. Ernst zum Kompaß, Gotha, Nr. 113 Schwedenkiste, Protokolle der Versammlungen in Syrakus (=Gotha) und eingesandte Berichte aus den Ordensprovinzen, v.a. an Bode, 1770-1786
* Vorsitz: [[Chrysostomus]]
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* '''Ordensdatum:''' 3. Bahmann 1154
* Anwesende: [[Chrysostomus]], [[Walterus]], [[Cleobulus]], [[Jacob Thomasius]], [[Spanheim]], [[Cassiodor]], [[Henricus Stephanus]], [[Ali]]
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* '''Datum:''' 3. Februar 1785
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* '''Vorsitz:''' [[Christian Georg von Helmolt]] (Chrysostomus)
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* '''Anwesende:''' [[Christian Georg von Helmolt]] (Chrysostomus), [[August von Sachsen-Gotha-Altenburg|Prinz August]] (Walther Fürst), [[Christian Heinrich Wehmeyer|Wehmeyer]] (Cleobulus), [[Johann Ernst Christian Haun|Haun]] (Jacob Thomasius), [[Johann Gottfried Bohn|Bohn]] (Spanheim), [[Schack Hermann Ewald|Ewald]] (Cassiodor), [[Rudolph Zacharias Becker|Becker]] (Henricus Stephanus), [[Johann Friedrich Christian Rudorff|Rudorff]] (Ali)
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* '''Erschließung:''' [[User:Christian Wirkner|Christian Wirkner]], [[User:Olaf Simons|Olaf Simons]]
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* '''jpg:''' SK15-067-069
  
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== Ablauf ==
 
== Ablauf ==
* [[Chrysostomus]] berichtet über die Assoziierung der Gothaer FM-Loge mit der Frankfurter Provinzialloge. Dabei werden auch die praktizierten Rituale abgeglichen
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* Helmolt (Chrysostomus) berichtet über die Assoziierung der Gothaer FM-Loge mit der Frankfurter Provinzialloge. Dabei werden auch die praktizierten Rituale abgeglichen
 
* Zur Aufnahme von Hr. Schober fällt das Urteil gespalten aus, da er jedoch einmal ein bedeutender Mann werden würde, sei seine Aufnahme doch von Vorteil
 
* Zur Aufnahme von Hr. Schober fällt das Urteil gespalten aus, da er jedoch einmal ein bedeutender Mann werden würde, sei seine Aufnahme doch von Vorteil
* [[Chrysostomus]] berichtet, dass er Revers und Tabellen des Prof. Tschipre aus Eisenach an die höheren Stelle weitergeleitet habe
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* Helmolt (Chrysostomus) berichtet, dass er Revers und Tabellen des Prof. Tschipre aus Eisenach an die höheren Stelle weitergeleitet habe
* [[Cassiodor]] ergänzt die Vorschläge des[[Cleobulus]] vom November die Geselligkeit betreffend
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* Ewald ergänzt die Vorschläge Wehmeyers vom November die Geselligkeit betreffend
* [[Henricus Stephanus]] berichtet, dass er zu der von ihm ausgegebenen Preisfrage: '',,Welches sind die besten Mittel, den kranken Verstand eines Kindes gesund zu machen?'''' bereits sechs Antwortschreiben erhalten habe. [[Henricus Stephanus]] bittet [[Chrysostomus]] als Richter zu agieren, [[Walterus]], [[Jacob Thomasius]] und [[Cassiodor]] wollen die Beurteilung binnen eines Monats erledigen, damit die Ergebnisse zur Ostermesse angewendet werden können
+
* Becker berichtet, dass er zu der von ihm ausgegebenen Preisfrage: ''Welches sind die besten Mittel, den kranken Verstand eines Kindes gesund zu machen?'' bereits sechs Antwortschreiben erhalten habe. Becker bittet, dass Ordensmitglieder als Richter agieren mögen. Prinz August, Haun und Ewald wollen die Beurteilung binnen eines Monats erledigen, damit die Ergebnisse zur Ostermesse angewendet werden können.<ref>In die Jury war auch Feder einbezogen - so [[1785-03-07 Magistratsversammlung Gotha]]. Die Preisfrage gewann Friedrich A. Heyne (1760-1826) dessen Antwort wie geplant 1785 von Becker veröffentlicht wurde: ''Herrn Heyne des jüngern Beantwortung der Frage: Welches sind die besten Mittel, den kranken Verstand eines Kindes gesund zu machen? Eine gekrönte Preisschrift; mit einer Zugabe von R. Z. Becker'' (Leipzig: Siegfried Lebrecht Crusius, 1785), 184 S., 8° [http://opac.uni-erfurt.de/DB=1/XMLPRS=N/PPN?PPN=236625950 FB-Gotha]. 1785 rezensiert in der ''Allgemeinen Literatur Zeitung'', Jahrgang 1785, Band 3, Nr. 159 [http://zs.thulb.uni-jena.de/receive/jportal_jparticle_00024750 online]; 1788 rezensiert in der ''Allgemeinen deutschen Bibliothek'', Band 69 [https://books.google.de/books?id=QsHoo7qON2AC&pg=PA231&lpg=PA231&dq=%22Welches+sind+die+besten+Mittel,+den+kranken+Verstand+eines+Kindes+gesund+zu+machen%22&source=bl&ots=17vctyrSQh&sig=O2ebOTD4-32vflNDtyD4NvZCQFw&hl=en&sa=X&ei=MJeZVJnJMMfYPJHdgYgL&redir_esc=y#v=onepage&q=%22Welches%20sind%20die%20besten%20Mittel%2C%20den%20kranken%20Verstand%20eines%20Kindes%20gesund%20zu%20machen%22&f=false Google Books]. Der Autor fand einen längeren Eintrag in der von Johann Samuel Ersch herausgegebenen ''Allgemeinen Encyclopädie der Wissenschaften und Künste'' [https://books.google.de/books?id=rsyKQp81SFsC&pg=PA377&lpg=PA377&dq=%22Welches+sind+die+besten+Mittel,+den+kranken+Verstand+eines+Kindes+gesund+zu+machen%22&source=bl&ots=c48EWrEekt&sig=CwLPBmzqOEAS6J3M18wB9ILCRvY&hl=en&sa=X&ei=d4-ZVOr6AYTYPKDcgIgN&redir_esc=y#v=onepage&q=%22Welches%20sind%20die%20besten%20Mittel%2C%20den%20kranken%20Verstand%20eines%20Kindes%20gesund%20zu%20machen%22&f=false Google Books]</ref>
 
* Hr. Jacobs zum Mitglied vorgeschlagen
 
* Hr. Jacobs zum Mitglied vorgeschlagen
* [[Jacob Thomasius]] will ein Siegel für den Minervalmagistrat besorgen
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* Haun will ein Siegel für den Minervalmagistrat besorgen
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== Vorgetragene Beiträge ==
 
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* Keine.
 
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wie das Ansuchen [[Zum Compaß, Gotha|hiesiger □]], sich mit
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furth zu associiren, von lezterer ange-
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die deshalb eingegangenen Nachrichten
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einige Härte auch der ehemahlige Hang
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gegen das zweyte Geschlecht<ref>Wohl im Sinne von "das andere Geschlecht".</ref> an ihm aus-
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einmahl ein Mann von einfluß werden
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könnte, so wolle man lieber iene Fehler
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an ihm zu verbeßern suchen, und mit
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seiner Aufnahme noch eine Zeit lang
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Anstand<ref>In der Wortbedeutung von Warten, [http://woerterbuchnetz.de/Adelung/?sigle=Adelung&mode=Vernetzung&lemid=DA02656#XDA02656 Adelung] Der Anstand, des -es, plur. inusit. von dem Verbo anstehen.    1. Das Anstehen, und zwar, 1) in der eigentlichen Bedeutung des Verbi. In diesem Sinne bedeutet auf den Anstand gehen, bey den Jägern, sich an einen bequemen Ort stellen und auf Wildbret warten. S. auch weiter unter Num. 4. 2) In der figürlichen Bedeutung, für Aufschub, Unterbrechung eines Geschäftes. Anstand begehren. Die Sache leidet keinen weitern Anstand, keinen Verzug. Der Sache noch einigen Anstand gönnen. Ohne Anstand, sogleich. Keinen Anstand nehmen, etwas zu thun. Bewundere den Mann, der bey Thermopylä fiel, und nicht Anstand nahm, für das Vaterland zu sterben, Dusch; wo es aber für den warmen bildlichen Styl zu matt ist. Anstand der Gerichte, ist in Oberdeutschland auch für die so genannten Vacanzen oder Ferien üblich, und Anstand, für Waffenstillstand, kommt so wohl in Renners Niedersächsischen Chronik, als auch bey dem Logau vor. In einer Urkunde von 1462 bey dem Haltaus h. v. findet sich in dieser Bedeutung auch der Plural, die Anstände, der aber sonst nicht üblich ist. Die R. A. bey dem Opitz, Anstand mit etwas machen, mach Anstand mit den Winden, ist im Hochdeutschen gleichfalls nicht gewöhnlich.</ref> nehmen.
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Wegen Herrn Prof[essor] Tschirpe in
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Eisenach, trug der Erh[abene] Superior vor,
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wie er deßen ausgestellten Revers
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und Tabellen, Sub Hodierno<ref>lat. „unter heutigem [Datum]“</ref> höhern|<2>
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die der der Versammlung vorlaß. Es
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andern Brüder dergleichen Mängel
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wieder zugleich mit beyfügen möchten,
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Proponirte der Br[uder] [[Rudolph Zacharias Becker|Henric. Stephanus]]:
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weil doch Preiß-Aufgaben unter andern
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auch zu den Geschäften des Ordens
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gehörten, und er ehedem (Siehe Beyl.
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zu der deutschen Zeitung No. I.) die
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Preißfrage aufgegeben: welches sind die
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besten mittel, den kranken Verstand
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eines Kindes gesund zu machen? Hier-
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auf bereits auch 6. Beantwortungen
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eingegangen wären, so wolle er an-
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Vorzüglichkeit sothaner<ref>Im Sinne von „so gethaner“.</ref> Antworten den
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Richter abzugeben und zu entscheiden
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und [[Schack Hermann Ewald|Cassiodor]], übernahmen hierauf
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diese Beurtheilung binnen Monats-
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Gebrauch davon könne gemacht werden.
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            Propos. VI.
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Wurde der ältere H[err] Jacobs<ref>Bislang unklar, wer gemeint ist.</ref> zum
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Vermeldet, daß auf den 25. huius<ref>lat „dieses [Monats]“</ref>
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Minerval-Versammlung gehalten
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werden solle.
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            Propos. VIII.
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Uebernahm der Br[uder] Thomasius noch
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die Besorgung eines zu verfertigenden
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Minerv[al] Magistrats-insiegels,
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womit die Conferenz geschloßen wurde.
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== Anmerkungen ==
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Latest revision as of 08:43, 4 June 2015


Ablauf

  • Helmolt (Chrysostomus) berichtet über die Assoziierung der Gothaer FM-Loge mit der Frankfurter Provinzialloge. Dabei werden auch die praktizierten Rituale abgeglichen
  • Zur Aufnahme von Hr. Schober fällt das Urteil gespalten aus, da er jedoch einmal ein bedeutender Mann werden würde, sei seine Aufnahme doch von Vorteil
  • Helmolt (Chrysostomus) berichtet, dass er Revers und Tabellen des Prof. Tschipre aus Eisenach an die höheren Stelle weitergeleitet habe
  • Ewald ergänzt die Vorschläge Wehmeyers vom November die Geselligkeit betreffend
  • Becker berichtet, dass er zu der von ihm ausgegebenen Preisfrage: Welches sind die besten Mittel, den kranken Verstand eines Kindes gesund zu machen? bereits sechs Antwortschreiben erhalten habe. Becker bittet, dass Ordensmitglieder als Richter agieren mögen. Prinz August, Haun und Ewald wollen die Beurteilung binnen eines Monats erledigen, damit die Ergebnisse zur Ostermesse angewendet werden können.[1]
  • Hr. Jacobs zum Mitglied vorgeschlagen
  • Haun will ein Siegel für den Minervalmagistrat besorgen

Vorgetragene Beiträge

  • Keine.

Transkript

              Propos. I.
In heutiger Magistrats-Versammlung
referirte der Erh[abene] Chrysostomus zuförderst,
wie das Ansuchen hiesiger □, sich mit
der eclectischen Provincial – □ zu Frank-
furth zu associiren, von lezterer ange-
nommen worden sey. Er las hierauf
die deshalb eingegangenen Nachrichten
vor, worinnen sowohl Herr D[octor] Hezler
sein Vergnügen äußerte, künftig der
Representant von hiesiger □. zu seyn,
als auch zugleich versprochen wurde,
daß die Ritualien der 3. symbolischen
Grade
ehestens nachfolgen sollten,
um zu sehen, ob sie mit dem unsrigen
übereinstimmten.
             Propos. II.
Über Herrn Schober und deßen Aufnahme
fiel das Urtheil dahin aus, daß zwar
einige Härte auch der ehemahlige Hang
gegen das zweyte Geschlecht[2] an ihm aus-
zusetzen sey; doch da derselbe wahrscheinlich
einmahl ein Mann von einfluß werden
könnte, so wolle man lieber iene Fehler
an ihm zu verbeßern suchen, und mit
seiner Aufnahme noch eine Zeit lang
Anstand[3] nehmen.
             Propos. III.
Wegen Herrn Prof[essor] Tschirpe in
Eisenach, trug der Erh[abene] Superior vor,
wie er deßen ausgestellten Revers
und Tabellen, Sub Hodierno[4] höhern|<2>
Orts hin eingeschickt habe, und zu er-
warten wäre, ob deßen Reception Statt
finden werde, oder nicht.
             Propos. IV.
In Beziehung auf den Cleobulischen
Vorschlag von Monat Aban, hatte der
Br[uder] Cassiodor verschiedene Fehler des
ietzigen geselligen Umgangs aufgesezt,
die der der Versammlung vorlaß. Es
wurde hierauf beschloßen, daß auch die
andern Brüder dergleichen Mängel
aufzeichnen, und die Gegenmittel der-
wieder zugleich mit beyfügen möchten,
damit sodann ein ganzer Plan bear-
beitet, angewandt und befolgt werden
könnte.
             Propos. V.
Proponirte der Br[uder] Henric. Stephanus:
weil doch Preiß-Aufgaben unter andern
auch zu den Geschäften des Ordens
gehörten, und er ehedem (Siehe Beyl.
zu der deutschen Zeitung No. I.) die
Preißfrage aufgegeben: welches sind die
besten mittel, den kranken Verstand
eines Kindes gesund zu machen? Hier-
auf bereits auch 6. Beantwortungen
eingegangen wären, so wolle er an-
fragen, ob nicht der Erh[abene] O[rden] über die
Vorzüglichkeit sothaner[5] Antworten den
Richter abzugeben und zu entscheiden
belieben wolle. Der hochw[ürdige] Br[uder] Walter
Fürst
, so wie der Br[uder] Thomasius|<3>
und Cassiodor, übernahmen hierauf
diese Beurtheilung binnen Monats-
frist, damit in künftiger Oster Meße
Gebrauch davon könne gemacht werden.
             Propos. VI.
Wurde der ältere H[err] Jacobs[6] zum
Mitgliede vorgeschlagen.
             Propos. VII.
Vermeldet, daß auf den 25. huius[7]
Minerval-Versammlung gehalten
werden solle.
             Propos. VIII.
Uebernahm der Br[uder] Thomasius noch
die Besorgung eines zu verfertigenden
Minerv[al] Magistrats-insiegels,
womit die Conferenz geschloßen wurde.

Anmerkungen

  1. In die Jury war auch Feder einbezogen - so 1785-03-07 Magistratsversammlung Gotha. Die Preisfrage gewann Friedrich A. Heyne (1760-1826) dessen Antwort wie geplant 1785 von Becker veröffentlicht wurde: Herrn Heyne des jüngern Beantwortung der Frage: Welches sind die besten Mittel, den kranken Verstand eines Kindes gesund zu machen? Eine gekrönte Preisschrift; mit einer Zugabe von R. Z. Becker (Leipzig: Siegfried Lebrecht Crusius, 1785), 184 S., 8° FB-Gotha. 1785 rezensiert in der Allgemeinen Literatur Zeitung, Jahrgang 1785, Band 3, Nr. 159 online; 1788 rezensiert in der Allgemeinen deutschen Bibliothek, Band 69 Google Books. Der Autor fand einen längeren Eintrag in der von Johann Samuel Ersch herausgegebenen Allgemeinen Encyclopädie der Wissenschaften und Künste Google Books
  2. Wohl im Sinne von "das andere Geschlecht".
  3. In der Wortbedeutung von Warten, Adelung Der Anstand, des -es, plur. inusit. von dem Verbo anstehen. 1. Das Anstehen, und zwar, 1) in der eigentlichen Bedeutung des Verbi. In diesem Sinne bedeutet auf den Anstand gehen, bey den Jägern, sich an einen bequemen Ort stellen und auf Wildbret warten. S. auch weiter unter Num. 4. 2) In der figürlichen Bedeutung, für Aufschub, Unterbrechung eines Geschäftes. Anstand begehren. Die Sache leidet keinen weitern Anstand, keinen Verzug. Der Sache noch einigen Anstand gönnen. Ohne Anstand, sogleich. Keinen Anstand nehmen, etwas zu thun. Bewundere den Mann, der bey Thermopylä fiel, und nicht Anstand nahm, für das Vaterland zu sterben, Dusch; wo es aber für den warmen bildlichen Styl zu matt ist. Anstand der Gerichte, ist in Oberdeutschland auch für die so genannten Vacanzen oder Ferien üblich, und Anstand, für Waffenstillstand, kommt so wohl in Renners Niedersächsischen Chronik, als auch bey dem Logau vor. In einer Urkunde von 1462 bey dem Haltaus h. v. findet sich in dieser Bedeutung auch der Plural, die Anstände, der aber sonst nicht üblich ist. Die R. A. bey dem Opitz, Anstand mit etwas machen, mach Anstand mit den Winden, ist im Hochdeutschen gleichfalls nicht gewöhnlich.
  4. lat. „unter heutigem [Datum]“
  5. Im Sinne von „so gethaner“.
  6. Bislang unklar, wer gemeint ist.
  7. lat „dieses [Monats]“