Difference between revisions of "1785-09 Bode (Basilius): Reproche an Helmolt jr. (Guido della Torre)"

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== Zusammenfassung und Transkript ==  
 
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''Ich lobe gerne Ihren Fleiß, noch mehr Ihre Kraft, guter Gedanken und Grundsatze, welche aus den Auszügen, die Sie aus Campens Theophon gemacht haben, hervor leuchtet.'' Für einen jungen Mann sei es wichtig, nicht zu früh öffentlich seine Gedanken zu äußern. Gleichwohl solle er so früh als möglich lernen, sie zu Papier zu bringen, und sich mit freundschaftlichem Rat auseinanderzusetzen. ''Sie brauchen sich nicht zu säuern, wenn Ihre Aufsätze anfangs nicht fehlerfrey gerathen sollten! Versuche können nicht gleich Meisterstüke seyn; aber Uebung macht den Meister!''
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Ich lobe gerne Ihren Fleiß, noch mehr Ihre Wahl, guter Gedanken und Grundsätze, welche aus den Auszügen, die Sie aus Campens Theophron gemacht haben, hervor leuchtet. Am liebsten aber möchte ich Ihren Fleiß in <u>eigenen</u> Arbeiten und Aufsätzen loben. So sehr ein junger Mann der Warnung bedarf, mit seinen Geistes Arbeiten nicht zu früh in der Welt öffentlich aufzutreten, so nützlich ist es ihm, sich zeitig zu gewöhnen, seine Gedanken in der ihm möglich deutlichsten Ordnung zu Papier zu bringen, und darüber den Rath und die Erinnerung erfahrener Freunde einzuziehen. Sie sind so glücklich,solcher Freunde, mehr als Sie wissen, in Ihren O[rden]s Brüdern zu haben. Sie brauchen sich nicht zu säuern, wenn Ihre Aufsätze anfangs nicht fehlerfrey gerathen sollten! Versuche können nicht gleich Meisterstücke seyn; aber Uebung macht den Meister!
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Revision as of 09:44, 18 August 2016

Kommentar

Zusammenfassung und Transkript

Ich lobe gerne Ihren Fleiß, noch mehr Ihre Wahl, guter Gedanken und Grundsätze, welche aus den Auszügen, die Sie aus Campens Theophron gemacht haben, hervor leuchtet. Am liebsten aber möchte ich Ihren Fleiß in eigenen Arbeiten und Aufsätzen loben. So sehr ein junger Mann der Warnung bedarf, mit seinen Geistes Arbeiten nicht zu früh in der Welt öffentlich aufzutreten, so nützlich ist es ihm, sich zeitig zu gewöhnen, seine Gedanken in der ihm möglich deutlichsten Ordnung zu Papier zu bringen, und darüber den Rath und die Erinnerung erfahrener Freunde einzuziehen. Sie sind so glücklich,solcher Freunde, mehr als Sie wissen, in Ihren O[rden]s Brüdern zu haben. Sie brauchen sich nicht zu säuern, wenn Ihre Aufsätze anfangs nicht fehlerfrey gerathen sollten! Versuche können nicht gleich Meisterstücke seyn; aber Uebung macht den Meister!