Difference between revisions of "SK04-296"

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Syrakus. d[en] 3. Ader. 1156. Jezderged.
 
Syrakus. d[en] 3. Ader. 1156. Jezderged.
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Tausend Dank für die gütigst übersandten
 
Tausend Dank für die gütigst übersandten
 
RRZz. Ich erhielt dieselben zwar erst nach
 
RRZz. Ich erhielt dieselben zwar erst nach
der [M[inerval] K[irche]|1786-11-28 Magistratsversammlung Gotha] am verwichenen Dienstage, dies
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der [[1786-11-28 Minervalkirche Gotha|M[inerval] K[irche]]] am verwichenen Dienstage, dies
schadet weiter nichts. Ich habe sie demohngeachtet
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schadet weiter nichts. Ich habe sie dem ohngeachtet
 
noch gestern an die Brüder austheilen laßen,
 
noch gestern an die Brüder austheilen laßen,
und R[obertus] Stephanus hat seinen wohlverdienten
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und [[Christoph Friedrich Chrysostomus Schenk|R[obertus] Stephanus]] hat seinen wohlverdienten
 
R.Z. auch richtig erhalten.
 
R.Z. auch richtig erhalten.
Die Brüder Baillet und Graevius werde nächstens
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Die Br[üder] [[Ludwig Wolf Siegmund Georg von Uetterodt zum Scharfenberg|Baillet]] und [[Georg Wilhelm Ernst von Uetterodt zum Scharfenberg|Graevius]] werde nächstens
 
selbst an ihre O[rdens] Verbindung und Pflichten er-
 
selbst an ihre O[rdens] Verbindung und Pflichten er-
 
innern.
 
innern.
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zeit biß dahin, hoffe doch noch zuversichtlich,
 
zeit biß dahin, hoffe doch noch zuversichtlich,
 
daß Wege und Wetter so gut seyn werden,
 
daß Wege und Wetter so gut seyn werden,
daß unser Aemilius hier in Gotha ver-
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daß uns unser Aemilius hier in Gotha ver-
 
sprochener maßen besuchen kann; da wir  
 
sprochener maßen besuchen kann; da wir  
~~~~~ aber das weitere in dieser Schache mündlich Rücksprache
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~~~~~ über das weitere in dieser Schache mündlich Rücksprache
 
nehmen können. |<2>
 
nehmen können. |<2>
Zur Einweyhung des guten Br[uders] H[enricus] Stephanus
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Zur Einweyhung des guten Br[uders] [[Rudolph Zacharias Becker|H[enricus] Stephanus]]
 
in das Schott[ische] Novitiat, derer er vor allen
 
in das Schott[ische] Novitiat, derer er vor allen
 
andern gewiß würdig ist, erbitte mir brüder-
 
andern gewiß würdig ist, erbitte mir brüder-
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machen können. Indeß, biß Sie die Liebe haben,
 
machen können. Indeß, biß Sie die Liebe haben,
 
uns ihre Hefte zu schikken, oder selbst mit hieher
 
uns ihre Hefte zu schikken, oder selbst mit hieher
zu bringen, will ich H[enricus] Stephano einstweilen
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zu bringen, will ich [[Rudolph Zacharias Becker|H[enricus] Stephano]] einstweilen
 
am ~~~~~ Tage künftiger Woche in unsern verengten Cirkel
 
am ~~~~~ Tage künftiger Woche in unsern verengten Cirkel
 
die zweymal sieben Fragen, die er sogleich
 
die zweymal sieben Fragen, die er sogleich
 
beantworten muß, vorlegen: und alsdenn
 
beantworten muß, vorlegen: und alsdenn
werden sich Cato Utic[iensis], Cleobul, Wiclef,
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werden sich [[Joachim Friedrich Ernst von der Lühe|Cato Utic[ensis]]], [[Christian Heinrich Wehmeyer|Cleobul]], [[Heinrich August Ottokar Reichard|Wiclef]],
Cassiodor und Chrysost[omus] damit beschäftigen,
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[[Schack Hermann Ewald|Cassiodor]] und [[Christian Georg von Helmolt|Chrysost[omus]]] damit beschäftigen,
 
H[enricus] Stephani gantzes Bild vorschriftmäßig
 
H[enricus] Stephani gantzes Bild vorschriftmäßig
 
zu schildern.
 
zu schildern.
Ihrem Winke zur Einweyhung der Loge zu Lyco-
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Ihrem Winke zur Einweyhung der Loge zu [[Minervalkirche Erfurt|Lyco-
polis, zu folgen, wird mir ein wahre Freude
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polis]], zu folgen, wird mir ein wahre Freude
seyn; so balde unser bester Aemilius das
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seyn; so balde unser bester [[Aemilius]] das
 
Einweyhungs-Wort führet. Br[uder] H[enricus] Stephanis
 
Einweyhungs-Wort führet. Br[uder] H[enricus] Stephanis
 
wird mich gerne dahin begleiten; es ist ja ohnedem
 
wird mich gerne dahin begleiten; es ist ja ohnedem
seine Vaterstadt. ~i~~~l~~ Vielleicht gehen |<3>
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seine Vaterstadt. <strike>~i~~~l~~</strike> Vielleicht gehen |<3>
 
noch ein paar Brüder unsrer guten [Loge] mit ihrem
 
noch ein paar Brüder unsrer guten [Loge] mit ihrem
 
alten [Logen]Meister zu dieser Feyerlichkeit dahin,
 
alten [Logen]Meister zu dieser Feyerlichkeit dahin,
wenn der Einweyhungstag ein zugleich ein
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wenn der Einweyhungstag <strike>ein</strike> zugleich ein
 
für uns bequehmer Tag seyn kann. Cleobul
 
für uns bequehmer Tag seyn kann. Cleobul
 
kann aber in den Winter-Monaten nicht
 
kann aber in den Winter-Monaten nicht
wohl eine Nach außer seinem Hause seyn?
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wohl eine Nach außer seinem Hause seyn.
 
Beyliegend habe die Ehre, Ihnen mit dem treuver-
 
Beyliegend habe die Ehre, Ihnen mit dem treuver-
 
bindlichsten Danke, ihre fürtrefliche Rede bey
 
bindlichsten Danke, ihre fürtrefliche Rede bey
der feyerlichen Einweyhung der [Loge] Günther
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der feyerlichen Einweyhung der [Loge] [[Günther zum stehenden Löwen, Rudolstadt|Günther
zum stehenden Löwen zum ~~zusenden; in-
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zum stehenden Löwen]] zurük zusenden; in-
 
ständigst bittend, mir mein Zaudern in
 
ständigst bittend, mir mein Zaudern in
 
deren Zurüksendung, brüderlichst zu ver-
 
deren Zurüksendung, brüderlichst zu ver-
 
zeihen.
 
zeihen.
 
Was meinen Sie, mein theuerster Br[uder] Aemilius,
 
Was meinen Sie, mein theuerster Br[uder] Aemilius,
sollte es wohl unser alter guter Schlotheim
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sollte es wohl unser alter guter [[Ernst Heinrich Ludwig Freiherr von Schlotheim|Schlotheim]]
 
von Tonna, der durch mich für die gute Frey-
 
von Tonna, der durch mich für die gute Frey-
 
maurerey wieder recht warm wird, nicht
 
maurerey wieder recht warm wird, nicht
 
verdienen? mit dem Illum[inaten] System bekant
 
verdienen? mit dem Illum[inaten] System bekant
 
zu werden? Sagen Sie mir offenherzig, was
 
zu werden? Sagen Sie mir offenherzig, was
Sie hiervon denken. Sein ältester Sohn wird
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Sie hiervon denken. Sein [[Ernst Friedrich Freiherr von Schlotheim|ältester Sohn]] wird
in der nächsten M[ei]ster[?] [Loge] bey uns zum M[ei]ster inge-
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in der nächsten M[ei]ster[?] [Loge] bey uns zum M[ei]ster einge-
weyhet werden; und seyn 2ter Sohn, ein eben- |<4>
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weyhet werden; und seyn [[Friedrich Carl von Schlotheim|2ter Sohn]], ein eben- |<4>
b~arer und rechtschafner junger Mann, ~
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braver und rechtschafner junger Mann, ~
 
in der nächsten Lehrlings [Loge] zur Aufnahme a[ls][?]
 
in der nächsten Lehrlings [Loge] zur Aufnahme a[ls][?]
Lehrlinge und zum Ballotieren, über in Vor-
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Lehrlinge und zum Ballotieren, <strike>über</strike> in Vor-
 
schlag kommen. Ich möchte gern unsers alt[en]
 
schlag kommen. Ich möchte gern unsers alt[en]
 
Br[uders] Schlotheims brüderliches Zutrauen
 
Br[uders] Schlotheims brüderliches Zutrauen
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[[Category:@Bode (Aemilius)]]
 
[[Category:@Bode (Aemilius)]]
 
[[Category:1786]]
 
[[Category:1786]]
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[[Category:+Becker (Henricus Stephanus)]]

Latest revision as of 13:27, 23 May 2019

Inhalt

Transcript

Syrakus. d[en] 3. Ader. 1156. Jezderged.

Aemilio ptimo s. p. d. Chrysostomus

Tausend Dank für die gütigst übersandten
RRZz. Ich erhielt dieselben zwar erst nach
der M[inerval] K[irche] am verwichenen Dienstage, dies
schadet weiter nichts. Ich habe sie dem ohngeachtet
noch gestern an die Brüder austheilen laßen,
und R[obertus] Stephanus hat seinen wohlverdienten
R.Z. auch richtig erhalten.
Die Br[üder] Baillet und Graevius werde nächstens
selbst an ihre O[rdens] Verbindung und Pflichten er-
innern.
Unser wenigen aber guten und lieben Brüder Re-
genten stimmen ihrer Meinung, mein theuerster
Aemilius, volkommen bey, die Ceremonien
bey der M[inerval] K[irche], wenn nicht Aufnahme ist, ab-
zukürzen; welches denn auch gewiß in der
dieses Monats geschehen wird. In der Zwischen-
zeit biß dahin, hoffe doch noch zuversichtlich,
daß Wege und Wetter so gut seyn werden,
daß uns unser Aemilius hier in Gotha ver-
sprochener maßen besuchen kann; da wir
~~~~~ über das weitere in dieser Schache mündlich Rücksprache
nehmen können. |<2>
Zur Einweyhung des guten Br[uders] H[enricus] Stephanus
in das Schott[ische] Novitiat, derer er vor allen
andern gewiß würdig ist, erbitte mir brüder-
lichst ihr Hefte. Denn diese des Schott[ischen] und der
höheren Grade hat Sereniss[imus] Timoleon im Be-
schluße; daß wir folglich keinen Gebrauch davon
machen können. Indeß, biß Sie die Liebe haben,
uns ihre Hefte zu schikken, oder selbst mit hieher
zu bringen, will ich H[enricus] Stephano einstweilen
am ~~~~~ Tage künftiger Woche in unsern verengten Cirkel
die zweymal sieben Fragen, die er sogleich
beantworten muß, vorlegen: und alsdenn
werden sich Cato Utic[ensis], Cleobul, Wiclef,
Cassiodor und Chrysost[omus] damit beschäftigen,
H[enricus] Stephani gantzes Bild vorschriftmäßig
zu schildern.
Ihrem Winke zur Einweyhung der Loge zu Lyco-
polis
, zu folgen, wird mir ein wahre Freude
seyn; so balde unser bester Aemilius das
Einweyhungs-Wort führet. Br[uder] H[enricus] Stephanis
wird mich gerne dahin begleiten; es ist ja ohnedem
seine Vaterstadt. ~i~~~l~~ Vielleicht gehen |<3>
noch ein paar Brüder unsrer guten [Loge] mit ihrem
alten [Logen]Meister zu dieser Feyerlichkeit dahin,
wenn der Einweyhungstag ein zugleich ein
für uns bequehmer Tag seyn kann. Cleobul
kann aber in den Winter-Monaten nicht
wohl eine Nach außer seinem Hause seyn.
Beyliegend habe die Ehre, Ihnen mit dem treuver-
bindlichsten Danke, ihre fürtrefliche Rede bey
der feyerlichen Einweyhung der [Loge] Günther
zum stehenden Löwen
zurük zusenden; in-
ständigst bittend, mir mein Zaudern in
deren Zurüksendung, brüderlichst zu ver-
zeihen.
Was meinen Sie, mein theuerster Br[uder] Aemilius,
sollte es wohl unser alter guter Schlotheim
von Tonna, der durch mich für die gute Frey-
maurerey wieder recht warm wird, nicht
verdienen? mit dem Illum[inaten] System bekant
zu werden? Sagen Sie mir offenherzig, was
Sie hiervon denken. Sein ältester Sohn wird
in der nächsten M[ei]ster[?] [Loge] bey uns zum M[ei]ster einge-
weyhet werden; und seyn 2ter Sohn, ein eben- |<4>
braver und rechtschafner junger Mann, ~
in der nächsten Lehrlings [Loge] zur Aufnahme a[ls][?]
Lehrlinge und zum Ballotieren, über in Vor-
schlag kommen. Ich möchte gern unsers alt[en]
Br[uders] Schlotheims brüderliches Zutrauen
zu mir, durch ein gegenseitiges von
mir dankbarlichst erwiedern können.
Meine gantze Familie empfiehlt sich Ihnen
auf das freundschaftlichste.

Anmerkungen