SK12-a247

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  • Aktenbestand: Schwedenkiste Band 12, Dokument a247
  • Standort: GStA PK, Freimaurer, 5.2. G 39 JL. Ernst zum Kompaß, Gotha, Nr. 110. Schwedenkiste. Quibus Licet T-Z und Reprochen
  • Titel: Reproche
  • Autor: Basilius Handschrift bislang nicht ermittelt.
  • Ordensdatum: Meher 1155
  • Datum: Oktober 1785
  • Antwort auf: Mordad 1155
  • Bearbeitung: Christian Wirkner
  • JPG: SK12(11)247a-261a-0003

Kommentar

  • Drei Reprochen an Schenk (Robertus Stephanus), Becker (Henricus Stephanus) und Bohn (Spanheim)
  • Ausführlich an Becker und Bohn

Zusammenfassung und Transkript

  • An Schenk: Auf Schenks im August geäußertes Verlangen sei geschehen, was von Seite des Ordens möglich sei. Wenn Sie nicht erhalten, was Sie wünschen, so sind andere Ursachen vorhanden, die es hindern, als der redliche Wille Ihrer Os. Brüder.
  • An Becker: Ihr Primo ist besorgt! Die Antwort, die Becker an Mereau (Thuanus) geschrieben habe, sei wahr. Sollte Becker an Mereau einen Hang zur Schwärmerei wahrnehmen, solle er nichts unversucht lassen, ihm dies auszutreiben. Sie sind mit uns darüber einig, daß das Streben nach übernatürlichen Kenntnissen und Kräften schon manchen sonst guten Kopf verschroben und für's thätige Leben unbrauchbar gemacht hat. Becker solle daher eigenverantwortlich handeln, da er (Basilius) nicht prompt reagieren könne.
  • An Bohn: Aus verschiedenen Vorschlägen, die Sie nach und nach in Ihren QQ.LL. vorgebracht haben, erhellet, daß Sie nicht zu jenen gehören, welche alte Einrichtungen schon deswegen für unverbeßerlich halten, weil sie alt sind [...] Stattdessen bemühe sich Bohn um Verbesserungen im Detail, was den Beifall des Ordens hätte. Der Orden bemühe sich, keine gute Anregung seiner Mitglieder zu vergessen, könne aber auch nicht alles umsetzen. Weil Ihnen überhaupt so viel schon vom Orden bekannt seyn muß, daß er sich nie gerühmet hat, er habe das Vermögen oder auch nur den Willen in der allgemeinen oder besonderen bürgerlichen Verfassung, schnelle Revolutionen zu bewirken. Seine den Brüdern unverholene Absicht ist vielmehr, durch Berichtigung solcher Ideen, die im Kraise der gesunden Vernunft liegen, die Anhänglichkeit der Menschen an alte ## zu schwächen, und so, durch diese Art von Aufklährung, jene heilsame Revolutionen auf eine ungewaltsame Weise vorzubereiten Bohn solle dies bei seiner Beurteilung der Anweisungen der Ordensoberen bedenken, aber auch, um zu entscheiden, welche Veränderungen im Staate nötig seien, bis die vom Orden angestrebte gewaltlose Veränderung umgesetzt werden könne. Basilius erteilt nun Bohn eine neue Aufgabe zur Bearbeitung: Wies, wenn der Pfarrer einer Gemeinde in Ansehung seiner Einnahmen, von dem guten Willen seiner Gemeineglieder völlig unabhängig gemacht wird, das Verhältniß zwischen Seelsorger und Pfarrkindern, besonders auf dem Lande, verbeßert oder verschlimmert?