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  Leute den Grundsätzen unsrer heiligen und engen Verbindung gemäß sei.
 
  Leute den Grundsätzen unsrer heiligen und engen Verbindung gemäß sei.
 
  Uebrigens ist der Eintritt in den Orden als eine gegenseitige ## anzusehen.
 
  Uebrigens ist der Eintritt in den Orden als eine gegenseitige ## anzusehen.
  Um jeden Kandidaten gewint der Ordennur einen Monat, von dem er noch un-
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  Um jeden Kandidaten gewint der Orden nur einen Monat, von dem er noch un-
 
  gewis ist, ob er sich gänzlich zu unsern hohen zwecken schicken wird; der Eintret0
 
  gewis ist, ob er sich gänzlich zu unsern hohen zwecken schicken wird; der Eintret0
 
  tende aber tritt in eine Verbindung mit einer Menge redlicher geprüfter Männer.
 
  tende aber tritt in eine Verbindung mit einer Menge redlicher geprüfter Männer.

Revision as of 11:48, 1 March 2017


Kommentar

Koppes Aufnahme in den Illuminatenorden

Transkript

Lieber Bruder Acacius, Sie werden aus denen Ihnen mitgetheilten Ordens-
schriften leichtersehen, daß dieser Grad des Ordens vorzüglich der Bildung junger Leute zu
würdigen Mitgliedern bestimt ist, und sich dabei nicht wundern, wenn die erlauchten Obern
 I diesen jungen Leuten eine lange Probezeit festgesetzt haben, sondern auch
II Von denselben eine große Unterwürfigkeit und gänzliche Abhängigkeit vom Orden
 verlangen: denn da dieselben bei diesen jungen Zöglingen gleichsam in die Stelle der
 Eltern und Lehrer tretten, da sie ihnen Schutz u. Leitung zum guten versprechen,
 so ist dem Orden auch daran gelegen, gewis zu sein, daß jeder Schritt solcher jungen
 Leute den Grundsätzen unsrer heiligen und engen Verbindung gemäß sei.
 Uebrigens ist der Eintritt in den Orden als eine gegenseitige ## anzusehen.
 Um jeden Kandidaten gewint der Orden nur einen Monat, von dem er noch un-
 gewis ist, ob er sich gänzlich zu unsern hohen zwecken schicken wird; der Eintret0
 tende aber tritt in eine Verbindung mit einer Menge redlicher geprüfter Männer.
 Der Orden hat von diesem z#chte weiter nichts als vielleicht einen fleissigen Mit-
 arbeiter mehr zu erwarten, sie hingegen können auf alle Vortheile dieser soliden
 und ausgebreiteten Verbindung hofen: Und da diese Aussichten ihnen auf die un-
 eigennützigste Art eröffnet werden, endlich da alle Verbindlichkeiten, die Verschwi-
 genheit ausgenommen, aufhören, sobald sie wieder austretten wollen, welches sie jeder-
 zeit thun können, sobald man etwas von ihnen verlangt, das sie nicht leisten können;
 so ist es wohl sehr billig, wenn der Orden sich itzt darüber zu versichern sucht, daß er
 an ihnen kein unthätiges die Einheit im ganzen Plane zerstörendes Mitglied erhalte.
 Die Erlauchten Obern haben Ihnen die Probezeit abgekürzt, Sie werden itzt in un-
 sere Verbindung aufgenommen werden: Sagen Sie nur erst |

 Was für einen Begriff machen Sie sich von dem Orden?
  Er ist mir ein kleinerer Kreis weiser und ädler Männer, die die Summe des Guten und Nüzlichen in
  der Welt zu vermehren und den manichfaltigen Arten menschlichen Übels kräftiger, als in dem
  größern Zirkel der bürgerlichen Gesellschaft oft möglich ist, entgegenzuwirken, sich vereiniget
  haben

 Haben Sie aber auch überlegt, daß, indem Sie sich neue Verbindlichkeiten aufladen, Sie Ihre
 natürliche Freiheit einschränken?
  Freyheit, und verstärkte Verbindlichkeit zum Gutes thun streiten nie miteinander. Der gute
  Mann, der jede Pflicht gern übernimmt und froh ausübt, ist auch der freyeste Mann

 Haben Sie auch überdacht, daß der Orden in gewissen Umständen die genaueste Folgleistung
 verlangt, daß man Ihnen über die Ursache, warum etwas beschlossen werden könnte, nicht immer
 würde Rechenschaft geben, welchen Ihnen unangenehm sein könnte?
  Ich sezze voraus, der O. mir nie Anlas zum Verdacht geben wird: daß seine Vorschriften
  blos willkürlich oder wohl gar den Pflichten vernünftiger und geistlicher Rechtschaffenheit entge-
  gen
seyn könnte. Und so laß ich mirs gern gefallen, in die geheimsten Triebfedern aller seiner
  Verfügungen nicht so gleich eindringen zu können.

 Was würden Sie aber denken, wie würden Sie sich betragen, wenn Sie einst Personen im Orden
 fänden, denen Sie abgeneigt, oder die gar ihre Feinde wären?
  Feinde habe ich meines Wissens nicht. Sind Personen, denen ich abgeneigt bin, im O.
  so soll mir dies ein Grund seyn zu glauben, daß ich mich in ihnen geirrt habe.
|

 Nun wissen Sie, was wir von Ihnen erwarten, was fordern Sie aber dagegen von uns?
  Ausser den Pflichten brüderlicher Liebe, wie sie jede Os Verbindung erwarten läßt, Mittheilung
  möglicher Kenntnisse Begriffe und Erfahrungen
die der O. vermuthlich bereits gesamlet hat und noch
  samlet. Mehr als alles des aber wünsch ich einst vom O. für würdig erkant zu werden, den
  grossen Plan desselben, zur Beglükung des Menschengeschlechts gantz übersehen, und zu dessen
  Ausführung selbst thätig mitwirken zu dürfen.


 Dieses Begehren ist gerecht und vernünftig. Ich Endesunterschriebener von dem
 Orden hirzu Bevollmächtigter verspreche Ihnen im Namen unserer Erlauchten Obern,
 im Namen aller Mitglieder und des ganzen Ordens Schutz, Gerechtigkeit und Beistand.
 Dagegen aber steht der Orden nie für Unglük, welches Sie sich selbst durch eigenes Verschulden,
 oder durch Pochen auf die ## und den Beistand des Ordens zuziehen würden. Ferner ver-
 sichere ich Sie nochmal im Namen des ganzen Ordens heilig, daß Sie bei uns nichts gegen den
 Staat, die Religion und gute Sitten antreffen werden. Sind Sie nun noch entschlossen in
 diesen Orden zu tretten, so setzen Sie den beiliegenden geschriebenen Eid hierunter.
 Andrus
 am 20ten Abenmeh 1151 Jezdergerd Prometheus
   
Ich Acacius bekenne hier vor Gott dem Allmächtigen und vor Ihnen, als Bevollmächtigten des Erlauchten O. in welchen
ich wünsche aufgenommen zu werden, daß ich meine natürliche Schwäche und Unvermögenheit erkenne, daß ich mit
allen Vorzügen von Rang Ehre Titel und zeitlichen Gütern, die ich in der bürgerlichen Gesellschaft haben könnte,
doch immer nur ein Mensch, wie andre Menschen bleibe; daß ich dies alles, so wie ich es durch einen Unbekanten
schon erlangt habe, auch eben so wieder durch sie verlieren kann; daß mir also der Beifall und die Ach-
tung meiner Nebenmenschen unentbehrlich ist, und daß ich solche nach aller Möglichkeit zu verdienen
suchen werde. Nie will ich mein gegenwärtiges nich künftiges Ansehen noch meine Macht zum Nachtheil des all-
gemeinen Besten verwenden, wohl aber damit den Feinden des Menschl. Geschlechts und der bürgerl. Gesellschaft
nach meinen Kräften und Umständen widerstehen. Ich verspreche und gelobe ferner, daß ich alle Gelegenheiten
der Menschheit zu dienen begierig erfreifen, meine Kenntnisse und Willen verbessern, und meine ungleichen Ein-
sichten zum allgemeinen Besten verwenden solle; in sofern es das Wohl und die Statuten gegenwärtiger
Gesellschaft von mir fordern werden.
Ich gelobe auch ewiges Stillschweigen u unverbrüchlicher Treue und Gehorsam allen Obern und den Sazzungen |

des O. Ich thue in Os. Sachen freudich Verzicht auf meine PrivatEinsicht und meine Eige#
wie auch auf den eingeschränkten Grbauch meiner Kräfte und Fähigkeiten. Ich verpflich[te mich]
das Beste des O. als mein eigenes anzusehen, und bin bereit, solchem, so lang ich ein [Theil]
davon bin, mit meinem Blut Ehre und Gut zu dienen. Sollte ich jemals aus Ubereilu[ng oder Lei-]
denschaft oder gar aus Bosheit gegen die Sazzungen und das Wohl der erlauchten [Ge-]
sellschaft handeln, so unterwerfe ich mich allen Ahndungen und Strafen, so mir von ##
Obern zuerkannt werden.
Ich verspreche weiter, daß ich in den Angelegenheiten des O. nach bestem Wissen und Gewissen
mit Aufopferung meines eigenen Privatvortheils rathen und handeln; wie auch alle Er#
und Feinde dieser Gesellschaft als meine eigen betrachten; gegen diese aber mich ##
rächen, sondern so mich gegen sie betragen wolle, als mir nach der Anweisung der Ge[sell-]
schaft wird aufgetragen werden. Nicht weniger bin ich bereit, auf alle Art und ##
auf ihre Vergrösserung und Vermehrung bedacht zu seyn und meine Kräfte nach Mögl.
zu verwenden.
Ich verzichte mich zu solchem Ende auf allen geheimen Vorbehalt und gelobe dieses al#
nach der wahren Meinung der Gesellschaft die mir diesen Eid auflegt und wie es ##
Worte besagen. So wahr mir Gott helfe.
                                                              Acacius.
Andrus
am 20ten Abenat 1151 Jezdergrd

Anmerkungen