Vergangene Studien

Ihr Beitrag zur Wissenschaft!

Wie bedanken uns bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die bereits an unseren Studien teilgenommen haben – Sie leisten einen wichtigen Beitrag für die Forschung, die Thüringen gesünder machen soll! Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über die Inhalte und Ergebnisse der Studien, die vom Team der Universität Erfurt und der Lindgrün GmbH durchgeführt werden.

Wir freuen uns darauf, Sie bald wieder bei uns für die Teilnahme an Studien zu begrüßen. Wenn Sie in Zukunft teilnehmen möchten und noch nicht bei uns registriert sein, können Sie dies hier tun. 

Sarah Eitze_Altersanzug

Foto: © Esther Goldberg

Beobachtungsstudien zur Entwicklung der Kampagnenideen

In dieser Beobachtungsstudie haben wir Menschen über 60 aus Thüringen in ihrem Alltag besucht und begleitet. Das Ziel war es herauszufinden, wie sie leben und wie sie sich mit dem Thema Gesundheit und speziell dem Thema Impfen auseinandersetzen. Zudem hat sich unser Forscher-Team, das überwiegend aus jüngeren Menschen besteht, auch selbst einmal auf eine „Zeit-Reise“ begeben und einen sogenannten Alters-Anzug angelegt. 

Dieser Anzug lässt den eignen Körper auf 60+ Jahre altern, eine sehr spannende Erfahrung! Auf diese Weise konnten wir beispielsweise prüfen, ob die von uns entwickelten Texte gut lesbar und wie die Materialien optimal handhabbar sind.

 

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Studie zur Evaluation der Kampagnenideen

Das Ziel dieser Studie war es, die beste Idee bzw. Botschaft für unsere Kampagne Impfen 60+ zu finden. Dafür wurden unseren Studienteilnehmerinnen und –teilnehmern unterschiedliche Ideen für die Kampagne präsentiert und sie wurden zu zwei verschiedenen Zeitpunkten gebeten anzugeben, inwieweit sie sich an das präsentierte Material erinnern konnten. Neben den Motiven aus der Kampagne wurden auch andere Motive aus bekannten Werbeanzeigen präsentiert, um herauszufinden, ob unsere Motive auch im Vergleich zu anderen Anzeigen gut erinnert werden können.
Zudem wurde die Stärke der ausgelösten Emotionen abgefragt. Das Ergebnis war: Die Botschaft „Für das + im Leben“ wurde über alle Materialien hinweg am besten erinnert und dient nun als Motiv für unsere Kampagne! Die Bilder mit dieser Botschaft lösten im Vergleich zu den anderen Materialien vor allem „Zufriedenheit, Freude und Optimismus“ aus. 

 

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Studie zur Formulierung der wesentlichen Botschaften

Das Ziel dieser Studie war es herauszufinden, welchen Einfluss die Darstellung von Vorteilen des Impfens bzw. von Nachteilen des Nicht-Impfens auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besitzt. Dafür wurden zwei verschiedene Flyer-Varianten präsentiert. Diese unterschieden sich vor allem im Tenor der zusammenfassenden Abschlusssätze eines jeden Absatzes. Die wesentlichen Botschaften wurden entweder eher als Vorteil des Impfens formuliert oder eher als Nachteil des Nicht-Impfens. Das Ergebnis zeigte, dass die unterschiedliche Darstellung keinen Einfluss auf die Bewertung des Flyers hatte. 

Aber: die Darstellung der Nachteile des Nicht-Impfens führte zu einer erhöhten Risikowahrnehmung, positiveren Einstellung zur Impfung und einer höheren Impfintention. Da in Thüringen die Impfbereitschaft zu gering ist und die Risiken von Grippe eher unterschätzt werden, haben wir uns also für die Variante entschieden, in der die Nachteile des Nicht-Impfens beschrieben werden. 

 

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Studie zur Kommunikation der Verbindung von Grippe, Pneumokokken und Sepsis

Ein wesentliches Ziel der Kampagne impfen60+ ist, über Impfen und die schwere mögliche Folgeerkrankung Sepsis aufzuklären. In dieser Studie wurde daher untersucht, wie Informationsmaterialien über Grippe, Lungenentzündung und Sepsis auf die Risikowahrnehmung wirken. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden gebeten unterschiedliche Materialien zu bewerten – entweder erhielten sie nur Information über eine Krankheit (z. B. Grippe) oder Informationen in Kombination mit möglichen Folgeerkrankungen (z.B. Lungenentzündung und Sepsis). 

Manche Informationen wurden als Fakten, manche in Form einer kleinen Geschichte präsentiert, die jemand aus seiner eigenen Erfahrung berichtet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Impfbereitschaft dann am höchsten war, wenn eindeutig auf die Verbindung zwischen Grippe uns Sepsis hingewiesen wurde. Die Impfung wird dann auch als effektiver wahrgenommen. Besonders günstig erwies es sich, wenn die Information als Fakten und nicht als Geschichte präsentiert wurden.

 

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Qualitative Evaluation der Materialien für die Kampagne

Für diese Studie haben wir interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu uns an die Universität Erfurt eingeladen und sie gebeten, die von uns entwickelten Materialien zu bewerten: Sind die Informationen gut lesbar, werden die Fakten verstanden? – auf diese Fragen haben wir Antworten bekommen und die Materialien dann weiter optimiert. 

 

Was passiert mit den Ergebnissen?

Zunächst fließen die Ergebnisse in die Gestaltung der Kampagne und der Informationsmaterialien ein. Klicken Sie auf das untere Bild und schauen Sie sich die Informationsmaterialien genauer an!  

Die Ergebnisse werden außerdem aufbereitet und in wissenschaftlichen Zeitungen veröffentlicht, so dass auch andere Forscher von unseren Erfahrungen lernen können.

Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Interesse und Ihre Teilnahme!

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