Letzte öffentliche Führung

Letzte öffentliche Führung

Die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt sowie die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha laden zur letzten öffentlichen Führung durch die Ausstellung „‘Ich habe einen Traum‘ – Myconius, Melanchthon und die Reformation in Thüringen“ ein. Die Führung der beiden Kuratoren Christiane Backhaus und Dr. Sascha Salatowsky findet am Sonntag, 5. Juni, um 14 Uhr, im Spiegelsaal auf Schloss Friedenstein statt. mehr

Vortrag: „Myconius als Historiograph der Reformation“

Vortrag: „Myconius als Historiograph der Reformation“

Am Mittwoch, 4. Mai, laden die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt sowie der Freundeskreis der Forschungsbibliothek Gotha e.V. zum letzten öffentlichen Abendvortrag im Rahmen der Ausstellung „Ich habe einen Traum“ ein. Dr. Günter Frank (Bretten) spricht um 18.15 Uhr im Spiegelsaal auf Schloss Friedenstein über „Myconius als Historiograph der Reformation“ und nimmt dabei dessen „Geschichte der Reformation“ aus den Jahren 1541/42 aus drei Perspektiven in den Blick: der Ursachen, die zum Beginn der Reformation geführt haben, des Ablasshandels und der Schilderung des berüchtigten „Sacco di Roma“ (Plünderung Roms) am 6. Mai 1527. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. mehr

Vortrag: „Die letzten Tage im Leben des Herrn Melanchthon“

Vortrag: „Die letzten Tage im Leben des Herrn Melanchthon“

Über die letzten Tage des mitteldeutschen Reformators Philipp Melanchthon spricht Dr. Stefan Rhein aus Wittenberg am Mittwoch, 20. April 2016, um 18.15 Uhr im Spiegelsaal der Forschungsbibliothek Gotha auf Schloss Friedenstein. Im Vorfeld des Vortrages findet zudem eine Sonderführung durch die Ausstellung „Ich habe einen Traum“ statt. Los geht es 17 Uhr. Alle Interessenten sind ganz herzlich eingeladen. mehr

Tagung der Forschungsbibliothek Gotha zu Friedrich Myconius

Tagung der Forschungsbibliothek Gotha zu Friedrich Myconius

Die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt veranstaltet vom 7. bis 9. April 2016 die erste wissenschaftliche Tagung zum Thüringer lutherischen Reformator Friedrich Myconius (1490–1546), der auch erster Superintendent von Gotha war. Die Tagung anlässlich von Myconius‘ 470. Todestag will u.a. den Weg des ehemaligen Franziskanerbruders zum evangelischen Prediger nachzeichnen, dabei auch die Kirchenreformansätze der Franziskaner vor der Wittenberger Reformation in den Blick nehmen, die Tätigkeiten von Myconius als Superintendent, Visitator, kirchlicher Oberaufseher in Thüringen und Botschafter in England in den Kontext seiner Wirkungskreise und -umfelder einordnen und schließlich seine frühe reformatorische Geschichtsschreibung und ihre Rezeption kritisch prüfen. Interessenten sind herzlich eingeladen, werden jedoch um Anmeldung per E-Mail gebeten. mehr

Vortrag: „Myconius – Die Reformation und die mittlere Ebene“

Vortrag: „Myconius – Die Reformation und die mittlere Ebene“

Im Rahmen der Ausstellung „‘Ich habe einen Traum‘ – Myconius, Melanchton und die Reformation in Thüringen“ lädt die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt am Donnerstag, 7. April, herzlich zum ersten öffentlichen Abendvortrag ein. Superintendent Friedemann Witting (Gotha) wird um 18.15 Uhr im Spiegelsaal auf Schloss Friedenstein zum Thema „Myconius – Die Reformation und die mittlere Ebene“ referieren. mehr

Die Reformation auf Abwegen

Die Reformation auf Abwegen

Wie die Verfolgung der Täufer auch in Thüringen von Reformatoren gebilligt wurde: „Non vi sed verbo“ – Nicht mit Gewalt, sondern mit dem Wort. Dieses Luther-Zitat und Motto der frühen Reformationsbewegung beanspruchten die Reformatoren gern für sich selbst. Ein Toleranzgedanke, der sich wohl für die friedliche Verbreitung und Etablierung der reformatorischen Ideen unter den Augen der katholischen Kirche einsetzte und der sich bis in die Gegenwart in gewaltfreien Protestbewegungen wie die von Martin Luther King über Mahatma Gandhi bis hin zu den Montagsdemonstrationen oder der Orangen Revolution widerspiegelt. Dass die Toleranz der Reformatoren, denen wir den modernen Freiheitsbegriff verdanken, jedoch auch hier und dort an ihre Grenzen stieß, das zeigten letztlich nicht nur Luthers Einstellung zu den Juden und seine Polemik gegen die aufständischen Bauern. Auch die Verfolgung der neoreformatorischen Bewegung der Täufer bildet einen weiteren dunklen Fleck in der Geschichte des Luthertums. Im Kloster Reinhardsbrunn bei Gotha etwa wurden 1530 insgesamt neun Täufer – vermutlich unter Anwendung von Gewalt – verhört und zum Widerruf gedrängt. Sechs von ihnen beharrten laut dem Verhörprotokoll auf ihrem „unchristlichen Irrsal wider gott“ und wurden einige Tage später hingerichtet – unter den Augen der mitteldeutschen Reformatoren Friedrich Myconius, Justus Menius und Philipp Melanchthon. Nicht nur ein regionalgeschichtlich bedeutendes Ereignis, sondern auch „theologisch höchst relevant“, sagt Dr. Sascha Salatowsky von der Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt – und macht dieses Thema zum Teil der Jahresausstellung „‘Ich habe einen Traum‘ – Myconius, Melanchthon und die Reformation in Thüringen“, die die Forschungsbibliothek gemeinsam mit der Stiftung Schloss Friedenstein ausrichtet. mehr