Ausstellung

Anlässlich des 470. Todestages von Friedrich Myconius am 7. April 2016 präsentiert die Ausstellung „‚Ich habe einen Traum‘ – Myconius, Melanchthon und die Reformation in Thüringen“ Leben und Werk dieses neben Georg Spalatin bedeutendsten Thüringer Reformators. Myconius, der vor allem durch sein gesprochenes Wort für die Befestigung und Verbreiterung der Reformation im Gothaer Land sorgte, nahm an Visitationen und Religionsgesprächen in ganz Deutschland teil und warb im Auftrag des Kurfürsten sogar in England für eine engere Zusammenarbeit mit der anglikanischen Kirche. Im Zentrum der Ausstellung sollen zwei gegensätzliche Ereignisse stehen, die die Bandbreite der Reformation im positiven wie im negativen Sinne verdeutlichen und eng mit den Namen Friedrich Myconius, Martin Luther und Philipp Melanchthon verknüpft sind. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht zum einen Myconius‘ „prophetischer“ Traum auf das Erscheinen Luthers aus dem Jahre 1510, der eine jahrhundertelange Rezeption im Luthertum erlebt hat. Zum andern soll Myconius‘ und Melanchthons Funktion im Zusammenhang mit der Hinrichtung von sechs Widertäufern am 18. Januar 1530 im Kloster Reinhardsbrunn dargestellt werden. Gerade der enge Austausch mit Luther und Melanchthon, der sich in zahlreichen, in der Forschungsbibliothek Gotha und der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha bewahrten Dokumenten und anderen Objekten niederschlägt, belegt die große Bedeutung von Myconius im innerreformatorischen Zirkel.

ÖFFNUNGSZEITEN
dienstags bis sonntags sowie feiertags | 10–17 Uhr
Der Eintritt ist frei.

FÜHRUNGEN
Führungen durch die Ausstellung sind nach Anmeldung möglich. Sonderführungen finden am 07.04.16, 20.04.16 und 04.05.16 jeweils um 17 Uhr sowie am 22.05.16 und 05.06.16 jeweils um 14 Uhr statt.
Führungen durch die Ausstellung sind gebührenfrei. Um Spenden wird gebeten.

VERANSTALTUNGEN

 

Plakat Ausstellung Myconius 2016