Alles auf einen Blick — Erhebung vom 04.-09.11.2025
Eine Zusammenstellung der wichtigsten Befunde mit Abbildungen und Empfehlungen finden Sie im aktuellen Foliensatz.
Foliensatz herunterladenAusführlichere Analysen zu finden Sie auf der PACE Themenseite
Die November 2025 PACE-Befragung (04.-09.11.25; N = 1.1119 Befragte) basiert auf einer deutschlandweiten, nicht-probabilistische Quotenstichprobe, die die erwachsene Allgemeinbevölkerung zwischen 18 und 74 Jahren für die Merkmale Alter x Geschlecht und Bundesland abbildet.
Fragebögen können hier eingesehen werden.
Die PACE-Befragung ist eine regelmäßige Datenerhebung, die mehrmals im Jahr durchgeführt und ausgewertet wird. Jedes Mal werden Personen befragt, die mindestens ein Jahr nicht an dieser Befragung teilgenommen haben.
Es wird vor allem die Bereitschaft zum Klimaschutz betrachtet sowie die Akzeptanz von politischen Maßnahmen und welche Faktoren dies beeinflussen.
Die Ergebnisse der aktuellen PACE-Erhebung sind weitestgehend vergleichbar mit den vorherigen Ergebnissen.
Es zeigen sich jedoch drei Tendenzen, die wir in Zukunft beobachten werden:
Befund: In dieser Welle (November 2025) beobachten wir einen leichten Rückgang der Handlungsbereitschaft.
Die Bereitschaft zur politischen Beteiligung, wie etwa an Diskussionen, Petitionen oder Aktionen teilzunehmen, sinkt leicht. Dieser Trend besteht seit Ende 2024.
Bei der Akzeptanz politischer Klimaschutzmaßnahmen, wie zum Beispiel dem Tempolimit oder dem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs ist ebenfalls ein leichter Abwärtstrend zu sehen, der jedoch nicht signifikant ist.
Individuelles Verhalten ist stabil geblieben. So hat sich der Fleischkonsum, die Anzahl der Flugstunden oder die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung aktuell nicht über die Zeit verändert.
Interpretation: Die Daten deuten auf eine moderate Abnahme der politischen Handlungsbereitschaft der Befragten hin, während das alltägliche, klimafreundliche Verhalten weitgehend stabil bleibt. Die Ursachen hierfür sind noch unklar.
Außerdem ist zu beobachten, dass die Befragten im November 2025 weniger Engagement der schwarz-roten Regierung beim Klimaschutz wahrnehmen als noch Ende 2024 bei der letzten Regierung (Ampel).
Die Erwartung an die Regierung bleibt deutlich höher als das wahrgenommene politische Engagement der Bundesregierung für Klimaschutz.
Interpretation: Wunsch und Wirklichkeit gehen auseinander, Bürger und Bürgerinnen wünschen sich mehr Klimaschutz als sie von der Bundesregierung wahrnehmen.
Befund: Aus der hohen Erwartung an die Regierung und dem sinkenden Engagement entsteht eine deutliche Lücke, die auch auf parteipolitischer Ebene sichtbar wird:
Die Befragten wünschen sich von nahezu allen Parteien mehr Engagement für den Klimaschutz, als sie aktuell wahrnehmen – mit Ausnahme von FDP und AfD, aber auch hier gibt es zumindest keinen Wunsch nach weniger Klimaschutz.
Darauf deuten auch andere Ergebnisse hin: 44% möchten, dass die Regierung den Klimaschutz verstärkt, 30% denken, er sollte gleich bleiben und nur 20% wollen ihn abschwächen (6% wissen es nicht).
Interpretation: Die anhaltende Diskrepanz zeigt, dass große Teile der Bevölkerung ambitioniertere Klimapolitik erwarten, als derzeit politisch umgesetzt wird.
Anmerkungen zu den Befunden:
Die Handlungsbereitschaft gegen den Klimawandel beschreibt die Neigung, klimafreundlich zu handeln, politische Klimaschutzmaßnahmen eher zu akzeptieren, sich am politischen Prozess zu beteiligen und sich dabei für den Klimaschutz einzusetzen.
Personen haben eher eine höhere Handlungsbereitschaft, wenn sie
Wir beschäftigen uns aktuell mit der Frage, wie sich unterschiedliche Erklärungsansätze von Maßnahmen (z.B. mit Betonung der Fairness oder Effektivität von Maßnahmen) auf deren Akzeptanz auswirken.
Die Daten werden aktuell ausgewertet und aufbereitet und danach auch auf der Webseite berichtet.
Das Team der Gesundheitskommunikation und das Institute for Planetary Health Behaviour an der Universität Erfurt setzen sich für ein #weltoffenesthüringen ein.