1 Einstellung zu Maßnahmen

2 Reaktanz

3 Akzeptanz zukünftiger Maßnahmen

In der Erhebung vom 07.06.2022 wurde den Teilnehmenden eines von drei möglichen Szenarien für den kommenden Herbst präsentiert:

  • Günstigstes Szenario: Im Herbst tritt eine neue Virusvariante auf, die weniger gefährlich ist als die aktuell vorherrschende Omikron-Variante. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass Risikopersonen vor dieser neuen Variante geschützt werden müssen. Andere Atemwegserkrankungen treten gehäuft auf, v.a bei Kindern ist eine Häufung zu erwarten.
  • Basisszenario: Der Herbst wird ähnlich ausfallen wie das Frühjahr. Die aktuell vorherrschende Omikron-Variante dominiert weiterhin das Infektionsgeschehen und die Zahl der Infektionen steigt wieder an. Es kommt zu Arbeitsausfällen und einer moderaten Belastung der Intensivstationen.
  • Ungünstigstes Szenario: Im Herbst tritt eine neue Virusvariante auf, die gefährlicher ist als die aktuell vorherrschende Omikron-Variante. Auch vollständig Geimpfte mit Risikofaktoren könnten ohne Zusatzimpfung schwer erkranken. Es kommt zu einer starken Belastung von Intensiv- und Normalstationen in Krankenhäusern.

Anschließend wurde gefragt, welche Maßnahmen gerechtfertigt sind, um die Verbreitung des Virus zu verringern und die Sterblichkeit sowie Todesfälle im vorgestellten Szenario zu verhindern. Die Teilnehemdnen konnten aus einer Liste von Maßnahmen wählen.

Die Wiedereinführung der Maskenpflicht, die Ausweitung der Arbeit im Home Office und die Absage von Freizeitveranstzaltungen im Innenbereich wurden am meisten akzeptiert; nächtliche Ausgangssperren und die Schließung von Schulen und Kindergärten erfuhren die geringste Zustimmung.

Zwischen den Szenarien konnten nur gerine Unterschiede festgestellt werden.

4 Ergebnisse vergangener Erhebungen

Achtung: Die nachfolgenden Analysen beziehen sich auf vergangene Erhebungen unter anderen geltenden Maßnahmen.

4.1 Bereitschaft die Schutzmaßnahmen in der eigenen Region mitzugetalten (Stand: 07.06.22)

4.2 Akzeptanz der Einschränkung von Freiheitsrechten (Stand: 15.03.22)

Bis Ende 2021 entstand variierte die Akzeptanz von Maßnahmen mit dem Infektionsgeschehen. So wurde beispielsweise die Einschränkiung von Freiheitsrechten stärker befürwortet, wenn die Infektionszahlen zunahmen. Dieser Zusammenhang gilt nicht mehr für die seit Anfang 2022 vorherrschende Omikron-Welle; insgesamt hat die Akzeptanz einschränkender Maßnahmen in den letzten Monaten abgenommen.

4.3 Risikowahrnehmung und Akzeptanz der Maßnahmen (Stand: 15.03.22)

Das kognitive Risiko (Einschätzung zu Wahrscheinlichkeit und Schweregrad der Infektion) bleibt relativ stabil, das affektive Risiko (Angst, Sorge vor der Infektion) ist nach einem Anstieg im Dezember trotz erneut steigender Infektionszahlen zurückgegangen. Die durchschnittliche Einschätzung der Maßnahmen als “übertrieben” ist in der Welle im Dezember zurückgegangen, allerdings in den letzten Wellen wieder gestiegen. Die Zustimmung zu stark einschränkenden Maßnahmen wie Schulschließungen war nach dem Jahreswechsel gefallen.

4.4 Anteil der Maßnahmen-Ablehnenden im Zeitverlauf (Stand: 15.03.22)

Der Anteil derer, die die Maßnahmen übertrieben finden (rot), rangierte im Herbst und Winter 2020 relativ stabil zwischen 22% und 28%. Bis Ende März 2021 ist der Anteil derer, die die Maßnahmen für übertrieben halten, auf bis zu 35% gestiegen. Aktuell liegt der kritische Anteil bei 26.7% und hat damit wieder leicht zugenommen.

4.5 Bundeseinheitliche Maßnahmen (Stand: 15.03.22)

4.6 Akzeptanz des schnellen Einführens von bundeseinheitlichen bzw. lokalen Notbremsen im Falle steigender Infektionszahlen (Stand: 15.03.22)

4.7 Korrelationen zwischen Risikowahrnehmung und Maßnahmen ablehnen (Stand: 15.03.22)

Das affektive Risiko hängt stärker als das kognitive Risiko mit der generellen Akzeptanz der Maßnahmen zusammen, wie die folgenden Korrelationen zeigen.

Interpretation der Korrelationskoeffizienten: In der folgenden Übersicht zeigen höhere Werte einen stärkeren Zusammenhang an, Werte nahe Null zeigen, dass es keinen Zusammenhang gibt, um 0.1 einen kleinen Zusammenhang. Werte um 0.3 zeigen einen mittleren Zusammenhang, ab 0.5 spricht man von einem starken Zusammenhang. Ein negatives Vorzeichen bedeutet, dass hohe Werte der einen Variable mit niedrigen Werten der anderen Variable einhergehen. Fettdruck zeigt statistisch bedeutsame Zusammenhänge an.

Kognitive Risikowahrnehmung und …

  • Ablehnung der Maßnahmen: -0.21

  • Affektives Risiko: 0.41

Affektive Risikowahrnehmung und …

  • Ablehnung der Maßnahmen: -0.46

4.8 Kontaktbeschränkungen und Freiheitseinschränkungen (Stand: 22.02.22)

4.8.1 Allgemein

### Unterschiede nach Impfstatus

4.9 Zustimmung zu verkürzter Quarantäne (Stand: 11.01.22)

Bei der Frage, ob auch eine verkürzte Quarantäne ausreichend ist, um die Verbreitung des Virus einzudämmen, sind die Teilnehmer mit jeweils etwa 40% Zustimmung und Ablehnung gespalten.

4.10 Akzeptanz weiterer stark einschränkender Maßnahmen