1 Akzeptanz der Einschränkung von Freiheitsrechten

Insgesamt entsteht der Eindruck, dass die Akzeptanz der Maßnahmen mit dem Infektionsgeschehen variiert. Über den Sommer 2021 ist die Akzeptanz für stark einschränkende Maßnahmen stabil auf niedrigem Niveau. Es gibt nur leichte Schwankungen im Juni 2021 (Haus nur aus dringenden Gründen verlassen) und Juli 2021 (Freiheitsrechte einschränken). Die Akzeptanz der Schließung von Gemeinschaftseinrichtungen ist trotz des rasanten Anstiegs der Infektionszahlen auf niedrigem Niveau stabil.

Weitere Einschränkungen, deren Akzeptanz nicht mehr stetig erhoben wird, finden sich unter “Ergebnisse vergangener Erhebungen”.

2 Akzeptanz einschränkender Maßnahmen für Ungeimpfte

Erwartungsgemäß lehnen ungeimpfte Befragte spezifische Einschränkungen für Ungeimpfte ab. Eine Mehrheit der geimpften Befragten befürworten sowohl eine Impflicht für Berufsgruppen mit Personenkontakt als auch einen Lockdown für Ungeimpfte. Die Akzeptanz einer nachrangigen intensivmedizinischen Behandlung für Ungeimpfte wird auch von geimpften Befragten mehrheitlich abgelehnt.

3 Risikowahrnehmung und Akzeptanz der Maßnahmen

Seit Mitte April 2021 fällt die Zustimmung zu Schulschließungen und Ausgangsbeschränkungen. Das kognitive Risiko (Einschätzung zu Wahrscheinlichkeit und Schweregrad der Infektion) bleibt relativ stabil, das affektive Risiko (Angst, Sorge vor der Infektion) fällt weiter auf das Niveau des Sommers 2020 ab. Die durchschnittliche Einschätzung der Maßnahmen als “übertrieben” stieg im März 2021 merklich an und fiel nur mit Beginn der Lockerungen kurz ab. Stark einschränkende Maßnahmen wie Schulschließungen und Ausgangsbeschränkungen sind so wenig akzeptiert wie noch nie.