1 Berufliche und private Kontakte pro Woche

Achtung: Die Abfrage der Anzahl der Kontakte wurde von einem typischen Tag im letzten Monat auf einen typischen Tag der letzten Woche verändert. Die vorherige Zeitreihe zur Entwicklung der Kontakte ist unter “Ergebnisse vergangener Erhebungen” zu finden.

Private und berufliche Kontakte haben in den letzten Monaten zugenommen. Personen, die angeben Kontakte zu vermeiden, haben aktuell weniger berufliche (r = -0.10) und vor allem deutlich weniger private Kontakte (r = -0.21).

2 Ergebnisse vergangener Erhebungen

Achtung: Die nachfolgenden Analysen und Abbildungen beziehen sich auf vergangene Erhebungswellen.

2.1 Homeoffice und Kontakte (Stand: 04.05.21)

Im Folgenden wird der Zusammenhang zwischen der Anzahl der Kontakte bei der Arbeit und Risikowahrnehmung in der aktuellen Erhebung exploriert.

Interpretation der Korrelationskoeffizienten: In der folgenden Übersicht zeigen höhere Werte einen stärkeren Zusammenhang an, Werte nahe Null zeigen, dass es keinen Zusammenhang gibt, Werte um 0.1 einen kleinen Zusammenhang. Werte um 0.3 zeigen einen mittleren Zusammenhang, ab 0.5 spricht man von einem starken Zusammenhang. Ein negatives Vorzeichen bedeutet, dass hohe Werte der einen Variable mit niedrigen Werten der anderen Variable einhergehen. Fettdruck zeigt statistisch bedeutsame Zusammenhänge an.

Korrelation zwischen Anzahl der Kontakte und …

  • selbst eingeschätzter Wahrscheinlichkeit, sich anzustecken: 0.13

  • generellem affektiven Risiko (Angst vor einer Ansteckung): -0.11

2.2 Möglichkeit und Wille zur Arbeit im Homeoffice (Stand: 04.05.21)

In der Befragung vom 20.04.21, sowie in der Befragung am 12.02.21 wurden alle Arbeitnehmer/innen nach ihren Erfahrungen und Einstellungen zum Homeoffice befragt.

Unter den Teilnehmenden der Befragung vom 20.04.21 haben 43 % angegeben, grundsätzlich nicht im Homeoffice arbeiten zu können. 19 % geben an, dass sie gerne häufiger im Homeoffice arbeiten würden. Unter den Teilnehmenden, die angegeben haben, in ihrem Job grundsätzlich im Homeoffice arbeiten zu können, gaben 75 % an, dies auch mindestens gelegentlich zu tun. Allerdings sind im Vergleich zu Januar wieder mehr Menschen häufiger am Arbeitsort als noch im Januar 2021. Ein Viertel der Teilnehmenden, bei denen Homeoffice grundsätzlich möglich wäre, ist ausschließlich vor Ort tätig.

Von den Teilnehmenden, die den Wunsch nach mehr Homeoffice äußerten, arbeiten 40% ausschließlich am Arbeitsort. 72% der Teilnehmenden gaben an, dass ihr/e Chef/in die Entscheidung trifft, ob im Homeoffice gearbeitet werden kann oder nicht. Bei den Menschen, die sich weniger Zeit im Homeoffice wünschen würden ist zwar die Verteilung der Arbeitszeit ähnlich, allerdings treffen 36% der Teilnehmenden die Entscheidung über den Arbeitsort selbst.

2.3 Vertrauen in Regierung und Arbeitgeber (Stand: 04.05.21)

In den Befragungen vom 12.01.2021 und 04.05.21 wurde der Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Arbeit im Homeoffice und dem Vertrauen in Regierung und den Arbeitgeber wurde untersucht.

Korrelation zwischen Vertrauen in den Arbeitgeber und

  • (größtenteils) Homeoffice: 0.06

  • (größtenteils) Arbeit vor Ort: -0.02

Korrelation zwischen Vertrauen in die Regierung und

  • (größtenteils) Homeoffice: -0.01

  • (größtenteils) Arbeit vor Ort: -0.11

Sowohl Menschen, die ausschließlich im Homeoffice arbeiten, als auch Menschen, die größtenteils im Betrieb arbeiten, haben weniger Vertrauen in die Regierung als Menschen, die ihren Arbeitsort nur hin und wieder aufsuchen. Vertrauen in den Arbeitgeber ist größer bei Menschen, die größtenteils von Zuhause arbeiten. Bei Menschen, die hauptsächlich im Betrieb arbeiten, ist das Vertrauen in den Arbeitgeber nicht signifikant höher oder niedriger als bei Menschen, die ihren Arbeitsort nur hin und wieder aufsuchen.

2.4 Zusammenhang zwischen den Homeoffice Bedürfnissen und Vertrauen in Arbeitgeber und die Regierung (Stand: 04.05.21)

Interpretation der Korrelationskoeffizienten: In der folgenden Übersicht zeigen höhere Werte einen stärkeren Zusammenhang an, Werte nahe Null zeigen, dass es keinen Zusammenhang gibt, Werte um 0.1 einen kleinen Zusammenhang. Werte um 0.3 zeigen einen mittleren Zusammenhang, ab 0.5 spricht man von einem starken Zusammenhang. Ein negatives Vorzeichen bedeutet, dass hohe Werte der einen Variable mit niedrigen Werten der anderen Variable einhergehen. Fettdruck zeigt statistisch bedeutsame Zusammenhänge an.

Die Intention wurde kategorial abgefragt und daher für Korrelationen dichotomisiert: Menschen, die den Wunsch verspüren, mehr im Homeoffice zu arbeiten (vs. alle anderen), Menschen, die sich wünschen, weniger im Homeoffice zu arbeiten (vs. alle anderen) und Menschen, die gar nicht im Homeoffice arbeiten möchten (vs. alle anderen), zeigen unterschiedliches Vertrauen in den Arbeitgeber und die Bundesregierung.

Zusammenhang zwischen Vertrauen in den Arbeitgeber und …

  • dem Wunsch, mehr im Homeoffice zu arbeiten: -0.17
  • dem Wunsch, weniger im Homeoffice zu arbeiten: -0.08
  • dem Wunsch, gar nicht im Homeoffice zu arbeiten: -0.06

Zusammenhang zwischen Vertrauen in die Regierung und …

  • dem Wunsch, mehr im Homeoffice zu arbeiten: -0.12
  • dem Wunsch, weniger im Homeoffice zu arbeiten: 0
  • dem Wunsch, gar nicht im Homeoffice zu arbeiten: -0.07

2.5 Homeoffice und Infektionsschutz (Stand: 04.05.21)

Der Arbeitsplatz kann Ausgangspunkt für eine Corona-Infektion sein. Die Angst, sich dort zu infizieren, ist bei Personen, die im Gesundheitssektor oder in systemrelevanten Berufen arbeiten, besonders hoch. Homeoffice kann als Weg gesehen werden, die Kontakte zu reduzieren und somit das Infektionsrisiko zu senken.

Im Homeoffice-Arbeitende empfinden weniger Angst im Bezug auf eine Corona-Infektion. Auch schätzen sie ihre Infektionswahrscheinlichkeit geringer ein. Personen, die gelegentlich oder immer im Homeoffice sind, schätzen die generelle Ansteckungswahrscheinlichkeit als geringer ein als Personen, die selten oder nie im Homeoffice sind. Die Angst vor Ansteckung im Arbeitskontext ist deutlich geringer für Personen im Homeoffice.

Korrelation zwischen Anzahl der Kontakte und:

  • selbst eingeschätzter Wahrscheinlichkeit, sich anzustecken: r = 0.28

  • Angst, sich bei der Arbeit anzustecken: r = 0.37

2.6 Lebenzufriedenheit und Belastung (Stand: 04.05.21)

Personen, die sich häufiger im Homeoffice befinden, unterscheiden sich in ihrer Lebenszufriedenheit und situativen Belastung nicht von Personen, die weniger im Homeoffice arbeiten.

2.7 Zusammenhang zwischen beruflichen und privaten Kontakten (Stand: 04.05.21)

2.8 Angebot und Nutzung von Schnelltests (Stand: 20.04.21)

Alle Teilnehmenden, die nicht ausschließlich im Home-Office tätig sind, wurden in der Befragung vom 20.04.21 nach COVID-19 Tests am Arbeitsplatz gefragt. 35% gaben an, bis zum Zeitpunkt der Befragung noch kein Testangebot erhalten zu haben. Die Befragten, die Testangebote erhalten haben, nutzen diese auch zum Großteil: Etwa 60% testen sich regelmäßig, weitere 24% haben es mindestens einmal ausprobiert oder testen unregelmäßig. 10% der Teilnehmenden lehnen Tests ab, 6% machen keine Angabe.

2.9 Unterstützung und Entscheidung über Homeoffice (Stand: 12.01.21)

2.10 Produktivität im Homeoffice (Stand: 12.01.21)

Die Mehrheit der Teilnehmenden, die angegeben haben, dass sie im Homeoffice arbeiten, sagen, dass sie im Home Office genauso produktiv sind, wie am Arbeitsplatz im Betrieb.

Unter allen, die mindestens gelegentlich im Homeoffice arbeiten, empfinden sich 24% dabei als unproduktiver.