1 Sorgen im Überblick

Basierend auf einer Faktorenanalyse lassen sich verschiedene Sorgen zusammenfassen:

  • Sorgen um die Wirtschaft (um die Existenz kleiner Firmen, um eine Rezession und um eine langfristige Einschränkung der Gesellschaft)

  • Sorgen um die Gesundheit (um die Gesundheit nahestehender Personen und um das Gesundheitssystem. Seit dem 23.06. zusätzlich Sorge um eigene Erkrankung mit Corona)

  • Sorgen um die soziale Gesellschaft (um ansteigenden Egoismus und um größer werdende Unterschiede zwischen Arm und Reich)

  • Sorgen um die eigene finanzielle Situation (in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten und durch die Pandemie den Arbeitsplatz zu verlieren)

2 Individuelle Sorgen

Wirtschaftliche Sorgen (vor finanziellen Schwierigkeiten oder dem Verlust des Arbeitsplatzes) sind insgesamt gering bis mittel ausgeprägt und stabil. Gesundheitliche Sorgen (selbst erkranken, jemanden verlieren, den man liebt) liegen auf höherem Niveau. Die Sorge, selbst zu erkranken, ist in der Erhebung vom 23.03.21 im Vergleich zur Erhebung vom 09.03.21 statistisch bedeutsam gestiegen. Die häufigsten Sorgen sind die Sorgen vor einer eigenen Erkrankung (hellblau) und Sorgen, eine geliebte Person zu verlieren (grau).

Aufgrund der jetzigen Corona-Situation, wie viele Sorgen machen Sie sich, dass …

  • Sie jemanden verlieren, den Sie lieben?
  • Sie Ihren Arbeitsplatz verlieren? (falls zutreffend)
  • Sie aufgrund von Einkommenseinbußen in finanzielle Schwierigkeiten geraten (z.B. durch Kurzarbeit)?
  • Sie selbst erkranken?

3 Sorgen um die Wirtschaft und das Gesundheitssystem

66% sorgen sich (eher/sehr viel) um die Überlastung des Gesundheitssystems. Diese Sorge wächst damit aktuell. Sorgen um die Wirtschaftskraft sind stabil hoch.

Aufgrund der jetzigen Corona-Situation, wie viele Sorgen machen Sie sich, dass …

  • kleine Unternehmen Konkurs anmelden?
  • eine wirtschaftliche Rezession eintritt?
  • das Gesundheitssystem überlastet wird?

4 Sorgen um gesellschaftliche Entwicklungen

Sorgen über Ungleichheiten in der Gesellschaft sind hoch; zwei Drittel der Befragten sorgen sich, dass das gesellschaftliche Leben langfristig eingeschränkt sein könnte.

Aufgrund der jetzigen Corona-Situation, wie viele Sorgen machen Sie sich, dass …

  • die Gesellschaft egoistischer wird?
  • die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert wird?
  • das gesellschaftliche Leben langfristig eingeschränkt wird?

5 Sorgen um die Situation von Kindern und Jugendlichen

Gerade Kinder und Jugendliche haben noch eine geringere psychische Widerstandskraft und zeigen in der Pandemie eine besonders hohe Belastung.

69.8 % der Befragten sorgen sich eher/sehr um anhaltende psychische Schäden und Nachteile durch Unterrichtsausfall (73.4 %) bei Kindern und Jugendlichen. Eltern von Kindern unter 18 Jahren zeigen in diesen Bereichen insgesamt höhere Sorgen.

Wer sich größere Sorgen um psychische Schäden und Nachteile für Kinder und Jugendliche macht, befürwortet auch eher die Öffnung von Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen und KiTa’s.

6 Ergebnisse aus vergangenen Erhebungen

6.1 Sorgen um ältere Personen (Stand: 09.02.21)

Ältere Personen gehören in unserer Gesellschaft zu der Risikogruppe für schwere Krankheitsverläufe mit Corona. Wir haben in der Erhebung vom 15.12.20 sowie in der Erhebung vom 09.02.21 gefragt, ob und weswegen Befragte sich um ältere Personen in ihrem Umfeld sorgen.