1 Sorgen im Überblick

Basierend auf einer Faktorenanalyse lassen sich verschiedene Sorgen zusammenfassen:

  • Sorgen um die Wirtschaft (um die Existenz kleiner Firmen, um eine Rezession und um eine langfristige Einschränkung der Gesellschaft)

  • Sorgen um die Gesundheit (um die Gesundheit nahestehender Personen und um das Gesundheitssystem. Seit dem 23.06.20 zusätzlich Sorge um eigene Erkrankung mit Corona)

  • Sorgen um die soziale Gesellschaft (um ansteigenden Egoismus und um größer werdende Unterschiede zwischen Arm und Reich)

  • Sorgen um die eigene finanzielle Situation (in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten und durch die Pandemie den Arbeitsplatz zu verlieren)

2 Individuelle Sorgen

Sorgen um individuelle Folgen der Coronakrise sind zum großen Teil seit Frühjahr 2021 rückläufig.

Aufgrund der jetzigen Corona-Situation, wie viele Sorgen machen Sie sich, dass …

  • Sie jemanden verlieren, den Sie lieben?
  • Sie Ihren Arbeitsplatz verlieren? (falls zutreffend)
  • Sie aufgrund von Einkommenseinbußen in finanzielle Schwierigkeiten geraten (z.B. durch Kurzarbeit)?
  • Sie selbst erkranken?

3 Sorgen um die Wirtschaft und das Gesundheitssystem

Sorgen um die Wirtschaft und das Gesundheitssystem haben seit Frühjahr 2021 abgenommen, sind aber insgesamt hoch. Aktuell sorgen sich 53% der Befragten (eher/sehr viel) um eine Überlastung des Gesundheitssystems.

Aufgrund der jetzigen Corona-Situation, wie viele Sorgen machen Sie sich, dass …

  • kleine Unternehmen Konkurs anmelden?
  • eine wirtschaftliche Rezession eintritt?
  • das Gesundheitssystem überlastet wird?

4 Sorgen um gesellschaftliche Entwicklungen

Sorgen über Ungleichheiten in der Gesellschaft sind hoch und seit Frühjahr 2021 stabil. Die Sorge, dass das gesellschaftliche Leben langfristig eingeschränkt sein könnte, ist seitdem zurückgegangen.

Aufgrund der jetzigen Corona-Situation, wie viele Sorgen machen Sie sich, dass …

  • die Gesellschaft egoistischer wird?
  • die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert wird?
  • das gesellschaftliche Leben langfristig eingeschränkt wird?

5 Sorgen um die Situation von Kindern und Jugendlichen

Gerade Kinder und Jugendliche haben noch eine geringere psychische Widerstandskraft und zeigen in der Pandemie eine besonders hohe Belastung.

In der Erhebung vom 05.10.21 sorgen sich 63% der Befragten eher/sehr um anhaltende psychische Schäden bei Kindern und Jugendlichen. Zudem sorgen sich 70% um die Nachteile von Unterrichtsausfall. Eltern von Kindern unter 18 Jahren zeigen in beiden Bereichen insgesamt höhere Sorgen.

6 Ergebnisse vergangener Erhebungen

Achtung: Die nachfolgenden Analysen und Abbildungen beziehen sich auf vergangene Erhebungswellen.

6.1 Spezifische Sorgen um das Gesundheitssystem (Stand: 20.04.21)

6.2 Sorgen um ältere Personen (Stand: 09.02.21)

Ältere Personen gehören in unserer Gesellschaft zu der Risikogruppe für schwere Krankheitsverläufe mit Corona. Wir haben in der Erhebung vom 15.12.20 sowie in der Erhebung vom 09.02.21 gefragt, ob und weswegen Befragte sich um ältere Personen in ihrem Umfeld sorgen.