1 Risikowahrnehmung

1.1 Angst

Die Mehrheit hat eher viel Angst vor dem Ukraine Krieg. Bezogen auf die Klimakrise sind es ca. 53% die angeben, viel Angst zu verspüren. Vor der COVID-19 Pandemie sind es im Vergleich dazu weniger: ca. 29%

1.2 Sorge

Fast 80% der Befragten geben an, viel Sorge vor dem Krieg zu haben, bei der Klimakrise sind es ca. 64% und bezogen auf die COVID-19-Pandemie ca 42%, die ihre Sorge als hoch einstufen.

1.3 Dominanz

Ca 52% geben an, dass sie dauernd/eher häufig über den Krieg nachdenken, bei der Klimakrise sind es 37%, bezogen auf die COVID-19-Pandemie sind es 19,8%, die eher häufig an diese Krise denken,

1.4 Gefühltes Risiko - zusammengefasst

Das gefühlte Risiko, das bedeutet der emotionale Aspekt der Risikowahrnehmung, besteht aus den Komponenten Angst, Sorge und Dominanz. Nachfolgend wurden die Werte zu den Fragen über Angst, Sorge und Dominanz für die jeweilige Krise zusammenaddiert und durch drei geteilt. Das ergibt einen gemittelten Wert für das gefühlte Risiko.

Die Kategorien niegrig, mittel, hoch wurden wie folgt gebildet:

  • niedrig: Werte kleiner oder gleich 3,5
  • mittel: Werte zwischen 3,5 und 4,5
  • hoch. Werte größer als 4,5

1.5 Gefühltes im Zeitverlauf

Das affektive Risiko im Bezug auf Corona, Ukrainekrieg und den Klimawandel wurden abgefragt. Es zeigt sich, dass das affektive Risiko im Bezug auf den Ukrainekrieg und den Klimawandel höher ausfällt im Vergleich zur Corona-Pandemie. Gleichzeitig hängen die verschiedenen affektiven Risiken moderat miteinander zusammen (der Korrelationskoeffizient liegt zwischen 0.4 und 0.47. Je höher das affektive Corona-Risiko, desto höher ist auch das affektive Ukrainekrieg- und Klimawandel-Risiko.

Interpretation der Korrelationskoeffizienten: Höhere Werte zeigen einen stärkeren Zusammenhang an, Werte nahe Null zeigen, dass es keinen Zusammenhang gibt, Werte um 0.1 einen kleinen Zusammenhang. Werte um 0.3 zeigen einen mittleren Zusammenhang, ab 0.5 spricht man von einem starken Zusammenhang. Ein negatives Vorzeichen bedeutet, dass hohe Werte der einen Variable mit niedrigen Werten der anderen Variable einhergehen. P-Werte kleiner als 0.05 sind statistisch bedeutsam.

1.6 Gefühltes Risiko und Schutzverhalten

Gefühltes Corona-
Risiko
Gefühltes Ukraine-
Risiko
Gefühltes Klima-
Risiko
r p r p r p
Nach Kontakt in Quarantäne gehen 0.26 <.001 0.21 <.001 0.26 <.001
Maske tragen 0.36 <.001 0.22 <.001 0.23 <.001
Abstand halten 0.36 <.001 0.28 <.001 0.26 <.001

Interpretation der Korrelationskoeffizienten: Höhere Werte zeigen einen stärkeren Zusammenhang an, Werte nahe Null zeigen, dass es keinen Zusammenhang gibt, Werte um 0.1 einen kleinen Zusammenhang. Werte um 0.3 zeigen einen mittleren Zusammenhang, ab 0.5 spricht man von einem starken Zusammenhang. Ein negatives Vorzeichen bedeutet, dass hohe Werte der einen Variable mit niedrigen Werten der anderen Variable einhergehen. P-Werte kleiner als 0.05 sind statistisch bedeutsam.

2 Informationssuche

Die Merheit der Befragten (ca 57%) gaben an, sich viel zum Ukrainekrieg zu informieren. Bei der Klimakrise sind es 40% und bei Covid-19 sind es ca 36%

2.1 Informationssuche im Zeitverlauf

Die Informationssuche im Bezug auf die Corona-Pandemie sinkt rapide. Es befindet sich nun auf dem selben Niveau wie bei der Klimakrise. Die Befragten informieren sich am häufigsten zum Ukraine-Krieg. Es zeigt sich, dass die Informationssuche im Bezug auf die verschiedenen Krisen moderat miteinander zusammenhängen (der Korrelationskoeffizient liegt zwischen 0.48 und 0.59). Je höher die Informationssuche im Bezug auf eine Krise, desto ist auch die Informationssuche im Bezug auf die anderen Krisen.

Das wahrgenommene, affektive Risiko steht in positivem Zusammenhang mit der Informationssuche (der Korrelationskoeffizient liegt zwischen 0.24 und 0.56). Je höher das affektive Risiko, desto stärker ist auch die Informationssuche ausgeprägt.

3 Affenpocken: Risiko und Stigma

Große Sorge sich mit Affenpocken anzustecken geben ca. 8% der Befragten an, Angst davor schwer zu Erkanken bei einer Infektion, geben 17% als groß an. Bei COVID sind es ca. 36%, die große Angst vor einer Infektion haben, ca. 28% große Angst vor einem schweren Verlauf haben.

Die Angst, bei einer Affenpocken-Erkrankung stigmatisierung ausgesetzt zu sein, wurde mit 6 Fragen ermittelt. Drei Fragen beschäftigten sich mit der Sitgmatisierung durch Freund/innen, drei mit der Stigmatisierung durch Kolleg/innen. Die Zustimmung wurde auf einer Skala von 1 (stimme überhaupt nicht zu) bis 7 (stimme voll und ganz zu) abgefragt. Bei der Frage, wie eine Angst davor wahrgenommen wird, bei einer Affenpockeninfektion stigmaitiert zu werden, gibt keine signifikanten Unterschiede bei den unterschiedlichen Gruppierungen.