1 Zusammenfassung

2 Vertrauen in Institutionen

Die folgenden Grafiken zeigen das Vertrauen der Bevölkerung in verschiedene Institutionen aus unterschiedlichen Bereichen des privaten und öffentlichen Lebens. Dazu gehört der Gesundheitssektor, Behörden, Medien, die eigene Arbeitsumwelt, die Wissenschaft und die Bundesregierung sowie die WHO.

Auf einer 7-stufigen Skala von sehr wenig Vertrauen bis sehr viel Vertrauen wurde bewertet, wie viel Vertrauen den Personen und Organisationen im Umgang mit der Corona-Krise zukommt.

Hinweis: Befragungsteilnehmende hatten die Möglichkeit “keine Angabe möglich” auszuwählen. Das heißt, dass die folgenden Mittelwerte sich ggf. nicht auf die gesamte Stichprobe der jeweiligen Messzeitpunkte beziehen.

Achtung: Ab der Erhebungswelle vom 14.12.2021 wird auch in unserer Umfrage von der ehemaligen auf die neue Bundesregierung gewechselt.

2.1 Vertrauen in Medien, Regierung, Landesregierung, Wissenschaft und WHO im Überblick

Das Vertrauen in die Wissenschaft ist am höchsten. Es ist seit Beginn der Pandemie relativ stabil. Das Vertrauen in die WHO ging Anfang März 2021 signifikant zurück und hat sich seitdem stabilisiert.

Auch das Vertrauen in die Medien ist seit März 2021 stabil. Die Medien hatten seit Beginn der Pandemie die geringsten Vertrauenswerte im Vergleich zu allen anderen Institutionen.

Das Vertrauen in Bundes- und Landesregierung war seit Februar 2021 zunächst gesunken und hat sich mittlerweile geringfügig erholt.

2.2 Vertrauen in das Gesundheitswesen

Die persönlichen Ärzt/innen genießen durchweg hohes Vertrauen. Das lokale Gesundheitsamt hat seit September 2020 an Vertrauen verloren und sich mittlerweile auf mittlerem bis niedrigem Niveau stabilisiert.

Das Vertrauen in die Krankenhäuser wir seit Januar 2022 nicht mehr erhoben, lag zuvor aber stabil im hohen Bereich.

2.3 Vertrauen in die Bundesregierung im Detail

Das Vertrauen in die alte Bundesregierung war seit dem Anfang der Corona-Pandemie rückläufig. Besonders in der Phase nach den Lockerungen im Juni 2020 und zu der Verlängerung des 2. Lockdowns Anfang Januar 2021 sind die Vertrauenswerte gefallen. Nach einem Vertrauensvorschuss mit dem Regierungswechsel im Dezember ist das Vertrauen in die aktuelle Bundesregierung im neuen Jahr wieder gesunken.

Vertrauen in die Bundesregierung in der aktuellen Erhebung:

Table 2.1:
(Eher) niedrig Mittel (Eher) hoch
N=543 N=196 N=264
Alter 44.6 (15.3) 44.1 (16.2) 46.8 (15.7)
Geschlecht:
männlich 249 (45.9%) 94 (48.0%) 152 (57.6%)
weiblich 294 (54.1%) 102 (52.0%) 112 (42.4%)
Schulbildung:
Bis zu 9 Jahre 56 (10.3%) 14 (7.14%) 23 (8.71%)
Mind. 10 Jahre (ohne Abitur) 186 (34.3%) 54 (27.6%) 76 (28.8%)
Mind. 10 Jahre (mit Abitur) 301 (55.4%) 128 (65.3%) 165 (62.5%)

26 % haben hohes Vertrauen, 20 % mittleres Vertrauen, 54 % haben niedriges Vertrauen.

2.3.1 Vertrauen in die Bundesregierung und Ablehnung der Maßnahmen

Personen, die die Maßnahmen ablehnen, haben durchgängig seit Mai 2020 weniger Vertrauen in die Regierung.

3 Ergebnisse vergangener Erhebungen

Achtung: Die nachfolgenden Analysen und Abbildungen beziehen sich auf vergangene Erhebungswellen.

3.0.1 Vertrauen in die amtierende und neue Bundesregierung im Vergleich

Geimpfte Personen und Personen, die die Maßnahmen für angemessen halten, haben ein höheres Vertrauen in die amtierende sowie die neue Bundesregierung als ungeimpfte und Personen, denen die Maßnahmen zu weit/nicht weit genug gehen.

Der neuen Regierung wird sowohl von Ungeimpften als auch Geimpften signifikant mehr Vertrauen im Umgang mit der Pandemie entgegengebracht als der amtierenden Regierung.

3.0.2 Vertrauen in Bundesregierung und Gesundheitsinstitutionen im Vergleich (Stand: 14.12.21)

Das Vertrauen in Gesundheitsinstitutionen wird aus dem Vertrauen in RKI, BZgA, sowie die Gesundheitsministerien von Bund und Ländern gemittelt.