1 Anhängerschaft

In der aktuellen Erhebung wurden die Teilnehmenden gefragt, ob sie glauben, dass Corona menschengmacht oder eine Lüge ist. Die untere Abbildung stellt den Prozentanteil der Personen dar, die die Verschwörungstheorien ablehnen, indifferent gegenüberstehen, oder vertreten.

Ein gewisser Prozentanteil der Teilnehmenden glaubt sogar an beide Verschwörungen gleichzeitig:

  • 05.05.20: 9.2%

  • 12.05.20: 10.2%

  • 19.05.20: 9.9%

  • 01.09.20: 9.7%

  • 10.11.20: 7.6%

  • 17.11.20: 8.5%

  • 26.01.21: 9.4%

  • 15.06.21: 10.6%

  • 24.08.21: 11.2%

Die Teilnehmenden, die an beide Verschwörungen glauben sind auch eher die Personen, die die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung deutlich ablehnen.

1.1 Korrelationen von COVID-19 Verschwörungstheorien mit anderen Variablen

Korrelationen zeigen einen statistischen Zusammenhang zwischen zwei Variablen, können aber keine Aussage zur Kausalität treffen oder die Richtung des Wirkzusammenhangs treffen.

Interpretation der Korrelationskoeffizienten: In der folgenden Übersicht zeigen höhere Werte einen stärkeren Zusammenhang an, Werte nahe Null zeigen, dass es keinen Zusammenhang gibt, um 0.1 einen kleinen Zusammenhang. Werte um 0.3 zeigen einen mittleren Zusammenhang, ab 0.5 spricht man von einem starken Zusammenhang. Ein negatives Vorzeichen bedeutet, dass hohe Werte der einen Variable mit niedrigen Werten der anderen Variable einhergehen. Fettdruck zeigt statistisch bedeutsame Zusammenhänge an.

Ergebniss vom 24.08.2021

Korrelation von “Corona ist ein Schwindel” mit “Corona ist menschengemacht” 0.57

Korrelationen von “Corona ist ein Schwindel” mit …

  • 1.5m Abstand halten: -0.33

  • Häufigkeit Maske tragen: -0.35

  • Maßnahmen übertrieben finden: 0.63

  • eigene Anfälligkeit: -0.24

  • Impfbereitschaft gegen COVID-19: 0.14

  • Vertrauen in die Bundesregierung: -0.42

  • Vertrauen in die Weltgesundheitsorganisation: -0.46

Korrelationen von “Corona ist menschengemacht” mit …

  • 1.5m Abstand halten: -0.15

  • Häufigkeit Maske tragen: -0.17

  • Maßnahmen übertrieben finden: 0.33

  • eigene Anfälligkeit: -0.01

  • Impfbereitschaft gegen COVID-19: 0.27

  • Vertrauen in die Bundesregierung: -0.23

  • Vertrauen in die Weltgesundheitsorganisation: -0.29

1.2 Verschwörungsdenken und Unterstützung der Demonstrationen

Personen, die Verschwörungsdenken anhängen, unterstützen die Anti-Corona-Demonstrationen formal, via Posts in sozialen Medien und zeigen auch höhere Bereitschaft an einer Demonstration teilzunehmen. Insbesondere Personen, die der Meinung sind, dass Corona ein Schwindel ist, bekunden Unterstützung und würden eher an Demonstrationen teilnehmen.

Corona ist Schwindel
Corona ist menschengemacht
r p r p
Demonstrationsbereitschaft 0.58 <.001 0.39 <.001

2 Ergebnisse vergangener Erhebungen

Achtung: Die nachfolgenden Analysen und Abbildungen beziehen sich auf vergangene Erhebungswellen.

2.1 Verschwörung und Sorgen (Stand: 10.11.20)

Die aktuelle Corona-Situation ist sowohl mit finanziellen als auch mit psychologischen Kosten und Sorgen verbunden. Diese Inhalte wurden in der Welle vom 10.11.20 erfasst.

Unter psychologischen Kosten kann man folgende Aspekte verstehen:

  • externe Kosten: Wahrnehmung der Maßnahmen als aufwendig und anstrengend

  • soziale Kosten: Sorge, dass die Missachtung der Maßnahmen zu sozialer Ausgrenzung führt

  • moralische Kosten: Wahrnehmung der Maßnahmen als moralisch richtig

Es zeigt sich, dass Verhalten negativ mit externen Kosten assoziiert ist: Nimmt man die Maßnahmen als aufwändig und anstrengend wahr, wendet man sie seltener an. Außerdem wenden Personen, die das Einhalten der Maßnahmen als moralisch richtig wahrnehmen, die Schutzmaßnahmen eher an.

Bei Personen, die Verschwörungen anhängen, kann sich nun dieser Wirkzusammenhang zwischen psychologischen Kosten und Verhalten verändern.

Corona ist Schwindel
Corona ist menschengemacht
Allgemeines Verschwörungsdenken
r p r p r p
Psychologische Kosten
Externe Kosten 0.46 <.001 0.33 <.001 0.37 <.001
Moralische Kosten -0.6 <.001 -0.34 <.001 -0.33 <.001
Soziale Kosten 0.07 0.028 0.13 <.001 0.09 0.004
Sorgen
Kleine Unternehmen Konkurs gehen -0.05 0.131 -0.08 0.009 0.07 0.028
Gesellschat egoistischer wird -0.1 <.001 0 0.924 0.08 0.017
Verlust des Arbeitsplatzes 0.19 <.001 0.22 <.001 0.2 <.001
Schere Arm und reich größer wird 0.05 0.1 0.05 0.115 0.12 <.001
Selbst erkranken -0.31 <.001 0 0.958 -0.1 0.002
Zusammenbruch des Gesundheitssystems -0.41 <.001 -0.14 <.001 -0.17 <.001
Verlust einer Bekannten Person -0.25 <.001 0 0.926 -0.06 0.039
Einkommenseinbußen 0.19 <.001 0.24 <.001 0.22 <.001
Eine Rezession eintritt 0.07 0.031 0.07 0.033 0.11 <.001
Langfristige Einschränkungen im Leben 0.2 <.001 0.13 <.001 0.26 <.001

Korrelationen zeigen einen statistischen Zusammenhang zwischen zwei Variablen, können aber keine Aussage zur Kausalität treffen oder die Richtung des Wirkzusammenhangs treffen.

Interpretation der Korrelationskoeffizienten: In der folgenden Übersicht zeigen höhere Werte einen stärkeren Zusammenhang an, Werte nahe Null zeigen, dass es keinen Zusammenhang gibt, um 0.1 einen kleinen Zusammenhang. Werte um 0.3 zeigen einen mittleren Zusammenhang, ab 0.5 spricht man von einem starken Zusammenhang. Ein negatives Vorzeichen bedeutet, dass hohe Werte der einen Variable mit niedrigen Werten der anderen Variable einhergehen. Fettdruck zeigt statistisch bedeutsame Zusammenhänge an.

Hinweis: Aufgrund der geringen Anzahl von Landkreisen, die nicht als Risikogebiet ausgewiesen sind (siehe hier), wird die Analyse für den Vergleich von Risikogebieten und Nicht-Risikogebieten nicht mehr durchgeführt.