Um nachvollziehen zu können, wie die Bevölkerung sich über die COVID-19 Pandemie informiert, diese Informationen wahrnimmt und gegebenenfalls auf ihre Handlungsweisen überträgt, wurden verschiedene Aspekte des Informationsverhaltens erfragt.

1 Häufigkeit der Informationssuche

36 % informierten sich (eher) häufig über Corona. Im Sommer 2020 nahm der Anteil dieser Gruppe signifikant ab. Während des Beginns der zweiten und auch der vierten Welle ab Oktober 2020 bzw Oktober 2021 und mit steigenden Omikron-Fällen ab Dezember 2021 stieg die Informationshäufigkeit an.

Seit November 2021 nimmt die Informationshäufigkeit kontinuierlich ab und befindet sich Anfang Juni 2022 auf einem Tiefpunkt.

2 Ergebnisse vergangener Erhebungen

Achtung: Die nachfolgenden Analysen und Abbildungen beziehen sich auf vergangene Erhebungswellen.

3 Wahrgenommene Schwierigkeit sich zu informieren (Stand: 15.03.22)

75% der Befragten gaben an, dass es einfach ist, sich über die aktuelle Corona-Situation zu informieren. Je einfacher das Informieren ist, desto häufiger informieren sich die Befragten über die Corona-Situation ( r = 0.23, p < .001). Dasselbe Muster findet sich auch beim Thema Ukraine. Je einfacher die Informationsbeschaffung, desto häufiger informieren sich die Befragten zum Thema Ukraine-Krieg (r = 0.34).

Im Durchschnitt empfinden die Befragten es als einfacher, sich über die Corona-Situation zu informieren als über die aktuelle Situation im Ukraine-Konflikt.

Zum Thema Corona

Zum Thema Ukraine

3.1 Corona als Medien-Hype (Stand :14.12.21)

Die folgende Grafik stellt dar, wie Menschen die mediale Berichterstattung um Corona einordnen. Dazu konnte ein Wert zwischen 1 (medial zu wenig beachtet) und 7 (medial aufgeblasen) ausgewählt werden. Zu Beginn der Pandemie wurde Corona noch eher als Medien-Hype eingestuft. Dieses Denken verlor zu Beginn des Ausbruchs der ersten Welle (Ende März 2020) schnell an Zuspruch. 47,6% hielten die Situation in der letzten Erhebung Dezember 2021 für medial aufgeblasen.