Hinweis: Die auf dieser Seite präsentierten Daten wurden zuletzt am 29.01.2021 aktualisiert.

1 Alkoholkonsum (Stand: 26.01.21)

Alkohol kann konsumiert werden, um sich zu beruhigen, sich von Stress zu entlasten oder um Phasen von Langeweile zu überbrücken. Insofern könnte man vermuten, dass in Zeiten der Corona-Krise, in denen die Menschen erhöhte Belastung empfinden aber auch mehr Zeit zuhause verbringen, der Alkoholkonsum ansteigt.

Die Ergebnisse der COSMO-Studie zeigen, dass – bezogen auf die Gesamtbevölkerung – kaum eine Veränderung in der Häufigkeit des Alkoholkonsums zu beobachten ist. Die Frage zur Häufigkeit des Alkoholkonsums wurden in den Wellen 7 (14.04.20), 12 (19.05.20), 15 (23.06.20), 24 (27.10.20) und 34 (26.01.21) gestellt und die Antworten fallen in den fünf Erhebungen sehr ähnlich aus.

Lediglich wenn man die Menschen, die wöchentlich (d. h. einmal, mehrmals oder täglich) Alkohol konsumieren, zusammenfasst, deutet sich nach Mai 2020 eine gewisse Abnahme des Alkoholkonsums an.

2 Rauchverhalten (Stand: 27.10.20)

Rauchen ist ein Risikofaktor für schwerwiegende Krankheiten und frühzeitigen Tod. Rauchen gilt insbesondere auch als Risikofaktor bei einer Corona-Erkrankung. In der Welle 8 (21.04.2020) wurden erstmals Fragen zum Rauchverhalten gestellt und in den Wellen 15 (23.06.2020) und Welle 24 (27.10.2020) wiederholt.

Die Ergebnisse zeigen, dass – bezogen auf die Gesamtbevölkerung – keine Veränderungen zumindest in der Verbreitung und der Häufigkeit des Konsums der Tabakzigarette und der E-Zigarette zu beobachten sind. Die Angaben zum Rauchverhalten fallen in allen drei Erhebungen sehr ähnlich aus. So geben beispielsweise in Welle 8 22,6 %, in Welle 15 24,0 % und in Welle 24 23,5 % aller Teilnehmenden an, täglich Tabakprodukte zu rauchen. Die Anteile derjenigen, die noch nie Tabakprodukte geraucht haben, betragen 40,0 % (Welle 8), 37,0 % (Welle 15) bzw. 37,9 % (Welle 24). Der Konsum von Tabakprodukten ist nach wie vor weiter verbreitet, als der Konsum von E-Produkten.

Es ist also im Verlauf der Corona-Krise keine allgemeine Tendenz zu häufigerem oder seltenerem Rauchen diverser Tabakprodukte zu erkennen. Die Anteile täglicher Raucher/innen haben sich nicht verändert. Ob Raucher/innen die Anzahl täglich konsumierter Zigaretten erhöht haben oder nicht, lässt sich mit dieser Untersuchung nicht beantworten. Andererseits gibt es noch keinen Hinweis darauf, dass eine nennenswerte Anzahl der Raucher/innen das Rauchen beendet, zum Beispiel um ihr persönliches, gesundheitliches Risiko im Falle einer Corona-Infektion zu senken.