Hinweis: Die auf dieser Seite präsentierten Daten wurden zuletzt am 30.10.2020 aktualisiert.

1 Rauchverhalten

Rauchen ist ein Risikofaktor für schwerwiegende Krankheiten und frühzeitigen Tod. Rauchen gilt insbesondere auch als Risikofaktor bei einer Corona-Erkrankung. In der Welle 8 (21.04.2020) wurden erstmals Fragen zum Rauchverhalten gestellt und in den Wellen 15 (23.06.2020) und Welle 24 (27.10.2020) wiederholt.

Die Ergebnisse zeigen, dass – bezogen auf die Gesamtbevölkerung – keine Veränderungen zumindest in der Verbreitung und der Häufigkeit des Konsums der Tabakzigarette und der E-Zigarette zu beobachten sind. Die Angaben zum Rauchverhalten fallen in allen drei Erhebungen sehr ähnlich aus. So geben beispielsweise in Welle 8 22,6 %, in Welle 15 24,0 % und in Welle 24 23,5 % aller Befragten an, täglich Tabakprodukte zu rauchen. Die Anteile derjenigen, die noch nie Tabakprodukte geraucht haben, betragen 40,0 % (Welle 8), 37,0 % (Welle 15) bzw. 37,9 % (Welle 24). Der Konsum von Tabakprodukten ist nach wie vor weiter verbreitet, als der Konsum von E-Produkten.

Es ist also momentan im Verlauf der Corona-Krise keine allgemeine Tendenz zu häufigerem oder seltenerem Rauchen bzw. Dampfen zu erkennen. Die Anteile täglicher Raucherinnen und Raucher haben sich nicht verändert. Ob Raucherinnen und Raucher die Anzahl täglich konsumierter Zigaretten erhöht haben oder nicht, lässt sich mit dieser Untersuchung nicht beantworten. Andererseits gibt es noch keinen Hinweis darauf, dass eine nennenswerte Anzahl der Raucherinnen und Raucher das Rauchen beendet, zum Beispiel um ihr persönliches, gesundheitliches Risiko im Falle einer Corona-Infektion zu senken.

2 Alkoholkonsum

Alkohol kann konsumiert werden, um sich zu beruhigen, sich von Stress zu entlasten oder um Phasen von Langeweile zu überbrücken. Insofern könnte man vermuten, dass in Zeiten der Corona-Krise, in denen die Menschen erhöhte Belastung empfinden aber auch mehr Zeit zuhause verbringen, der Alkoholkonsum ansteigt.

Die Ergebnisse der COSMO-Studie zeigen, dass – bezogen auf die Gesamtbevölkerung – kaum eine Veränderung in der Häufigkeit des Alkoholkonsums zu beobachten ist. Die Frage zur Häufigkeit des Alkoholkonsums wurden in den Wellen 7, 12, 15 und 24 gestellt und die Antworten fallen in den vier Erhebungen sehr ähnlich aus. In Welle 7 gaben 5,9 %, in Welle 12 3,4 %, Welle 15 3,7 % und in Welle 24 4,0 % aller Befragten an, in den letzten vier Wochen täglich Alkohol getrunken zu haben. Die Anteile derjenigen, die überhaupt keinen Alkohol konsumieren, betragen 17,0 % (Welle 7), 16,7 % (Welle 12), 17,8 % (Welle 15) bzw. 18,7 % (Welle 24).

Lediglich wenn man die Menschen, die wöchentlich (d. h. einmal, mehrmals oder täglich) Alkohol konsumieren, zusammenfasst, deutet sich tendenziell in den Daten im Verlauf der Pandemie eine gewisse Abnahme des Alkoholkonsums an. Zusammengefasst konsumierten in Welle 7 noch 52,1 % und in Welle 24 noch 45,6 % aller Befragten mindestens einmal pro Woche Alkohol. Der Anteil derjenigen, die seltener oder gar keinen Alkohol konsumieren, ist von 47,9 % (Welle 7) auf 54,4 % (Welle 24) angestiegen. In kommenden Erhebungen wird weiter zu beobachten sein, ob dieser Effekt stabil bleibt.