1 Hitzeschutzverhalten

Die meisten Befragten haben am Morgen und tagsüber gelüftet sowie die Sonne gemieden und ihre Kleidung angepasst. Außerdem gaben sie an, ihre Ernährung und Trinkverhalten angepasst zu haben. Von den chronisch erkrankten Befragten geben 67% an, Medikamente hitzegerecht gelagert zu haben. Geringer ist der Anteil derjenigen, die von einer ÄrztIn oder ApothekerIn haben prüfen lassen, ob Medikamente infolge der hohen Temperaturen anders dosiert werden müssen (9%). Wer Risikogruppe ist, es aber nicht weiß, zeigte in der vergangenen Hitze-Saison teilwesie etwas weniger Hitzeschutzverhalten als Personen, die Risikogruppe sind und dies auch wissen. Risikopersonen, die ihren Risikostatus nicht kennen, verschieben seltener Aktivitäten im Freien auf die Morgen- und Abendstunden, meiden seltener körperliche Aktivitäten und bleiben seltener im Schatten. Für viele andere Hitzeschutzverhaltensweisen gibt es keine Unterschiede zwischen den Gruppen.

1.1 Hitzeschutzverhalten chronisch Erkrankter

Zum zweiten Erhebungszeitpunkt zeigte sich ein ähnliches Bild: Die meisten Befragten haben am Morgen und tagsüber gelüftet sowie die Sonne gemieden und ihre Kleidung angepasst. Außerdem gaben sie an, ihre Ernährung und das Trinkverhalten angepasst zu haben.

1.2 Hitzeschutzverhalten chonisch Erkrankter

1.3 Hitzeschutzverhalten (August + September)

1.4 Hitzeschutzverhalten nach Kategorien (August+September)

2 Lüftverhalten

Nachfolgend wurden weitere Ansichten und Gewohnheiten zum Thema Lüften betrachtet. Bei steigenden Temperaturen kommt effektivem Lüftverhalten eine besondere Rolle zu. Gleichzeitig ist bislang wenig darüber bekannt, welche Lüftmethoden und -zeiten tatsächlich die beste Temperaturregulierung bei heißen Tagen bieten. Deshalb können wir aktuell lediglich den Status-Quo wiedergeben.

Circa 8% denken, dass es falsch ist morgens und abends zu lüften. 87% lüften an heißen Tagen meistens/immer frühmorgens und nachts. - Mit steigender Temperatur wird häufiger frühmorgens und nachts gelüftet - Weibliche und ältere Befragte lüften häufiger frühmorgens und nachts. 47% nutzen an heißen Tagen meistens/immer einen Ventilator. Circa 15% haben am Wohnort eine Klimaanlage zur Verfügung (circa 57% einen Ventilator). Davon nutzen circa 62% die Klimaanlage meistens/immer (circa 59% den Ventilator). - Mit steigendem Alter sinkt die Nutzung von Klimaanlagen und Ventilatoren.

3 Wirksamkeit und Selbstwirksamkeit von Maßnahmen (August+September)

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4 Erklärexperiment

In einem Experiment wurden den Teilnehmenden die Vorgänge im Körper bei Hitze nur genannt oder ausgeführt:

Genannt (Kurz): Der Körper ist bei Hitze besonders belastet.

Ausgeführt (Lang): Der Körper ist bei Hitze besonders belastet. Was passiert mit dem Körper bei Hitze? Durch vermehrtes Schwitzen gehen zum Beispiel Flüssigkeit und wertvolle Stoffe wie Natrium verloren. Um den Körper zu kühlen, stellen sich die Gefäße weit, um mehr Blut zur Abkühlung in bestimmte Teile des Körpers zu leiten, vor allem zur Haut. Durch diese Weitstellung sinkt der Blutdruck. Dadurch kommt es zu Kreislaufproblemen und die Durchblutung des Gehirns nimmt ab. Flüssigkeit wird außerdem benötigt, um Nährstoffe zu verarbeiten und giftige Stoffe auszuschwemmen und um zu steuern, wie dick das Blut ist: Wenn das Wasser fehlt, verdickt das Blut, Schlaganfälle und Herzinfarkte nehmen zu. Durch einen Mangel an Flüssigkeit werden die Menschen zudem verwirrt und stürzen leichter. Das alles ist für Ältere und chronisch Kranke besonders gefährlich.

Außerdem wurde die Sinnhaftigkeit von Schutzmaßnahmen entweder nur genannt oder ausgeführt:

Genannt (Kurz): An heißen Tagen ist es wegen der Gefahren für die Gesundheit besonders wichtig, dass Sie Ihren Körper kühl halten und mit ausreichend Flüssigkeit versorgen. Dafür sollten Sie Folgendes beachten: trinken Sie ausreichend, duschen Sie lauwarm, halten Sie Ihren Wohnort kühl und lüften Sie frühmorgens und nachts, tragen Sie lange und weite Kleidung, meiden Sie körperliche Anstrengung in der Hitze.

Ausgeführt (Lang): An heißen Tagen ist es wegen der Gefahren für die Gesundheit besonders wichtig, dass Sie Ihren Körper kühl halten und mit ausreichend Flüssigkeit versorgen. Dafür sollten Sie Folgendes beachten: Trinken Sie ausreichend: Ihr Körper benötigt Flüssigkeit, um sich zu kühlen, den Blutdruck aufrechtzuerhalten, Nährstoffe zu verarbeiten, giftige Stoffe auszuscheiden und das Blut dünnflüssig zu halten. Daher ist es wichtig, genug zu trinken, auch bevor Sie Durst verspüren. Duschen Sie lauwarm: Zu kaltes Wasser kann den Körper dazu veranlassen, noch mehr Schweiß zu produzieren und dadurch geht noch mehr Flüssigkeit verloren. Daher ist es am besten, lauwarm zu duschen, um den Körper angenehm zu kühlen. Haltem Sie Ihren Wohnort kühl: lüften Sie nur früh morgens und nachts, also zu Zeitpunkten, in denen es draußen nicht zu warm ist, um die Hitze nicht rein zu lassen. Tragen Sie lange und weite Kleidung: Das kann den Körper zusätzlich kühlen, indem es die direkte Sonneneinstrahlung auf die Haut reduziert. Meiden Sie körperliche Anstrengung in der Hitze: Verschieben Sie Einkäufe oder Sport auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden, so kann der Körper besser die Hitze regulieren und verliert nicht noch mehr Flüssigkeit

Erfasst wurde die Effektivität von Schutzmaßnahmen und die Bereitschaft, diese bei der nächsten Hitzewelle zu zeigen.

4.1 Wahrgenommene Effektivität der Schutzmaßnahmen

4.2 Bereitschaft, bei kommender Welle Schutzverhalten zu zeigen