1 Modell der Handlungsbereitschaft

Menschen unterscheiden sich darin, wie sie Gesundheitsrisiken durch den Klimawandel wahrnehmen, der Regierung vertrauen, in welchem sozialen Umfeld sie sind, usw. Eine Veränderung dieser Aspekte – also z.B. durch Kampagnen – kann zu einer Veränderung der Handlungsbereitschaft etwas an der Krisensituation zu ändern führen. Die Handlungsbereitschaft während einer Krise umfasst Verhaltensweisen und Einstellungen gegenüber Maßnahmen zur Krisenbewältigung. Dabei berücksichtigen wir fünf Aspekte:

  • Individuelles Verhalten (z.B. Reduktion des eigenen Treibhausgasausstoßes)
  • Die Zustimmung zu gesellschaftlichen und politischen Maßnahmen (z.B. Unterstützung einer Förderung erneuerbarer Energieträger)
  • Politische Partizipation (z.B. Teilnahme an Demonstrationen für mehr Klimaschutz)
  • Ärger über gesellschaftliche und politische Maßnahmen (Reaktanz)
  • Bereitschaft getroffene Maßnahmen zu befolgen

Diese fünf Aspekte werden zu einem gemeinsamen Wert, der “Handlungsbereitschaft” zusammengefasst.



Hohe Handlungsbereitschaft gegen die Klimakrise bedeutet, dass Personen sich klimafreundlich verhalten, sich politisch für Klimaschutz engagieren und politische Maßnahmen zum Klimaschutz unterstützen, befolgen und emotional positiv bewerten. Niedrige Handlungsbereitschaft bedeutet, dass Personen sich klimaschädlich verhalten, sich politisch gegen den Klimaschutz engagieren und politische Maßnahmen zum Klimaschutz ablehnen, nicht befolgen und emotional negativ bewerten.

2 Unterschiede

Im Folgenden wird gezeigt, wieviele Personen mit unterschiedlichen Ausprägungen von Risikowahrnehmung, Klimamüdigkeit und Vertrauen eine hohe Handlungsbereitschaft aufweisen.

Zudem unterscheidet sich der Anteil handlungsbereiter Personen nach Parteipräferenz:

3 Handlungsbereitschaft und Informationsquellen

Personen mit hoher Handlungsbereitschaft empfinden Infoquellen des Öff. Rechtlichen, lokale & überregionale Zeitungen wichtiger fürs Impfen als Personen mit niedriger Handlungsbereitschaft. Boulevardzeitungen, alternative Medien, Soziale Netzwerke & Messenger werden global weniger wichtig als z.B. Öff. Rechtliche Informationsquellen eingeschätzt - Personen mit niedriger Handlungsbereitschaft bewerten diese aber vergleichsweise besser.