Plate Debate

What’s on your mind – What‘s on your Plate?: Die Wirkung von Nachhaltigkeitsposts auf den Nahrungsmittelkonsum 

Ziel

Der Klimawandel stellt eine der größten Bedrohungen für die Menschheit und den Planeten dar. Hierbei ist die aktuelle Ernährungsform der Hauptverantwortungsträger des CO2-Ausstoßes. Eine veränderte Ernährungsform kann maßgeblich dazu beitragen, den Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken. An dieser Stelle setzt die vorliegende Projektstudie an, innerhalb der in einfacher und verständlicher Weise eine nachhaltige Ernährungsweise aufgezeigt werden soll. Die Planetary Health Diet (PHD) zielt darauf ab die Gesundheit des Menschen und des Planeten nachhaltig zu erhalten. Um diese Ernährungsform an die Bevölkerung zu vermitteln, eignet sich aufgrund seiner hohen Reichweite das soziale Medium Instagram. Innerhalb der Projektstudie wird daher untersucht, ob Informationen über nachhaltige Ernährung auf Instagram einen Einfluss auf das Konsumverhalten haben. 

Untersuchungsanlage

Auf Grundlage der Theory of Planned Behavior und dem Mere Exposure Effect wurden Veränderungen des Konsumverhaltens durch Instagramposts über nachhaltige Ernährung im Sinne der PHD anhand eines Experiments untersucht. Im Zuge dessen wurde beleuchtet, ob Selbstwirksamkeitsbotschaften und verschiedene Wiederholungshäufigkeiten der Stimuli das Konsumverhalten beeinflussen. Darüber hinaus wurde betrachtet, inwiefern sich Unterschiede zwischen den sozioökonomischen Status in Hinblick auf ihr Konsumverhalten verzeichnen lassen. Das durchgeführte Experiment setzte sich aus zwei Erhebungszeitpunkten und einem Postingzeitraum von 20 Tagen zusammen, während dem die Probanden ausgewählte Stimuli rezipierten.

Die Teilnehmer teilten sich auf vier Experimentalgruppen und eine Kontrollgruppe auf und folgten jeweils einem von fünf selbst erstellten Instagramaccounts. Die vier Experimentalgruppen erhielten Informationen zur PHD, die jeweils unterschiedlich manipuliert wurden.

Ergebnisse

Aus den zentralen Ergebnissen der Studie geht hervor, dass sich das Konsumverhalten der Probanden durch die Rezeption der Instagramposts in eine nachhaltige Richtung im Sinne der PHD entwickelte. Die unterschiedlichen Wiederholungshäufigkeiten und die Manipulation in Form von Selbstwirksamkeit hatten keinen Einfluss auf das Konsumverhalten. Weiterhin ließ sich in diesem Zusammenhang kein Unterschied zwischen den sozioökonomischen Status der Probanden feststellen. Die Ergebnisse zeigen, dass Instagram eine geeignete Plattform für die Vermittlung von Informationen über nachhaltige Ernährung darstellt und aufgrund seiner stetig wachsenden Nutzerzahlen eine große Reichweite bietet. Darüber hinaus eignet sich die PHD in ihrer vereinfachten Darstellung dafür, den Menschen eine nachhaltige Ernährung in Form von Instagramposts näher zu bringen.

Die Gruppenmitglieder (v.l.n.r.) Hannah Platt, Lisa Schuchhardt, Anna Scharmberg, Carina Hempel, Hannah Wamers, Sophia Blank und Johanna Krause

Projektbetreuende

Erstbetreuerin: Prof. Dr. Cornelia Betsch

Zweitbetreuer: Prof. Dr. Sven Jöckel

„Die Gruppe plate debate verbindet aktuellste Entwicklungen im Bereich der nachhaltigen Ernährung – nämlich die Planetary Health Diet – mit dem Medium, das vor allem junge Menschen erreicht: Instagram. So besteht die Möglichkeit, die Ideen dieser neuen planetarischen Ernährungsform einem breiten Publikum zu erschließen. Mit einer innovativen Studie untersucht die Gruppe Wirkmechanismen verschiedener Strategien zur nachhaltigen Gesundheitskommunikation.“ – Prof. Dr. Cornelia Betsch über das Projekt

Projektpartner

SONNENTOR Kräuterhandelsgesellschaft mbH

denn’s Biomarkt

Als Unterstützer: Thorsten Hempel, Tim Scharmberg